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Alt 25.02.2010, 12:07   #1
 
Avatar von Baerchen
 
 
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Standard Erhöhtes Narkoserisiko vs. Kastration … mein Matzl :(

Hallo, ihr Lieben!

Wie ja einige wissen, hat mein kleiner Matzl Herzprobleme. Das wurde schon als kleines Baby diagnostiziert (Herzklappen sind nicht voll ausgeprägt etc.) und bei einer weiteren Untersuchung in der letzten Woche hat sich herausgestellt, dass die Tendenz eher schlechter wird. Es werden noch letzte Testergebnisse abgewartet, dann wird entschieden, ob er schon jetzt in seinen jungen Monaten Herzmedikamente bekommen soll.

Ihm geht es so ansich gut, aber es steht ein großes Problem an, was mich sehr belastet.

Matzl wird langsam ein Kater. Er markiert zwar (noch) nicht, aber er besteigt ständig unseren kleinen Knödl und ist auch so unruhiger als vorher. Er ist im Kastrationsalter.

ABER was mir letzte Woche schon deutlich gesagt wurde, ist, dass er ein erhöhtes Narkoserisiko hat. Die TÄ würde ihn natürlich trotzdem kastrieren lassen, so einfach ist für mich die Entscheidung aber nicht. Ich würde es mir nie verzeihen und ich würde daran zerbrechen, wenn er bei der Kastrationsnarkose sterben würde.

Ich weiß nun einfach nicht, was ich machen soll. Ich fühlte mich selten so hilflos und verzweifelt.

Ihn nicht zu kastrieren bzw. gar nichts zu machen, halte ich für sehr schwierig in meinem Mehrkatzenhaushalt. Zumal es ihn ja auch, momentan auf jeden Fall, unruhig macht. Vor der Narkose habe ich aber panische Angst.


Gibt es vielleicht ganz spezielle Wege, Katzen mit Narkoserisiko zu operieren? Oder gibt es vielleicht (bei Hunden gibt es sowas doch) auch eine chemische Kastrationsmöglichkeit für Kater? Hormonpräparate, oder so? Irgendetwas, was ihm seine Katergefühle nimmt, aber eine Narkose ausschließt? Wie machen das Züchter mit ihren potenten Katern, wenn sie mal nicht im "Einsatz" sind?

Habt ihr irgendeine Idee? Ich bin so verzweifelt und mache mir so große Sorgen, ich hoffe so sehr, dass mir hier jemand helfen kann!!

Liebe Grüße!
Baerchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.02.2010, 12:28   #2
 
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Standard AW: Erhöhtes Narkoserisiko vs. Kastration … mein Matzl :(

Hallo,

bei angeschlagenen Katzen kommt die Inhalationsnarkose in Frage. Erstens ist sie nicht so heftig und zweitens kann sie besser dosiert werden. Sprich mal mit deiner TÄ über diese Möglichkeit.

Eine 100%ige Garantie hat man nie, wenn Katzen (auch gesunde) operiert werden müssen. Ein Restrisiko bleibt immer.
__________________
Liebe Grüße
Eva und Katzerei vom Streunerhof

Besuch uns doch mal: auf dem Streunerhof, bei der Katzerei oder im Lastramiclub Lastramishirts für Katzenfreunde
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Alt 25.02.2010, 12:34   #3
 
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Standard AW: Erhöhtes Narkoserisiko vs. Kastration … mein Matzl :(

Oh je, Bärchen, das tut mir sehr leid...

Die chemische Kastration würde ich nicht empfehlen, weil das Krebsrisiko dadurch erhöht wird. Das will man ja nun auch nicht. Ich hatte mich vor einigen Monaten mit meinem TA unterhalten, weil damals zur Debatte stand, kurzfristig eine herzkranke Katze in Pflege zu nehmen, die auch nicht kastriert war. Damals sagte er, bei Katzen ist das ein Problem, da muss man wirklich genau abwägen, wie groß das Risiko ist. Aber bei Katern, wenn sie grundsätzlich handhabbar sind, könnte man die Kastra unter örtlicher Betäubung durchführen, ggf. den Kater medikamentös beruhigen, aber die Vollnarkose wäre manchmal vermeidbar. Wie das nun bei Deinem Kater ist und ob Dein TA sich das zutraut... das weiß ich natürlich nicht. Lass Dich da mal beraten.

Edit: das Problem bei der Inhalationsnarkose ist, dass dafür normalerweise intubiert wird, wofür vorab per Spritze sediert werden muss.. sicherlich weitaus schonender als andere Vollnarkosen, aber ich hätte wohl trotzdem ein mulmiges Gefühl (hätte ich aber immer )

Liebe Grüße
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Alt 25.02.2010, 12:42   #4
 
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Standard AW: Erhöhtes Narkoserisiko vs. Kastration … mein Matzl :(

@Streunerhof: Was Anderes als eine Inhalationsnarkose lasse ich eh bei keinem meiner Tiere durchführen. Aber das Restrisiko ist mir halt auch hier noch zu groß. Dass es immer ein gewisses Risiko gibt, ist ja klar, aber wenn es eh schon riskant ist, ist das Risiko ja umso größer.

@Knuddelmiez: Danke für diesen Gedankenanstoß! Ich könnte mir ansich auch vorstellen, dass sowas machbar ist. Zumal der Matzl auch sehr gut handhabbar ist, auch bei den Ultraschalluntersuchungen etc. ging immer alles ganz problemlos. Allerdings wohne ich ja jetzt nicht mehr in Berlin sondern ländlich bei Marburg und hier sind nur Dorftierärzte. Ob ich da jemanden finde, der sich sowas zutraut? Achje.
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Alt 25.02.2010, 12:52   #5
 
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Standard AW: Erhöhtes Narkoserisiko vs. Kastration … mein Matzl :(

Eventuell müsstest Du das weitläufiger planen und in die nächste größere Stadt dazu fahren, aber ich denke, das wird machbar sein :) Ich drücke Dir jedenfalls ganz fest die Daumen. Schade, dass Du nicht mehr in Berlin wohnst (hatte ich es also doch richtig in Erinnerung!), denn ich hätte Dir meinen TA wärmstens empfehlen können :) Berichte mal weiter, ja?

Liebe Grüße
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Alt 25.02.2010, 13:07   #6
 
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Standard AW: Erhöhtes Narkoserisiko vs. Kastration … mein Matzl :(

Wirklich schade, dass ich nicht mehr in Berlin bin, nicht nur deshalb! Diese Stadt ist einfach einzigartig!

Hier gibt es ja auch 1-2 brauchbare Dinge in der Umgebung, die Tierklinik Gießen ist recht nah, da war ich ja auch zur Herzuntersuchung. Aber die sind halt auch nicht sonderlich experimentierfreudig oder unkonventionell. Ich werde auf jeden Fall da mal nachfragen, aber große Chancen sehe ich nicht. Ich hatte ja damals bei der Diagnose schon gleich nach Alternativen gefragt und nur die Antwort bekommen: "Ist zwar ein Risiko, aber ich würde es trotzdem so machen." Und Punkt. Super Antwort! *ärger*

Aber für die Kastra nach Berlin zu fahren, das ist zu viel der Strapaze, denke ich. Das wären ja knapp 500km einfache Fahrt.
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Alt 25.02.2010, 13:11   #7
 
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Standard AW: Erhöhtes Narkoserisiko vs. Kastration … mein Matzl :(

*lach* nein, das würde ich nicht mal einem gesunden Tier zumuten Na mal schauen. Sprichs einfach mal ganz gezielt an :) Wenn mir noch was einfällt, melde ich mich.

Liebe Grüße
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Alt 25.02.2010, 13:15   #8
 
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Standard AW: Erhöhtes Narkoserisiko vs. Kastration … mein Matzl :(

Gut, es ist zwar schon deutlich weiter, aber noch machbar: frag ggf. mal Tina (Testhexe) nach der Klinik in FFM, in der sie zuletzt war. Die fand sie, meines Erachtens, ja gut. Eventuell sind die, falls Du in Gießen eine Absage bekommst, ja der Sache gegenüber aufgeschlossener. Einmal könnte man so eine Strecke schon in Kauf nehmen.

LG
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Alt 25.02.2010, 13:17   #9
 
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Standard AW: Erhöhtes Narkoserisiko vs. Kastration … mein Matzl :(

Habe gerade mit der Tierklinik telefoniert, die machen das auf gar keinen Fall. Die bestehen auf der chemischen Kastration in solchen Fällen. Hmpf.

Vielleicht liest hier ja jemand aus Frankfurt oder so der eine Idee hätte, wo in der Umgebung das jemand machen würde!

Und danke für die Hilfe, Knuddelmiez!

EDIT: Hihi, da hast du mir ja gleich den letzten Gedanken abgenommen! Werde Tina mal kontaktieren!
Baerchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.02.2010, 13:18   #10
 
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Standard AW: Erhöhtes Narkoserisiko vs. Kastration … mein Matzl :(

Wie gesagt, frag mal Testhexe :)

Edit: da war Dein Edit schneller *grins*
Knuddelmiez ist offline   Mit Zitat antworten
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