Thema: Können ältere Katzen richtige Freunde werden?

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Alt 02.02.2016, 16:02   #1
 
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Können ältere Katzen richtige Freunde werden?

Hi,
Ich brauche Rat.
Jeanny ( hat vor 2 Jahren Ihren 15 jährigen Katerkumpel und vor 4 Monaten ihren 1-jährigen Katerkumpel durch einen tragischen Unfall verloren . Mit beiden hat Sie immer im Garten gespielt und genäselt. Seit 2,5 Monaten ist Minka (7,5 aus Tierheim) da.
Jeanny sitzt sehr lange in M. Nähe und versucht immer
wieder vorsichtige Annäherungsversuche, die durch leider immer heftigere Reaktionen von M. beantwortet werden (brummen Fauchen Schlagen) M geht J. aus dem Weg wo Sie nur kann.
Jeanny hat schon fast aufgegeben und zeigt immer weniger Interesse. Manchmal sitzen sie in etwa 2m Entfernung, ohne dass etwas passiert. Sie gucken sich einfach gar nicht an. Ist das das höchste, was zu erreichen ist?
Ich hätte einen guten Platz, wo Minka alleine nur mit Menschen leben könnte. Und ich würde es nach einigen Wochen auch nochmal mit einer anderen Katze, die vielleicht sozialer ist versuchen.
Minka ist eine sehr nette Katze und es fällt mir nicht leicht, habe aber zum jetzigen Zeitpunkt den Eindruck, dass keiner glücklich ist.
FRAGE: ist es Illusion für eine 8 jahre alte aber sehr soziale Katze noch eine Freundschaft aufbauen zu wollen? Wenn das möglich ist will ich es gerne versuchen.
Oder ist es das höchste, was zu erreichen ist ein Nebeneinanderherleben von 2 Katzen?
Vielen Dank für Eure Hife
Jeannymini ist offline  
Alt 02.02.2016, 16:02
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AW: Können ältere Katzen richtige Freunde werden?

Hast du schon mal in Wie sag ich´s meiner Katze nachgelesen?
Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem ;-).
__________________
Schäppchen für Fellnasen
Alt 02.02.2016, 16:14   #2
 
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AW: Können ältere Katzen richtige Freunde werden?

Das hängt eigentlich komplett von der Sympathie der beiden Katzis ab.
Wenn es nicht stimmt, dann wird es halt recht neutrales Nebeneinanderleben.
Allerdings sind auch so neutrale Katzenbeziehungen oft viel tiefgehender, als der Mensch das wahrnimmt.
Meist merkt man das erst, wenn mal eine Katze z.B. 1 Tag beim TA verbreingen muss und die andere dann richtig unglücklich wird - Kann natürlich auch genau andersrum laufen, und plötzlich ist jemand super glücklich.

In deinem Fall finde ich 2,5 Monate aber wirklich eine recht kurze Zeit.
Da kann noch viel passieren.
Versuchst du denn aktiv etwas, um die Katzis näher zu bringen?
Geek ist offline  
Alt 02.02.2016, 16:30   #3
 
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AW: Können ältere Katzen richtige Freunde werden?

Hallo,

danke für die Antwort,
Ich gehe in den Garten mit den beiden und dann freut Jeanny sich so und will mit Minka spielen, die dann ganz schnell wieder fauchend abhaut.
Nein, sonst versuche ich micjh nicht einzumischen. Vielleicht haben die beiden auch zu viele Ausweichmöglichkeiten, zu viele Katzenmöbel...
Ich habe Angst, dass ich irgendwann zusehr an Minka hänge und sie dann garnicht mehr abgeben möchte und die beiden verstehen sich immer noch nicht.
Jetzt hätte ich eine schöne Stelle, wo Minka hinkönnte.
Ich weiß aber auch nicht, ob ich zu schnell aufgebe.
Minka kommt aus Freilaufeinzelhaltung ung im Tierheim sagte man mir sie sei verträglich. Ich habe den eindruck. dass sie eher ängstlich zurückgezogen war.
Habe jetzt gegoogelt und gesehen, dass es durchaus Katzen aus Gemeinschaftshaltung gibt und überlege, ob das nicht besser wäre.- Es gibt da ja auch noch einen Streunerkater bei mir, der seit 8 Jahren mehr oder weniger im Garten lebt.

Was meint Ihr/Du. abbrechen die Zusammenführung? Oder weiter versuchen?
Jeannymini ist offline  
Alt 02.02.2016, 16:36   #4
 
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AW: Können ältere Katzen richtige Freunde werden?

Das kann ich hier aus eigener Erfahrung unterstreichen. Nur, weil die Katzen nicht permanent aneinander kleben, heißt das nicht, dass sie einander nicht mögen oder die kätzische Gesellschaft nicht zu schätzen wissen. Das ist lediglich unsere Vorstellung davon, wie etwas sein sollte. Mein Grummelkater ist auch eher der Einzelgänger, so wurde er vom TS vermittelt, doch er hat sich positiv verändert, in der Gesellschaft der "Damen". Von der Abwechselung, die vor 6 Jahren hier einzig, profitiert er rundherum. Bei uns hat die erste Vergesellschaftung fast 6 Monate gedauert, habe Geduld...
Lillifee15042015 ist offline  
Alt 02.02.2016, 16:41   #5
 
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AW: Können ältere Katzen richtige Freunde werden?

danke auch für Deine Info,
ja, denke das auch, dass sie nicht immer aneinander kleben müssen.
Aber leider reagiert Minka immer mit Ablehnung und Desinteresse und ist froh, wenn sie alleine ist.
Ich habe den Eindruck, dass Sie überfordert mit meiner Jeanny und dem Streunerkater Grisu und lieber wieder Einzelkatze wäre. Ist übrigens sehr anhänglich und menschenbezogen die Minka.
Ich möchte für alle Beteiligten nur das Beste. Zurück ins Tierheim kommt nicht in Frage.
Jeannymini ist offline  
Alt 02.02.2016, 16:48   #6
 
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AW: Können ältere Katzen richtige Freunde werden?

Hm,
nicht lachen, ich würde beiden Katzen erzählen, dass du überlegst Minka weiterzuvermitteln, wenn es nicht besser wird. Manchmal glaube ich, dass die Katzis viel mehr verstehen, als man denkt.
Setz dir eine Frist von z.B. 2 Wochen und versuch mal auch in der Zeit beide zum gemeinsamen Spiel aufzufordern. Ein Baldriankissen in die Mitte zwischen beide gelegt könnte z.B. Wunder bewirken.

Generell kann ich sehr gut nachvollziehen wenn du Minka in einen guten Platz abgibst.
Wenn deine Jeany Sozialkontakt will (und ja früher auch hatte) und Minka immer abblockt, dann ist das schon sehr schwer mitanzusehen.
Eigentlich glaube ich ja eher, dass Minka nur Angst hat, aber die Frage ist halt, ob sich das wirklich ändern wird.
Wenn beide Katzen sich nichtmal mehr gegenseitig ansehen, dann würde ich das nach einem kurzen und definitiv letzten Versuch abbrechen.
Geek ist offline  
Alt 02.02.2016, 16:58   #7
 
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AW: Können ältere Katzen richtige Freunde werden?

Hallo,
vielen Dank für die wirklich gute Antwort.
Ja, ich habe jetzt auch schon mein Leben lang Katzen, fast 50 jahre.
Ich bin Deiner Meinung, das Minka Angst hat. Ist die Frage, ob Sie die abbauen kann. Wen ich mit beiden im Garten spielen will ist Jeanny direkt dabei. Minka traut sich nicht.
Ich bin Deiner Meinung, dass wenn die Katzen sich nicht mehr anschauen, dass man, wenn man kann besser abbricht.
Es ist so, dass Jeanny immer noch den Kontakt sucht. Sie schaut immer zum Schrank hoch, wo Minkas Lieblingsplatz ist.
Da kann man von beiden Seiten hoch und Jeanny ist vorgesten noch den Kletterbaum hoch auf halber Höhe und Minka faucht auf Distanz schon.
Jeanny hat dann abgebrochen und ist wieder runter.
Aber gibt es überhaupt eine Freundschaft im fortgeschrittenen Katzenalter oder muß ich mich damit zufrieden geben, dass die beiden vielleicht eine friedliche Koexistenz führen?

Katzenminze habe ich auch schon ausgelegt.
Jeannymini ist offline  
Alt 02.02.2016, 19:27   #8
 
Avatar von Glasi
 
 
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AW: Können ältere Katzen richtige Freunde werden?

Ich würde mich absolut nicht von dem Gedanken einer Katzenfreundschaft im fortgeschrittenen Alter verabschieden. Auf dem Bild siehst du Sirius und Sternchen Lucky, und schlechtere Voraussetzungen für eine gelungene Katzenfreundschaft wie die beiden hätte ich mir kaum vorstellen können.

Sirius, 13+ (wir haben keine Ahnung, wie groß dieses "plus" ist, aber er war schon seit 12-13 Jahren hier in der Nachbarschaft unterwegs, als wir aufgetaucht sind), Schilddrüsenüberfunktion, Chronische Nierenerkrankung, Arthrose, fast blind, und ein traumatisiertes Angst-Katzen-Tier. Alles, was sich bewegt, ist böse, und Menschen, die sich bewegen, sind erst recht der Albtraum aller Albträume.

Lucky, 8, Chronische Nierenerkrankung, tränende Augen, eine Sozialisierung wie die Axt im Walde, was sowohl Mensch als auch Tier angeht (ehrlich, ich hab noch nie eine Katze erlebt, die einem zuerst auf den Schoß hüpft und einem dann eine überbrät, weil man es wagt, sie versehentlich zu berühren - und starren konnte der Kleine, unglaublich), hat auf der letzten Pflegestelle die andere Katze gemobbt, bis sie unsauber wurde. Temperament: Konstant mies gelauntes Sofakissen.

Eigentlich hätte Lucky auch nur unser Pflegekater sein sollen und eigentlich war Sirius ja auch panischer Dauerfreigänger - die beiden hätten sich also eigentlich nie kennen lernen sollen in den paar Wochen, die Lucky eigentlich hier bleiben sollte. Allerdings kommt es erstens anders und zweitens, als man denkt, Sirius wurde noch kränker, als er ohnehin war, und die beiden haben sich mehr oder weniger selbst zusammengeführt (ein brüllendes Katz auf jeder Seite der Türe wollte unbedingt den jeweils anderen sehen ). Die ersten Wochen gab es ein bisschen Gefauche von beiden Seiten und gepflegtes Ignorieren. Dann stellte Sofakissen Lucky fest, dass er zwar keine anderen Katzen mag, aber wenn dieses doofe Schwarztier schon da ist, dann kann es ja auch ein bisschen mit ihm raufen. Und eine klassische Katzen-Rauf-Aufforderung sieht natürlich so aus, dem potentiellen Raufpartner mal so richtig volle Kanne ins Kreuz zu springen und ihn in den Nacken zu beißen. Fand Sirius, der es wegen seinem wehen Rücken kaum aufs Sofa schafft, natürlich ziemlich scheiße. Zum Glück ist Sirius allerdings auch ein Katzentier, das weiß, dass das Leben scheiße sein kann, sich davon aber nicht nachhaltig beeindrucken lässt - er hat Luckys Generve also mit stoischer Ruhe über sich ergehen lassen, bis der verstanden hat, dass Sirius das gar nicht prickelnd findet. Das hat ungefähr... sechs Monate gedauert. In der Zeit haben sie dann auch vorsichtig mit passiv-aggressivem Katzen-Sumo angefangen ("Ich will auf den Platz!" - "Nein, ich will auf den Platz!" - "Geh da weg!" - "Ich denk gar nicht dran!" - "Pah, dann leg ich mich eben neben dich, ist das nicht PÖHSE?" - "Jau, dann bist du halt da. Sollte mich das jetzt irgendwie stören?" - "PFT!"), und irgendwann wurde dann wirkliches und tatsächliches Kuscheln daraus.

In den letzten 3 Monaten, bevor wir Lucky einschläfern lassen mussten, waren die beiden so ein bisschen wie ein altes Ehepaar. Man hat sich jetzt nicht so dolle viel zu sagen, aber man möchte doch immer im selben Raum sein wie der andere und wandert dafür auch gerne durch die Wohnung, ab und zu wird gekuschelt und geschmust, Lucky hat Sirius dann auch geputzt, was Sirius mit Schnurren in der Lautstärke eines Außenbootmotors quittiert hat, und wenn die beiden morgens in der Küche zum gemeinsamen Essen Fassen antraten, dann saß Lucky da wie eine Statue und hat darauf gewartet, während Sirius um ihn herumgelaufen ist und bei jeder Runde seine Schulter gegen Lucky gerömmst hat, oder seinen Kopf an ihm gerieben. Wenn Sirius einen seiner "Ich fühle mich nicht wohl, deswegen stelle ich mich mitten in ein Zimmer und jaule aus voller Kehle!"-Anfälle hatte, dann konnte man sich sicher sein, dass Lucky angelaufen kam und mit ihm genäselt hat. Und als wir Lucky einschläfern lassen mussten, hat man erst recht gemerkt, wie sehr die beiden sich mochten - Sirius ist in der Woche, die er alleine war, bevor das Jasminchen eingezogen ist, eigentlich 24/7 lauthals brüllend durch die Wohnung gelaufen und hat nach seinem Kumpel gerufen.

Jasminchen ist auch schon 13, hat auch eine chronische Nierenerkrankung, und die beiden kennen sich seit einem halben Jahr. Mittlerweile scheint auch sie halbwegs verstanden zu haben, dass Sirius kein Interesse daran hat, mit ihr zu toben und zu raufen, und die beiden können mittlerweile gemeinsam auf der Kuscheldecke neben der Heizung liegen oder sich friedlich das Sofa teilen. Aneinander schnuppern und fast-Köpfchen-reibend aneinander vorbeilaufen ist auch schon drin - und ich bin mir sicher, da ist noch Luft nach oben. Immerhin sind die beiden nicht mehr die Jüngsten (auch wenn Jasminchen immer noch eine kleine Duracell-Katze ist) und da braucht die Beziehungsarbeit auch schon mal ein bisschen Zeit, bevor sich da ein harmonisches Duo entwickelt.
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Glasi ist offline  
Alt 02.02.2016, 19:50   #9
 
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AW: Können ältere Katzen richtige Freunde werden?

Hallo,

was für eine schöne rührende und auch aufbauende Geschichte - danke dafür.
Mein Traum wäre ja auch, dass der Streuner Grisu (10+), dass der seit 8 Jahren zum Futtern kommt vielleicht nächsten Winter zumindest nachts drinnen verbringt. Minka hat auch Angst vor ihm und ich weiß nicht, ob ihn das eher wegdrängt. Meine Jeanny kennt ihn von kleinauf und bis vor 4 Monaten wohnte ja auch immer ein Kater bei uns.
Mein kleiner Findling wurde von ihm im Garten adoptiert, aber der Kleine ist ja tot - wurde nur ein Jahr, die einzige Katze, in den letzten 50 Jahren, die überfahren wurde. Davor mein alter 15 jähriger war auch gut (Krebs vor 2 Jahren), kein Näseln aber akzeptieren im Garten.
Problem ist, wenn ich Grisu (Streuner) einen besonderen Leckerbissen zuwerfen will, bekommt er Angst und läuft weg.
Ich muß in 3 Wochen für 2 Wochen weg (Nachbar füttert).
Ich weiß nicht was ich am besten mache. Soll ich Minka weggeben und Grisu eine Chance geben sich einzuquartieren, oder allen drei gemeinsam eine gemeinsame Chance.
Oder eine andere Katze nach der Geschäftsreise, die eher eine Gruppenkatze ist.
Das Problem ist, ich bin nicht so cool, dass ich Minka nicht schon mag, jeden Tag gewöhn ich mich mehr an sie. Jetzt hätte ich jemanden, der Ihr ein sehrgutes Zuhause geben könnte, weiß aber nicht, ob es nicht zu früh ist.

Kann morgen erst wieder antworten
Danke allen
Jeannymini ist offline  
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Stichworte
freundschaft, gesellschaft, katzen, zusammenführung, älterer

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