Thema: Braucht man wirklich "Papiere"?

Diskutiere im Katzen Forum über Braucht man wirklich "Papiere"? im Bereich "Waldkatzen". Hey liebe Foris, ich bin neu hier und habe bisher noch keinerlei Erfahrung mit Katzen. Wir (mein Partner und ich) haben uns aber nach reichlicher Überlegung welche Katzenrasse es nun sein soll dazu ...
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Alt 27.02.2015, 22:56   #1
 
Beiträge: 4
 
Braucht man wirklich "Papiere"?

Hey liebe Foris,

ich bin neu hier und habe bisher noch keinerlei Erfahrung mit Katzen.
Wir (mein Partner und ich) haben uns aber nach reichlicher Überlegung welche Katzenrasse es nun
sein soll dazu entschlossen, demnächst einen Maine Coon Kater zu uns zu holen. Uns gefällt an der Maine Coon ihr ruhiges Wesen und ihre Erscheinung. Diese "sanften Riesen" sind einfach wunderschön.

Da man ja oft liest "mit Papieren" (Katzen mit Papieren sind oft mehr als das doppelte teurer als welche ohne Papiere so wie ich gesehen habe) wollte ich wissen, ob man diese "Papiere" nun wirklich braucht wenn man eine reine Liebhaberkatze haben möchte und weder vor hat mit ihr zu züchten noch sonst etwas.

Liebe Grüße
Charly.Coon ist offline  
Alt 27.02.2015, 22:56
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AW: Braucht man wirklich "Papiere"?

Hast du schon mal in Wie sag ich´s meiner Katze nachgelesen?
Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem ;-).
__________________
Schäppchen für Fellnasen
Alt 27.02.2015, 23:30   #2
 
Avatar von may24
 
 
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AW: Braucht man wirklich "Papiere"?

Wenn du eine Katze ohne Papiere kaufst woher willst du dann wissen dass es auch reine Maine Coon ist?
Zudem solltest du den Züchter fragen was er für Untersuchungen der Vorfahren gemacht hat.
Herzultraschall? HD? PKD?
Hier wirst du keinen finden der dir sagt dass du auch ohne Papiere kaufen kannst. Damit unterstützt man nur unseriöse Schwarzzüchter.
may24 ist offline  
Alt 28.02.2015, 00:10   #3
 
Avatar von Jelly87
 
 
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AW: Braucht man wirklich "Papiere"?

Huhu
Und bitte bitte niemals nur eine Katze holen. Katzen sind keine Einzelgänger!
Jelly87 ist offline  
Alt 28.02.2015, 00:12   #4
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Avatar von russian
 
 
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AW: Braucht man wirklich "Papiere"?

Zitat:
Zitat von Charly.Coon Beitrag anzeigen

Da man ja oft liest "mit Papieren" (Katzen mit Papieren sind oft mehr als das doppelte teurer als welche ohne Papiere so wie ich gesehen habe) wollte ich wissen, ob man diese "Papiere" nun wirklich braucht wenn man eine reine Liebhaberkatze haben möchte und weder vor hat mit ihr zu züchten noch sonst etwas.
Aber Ihr moechtet doch sicher ein gesundes Tier ohne evtl. ererbte Krankheiten, nicht wahr?
Nun, dafür braucht es u.a. die Papiere, denn ohne diese weiss man nichts über die Vorfahren.
Und es braucht auch eine regelmäßige Gesundheitskontrolle der Tiere und Vorfahren, die nicht gerade billig ist. Daran genau sparen aber Vermehrter, die ihre Tiere dann billiger abgeben. Nicht selten bezahlt ein Käufer dann die Differenz bei seinem Tierarzt
russian ist offline  
Alt 28.02.2015, 07:04   #5
 
Avatar von Andrea64
 
 
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AW: Braucht man wirklich "Papiere"?

Hallo und Willkommen!
Ich finde es sehr gut, dass ihr euch im Vorfeld informiert und auch darüber nachdenkt.
Es ist verständlich und auch verwirrend, dass (für den Unbedarften) so eine Diskrepanz zu geben scheint. Aber eigentlich ist es ganz einfach.
Ein seriöser Züchter kann jederzeit die Blutlinien, die Herkunft und damit auch die Gesundheit seiner Zuchttiere belegen - auf Generationen zurück.
Ein Vermehrer kann das nicht. Er setzt süß auf niedlich und was dabei herauskommt soll gewinnbringend verscherbelt werden.
Ein seriöser Züchter sorgt mit guter medizinischer Betreuung und ausgewogenem Futterplan für die Gesundheit des Muttertieres und das gesunde Heranwachsen der Kitten.
Ein Vermehrer spart an wertigem Futter, Gesundheitskontrollen auf Erbkrankheiten der Elterntiere und an Impfungen der Jungtiere. Das kostet ihm zu viel Geld und schmälert seinen Gewinn.
Seröse Züchter geben ihre Kitten nicht vor der 12. Woche ab, besser noch später und sogar frühkastriert und nie, nie, niemals nie in Einzelhaltung.
Vermehrern ist das egal. Die Kitten werden vermittelt, oft schon ab der 8-10. Woche. Da fressen sie schon alleine, haben aber längst nicht alles gelernt, was Katzenkind von Mama und Geschwistern lernen sollte. Z.B. die richtige Benutzung des Katzenklos, Spielen ohne Krallen, Katzensprache untereinander, aber sie werden "anstrengend", weil mobil.
Seriöse Züchter lassen ihre Kätzinnen nicht allzu oft werfen. Und wenn, dann nur angemeldete Würfe in ihrem Zuchtverband.
Vermehrer wollen mehrere Würfe im Jahr verscherbeln und laugen die Mutterkätzinnen aus, bis sie nicht mehr können.

Übrigens, echte Papiere kosten nicht viel, der Züchter fordert sie an. Vermehrer behaupten oft, dass man nur allein für die Papiere viel Geld bezahlen müsse, das ist schlichtweg Quatsch.

Siehst du den Unterschied?
So sorgfältig und liebevoll aufgezogene Kätzchen haben nun mal ihren Preis. Sie sind bei den Züchtern schon Familienmitglieder und werden nicht im Keller oder so groß.

Geändert von Andrea64 (28.02.2015 um 07:41 Uhr)
Andrea64 ist offline  
Alt 28.02.2015, 07:07   #6
 
Avatar von Canix
 
 
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AW: Braucht man wirklich "Papiere"?

Hallo,

bitte nur mit Stammbaum kaufen, geimpft und mindestens 12 Wochen alt, sollte es ein Kitten sein.

Ich weiß nicht ob du schon Katzen hast, aber Coonies brauchen wirklich Gesellschaft, muss kein Maine Coon sein, kann auch eine Hauskatze z.B. sein, hauptsache er hat einen Kumpel.

Du hast geschrieben, dir gefällt ihr ruhiges Wesen? Was genau verstehst du unter ruhiges Wesen? Ich habe 5 Coonies hier und die sind alles, aber ruhig sicher nicht. Sie sind keine Bengalen, aber schon temperamentvoll. Sicher gibt es auch welcher die ruhig sind, im Alter werden sie auch ruhiger, aber als Kitten haben sie nur eines: Pfeffer im Hintern.

lg Juli
Canix ist offline  
Alt 28.02.2015, 09:08   #7
 
Avatar von saurier
 
 
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AW: Braucht man wirklich "Papiere"?

Schaumal hier: MainCoon und Papiere?

Dann bitte ich dich, auch mal das zu lesen:

Zitat:
Zitat von saurier Beitrag anzeigen
Ein paar Gedanken zum Thema "RASSEkatzen" und deren Zucht
(hauptsächlich bezogen auf Orientalen)

Man mag meine meine -zugegeben- sehr krasse und "elitäre" Meinung zum Thema 'RASSEkatzenzucht' kritisieren, aber ich sehe das so: Um sich tatsächlich ernsthaft mit der gezielten Zucht eines anderen Lebewesens (und damit meine ich nicht die wahllose Vermehrung, weil "Kater und Katzen zusammen ja soooo schön aussehen") zu befassen, braucht man eine hohe menschliche (soziale und intellektuelle) Intelligenz, Verantwortungsgefühl und Geld.

Wer diese drei Komponenten nicht aufweisen kann, wird zu irgendeinem Zeitpunkt seiner "Zucht" an Grenzen stoßen, durch die das Tier Schaden nehmen wird.

Wer eine RASSEkatze (hier speziell Siam und OKH) haben will, sollte akzeptieren, dass zum Erhalt einer Rasse mehr nötig ist, als einen Kater/eine Katze, der/die so aussieht als könnte er/die mal einen siamesischen Vorfahren gehabt haben, aufeinander zusetzen und - wie schrieb es hier jemand mal so treffend? - "Look-a-like"s zu produzieren.

Und wer eine kauft, hat eine gewisse "Verantwortung" der Rasse gegenüber (dazu unten mehr).

Fundamentale und fundierte Kenntnisse in Genetik, Katzenaufzucht und -ernährung (und damit meine ich nicht Billigfutter-Kitten-Nahrung), medizinische Kenntnisse oder zumindest einen TA, der ständig (und damit meine ich auch nachts und in dessen Urlaub) ansprechbar ist, sowie das Geld, um auch einmal einen 10er Wurf komplett behandeln zu lassen, ohne sich damit in einen finanziellen Ruin zu stürzen, sind nur einige der grundlegenden Voraussetzungen für einen seriösen und ernsthaften Züchter. Wer das nicht annähernd gewährleisten oder bewerkstelligen kann, ist in der Rassekatzenzucht schlicht und ergreifend FEHL AM PLATZ!

Es geht hier nicht darum, auf einen Trabbi einen Mercedesstern zu pappen oder in ein in China produziertes Shirt ein gefälschtes Marken-Zeichen zu nähen: Es geht darum, das Original zu erhalten.

Ich kann einfach immer nur lachen, wenn darüber diskutiert wird, wie viel Papiere "kosten". Das Papier, auf dem der Stammbaum meiner Katzen steht, ist nicht viel Wert, für mich ist es ebenso unerheblich, was auf dem Stammbaum steht. Aber mir war es wichtig, dass die Katzen einen Stammbaum haben und zwar nicht, damit sie einen haben und ich gar damit angeben kann, sondern nur aufgrund der Tatsache, dass ich dann zu 99% sicher sein kann, dass sie seriös und damit gesund für Mutter UND Kitten gezogen worden sind - mit Sinn und Verstand. Wobei mal auch da genau hinsehen sollte, denn leider gibt es natürlich auch unter den Vereinszüchtern nicht nur seriöse.

Nur (und zwar ausschließlich!!) gute und seriöse Züchter tragen zum Erhalt einer Rasse bei, mag sein, dass auch andere schöne und gesunde Tiere vermehren (das will ich ja gar nicht ausschließen, auch ohne Papiere), aber diejenigen, die der Rasse wegen züchten, die Rasse, ihr Wesen, ihre Farben (z.B. Cinnamon) etc. voranbringen, DIE sollte man unterstützen und nicht solche, die eben nur mal so mit stammbaumlosen Katzen vermehren, weil "sie halt so schön aussehen" und weil man die Katzen danach gut an Liebhaber verkaufen kann (und selbst, wenn es nur der "Selbstkostenpreis" ist.
Trotzdem möchte ich gerne mal von einem Schwarzzüchter vorgerechnet bekommen, wie sie ihre Kitten für z.B. 250 Euro (oder weniger) vollgeimpft, gechipt evtl. frühkastriert und bestens ernährt nach 12 Wochen abegeben können - das müssen wahre Wohltäter der Nation sein, sie legen bei jeden Kitten mind. 100-150 Euro drauf und da darf das Kitten nicht einen Tag krank gewesen sein, erstaunlich!).

Das war das, was ich mit "Verantwortung" gemeint habe. Ich persönlich "brauche" wie gesagt auch keinen Stammbaum, meine Katzen sind alle kastriert, ich züchte nicht, obwohl ich viele lukrative Angebote hatte (gerade wegen der außergewöhnlichen Farben).

Ich liebe sie auch so und kämen sie aus der Mülltonne, aber ich habe mich genau in DIESE Rasse verguckt und wenn ich eine SOLCHE RASSEkatze haben will (und nur darum geht es - um RASSEtiere, die bestimmte Merkmale der Rasse aufweisen sollen), kann es nur den einen anständigen Weg geben:

Ich unterstütze einen Züchter, der in einem Verein ist und sich dessen STRENGEN Zuchtregeln unterwirft (z.B. Kitten nicht, egal, was passiert (!), vor der 12. Lebenswoche abzugeben, Kitten nicht ungeimpft abzugeben, nur genehmigte Verpaarungen innerhalb der Rasse einzugehen undundund), der sich kontrollieren lässt (u.a. vom Gesundheitsamt), dessen Kitten in einem großen Familienverband aufwachsen und voll sozialisiert sind, der seine Kitten rund um die Uhr, auch wenn die Mutterkatze krank ist oder nicht genug Milch hat, versorgt (meine Züchterin hat bei einigen Würfen zufüttern müssen, alle zwei Stunden, Tag und Nacht, tagelang!!)

UND

- und jetzt kommt das Entscheidende, denn theoretisch könnte das ein "stammbaumloser" Vermehrer auch, wenn er es anständig macht -

DER DIE RASSE MIT SEINER ZÜCHTERISCHEN TÄTIGKEIT VORAN BRINGT:

Der nämlich in der Lage ist, seine RASSEtiere anderen Züchtern für deren Zuchtprogramme zur Verfügung zu stellen. Kein stammbaumloser Vermehrer kann das, da seine Tiere aus gutem Grund zur Zucht nicht zugelassen sind. Das heißt, gäbe es nur noch Leute, die bei Vermehrern kauften, gäbe es bald, so in 20-30 Jahren, keine Tiere der Rasse Siam/Orientalen mehr.

Alle Tiere würden anders aussehen, weil sie ja jeder, wie er gerade Lust hat, mit anderen Tieren verpaart hat. Nicht böse sein, aber z.B. eine Verpaarung Thaimix und Balinese oder Maine Coon, wie bei einigen Schwarzzüchtern Gang und Gäbe würde dazu führen, dass aus den Kitten der nächsten und übernächsten Generation wahrscheinlich Katzen werden, die irgendwann alle wie Hauskatzen aussehen, das Maskengen fiele vielleicht irgendwann mal weg, die Halblanghaarigkeit würde vielleicht noch etwas länger mitgeschleppt werden, aber im Grund haben wir in 5-10 Generationen nichts mehr, was noch der Siamkatze/Thaikatze, meinetwegen auch Maine Coon oder Perser entspräche, nur noch ein wildes Kuddelmuddel und buntgescheckte Einheitskatzen mit mal mehr oder weniger langen Ohren, Fell, Schnauzen und Schwänzen. Es mag Menschen geben, die das nicht schlimm finden, ich schon, denn ich liebe die Vielfalt der Rassen - nicht nur bei Katzen!

Daher ist es so wichtig, wenn man sich tatsächlich eine RASSEkatze, WEIL man sie vom Aussehen und Charakter so toll findet, anschaffen will, auch dafür Sorge zu tragen, dass diese Möglichkeit auch anderen Menschen zu teil werden kann (und nicht "nach mir die Sintflut" ) und das geht nur, wenn man anständige Zuchtprogramme bei seriösen Zuchten unterstützt - und ja, so etwas und die Katzen kostet/kosten ein bisschen mehr, als sie "Fritz" um die Ecke anbieten kann, aber warum das so ist, kann jeder, der das will, an verschiedensten Stellen im Internet nachlesen und auch auf Nachfrage bei jedem seriösen Züchter erfragen.

Ich hoffe, es ist klar geworden, dass "einen Stammbaum haben" nichts Schlechtes oder gar Arrogantes ist, sondern, dass darin ein Schatz für den Erhalt einer Rasse liegt und dass jeder, der diese (oder eine) Rasse liebt, mit daran arbeiten sollte, dass diese Rasse erhalten bleibt und sich auch noch Generationen nach uns daran erfreuen können.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der, dass sich seriöse Züchter auch mit dem Wesen ihrer Katzen auskennen und sich darum sorgen, wie es nach ihrem Aufenthalt im Züchterhaushalt weitergeht. Aspiranten werden -in der Regel (leider gibt es überall Ausnahmen)- auf Herz und Nieren geprüft, bevor sie ein Kitten erhalten und das durchaus auch mit zeitlichem und finanziellem Aufwand (Besuche etc.). Man sorgt in der Regel auch dafür, dass kein Kitten in "Einzelhaft" gerät.

Es ist hinlänglich bekannt, dass Orientalen äußerst soziale Tiere sind und nicht als Einzeltiere gehalten werden sollten, man wird diese Hinweise in sämtlicher Fachliteratur - die man sich als Liebhaber, der sich ein Tier diese Rasse anschafft hoffentlich VOR Anschaffung des Tieres gelesen hat - finden.

Auch das überprüft ein guter und gewissenhafter Züchter normalerweise vorher, ob nämlich der neue Besitzer wirklich über das Wissen verfügt, die Katzen angemessen zu versorgen und aufzuziehen, leider habe ich von sehr vielen Vermehrern gehört, die Kitten (neben der absolut indiskutablen Sachen, sie mitten in der wichtigen Sozialisationsphase (vor der 12. Woche) (klar, nämlich dann, wenn sie anfangen futtermäßig echt Geld zu kosten) abzugeben), die Kitten wahllos Menschen anvertrauen, die kaum Sachverstand und Ahnung und noch weniger eine zweite Katze haben. Auch sorgen verantwortungsvolle Züchter dafür, dass Katzen aus ihrer Zucht, sollten sie tatsächlich im ursprünglichen Haushalt nicht mehr bleiben können, anderweitig unterkommen und eher selten im TH landen. "Rasse"tiere, die man dort findet, sind meist die oben erwähnten "Look-a-like"s, ohne Stammbaum vermehrt und aus-den-Augen-aus-dem-Sinn (aus Sicht des Schwarzzüchters).

Ich könnte ewig so weiter schreiben, aber wer sich bis hierher durchgekämpft hat, der hat sowieso von Natur aus ein gewisses Interesse und dürfte nur zu einem geringen Prozentsatz zu denen gehören, um die es mir hier geht.

Und natürlich ist nicht jeder Vereinszüchter ein wirklich guter und seriöser Züchter (Gründe werden ganz oben genannt, denn nur die Vereinszugehörigkeit macht den Braten auch nicht fett) und nicht jeder, der Katzen ohne Stammbaum vermehrt, ist ein "Geldmacher ohne Verstand".

Man muss im Einzelfall abwägen, wobei für mich, nachdem ich mich VOR der Anschaffung meiner Rassekatzen lange mit dem Thema beschäftig habe, nur ein seriöser Vereinszüchter und die entsprechende auch finanzielle Unterstützung der Rassezucht in Frage kam.

Wer bewusst andere Wege gehen will, muss eben auch mit massiver Kritik derer rechnen, die den seriösen Vereinsweg für richtiger halten!

Danke fürs Zuhören!

und wenn du noch Kraft zum Lesen hast, schau bitte auch mal hier: Sind Stammbaum-Papiere notwendig? und hier: BKH ohne Papiere
saurier ist offline  
Alt 28.02.2015, 10:08   #8
 
 
Alter: 53
 
Beiträge: 3.518
 
AW: Braucht man wirklich "Papiere"?

Kann mich den Vorrednern nur anschließen, aus Tierschutzgründen bitte Katzen entweder gleich vom Tierschutz (Tierheim, Pflegestelle, Notstation usw.) holen oder wenn vom Züchter, dann von einem wirklich seriösen und verantwortungsvollen Züchter. Natürlich hat die liebevolle und verantwortungsvolle Aufzucht einer Rassekatze auch ihren Preis, aber auf keinen Fall darf man deswegen zum Vermehrer und Schwarzzüchter gehen, die auf Kosten der Gesundheit, Fürsorge, Futter, Tierkosten, Wurfpausen, Haltungsbedingungen usw. ihre Kitten entsprechend günstiger anbieten.

Seriöse Zucht ist nur mit Stammbaum möglich, wie sollte man sonst wissen und nachweisen, dass die Tiere aus gesunden Linien stammen, den Inzuchtkoeffizient ermitteln und noch vieles mehr. Durch die Vereinszugehörigkeit wird zumindestens in einem gewissen Maße dafür gesorgt, dass die Zuchtkätzinnen nicht als Gebärmaschinen mißbraucht werden. Abgesehen davon, mir ist der Stammbaum meiner Briten auch egal, trotzdem ohne Stammbaum, würden sie nicht als Rassekatzen gelten, sie wären Mixe, egal wieviele Champions da in ihren Vorfahren eingetragen sind. Aber mir war halt wichtig, dass die Tiere nachweislich aus einer seriösen Zucht und von gesunden Linien abstammen.

Gerade bei den Maine Coons sollte man großen Wert darauf legen, dass die Elterntiere und die Generationen davor auf rassespezifische Erbkrankheiten (PKD, HCM, HD) untersucht worden sind, weil diese Rasse sehr in Mode gekommen ist und durch die vielen Schwarzzüchter und Vermehrer schon ganz krank gezüchtet worden ist.

Geändert von Simpat (28.02.2015 um 10:11 Uhr)
Simpat ist offline  
Alt 28.02.2015, 11:49   #9
 
Avatar von Friedrich-Rex
 
 
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AW: Braucht man wirklich "Papiere"?

Da kann ich nur voll zustimmen!
Meine Katzen haben alle Papiere,manche sogar bis zu den Anfänger ihrer Zucht,war mir sehr wichtig,weil ich mir immer die passenden Kater in der ganzen Welt,kaufen musste,die Damen waren immer meine eigene Zucht.
Dafür braucht man aber viel Zeit u.Durchhaltevermögen u.es kann schon mal vorkommen,dass man was falsches gekauft hat.
Ist mir auch schon mal passiert,da ich nur alte u.seltene Linien bevorzugt habe, kam mal bei einer Verpaarung was ganz modernes raus.
War natürlich für Ausstellungen u.Besucher ein Renner,Bester Wurf von achten, Best in Show u.u.,aber nicht mein Fall.
Bekam die Kitten fast aus der Hand gerissen,habe aber von denen, aus Prinzip, keine in die Zucht abgegeben.
Die sind alle an echte MC Liebhaber gegangen.

Nicht dass einer was in den falschen Hals bekommt,habe auch Katzen ohne Papiere,das sind die,die bei mir ausgesetzt wurden u.die ich nicht alle vermitteln konnte.
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Friedrich-Rex ist offline  
Alt 28.02.2015, 12:32   #10
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AW: Braucht man wirklich "Papiere"?

@Simpat-mit Papiere züchten, heißt nicht automatisch auch seriös, auch darunter gibt es genug schwarze Schafe, die auf anderer Ebene unseriös sind
Ein Stammbaum bedeutet nicht, das die Katzen gesund sind, das sie artgerecht gehalten und aufgezogen werden
Deshalb sich immer genau beim Züchter umschauen und ruhig viel fragen, ist es sauber, wie viele Katzen leben dort, wachsen die Kleinen auf, wie alt ist das Muttertier, wie viele Würfe hatte es, sind die Elterntiere und Vorfahren geschallt, sind die kleinen 2x geimpft und bei Abgabe mind. 13 Wochen alt

Ein seriöser Züchter wird Dir bereitwillig, ohne genervt zu sein, Rede und Antwort stehen und die die Untersuchungsergebnisse, sprich HCM und PKD Schall zeigen, und sich viel Zeit nehmen.

Ich hatte oft Kitteninteressenten da, die auch mal 4 Std. bei mir saßen.

Ein genervter Züchter wird Dich dann spätestens abwimmeln, wenn er dies nicht belegen kann oder will, oder sich die Zeit nicht nimmt.

Auch Du/Ihr solltet Zeit für den Besuch beim Züchter mit bringen, damit Ihr die Kleinen und großen beobachten und etwas kennen lernen könnt, mit den Kleinen spielen und alles in Ruhe besprechen könnt, was Ihr wissen möchtet

Und lieber auch nochmal ein/zwei Nächte nach dem Besuch drüber schlafen, ob Ihr Euch da wohl gefühlt habt, einen guten Eindruck hattet, auch würde eine genervte Reaktion vom Züchter gegen ihn sprechen.

Geändert von Katzekratz (28.02.2015 um 12:36 Uhr)
Katzekratz ist offline  
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