Verzweifelt wegen Allergie!

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  • Verzweifelt wegen Allergie! Beitrag #1
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Liinda

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Hallo,

ich habe ein ganz ganz unglaublich großes Problem! Wie ihr vlt schon gelesen habt haben wir seit Freitag Nachmittag eine Katze bei uns, Zazu. Sie ist zauberhaft! Wir haben uns beide sofort in sie verliebt und sie hat sich super wohl bei uns gefühlt. Dann der Schock: Julian (mein Freund) reagiert allergisch auf Zazu! Aber zum Glück garnicht doll. Als er die Tabletten genommen hat die er dafür vom Arzt bekommen hat ging es ihm auch wieder richtig super! Und jetzt kommt das was ich nicht verstehe: erst meinte er, das ist nicht so schlimm und er hätte ja Tabletten. Dann hat er aber gesagt es ist vlt besser wenn wir sie zurück geben.. und das haben wir dann auch getan! :-( Und wir haben beide geweint..
Nun will er vom Thema Katzen überhaupt garnichts mehr wissen. Aber wieso? Man ist ja, wenn ich das richtig verstanden hab nicht gegen jede Katze allergisch, und man kann sich ja auch hyposensibilisieren oder so lassen, das hat er mir selbst gesagt! Ich glaube einfach er hat Angst dass er mir nicht reicht, weil mich das mit der Katze, also das wir sie wieder abgeben mussten, wirklich echt traurig gemacht hat. Und das bin ich immer noch sehr. Es ist aber leider nun mal so, dass mein Freund öfter mal eine Woche und auch mal 3-4 Wochen weg ist, da er Zeitsoldat ist. Und dann bin ich ganz alleine zuhause. Dann ist es einfach schön wenn die Katze da ist! Aber ich glaube ihr versteht schon was ich meine. Ich bin wirklich verzweifelt! Ich möchte doch nur dass Zazu wieder zu uns kommt!


Lieben Gruß
Linda
 
  • Verzweifelt wegen Allergie! Beitrag #2
Dein Freund sollte aber auch nicht immer diese Tabletten nehmen.
Man kann ihn aber speziell auf eine Katze testen lassen, sagte mir mal ein HNO Arzt.
wie das genau funktioniert weiss ich nicht. Einfach mal beim Arzt fragen.
 
  • Verzweifelt wegen Allergie! Beitrag #3
Das mach ich nach meiner Arbeit :) Ich will auch noch mal mit ihm reden, schließlich möchte ich nicht dass es im Streit endet. Ich verstehe es nur einfach nicht, es war so schön mit der Katze.. Ein Grund weshalb wir sie abgegeben haben war auch, weil wir uns nicht sicher waren ob sie sich bei uns wohlfühlt.. aber ich finde das kann man nach nicht mal 2 Tagen garnicht sagen! Auch auf den Fotos sieht sie nicht so aus als würde sie sich nicht wohlfühlen ( )
 
  • Verzweifelt wegen Allergie! Beitrag #4
ihr solltet es mit einer einfarbigen katze versuchen und sie kastrieren. da sollen die Allergene wohl vermindert sein. hab das mal irgendwo gelesen, kann nicht 100% sagen ob das wirklich stimmt.
 
  • Verzweifelt wegen Allergie! Beitrag #5
Was hat das mit der Farbe zutun? *neugierig* Und kastriert ist sie. :) Auch gehört habe ich dass man kitten nehmen soll, da sich der Körper dann daran gewöhnt. Da die Allergene dann noch nicht so ausgebildet sind. Ich weiß aber leider nicht ob das stimmt! :/
 
  • Verzweifelt wegen Allergie! Beitrag #6
Der mensch reagiert nicht auf die Haare sondern auf Stoffe die im Speichel enthalten sind. Wie gesagt ob das mit den Haaren usw. stimmt kann ich nicht sagen. einfach den Arzt fragen

BKH Katzen und Orientalen sind Allergiker geeignet wie mir google grade sagte..
 
  • Verzweifelt wegen Allergie! Beitrag #7
Ich habe was von sibirischen Waldkatzen gelesen.. Aber auch dass es auch dort von Katze zu Katze verschieden ist. Ich denke man muss sich einfach bevor man die Katze kauft auf die Haare, bzw den Speichel von der Katze testen lassen.. ich bin nur so traurig..
 
  • Verzweifelt wegen Allergie! Beitrag #8
Ich weiß nicht, ob das bei Katzen auch klappt, aber ich war auf meine Meerschweinchen allergisch. So richtig fies mit Atemnot. Abgeben kam nicht in Frage. Also Meeris in ein anderes Zimmer und am Anfang nur mit Mundschutz rein. Sauber machen nur wenn die Fenster auf waren.
Ich hab die Zeit ohne Mundschutz bei meinen Schweinchen dann immer in Minischritten gesteigert. Erst nur 15 Sekunden, dann 30, 45, dann ne Minute. Und so weiter.

Nach nem halben Jahr konnte ich sie beim Fressen beobachten und beim Sauber machen ging es auch. Ich hab mich also selbst desensibilisiert. Ob das bei Katzen auch klappt, kann ich aber leider nicht sagen.

Ich drück dir die Daumen, das es gut gehen wird und ihr schon bald wieder ne Samtpfote haben werdet :)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Verzweifelt wegen Allergie! Beitrag #9
So schlimm ist es bei Julian zum Glück nicht! Die Katze hatte ihn angeleckt und dort hat dann die Haut angefangen zu jucken. Aber super dass du deine Allergie überwunden hast! Langsam bekomme ich wieder Hoffnung.. :)
 
  • Verzweifelt wegen Allergie! Beitrag #10
Ich hatte auch dieses Problem

Hallo Linda

ich kann Deinen Freund verstehen. Ich versuch mal zu erklären, was da abgeht.

Erst mal meine Geschichte:


Wir hatten früher eine WG mit zwei Katzen. Wann genau, weiß ich nicht mehr, aber ich hatte zunehmend das Gefühl, dass es mich in der eigenen Bude im Hals kratzte. Egal.

Bin da ausgezogen, und viel später wiederum mal beim Hautarzt gewesen wegen einer anderen Allergie. Der hat die Katzenallergie diagnostiziert und mir gesagt, ich soll "um Gottes willen" keine Haustiere anschaffen, das könne sich arg verschlimmern.

Wieder Jahre später (zusammen mit meiner jetzigen Freundin) kommt bei uns der Wunsch nach Mieze auf, oder besser gesagt, bei ihr. Da genug andere Sorgen im Kopf waren, hab ich nicht weiter nachgedacht und mich eines Tages breitschlagen lassen. Nach langer Suche dann, zwei Kater gefunden. Ich hab sie selber geholt, bin beim ersten Anblick dahingeschmolzen. Im Auto auf dem Rückweg fängt meine Nase an zu jucken, mich kratzts im Hals. Mir wird heiß und kalt. War da nicht was mit der Allergie... Egal, erst mal heim mit den Miezen, sonst wird der Abend fürchterlich.

Gut Katzen süß und so, aber nach der dritten Nacht, die die Kleinen verschämt unter dem Sofa verbracht haben, ging der Respekt verloren und sie sprangen über Sofa, Bett und Mobiliar. Und da gings bei mir richtig los. Nase zugeschwollen, Rachen kratzt, etc. Der erste Gedanke ist noch: Naja, kann man schon eine Weile aushalten, aber mir klingelte der Text des Hautarztes im Ohr: Kann sich voll verschlimmern.
Dann der große Google-Fehler.
Tausend Warnungen vor dem Kontakt mit dem Allergen. Immer: "Einzige Lösung: Allergenquelle weg! Sonst gibt's Asthma." mit weiteren ermutigenden Texten wie: "Hypsensibilisierung geht bei Gräsern nicht bei Tieren". Und so weiter. Nachts sind die Biester (wir lieben sie) über das Bett galoppiert, morgens hab ich Pfoten in der Nase gehabt. Atemnot, aber ich bin auch ein riesen Hypochonder.
Arzt hab ich keinen mehr aufgesucht, zuviel Angst vor der Antwort. Zwei Wochen hab ich gelitten und schwankte zwischen: "Die müssen weg" und "Dann krieg ich halt Asthma". Hab dann auch merkwürdige Versuche gemacht (erkläre ich auf Nachfrage), egal, war echt schlimm. Augen rot, Nase zu, Panik.
Dann nach gut zwei Wochen, plötzlich keine Niesatacken mehr, ich kann schnaufen. Dafür hatte ich dann die Symptome während der Arbeit (noch eine Woche). Und dann, magisch alles weg. Da konnte ich dann die Nase in das Bauchfell der Viecher stecken, nichts. Den Rumms als der Stein von meinem Herzen fiel, hättet ihr hören können. Hab die ganze Zeit gegenüber meiner Freundin runtergespielt, wie's mir gegangen war. Hab aber auch gewusst, dass es jeden Tag schlimmer würde, wenn ich sag, ich kann nicht mehr, sie müssen weg. Es hätte ihr das Herz gebrochen und nicht nur ihr.

Was denkt Dein Freund sich vielleicht?

Tja, er sieht, wie Du leidest, als ihr die Katzen weggeben müsst. Vielleicht hat er sich auch informiert und die Gefahren gelesen, die im Kontakt mit dem Allergen drohen. Er malt sich evtl. aus, wie es wäre, ein halbes Jahr durchzuhalten, und dann die Tiere, die euch ans Herz gewachsen sind, doch herzugeben, weil das Antihistaminikum nicht mehr wirkt und er obendrein noch Asthma bekommt. Männer reden halt nie über ihre Ängste. Außer vielleicht, wenn sie ausgestanden sind (wie ich jetzt).

Was hilft ihm?

Ich hab mich oft gefragt, was gewesen wär, wenn die Allergie nicht nach zwei Wochen aufgehört hätte, und warum sie überhaupt aufgehört hat. Die übliche Medizin gibt dazu nur wenig Antworten. Ich hab mir daher viele Gedanken dazu gemacht. Unter anderem:

  • ich hab gelesen, dass die Mehrzahl der Katzenhalter Antikörper gegen Katzenproteine haben, und somit eigentlich Allergiker sind, aber keine Symptome haben.
  • wenn jede noch so schwache Allergie immer schlimmer wird, müsste man als Allergiker am Lebensende alle Allergien haben
  • warum hatte ich zum Schluss meinen Schnupfen einen halben Tag nach dem Kontakt?
Ich folgerte daraus: Bei den Medizinern werden nur Allergien auffallen, wenn der Patient in die Praxis kommt. Leute wie ich, die entweder stur sind oder nicht kapieren, dass es eine Katzenallergie ist, weil sie vielleicht schwächer ausfällt, gehen nicht in die Statistik ein. Zum Arzt geht um so wahrscheinlicher, wer länger schon leidet, und bei dem es schlimmer wird.

Ich glaube deshalb, dass die Vermutung, dass bei einem Drittel der ignorierten Allergien ein Asthma entsteht, zu hoch gegriffen ist, und viel mehr Allergien harmlos im Sande verlaufen, als gemeinhin angenommen wird.



Es gibt wohl heute Methoden, die der klassischen Hyposensiblisierung überlegen sind. Da ihr jetzt keine Katze habt, wäre das der Weg der Wahl, denn laut klassischer Meinung ist die Hyposensiblisierung bzw. SIT besonders erfolgreich, wenn sonst kein Kontakt zum Allergen besteht. Außerdem kann der Erfolg wohl besser überwacht werden. Das Problem dabei ist lediglich, einen Allergologen zu finden, der die SIT durchführt, auch wenn ihr wieder eine Katze wollt. Die meisten sind immer noch der Meinung, dass eine lebenslange Allergenkarenz (Trennung von der Quelle) Grundlage allen Tun und Lassens sein muss.



Und schlussendlich gibt's noch diverse Katzenrassen, die geringere Allergenmengen abgeben, z.B.
Rassen mit langen Haaren
Spezielle Züchtungen


Mein Bruder z.B. der ein schlimmerer Allergiker ist als ich und bei unseren Miezen rechte Niesanfälle bekommen hat, hat jetzt einen Maine-Coon angeschafft und hält's ganz gut aus, wie's scheint.



Außerdem haben Weibchen die geringsten Allergenausscheidungen, dann folgen kastrierte Kater. Die unkastrierten Kater sind am schlimmsten. Und meine Erfahrung ist, dass Katzen im Wachstum mehr Allergen abgeben.



Schlussendlich können Allergiker auch mit einer reduzierten Allergenmenge besser leben, die sich zum Beispiel mit einem strikten Schlafzimmerverbot für die Miezen erreichen lässt.



Ich hoffe, hier ist etwas Stoff für Deinen Freund dabei. Deine Aufgabe ist's halt, herauszufinden, was es ist, was ihm am meisten Angst macht.


Bedenke aber


was Du von ihm verlangst, denn bei allen Möglichkeiten der Desensiblisierung (hausgemacht, wie bei mir, oder durch Hilfe eines Arztes) bleibt die Gefahr, dass es nicht funktioniert und das Ergebnis eine schlimme, lebenslange Erkrankung der Atemwege ist, die die Lebensqualität stark beeinträchtigen kann. Ich lebe auch mit der Gefahr, denn meine Allergie schaut regelmäßig, z.B. wenn ich eine starke Erkältung habe, bei mir wieder vorbei. Ich habe halt für mich beschlossen, dass ich das Risiko eingehe.



Viel Erfolg wünsch ich Euch.
 
  • Verzweifelt wegen Allergie! Beitrag #11
Super dass es bei dir ein so gutes Ende genommen hat! :) Auch ich habe gute Nachrichten in unserem „Fall“. Gestern waren wir bei einem Allergologen, so glaube ich hat er sich genannt. Er hat Julian auf die Haare von Zazu getestet und festgestellt: Er zeigt nur eine leichte Reaktion! Stärkere Reaktionen zeigt er auf Hausstaub und vor allem Frühblüher. Er sagt tägliches gründliches Bürsten mit einem Furminator und mit einem feuchten Tuch täglich die Katze „abwischen“ sollte reichen um die Allergie zu „besänftigen“. Zusätzlich 1-2 Mal pro Woche sollen wir Allerpet anwenden. Des weiteren soll Julian ungefähr 6-9 Monate Cetrizin nehmen, damit die Stellen auf seiner Haut verschwinden (die hat er schon seit fast 2 Jahren und hat sie immer mit Cortison behandelt, weil die Bundeswehrärzte nicht daran gedacht haben vielleicht mal einen Allergietest zu machen :-x!!) Cortison unterdrückt das Immunsystem, der Hautarzt sagt „sofort damit aufhören, sonst kann der Körper ja auch garnichts gegen die Allergien tun da keine Antikörper gebildet werden können!“ Also wird das wahrscheinlich auch wieder besser wenn er damit erstmal aufgehört hat. Der Hautarzt hat selbst eine Katzenallergie und besitzt 3 Katzen. Ich denk da sind wir an den Richtigen geraten! Er sagt, wahrscheinlich wird der Körper sich bei so einer leichten Allergie an die Katze gewöhnen. Ich bin auf jeden Fall zuversichtlich, dass es klappt. Ich habe nur ein wenig Angst dass Zazu mittlerweile abgegeben wurde! Julian sagt dass ich Quatsch, aber ich habe es die ganze Zeit im Hinterkopf.. Wir wollen sie unbedingt wieder! Ich schreibe wenn ich weiß was jetzt passiert!
Danke an alle für die vielen Antworten! Das hat uns wirklich geholfen. :grin:
 
  • Verzweifelt wegen Allergie! Beitrag #12
Hej,

gibt es was Neues? Ich drücke Dir die Daumen, dass Zazu noch da ist.

Schöne Grüße
 
  • Verzweifelt wegen Allergie! Beitrag #13
Hi,

ich habe heute bei Tierheim angerufen, habe aber leider nicht die Frau am Telefon die uns die Katze vermittelt hat. Sie hat gesagt sie bespricht das mit der die uns Zazu vermittelt hat. Ich soll mich heute Abend oder morgen noch mal melden. Ich hoffe so sehr dass es klappt! :???:

Linda
 
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