Post aus Bayern

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Tschikitta

Tschikitta

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Der Campingurlaub Teil 2

Nun sind wir seit einer Stunde unterwegs um an die Ostsee zu kommen. Die letzten Tage an der Nordsee waren dank des herrlichen Wetters sehr schön. Jeden Tag waren wir am Strand und haben uns mit den Bekannten unterhalten, aber auch mit einem Ball gespielt. Dabei hatten wir immer sehr viel Spaß. Nach meiner Sondergenehmigung oder nach meinem Wirken hat keiner mehr gefragt.

Nun sind wir also auf der Fahrt an die Ostsee. Wir wollen nach Heiligenhafen und dort noch eine Woche verbringen. Natürlich wollen wir nicht nur am Strand liegen, im Gegensatz zu Monika und ihrem Freund Kai, sondern Herbert und ich wollen auch etwas von der Gegend sehen. Es werden zwar keine gro0en Ausflüge werden, aber Herbert und ich hoffen, das unsere Fahrräder doch für den einen oder anderen Ausflug reichen werden.

Zwei Stunden später fahren wir auf den Campingplatz in der Nähe von Heiligenhafen. Dieser Campingplatz liegt direkt an einem Strand der Ostsee. Nachdem unser Mobil steht, gehen wir vier zum Wasser. Natürlich laufen wir dicht am Rand des Wassers entlang und sind auch öfters mit den Füßen im Wasser. Das ist herrlich warm und Monika und Kai beschließen ihre Badesachen zu holen und etwas schwimmen zu gehen.

Darum gehen die beiden zum Mobil, während Herbert und ich weiter am Strand lang gehen. Als wir hinter einer Düne die Dächer von ein paar Häusern sehen, beschließen wir dort hin zu gehen. Ganz in der Nähe gibt es einen Durchgang in den Dünen und nachdem wir durch den Durchgang gegangen sind, sehen wir einige Häuser die dort stehen. Ein schneller Blick genügt um alle Häuser zu zählen. Es sind nur 14 Häuser die hier sind. Eines ist ein Restaurant und darauf steuert Herbert zu. Er will einen Tisch für heute Abend bestellen.

Darum warte ich draußen vor dem Lokal und schaue mich um. Einen Lebensmittel Laden gibt es auch in der Ortschaft, aber nur weil ich direkt nebenan unseren Campingplatz erkenne. Ich vermute es ist unser, jedoch als ich näher an den Campingplatz heran trete, erkenne ich, das es ein anderer ist.

In diesem Moment kommt Herbert wieder zurück und sagt zu mir, das alles klar ist und wir für 20.00 Uhr einen Tisch bekommen haben. Wir schauen uns noch die Ortschaft an und gehen dann langsam zurück zu unserem Mobil. Da es erst 17.15 Uhr ist, holt Herbert zwei Stühle aus einem Stau Fach und wir setzen uns vor das Wohnmobil wo wir auf Monika und Kai warten. Dabei kommen wir auch mit unseren Nachbarn ins Gespräch und erfahren viel über lohnende Ziele für unsere Radtouren.

Als Monika und Kai gegen 18.15 Uhr kommen, machen sie sich fertig und wir gehen gemeinsam in Richtung des anderen Campingplatzes. Diesen überqueren wir und schon bald sind wir in der kleinen Ortschaft. Aber noch ist es etwas Zeit um zum Restaurant zu gehen. Dabei kommen wir auch an einem Haus vorbei in dem es etwas Aufregung gibt. Wir hören nur wie ein Mann sagt. „Dann muss eben der TA kommen!“

Natürlich habe ich meine Tasche dabei und als ich die Worte höre, gehe ich
sofort zu dem Haus. Da die Tür offen steht rufe ich laut: „Hier ist ein TA! Wie kann ich helfen?“ Kurz darauf erscheint ein etwa 16 jähriges Mädchen in einer Tür und winkt mir zu. Sofort gehe ich darauf zu und das Mädchen sagt zu mir, das es sich um einen Hund handelt der gebären will, aber es einfach nicht geht.

Ich lasse mir den Hund zeigen und zwei Erwachsene Personen stehen mit offenem Mund bei dem Hund. Doch ich kümmere mich schon nicht mehr um die Personen und hole schon mein Stethoskop hervor. Damit höre ich den Hund, ein Pinscher, ab und sage zu Herbert, das ich sofort helfen muss. Damit meine ich, das ein Kaiserschnitt nötig ist.

Ich lasse mir einige Tücher bringen und wasche mir schon die Hände. Dann fange ich mit dem Kaiserschnitt an und hole 5 kleine Welpen aus dem Mutterleib. Alle Welpen leben und nachdem die Wunde, die durch den Kaiserschnitt hervorgerufen wurde, versorgt ist, lege ich die Welpen bei der Mutti an. Diese schaut mich dankbar an und leckt an meiner rechten Hand. Mit der anderen Hand streichele ich sie.

Nun wird es aber Zeit das wir zum Restaurant kommen und kurz darauf betreten wir die Gaststätte. Dort werden wir von der Frau, der der Hund gehört, empfangen und werden von ihr zu unseren Plätzen geführt. Nachdem wir sitzen reicht sie uns die Speisekarte und wir bestellen unser Essen und unsere Getränke.

Natürlich kommen die Getränke zuerst und es dauert noch einige Zeit, bis das Essen kommt. Während wir warten fällt es doch auf das mich einige Leute anschauen. Anscheinend hat es sich herum gesprochen, das ich gerade einen Kaiserschnitt gemacht habe. Doch es stört mich nicht im Geringsten, was die Leute denken.

Als wir mit dem Essen fertig sind, bleiben wir noch etwas in der Bar des Restaurant. Hier können wir bald Sitzplätze ergattern. Nur sind wir sehr erstaunt, denn bisher haben wir nichts zahlen müssen. Aber Herbert meint nur: „Wenn wir das Lokal verlassen kommt die große Rechnung. Bis dahin können wir Essen und Trinken was wir wollen.“

Wir bleiben noch etwa zwei Stunden in dem Lokal und als wir gehen wollen sagt eine Frau zu uns: „Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend! Aber alles was sie hier vertilgen ist völlig Kostenlos für Sie. Auch in den nächsten Tagen!“

Nun sind wir sehr erstaunt aber da taucht schon die Frau auf, der der Hund gehört. Sie hat angeordnet, das wir während unseres Aufenthalt an der Ostsee, damit meint sie ihr Restaurant, nichts zahlen müssen. Wir bedanken uns bei ihr und dann gehen wir langsam wieder zu unserem Mobil. Nachdem wir dort sind, sitzen wir noch etwa eine Stunde vor dem Mobil, dann geht es in die Betten.

Draußen ist es noch dunkel, als ich von dem jaulen eines Tieres wach werde. Ein schneller Blick auf die Uhr sagt mir, das es erst 3.42 Uhr ist. Alle in unserem Wohnmobil sind wach und ich höre Monika und Kai fragen was das war. Aber auch Herbert ist wach. Er steht sofort auf und zieht seine Hose an. Dann geht er aus dem Wohnmobil um aber schon nach sehr kurzer Zeit reißt er die Tür wieder auf.

„Komm schnell Gerda! Ich glaube du wirst gebraucht!“ sagt er dabei. Sofort springe ich aus dem Bett, kleide mich an und schnappe mir meine Tasche. Dann verlasse ich das Wohnmobil. Draußen schaue ich nach Herbert und sehe ihn zwischen zwei Campingwagen stehen. Dort ist er heftig am winken und läuft dann auch schon zu einigen Zelten die in der Nähe stehen.

Ich folge ihm und als ich Geräusche hinter mir höre, schaue ich kurz hin. Doch es sind nur Monika und Kai die mir folgen. Dann habe ich schon ein Zelt erreicht, das halb zusammen gefallen ist. Mitten auf dem Zelt liegt ein etwa 10jähriger Junge und scheint etwas fest zu halten. Denn nur ab und an kann man eine Bewegung unter dem Zelt erkennen. Dicht neben dem Zelt, stehen zwei Erwachsene und ein weiteres Kind im Alter von etwa 12 Jahren.

Als ich laut rufe: „ Was ist los!“ wird es ruhig unter dem Zelt. Keine Bewegung ist mehr zu sehen und langsam steht der Junge auf. Jedoch scheint er bereit zu sein jederzeit wieder auf das zusammen gefallene Zelt zu springen. Doch es passiert nichts und der Junge kommt zu mir: „Unter dem Zelt liegt mein Brauni! Das ist ein Mittelgroßer Hund. Als er sich im Schlaf gedreht hat, brachte er eine Stütze dazu, um zu fallen. Dadurch kam er richtig in Panik und eine Zeltstütze hat sich in seine Brust gedrückt. Darum habe ich mich sofort auf ihn geschmissen um zu verhindern das er sich bewegt.“

Während er das sagt, schaut er mich Hilfe suchend an. Darum sage ich zu ihm. „Du hast richtig gehandelt! Hoffentlich hat sich durch deine Maßnahme dein Hund nicht mehr allzu sehr bewegen können. Aber nun schauen wir mal nach! Hilfst Du mir?“

Dadurch das ich ihn frage ob er mir hilft, nehme ich ihm seine Unsicherheit. Zunächst soll er die Zeltplane entfernen, was er auch mit großem Eifer macht. Nachdem er die Plane entfernt hat sehe ich sofort den Hund. Schnell gehe ich zu ihm, denn er will aufstehen. Aber durch die Zeltstange in seiner Brust gelingt ihm das nicht. Denn die Stange ist über einen Meter lang und behindert ihn stark bei seinen Bewegungen.

Ich lege ihm eine Hand auf den Kopf und dadurch hört er auf mit den Versuchen auf zu stehen. Herbert holt schon mein Stethoskop aus der Tasche, jedoch winke ich ab. Ich will mich zunächst um die Stange in der Brust des Hundes kümmern. Aber ich sage zu ihm: „Höre Du den Hund ab. Ich kümmere mich um die Stange.“ Doch ich brauche noch mehr Licht, darum lasse ich mir von Herbert meine Taschenlampe geben. Ich schalte sie ein und gebe diese dem Jungen. Dabei erkläre ich genau, wohin er leuchten muss.

Er macht das ausgezeichnet während ich den Hund untersuche. Die Zeltstange scheint nur in Längsrichtung des Hundes gegangen zu sein. Denn ich kann den ganzen Verlauf der Stange unter seiner Haut ertasten. Immer wo ich während der Untersuchung meine Hand lege, ist auch das Licht der Taschenlampe.

Kurz schaue ich zu Herbert, doch er schüttelt mit dem Kopf. Das bekommt auch die Frau mit, die neben dem Hund steht. Erschrocken presst sie ihre Hand gegen ihren Mund und sie bringt ein gepresstes „Nein!“ hervor.

Sofort beruhige ich sie indem ich sage: „Der Blick war nur eine stumme Frage an meinen Mann ob ich die Stange heraus ziehen soll. Doch er ist dagegen und ich halte es inzwischen auch nicht mehr für Ratsam die Stange einfach so zu entfernen. Ich werde jetzt einen Verband anbringen, wobei ich die Stange soweit mit befestige, das du mit deinem Hund zu einer TK fahren kannst.“

Sofort mache ich mich ans Werk. Zunächst bekommt der Hund von mir etwas gegen Schmerzen. Dann lege ich mit Hilfe von Herbert und Kai den Verband an. Dabei wird die Stange mit an dem Körper des Hundes befestigt. So bewegt sich die Stange nicht mehr.

Inzwischen ist auch der Campingplatz Betreiber da und er sagt dem Paar, wo es eine TK gibt. Sofort fährt das Ehepaar mit dem Hund los. Herbert und ich haben versprochen bei den Kindern zu bleiben. Ich bedanke mich bei dem Jungen und zusammen mit dem Bruder geht er in den Campingwagen. Darin habe nur die Eltern geschlafen und die beiden Kinder und der Hund in einem Zelt. Da dieses aber nun nicht mehr steht, schicke ich die beiden in den Campingwagen.

Herbert, Monika, Kai und ich setzen uns vor den Wagen und wir warten alle auf das Ehepaar. Nach zwei Stunden erscheinen die beiden wieder. Sie erzählen uns was in der TK vorgefallen ist als sie mit ihrem Hund dort angekommen sind. „ Die TK ist keine 10 Minuten von hier entfernt. Klaus (der Campingplatz Betreiber9 hat uns schon angemeldet. Darum ging alles sehr schnell. Unser Hund wurde von einem Arzt sofort in Empfang genommen und es ging sofort zum Röntgen. Er machte zwei Aufnahmen und nachdem er diese gesehen hat, gab er unserem Hund eine Narkosespritze. Erst jetzt kümmerte er sich um den Verband und er fragte uns wer diesen angelegt hat. Beide konnten wir nur antworten, das es eine Frau ist, die mit ihrer Tochter, dem Freund und ihrem Mann auf dem Platz ist. Außerdem hat sie eine Sanitäter Tasche dabei, wo alles drin ist. Als ich diese Tasche erwähnte schaute der Arzt mich einige Zeit mit offenem Mund an, dann sagte er „Gerda, nun wird alles gut.“

Wir redeten noch über eine Stunde zusammen, dann gingen wir vier zu unserem Mobil zurück. Unterwegs holte Herbert noch Brötchen von der nahen Bäckerei und wir haben zusammen gefrühstückt. Um noch einmal ins Bett zu gehen war es schon zu spät für uns. Darum sind wir abends eher ins Bett.

Nach zwei Tagen konnte der Hund die TK wieder verlassen. Der TA brachte ihn persönlich und er hat sich lange mit mir unterhalten. Während dieser Zeit kam der Hund sehr oft an unseren Tisch und hat sich von allen streicheln lassen. Jedoch hat er nicht mehr im Zelt geschlafen sondern nur noch im Campingwagen. Das er vollkommen gesund wurde, brauche ich wohl nicht erwähnen.
 
Tschikitta

Tschikitta

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Der Wander Zirkus

Ich sitze in meinem Büro und bin bei der monatlichen Abrechnung für unser TH. Dabei erstelle ich gleichzeitig die Bedarfsliste über Material und Futter welches wir brauchen. Dabei schreibe ich immer einen gewissen Prozentsatz mehr auf als wir tatsächlich benötigen. Kürzen werde sie so wie so bei der Stadt. Aber so bekomme ich wenigstens immer genau das, was hier im TH gebraucht wird.

Als ich einmal hoch sehe, laufen gerade ein Jugendlicher und ein Mädchen an meinem Büro vorbei. Kurz darauf klopft es an meiner Tür und auf mein „Herein“ betreten die beiden mein Büro. Das sie einen Hund dabeihaben konnte ich von meinem Fenster nicht sehen.

Sofort, nachdem sie gegrüßt haben, kommen sie zum Grund ihres Besuches: „ Wir waren schon beim TA, aber da wir kein Geld haben, schickte er uns hier hin. Er sagte zu uns das hier eine Tier Rettungsstation ist, und die auch ohne Geld helfen. Zwar haben wir das Schild an der Straße gesehen, aber suchen trotzdem die Rettungsstation. Können Sie uns sagen wo die ist?“

Ich frage sie erst einmal woher sie kommen und sie sagen mir, das sie mit einem Zirkus in unserer Stadt sind. Nur ist leider ihr Hund krank geworden und sie brauchen Hilfe, da er Morgen die Attraktion im Zirkus ist. Kann er nicht auftreten, fällt die ganze Vorstellung aus. Das können sie sich aber nicht leisten. Sie brauchen die Einnahmen um alle Tiere im Zirkus zu ernähren.

Nachdem das gesagt worden ist, kümmere ich mich sofort um den Hund. Noch in meinem Büro höre ich den Hund ab. Doch kann ich nur eine Erkältung bei dem Hund feststellen. Darum bekommt er Medikamente von mir und ich rate den beiden die Vorstellung heute aus fallen zu lassen. Doch sie meinen nur, das geht nicht.

Am Abend, ich bin zu Hause und meine 7jährige Tochter sitzt im Wohnzimmer über ihren Schulbüchern. Das macht sie sehr oft und sie ist schon weiter mit dem Lehrmaterial wie gerade in der Schule durch genommen wird. Herbert sitzt neben ihr und erklärt ihr gerade etwas über Geschichte. Ich lese derweil in einer Abhandlung über Krankengeschichten bei Katzen.

Da sagt Monika: „Für morgen habe ich zwei Freikarten für den Zirkus. Die Vorstellung ist um 15.30 Uhr. Nimmst Du dir frei, Mami?“ Nur kurz bin ich am überlegen, dann sage ich zu, bei der Vorstellung zu sein.

Jedoch wird die Vorstellung am nächsten Tag Abgesagt. Fast alle Tiere die bei der Vorstellung gebraucht werden sind Krank! Da ich auch jetzt meine Tasche dabei habe, begebe ich mich sofort in den hinteren Teil des Zirkus. Zunächst wollen mich etliche Personen aufhalten, als sie jedoch meine Tasche sehen, geben sie Ruhe.

So kann ich zum Bereich der Tiere. Zunächst komme ich zum Bereich der Pferde. Jedes höre ich ab und stelle den erhöhten Herzschlag fest. Jedoch unternehme ich erst einmal nichts. Aber ich sage tu Monika, das sie den TA anrufen soll. Schon kümmere ich mich um das nächste Tier.

Dieses ist ein Affe, der schon etwa 30 Jahre alt ist. Er schaut mich mit traurigen Augen an. Mit meinen Augen Verspreche ich ihm, das alles für ihn besser wird.

Dann bin ich bei den nächsten Tieren. Hierbei handelt es sich um drei Katzen. Wobei eines der Tiere eine echte Wildkatze ist. Gerade dieses Tier untersuche ich genau! Aber auch bei dem Tier kann ich nur eine Erkältung feststellen. Jedoch erkenne ich die Sehnsucht nach Freiheit in ihren Augen.

Da sich die Wildkatze bisher nicht gewehrt hat, wenn ich sie berührt habe, streichele ich ihr über den Kopf und sage zu dem Tier: „Ich verspreche dir, das Du bald wieder in Freiheit leben kannst. Lass mir nur ein bisschen Zeit damit ich alles in die Wege leiten kann.“

Dann wende ich mich den Hunden zu. Auch bei denen stelle ich nur eine Erkältung fest. Doch ich frage mich, wo diese Erkältung bei allen Tieren her kommt. Ein Tier kann erkältet sein. Aber 15?

Nun erscheint auch meine Tochter Monika wieder und bringt gleich den TA mit. Als er alle die kranken Tiere sieht, geht er gezielt zu der Wildkatze. Ich gehe zu ihm und sage zu ihm: „Das ist eine Wildkatze! Auch sie hat nur eine Erkältung. Ich weiß nur noch nicht warum alle Tiere im Hochsommer an einer Erkältung erkrankt sind. Zwar habe ich einen Verdacht, aber ich muss erst das Personal befragen, wie die Tiere Transportiert worden sind. Dann sehen wir weiter.“

Die Wildkatze wird nicht von ihm untersucht, sondern er schaut sie nur nachdenklich an. Dann sagt er mehr zu sich selbst als zu der Katze: „Irgendwas hat die Tiere krank gemacht. Wenn wir erst wissen warum und ihr alle kuriert seid, dann könnt ihr wieder in die Freiheit!“ Dabei streckt er seine Hand aus und er streichelt die Wildkatze.

Erst als diese anfängt zu fauchen scheint der TA zu bemerken das er sich um kranke Tiere kümmern sollte. Entschlossen dreht er sich um und fragt alle Anwesenden wer der Chef des Zirkus ist. Es meldet sich ein Clown: „Ich bin Johannes der Clown! Aber eigentlich heiße ich Petro Lxxxxx.“

Das ist der Chef des Zirkus und der TA und ich gehen zusammen zu seinem Wohnwagen. Hier erfahren wir nun warum die Tiere erkrankt sein können. Vor drei Tagen ist der Zirkus aus einer anderen Stadt in unsere gekommen. Sie sollten sofort in ihr Zelt kommen, aber durch eine Panne des Wagens in dem sich das Zelt befand, mussten sie während des Regens an diesem Abend, im freien sein. Erst spät in der Nacht konnten die Tiere endlich in ihr Zelt.

Auch erfahren wir nun, das der Zirkus geschlossen werden muss, weil er nun endgültig Pleite ist. Nur um die Tiere macht sich der Chef noch Gedanken. Er wird sie wohl in einem TH unterbringen müssen. Nur welches weiß er noch nicht. Da sage ich zu ihm: „Die Tiere können erst einmal ins Örtliche TH bis sie wieder gesund sind. Dann sehen wir weiter.“ Doch ich habe schon eine Idee wegen der Tiere.

Am Abend, nachdem alle Tiere im TH untergebracht sind, auch die Wildkatze und der Affe, rede ich mit dem TA und dem Chef. Ich unterbreite ihm meine Gedanken: „Wir werden eine Abschiedsvorstellung machen. Die ganze Stadt wird dazu eingeladen. Dabei werden wir auch ihre Tiere versteigern. Nur der Affe und die Wildkatze bleiben bei uns. Der Affe wird in unseren Zoo kommen und die Wildkatze wieder in die Freiheit entlassen. Die Einnahmen sollen dir und deinen Leuten einen Neustart ermöglichen.“

Da ich einen Tag der offenen Tür plane, weihe ich die beiden nun in meine Gedanken ein. Bei der Abschiedsvorstellung sollen alle Tiere, außer den beiden genannten, vorgestellt werden Anschließend hat jeder der Einwohner der Stadt die möglichkeit auf eines der Tiere zu bieten. Ist es das höchste Gebot, bekommt er das Tier. Der Chef und unser TA sind begeistert von meiner Idee und so machen wir uns Gedanken wie alles ablaufen soll.

Auch dieser Tag der offenen Tür soll an zwei Tagen stattfinden. Am ersten Tag sollen öfters Vorstellungen des Zirkus erfolgen. Dabei können auch schon Gebote auf die Tiere abgegeben werden. Am zweiten Tag sollen noch drei Vorstellungen erfolgen. Erst dann soll die Übergabe an die neuen Besitzer erfolgen.

Gleich am nächsten Morgen bin ich bei der Druckerei. Auch diesmal werden die Plakate die auf die Veranstaltung hinweist, kostenlos gedruckt. Ich übergebe nur eine Spendenquittung und schon zwei Tage später hängen überall die Plakate in der Stadt.

Nachdem ich in der Druckerei gewesen bin, rufe ich in einer Tier Auffang Station an. Diese ist mir sehr gut bekannt, denn von dennen wurde mir schon öfters geholfen. Nachdem ich mein Problem geschildert habe, sagt mir der Leiter der Station sein sofortiges Kommen zu.

Schon nach zwei Stunden ist er da und er bringt Theo mit. Theo ist ein Mitarbeiter in unserem TH der aber zur Zeit in der Station arbeitet. Dort kümmert er sich um eine Wildkatze. Auch jetzt will er sofort zu der Katze und zusammen gehen wir zum Katzenbereich. Dort setzt sich Theo sofort zu der Wildkatze und fängt mit ihr an zu reden. Ich bin erstaunt wie sanft Theo mit der Katze redet. Der Leiter der Station und ich sind noch fünf Minuten bei der Wildkatze, danach gehen der Leiter und ich wieder zu meinem Büro.

Noch zwei Stunden reden wir beide über den Zirkus, dann fährt der Leiter wieder zu seinem nach Hause. Theo bleibt bei uns und er kümmert sich nur um die Wildkatze. Selbst in der Nacht ist er bei der Katze. So bleibt es auch bis zum Tag der offenen Tür.

An diesem Tag sind alle Vorstellungen des Zirkus gut besucht. Auch werden jede Menge Gebote für die Tiere abgegeben. Nur die Wildkatze und der Affe werden nicht versteigert. Diese beiden Tiere sollen in den Zoo bzw. in die Freiheit entlassen werden.

Am zweiten Tag übergebe ich die Tiere an ihre jeweiligen neuen Besitzer. Auch das rollende und fest stehende Material ist an den beiden Tage versteigert worden. Der Chef des Zirkus ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Versteigerung.

Am nächsten Tag bringe ich den Affen zum Zoo. Dieser ist sehr aufgeregt als er seine Kollegen sieht. Er wird sofort in den Kreis der Affen aufgenommen und scheint sehr glücklich zu sein. Die Wildkatze muss noch etwa drei Wochen in der Station bleiben, dann wird sie in meinem Beisein in die Freiheit entlassen. Nachdem sie ihren Käfig verlassen hat, schaut sie mich lange an und verschwindet dann in einem nahen Gebüsch.
 
Tschikitta

Tschikitta

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Hund, Katzen und der Fuchs


Endlich Wochenende. Ich blicke mich in meinem Büro noch einmal um, doch liegt nirgends mehr etwas herum was nicht an seinen Platz gehört. Noch einmal gehe ich zu den Tieren hier im TH, dann begebe ich mich zu meinem Auto. Mit dem bin ich heute Morgen ins TH, weil man für die zweite Hälfte des Tages Regen angesagt hatte. Doch bisher hat es nicht geregnet.

Als ich zur Hauptstraße komme schaue ich einmal nach links und rechts, dann gebe ich wieder Gas, denn die Straße ist frei. Je mehr ich nach Hause komme umso mehr bin ich am Staunen. Zunächst fängt es damit an, das die Fahrbahn nass ist. Kurz vor unserem Haus muss ich sogar den Scheibenwischer anstellen.

Nachdem ich im Haus bin, gehe ich unter die Dusche. Nachdem daas erledigt ist, bereite ich das Abendessen für Herbert und mich vor. Heute Morgen hat Herbert noch gesagt, das er gern wieder Schnitzel mit Pommes und einer Zigeunersoße essen will. Also schiebe ich Pommes in den Backofen und erhitze diese. Das dauert erheblich länger wie die Schnitzel und die Soße fertig zu machen. Darum gehe ich ins Wohnzimmer und schaue schon mal, was es heute Abend im Fernseher gibt.

Für mich ist nichts Interessantes dabei, aber vielleicht für Herbert. Während er dann fernsieht, werde ich wieder einmal meine Nase in ein Buch stecken. Aber jetzt muss ich mich erst ums Essen kümmern. Ich stelle schon einmal den Kaffee an, weil Herbert und ich immer Kaffee beim Essen trinken.

In diesem Moment kommt auch Herbert nach Hause. Wir begrüßen uns, dann geht auch er Duschen. Während er das macht, schaue ich nach den Pommes. Diese brauchen aber noch einige Minuten. Darum stelle ich schon einmal die Soße auf eine Kochplatte und hole danach die Schnitzel aus dem Gefrierschrank. Auch eine Pfanne hole ich heran, schütte etwas Oel hinein und stelle diese auf eine weitere Kochplatte.

Schon nach wenigen Minuten ist das Oel heiß und ich lege eines der beiden Schnitzel in die Pfanne. Auch rühre ich die Soße um, damit sie nicht anbrennt.

Nachdem das erste Schnitzel fertig ist, schütte ich noch einige Pommes zu dem Schnitzel und etwas von der Zigeuner Soße. Dann ist auch schon das zweite Schnitzel fertig und ich bereite den Teller genauso zu wie den ersten. Dann bringe ich beide Teller zum Tisch und nehme schon einmal Platz. Es dauert auch nicht mehr lange und Herbert kommt dazu. Dann verputzen wir unser Abend Essen. Anschließend gibt es wie immer den Kaffee dazu.

Abends sitzen wir noch im Wohnzimmer und es kommt so, wie ich es mir gedacht habe. Herbert sieht fern und ich lese in einem Buch. Nach etwa 2 Stundenbegeben wir uns dann ins Bett zum Schlafen.

Am nächstem morgen, wie immer bin ich schon um 5.30 Uhr wach, fahren wir nach dem Frühstück in die Stadt. Da der Wocheneinkauf ansteht, sind wir mit Herberts Wagen zu einem Einkaufszentrum gefahren. Dort sind wir fast drei Stunden durch die verschiedensten Geschäfte gegangen und haben unseren Einkauf erledigt. Natürlich haben wir Lebensmittel die eingefroren werden müssen, ganz zum Schluss gekauft. Wir bringen den Einkauf nach Hause und verstauen alles in die Schränke. Anschließend trinken wir noch einen Kaffee, dann geht es schon wieder los.

Diesmal wollen wir in die Nachbarstadt um das neue Einkaufszentrum zu besuchen. Doch unterwegs fängt Herberts Auto an zu stottern. Er fährt rechts ran und schaltet die Warnblinkanlage ein. Dann steigt, nach einem Blick in den Rückspiegel, er aus dem Wagen und öffnet die Motorhaube.

Auch ich steige aus dem Wagen, komme aber wegen des nassen Grases ins Rutschen. Ich stürze und rutsche auf dem Hosenboden die kleine Böschung hinab. Nachdem ich unten bin und nach oben schaue, bemerke ich, das Herbert von dem Vorgang nichts mitbekommen haben muss. Denn ich höre ihn noch immer fluchen, während er nach dem Fehler sucht.

Ich will mich erheben als mein Blick zufällig auf ein Tier fällt, welches ebenfalls hier unten um Garben liegt. Es handelt sich um einen Fuchs wie ich unschwer erkennen kann. Sofort bewege ich mich zu dem Fuchs und lege mein Ohr auf seine Brust. Schon dabei bemerke ich den schwachen Atem des Tieres. Aber auch einen sehr schwachen Herzschlag vernehme ich.

Gerade will ich mich erheben als ich von oben Herberts Stimme höre: „Gerda? Gerda, wo bist Du? Das gibt es doch nicht!“ Ich antworte darauf: „Hier unten im Graben! Bring die Tasche mit!“ Danach fange ich an, das Tier ab zu tasten. Das kann ich machen ohne das der Fuchs sich wehrt, denn er ist ohne Bewusstsein.

Bei dieser schnellen Untersuchung stelle ich fest, das er einige Rippen gebrochen, ein Hinterlauf und wahrscheinlich die Hüfte gebrochen hat. Gerade als ich seine Kopf abtasten will, schlägt der Fuchs seine Augen auf. Für einen kurzen Moment blitzen seine Augen auf um danach wieder glanzlos zu werden. Nur ist er jetzt leise am jaulen.

Beim Abtasten habe ich auch festgestellt, das das Fell des Tieres sehr nass ist. Da es jedoch schon seit ein paar Stunden nicht mehr geregnet hat, nehme ich an das der Unfall, denn um einen solchen muss es sich handeln, schon vor ein paar Stunden gewesen sein muss.

In diesem Moment erscheint Herbert neben mir und reicht mir meine Tasche. Sofort hole ich mein Stethoskop aus der Tasche und höre den Fuchs ab. Dabei sieht mich das Tier die ganze Zeit an. Neben den schwachen Atemgeräuschen höre ich auch kaum noch die schwachen Herztöne des Tieres.

Ich habe zwar keine Medikamente für Wildtiere dabei, aber Medikamente für Hunde. Diese haben mir schon des Öfteren wertvolle Hilfe gerade bei Füchsen geleistet. Darum ziehe ich eine Spritze mit Herzmitteln auf und gebe sie dem Fuchs. Auch ein Medikament gegen die Schmerzen bekommt er von mir.

Nachdem der Fuchs keine Schmerzen mehr hat, fängt er jedes Mal wenn ich mich bewege an zu knurren. Bis es mir reicht: „Höre sofort mit dem Knurren auf! Ich kann die auch hier liegen lassen und nicht helfen! Also, was ist dir lieber: helfen oder verrecken?“ Ich weiß das der Fuchs mich nicht verstanden hat, aber nach meinen Worten gibt er Ruhe. Auch als Herbert mit einem Brett wieder kommt, schaue ich nur den Fuchs an und er ist ruhig.

Zusammen mit Herbert bringen wir den Fuchs zu unserem Auto. Dort wird das Brett auf die Ladefläche geschoben und während ich mich weiter um den Fuchs kümmere, versucht Herbert das Auto zum Laufen zu bringen.

Da ich die gebrochenen Knochen richten muss gebe ich dem Fuchs eine Narkosespritze. Dabei rede ich mit dem Fuchs und sage zu ihm: „Bis gleich mein Kleiner! Wenn Du wieder wach wirst, geht es dir viel besser. Nun schlaf schön.“

Während ich auf die Wirkung der Spritze warte, gehe ich nach vorn zu Herbert. Ich bin sehr erstaunt, als ich neben Herbert einen Mann von einem Pannendienst sehe. Dieser ist heftig am Arbeiten und nimmt sich gerade die Zündanlage des Autos vor.

Nach einigen Minuten sagt er zu Herbert das er jetzt versuchen soll den Motor zu starten. Herbert eilt zum Fahrersitz und dreht am Zündschlüssel. Sofort springt der Motor an. Der Mann vom Pannendienst schließt die Motorhaube und sagt zu uns: „Fahrt erst einmal zum TH und kümmert euch um das Tier. Ich komme später, dann erledigen wir den Papierkram.“

Ich gehe nach hinten, sehe noch einmal nach dem Fuchs, dann schließe ich die Klappe. Anschließend setze ich mich auf die Rückbank um ein zu greifen, wenn der Fuchs während der Fahrt sich bewegt oder ins Rutschen kommt. Dann fährt Herbert los. Zunächst fährt er bis zu einem nahen Feldweg und dreht dort. Dann wartet er auf eine Lücke im Verkehr und sobald er eine findet, gibt er Gas und fährt wieder los. Er fährt nun sehr schnell, aber auch gleichzeitig sehr vorsichtig, Nicht einmal muss ich den Fuchs festhalten während es zum TH geht.

Nachdem wir im TH angekommen sind, steigt er zunächst aus um das Tor zu öffnen. Dann fährt er bis zum Katzenhaus, in dem sich auch der Behandlungsraum befindet. Dort holt er sofort den Fuchs aus dem Wagen und bringt ihn zum Röntgenraum. Dort mache ich mehrere Aufnahmen von dem Tier. Bei der Auswertung stelle ich dann fest, das ich schon sehr gut vor gearbeitet habe. Nur noch wenig muss ich machen. Ins besonderes die Hüfte muss ich noch genauer richten. Dann ist alles erledigt und der Fuchs kommt auf die Intensiv Station.

Nachdem wir noch etwas mit dem TH-Mitarbeiter gesprochen haben, fahren Herbert und ich nach Hause. Wir reden noch viel an diesem Tag und gehen spät ins Bett.

Erst am nächsten Abend fällt mir ein, das der Fuchs nun zusammen mit Hunden und Katzen in einem Raum liegt. Aber ich mache mir keine Sorgen darüber, denn wenn etwas passiert, werde ich vom TH angerufen. Aber das Telefon bleibt still!

Am nächstem Morgen gehe ich zunächst zur Intensiv Station. Dort angekommen bin ich doch sehr erstaunt. Denn bei dem Fuchs liegen auch ein Hund und zwei Katzen. Ich schaue nach dem Fuchs und stelle fest, das alles soweit in Ordnung ist. Die Brüche werden wieder heilen und durch die gute Pflege durch den Hund und die Katzen wird, so glaube ich, der Fuchs wieder ganz gesund.

Drei Wochen später ist ein Tag der offenen Tür. Dabei können die Besucher in alle Bereiche des TH schauen. Auch in den Krankenbereich, wo nur noch der Fuchs mit dem Hund und den zwei Katzen untergebracht ist. Am zweiten Tag werde ich genau zu diesem Bereich gerufen. Ich vermute, das es Schwierigkeiten bei den Tieren gibt, jedoch als ich den Raum betrete befinden sich alle Tiere in dem Korb den wir ihnen hingestellt haben.

Ein Ehepaar tritt auf mich zu und sagt, nachdem wir uns begrüßt haben: „ Wir würden gerne diese besondere Kombination zu uns nehmen. Wo hat man es schon gesehen das ein Hund und zwei Katzen mit einem Fuchs befreundet sind. Sogar knurren tun Hund und Fuchs wenn ich eine Katze aus dem Korb nehmen will. Nein diese Tiere müssen für immer zusammen bleiben und bei uns kann auch der Fuchs frei herum laufen. Mein Grundstück ist groß genug dafür.“

Wir reden noch etwa eine Stunde zusammen, wobei die Frau öfters alle Tiere streichelt, dann steht es fest, das die Tiere in etwa 4 Wochen umziehen können. Ich bin hoch erfreut, das die Tiere alle in eine Hand kommen.

Sechs Wochen später bringe ich die Tiere zu dem Gut des Paares. Nachdem ich dort angekommen bin, werden die Transport Körbe alle geöffnet. Als erstes kommt der Hund aus seinem Korb, danach die erste Katze. Als der Fuchs auch aus seinem Korb ist, entschließt sich auch die zweite Katze ihren Korb zu verlassen.

Dann gehen das Paar und ich zu ihrem Haus. Dabei folgen uns die Tiere. Im Wohnzimmer angekommen bringt eine Frau uns Kaffee und auch die Tiere bekommen Futter. Selbst der Fuchs ist mit ins Wohnzimmer gekommen. Nachdem sie einige Happen gefuttert haben, gehen zunächst die Katzen zur Couch, dann folgen Hund und Fuchs. Alle liegen nun auf der Couch und haben ihre Köpfe auf den Vorderpfoten liegen. Wobei Hund und Fuchs schon die Augen geschlossen haben.

Wir drei Menschen schauen uns an und müssen lachen. Noch eine Stunde bleibe ich bei dem Paar, dann verabschiede ich mich von den Tieren und fahre wieder zum TH.
 
J

Julia01

1.555
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Nachdem ich die ersten 20 Seiten gelesen habe, musste ich mich wirklich zwingen mich davon loszureißen. Die Geschichten sind einfach klasse, teilweise zu unglaublich um wahr zu sein.

Sind die Geschichten wirklich wahr? Ich meine...ein Dackel und eine Boa...oder eine Katze die einen blinden Hund führt oder ein Vogel eine blinde Katze? So was gibts doch nicht...
 
Tschikitta

Tschikitta

5.910
173
Hallo Julia

Doch diese Wunder der Natur gibt es tatsächlich Ich selber habe es gesehen. Ich war mit meinem blinden Kater im Garten als ein Sperling direkt bei dem Kater landete. Er war nur etwa 20cm neben dem Kater gelandet.
Dieser stürzte sich aber nicht auf das Geräusch welches der Vogel machte, sondern er setzte sich hin. Der Vogel hüpfte die paar Zentimeter zum Kater und dann hat er vorsichtig an dem Kater gepickt. Dieser hat nur an dem Vogel geschnuppert und ihn dann abgeschleckt.
Anschließend haben die beiden noch einen kurzen Moment geschmust, dann flog der Vogel wieder davon.
Noch zweimal kam der Vogel zu meinem Kater und jedes mal haben die beiden geschmust.

Zu "Gerdas" Geschichten:
Ich bringe hier nur in lesbare Form, was Gerda mir hinterlassen hat. Gerda war eigentlich Tierheim Leiterin und hat alles niedergeschrieben was sie erlebt hat. Aus diesen Niederschriften forme ich dann die Geschichten, die alle passiert sind. Natürlich ist ein klein wenig Fantasie von mir eingeflossen aber alle Handlungen die Gerda durch führt sind wahr! Auch die Geschichte mit der Boa und dem Hund und der Katze.

Besonders die Geschichte von Boa und Hund klingt selber für mich wie erfunden. Aber Gerda lieferte Beweise (2 Fotos) und so habe ich die Geschichte geschrieben. Wohlgemerkt, Gerda hat diese Geschichte auf 1,5 DIN A4 Seiten von Hand niedergeschrieben. Nur ich habe diese dann um einiges erweitert. Es sind die Gespräche in dieser Geschichte, die aber so ähnlich abgelaufen sind. Das hat mir Gerda bestätigt!

Lese ruhig langsam weiter, denn ich habe noch Geschichten von Gerda vorliegen die auch bei wöchentlicher Veröffentlichung einer Geschichte, Material für mehrere Jahre liefert. Auch von der Tochter Monika habe ich schon etliche Geschichten vorliegen. So nach und nach fließen diese hier ein. Wie schon geschehen.

Gruß Helmut
 
J

Julia01

1.555
39
Okay, wahnsinn. Die Natur ist echt verrückt.

Langsam weiterlesen? Neeee vieeeel zu spannend die Geschichten :lol:

Aber finde ich klasse, dass du das machst, dankeschön :)

LG Julia
 
Tschikitta

Tschikitta

5.910
173
Nina und Klaus

Wieder einmal sitze ich in meinem Büro und mache die Monatsabrechnung. Doch immer wieder werde ich gerufen, weil es irgendein Problem gibt im TH. So auch diesmal! Ich soll nach einem Hund sehen, der auf einmal anfing zu jaulen. Keiner der Mitarbeiter hat gesehen, warum der Hund verletzt wurde. Jedenfalls liegt er nun auf dem Boden und ist am jaulen.

Sofort begebe ich mich zu dem Tier. Doch es hat sich nur bei einem Sprung über einen Stuhl eine Bänderdehnung von sich getragen. Jedoch ist diese sehr schmerzhaft und ich gebe dem Hund etwas gegen seine Schmerzen.

Kurz darauf geht er nur noch auf drei Beinen durch das Haus, worauf ich Anordne, das er dreimal am Tag etwas gegen seine Schmerzen und zur Behebung der Bänderdehnung bekommt. Dann gehe ich wieder zu meinem Büro um jedoch nach fünf Minuten wieder bei dem Hund zu sein.

Obwohl er etwas gegen die Schmerzen bekommen hat, jault er noch immer. Darum frage ich den Mitarbeiter wie sich der Hund in den letzten Minuten verhalten hat. Nachdem ich erfahren habe, das der Hund sofort wieder angefangen hat zu toben, kommt er auf die Krankenstation. Dort bekommt er von mir eine Spritze die ihn etwas beruhigt. Dann begebe ich wieder zu meinem Büro.

Kurz darauf werde ich wieder gerufen. Diesmal ist es eine Katze, die ich Kastriert habe. Als ich zu der Katze komme, ist sie schon wieder ruhig. Jedoch liegt sie auf der Seite und ich untersuche sie ganz genau. Dabei stelle ich fest, das der Verband etwas zu stark um ihren Bauch gebunden worden ist. Ich behebe das Dilemma und die Katze ist ruhig.

Jedoch kommt mir der Gedanke, warum ein Verband um den Bauch? Sehr genau fange ich an zu überleben und nach nur 10 Minuten lasse ich den Verband entfernen. Denn ich bin zu der Überzeugung gekommen, das ein Verband nicht nötig ist, wenn ein sogenannter Trichter verwendet wird.

Bei einem Trichter handelt es sich um einen Trichterähnlichen Schutz des Tieres. Trägt ein Tier solch einen Trichter um den Hals ist es dem Tier nicht möglich, sich an der OP- Stelle zu lecken. Leider ist es dem Tier dadurch aber verwehrt richtig zu Essen und zu trinken. Denn meistens kann ein Tier nicht mehr richtig an den Napf. Schnell habe ich dieses Problem erkannt und lasse darum die Näpfe der betroffenen Tiere auf Steine stellen. Dadurch kann ein jedes Tier an ihren Napf denn diese stehen nun erhöht.

Gerade will ich wieder das Katzenhaus verlassen als das Telefon in einem Nebenraum klingelt. Dieser Raum wird als Büro verwendet, jedoch lagern hier sehr viele Utensilien wie Tragekörbe, Katzentoiletten oder einfach nur die Näpfe für die Tiere. Aber einen Schreibtisch und zwei Stühle gibt es noch.

Das Telefon habe ich von meinem Büro umgestellt, damit einkommende Anrufe direkt hier hin gesendet werden. Zwar klingelt auch gleichzeitig das Telefon in meinem Büro, aber da bin ich nun einmal nicht.
Eine Mitarbeiterin ist näher am Telefon und sie nimmt den Hörer ab. Nach einem kurzen Moment schaut sie sich um und nachdem sie mich erkannt hat, fängt sie heftig an zu winken. Sofort gehe ich zu ihr und nehme den Hörer in Empfang.

Nachdem ich mich gemeldet habe, ertönt die Stimme eines Mannes: „Hallo, ich bin Professor Doktor Klaus Mexxxxxxx! Ich bin hier auf einer kleinen Forschungsstation in Australien! Einer meiner Mitarbeiter sagte mir, das ich anrufen soll, denn nur wissen eine Lösung unseres Problems!“

Ein Professor aus Australien der anruft? Was es so alles gibt, doch ich mache mir keine großen Gedanken darüber sondern höre ihm gespannt zu. Denn nun erzählt er, das eine Epidemie in der Station herrscht. Alle Tiere sind krank. Sei es eine Katze oder ein Känguru. Selber Kühe sind erkrankt. Aber im Umkreis der Station ist kein Tier erkrankt, sondern nur die Tiere der Station. Ich frage ihn ob er schon Blutbilder der Tiere der Tiere hat und als er mir das bestätigt, bitte ich darum mir die Werte der Tiere per Fax zu zu senden.

Daraufhin sagt er mir zu das die Werte sofort gesendet werden und er in zwei Stunden wieder anruft.
Ich lege den Hörer auf und laufe schnell zu meinem Büro. Schon bevor ich die Tür öffne, höre ich das Fax rattern. Über 50 Werte von Tieren werden mir geschickt. Aber schon nachdem ich die Werte der ersten Tiere vorliegen habe, fange ich an die Blutwerte aus zu lesen. Immer wieder mache ich mir Notizen und als der letzte Blutwert bei mir angekommen ist, sehe ich schon klar.

Die Tiere sind von einem Virus befallen! Doch bei der Auswertung der Daten kann ich kein Tier ermitteln, welcher den Virus in sich trägt. Also muss es noch mindestens ein Tier geben auf der Station, welches aber mit allen anderen zusammen kommen kann. Bei meinen Überlegungen fällt mir nur eines ein. Der Professor muss auf seiner Station noch ein Tier haben, welches bisher nicht erkrankt ist, aber der Wirt des Virus ist.

Es sind genau zwei Stunden vergangen als mein Telefon klingelt. Aber es ist nicht Australien, sondern der TA der Anruft. Er ruft einfach nur so an, will aber wissen ob es was Neues gibt. Nur kurz sage ich ihm, das ich auf einen wichtigen Anruf aus Australien warte, dann lege ich den Hörer wieder auf.

Es dauert keine 10 Minuten und der TA steht in meinem Büro. Auch er schaut sich, nachdem ich ihm erzählt habe worum es geht, die Blutwerte der Tiere an. Jedoch kann er keine Unregelmäßigkeit finden. Das sagt er mir auch. Darum erkläre ich ihm ganz genau, worauf sich mein Verdacht stützt. Es sind die völlig identischen Werte bei ein und derselben Tierrasse.

Wenn ich nicht die Werte von ein und demselben Tier bekommen habe, sind vier verschiedene Rassen mit dem Virus befallen. Innerhalb der Rassen sind die Werte bei jedem Tier gleich, und das kann es nicht geben.
Den Virus gibt es bei uns in Deutschland nicht, aber ich habe über ihn in einer Fachzeitschrift gelesen. Nur durch ein bestimmtes Medikament, welches es bei uns noch nicht gibt, kann den Tieren geholfen werden. Ich hoffe das dieses Medikament auf der Station vorhanden ist.

Zehn Minuten später klingelt wieder mein Telefon. Obwohl der TA direkt neben dem Apparat sitzt, hebt er nicht ab, was er sonst immer gemacht hat. Darum greife ich zum Hörer und es meldet sich wieder der Professor aus Australien. Sofort teile ich ihm meine Ergebnisse mit und frage auch nach einem Tier, welches zwar in der Station ist, jedoch nicht erkrankt. Nur kurz ist er am Überlegen das es nur sein Hund sein kann. Darum wird er ihn sofort untersuchen. Ich kläre ihn aber noch über die Behandlung Möglichkeiten auf, dann beendet er das Gespräch.

Nun unterhalten der TA und ich über den Virus. Ich zeige ihm auch die Fehler die ich entdeckt habe. Dabei zeige ich ihm die Blutwerte von Tieren einer Rasse, in diesem Fall Kängurus und jetzt sieht er auch die Ursache für den Fehler.

Eine Stunde später klingelt wieder mein Telefon und wieder ist es ein Anruf aus Australien. Der Professor bedankt sich bei mir und sagt, das erste Versuche mit dem Medikament und dem Virus erfolgreich waren. „Ich melde mich wieder bei Ihnen! Danke!“ sind die letzten Worte die ich von ihm höre. Dann wird auf gelegt.

Sechs Monate später fährt ein Taxi auf das Gelände und ein Mann mit Hund steigt aus dem Wagen. Während er auf das Bürogebäude zugeht, bleibt er immer wieder stehen und schaut sich um. Dann dreht er ab und geht nun auf das Katzenhaus zu. Dort schaut er einen Augenblick durch ein Fenster, dann dreht er sich wieder um und er kommt wieder auf das Bürogebäude zu. Kurz darauf klopft es an meiner Tür und auf mein „Herein“ geht die Tür auf. Herein kommen der Mann und sein Hund.

Ich bitte ihn sich zu setzen und er setzt sich auf den Stuhl vor meinem Schreibtisch. Sein Hund legt sich neben seinen Stuhl. Dann fängt er an zu reden: „Mein Name ist Klaus Mexxxxx und ich hätte gerne mit Frau Gerda Xxxxx gesprochen! Ist sie da?“ fragt er noch zum Schluss und ich muss leicht lächeln. Dann sage ich ihm, das ich die Frau bin die er sucht.

„Wau!“ sagt er daraufhin „aber ich hatte gedacht das ich eine 50-60 Jahre alte Frau hier treffe. Nun sitze ich einem jungen Mädchen gegenüber und weiß nicht was ich sagen soll. Sie sind wirklich Frau Gerda Xxxxx?“ Nun muss ich laut lachen und bestätige ihm noch einmal das ich die Frau bin.

Nun schaut er seinen Hund an und gibt ein Kommando. Sofort springt der Hund auf und kommt laut bellend zu mir. Zuerst leckt er an meinen Händen, dann schafft er es auch in meinem Gesicht. Ich bin sehr erstaunt, aber dann sagt mir der Mann: „Wenn Sie nicht am Telefon die Lösung gefunden hätten, würde dieser Hund nicht mehr leben. Auch 55 andere Tiere hätten es nicht geschafft. Ich kann mich nur im Namen der Tiere bei ihnen bedanken!“

Noch mehr wie zwei Stunden bleibt Klaus bei uns. Auch nennt er mir den Namen des Hundes. Dieser lautet: „Nina“!
 
Tschikitta

Tschikitta

5.910
173
Das Waisenhaus

Heute herrscht ein fürchterliches Wetter. Gestern Abend als Herbert und ich nach Hause gekommen sind, war noch alles schwarz. Irgendwann in der Nacht hat es angefangen zu schneien. Jetzt ist es so heftig am Schneien, das ich von unserem Haus aus, noch nicht einmal meinen Wagen sehen kann, der nur 10m entfernt auf der Straße steht.

Trotzdem müssen wir beide los. Herbert fährt wie immer 30 Minuten eher los zu seiner Praxis und als ich zum Wagen gehe, kann ich diesen erst sehen als ich etwa 5m vor ihm bin. Dank Standheizung, die einen guten Dienst verrichtet, ist mein Auto fast Schneefrei. Während um das Auto herum wohl 10cm Neuschnee liegen, sind es auf meinem Auto vielleicht nur 1cm. Selber auf den Scheiben liegt etwas Schnee.

Schnell steige ich in mein Auto, starte den Motor und steige noch einmal aus. Ich habe einen kleinen Handfeger in meiner Hand und säubere damit zunächst alle Scheiben meines Autos. Dann steige ich wieder ein und fahre sofort los.

Da auf unserer Straße zwar der Schnee sehr hoch liegt, unsere Straße ist eine Sackgasse und wird darum nicht von der Stadt geräumt, fahre ich doch sehr langsam in der Spur die schon andere Autos vor mir Gefahren sind. Trotzdem höre ich, wie ab und an der Schnee am Unterboden des Autos schleift.

An der Hauptstraße angekommen reihe ich mich in den endlosen Fahrzeugstrom ein, der in beide Richtungen sehr langsam fließt. So dauert es auch fast 30 Minuten bis ich die fünf Kilometer bis zum TH geschafft habe. Unsere Straße ist schon geräumt und gestreut, obwohl die Zufahrt nicht zum Räum Plan unserer Stadt gehört. Aber es gibt eine stille Absprache mit dem Räumdienst, das unsere Straße immer mit geräumt und gestreut wird.

Als ich mein Büro betrete merke ich doch, das es sehr kalt in meinem Raum ist. Sofort sehe ich nach dem Heizkörper und stelle fest, das die Heizung eigentlich warm sein müsste. Denn sie steht auf Stellung drei, jedoch ist der Heizkörper selbst völlig kalt.

Ich begebe mich sofort zur Krankenstation. Als ich dort ankomme ist es sehr warm. Das liegt aber nur an den elektrischen Heizkörpern die dort stehen. Annemarie sagt zu mir: „Die Heizung ist ausgefallen! Ich habe schon mit deiner Einverständnis voraus gesetzt, einen Heizungsfachmann angerufen. Er wird bald da sein um nach der Heizung zu sehen.“

Natürlich ist es völlig richtig das sie den Fachmann angerufen hat. Das sage ich ihr auch und ich merke doch, das sie erleichtert ist. Dann erzählt sie, das schon als sie zum Dienst erschienen ist, sie hat den Nachtdienst abgelöst und war somit der erste im TH, es sich sehr kalt in den Räumen angefühlt an.

Nachdem sie die Heizkörper angefasst hat und diese alle kalt waren, ist sie zur Heizung und hat festgestellt, das diese auf „Störung“ steht. Darum hat sie sofort den Heizungsdienst angerufen und auf einem Anrufbeantworter gesprochen. Eine Stunde später hat der Chef angerufen und gesagt, das ein Monteur nach 8.00 Uhr kommt.

Doch es dauert noch fast eine Stunde bis er endlich da ist. Er schaut sich die Heizung genau an, wechselt ein Teil aus und nach dreißig Minuten sagt er, das die Heizung wieder läuft. Ich fasse den Heizkörper in meinem Büro an und bemerke, das er schon leicht warm wird. Aber der Mechaniker sagt zu uns, das es etwa 2 Stunden dauert, bis es wieder warm in den Räumen ist.

So ist es auch! Nach zwei Stunden ist es überall richtig warm und die Zusatz Heizkörper in der Krankenstation werden wieder abgeschaltet. Nun rede ich mit Annemarie und sage zu ihr, das es vollkommen richtig war, den Heizungsdienst zu informieren. Annemarie ist richtig glücklich als sie das hört.

Es ist Mittagszeit und es schneit nur noch leicht, als mein Telefon in meinem Büro klingelt. Ich lasse es zweimal klingeln und als ich zum Hörer greife und mich melde, ist nur noch das Freizeichen zu hören. Natürlich finde ich das komisch, jedoch klingelt in diesem Moment der zweite Apparat auf meinem Schreibtisch. Dieser Apparat ist an die Notfall Nummer angeschlossen, die das TH seit ein paar Monaten hat.

Sofort hebe ich den Hörer ab und melde mich mit folgendem Wortlaut: „Hier ist die Tier Notfall Station! Wie kann ich helfen?“ Doch ich höre nur ein Rauschen und ganz schwach eine Stimme in dem Rauschen. Darum sage ich zu der Stimme: „Bitte rede sehr langsam und deutlich! Ich habe hier ein sehr lautes Rauschen und kann dich nur sehr schwach hören!“

Daraufhin bekomme ich mit wie der andere Teilnehmer sagt, das er noch einmal anruft. Dann scheint der Teilnehmer aufgelegt zu haben denn ich höre nur noch das Besetztzeichen im Telefon. Ich lege den Hörer auf und kurz darauf klingelt das Telefon wieder. Nachdem ich abgenommen habe, ist das Rauschen noch stärker, darum sage ich in den Hörer, das der Teilnehmer doch bitte die normale Nummer des TH anrufen soll. Zur Sicherheit nenne ich auch noch die Rufnummer am Telefon.

Bevor ich den Hörer des Apparates aufgelegt habe, klingelt mein normales Telefon und ich nehme schnell den Hörer ab. Nun kann ich vollkommen klar die Gegenstation hören. Es scheint sich um ein Kind zu handeln und es nennt nur eine Telefon Nummer, die ich sofort anrufen soll.

Ich lege auf und wähle sofort die Nummer die mir genannt wurde. Am anderen Ende meldet sich sofort wieder ein Kind. Es plappert drauf los und erzählt, das sie, es ist ein Mädchen, in einem Kinderheim lebt. Seit drei Tagen ist niemand mehr da, der sich um insgesamt 5 Kinder kümmert. Auch nicht um die Tiere bei ihnen.

Ich bin ganz hellhörig und frage nach einer Adresse, jedoch kann mir das Mädchen keine nennen, da sie nicht weiß wo sie ist. Nur um mich an zu rufen, musste sie die Vorwahlnummer wählen. Darum frage ich, wo die Nummer denn her ist und sie antwortet mir: „Ich habe die Nummer aus einer alten Zeitung in der Gemüse eingewickelt war.“

Ich sage zu ihr, das ich helfen werde, es aber etwas dauern kann, bis ich endlich bei ihr bin. Auch werde ich sie öfters anrufen, denn schließlich habe ich ihre Telefon Nummer. Dann lege ich auf und fange an zu überlegen, wie ich helfen kann. Schließlich rufe ich bei der Polizei an und schildere denen den Fall. Sofort wird mir versprochen, das einige Beamte zu mir kommen, nur kann es auch bei ihnen etwas dauern wegen den Straßenverhältnissen.

Nach einer Stunde hält ein PKW vor dem TH. Heraus steigen ein Mann und eine Frau. Sofort kommen sie auf mein Büro zu und schon nach wenigen Momenten klopft es an meiner Tür. Herein kommen die zwei und stellen sich als Kriminalbeamte vor. Dann fragen sie mich aus über den Anruf.

Ich erzähle ihnen genau was ich weiß und auf einmal fällt mir die Telefon Nummer ein, die mir das Mädchen genannt hat. Schnell suche ich den Zettel auf der ich die Nummer notiert habe und gebe den Zettel einem der Beamten. Sofort greift der zu einem Handfunkgerät und ruft seine Zentrale. Nachdem er die Rufnummer durchgegeben hat, dauert es einen Moment und die Adresse wird durch gegeben.

Nachdem was die Beamten erfahren, handelt es sich um eine Adresse in einer Stadt die etwa 120 Kilometer von uns entfernt ist. Sofort erkläre ich mich bereit, zu der Adresse zu fahren. Darum rufe ich sofort Heinz herbei und lasse den Bulli vorbereiten. Doch einer der Beamten meint, das es vielleicht doch etwas zu spät für die Tiere werden kann. So entschließe ich mich, bei der Polizei mit zu fahren und unseren Bulli nachkommen zu lassen.

Schon fünf Minuten später sind wir unterwegs. Es schneit zwar wieder heftiger und es liegt sehr viel Schnee auf der Fahrbahn, jedoch kommt das Zivilfahrzeug dank Blaulicht und Martinshorn schnell voran. Einer der Beamten sagt mir unterwegs, das auch die Polizei in der betroffenen Stadt informiert worden ist. Ebenso einen Rettungswagen.
Nach etwa 2,5 Stunden sind wir am Einsatzort. Vor dem Haus stehen mehrere Rettungswagen, vier Polizeifahrzeuge und ein Leichenwagen. In diesen wird gerade ein Sarg geschoben. Sobald das Einsatzfahrzeug der Polizei steht, bin ich aus dem Wagen und ich laufe sofort zu dem Haus. Unterwegs kommen mir einige Rettungssanitäter entgegen die eine Tage in ihrer Mitte haben. Darauf liegt ein Mann. Doch ich kümmere mich nicht um die Leute sondern laufe weiter zum Haus.

Dort angekommen werde ich aufgehalten, darum sage ich nur, das ich die TÄ bin. Sofort werde ich in das Haus gelassen und stehe bald vor den Kindern, die im Wohnzimmer versammelt sind. Jedes der Kinder hat etwas zu Essen aus einer Fast Food Kette vor sich stehen.

Ich frage eines der Kinder wer mich angerufen hat und sofort zeigt der Junge auf ein etwa 6 Jahre altes Mädchen. Ich gehe zu dem Mädchen und stelle mich vor. Sofort sagt das Mädchen: „Gott sei Dank, das du da bist! Ich habe so fest daran geglaubt das Du kommst. Die Tiere sind alle in dem Nebenraum! Bisher haben sie nichts zu Futtern bekommen, nur zu trinken.“

Ich lasse mir von Julie, so heißt das Mädchen zeigen, wo die Tiere sind. Julie öffnet eine Tür und sofort sehe ich die 5 Hunde in einer Ecke liegen. Schnell bin ich bei den Tieren und fange sie an zu Untersuchen. Keiner der Hunde ist an den Folgen der Unterernährung erkrankt. Nur haben sie einen sehr großen Hunger.

Aus einer weiteren Tasche die ich dabei habe, hole ich Futter hervor und gebe eine kleine Menge davon den Hunden. Nur Langsam muss wieder ans Fressen gewohnt werden. Darum die kleine Menge. Nachdem die Näpfe alle geleert sind, bekommen die H8unde von mir auch noch eine Handvoll Trockenfutter u8nd auch dieses ist nach wenigen Momenten gefressen worden. Jetzt bekommen die Hunde aber nichts mehr von mir, obwohl ich noch jede Menge an Futter bei mir habe.

Erst jetzt gehen die Kinder ins Krankenhaus, nicht ohne das ich vorher das Versprechen ab gegeben habe, das die Hunde zu jedem Kind kommt. Dazu haben die Kinder schon jeweils ein Tier sich ausgesucht.
Unser Bulli trifft in diesem Moment ein und alle Tiere kommen in unseren Wagen. Inzwischen sind alle Kinder bis auf Julie unterwegs ins Krankenhaus. Ich verspreche ihr, das alle Tiere so lange bei uns bleiben, bis sich jemand meldet um die Tiere zu holen.

So passiert es auch. Nach fünf Monaten wird das erste Tier geholt und nach einem Jahr kommt Julie zu uns ins TH. Sie holt den letzten Hund ab und ihre Pflegemutter sagt mir, das Julie nur einmal von dem Hund bei ihr geredet hat, schon sind ihre Pflegeeltern los, um den Hund zu holen. Das es sich um eine Dogge gehandelt hat, störte die Leute nicht.

Auch Jahre später werden immer wieder Tiere aus unserem TH von den Kindern geholt. Julie wird später TÄ in einer Ortschaft in Österreich, aber sie holt immer einen Hund aus unserem TH.
 
Tschikitta

Tschikitta

5.910
173
Die Nacktkatzen

Nach einem anstrengen Tag im TH schaue ich grade eine Doku über Großkatzen in Sibirien an. Das es dort Tiger gibt, habe ich noch gar nicht gewusst, sondern als ich die Ankündigung in der Fernsehzeitung gelesen habe, von diesen Erfahren. Selbst bei uns im Zoo gibt es solch ein Tier nicht.

Herbert liest in dieser Zeit in einer Zeitschrift für Zahnärzte die heute mit der Post gekommen ist. Ab und zu muss er dabei heftig lachen. Jedes Mal schaue ich ihn dann fragend an, aber er beachtet mich nicht dabei. Darum lasse ich ihn zunächst in Frieden und schaue mir die Doku weiter an.


Als die Doku nach ungefähr 45 Minuten zu Ende ist, wende ich mich an Herbert und frage ihn, warum er öfters während der Lektüre gelacht hat. Es sind die Witze in der Zeitschrift worüber er so gelacht hat. Sofort nennt er mir ein Beispiel: „Kommt ein Zebra zum ZA. Sagt der ZA: „Hängen sie mal ihren Schlafanzug dort auf, damit ich beginnen kann!“
Auch ich muss über den platten Witz lachen und er erzählt mir noch ein paar andere aus der Zeitschrift. Bei fast jedem muss ich genau wie Herbert laut lachen. Was aber zum größten Teil daran liegt, wie Herbert die Witze vor liest.

Um etwa 23.00 Uhr gehen wir beide ins Bett, reden noch etwas zusammen bis Herbert das Licht seiner Lampe löscht. Neben meinem Kopf auf dem Nachtschrank ist auch das Notfall Telefon des TH. Dieses ist dafür da, das man ohne die Telefon Nummer zu kennen, ich jederzeit in der Nacht erreichbar bin, wenn irgendeine Zahl gewählt wird. Das Telefon habe ich seit drei Monaten und noch nie hat es in der Nacht geklingelt.

Es ist 2.44 Uhr, so sehe ich nach einem Blick auf den Wecker, als mein Telefon klingelt. Sofort nehme ich den Hörer ab und melde mich. Am anderen Ende sagt der Teilnehmer aus dem TH: „Nimm bitte das Gespräch entgegen, es ist für dich!“

Sofort drücke ich die „Null“, ohne vorher auf zu legen. Es dauert nicht lange und ich höre einen fürchterlichen Lärm durch den Hörer. Trotzdem melde ich mich. Sofort ertönt eine Stimme die den Lärm im Hörer noch übertönt.

„Hallo, entschuldige die Störung mitten in der Nacht, aber hier im Stahlwerk hat es einen Unfall mit mehreren Katzen gegeben. Kannst Du sofort kommen?“ fragt er noch zum Schluss. Natürlich stimme ich zu sofort zu kommen. Dabei bemerke ich, wie Herbert schon aufsteht. Der Mann am Telefon erklärt mir noch, das am Haupttor die Nachtwache Bescheid weiß, dann legt er auf.

Nach nur 5 Minuten sitzen Herbert und ich im Auto. Über Tags braucht man fast eine Stunde bis zum Werk. Jetzt in der Nacht nur 20 Minuten. Was aber auch daran liegt, das die meisten Ampeln auf unserer Strecke nicht angeschaltet sind. Nur sechs Ampeln sind in Betrieb und bei zweien fährt Herbert sogar bei Rot durch.

Dann sind wir am Werkstor, welches sofort aufgeht. Nur die Schranke bleibt unten und so hält Herbert vor dieser an. Ein Mann kommt aus dem Gebäude und er redet kurz mit Herbert. Dann öffnet der Mann eine Tür unseres Wagens und der Mann steigt ein. Kurz grüßt er mich, dann wendet er sich an Herbert und dieser gibt sofort Gas, nachdem die Schranke auf ist.

Der Mann weißt Herbert den kürzesten Weg zu einer großen Halle. Dort hält Herbert an und wir steigen aus dem Wagen. Nachdem der Mann gesagt hat, das wir warten sollen, betritt er die Halle. Nach wenigen Minuten erscheint er zusammen mit einem zweiten Mann wieder. Dieser Mann reicht uns Gehörschutze und Helme, dann betreten wir die Halle. Obwohl ich nun einen Gehörschutz trage, ist es sehr laut in der Halle.

Zielstrebig geht der Mann der uns in die Halle geholt hat, auf einem Büroähnlichen Raum zu. Der andere Mann der uns zur Halle gebracht hat, ist schon wieder zu Fuß unterwegs zur Einfahrt des Werkes. An der Tür angekommen öffnet der Mann die Tür und Herbert und ich betreten das Büro. Als der Mann die Tür wieder schließt, wird es doch merklich leiser und wir dürfen den Hörschutz wieder abnehmen.

Nun stellt sich der Mann erst einmal vor. Sein Name Lautet Klaus Mxxxx. Er berichtet, das beim Abstich eines Stahlkessels der Rohstahl durch eine Form gelaufen ist und als es in die endgültige Form gelaufen ist, übertönte den ganzen Lärm das schmerzhafte Geschrei von Katzen die Halle. Bis in die letzte Ecke war es zu hören.

Sofort haben zwei Männer den Abstich unterbrochen und zwei weitere haben in der Form, in der der Rohstahl lief, nach gesehen. Dort haben sie vier Katzen gesehen die sich laut schreiend in der Form, diese ist aus Sand, kurz über dem Rohstahl festgehalten haben. Sofort hat einer der Männer nach der nächsten Katze gegriffen und diese aus dem Gefahrenbereich gebracht. Auch die anderen drei Katzen wurden auf diese Weise gerettet und befinden sich nun in der Umkleidekabine der Männer. Dort werden sie von einem Mann immer wieder mit kalten Umschlägen gekühlt, aber noch immer schreien die vier Katzen vor Angst oder den Schmerzen.

Ich frage sofort nach den Tieren und Klaus bringt uns in den hinteren Teil der Halle. Hier ist es fast Still, nur kann man jetzt die vier Katzen hören. Als er eine Tür öffnet und nun das Geschrei der Katzen lauter wird, drängele ich mich an ihm vorbei.

Sofort bin ich bei dem ersten Tier, das keine Haare mehr am Körper hat. Aber es ist keine Nacktkatze, sondern ein Lastrami(Landstraßen Mix). Noch immer ist die Katze laut am Schreien. Als ich sie anfasse, bemerke ich, das die Körpertemperatur vollkommen normal ist. Von daher schließe ich, das die Katze nur einen sehr schweren Schock hat. Doch zunächst muss ich sie aus der Schockstarre lösen.

Die Katze bemerkt mich noch nicht einmal als ich sie untersuche. Immer wieder ist sie laut am Schreien. Darum lasse ich alle Lichter in dem Raum löschen. Auch im Nachbarraum werden die Lichter gelöscht. Als die Katzen Ruhig sind, schalte ich meine Taschenlampe an. Sofort fangen die Katzen wieder an zu schreien. Ich bewege jedoch meine Lampe so das der Lichtkegel immer wieder auf einen anderen Punkt zeigt.

Als die Katzen nun ruhig werden, leuchte ich eine andere Katze an. Diese bleibt ganz ruhig, jedoch fangen die anderen wieder an zu schreien. Nach einem kurzen Moment verstummen sie jedoch und ich lasse das Licht im Nebenraum einschalten. Auch jetzt bleiben die Katzen ruhig und ich fange an zu reden. Mit meiner Stimme will ich die Katzen beruhigen.

Nach etwa 30 Minuten lasse ich das Licht im Raum einschalten. Nur kurz werden die Katzen unruhig, Aber meine Stimme beruhigt sie wieder. Erst jetzt sehe ich nach den anderen Katzen. Bei zweien ist das Fell komplett nicht mehr vorhanden. Bei den anderen dreien fehlt es nur zu einem gewissen Prozentsatz. Bei der einen Katze sind es nur 25% und bei der nächsten nur unmerklich mehr. Bei der dritten Katze fehlt etwa 60% des Felles.

Darum fange ich sofort an, nach Verbrennungen bei den Katzen zu suchen. Jedoch keines der Tiere hat irgendwelche Verletzungen. Auch nicht die Katzen wo das ganze Fell fehlt. Ich hänge meine Tasche wieder um und nehme die Katze vor mir auf den Arm. Auch Herbert und drei anderen Männer im Raum nehmen eine Katze auf den Arm.

Ich gehe zu unserem Wagen und öffne eine hintere Tür. Dann lege ich die Katze auf den Rücksitz. Auch die anderen Katzen werden auf den Rücksitz gelegt, dann geht es so schnell wie möglich zum TH.

Dort untersuche ich noch einmal alle Katzen, jedoch stelle ich wiederum keine äußere Verletzung fest. Darum kommen die fünf Katzen in einen separaten Raum wo sie was zu trinken und Futter vorfinden. Jedoch hat keine der Katzen Lust, etwas zu Essen. Nur wird sehr viel getrunken.

Herbert und ich fahren wieder nach Hause und da es schon kurz vor 5Uhr ist, bleiben wir einfach auf. Als es Zeit wird, fährt jeder zu seiner Arbeit. Dort schaue ich noch einmal nach den Katzen. Diese scheinen inzwischen alle zu schlafen und ich sage zu dem Mitarbeiter der gerade da ist, das ich sofort geholt werden will, wenn die Katzen wieder wach werden.

Erst gegen Mittag werde ich gerufen, weil die Katzen am Futtern sind. Ich lasse Trinkbares zu den Katzen bringen und auch noch etwas zu Futtern. Dann gebe ich dem Mitarbeiter noch einige Anweisungen und verlasse das Katzenhaus wieder.

Die Katzen werden nach zwei Wochen zu ihren Katzenkollegen gelassen, weil sie nicht mehr in das Stahlwerk wollen. Das Fell der Katzen wächst langsam wieder nach. Auch bei den beiden Nacktkatzen ist nach zwei Wochen schon wieder etwas Fell gewachsen. Nach 6 Monaten werden die Katzen unter den Mitarbeitern des Stahlwerkes vermittelt. Aber auch noch zehn andere Streuner die nicht mehr vermittelt werden wollen.
 
Tschikitta

Tschikitta

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Urlaub am Atlantik

Herbert und ich machen mal wieder Urlaub in Spanien. Unsere Tochter Monika kann leider nicht an unserem Urlaub teilnehmen, weil sie noch keine Semesterferien hat. Wir sind an der spanischen Atlantikküste in der Nähe von Santiago di Compostella. Diesen Ort wollen wir aber erst am Wochenende besuchen.

Nach Spanien sind wir mit dem Flieger und haben uns am Flughafen ein Wohnmobil gemietet. Über den Preis waren wir sehr erstaunt, darum haben wir es gleich für drei Wochen gemietet. Eigentlich hatten wir vor nicht so lange ein Wohnmobil zu mieten, aber der Preis ist einfach unschlagbar.

Für 3 Wochen müssen wir nur 450 Mark bezahlen. Darum hat sich Herbert auch ganz genau das Mobil angesehen. Zwar hat es fast hundert Tausend Kilometer gelaufen und ist 12 Jahre alt, aber fast neuwertig. Nur aus diesem Grund sind wir bereit das Mobil zu mieten. Diese Erklärung wird von Mario dem Vermieter durchgeführt.

Kurz bevor wir zugeschlagen haben, hat Herbert darum gebeten in Deutschland an zu rufen. Mario erlaubte das und Herbert hat bei unserem Vermieter angerufen. Nur kurz hat er mit diesem gesprochen, dann hat er den Hörer weiter an Mario weiter gegeben.

Dieser redet wohl 10 Minuten mit unserem Bekannten in Deutschland. Jedoch während des Gespräches wird er immer ruhiger und nur noch ab und zu kommt ein „Si“ von ihm. Als er auflegt, schaut er uns einige Zeit an. Doch mir kommt es so vor als wenn er mich länger mustert.

Dann gibt er uns ein Wohnmobil, das erheblich jünger und erheblich besser ausgestattet ist. Und das zum selben Preis. Gleichzeitig sagt Mario zu uns: „In diesem Mobil ist ein Funkgerät eingebaut und ich hoffe, das sie mich hören wenn ich sie brauche.“ Daraufhin gebe ich Mario meine Handynummer auf der ich immer erreichbar bin.

Mit dem Wohnmobil sind wir ein bisschen in der Gegend herum gefahren und am Wochenende haben wir uns Santiago angeschaut. Die Stadt ist überfüllt mit Pilgern die alle zu einem bestimmten Grab sind. Auch wir sind an dem Grab gewesen, jedoch haben wir einfach nichts gespürt. Vielleicht sitzt bei uns auch der Glaube nicht zu tief.

Nachdem wir das Grab besichtigt haben, sind Herbert und ich endlich zur Atlantikküste gefahren. Dort haben wir zwei wundervolle Wochen verbracht. Wir sind von einem Ort, an dem es Möglichkeiten zur Übernachtung für Wohnmobilfahrer gibt, gefahren und haben jeweils ein oder zwei Tage dort verbracht.

Als wir langsam wieder zurück gefahren sind, klingelt mein Handy. Jedoch ist es unser TH das anruft und nach dem ich abgenommen habe, meldet sich Bernd am Apparat: „ Hallo Gerda! Ich habe einen seltsamen Anruf aus Spanien erhalten. Da gerade Josef bei uns im TH gewesen ist, habe ich ihm den Hörer gegeben. Schließlich kann ich kein spanisch, aber er. Anschließend erzählte er mir, das es jemand war, der zwar deine Handynummer hat, aber er dich nicht erreicht hat, obwohl er die Nummer von deinem Handy korrekt eingegeben hat. Kannst Du mir sagen, warum etwas falsch ist an der Nummer, schließlich hat er die Nummer gesagt?“

Nur kurz bin ich am überlegen, dann fällt mir die Lösung ein. Wir sind in Spanien und der Teilnehmer muss die Ländervorwahl von Deutschland mit wählen. Das sage ich auch Bernd und er teilt mir mit, das der andere in 10 Minuten wieder anruft.

Dann beenden wir das Gespräch und ich bespreche auch mit Herbert den Vorfall. Daraufhin meint er: „Vielleicht ist es besser, wenn auf deinen Karten die Internationale Rufnummer gedruckt wird. Aus Deutschland heraus wird ein jeder wissen was gemeint ist, und aus dem Ausland wählen sie einfach die gesamte Nummer.“ Aus meiner Tasche hole ich eine Karte hervor und nach einem kurzen Blick auf meine Telefon Nummer, bin ich der gleichen Meinung wie Herbert.


Während der nächsten Minuten halte ich mein Hany in der Hand und als nach etwas über 10 Minuten mein Handy wieder klingelt, nehme ich sofort ab. Jedoch meldet sich eine spanisch Sprechende Stimme und ich antworte auf Englisch. Daraufhin sagt die Person die anruft auf sehr schlechten Englisch: „Hallo, hier ist Mario! Ein Freund von mir hat einen sehr kranken Hund. Können Sie helfen? Er hat schon mehrere TK besucht und keiner kann helfen!“

Sehr viel habe ich nicht verstanden, nur das es um einen kranken Hund geht. Darum bitte ich Mario darum, das mich sein Freund, oder jemand den ich auf Deutsch oder Englisch verstehe, mich anruft. Sofort sagt Mario: „Geht klar!“, dann legt er auf.

Es dauert nicht einmal fünf Minuten bis mein Handy sich wieder meldet. Diesmal ist es ein Mann der sich auf Deutsch meldet. Wenn auch nicht ganz ein wand frei. Aber ich verstehe was er will. Nun erzählt er mir, das ein Bekannter von ihm einen sehr kranken Hund hat. Was es ist, kann der TA und auch in einer TK nicht festgestellt werden. „ Mein Freund hat noch einmal in Deutschland angerufen und dort erfahren, das Sie nie aufgeben wenn es um ein Tier geht. Können Sie mal nach dem Hund sehen?“

Zunächst lasse ich mir schildern, welche Anzeichen der Hund hat, das er krank ist. Daraufhin antwortet der Mann, das der Hund kaum noch frisst und kaum noch trinkt. Außerdem ist es damit angefangen, das er anfing auf einmal zu taumeln und dann umgefallen ist. Aber nach ein paar Minuten ging es ihm wieder gut. Jetzt braucht er nur auf zu stehen, dann dauert es höchstens eine Minute und er fängt an zu taumeln. Dann fällt der Hund auch sehr schnell um. Dabei ist er immer am jaulen.

Auf genaue Nachfrage erfahre ich, das der Hund etwa 100 Kilometer von unserem Urlaubsort entfernt befindet. Nur kurz werfe ich einen Blick zu Herbert. Dieser nickt mit seinem Kopf und schon weiß ich das er sofortnach draußen geht um das Vorzelt ab zu bauen. Herbert steht auch sofort auf und verlässt unser Wohnmobil. Darum sage ich zu dem Mann am Telefon, das wir sofort aufbrechen und in wenigen Stunden bei dem Hund sind.

Kurz darauf fahren wir zum Ausgang des Stellplatzes und Herbert geht noch einmal in das Büro. Aber schon nach zwei Minuten ist er wieder da und sagt, das uns der Platz erhalten bleibt. Auch wenn wir für einige Tage nicht da sind. Dann fahren wir los und biegen bald auf eine Schnellstraße ein. Diese führt uns fast bis zu unserem Zielort.

Kurz vor dem Ort rufe ich die Nummer an, die in meinem Telefon angezeigt wird. Sofort meldet sich der Mann und ich frage ihn, wo wir genau hin müssen. Er erklärt den Weg und schon bald sind wir an unserem Ziel angelangt.

Sobald das Mobil steht erscheint ein Mann an unserem Mobil und sagt, das der Hund vor einer Minute gestorben ist. Ich springe förmlich aus dem Mobil, schnappe mir meine Tasche und rufe: „Wo ist der Hund? Schnell!“

Erstaunt schaut mich der Mann an, dann läuft er auf ein Haus zu. Ich folge ihm sehr dicht. Gleich nachdem ich das Haus betreten habe, sehe ich den Hund um den einige Leute stehen. Diese sind fast alle am Weinen. Ich drängele mich nach vorn und schon während ich das mache, hole ich mein Stethoskop aus der Tasche.

Dort angekommen kniee ich mich hin und höre sofort den Hund ab. Da aber viel Gerede um mich ist, bitte ich um totale Stille. Sofort sind alle Leute ruhig und ich höre den Hund ab. Ganz schwach meine ich einen Herzschlag zu vernehmen, darum greife ich zu meiner Tasche und hole ein Herzstärkungsmittel hervor. Als ich eine Spritze aufziehe sehe ich auch Herbert wieder. Er unterhält sich leise mit dem Mann, der mich vom Mobil geholt hat. Mehrmals schaut der Mann mich an, dann verstummt auch Herbert.

Leise tritt der Mann wieder zu der Gruppe die um den Hund steht und als er sieht, wie ich dem Hund die Spritze mit dem Herzmittel gebe, sagt er: „Bettina, dort ist die beste TÄ der Welt am Werk! Sie wird dafür sorgen, das dein Hund wieder gesund wird. Denn solange noch etwas Hoffnung besteht, wird sie um Petro kämpfen und gewinnen!“ Dieses sagt er auf Deutsch, wiederholt aber noch einmal alles auf Spanisch.

Ich kümmere mich schon nicht mehr um sein Gerede sondern höre den Hund schon wieder ab. Langsam wird sein Herzschlag wieder lauter und nach fünf Minuten lege ich das erste Mal mein Stethoskop ab. Aber ich lege es nicht in die Tasche sondern auf einen Tisch vor dem ich in der Hocke bin. Dann stehe ich auf und sage das der Hund auf den Tisch gelegt werden soll, da er noch lebt.

Der Mann übersetzt und sofort greifen alle zu dem Hund und er wird auf den Tisch gelegt. Nun Taste ich den Hund ab. Zentimeter für Zentimeter untersuche ich den Hund und habe dabei meine Augen geschlossen. Dann frage ich nach den Untersuchung Ergebnissen der TK und bekomme sofort einen ganzen Stapel davon vorgelegt.

An diesem Stapel interessieren mich nur die Blutuntersuchung und die Röntgenfotos. Auch die Aufnahmen eines MRT sowie eines EEG interessieren mich hierbei besonders. Zusammen mit Herbert schaue ich mir nun diese Aufnahmen an und schon bald meinen wir beide etwas gefunden zu haben. Doch von dem Bereich gibt es keine weiteren Aufnahmen.

Darum greife ich nun zu dem Ausdruck der Blutwerte. Alles deutet auf eine Entzündung hin, jedoch kann man daraus nicht hervorlesen wo die Entzündung sitzt. Aber ich habe einen Verdacht und frage wer die Aufnahmen gemacht hat. Bis auf das EEG sind alle Aufnahmen vom TA gemacht worden. Als ich frage wo der TA wohnt, erfahre ich das er schon auf dem Weg hier hin ist.

Herbert und ich schauen noch einmal die Aufnahmen des MRT an, als ein weiterer Mann das Haus betritt. Sofort wird ihm Platz gemacht, dann starrt er mich an. Aber schon nach einem sehr kurzen Moment fragt er mich, welche Aufnahmen ich noch brauche. Ich sage ihm das und sofort ordnet er an, das der Hund in seine Praxis kommt, damit die Aufnahmen gemacht werden können.

Vorsichtig wird der Hund auf eine Platte gelegt, dann geht es zum TA. Zunächst sind es nur 14 Leute die zum TA gehen, jedoch werden es immer mehr und als wir beim TA ankommen, sind es schon über 100.

Jedoch ist von den Leuten, trotz geöffnetem Fenster im Untersuchungsraum des TA, nichts zu hören. Zusammen mit dem TA werden die Aufnahmen gemacht die ich benötige. Als diese fertig sind, werden sie vom TA entwickelt und hängen schon kurz darauf am Betrachtungsschirm.

Jetzt kann man den Tumor, denn um einen solchen Handelt es sich, genau erkennen. Jedoch kann der TA diesen nicht Operieren, wie er sagt. Als ich ihn frage, der TA kann sehr gut Deutsch, sagt er: „Diese OP habe ich noch nie gemacht! Bisher habe ich solche Fälle immer an die TK weiter geleitet. Aber nur ganz selten haben auch die Operiert, sondern meistens die letzte Spritze gesetzt.“

Ich sage nur zu dem TA: „Jetzt passe ganz genau auf was ich mache. Dann kannst auch Du bald diese OP durchführen!“ Daraufhin fordere ich alle auf den OP zu verlassen, die nicht einen Doktortitel haben oder zur TA Helferin ausgebildet sind, den Raum zu verlassen. Dieses wird vom TA ins spanische übersetzt und sehr schnell leert sich der Raum. Zum Schluss sind nur noch der TA, eine Frau und Herbert sowie ich im Raum.

Für alle lasse ich OP Bekleidung holen und nachdem wir uns umgezogen und die Hände gewaschen haben, beginne ich mit der OP. Dabei sage ich jeden meiner Schritte voraus und der TA hört wirklich genau zu. Als es an den Tumor geht, lasse ich den TA weiter machen. Dazu gebe ich ihm genaue Anweisungen was er machen soll. Sehr schnell ist der Tumor entfernt und wird zur Seite gelegt. Dann schließt der TA die OP Stelle wieder.

Anschließend wird der Tumor fertig gemacht um im Labor genau untersucht zu werden. Dieses macht die TA-Helferin und in dieser Zeit unterhalte ich mich mit dem TA. Ich sage ihm, das der Hund noch mindestens zwei Wochen im Dämmerungszustand gehalten werden muss und erst danach vorsichtig diese Medikamente abgesetzt werden können.

Wir reden noch etwa zwei Stunden zusammen als dem TA etwas einfällt. Es sind die Leute draußen und er öffnet sofort das Fenster in dem Raum wo wir sitzen. Dann ruft er auf Spanisch: „Der Hund wird leben! Die OP war erfolgreich!“ Sofort brennt ein unbeschreiblicher Applaus auf und der TA schließt wieder das Fenster.

Noch etwa dreißig Minuten bleiben wir beim TA, dann gehen Herbert und ich wieder zurück, reden noch etwas mit den Leuten und fahren anschließend wieder zurück zu unserem Campingplatz. Dort gibt es keine Schwierigkeiten und schon bald stehen wir wieder auf unserem Platz.

Der Hund wird wieder vollkommen gesund und lebt noch viele Jahre in der Familie. Der TA hat noch an einigen Lehrgängen teilgenommen und wurde ein vorzüglicher Tier Chirurg.
 
Tschikitta

Tschikitta

5.910
173
Lanzelot

Ich freue mich schon auf das Wochenende, denn dann wollen Herbert und ich in die nächste Großstadt fahren um einen Mittelaltermarkt zu besuchen. Der Markt öffnet um 10.00 Uhr und schließt erst wieder um 23.00 Uhr. Da es erst September ist, wird auch noch ein Feuerwerk nach 21.00 Uhr stattfinden. Was mich aber am meisten freut ist, das unsere Tochter Monika mit fahren will. Leider ist heute erst Mittwoch und bis zum Samstag sind es leider noch über drei Tage.

In dieser Zeit kümmere ich mich wie immer um die Neuzugänge. Außerdem operiere ich einen Hund an seiner Schnauze und kastriere drei Katzen. Denn auch wenn ich mich aufs Wochenende freue, der Betrieb bei uns geht weiter.

Dann ist es so weit. Nach einem ausgiebigen Frühstück fahren wir drei gegen 9.00 Uhr los zu diesem Markt. Erst gegen 11.00 Uhr haben wir einen Parkplatz am Gelände des Mittelaltermarktes gefunden. Zusammen gehen wir zum Eingang und bezahlen unseren Eintritt. Herbert und ich sind sehr erstaunt über den geringen Eintrittspreis. Selbst für Monika brauchten wir nichts bezahlen, weil sie noch keine 14 Jahre alt ist. Erst ab 14 muss der volle Eintrittspreis bezahlt werden. Darum sehen wir auch viele Kinder während unseren Aufenthalt auf dem Markt.

Monika hat nach einiger Zeit keine Lust mehr mit uns die vielen Stände, an denen sehr viel Mittelalterliche Artikel, wie z.B. Holzknöpfe oder auch Besteck aus Holz, angeboten werden, ab zu laufen. Darum verabschiedet sie sich und nachdem Herbert ihr auch noch etwas Geld gegeben hat, ist sie im Getümmel verschwunden. Wir sehen sie erst wieder, als wir einer mittelalterlichen Musikgruppe zuhören. Fast alles wird auf alten Instrumenten gespielt. Jedoch hört es sich sehr gut an.

Zu Mittag essen wir an einem Stand, der Fleisch an einem großen Dreh Spies brät. Das Essen wird auf einfachen Holztellern serviert und auch das Besteck besteht aus Holz. Wer kein Messer mitgebracht hat, muss das Fleisch eben in großen Stücken Essen oder es aus einander reißen.

Nach dem Mittagessen schauen wir uns noch einige Ritterspiele ansehen uns aber auch die ein oder andere Band an. Alle diese Bands spielen auf Instrumenten der Zeit, die sie verkörpern. Es hört sich einfach gut an.

Wir nehmen bei einer Vorführung Platz, bei der gezeigt werden soll, wie die Tiere im Mittelalter ihre Kunsttücke vorführen. Doch gleich zu Beginn sagt die Leiterin der Truppe, das die Attraktion der Vorstellung nicht seine Kunststücke zeigen kann. Denn der Hund ist krank und der TA hat ein Auftreten verboten. „Sollte jedoch Frau Gerda Xxxxx unter den Zuschauern sein, bitte ich darum, das sie sofort zu mir kommt.“

Kaum hat sie gesagt das der Hund krank ist und der TA nicht helfen kann, bin ich aufgestanden. Auch Herbert, der meine Tasche hat, ist sofort aufgestanden und wir laufen durch die kleine Manege zu der Frau. Bevor sie etwas sagen kann, frage ich nach dem Hund. Aber ich sehe auch schon jemand am Rand der Manege heftig winken.

Sofort laufe ich zu dem Mann und bekomme noch mit wie die Frau sagt: „Sollte sich etwas ergeben, werde ich sie alle informieren, denn Frau Xxxxx scheint gefunden zu sein!“ Dann habe ich den Mann erreicht und sofort greift er zu meinem Arm. Dann zieht er mich in den hinteren Bereich. Dort zeigt er nur auf einen Käfig in dem ein Hund liegt. Aber ich sehe noch einige andere Käfige in dem Tiere liegen. Nur kurz sehe ich Herbert an und er geht zu den Käfigen, während ich zu dem Hund im Käfig gehe.

Während ich mich nun um den Hund kümmere, lässt Herbert alle anderen Tiere frei. Es sind fünf Hunde und drei Katzen. Alle Tiere kommen aus den Käfigen und legen sich erst einmal davor. Keines der Tiere versucht die Flucht. Ganz im Gegenteil! Denn alle Tiere kommen nach einiger Zeit zu mir und legen sich hin. Dabei beobachten sie aber genau was ich alles mache.

Ich höre den Hund ab, kann jedoch nichts feststellen. Darum taste ich den Hund ab. Aber auch hier bemerke ich nichts. Aber mir kommt ein Verdacht. Darum nehme ich alle Tiere und gehe in Richtung Manege.

Kaum habe ich mit den Tieren die Manege betreten entbrennt ein heftiger Applaus. Jedes der Tiere macht die Kunststücke die ihm bei gebracht wurden. Und das ohne Kommandos gegeben werden. Ein donnernder Applaus ist der Dank der Zuschauer. Anschließend treffe ich mich mit den Artisten im hinteren Teil der Manege. Dort teile ich ihnen mit, das die Tiere nur gestreikt haben und sofern sie nicht mehr in Käfigen sind, jede Vorstellung ein Erfolg wird. Noch 15 Minuten rede ich mit den Leuten, dann gehen Herbert und ich weiter.

Da es noch zwei Stunden sind, bis das Feuerwerk veranstaltet wird, suchen wir Monika und nachdem wir sie bei einer Musikveranstaltung treffen, gehen wir etwas Essen. Danach suchen wir uns einen guten Platz um das Feuerwerk zu sehen.

Jedoch bevor das Feuerwerk beginnt, tritt ein Mann zu mir. Er erzählt das seine Tochter eine Katze hat und sich die Katze seit zwei Tagen nur noch versteckt. Sofort frage ich, ob sie mit der Katze beim TA waren, was auch mit ja beantwortet wird. Doch der TA konnte nichts feststellen aber sobald sie mit der Katze wieder zu Hause waren, hat sie sich wieder versteckt. Ich habe schon einen Verdacht, denn entweder hat sich die Katze vor irgendetwas erschreckt, oder sie hat eine Krankheit die der TA nicht bemerkt hat.
Darum rede ich kurz mit Herbert und bin schon mit dem Mann unterwegs zu seinen zu Hause. Nur kurz ist der Weg, denn er wohnt nicht weit von dem Markt entfernt. In der Wohnung werde ich von der Tochter und seiner Frau empfangen. Außerdem läuft noch ein schwarzer Kater mit Namen Lancelot in der Wohnung herum. Dieser beschnuppert mich neugierig und schon nach kurzer Zeit kann ich ihn streicheln.

Die Tochter zieht nur hörbar die Luft an, während die Frau mich erstaunt ansieht. Jedoch sagt keiner der beiden ein Wort. Aber ich locke schon die verstörte Katze aus ihrem Versteck. Als sie vor mir liegt, höre ich sie zunächst ab. Da ich nichts bemerke, taste ich die Katze ab. Aber auch dabei kann ich nichts feststellen.

Darum beschließe ich die Katze mit ins TH zu nehmen, wo ich sie genau untersuchen kann. Ein Tragekorb ist schnell hervor geholt und der Mann fährt mit der Katze zum TH. In der Zeit rufe ich dort an und kündige die Katze an. Denn ich muss auch noch Herbert und meine Tochter Bescheid sagen. Darum begebe ich mich wieder zu dem Markt und habe Herbert nach kurzer Zeit gefunden. Auch Monika ist bei ihm. Kurz schildere ich ihm was passiert ist. Dann sage ich ihm, das er mit Monika auf dem Markt bleiben soll. Ich jedoch fahre mit unserem Auto zum TH.

Die Katze ist schon da und ich fange sofort mit der Untersuchung der Katze an. Röntgen und eine Ultraschall Untersuchung bringen ebenfalls keinen Erfolg. Darum entnehme ich etwas Blut und das wird sofort untersucht. Erst jetzt habe ich Erfolg denn die Entzündungswerte sind erhöht. Doch wo die Entzündung sitzt, sagt mir die Auswertung nicht.

Darum taste ich die Katze noch einmal an. An bestimmten Stellen drücke ich nun etwas fester und bei den Nieren erfolgt eine Reaktion der Katze. Denn sie versucht mich zu beißen. Darum setze ich noch einmal den Kopf des Ultraschallgerätes an und erkenne nun die Entzündung.

Sofort bekommt die Katze eine Spritze mit den entsprechenden Medikamenten. Die Katze muss für ein paar Tage bei uns bleiben, dann bringe ich die Katze wieder zurück. Auch jetzt springt der Kater sofort auf meinen Schoß und erst jetzt erkenne ich ihn. Vor drei Jahren wurde eben dieser Kater an einem Tag der offenen Tür aus unseren TH geholt. Damals hat ein kleines Mädchen den Kater ausgesucht, weil er nicht herum getobt hat, sondern still in einer Ecke gesessen hat. Gerade dieses hat das Mädchen auf den Kater aufmerksam gemacht und nachdem die beiden sich nur kurz bekannt gemacht haben, war er von dem Mädchen nicht mehr zu trennen.

Nun sitzt das Mädchen mir gegenüber und der Kater sitzt auf meinem Schoß. Noch lange habe ich mich mit den Besitzern der Tiere unterhalten, dann bin ich wieder zurück. Die Katze wurde wieder gesund, brauchte aber für den Rest ihres Lebens Medikamente.
 
Tschikitta

Tschikitta

5.910
173
Die Rockergruppe

Nachdem unser eigenes Wohnmobil im letzten Urlaub durch eine Lawine völlig zerstört wurde, haben Herbert und ich uns dazu entschlossen nur noch ein Wohnmobil zu mieten. Dazu haben wir mit unserem Wohnmobilhändler gesprochen und ihm erzählt warum wir kein Mobil mehr kaufen, sondern nur noch mieten. Was natürlich auch sehr kurzfristig geschehen kann. Denn er hat immer ein Wohnmobil in Reserve stehen für überraschende Buchungen.

Wieder mal haben wir uns bei ihm ein Wohnmobil gemietet und fahren mit dem für drei Wochen in den Urlaub. Wie so oft, ist unsere Tochter Monika nicht dabei. Sie bleibt lieber zu Hause und trifft sich mit ihren Freundinnen. Des Nachts verbringt sie dann bei ihrer Oma und ihrem Opa. Diese freuen sich natürlich darüber, das die Enkelin für drei Wochen bei ihnen ist.

Diesmal soll es nach Süddeutschland und vielleicht in die Schweiz und Österreich gehen. Einen genauen Plan für unsere Reise haben Herbert und ich noch nicht gemacht. Wir fahren einfach drauf los.

Am späten Nachmittag haben wir die deutschen Alpen erreicht. Auf deutscher Seite bleiben wir eine Woche. Fahren mal hier hin und mal da hin. Erst am Samstag überqueren wir die Schweizerische Grenze. Aber auch dort blieben wir nur drei Tage, dann geht es nach Österreich. Wir wollen aber noch weiter bis Meran. Also fahren wir immer tiefer nach Österreich hinein, ohne eine Autobahn zu benutzen. Wobei Meran schon in Italien liegt.

Gerade durchfahren wir ein kleines Dorf, als wir beide gleichzeitig die Wirtschaft entdecken. Herbert lenkt das Mobil auf den Parkplatz und wir beiden steigen aus. Wir schauen uns um, dann steuern wir die Wirtschaft an. Gerade als wir die Tür öffnen wollen, geht diese auf und ein Mann stolpert rückwärts durch die Tür. Auch hören wir gleichzeitig ein mehrstimmiges lautes Lachen aus dem Wirtsraum.

Wir schauen uns um und entdecken 10 Motorräder mit auswärtigem Kennzeichen. Danach stammen alle 10 aus Hamburg. Trotzdem betrete ich als erstes den Gastraum, erst danach kommt auch Herbert in den Raum. Er will mich wieder aus der Wirtschaft ziehen, ich will jedoch hier bleiben.

Ich steuere auf einen freien Tisch zu und setze mich hin. Auch Herbert setzt sich zu mir. Jedoch weder Wirtin noch Wirt rührt sich hinter der Theke hervor. Ich stehe wieder auf und gehe zur Theke. Dort bitte ich den Wirt um zwei Speisekarten. Zitternd gibt mir der Wirt das verlangte, schaut jedoch immer wieder zu den anderen Gästen des Lokals.

Auch ich schaue nun dort hin und erkenne das mich alle Männer der Rockergang mich anstarren. Jedoch sagt bisher keiner ein Wort. Darum nehme ich die beiden Speisekarten und gehe wieder zu meinem Platz. Dort setze ich mich hin und gebe Herbert eine der Karten.

Beide fangen wir an die Karte zu studieren und haben auch fast gleichzeitig gefunden was wir essen wollen. Als von der Seite der Rocker ein Geräusch ertönt, sehe ich dort hin. Ein Mann ist von seinem Stuhl aufgestanden und will gerade hinter dem Tisch hervor kommen. Ich schaue ihn durchdringend an und der Mann stockt in seinen Bewegungen. Nach kurzer Zeit setzt er sich wieder hin. Daraufhin fangen die anderen Männer an zu lachen. Nun schaue ich jeden von ihnen einzeln an und nach und nach verstummen sie.

Der Wirt kommt nun zu uns und wir geben unsere Bestellung auf. Zunächst bringt er die Getränke und stellt diese vor uns ab. Bevor wir etwas trinken können, stehen alle Motorradfahrer an unserem Tisch. Einer schnappt sich Herberts Glas und schüttet das Getränk über unseren Tisch. Dabei sagt er: „Hoppla!“ und grinst mich frech an.

Ich schaue ihn an und im nächsten Moment bekommt er von mir eine Backpfeife. Mit der anderen Hand schnappe ich mir mein Glas und schütte ihm den Inhalt ins Gesicht. Erst sind die anderen Männer sehr erstaunt, dann fängt der erste an zu lachen und die anderen stimmen ein. Auch der Mann der den Inhalt meines Glases ab bekommen hat, stimmt in das Gelächter ein.

Dann gehen die Männer wieder zu ihrem Tisch zurück und setzen sich wieder hin. Einer der Männer ruft dem Wirt zu, das er uns noch einmal das selbe bringen soll, was wir zu trinken bestellt hatten. Sofort kommt der Wirt dem nach und er bringt uns das gewünschte. Dabei sieht er mich lange an und ich kneife ihm ein Auge zu. Da fängt er an zu lächeln und geht wieder zur Theke zurück, Dort flüstert er der Frau hinter der Theke etwas ins Ohr und diese schaut nur kurz zu uns, dann geht sie in einen hinteren Raum der Wirtschaft.

Nun kommt ein einzelner Mann an unseren Tisch und fragt höfflich ob er sich setzen darf. Herbert und ich haben nichts dagegen und der Mann setzt sich auf einen freien Platz. Dann mustert er zunächst Herbert und der schaut genauso zurück. Dann wendet der Mann seinen Blick und er fängt an mich zu mustern. Auch ich weiche seinem Blick nicht aus.

Dann kommt unser Essen und Herbert und ich fangen an zu Essen. Dabei reden Herbert und ich kein Wort und auch der Mann sagt nichts. Nur die anderen Männer rücken näher an unseren Tisch und sitzen nun rund um uns herum an Tischen. Sie haben uns richtig eingekreist.

Ich bemerke das Herbert doch etwas nervös wird, darum schaue ich ihn an und dann wieder den Mann an unserem Tisch. Ruhig esse ich weiter und der Mann wirft einen Blick zu Herbert. Doch auch dieser ist am Essen. Nun starrt mich der Mann wieder an, dann sagt er mehr zu mir als zu Herbert und mir: „ Wir haben heute einen unserer besten Freunde verloren. Darum wollen wir seinen Tod alleine feiern. Ich fordere sie darum auf, nachdem sie Aufgegessen haben, das Wirtshaus sofort zu verlassen.“ Dabei schaut er mich durchdringend an.

Ich lasse mich jedoch nicht beirren sondern frage ihn: „Wo ist denn dein Kumpel den ihr betrauert?“ Denn ich hatte schon längst bemerkt, das auch noch 9 Hunde bei den Rockern sind. Also scheint einer zu fehlen.
Er sieht mich an und zeigt dann auf eine bestimmte Stelle. Dort erkenne ich nur die Umrisse eines Hundes, da der Bereich doch sehr im dunklen liegt. Ich frage ihn wie lange der Hund schon Tod ist und erfahre das der Hund schon seit 10 Stunden nicht mehr unter ihnen weilt. Doch das kann ich mir nicht vorstellen. Denn normalerweise müsste der Hund schon riechen und mit dem Geruch den ganzen Raum füllen. Was aber nicht der Fall ist.

Ich lasse Messer und Gabel fallen, welche ich in den Händen halte und schnappe mir meine Tasche. Danach stehe ich auf und während ich zu dem Hund gehe, hole ich schon mein Stethoskop aus der Tasche. Dann bin ich bei dem Hund und knie mich sofort hin. Dann höre ich den Hund ab, der noch immer nicht riecht, wie ein Hund der vor 10 Stunden gestorben ist.

Ich bitte um absolute Ruhe und sofort verstummt das Stimmengewirr in dem Lokal. Dann höre ich den Hund wieder ab und bemerke ein sehr leises Herzgeräusch. Sofort hole ich das Herzstärkungsmittel heran und gebe dem Hund davon eine Spritze. Dann blicke ich hoch.

Ungläubig schaut mich mein Gesprächspartner an und auch seine Kollegen schauen mich alle an. Von der Theke höre ich nur die Stimme der Frau. Sie sagt nur ein Wort: „Gerda!“ Dann verlässt sie ihren Platz und kommt nach ein paar Augenblicken mit einem Stapel Decken zurück. Sie ruft nur: „Platz da!“ und schon weichen die Männer zurück.

Als die Frau bei mir ist, legt sie sofort einige Tücher um den Hund. Dann dreht sie den Hund so, das er auf den Tüchern liegt. Nachdem der Hund richtig liegt, schaut sie mich an. Ich höre inzwischen den Hund immer wieder ab und bemerke das der Herzschlag immer besser wird. Nur muss der Hund sofort in eine TK um festzustellen woran er erkrankt ist.

Das sage ich auch zu dem Mann und bemerke dabei das er Tränen in den Augen hat. Sofort sagt er zu und fragt die Frau, wo die nächste Tierklinik ist. Doch der Wirt sagt: „Ich habe schon angerufen und sie sind in ein paar Minuten da!“

Kurz darauf geht die Tür auf und ein Mann in weißem Kittel erscheint. Dicht hinter ihm kommen zwei Männer die eine Trage zwischen sich haben. Darauf liegt eine Notfalltasche und als der TA danach greift sage ich ihm: „Der Hund ist schon Notfall versorgt. Ich habe ihm ein Herzstärkungsmittel gespritzt, nun muss nur noch untersucht werden, was der Hund an seinem Herzen hat.“

Noch einige Minuten reden ich und der TA über den Hund, dann fährt er mit dem Hund davon. Auch die Rocker verlassen das Lokal und bezahlen vorher den angerichteten Schaden. Auch die Rechnung von Herbert und mir wird bezahlt. Bevor die Rocker alle weg sind, kommt noch einmal der Besitzer des Hundes zu mir. Lange hält er meine Hand ohne ein Wort zu sagen. Bevor er endgültig geht sagt er nur noch: „Danke!“ zu mir. Dann steigt er auf sein Motorrad und die ganze Gruppe fährt zum TH.

Wochen später klopft es an meiner Tür und die ganzen Rocker kommen in mein Büro. Auch ihre Tiere haben sie dabei. Besonders einer kommt immer wieder zu mir und lässt sich streicheln. Es ist der Hund dem ich geholfen habe. Lange bleibt die Gruppe im TH und besichtigt dieses auch. Auch ihre Hunde nehmen sie bei der Besichtigung mit und als sie Gruppe mit den Hunden ins Katzenhaus kommen, gibt es eine Überraschung! Denn jeder der Hunde schmust mit einer oder auch zwei Katzen. So verlassen, als die Gruppe wieder fährt, 14 Katzen unser TH.

Der Hund lebte trotz des Herzfehlers noch lange bei seinem Besitzer und als der Hund verstarb, kam die ganze Gruppe mit ihren 23 Tieren und sie suchten sich alle zusammen einen neuen Hund aus.














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Tschikitta

Tschikitta

5.910
173
Die alte Kanone

Es ist der 31. Somit Monatsende und ich muss mal wieder einen Bedarfsplan für unser TH erstellen. Das mache ich jeden Monat und ich könnte einfach eine Kopie eines anderen Monats machen. Aber das geht leider nicht. Ich habe es einmal versucht und sofort einen Rüffel vom zuständigen Bereichsleiter erhalten.

Also tippe ich jeden Monat die Bedarfsmeldung neu und reiche sie beim zuständigen Amt ein. Wie jedesmal, wird auch diesmal der Amtsleiter wieder anrufen um mich nach dem Bedarf zu befragen. Und wie jeden Monat werde ich ihm alles bestätigen, was in der Bedarfsmeldung steht. Dann wird der Bereichsleiter sagen: „Eigentlich hätten Sie ja eine Kopie einreichen können!“ Wobei wir beide über diesen Witz lachen können.

Aber so ist der Behörden Wahnsinn nun einmal! Jedesmal muss ein neuer Bedarf angemeldet werden und zwar in Urschrift. Das heißt, es muss immer neu geschrieben werden.

Also sitze ich vor meiner alten Schreibmaschine und schreibe die Anforderung wie jeden Monat neu. Das ich dafür immer eine ältere Kopie benutze und diese nur abschreibe, interessiert wohl keinen im Amt. Mir soll es nur recht sein.

Aber mein Mann Herbert hat mir schon gesagt, das irgendwann ein Computer bei mir installiert wird und dann es nicht mehr auffällt das ich nur noch eine Kopie ausdrucke. Auf dieses Gerät bin ich richtig gespannt, denn sowas ist für den nächsten Monat, genauer in 20 Tagen, angesagt. Dann wird alles besser, denn ich brauche nur noch die Meldung wählen, das Datum ändern und schon kann ich alles ausdrucken. Arbeitszeit von meiner Seite dann nur noch 5 Minuten und nicht über eine Stunde. Ehrlich gesagt, freue ich mich schon auf den Computer.

Langsam bereite ich mich auf meinen Feierabend vor und lege dazu den Bedarfsplan in den Postausgang. Morgen kommt jemand und holt die Post für das Amt ab. Dann werde ich aber nicht da sein, sondern ein verlängertes Wochenende mit Herbert haben. Ich muss einfach meine Überstunden abfeiern und das mache ich an diesem Wochenende. Das dauert allerdings bis Mittwochmorgen. Erst dann brauche ich wieder im TH sein. Aber meine Vertretung ist schon eingewiesen und ich weiß, das sie ihren Job sehr gut machen wird. Auch Herbert macht in dieser Zeit Urlaub und lässt sich Vertreten.

Für den Notfall habe ich ihr auch die Campingplätze genannt, Herbert und ich haben uns mal wieder ein Wohnmobil gemietet, die Herbert und ich ansteuern werden. Zwar nicht immer zu festen Zeiten, aber ich werde auf jeden Fall zurück rufen. Jedoch werde ich bei jedem Platz nicht Alarmiert.

Zunächst fahren Herbert und ich in die Eifel. Dort machen wir viele Besichtigungen und am Abend steuert Herbert den ersten Platz auf unserer Liste an. Gleich nachdem wir angekommen sind fragt Herbert ob ein Anruf für uns vorliegt. Doch das ist nicht der Fall und wir fahren zu unserem Platz.

Am nächsten Morgen fragt Herbert noch einmal, doch auch jetzt war für mich kein Anruf. Darum fährt Herbert unserem nächsten Ziel entgegen. Diesmal sind es die Schlösser und Burgen im Münsterland. Auch dort besichtigen wir viele Gebäude und als es Abend wird, steuert Herbert wieder einen Campingplatz an. Auch bei diesem ist bisher kein Anruf aus unserem TH ein gegangen. Da auf dem Platz auch eine Telefonzelle ist, rufe ich von dort in unserem TH an. Nachdem sich meine Vertretung gemeldet hat, erfahre ich, das es nichts gibt weswegen ich informiert werden muss. Ich bin zufrieden und nach einigen Minuten hänge ich den Hörer wieder auf.

Am nächsten Tag bin ich irgendwie ganz nervös. Darum hält Herbert schon in der nächsten Stadt an und ich rufe im TH an. Doch dort ist alles im grünen Bereich. Nachdem ich wieder im Mobil sitze, bleibt meine Nervosität. Sie wird auch nicht besser als wir das nächste Schloss besichtigen. Erst als wir uns dem nächsten Ziel nähern wird meine Nervosität von einem starken Zittern abgelöst.

Wir kommen gerade an einem Hinweisschild für eine Burgruine vorbei als mein Zittern so stark wird, das ich Herbert bitte an zu halten. Auch mein Zittern ist in diesem Moment vorbei. Darum steige ich aus dem Mobil aus und sofort fängt mein Zittern wieder an.

Da das Hinweisschild etwa hundert Meter hinter uns ist und nach rechts zeigt, gehe ich einfach in den Wald vor mir. Ich höre wie Herbert das Mobil verlässt und mir folgt. Ich gehe immer weiter in die Richtung wo die Ruine sein muss.

Nachdem ich um einen Busch bin, sehe ich die Burg aber ich sehe auch ein Ringförmiges etwas vor mir. Es scheint sich um ein Gemäuer zu handeln welches vor der Ruine errichtet worden ist. Davor sehe ich einige Katzen sich um einen bestimmten Teil des Gemäuers scharren. Darauf steuere ich zu.

Obwohl die Katzen mich bemerken, machen sie keine Anstalt dazu weg zu laufen. Ganz im Gegenteil! Je näher ich komme umso lauter wird ihr Miauen. Auch weichen sie nicht vor mir zurück, obwohl ich bemerke, das sie am liebsten weg wollen.


Dann stehe ich vor dem Gemäuer. Über mir befindet sich ein Mauerdurchbruch. Leider bin ich zu klein um dort hinein zu schauen. Aber Herbert hat die richtige Größe. Mit seinen 1,80m muss er sich nur etwas auf die Zehnspitzen stellen und er kann in die Öffnung sehen. Sofort greift er in die Öffnung und holt eine Katze aus der Öffnung. Dabei sagt er: „ Hinter dem Loch steht eine alte Kanone. Irgendetwas muss die Katze haben, das sie nicht mehr zurück konnte. Schau mal nach!“

Als er sich umdreht hat er eben diese Katze auf dem Arm. Diese ist derbe am Zittern, darum setzt Herbert sie auf dem Boden ab. Sofort läuft die Katze davon, bleibt jedoch nach einigen Metern stehen als sie meine Stimme hört. Denn sofort als Herbert die Katze auf den Boden lässt, fange ich an zu reden. Denn hier scheint es sich um eine Kolonie Streuner zu handeln. Obwohl sie auch Menschen kennen.


Langsam näher ich mich der Katze und sehe schon als ich auf sie zugehe, ihre Augen. Der Mittelpunkt der Augen ist Kreisrund, bei all den anderen Katzen ist er oval. Sofort weiß ich, das die Katze etwas an den Augen hat. Darum hole ich langsam meine kleine Taschenlampe aus meiner Tasche. Aber ich bin noch etwa fünf Meter von der Katze entfernt.

Auf einmal höre ich Stimmen auf uns zu kommen und ich schaue nur Herbert an. Dieser geht sofort in Richtung der Stimmen und nach einem kurzen Moment tritt Ruhe ein. Dann kommt Herbert wieder in mein Sichtfeld. Neben ihm gehen zwei junge Mädchen, die jeder einen Behälter bei sich tragen. Bei uns im TH werden solche Behälter benutzt um Futter für die Streuner enthält.

Die beiden sagen keinen Ton, obwohl die Streuner um uns herum sehr nervös werden. Darum sage ich zu ihnen, das sie ruhig die Streuner mit Futter versorgen können. Als sie anfangen erkenne ich, das nur Trockenfutter an die Katzen verteilt wird. Doch ich sage nichts, als ich bemerke das sich die Streuner förmlich auf das Futter stürzen.

Auch die Katze vor mir, geht zu einem der Näpfe und eine alte Katze lässt sie auch bei sich mit futtern. Doch ich bemerke immer mehr, das diese Katze nichts mehr sehen kann. Denn wenn ein Brocken des Futters neben den Napf fällt, dauert es einige Zeit, bis dieses Teil gefunden wird.

Nachdem alle Katzen gefuttert haben, kommt die eine Katze wieder zu mir. Zwar muss sie den genauen Weg suchen, aber nach einiger Zeit hat sie es geschafft und sie ist laut am Schnurren als sie mich erreicht hat.

Ich nehme die Katze einfach auf den Arm und das wird mit einem noch lauteren Schnurren beantwortet. Dann wende ich mich an die beiden jungen Leute die anscheinend von einem TH stammen. Sie erzählen mir, das gestern als sie zum letzten Mal da waren, die Katze noch vollkommen in Ordnung war. Mich beschleicht ein schlimmer Verdacht als ich das höre, darum entschließe ich mich dazu, den beiden zu ihrem TH zu folgen.

Noch immer habe ich die Katze auf dem Arm und nun folge ich den beiden zu ihrem TH. Das es zu dem TH zwei Kilometer sind stört mich überhaupt nicht. Während der ganzen Zeit habe ich die Katze auf meinen Armen. In der ganzen Zeit ist die Katze am Schnurren.

Als wir da TH betreten fällt mir sofort die Stille auf die in dem TH ist. Jedoch sage ich zunächst nichts, und folge der Mitarbeiterin die uns seit dem Katzenplatz leitet. Sie betritt ein Gebäude und dort erwartet uns der TH-Leiter.

Sofort sagt er, das die Katze in einen besonderen Raum gebracht werden soll. Ich frage die Frau die uns bisher begleitet hat, was das für ein Raum ist. Darauf sagt sie mir das es der Raum ist, in dem alle Tiere gesammelt werden, die demnächst getötet werden.

Sofort gehe ich zu dem Raum, noch immer habe ich die Katze auf dem Arm, und öffne die entsprechende Tür. Als ich die Tür geöffnet habe, pralle ich zurück. Dort befinden sich zwölf Tiere in Käfigen, aber auch ein Metalltisch in der Mitte des Raumes. Dort lege ich die Katze ab, sage aber zu ihr: „Ich komme sofort wieder, meine Kleine. Aber ich muss zunächst einige andere Tiere untersuchen. Um diese scheint es sehr schlimm zu stehen, denn sie sollen alle eingeschläfert werden!“

Während ich die anderen Tiere untersuche, betritt eine etwas ältere Frau den Raum. Sofort will sie mich hindern die Tiere zu untersuchen. Doch ich stoße sie nur von mir und Herbert fängt an mit ihr zu reden. Dabei sagt er: „ Das ist die Leiterin des TH in Yyyyy! Wenn sie nicht sofort aufhören sie zu hindern die Tiere zu untersuchen, wird sie den Tierschutz anrufen und es wird keine 10 Minuten dauern bis jemand hier ist und das TH übernehmen wird! Also geben sie sofort Ruhe!“

Nach dieser Ansage ist die Frau ruhig. Sie sagt keinen Ton mehr und wird richtig klein. Keines der zwölf Tiere braucht eingeschläfert werden sondern nur richtig behandelt werden. Das sage ich laut und Herbert fragt nach dem zuständigen TA. Doch es gibt keinen, wie mir eine Mitarbeiterin erklärt.

Nun werde ich richtig sauer und werde sehr laut. Dabei frage ich die TH-Leiterin warum es keinen TA gibt. Sie antwortet mir, das es nicht nötig ist, da sie ausgebildete Tierpflegerin ist. Nachdem sie das gesagt hat, greife ich sofort zum Telefon, welches in dem Raum ist. Doch es ertönt nur das Signal für den inneren Bereich des TH. Darum lege ich sofort auf, hebe wieder ab und wähle die Null vor allen anderen Zahlen.

Natürlich habe ich dann das öffentliche Netz zur Verfügung und ich Wähle die Nummer des Tierschutzvereines. Als sich am anderen Ende jemand meldet, verlange ich sofort den Leiter des Vereines zu sprechen. Noch zweimal muss ich meine Namen nenne, dann habe ich den Leiter erreicht. Nur kurz schildere ich mein Problem, dann verlangt er die TH- Leiterin zu sprechen.

Diese steht die ganze Zeit neben mir und hat ihren Mund weit auf gerissen. Erst als ich ihr den Hörer reiche, findet sie ihre Sprache wieder und sie nimmt das Gespräch entgegen. Aber sie sagt außer ihrem Namen kein Wort, sondern nur mehrmals „Ja“, dann reicht sie mir den Hörer zurück. Ich rede noch etwas mit dem Tierschutz Leiter. Dann lege ich auf und wende mich an die Leiterin.

Ich informiere sie darüber, das sofort ein TA gesucht werden muss der die Untersuchungen durchführt. Aber sie hat schon eine TA Namen und sagt mir diesen auch. Sofort frage ich nach der Nummer und nachdem ich diese erfahren habe, wähle ich die Nummer. Kurz rede ich mit dem TA und er sagt sein kommen zu.

Es dauert nur 10 Minuten und der TA ist da. Er bestätigt mein Vermuten und sofort wende ich mich an die TH-Leiterin. Jedoch bevor ich etwas sagen kann, sagt sie zu mir: „Ich trete sofort als TH-Leiterin zurück. Ich habe den Job auch nur angenommen weil kein anderen es wollte. Darum will ich ab sofort nur noch Mitarbeiterin des TH sein und schlage darum Kerstin als neue Leiterin vor!“

Ich frage nur wer Kerstin ist und es meldet sich die Mitarbeiterin die ich schon kenne. Es ist die Person die mich schon seit dem Streunerplatz begleitet hat. Nur kurz schaue ich sie an, dann wende ich mich wieder an die TH-Leiterin und frage sie ob es ihr Ernst ist, was sie gesagt hat. Doch noch einmal bestätigt sie ihre Aussage.

Noch über eine Stunde rede ich mit den beiden, dann verlassen Herbert und ich das TH. Die Katze wurde vom TA und mir untersucht und beide vermuteten das die Katze blind ist. Gleich am nächsten Tag wurde sie in einer TK untersucht und es wurde eine Blindheit festgestellt. Trotzdem wurde die blinde Katze nach nur drei Wochen vermittelt, obwohl sie ein Streuner war. Aber sie merke schnell, das nun der Mensch helfen muss. Noch oft musste ich bei den Problemen des TH helfen, aber die alte TH-Leiterin stellte ihr ganzes wissen zur Verfügung und so lief alles in dem TH richtig.

Herbert und ich sind nach dem Besuch des TH weiter, doch dafür bedarf es einer neuen Geschichte.
 
catsong

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Ich bin gerade hier auf diesen thread gestossen, und habe ganz am Anfang die Geschichte von "Kater 6 Mal vermittelt" (schon einige Jahre zurück liegend) durchgelesen, und bin ganz gerührt.

Nun werde ich hier immer wieder mal reinschauen, und lesen :lol:

LG
 
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Tschikitta

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Die alte Kanone II

Gleich nach dem wir das TH verlassen haben sind wir zurück zur Hauptstraße. Dort ist Herbert nach links abgebogen, aber schon nach ein paar hundert Metern haben wir ein Hinweisschild gesehen für eine Ruine. Herbert ist in die Straße gefahren und hat bei einem Hinweisschild angehalten. Wir brauchten noch nicht einmal aus dem Mobil aus zu steigen um das Schild zu lesen.

Dort stand, das von der Burg selbst nichts mehr vorhanden ist sondern nur noch eine Kirche dort steht. Herbert und ich verzichteten auf die Besichtigung und fuhren weiter. An der nächsten Kreuzung ist Herbert wieder nach links abgebogen. In der nächsten Ortschaft ist er dann nach rechts ab gebogen.

An einer Kreuzung, an diesem Stand das Hinweisschild „Fahrtrichtung“ ist er einfach geradeaus gefahren. Nach einigen hundert Metern ging es über eine Brücke und kurz darauf gibt es ein Hinweisschild zu einer Klinik und zur anderen Seite zu einem Restaurant. Herbert fährt weiter und steht kurz darauf vor einem geschlossenen Schlagbaum. Daran befindet sich ein Schild das auf ein Übungsgelände der Bundeswehr hinweist.

Herbert fährt in einen Weg und dreht dann. Er fährt bis zu dem Hinweisschild, Fahrtrichtung“ zurück und folgt nun den Schildern. An einer Straße die auch eine Ausfahrt hat, muss er anhalten weil 10 Panzer unseren Weg queren. Als diese unsere Straße überquert haben und der Weg wieder frei ist, gibt Herbert wieder Gas. Er folgt dem Straßenverlauf und wir kommen an einem Friedhof vorbei der sehr groß sein muss. Denn im Abstand von mehreren hundert Metern befindet sich jeweils ein Parkplatz.

Doch Herbert fährt weiter bis zur nächsten Stadt. Dort hält er bei nächster Gelegenheit an und schaut sich nach einem Stellplatz für unser Mobil um. Dazu benutzt er einen Atlas in dem mehr als 2500 Stellplätze in Europa aufgeführt sind. Schnell hat er gefunden was er sucht und sagt zu mir: „Hier gibt es einen Platz fast mitten in der Stadt. Ich glaube dort werden wir hinfahren. Was meinst DU?“

Dazu reicht er mir den Atlas und nachdem ich die Beschreibung gelesen habe, bin ich ein verstanden. Darum fährt Herbert weiter und nach einigen Minuten hat er den Platz erreicht. Wir sind wohl die einzigen die auf dem Platz sind. Trotzdem stellt Herbert sich auf den ersten Platz der angezeichnet ist. Dann steigen wir beide aus und schauen uns erst einmal um. Ein Hinweisschild gibt es auf dem die Preise beschrieben sind für das übernachten.

Unser Platz kostet nichts, nur wenn wir Strom und frisch Wasser wollen, ist ein Obolus fällig. Trotzdem schließt Herbert unser Mobil an Strom an. Wasser brauchen wir heute noch nicht, sondern das werden wir erst morgen früh nachfüllen.

Am nächsten Morgen geht Herbert, nachdem er geduscht und sich angezogen hat, zu einer Bäckerei die nicht weit entfernt ist. In dieser Zeit gehe ich schnell unter die Dusche und ziehe mich an. Dann schalte ich die Kaffeemaschine an, die wir schon am Abend vorher fertig gemacht haben. Während nun der Kaffee durchläuft kommt Herbert wieder zurück. Er ist auch noch zu einem nahen Fleischer gegangen und hat dort frische Ware fürs Frühstück geholt.

Nach dem Frühstück tankt Herbert frisches Wasser nach und entleert den Abwasser Behälter. Anschließend gehen wir noch etwas in die Stadt, besuchen dort das Museum und gegen Mittag fahren wir wieder weiter. Wir wollen langsam wieder zurück nach Hause fahren, da wir das Mobil morgen Nachmittag wieder abgeben müssen. Jedoch will Herbert noch eine Burganlage besichtigen. Er hat beim Bäcker von dieser Anlage erfahren. Zwar ist von der Burg nicht mehr viel übrig und der Rest der Gebäude kann auch nicht besichtigt werden. Trotzdem will Herbert dort hin.

Nachdem wir eine kleine Ortschaft durchquert haben, dauert es nicht mehr lange und Herbert biegt nach links in eine andere Straße ab. Dort steht ein Hinweisschild, jedoch ohne Entfernungsangabe. Als wir über eine Brücke kommen, sehen wir das Anwesen. Aber Herbert und ich sehen auch noch was anderes.

Mitten auf dem Weg liegt ein Hund der sein Maul weit aufgerissen hat. Immer wieder versucht er auf zu stehen, aber er fällt immer wieder um. Herbert tritt voll auf die Bremse und der Wagen kommt wenige Meter vor dem Hund zum Stehen.

Sofort springe ich aus dem Wagen und laufe die restlichen Meter zu dem Hund. Als ich bei ihm bin, versucht er gerade wieder auf zu stehen. Ich lege ihm darum eine Hand auf seinen Kopf und der Hund versucht nicht mehr auf zu stehen. Jedoch hat er noch immer sein Maul weit aufgerissen. Auch ist er fürchterlich am sabbern.

Sofort kommt mir ein Verdacht aber ich muss erst nachsehen ob dieser auch zu trifft. Herbert der neben mir steht, reicht mir meine Tasche und ich höre den Hund zunächst ab. Das Atemgeräusch hört sich völlig unnormal an. Es ist ein lautes Rasseln zu hören. Es ist erheblich lauter wie bei einer Lungenentzündung. Daher muss es was anderes sein.

Ich hole meine Taschenlampe hervor und bitte Herbert das Maul des Hundes ganz weit zu öffnen. Doch nun wehrt sich der Hund. Da gerade ein Mann aus Richtung der Gebäude kommt, bitte ich ihn um Hilfe. Sofort kniet er sich zu uns und sagt dabei, das es sein Hund ist. Doch das interessiert mich zunächst nicht. Ich erkläre dem Mann wie er den Hund fest halten muss, dann leuchte ich in den Schlund des Hundes. Ganz weit in der Speiseröhre sehe ich etwas stecken.

Ich hole meine Pinzette aus meiner Tasche und versuche den Gegenstand damit zu erreichen. Doch das ist nicht möglich weil sie einfach zu kurz dafür ist. Daraufhin sagt der Mann zu mir: „Ich habe eine 30cm lange Pinzette in meinem Büro. Soll ich die holen?“ Sofort stimme ich zu und der Mann rennt zu den Gebäuden.

Während er weg ist, hole ich schon mal das Desinfektionsmittel hervor. Denn die Pinzette muss ich zumindest behandeln. Aber ich rede schon mit Herbert darüber, das der Hund sofort in eine TK muss. Natürlich wissen wir beide nicht wo eine ist aber ich werde den Mann fragen.

Als er zurückkommt, reicht er mir die Pinzette und während ich diese desinfiziere frage ich ihn nach einer TK. Nur 15 Kilometer ist eine entfernt und er sagt: „Meine Frau ruft schon dort an und macht einen Notfalltermin aus.“

Beide Männer nehmen daraufhin wieder ihre Stellungen ein und ich greife wieder zur Taschenlampe. Noch einmal leuchte ich in den Rachen des Tieres und führe dann die Pinzette ein. Vorsichtig greife ich nach dem Gegenstand im Hals und versuche ihn zu entfernen. Doch der Gegenstand sitzt so fest, das ich ihn nicht entfernen kann.

Daraufhin sagt der Mann dem der Hund gehört: „Ich hole sofort meinen Wagen. Wenn Sie eben noch warten können?“ Damit springt er auf und rennt zu den Gebäuden. Am Tor, welches um sein Grundstück ist, bleibt er stehen und öffnet dieses. Dann rennt er weiter und ich sehe eine Frau im Hauseingang. Diese ruft etwas und der Mann hebt nur einen Arm. Dann öffnet er seine Garage und kommt kurz darauf mit seinem PKW aus dieser.

Als er mit seinem Wagen bei uns ist, ist auch seine Frau da. Zu der sagt er: „Rufe im Betrieb an, das ich später komme. Die Besprechung soll erst am Nachmittag stattfinden. Aber das hier geht vor!“ Während er das zu seiner Frau sagt, öffnet er schon eine der hinteren Türen seines Wagens und zusammen legen wir den Hund auf den Rücksitz. Auch ich steige ungefragt ein und setze mich zu dem Hund.

Wortlos schließt er die Tür, redet noch kurz mit Herbert. Nachdem er eingestiegen ist gibt er sofort Gas. Er sagt zu mir, das Herbert mit unserem Mobil nachkommt. Obwohl die Ampel an einem Bahnübergang „Rot“ zeigt, fährt er weiter. Mit weit über 100km/h fegt er über die Straße. Nach 7 Minuten kommen wir wieder an eine Ampel. Da wir links abbiegen müssen, sollten wir einfach halten. Doch der Mann fährt bei Rotlicht über die Kreuzung und biegt links ab. Nach wenigen hundert Metern biegt er dann rechts ab und hält kurz darauf vor einem zweistöckigen Haus.

Während er in das Haus rennt, steige ich aus dem Wagen aus. Bevor ich etwas für den Hund tun kann, stehen zwei Mitarbeiter der Klinik neben mir. Vorsichtig holen sie den Hund aus dem Wagen und legen ihn auf eine Rolltrage. Dann schieben sie den Hund in die Klinik und ich laufe hinter her.

Der Mann verschließt den Wagen, dann folgt er uns. Gemeinsam betreten wir alle einen Behandlungsraum, wo schon eine Frau auf uns wartet. Es ist die TÄ, wie sie uns sagt. Auch sie schaut in den Rachen des Hundes. Dann sagt sie zu uns: „Da kann ich nichts machen! Ich werde Dr.cccccc dazu holen.“

Als sie zum Hörer greifen will sage ich zu ihr was sie machen muss. Ungläubig sieht sie mich an und fragt dann ob ich auch TÄ bin. Das verneine ich, weise aber darauf hin, das ich operieren darf. Da sagt sie zu mir: „Dann müssten Sie einer der wenigen sein die das dürfen. Wie heißen Sie?“ Als ich meinen Namen nenne, geht alles sehr schnell. Der Hund bekommt eine Narkose, der Besitzer des Hundes wird aus dem Raum gebracht, dann beginnen die TÄ und ich mit der OP.

Dazu wird etwas von seinem Fell am Hals entfernt und anschließend durch einen kleinen Schnitt im Hals und der Speiseröhre der fremde Gegenstand entfernt. Da die OP nur durch einen sehr kleinen Schnitt erfolgt, braucht kein großartiger Verband angelegt werden. Ein großes Pflaster reicht in diesem Fall.

Kaum sind wir mit der Versorgung des Hundes fertig als eine weitere Tür in dem Raum sich öffnet. Herein kommt der TA Dr. cccccc. Erstaunt bleibt er in der geöffneten Tür stehen als er den frisch operierten Hund sieht. Dann sagt er: „Ich dachte Du kannst die OP nicht! Und jetzt ist sie gemacht. Erzähl mir doch mal, was Du gemacht hast!“

Die TÄ schaut mich an, doch ich schüttele nur mit dem Kopf. Die TÄ versteht mich sofort und sie schildert anschließend den Verlauf der OP. Erst ganz zum Schluss sagt sie, das aber eine Tier Chirurgin alle Arbeiten überwacht hat.

Nun ist Dr. ccccc beruhigt und er geht wieder davon. Die TÄ schaut mich an und wir müssen beide lachen. Dann holt sie den Besitzer des Hundes wieder in den Raum und erklärt auch ihm die OP. Ich bleibe noch etwas in der TK und als Herbert dazu kommt, dauert es auch nicht mehr lange bis wir fahren.

Drei Tage später klingelte mein Telefon. Es ist die TÄ aus der TK-Klinik. Sie erzählt mir, das ihr Kollege erst heute Morgen zu ihr gesagt hat das keiner die OP durchgeführt hat. Er hat alle in der Klinik gefragt. Er wollte noch wissen wer denn nun bei der OP dabei war. Als die TÄ meinen Namen sagte, war der TA sehr erstaunt und fragte wann ich denn da war. Sie antwortete: „Sie stand neben mir, als Du den Hund untersucht hast!“ Mit großen Augen hat der TA geschaut, dann ist er Kopfschüttelnd aus dem Raum.

Der Hund wurde wieder vollkommen gesund und schon bald erhielten Herbert und ich eine Einladung zu dem Mann. Drei Wochen später sind wir beide da gewesen. Noch einmal bedankte sich der Mann, aber auch die Frau, sich bei uns. Dann durften wir die restlichen Gebäude der alten Burg besichtigen. Auch erzählte er uns die Geschichte der Burg, betonte aber noch einmal, das eine Besichtigung der Gebäude von innen nicht möglich ist, da alles sich in seinem Besitz befindet und somit privat ist.
 
Tschikitta

Tschikitta

5.910
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Freitag der 13te

Heute ist Freitag der 13te! Zum Glück bin ich nicht Aber gläubig, ganz im Gegenteil zu meinen Eltern. Mein Vater hat extra für heute frei genommen. Meine Mutter traut sich nicht aus dem Bett raus, nur ich bin wie jeden Tag mit dem Rad zum TH gefahren, obwohl meine Mutter mich flehentlich darum gebeten hat, an diesem Tag mit dem Bus zu fahren.

Kurz vor der Kreuzung, an der es zum TH geht, steht der Bus mit eingeschalteter Warnblinkanlage. Ich denke mir als ich das sehe: Freitag der 13te. Aber ich radle weiter und biege in die Straße zum TH ein. Kurz darauf habe ich dieses erreicht und begebe mich an meine Arbeit.

Heute muss ich die Zimmer für die Katzen und Hunde reinigen. Dazu gehören auch wie jeden Tag die Toiletten der Katzen. Diese wasche ich wie immer unter fließendem Wasser aus und nachdem sie Trocken sind, kommen sie in das Lager. Zuvor habe ich etliche Toiletten aus dem Lager genommen, mit Streu gefüllt und in den Räumen verteilt. Jede Katze hat ein Klo aber es stehen auch noch 10 zusätzliche Klos in den Räumen.

Natürlich werden nur die Klos gereinigt, die auch benutzt wurden. Denn die meisten Katzen erledigen ihr Geschäft im Freigehege. Dieses Gehege ist über 500m2 groß und am Rand befindet sich ein etwa ein Meter breiter Streifen der aus lockerem Sand besteht. Auch diesen werde ich im Anschluss von den Hinterlassenschaften der Katzen reinigen.


Bei den Hunden gibt es keine großen Suchaktionen. Denn die Hinterlassenschaften der Hunde sind immer sichtbar. Hier reicht es, eine große Schaufel dabei zu haben. Alle Hinterlassenschaften, ob von Katze oder Hund, kommen in einen großen Behälter und immer am Samstag kommt ein Bauer und holt diese ab. Er sagt dazu nur: „Das ist guter Dünger!“

Zum Feierabend ist alle Arbeit erledigt. Zusätzlich ist auch noch das Futter für die Streuner und für die TH Belegschaft fertig. Alle Näpfe für die Tiere sind gefüllt und stehen zur Abholung bereit. Bei einem kurzen Telefongespräch teile ich dieses der TH Leiterin mit. Sie sagt aber nur: „Großartig Gerda! Aber was anderes habe ich von Dir nicht erwartet! Noch ein schönes verlängertes Wochenende für dich und deinem Freund.“

Gleich nach Feierabend fahre ich nach Hause. Dort warten nicht nur meine Eltern, sondern auch Herbert mein Freund. Nur kurz mache ich mich frisch, dann sitze ich auch schon neben meinem Freund im Wohnmobil. Dieses hat zwei getrennte Schlafzimmer und so hoffen meine Eltern, das wir auch immer diese nutzen. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Denn Herbert und ich werden nur ein Schlafzimmer des Mobil nutzen.

Und so machen wir uns auf die Fahrt. Diese geht über drei Tage, dann ist leider das lange Wochenende wieder vorbei. Herbert und ich wollen einfach nur zur Nordsee. Diese ist auch nicht weit von unserem Wohnort entfernt, so das wir gegen 21.45 Uhr unseren ersten Stellplatz erreichen.

Nachdem wir am nächsten Morgen Gefrühstückt haben, fahren wir weiter. Jetzt haben wir immer die Nordsee im Blick. Ich schaue durch ein Fernglas und beobachte das Wattenmeer. Auf einmal meine ich etwas zu sehen und suche noch einmal an der Stelle die ich zuvor gesehen habe. Doch erkennen kann ich nichts.

Trotzdem beobachte ich die Stelle weiter. Als es eine leichte Steigung hinauf geht, kann ich wieder genau die Stelle sehen. Sofort sage ich „Stopp“ zu Herbert, der der antwortet nur, das er hier nicht anhalten kann. Doch ich sage noch einmal „Stopp“ zu Herbert und er fährt an den Rand der Fahrbahn. Gleichzeitig schaltet er die Warnblinkanlage an.

Nachdem Herbert das Mobil zum stehen gebracht hat, schaue ich noch einmal genauer durch mein Fernglas. Nun kann ich genauer erkennen, was mich dort im Wattenmeer dazu verleitet hat, genau an dieser Stelle an zu halten. Doch noch immer ist es nicht klar für mich, was es ist. Es könnte ein Seehund sein, von der in dieser Gegend sehr viele gibt. Aber auch etwas anderes.

Ich steige aus dem Wohnmobil und schaue noch einmal nach dem Gegenstand. Jetzt bestätigt sich, das es ein Hund ist, der dort nicht mehr weg kann. Sofort bin ich wieder im Mobil, schnappe mir meine Tasche und verlasse das Mobil wieder. Herbert ruft hinter mir her, was los ist und ich antworte ihm, das dort ein Hund liegt, der nicht mehr weg kann.

Dann renne ich in die Richtung in der ich den Hund gesehen habe. Das der Weg so weit ist, habe ich mir nicht gedacht, denn nach 15 Minuten habe ich noch immer nicht den Hund erreicht. Ob ich auch noch in die richtige Richtung laufe, weiß ich auch nicht, da ich kurz nachdem ich den Wagen verlassen habe, den Hund nicht mehr gesehen habe.

Aber unser mobil sehe ich noch. Dort steht Herbert und schaut ebenfalls durch ein Fernglas. Immer wenn ich mich nach ihm umsehe, gibt er mir Handzeichen. Nur durch mein Fernglas kann ich Herbert und seine Zeichen noch sehen.

Er weist mich genau ein und nach fünf weiteren Minuten höre ich den Hund. Dieser ist laut am jaulen und erst nachdem ich ihn rufe, hört er auf zu jaulen und ein freudiges Gebell ertönt. Jedoch wird dieses Gebell sofort von den jaul Geräuschen abgelöst.

Dann habe ich den Hund erreicht und sehe, das er schon im Wasser liegt. Nur sein Kopf schaut noch aus dem Wasser hervor. Sofort bin ich bei ihm und nehme ihn auf meine Arme. Dann wende ich mich sofort wieder dem Ufer zu. Ganz in der Ferne kann ich unser Wohnmobil erkennen und darauf laufe ich zu.

das Wasser immer höher wird, laufe ich weiter. Schon bald umspült es meine Hüfte und die Vorwärtsbewegung wird immer schwerer. Schließlich habe ich auch noch den Hund auf meinem Arm. Zwar ist es ein großer Hund, aber dafür sehr schwer. Ich vermute das er etwa 20 Kilo wiegt.

darauf taucht Herbert neben mir auf und nimmt mir sofort den Hund ab. Nun geht es schneller voran und nach einigen Minuten werden nur noch meine Beine von den Wellen der Nordsee umspült. Aber es dauert noch einige Minuten bis wir das Wasser verlassen können.

Am Ufer angelangt, legt Herbert den Hund auf den Boden. Sofort hole ich mein Stethoskop hervor und höre den Hund ab. Der Hund hat zwar einen erhöhten Herzschlag, aber ich vermute das es durch die überstandene Situation normal ist.

Danach taste ich den Hund ab und stelle nun fest, das der Hund einen Hüftbruch hat. Sofort stabilisiere ich den Bruch, indem ich diesen verbinde. Dieses erfolgt damit, das ich einen sehr strammen Verband bei dem Hund anlege.

Da unser Mobil noch immer auf der Straße steht und somit ein Hindernis ist, erscheint auch während ich den Hund versorge die Polizei. Zwei Beamte steigen aus und nachdem sie in unser Mobil gesehen haben, kommen sie zu uns. Sie sprechen sofort Herbert an und nachdem sie alles erfahren haben, treten sie etwas zurück.

Erst als ich fertig bin, schlagen sie vor, sofort vor eine TK an zu fahren. Ich stimme diesem zu und kurz darauf fährt der Polizeiwagen mit vollem Konzert vor dem Mobil von Herbert und mir her. Wir haben den verletzten Hund in unserem Mobil.


Als wir bei der TK ankommen geht alles sehr schnell. Der Hund kommt sofort unter ein Röntgengerät und es werden einige Aufnahmen gemacht. Dabei wird der Bruch der Hüfte festgestellt. Aber das habe ich auch schon bemerkt. Nach dem korrektem richten des Bruches, kommt der Hund auf die Intensivstation und Herbert und ich verlassen wieder die TK.
Nach unserem Kurzurlaub habe ich mehrmals in der TK angerufen. Dem Hund ging es immer besser und nach nur vier Wochen Aufenthalt in der TK bekommt der Hund neue Besitzer. Es ist einer der Polizeibeamten der den Hund zu sich nimmt.
 
Tschikitta

Tschikitta

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Billi und Jane

Wieder einmal sitze ich bei meiner Büroarbeit. Oh, wie diese Tätigkeit gefressen habe. Aber leider muss sie gemacht werden. Als ich einmal aus dem Fenster sehe, fährt Annemarie gerade mit unserem Fahrrad an meinem Büro vorbei. Das ist ein altes Postfahrrad mit großen Gepäckträgern vorne und hinten an dem Fahrrad.

Auf dem vorderen Gepäckträger hat Annemarie einige Behälter stehen in dem sich das Futter für unsere Streuner befindet. Hinten ist ein großes Bündel Stroh befestigt. Damit fährt sie zu der Streunerkolonie die sich etwa 500 Meter vom TH entfernt befindet.

Doch nach nur 10 Minuten ist sie wieder da. Ganz aufgeregt kommt sie zu meinem Büro. Als sie die Tür öffnet sagt sie: „Gerda komm schnell! Da ist eine Katze in der Kolonie die sich nur auf ihren Vorderbeinen bewegt.“
Sofort greife ich zu meiner Tasche und nachdem ich das Gebäude verlassen habe, schwinge ich mich sofort auf mein Rad. Heftig trete ich in die Pedalen so das mir Annemarie nicht folgen kann. Nach nur wenigen Minuten bin ich bei der Kolonie, jedoch kann ich keine Katze entdecken die sich irgendwie anders verhält wie die anderen Katzen.

Als Annemarie bei mir auftaucht sagt sie: „Ich bin doch nicht blind! Aber gerade war hier noch eine Katze die sich nur mit ihren Vorderbeinen bewegt hat.“ Dabei zeigt sie auf einen bestimmten Fleck. Dort konnte man sehr schwach sehen, das sich irgendetwas über den Boden geschleppt hat. Doch an einem bestimmten Punkt hört diese Spur auf. Nichts ist mehr zu erkennen auf dem Boden.

In einem weiten Kreis suchen wir den Ort ab, können jedoch keine weiteren Spuren erkennen. Während nun Annemarie die Streuner versorgt suche ich noch einmal den Bereich ab. Doch nirgends ist eine Katze zu sehen die irgendwie verletzt ist.

Während ich suche meine ich auf einmal eine Bewegung in einem Gebüsch zu bemerken. Als ich genauer hinsehe bemerke ich einen sehr großen Hund der sich versteckt. Sofort gehe ich wieder zu Annemarie und unterrichte sie über die Beobachtung die ich gemacht habe.

Vollkommen ruhig verteilen wir das letzte Futter, dann ziehen wir uns an den Rand des Bereiches der Katzen zurück. Dort verstecken wir uns hinter einen dichten Busch und beobachten die Tiere, aber ins besonders den Hund.

Dieser tritt nach ein paar Minuten vorsichtig aus seinem Busch. Dabei hat er seinen Schweif zwischen den Hinterpfoten geklemmt und geht jaulend auf die Katzen zu. Eine besonders große Katze wendet sich sofort dem Hund zu und fängt an zu knurren und zu fauchen. Obwohl der Hund wohl fünf Mal so groß ist wie die Katze, legt er sich auf den Boden und ist am jaulen.

Die große Katze sieht den Hund an, dann geht sie vorsichtig zu dem Hund. So wie ich es sehe ist die Katze sehr angespannt. Dann hat sie den Hund erreicht und schnuppert an diesem. Dann stößt sie ihn mit der Nase an und beide gehen zum Napf der Katze. Nachdem der Hund einen Happen genommen hat, geht er zu der Katze und stößt diese mit seiner Schnauze an. Dann geht er davon.

Annemarie und ich sehen uns an, dann laufen wir um das Lager herum. Leider ist er auf der gegenüberliegenden Seite zwischen den Büschen und Bäumen verschwunden. Obwohl hier der Wald sehr licht ist, können wir nichts von dem Hund sehen.

Darum beschließen wir beide, morgen wieder hier zu sein. Doch der Hund tauchte leider in den nächsten zwei Jahren nicht mehr auf. Auch von der verletzten Katze hörten wir in der Zeit nichts.

Wieder einmal macht Annemarie das Futter für die Streuner fertig und lädt es auf das Fahrrad. Dann radelt sie wieder zur Streuner Kolonie. Auch kann ich erkennen das sie ein Funkgerät mit hat. Diese Geräte haben wir seit etwa einem Jahr. Die Reichweite ist zwar nicht berauschend aber bis zur Kolonie reicht es immer.

Als Annemaries Stimme aus dem Gerät in meinem Büro ertönt, bin ich sofort Empfangsbereit. Auf ihren Ruf melde ich mich und sie bittet darum sofort zum Lager zu kommen. Auch soll ich meine Tasche mitbringen.
Sofort verlasse ich mein Büro, nachdem ich Bernd gerufen habe und diesem mitgeteilt habe, das ein Notruf von Annemarie erfolgt ist. Ich weiß das Bernd jetzt nur noch am Funkgerät immer empfangsbereit ist, denn er und Annemarie sind ein Paar. Jedoch weiß er auch, das solch ein Notruf wie von Annemarie, nur Tiere betreffen kann. Darum bleibt er auch sehr ruhig.

Ich schwinge mich auf mein Rad und erkenne das Gerhard, ein weiterer Mitarbeiter den Notfallbehälter in den Bulli stellt. Auch öffnet er die Fahrertür und steckt den Zündschlüssel ins Zündschloss.

Nach etwa 5 Minuten bin ich bei der Kolonie und ich sehe Annemarie bei einem großen Hund knien. Sofort bin ich bei ihnen, jedoch sehe ich das es dem Hund sehr schlecht geht. Ich schätze ihn etwa auf 10 Jahre. Sofort erkenne ich den Hund wieder. Es ist derselbe wie vor 3 Jahren und auch die große Katze ist bei dem Hund.

Diese Katze ist sehr dicht am Kopf des Hundes. Während ich den Hund untersuche drängelt sich die Katze immer näher zu dem Hund. Ich lasse sie, aber Annemarie versucht die Katze zu verscheuchen. Sofort stoppe ich sie und beobachte weiter die Katze. Ganz dicht ist sie bei dem Hund, während dieser leise jault.

Plötzlich ruckt ihr Kopf hoch und sie schaut mich durchdringend an. Sofort weiß ich was gemacht werden muss und ich sage zu Annemarie: „Der Hund muss sofort ins TH! Ruf den TA an und sage ihm, das ein Notfall vorliegt. Ich kann nicht helfen, weil ich der Katze folgen muss. Gib mir dein Funkgerät damit ich euch erreichen kann!“

Sofort reicht mir Annemarie ihr Funkgerät. Ich rufe noch schnell nach Bernd und nachdem ich ihn erreicht habe, sage ich ihm das er zur Kolonie kommen soll. Auch sage ich ihm, das er den TA informieren soll. Dann schnappe ich mir meine Tasche und folge der Katze, die vor mir her läuft, aber immer wieder stehen bleibt und schaut ob ich auch folge.

So laufen wir fast eine Stunde durch den Wald. Dabei überqueren wir öfters eine Straße, doch ich folge der Katze unbeirrt. Schon lange habe ich die Verbindung zum TH verloren. Öfters habe ich mit dem Funkgerät versucht dieses zu erreichen, doch eine Verbindung ist nicht zustande gekommen.

Dann bleibt die Katze stehen und setzt sich auf den Boden. Dabei ist sie am Miauen und schaut mich wieder an. Ich betrachte die Katze und da ich bei ihr nichts bemerken kann, schaue ich mir die Umgebung an. Doch auch hier kann ich zunächst nach einem schnellen Rundumblick nichts erkennen.

Da geht die Katze zu einem Loch im Boden, was ich bisher noch nicht bemerkt habe. Es scheint ein Fuchsbau zu sein und direkt vor den Eingang legt sich die Katze und fängt wieder an zu Miauen. Ich gehe zu ihr und frage ob ein Tier in dem Bau ist. Sofort fängt die Katze heftiger an zu Miauen.

Da ich aber weiß, das ein Fuchsbau über 30m2 sein kann, versuche ich erst gar nicht zu buddeln. Ich greife zu meinem Funkgerät und versuche noch einmal das TH zu erreichen. Doch ich höre nur Rauschen auf dem Kanal. Darum schalte ich das Gerät um auf den Trucker Kanal und setze dort einen Notruf ab.

Sofort bekomme ich Antwort und ich schildere schnell meine Notsituation. Doch schon ist mein Gesprächspartner wieder verschwunden. Noch einmal rufe ich auf dem Kanal und bekomme wieder eine Antwort. Auch diesem Gesprächsteilnehmer schildere ich meine Situation und er sagt zu mir: „ Wo genau bist Du? Ich habe einen Bagger geladen und so wie Du hier mit deiner Handfunke rein kommst, musst du nur wenige hundert Meter von mir entfernt sein!“

Noch einmal schildere ich ihm, wo ich bin und er sagt zu mir, das sofort Hilfe kommt. Kurz darauf höre ich wie ein starker Dieselmotor angeschmissen wird. Auch sind Geräusche zu hören die sich nach einem Panzer anhören. Das Geräusch kenne ich genau, doch dieses hört sich noch etwas anders an.

Bevor ich mir genaue Gedanken darüber machen kann, ertönt wieder die Stimme des Truckers. Er fragt mich ob ich den Motor hören kann, was ich bestätige. Der Trucker fragt mich aus welcher Richtung ich die Geräusche höre und ich sage ihm die Richtung.

In der ganzen Zeit hat mich die Katze gemustert, dann springt sie auf und läuft in die Richtung des Motorgeräusches. Sofort sage ich dem Trucker, das eine Katze unterwegs ist um ihn zu holen. Erst ist er etwas erstaunt, dann sagt er: „Eine Katze holt mich? Bist Du sicher? Ah! Da ist die Katze ja. Ich folge ihr schon.“

Immer näher kommt das starke Motorgeräusch. Dann sehe ich einen Bagger auf dem nahen Weg. Sofort mache ich mich bemerkbar und der Bagger steuert auf mich zu. Kurz vor mir hält er an und der Fahrer fragt mich wo es Zeit wird.

Ich sage ihm wo der Eingang zu dem Fuchsbau ist und vorsichtig fängt der Fahrer an, den Boden ab zu tragen. Nach ein paar Minuten hält der Fahrer in seinen Bewegungen inne und er stellt den Motor aus. Dann kommt er zu mir und hat einen Spaten in der Hand.

Damit fängt er an zu buddeln und nach kurzer Zeit trifft er auf den Fuchsbau. Immer weiter buddelt er und nachdem er fast 10 Minuten gebuddelt hat, öffnet er das Nest des Baues. Darin befindet sich eine Katze die vier junge geboren hat.

Sofort bin ich bei ihnen und untersuche die Tiere. Die kleinen sind alle vollkommen gesund. Nur die Mutti hat beide Vorderpfoten gebrochen. Ich verbinde die Pfoten und gebe eine Spritze gegen die Schmerzen.
Aber schon sagt der Fahrer zu mir: „Gleich nebenan ist ein Parkplatz und darauf wartet schon ein anderer Fahrer um mit dir zum TH zu fahren.“ Damit nimmt er die Welpen, legt sie in seinen Hut und läuft zum Parkplatz. Ich greife zu der Mutti und laufe los. Da Miaut die Katze die mich hier hin gebracht hat leise. Ich schaue sie an und sage zu ihr: „Komm mit meine kleine. Oder laufe wieder zur Kolonie zurück. Aber ich muss mit der Mutti so schnell wie möglich zum TH.“

Da fängt die Katze auch an zu laufen und sie folgt mir. Auf dem Parkplatz ruft mich sofort ein Fahrer und bevor ich in den Truck steigen kann, springt die Katze die drei Stufen zum Beifahrersitz hoch. Dort legt sie sich zu den Welpen, die schon in dem Truck sind.

Kaum sitze ich in dem Truck, schon gibt der Fahrer Gas. Ohne Schwierigkeiten kann er auf die Straße biegen und dort gibt er noch mehr Gas. Komisch finde ich es nur das uns kein PKW überholt. Doch als er in eine Kurve fährt, sehe ich des Rätsels Lösung. Hinter uns fahren zwei PKW neben einander und haben ihre Warnblinkanlage angeschaltet.

Kurz darauf sehe ich ein Blaulicht auftauchen und nach nur wenigen Minuten ist das Polizeifahrzeug hinter uns. Noch immer ist das Blaulicht an. Kurz darauf verlässt der LKW die Schnellstraße die wir bisher benutzt haben. Am Ende der Abfahrt steht ein weiterer Polizeiwagen und als er uns erkennt, geht sein Blaulicht an und er fährt in die Kreuzung. So passiert es auch an den nächsten Kreuzungen die wir passieren.

Kurz darauf sind wir am TH und i9ch verlasse den LKW. Hinter mir läuft der Fahrer und hat die Welpen noch immer auf dem Arm. Die Katze die mich geholt hat, läuft neben mir. Ich brauche nur noch die Mutti zu tragen und bin auch bald bei den Welpen.

Aber erst ist einmal eine Behandlung der Tiere angesagt und darum untersuche ich die Mutti ganz genau. Aber außer den gebrochenen Vorderbeinen kann ich nichts feststellen. Darum bekommt die Katze einen strammen Verband an beide Pfoten, dann wird die Mutti zusammen mit ihren kleinen ins Katzenhaus gebracht.

Erst jetzt frage ich den TA, der noch immer im TH ist, nach dem Hund. So erfahre ich, das es dem Hund inzwischen wieder sehr gut geht. Aber er wird bis zu seinem Lebensende Medikamente brauchen, denn seine Nieren arbeiten nicht mehr richtig.

Nachdem die Katze untersucht worden ist, haben wir den Streuner zu ihr gelassen. Es dauerte nicht einmal eine Minute bis sie sich zu der Mutti gelegt hat. Auch nach der Kastration der Katze, legte sie sich sofort wieder zu der Mutti. Als wir den Hund dazu gelassen haben, wurde der Platz in dem Korb zu klein. Darum haben wir einen großen Korb in den Raum gestellt65. Es dauerte keine 30 Sekunden, bis alle zusammen in dem Korb lagen. Nur die kleinen Katzen blieben in ihrem Korb und die Mutti versorge ihre kleinen immer wieder.

Aber auch der Hund besuchte die kleinen. Lange stand er neben dem Korb, dann schnüffelte er an den kleinen um sie anschließend ab zu schlecken. Alle Tier, immerhin 6 Tiere, wurden von dem Trucker mit dem Bagger vermittelt.
 
Tschikitta

Tschikitta

5.910
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Kurz vor meiner Ausbildung

Ich bin wie noch einmal 29 Mitschülerinnen sehr nervös. Denn heute gibt es unsere Abschlusszeugnisse. Damit ist unsere Schulausbildung beendet und der Ernst des Lebens beginnt. Soll heißen, das ich bald meine Lehre im TH anfange.

Alle die die Schule verlassen, sind in der Aula der Schule versammelt. Doch wir müssen noch warten, da zunächst der sechste Jahrgang der Schule ein Theaterstück vorführt. Ganz zum Schluss, bekommen die Darsteller sehr viel Applaus. Besonders der Hauptdarsteller der später ein sehr bekannter Schauspieler wurde und es sogar bis Hollywood geschafft hat.

Doch zunächst ist die Verteilung der Abschlusszeugnisse angesagt. Dabei kommen erst die 25 Mitschüler dran, die das Abitur geschafft haben. Die beste Note ist 1,1 aber die nächste Note ist erst über zwei angesagt.

Endlich kommt der Rektor unserer Schule zur Vergabe der Zeugnisse für meinen Jahrgang. Erst ruft alle meine Mitschüler in der Reihenfolge der Nachnahmen auf. Als endlich mein Name genannt werden müsste, macht er mit dem nächsten Namen weiter. Ich denke mir nur, das er mich vergessen hat.

Dann sagt der Rektor: „Meine Damen und Herren! Bisher habe ich nur den Namen genannt, die eine sehr gute Note hatten. Doch jetzt kommt eine Mitschülerin die alle übertroffen hat. Ich habe dieses Ergebnis mit den Ergebnissen verglichen der Mitschülerinnen die ein Abi gemacht haben. Da es sich hier um eine Schülerin handelt, die kein Abi hat, möchte ich persönlich darauf hinweisen, das diese Schülerin alle in den Schatten gestellt hat. Auch die Schülerinnen der Abi-Klasse. Denn diese Schülerin hat mit einem Notendurchschnitt von 1 Bestanden. Sogar unter einem Schnitt von 0,8, jedoch gibt es diese Note nicht. Ich bitte darum Gerda Ssssss. auf die Bühne, die beste Schülerin, die bisher unsere Schule besucht hat!“

Nun bin ich sehr erstaunt, denn bisher hatte ich gedacht, das der Rektor mich vergessen hat. Aber nach seiner Ankündigung bin ich sehr erstaunt. Darum gehe ich mit wackelnden Knien zur Bühne und nachdem mir der Rektor das Zeugnis überreicht hat, bin ich doch sehr ruhig. Ich nehme mein Zeugnis in Empfang und unter donnerten Applaus, verlasse ich die Bühne.

Ich gehe wieder zurück zu meinem Platz und schaue dabei zu meinen Eltern. Diese sitzen im Zuschauerraum während die Schüler alle auf der Bühne sitzen. Als ich zu meinen Eltern schaue, kann ich sehen wie stolz die beiden auf mich sind.
Aber auch viele meiner Mitschüler beglückwünschen mich. Anschließend hält der Rektor noch eine Rede und wünscht uns viel Erfolg für unseren weiteren Werdegang, dann ist die Veranstaltung vorbei.

Vor der Tür treffe ich meine Eltern wieder und wir fahren in ein Restaurant. Dort haben meine Eltern schon einen Tisch bestellt, aber auch das Essen und die Getränke. Nun muss ich meinen Eltern mein Zeugnis zeigen und sie sind ganz erstaunt über die Noten. Denn in jedem Fach habe ich eine Eins geschafft. Unter Bemerkungen steht: „Ich empfehle dringend, das Gerda eine Hochschule besucht!“ Unterschrieben vom Direktor der Schule.

Aber ich will das gar nicht, denn 8 Jahre Schule haben mir gereicht. Viel mehr freue ich mich schon darauf, das meine Ausbildung bald beginnt. Aber noch sind etwa sechs Wochen Zeit bis es losgeht.

Trotzdem bin ich am nächsten Tag im TH um dort zu helfen. Mir macht es einfach Spaß mit den ganzen Tieren hier. Zwar sind es nur Hunde und Katzen die hauptsächlich hier sind. Aber es gibt auch noch andere Tiere wie Ratten, Mäuse. Hamster, Meerschweinchen und auch Wellensittiche und Kanarienvögel.

Aber leider sitzen alle Tiere in ihren Bereichen. Die Katzen sind in Käfigen und voneinander getrennt. Die Hunde sind in Zwingern und die Vögel in kleinen Käfigen. Auch die anderen Tiere sind voneinander getrennt. Es gibt im ganzen TH nicht ein Tierpärchen. Was ich nicht gut finde. Aber ändern kann ich es leider nicht. Vielleicht später.

Heute ist eine Versammlung aller Mitarbeiter im TH geplant. Auch die Aushilfen sollen daran teilnehmen. Aber zunächst gehe ich mit einem Hund spazieren. Dabei kommen mir die anderen Mitarbeiter entgegen die auch mit Hunden spazieren gehen. Alle halten die Hunde an sehr kurzer Leine während wir uns begegnen. Nur ich nicht! Immer lasse ich die Leine so lang wie sie ist. Nicht einmal ist ein anderer Hund am knurren oder Bellen. Nach kurzer Zeit lassen auch die anderen Mitarbeiter ihre Hunde an der langen Leine laufen. Auch jetzt gibt es kein knurren.

Darum fasse ich den Entschluss, nachher auf der Versammlung dieses an zu sprechen. Aber ich frage mich auch schon, was mit den Katzen ist. Darum gehe ich mit meinem Hund zum Katzenhaus. Als ich das Gebäude betrete kommt mir die TH- Leiterin entgegen. Sie sagt aber nichts zu mir, sondern geht weiter.

Ich betrete den Raum in dem alle Katzen in ihren Käfigen untergebracht sind. Zusammen mit dem Hund setze ich mich mitten im Raum auf den Boden. Und lege eine Hand auf den Rücken des Hundes. Dabei bemerke ich, das dieser sehr nervös ist. Aber ich sehe auch, das viele Katzen ganz dicht an den Türen ihrer Käfige sitzen und sehr neugierig sind.

Darum stehe ich auf und gehe mit dem Hund zu einem der Käfige. Hund und Katze beschnuppern sich, dann drücken beide ihre Köpfe gegen das Gitter. Da es bald Zeit wird den Hund wieder in seinen Bereich zu lassen, ziehe ich an seiner Leine. Doch von ihm kommt nur ein leises jaulen und auch die Katze fängt laut an zu mauzen.

Darum hole ich die Katze aus ihrem Käfig und bringe sie zusammen mit dem Hund zu seinem Zwinger. Dort setze ich die Katze wieder auf den Boden. Sofort geht sie zum Korb des Hundes und legt sich dort hinein. Erst jetzt lasse ich den Hund frei.

Dieser geht sofort zu seinem Korb, schnuppert an der Katze, dann legt er sich zu der Katze. Ich muss lächeln und als eine weitere Mitarbeiterin des TH den Raum betritt, ist sie zunächst erstaunt. Doch ich rede mit ihr und sie verspricht vorerst zu schweigen.

Zusammen gehen wir anschließend zu dem Versammlungsraum. Hund und Katze lassen wir zusammen in dem Raum liegen. Wir setzen und hin und ich schaue in die Runde. Sehr erstaunt bin ich über die Anzahl der Teilnehmer dieser Versammlung. Denn es befinden sich etwa 20 Personen in dem Raum.

Als die TH-Leiterin in Begleitung eines Mannes aus der Stadtverwaltung den Raum betritt, verstummen alle Gespräche. Sie begrüßt uns und fängt sofort an, von ihren Plänen zu berichten. Dabei sagt sie auch, das die Lebenssituation hier im TH verändert werden kann. Darum bittet sie um Vorschläge.

Es kommen viele Vorschläge und ganz zum Schluss, die Leiterin hatte gefragt ob es noch Vorschläge gibt, melde ich mich zu Wort. Ich schlage vor, das alle Zwinger nach innen geöffnet werden, so das sich die Hunde untereinander kennen lernen können. Außerdem sollten die Käfige für die Katzen abgeschafft werden.

Die Leiterin fragt mich wie das denn genau aussehen soll. Nun erzähle ich von dem Hund und der Katze, die noch immer zusammen sind. Ungläubig schaut mich die Leiterin an und fragt, wo das denn ist. Daraufhin schlage ich vor, zu den beiden zu gehen. Die Leiterin stimmt sofort zu und so begeben sich alle zu dem Raum in dem die beiden sind.

Aber keiner betritt den Raum, sondern schaut nur durch das Fenster in der Tür sich die beiden an. Noch immer liegen beide in ihrem Korb, wobei die Katze gerade die Ohren von dem Hund aus schleckt. Immer wenn die Katze eine kleine Pause macht, schleckt der Hund die Katze ab.

Die TH-Leiterin schaut lange durch die Scheibe, dann öffnet sie die Tür und betritt den Raum. Auch ich und die anderen betreten den Raum. Jedoch bleiben alle im Bereich der Tür stehen. Nur die Leiterin und ich gehen weiter in den Raum. Die Leiterin schaut noch einmal zu den beiden Tieren, dann tritt sie zu einem Käfig und öffnet die Tür.

Langsam kommt die Katze aus ihrem Käfig. Sie schaut uns lange an, dann legt sie sich in einen Sessel der im Raum steht. Nun kommt Bewegung in die Leiterin und sie sagt: „Holt alle Körbe für Katzen hier hin. Auch Toiletten, soviel wie ihr finden könnt!“

Es dauert nicht lange und es stehen 40 Körbe und genau so viel Katzentoiletten in dem Raum. Nun werden alle Käfige geöffnet und dann treten alle Mitarbeiter zurück an die Wand. Erst jetzt kommen alle Katzen aus ihren Käfigen. Es gibt kein geknurre und gefauche. Bald sind alle Körbe belegt. In vielen liegen auch zwei und mehr Katzen und schlecken sich ab.

Dann gehen wir zu den Hunden. Auch dort werden alle Zwinger geöffnet und die Hunde kommen heraus. Auch jetzt knurrt keiner der Hunde und sofort entwickeln sich Freundschaften unter den Tieren.

Mir kommt eine Idee und ich bitte darum, das der größte Katzenhasser und der größte Hundehasser in einen Raum kommen. Dazu benutzen wir einen separaten Raum. Zunächst kommt der Hund hier in den Raum, dann wird die Katze geholt, die aber schon wieder in einem Käfig sitzt.

Jedoch schnuppert der Hund nur an dem Käfig und auch die Katze ist ganz friedlich. Darum gehe ich weiter in den Raum und setze mich auf den Boden. Dann fange ich an zu reden und schon nach kurzer Zeit hören mir die beiden zu.

Dann stehe ich auf und öffne den Katzen Käfig. Sofort kommt die Katze heraus und geht langsam auf den Hund zu. Vor diesem setzt sie sich hin und fängt leise an zu Miauen. Da schnuppert der Hund die Katze ab und schon nach kurzer Zeit liegen beide in einem Korb.

Ich drehe mich zur Leiterin um und sie sagt: „Es ist, so bin ich überzeugt worden, besser die Käfige und Zwinger ab zu schaffen. Lassen wir alle Tiere zusammen!“ Dann geht sie wieder zu ihrem Büro. In der ganzen Zeit hat der Mitarbeiter der Stadtverwaltung nichts gesagt. Aber am nächsten Tag holte er den Katzenhasser und ihren Kumpel, die Katze, zu sich nach Hause.

Im Übrigen ist der Hund eine Dogge!
 
claudiskatzis

claudiskatzis

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Ich habe nun schon einige dieser herrlichen Geschichten gelesen.
Danke fürs aufschreiben.
 
Tschikitta

Tschikitta

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Sally und Blue

Heute ist es das erste Mal, das Herbert zu meinen Eltern und mir kommt. Zwar kennen wir uns schon einige Wochen und auch meine Eltern kennen Herbert. Herbert und ich haben uns kennen gelernt, als ich zusammen mit meinen Eltern im Urlaub war. Von daher kennen auch meine Eltern schon Herbert.

Als das Telefon klingelt renne ich sofort zum Apparat der im Flur steht. Doch meine Mutter ist schneller und sie spricht schon mit dem Anrufer. Aber bevor ich mich wieder umdrehen kann um zu meinem Zimmer zu gehen, winkt mir meine Mutter zu. Sofort bleibe ich stehen und schaue sie fragend an. Doch sie beendet erst das Gespräch und sagt dann zu mir, das Herbert in etwa 30 Minuten da ist. Er wurde noch in der Klinik aufgehalten.

Herbert hat Zahnmedizin studiert und macht sein Pflichtjahr in der Zahnklinik. Obwohl er aus Bayern stammt, wollte er sein Jahr hier machen. Mit der Begründung: „Vielleicht treffe ich hier ja einmal DAS Mädchen meiner Träume!“ Anscheinend hat er das, denn wir beide treffen uns jeden Tag. Nun kommt er das erste Mal zu uns.
Noch bevor die halbe Stunde um ist klingelt wieder das Telefon. Diesmal bin ich der erste am Apparat und sage sofort in den Hörer: „Herbert?“ Doch der ist es nicht, sondern der TA in unserem TH. Er Sagt: „Nee der bin ich nicht! Ich weiß das er bald kommen muss, aber hast Du trotzdem Zeit für einen sehr schweren Fall?“

Ich bin enttäuscht das es nicht Herbert ist, sage aber sofort dem TA zu. Daraufhin sagt er mir, das er noch zu Hause ist und auf mich wartet. Da meine Mutter neben mir steht, sage ich ihr das es der TA gewesen ist und dieser auf mich wartet. Dann laufe ich schnell zu meinem Zimmer, schnappe mir meine Jacke und laufe nach draußen. Dort steige ich schnell auf mein Fahrrad und bin schon eine Minute nach dem Anruf des TA unterwegs zu ihm.

Beim TA angekommen stelle ich mein Fahrrad in den Ständer. Sofort renne ich zur Eingangstür der Praxis und reiße die Tür auf. Der erste Mensch den ich treffe ist Herbert! Breit lächelnd schaut er mich an und nimmt mich dann in den Arm. Dabei sagt er: „Das war eine Idee vom TA. Direkt vor seiner Tür hatte ich eine Panne und nachdem ich ihn geschildert habe wohin ich will, kam er auf diese Idee. Du bist doch nicht böse?“

Ich bin nicht böse und falle Herbert um den Hals. Auch der TA tritt mit einem breiten Grinsen zu uns. Auch ihn umarme ich mit einem Lachen. Dann bringt uns der TA zurück zu meinem zu Hause. Dort wird Herbert wie ein Familienmitglied begrüßt und nachdem ich erzählt habe was es beim TA gegeben hat, sind wir alle am Lachen.

Später sitzen wir alle im Wohnzimmer und unterhalten uns. Dabei trinken mein Vater, meine Mutter und Herbert ein Bier. Nur ich trinke eine Cola. Aber mit 20 Jahren mache ich mir noch nichts aus Alkohol. Was sich nie bei mir geändert hat5. Auch Herbert trinkt nur ab und zu etwas Alkohol ansonsten immer Sprudel.
Es ist fast 23.00 Uhr als unser Telefon wieder klingelt. Sofort will ich aufstehen, jedoch sagt meine Mutter das sie an den Apparat geht. Jedoch schon kurz darauf ruft sie mich. Sofort bin ich bei ihr und höre eine mir vollkommen unbekannte Frauen Stimme: „Hallo, sind Sie Frau Gerda Ssssss?“ Nachdem ich das bestätigt habe redet die Frau weiter: „Ihr TA hat darum gebeten das ich Sie anrufe! Es geht um meine beiden kleinen. Die sind aus mehreren Wunden am Bluten. Die Blutung hat der TA schon gestillt, aber der Herzschlag der beiden ist sehr niedrig. Darum sollen sie sofort kommen!“

Ich frage nach der Adresse und nachdem ich diese habe, informiere ich meine Mutter die noch immer neben mir steht. Sofort ruft sie meinen Vater und nachdem sie erzählt hat, worum es geht ist er sofort bereit zu fahren. Aber da mischt sich Herbert ein und will natürlich mitfahren.

So fahren wir also zu viert zu der angegebenen Adresse und als wir dort ankommen verlassen wir alle den Käfer meines Vaters. Wobei Herbert mit seinen Kopf schüttelt. Leise flüstert er mir zu: „Das ein Beamter solch einen Wagen fährt, gibt es gar nicht! Wann haben deine Eltern Hochzeitstag?“ Ich muss ihn wohl mit einem dummen Gesicht angeschaut haben, denn er lächelte mich nur an. Aber ich sagte ihm das es noch etwa zwei Monate dauert.

Dann klingelt mein Vater an der Haustür und nach einem kurzen Augenblick öffnet sich die Tür. Die Frau ist ganz erstaunt als sie uns nun erblickt, aber ich sage ihr das sie mich angerufen hat und der eine Mann mich gefahren hat, die Frau meine Mutter ist und der junge Mann ein Zahnarzt ist.

Daraufhin bittet sie uns ins Haus und geht nachdem sie Tür geschlossen hat, vor uns her in ein Zimmer. Dort befindet sich der TA der gerade einen Hund abhört. Auch eine Katze befindet sich in dem Raum und liegt in einem Korb.

Sofort gehe ich zu der Katze und der TA reicht mir ohne ein Wort zu sagen, sein Stethoskop. Damit höre ich die Katze ab und stelle sofort den unregelmäßigen Herzschlag der Katze fest. Auch der Hund hat einen unregelmäßigen Herzschlag wie mir der TA sagt. Doch woher weiß er nicht. Darum hat er mich gerufen. Doch ich kann mir auch keinen Reim darauf machen, warum der Herzschlag so unregelmäßig ist.

Ich beratschlage mich mit dem TA, denn noch habe ich nicht viel Ahnung von Krankheiten bei Tieren. Bis mich der TA fragt, ob es Tollwut ist. Mit dieser Krankheit habe ich mich gerade in meinen Lehrbüchern beschäftigt. Schnell rufe ich mir die Symptome ins Gedächtnis, doch ich komme nicht zu dem Ergebnis. Jedoch wende ich mich an die Besitzerin der Tiere und frage sie ob ihre Tiere schon einmal vor ein paar Tagen Bissspuren hatten.

Kurz überlegt die Frau dann sagt sie, das vor etwa zwei Wochen die beiden schon einmal gebissen wurden aber die Wunden nicht schlimm waren. Sofort entnehme ich etwas Blut von den Tieren und sie bekommen etwas gegen ihre Herzschwäche. Dann sage ich zu der Frau: „Wir müssen zunächst die Blutprobe ins Labor schicken um die Richtigkeit unserer Diagnose zu bestätigen. Aber ihre Tiere sind anscheinend vom Tollwutvirus befallen! Die Medikamente die sie nun bekommen werden sind schon gegen diese Krankheit. Aber machen sie sich keine Sorgen! Sollten wir falsch liegen, schaden sie nicht.“

Daraufhin gibt der TA einige Spritzen und anschließend verlassen wir das Haus der Frau. Zuvor habe ich noch nach den Namen der Tiere gefragt und bekomme zur Antwort: „Das sind Sally und Blue! Wobei der Hund Sally heißt!“ Noch in der gleichen Nacht bringt der TA persönlich die Blutproben der Tiere zum Labor. Dort machte er die Dringlichkeit des Ergebnisses der Untersuchung der Proben deutlich.

Wir fahren wieder zum Haus meiner Eltern und dort stellt Herbert viele Fragen an mich. Besonders fragt er mich, warum ich es mir antue diese Ausbildung (neben der Ausbildung zur TA-Helferin, lerne ich noch viel mehr um später Tieren zu helfen) zu machen. Denn immerhin habe ich nur die Grundschule (damals) besucht. Ich sage ihm nur, das mir alle Tiere leid tun und darum die Ausbildung stattfindet.

Jedoch dauert es bis zum nächsten Mittag, bis das Ergebnis der Blutprobe vorliegt. Es bestätigt, das die beiden Tiere an Tollwut leiden. Sofort fährt der TA wieder zu der Frau und gibt die entsprechenden Medikamente.

Sally und Blue wurden wieder vollkommen gesund und haben mich jedes Mal begrüßt, wenn ich sie besuchte.
 

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