Post aus Bayern

  • Ersteller des Themas Tschikitta
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Tschikitta

Tschikitta

5.910
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Drei Freunde

Ich sitze in meinem Wohnzimmer und lese in einer Fachtierärzte Zeitschrift. Diese habe ich erst vor kurzem Abonniert. In dieser Zeitschrift werden von den verschiedenen TÄ Geschichten erzählt, die sie erlebt haben. Meistens kommt es auch zu einem Happy End. Mein Mann Kai hat heute Nachtschicht und kommt erst am Morgen wieder zurück.

Jetzt lese ich gerade die Erlebnisse von Schneewittchen und von Boris. Jedoch kommt mir diese Geschichte sehr bekannt vor. Darum sehe ich sofort nach, wer die Geschichte geschrieben hat. Als Autor erkenne ich das es meine Mutter ist, darum fange ich noch einmal von vorne an zu lesen.

Ich bin erstaunt als ich das alles lese und werde meine Mutter gleich morgen anrufen und mir diese Geschichte bestätigen lassen. Nicht das irgendein Schreiberling etwas hinzugefügt hat. Gefesselt von dieser Geschichte lese ich nun weiter in dem Magazin. Doch nirgends wird weiter von Tieren in Not durch TÄ berichtet.

Nur ein Interview mit meiner Mutter finde ich. Zwar ist ihr Name gekürzt, trotzdem weiß ich sofort dass sie es ist. Denn zu auffällig sind die Hinweise auf meine Mutter. Mehrmals wird betont, dass die Person die Interviewt wird, keine Ausbildung zum TA hat. Trotzdem ist ihr wissen sehr hoch, denn nicht umsonst darf sie Operieren und Tieren in Not helfen.

Auf einmal höre ich die Bremsen eines Autos vor unserem Haus quietschen. Als ich hochsehe erkenne ich ein flackerndes Blaulicht direkt vor unserer Tür. Gleich darauf öffnet sich unsere Haustür und Kais Stimme ertönt. Er ruft: „Monika! Schnell! Deine Tasche!“ dann scheint er wieder zum Auto zu rennen.

Ich schnappe mir meine Notfalltasche die ich mit Hilfe meiner Mutter eingerichtet habe und laufe zur Haustür. Im vorbei laufen schnappe ich mir noch meinen Schlüssel und werfe die Haustür nur einfach hinter mir zu, ohne diese zu verschließen.

Dann renne ich zum Polizeiwagen der mir offener Tür vor mir steht. Sobald
ich sitze und die Tür zu ist, gibt der Fahrer Gas. Erst jetzt sagt mir Kai, das es einen Unfall auf der nahen Autobahn gegeben hat mit mehreren verletzten Tieren.

Mit vollem Konzert fährt der Wagen durch unsere Stadt ohne einmal an einer roten Ampel an zu halten. Mit sehr hoher Geschwindigkeit geht es auf die Autobahn und der Polizeiwagen fährt sofort auf die linke Spur.

Nach nur einem Kilometer wird er langsamer und ich bemerke hinter uns noch einen Polizeiwagen mit eingeschaltetem Blaulicht. Dann hält er an einer Unfallstelle die sich in Gegenrichtung befindet an. Kai und ich steigen schnell aus dem Streifenwagen aus und nachdem wir über die Mittelleitplanke sind, geben die beiden Polizeiwagen wieder Gas. Schnell entschwinden sie unseren Augen und ich konzentriere mich schon auf die Unfallstelle.

Ganz in der Nähe steht ein vollkommen demolierter kleiner Transporter. Von dort ist ein Mann heftig am Winken. Sofort laufen wir beide zu dem Mann und als wir diesen erreichen, zeigt er auf das Fahrzeug ohne etwas zu sagen. Neben dem Wagen sehe ich nur zwei Hunde liegen und sofort bin ich bei denen.

Als ich sie erreiche, lege ich meine Tasche auf den Boden und hole sofort mein Stethoskop hervor. Beide Hunde sind sehr schwer am Atmen und auch der Herzschlag der beiden ist sehr hoch. Sofort bekommen die beiden ein Herzstärkungsmittel von mir gespritzt und schon nach wenigen Minuten ist der Herzschlag wieder vollkommen normal.

In diesem Moment klopft mir jemand auf meine rechte Schulter und als ich hoch sehe ist es der Mann der nach uns gewunken hat. Er zeigt ins Innere des Wagens und jetzt sagt er auch irgendetwas. Jedoch verstehe ich ihn nicht und zucke darum mit meinen Schultern. Daraufhin sagt der Mann auf Englisch: „Cat“ und er zeigt noch einmal zum Wagen.

Sofort bin ich bei dem Wagen und ich schaue in diesen. Dort sehe ich zwanzig Käfige und in jedem befindet sich eine Katze. Da der Wagen auf der Seite liegt, sind einige Katzen auf den Seitenwänden der Käfige am Stehen. Aber auch drei Katzen liegen dort und rühren sich nicht. Doch ich komme nicht in den Wagen hinein, obwohl ich an der Hecktür des Wagens stehe. Aber die Tür ist stark demoliert und läßt sich daher nicht öffnen.

Sofort schaue ich nach Kai und als ich diesen sehe, bin ich sofort bei ihm. Schnell schildere ich das Problem welches ich habe und er spricht sofort in ein Funkgerät. Ich schaue in dieser Zeit noch einmal nach den Hunden und finde diese sehr aufmerksam vor. Beide sitzen inzwischen und werden von dem Mann fest gehalten.

Dann sagt er etwas in seiner Sprache, gibt mir zwei Leinen in die Hand an denen die Hunde befestigt sind, dann verschwindet er in der Dunkelheit.

Nun habe ich ein Problem was sich aber sehr schnell löst, denn ein Feierwehrmann will an mir vorbei laufen. Diesen spreche ich an und drücke ihm die Hundeleinen in die Hand. Der Mann ist sehr erstaunt, aber er bleibt bei den Hunden. Was soll er auch machen, schließlich hat er die beiden Hunde.

Dann tauchen neben mir drei Feuerwehrleute auf und fragen, welches Problem ich habe. Schnell schildere ich ihnen mein Problem mit den Katzen, dann geht es sehr schnell. Ein Feuerwehrmann wirft einen Blich in den Wagen, dann schlägt er die Scheibe ein, die in der Hecktür ist. Anschließend fragt er mich ob der Platz nun reicht um in den Wagen zu kommen. Ich schaue ihn dankbar an, dann klettere ich in das innere des Wagens.

Sofort höre ich alle Katzen ab und reiche diese nach einer kurzen Untersuchung zu den Feuerwehr Männern. Alle Katzen werden von mir untersucht und zu den Feuerwehrleuten hinaus gereicht. Dort werden sie nicht nur von den Feuerwehrleuten in Empfang genommen, sondern auch von Kai. Dieser ordnet sofort an, das alle Katzen in einen Transporter der Feuerwehr kommen. Dort legen sich alle Katzen hin und kurz darauf liegen auch schon paare zusammen.

Dann bin ich bei den drei Katzen die keine Bewegungen mehr machen. Als ich die erste untersuche, stelle ich fest das hier jede hilfe zu spät kommt. Mir steigen die Tränen in die Augen, aber schon bei der nächsten Katze bin ichwieder voller Hoffnung. Darum höre ich schnell die dritte Katze ab und auch diese lebt noch.

Nun wende ich mich wieder der ersten Katze die lebt zu und untersuche diese genauer. Dabei stelle ich fest, das sie alle Pfoten gebrochen hat. Aber auch eine derbe Beule an ihrem Kopf stelle ich fest. Diese wird von mir genauer untersucht, doch einen Bruch kann ich nicht feststellen. Darum stabilisiere ich nur ihre Pfoten mittels Verbänden und reiche die Katze dann zum Fahrzeug hinaus.

Dort ist Kai und er nimmt die Katze in Empfang. Sofort reicht er sie weiter an einen Feuerwehrmann und sagt zu diesem, das die Katze zu den anderen soll. Ich untersuche schon die zweite Katze und stelle fest, das außer der Heftigen Beule am Kopf diese nichts hat. Auch diese Katze wird durch das Fenster hinaus gereicht und ich verlasse ebenfalls durch das Fenster den Wagen.

Dort untersuche ich noch einmal alle Tiere, dann werden auch die Zwei Hunde in den Feierwehrwagen gebracht. Diese legen sich beide sofort zu der Katze mit den Beinbrüchen. Jedoch sind sie sehr vorsichtig und berühren die Katze nicht.

Auch in meiner Praxis sind die beiden Hunde bei der Katze und nach nur acht Wochen, da sich keiner gemeldet hat um Besitzansprüche für die Tiere zu erheben, werden diese vermittelt. Der Feuerwehrmann der die beiden Hunde gehalten hat, holte alle drei zu sich. Auch wurden alle anderen Tiere unter den Feuerwehrleuten vermittelt.
 
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Blinky

Ich sitze in meinem Büro und telefoniere mit meiner Tochter, die mich wegen eines Problems angerufen hat. Sie hat mir die Situation geschildert und mir auch die wichtigsten Blutwerte genannt. Dabei ist mir dann ein Blutwert aufgefallen der zwar nur leicht erhöht war, aber eben erhöht.

Ich habe meine Tochter auf diesen Wert hingewiesen aber sie meinte nur, das der Wert zwar erhöht ist, aber nicht Besorgnis erregend. Zwar gebe ich ihr recht, aber ich sage auch zu ihr, das sie diesen Wert noch einmal überprüfen lassen soll. Diesmal aber mit dem Vermerk, das Lebensgefahr besteht.

Das hat sie auch gemacht und darum rief sie mich wieder an und bestätigte mir, das der Wert sehr stark erhöht war, als das Blut nun im Labor untersucht wurde. Aber ich hatte ihr schon bei unserem ersten Gespräch gesagt welche Medikamente sie benötigt und so konnte sie sofort mit der Behandlung beginnen.

Während wir am Telefonieren sind, schaue ich aus dem Fenster und sehe einen PKW auf das Gelände fahren. Direkt vor dem Katzenhaus hält der Wagen an und eine Frau verlässt den Wagen. Schnell geht sie zum Katzenhaus.

Ich beende das Gespräch mit meiner Tochter und lege den Hörer auf. Kaum liegt er auf der Gabel klingelt auch schon der Apparat. Es ist das Katzenhaus und Gerhard, das ist mein Gesprächspartner, sagt zu mir, das ich sofort kommen soll. Auch meine Tasche soll ich mitbringen.

Bevor ich den Raum verlasse, nehme ich meine Tasche, die auf einem Stuhl hinter mir liegt, und gehe schnell zum Katzenhaus. Als ich den Raum betrete sehe ich sofort die Frau und auch Gerhard steht stumm neben ihr.

Kaum hat er mich erblickt kommt er sofort zu mir und sagt mir: „Die Frau sucht wohl einen TA. Sie kann aber kein Deutsch sondern spricht nur Russisch. Nur das Wort Doktor habe ich verstanden. Dabei hat sie auf das hinter mir liegende Fenster gezeigt.“

Das Fenster das er meint zeigt unseren Schauraum in dem sich auch jetzt einige Katzen zeigen. Dann tritt die Frau zu mir und fängt sofort an zu reden. Doch auch ich verstehe sie nicht, darum fasst sie mich am Arm und zieht mich in Richtung Tür. Bevor wir diese erreichen sage ich noch zu Gerhard das er sofort mit unserem Bulli folgen soll.

In unserem Bulli gibt es seit kurzer Zeit neben zwei Sitzen im Laderaum, auch einen Bereich in dem jeweils zwei Tragekörbe für Hunde und Katzen sich befinden. Außerdem wird jeden Morgen unsere Materialkiste in den Wagen gestellt. Diese Kiste ist etwa 90x40cm groß und darin befindet sich Verbandmaterial und schienen um Brüche sofort zu behandeln. Auch befinden sich genau dieselben Medikamente in der Kiste, die ich auch in meiner Notfalltasche habe.

Trotzdem passen noch zwei Tragen in den Bulli. Bei dem Bulli handelt es sich aber auch um einen Ausgemusterten Rettungswagen der Feuerwehr. Nur wurde er um lackiert und das Blaulicht wurde entfernt. Alle Arbeiten wurden in einer Fachwerkstatt gemacht und bezahlt durch Spendengelder.

Wir warten bis Gerhard neben uns ist, dann geht die Fahrt los. Unterwegs zeigt die Frau auf sich und sagt das sie Maria heißt. Ich zeige auf mich und nenne meinen Namen. Dann reichen wir uns beide die Hand.

Als Maria auf den Autobahnzubringer fährt, bleibt sie nach wenigen Metern stehen. Vorher hat sie die Warnblinkanlage an ihrem Auto angeschaltet. Gerhard hat dasselbe gemacht. Zusätzlich hat er auch noch eine gelbe Rundum Leuchte angeschaltet. Dieses wurde uns zuvor genehmigt als wir den Wagen auf unser TH zugelassen haben.

Nachdem sich Maria umgeschaut hat öffnet sie die Fahrertür und auch ich steige aus. Dann läuft Maria über die Straße und geht in einem Straßengraben in die Hocke. Nach einem Rundumblick ob kein Fahrzeug kommt, laufe ich auch schon zu Maria. Gerhard wendet in dieser Zeit unseren Wagen. Dazu muss er einige Meter zurücksetzen, dann kann er den Wagen wenden. Kurz darauf hält er neben uns auf der Straße.

Ich kümmere mich schon um die Katze, um solch ein Tier handelt es sich, und höre das Tier erst einmal ab. Dabei kann ich aber nichts feststellen. Darum taste ich die Katze vorsichtig ab und stelle dabei fest, das die Katze beide Vorderpfoten gebrochen hat. Sonst scheint die Katze nichts zu haben.

Maria redet in dieser Zeit wo ich die Katze abtaste, auf mich ein. Doch ich verstehe kein Wort. Darum schaue ich sie auch nur an und Maria verstummt. Anscheinend scheint sie zu merken, das ich sie nicht verstehe.

Ein Pkw hält hinter unserem Bulli und ein Mann steigt aus. Dann ruft er ob er helfen kann. Darauf antworte ich, das wenn er Russisch kann, er sowohl helfen kann. Und wirklich der Mann antwortet in derselben Sprache wie Maria. Sofort bitte ich ihn zu uns und sage zu ihm, das er übersetzen soll.

Dann stelle ich die Frage ob Maria die Katze angefahren hat. Der Mann übersetzt und ich erfahre, das es Maria nicht war, sondern sie die Katze nur am Straßenrand gesehen hat. Daraufhin hat sie angehalten und nach der Katze gesehen. Jedoch hat die Katze nicht auf ihre Stimme reagiert und darum hat sie die Katze berührt. Erst jetzt kam eine Reaktion der Katze, jedoch schaute sie weit an Maria vorbei.

Ich lege die Katze auf die Trage und bemerke erst jetzt, das sie mich aus glanzlosen Augen anschaut. Darum vermute ich das sie blind ist. Auch als ich mit ihr spreche erfolgt keine Reaktion. Ich spreche sie mit einem Namen an, der mir gerade in den Sinn kommt. Dieser Name lautet Blinky! Doch auch jetzt reagiert die Katze nicht. Darum vermute ich, das die Katze auch noch blind ist.

Die Katze kommt sofort in unseren Bulli und dann fahre ich mit dem Tier zum TH zurück. Zuvor habe ich mich von Maria verabschiedet und mich bei dem Mann bedankt. Im TH angekommen untersuche ich die Katze noch einmal. Doch weitere Verletzungen kann ich nicht feststellen. Darum wird die Katze geröntgt. Doch auf diesen Aufnahmen wird nur der Bruch der Vorderpfoten festgestellt.

Außerdem Wird festgestellt das Blinky Blind und Taub ist. Aber das scheint sie nicht zu stören. Denn nicht einmal ist sie am Miauen und ich vermute das sie auch Stumm ist., Dieses wird aber bei einem Test widerlegt.

Ich behandle die Brüche und anschließend wird die Katze in den Krankenbereich des TH gelassen. Dort bleibt unser Blinky nicht lange allein. Es dauert nicht einmal fünf Minuten bis sich jemand findet, der sich in Blinky verliebt hat. Ich ließ die beiden zusammen.

Am nächsten Tag der offenen Tür wurden kurz nach Öffnung beide Tiere vermittelt. Wobei der Partner von Blinky eine Mischung aus Dogge und Schäferhund gewesen ist. Beide haben sich von Anfang an verstanden als sie sich getroffen haben. Darum haben wir auch beide zusammen gelassen.

Nachdem ich Blinky behandelt habe., wird sie in den Katzenraum verlegt. Dort befindet sich auch der Krankenraum in dem sich Hunde und Katzen befinden. Nur kurz dauert es und der Mischling kam zu der Katze. Kurz wurde geschnuppert, dann lagen die beiden zusammen in einem Korb. Ich habe die beiden nicht mehr getrennt, sondern sie sollten beide zusammen vermittelt werden.

Zwei Wochen später sehe ich ein bekanntes Gesicht: Es ist der Mann, der gedolmetscht hat. Ich komme mit ihm ins Gespräch und nach wenigen Minuten fragt er nach der Katze. Ich sage ihm das die Katze auch einen Freund hat, aber dieser Freund ist ein Hund. Ohne lange zu überlegen sagt er: „Ich nehme beide!“! So verlassen uns eine Katze und ein Hund unser TH.
 
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Das blonde Mädchen

Herbert ist mal wieder auf einer Tagung, darum fahre ich alleine durch die Gegend. Ich will eine Freundin besuchen, die etwa 100 Kilometer von uns jenseits der Grenze wohnt. Bis zur Grenze sind es nur noch 10 Kilometer.

Da die Straße vor mir jedoch gänzlich frei ist, fahre ich mit 100 km/h durch die Gegend. Links und rechts der Straße sind nur Felder und Weiden zu sehen. Aber auf keiner Weide steht ein Tier. Dazu ist es auch noch zu kalt, denn es ist auch erst Februar in diesem Jahr.

Als ich um eine Kurve komme, sehe ich die Grenze vor mir liegen. Darum verringere ich meine Geschwindigkeit und halte dann bei einem Grenzbeamten an. Ich zeige ihm meinen Ausweis und auch meine Sondergenehmigung. Er schaut sich beides an und wünscht mir dann eine gute Fahrt.

Ich gebe wieder Gas und nach nur zwanzig Minuten stehe ich vor dem Haus meiner Freundin. Diese erwartet mich auch schon an der Tür und wir begrüßen uns freudig. Zusammen gehen wir in ihr Wohnzimmer und während wir Kaffee trinken und ein Stück Kuchen verdrücken reden wir über alles Mögliche.

Dann schlägt sie vor, das wir etwas spazieren gehen woraufhin ich auch einwillige. Doch zunächst gehe ich zu meinem Auto und hole meine Tasche daraus hervor. Da die Tasche doch sehr schwer ist, hat Herbert einen Trolley für die Tasche gebastelt. So brauche ich die Tasche nicht mehr schleppen sondern nur hinter mir hinter her ziehen.

Meine Freundin sagt nichts zu der Tasche, da sie weiß wofür ich diese habe. Denn sie hat mich schon einmal im Einsatz gesehen, wo ich meine Tasche und den Inhalt gebraucht habe. Damals habe ich einen Hund behandelt der von einem PKW angefahren worden ist. Ich habe den Hund sofort behandelt, aber zum Glück war er nicht schwer verletzt. Nur ein paar Prellungen hat der Hund von dannen getragen. Sofort nachdem ich ihn behandelt habe, sprang er wieder auf, schleckte mir durch das Gesicht und lief weiter nach Hause.

Damals lernte ich dann Karin, meine Freundin, kennen. Sie war erstaunt darüber was ich alles in der Tasche hatte. Im Laufe der Zeit wurde eine sehr gute Freundschaft daraus. Karin hat mich auch schon im TH besucht und damals einen Hund mit zu sich nach Hause genommen. Der Hund lebte über 10 Jahre bei ihr und ihrer Familie. Nun trauert sie ihrem Hund nach, da er vor vier Wochen verstorben ist. In der ganzen Zeit in der ich bei ihr war, habe ich nicht einmal ihren Hund erwähnt. Das sie aber schon bald auf einen neuen Hund anspringt, hatte ich nicht gedacht.

Nun gehen wir also durch die Ortschaft in der Karin lebt und reden dabei ununterbrochen. Man merkt kaum, das Karin in xxxxxxx aufgewachsen ist, aber ihr Dialekt macht sich doch ab und an bemerkbar. Trotzdem unterhalten wir uns und wenn es eine Frage wegen ihres Dialektes gibt, stelle ich diese einfach.

So vergeht die Zeit wie im Fluge. Wir bemerken gar nicht die Zeit und als Karin einmal in eine Richtung zeigt, folge ich ihrem Blick. Es scheinen die letzten Häuser der Stadt zu sein, denn dort befinden sich nur noch acht Häuser.

Aber mein Blick entdeckt noch etwas anderes. Es ist ein blondes Mädchen das bei jedem Fahrzeug was vorbei fährt, heftig am Winken ist. Jedoch befindet sie sich einige hundert Meter von uns entfernt. Trotzdem setze ich mich sofort in Bewegung, denn warum das Mädchen bei jedem Fahrzeug winkt, will ich gerne wissen. Denn immerhin sitzt sie auf dem Boden.

Auch Karin folgt sofort und sagt während wir zu dem Mädchen laufen: „Das ist Clair. Ein Mädchen aus der Nachbarschaft. Was macht sie denn da?“ Worauf ich keine Antwort geben kann. Jedoch laufe ich einfach weiter ohne einen Ton zu sagen.

Als wir vor einem Feld stehen, frage ich Karin nach dem richtigem weg. Denn mein Trolley ist auf dem Weg über den Acker nur hinderlich. Karin zeigt nach rechts, aber der Weg führt nur an dem Feld entlang. Dabei sagt sie: „Nach ungefähr 2 Kilometern kommt ein Abzweig und wir müssen noch etwa 1,5 Kilometer laufen, bis wir bei Clair sind!“

Das ist mir zu weit und ich hebe den Trolley mit der Tasche einfach hoch. Dann laufe ich über das Feld. Kurz nachdem ich losgelaufen bin, bemerke ich, das Karin mit an den Trolley angefasst hat, denn er wird sehr leicht. Ohne etwas zu sagen schaue ich zu Karin. Doch mein Blick hat ausgereicht um meinen Dank an sie zu sagen.

Schon von weitem rufe ich nach Clair. Sie hört mich und schaut in unsere Richtung. Dann sinkt sie auf den Boden. Nun beschleunige ich meine Schritte und Karin kommt kaum noch mit. Als ich merke, das der Trolley wieder schwer wird, weiß ich sofort das Karin nicht mitkommt. Darum rufe ich ihr zu, das sofort ein Rettungsdienst gerufen werden muss. Ich höre nur noch ein „OK“ von Karin, dann hören auch hinter mir die Schritte auf.

Kurz darauf habe ich Clair erreicht. Sofort überblicke ich die Situation. Clair liegt vor mir und neben ihr ein Hund der 4 Welpen geboren hat. Aber Clair liegt seltsam auf dem Boden. Darum kümmere ich mich zunächst um sie. Clair ist schwer verletzt. Anscheinend ist sie von einem Auto angefahren worden. Schnell schaue ich nach ob sie noch atmet und stelle eine ganz flache Atmung fest. Doch ich kann nicht helfen, obwohl ich jede Menge an Medikamenten dabei habe. Aber eben nur für Tiere.

Dann fällt mir ein Medikament ein, das auch bei Menschen hilft. Schnell hole ich dieses heran und lese zunächst nach, wofür es ist. Es ist genau das Medikament was ich im Moment brauche. Schnell gebe ich dieses Clair und schon bald ist ihre Atmung wieder normal. Dann untersuche ich sie weiter und stelle fest, das beide Beine Gebrochen sind. Außerdem hat sie eine derbe Prellung an der Hüfte.

Auch im Gesicht hat sie Verletzungen, die ich schnell untersuche. Doch hier reichen einige Pflaster, wobei ich nicht weiß, wie es mir der Platzwunde an der Stirn ist. Dahinter könnte sich auch eine schwerere Verletzung verbergen. Darum sage ich zu ihr, das sie sich unter keinen Umständen mehr bewegen soll. Sie versteht und liegt anschließend wie ein Stock neben mir.

Ich kümmere mich nun um die Hunde. Die Mutti hat ihre Hinterpfoten gebrochen die ich schnell stabilisiere. Kaum bin ich damit fertig höre ich zwei Martinshörner die schnell näher kommen. Aber auch meine Freundin taucht wieder auf. Sie sagt zu mir: „Die Hilfe fährt nur schnell auf die andere Seite des Ackers. Dann haben sie nur wenige Meter zu uns.“

Ich schaue hoch und erkenne schon die Rettungswagen hinter uns. Es ist ein Notarztwagen und drei Rettungswagen. Nun bin ich erstaunt, sage aber nichts, weil schon zwei Männer sehr schnell auf uns zu kommen. Als die Männer bei uns sind, fragt mich der eine was los ist. Schnell erzähle ich von den Verletzungen bei Clair und sage auch, das ich schon ein Medikament gegen die Herzschwäche gegeben habe. Schnell untersucht der Arzt die kleine, dann wird sie auf eine Trage gelegt und sofort ins Krankenhaus gebracht.

Nun sind nur noch die Hundemutter und ihre vier Welpen bei mir. Aber ein weiterer Arzt sagt zu mir in seiner Sprache etwas. Karin übersetzt sofort und auch der Arzt spricht nur noch Deutsch. Er fragt mich was die Tiere haben und ich sage ihm, das die Mutti ihre Hinterpfoten gebrochen hat. Ansonsten scheint sie gesund zu sein.

Sofort kommen die Kommandos von dem Arzt! Er lässt die Mutti und ihre Welpen in einen Rettungswagen bringen und dieser fährt sofort zu einer TK. Karin sagt in diesem Moment etwas, was ich nie gedacht hätte: „Hoffentlich werden alle gesund! Dann nehme ich alle zu mir!“

Es dauert sechs Wochen, nachdem ich wieder zu Hause bin, als mein Telefon im TH klingelt. Es ist Karin und sie teilt mir mit, das die Mutti mit ihren vier Welpen gerade bei ihr eingezogen ist. Am nächsten Wochenende mache ich mich in Begleitung von Herbert auf den Weg zu meiner Freundin.

Dort werde ich nicht nur von Karin begrüßt, sondern auch von fünf Hunden.
 
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Der alte Mann und das junge Kätzchen

Zusammen mit Herbert meinem Mann bin ich unterwegs auf einer Tagestour. In Deutschland ist Feiertag, aber nicht in den Nachbar Ländern. Darum sind wir beide los um in einem Nachbarland einzukaufen. Wir wollen uns speziell nach Babysachen suchen, die hier erheblich billiger sind wie in Deutschland. Zwar dauert es noch etwa drei Monate bis zur Geburt unseres ersten Kindes, aber man kann nie früh genug mit dem Einkauf anfangen.

An der Grenze gibt es keine Schwierigkeiten wegen meiner Tasche, denn der Zöllner kennt mich schon. Ohne groß zu fragen hat er mir die nötige Bescheinigung ausgestellt und abgestempelt. Dabei haben wir uns natürlich über seinen Hund unterhalte, den er aus meinem TH geholt hat.

Nun fahren wir schon zehn Minuten in dem Land als Herbert auf einen Gebäudekomplex zeigt. Darin scheint es auch ein Warenhaus zu geben. Ich stimme zu das wir dort zuerst schauen und Herbert fährt auf den Parkplatz. Dieser ist sehr voll. Meistens sind es Fahrzeuge aus Deutschland die hier stehen. Aber schon bald haben wir einen Parkplatz gefunden und Herbert stellt den Wagen ab.

Dann gehen wir auf das Warenhaus zu, während Herbert meine Tasche trägt. Neben dem Eingang stehen auch Einkaufswagen und Herbert nimmt einen dieser Wagen. Dann stellt er die Tasche in den Wagen und wir betreten nun endlich das Warenhaus.

Über eine Stunde besuchen wir alle Abteilungen des Warenhauses, jedoch finden wir nirgends etwas für Babys. Darum kaufen wir nur ein paar Lebensmittel und müssen doch ins besondere über ein Produkt staunen. Wir finden Milch die erheblich billiger ist, wie bei uns in Deutschland. Obwohl diese von ein und derselben Molkerei ist wie bei uns. Trotzdem verstehe ich nicht warum die Milch hier 10 Pfennig weniger kostet wie bei uns im Supermarkt.

Nachdem wir durch die Kasse sind, gehen wir zu unserem Wagen und stellen die eingekauften Sachen in den Kofferraum. Anschließend bringt Herbert den Einkaufswagen zurück, während ich am Auto auf ihn warte.

Als mich ein kleines Kind anspricht, schrecke ich richtig hoch. Doch die kleine fragt mich nur, ob ich einen bestimmten Geländewagen sehen kann. Ich schaue mich um und muss dabei lächeln, denn das Mädchen ist vielleicht nur 50 cm kleiner wie ich. Trotzdem trete ich einen Schritt vor und schaue mich um.

Bei einem Auto gibt es einige Aufregung und ich nehme das kleine Mädchen an die Hand. Zusammen mit ihr gehe ich zu dem Wagen und finde dort eine in Tränen aufgelöste Frau vor. Sobald sie das Mädchen sieht, kommt sie auf uns zugelaufen und freut sich das ihre Tochter wieder da ist. Immer wieder bedankt sie sich bei mir und auch ihr Mann kommt hinzu. Auch er bedankt sich und während wir uns unterhalten sehe ich Herbert wie er zu unserem Auto geht.

Ich will mich von dem Paar verabschieden und sage dabei auch, weswegen wir überhaupt hier bei dem Warenhaus sind. Daraufhin sagt die Frau zu mir, wo wir hin müssen. Aber wir sollen uns nicht vom Aussehen des Ladens täuschen lassen. Es ist nur einige Kilometer entfernt und nachdem ich bei Herbert bin, fahren wir dort sofort hin. Die Wegbeschreibung des Mannes ist sehr gut, so das wir nicht einmal fragen müssen, wo wir denn hin müssen.

Der Laden scheint sehr klein zu sein, denn er hat nur ein Fenster zur Ausstellung. Dieses Fenster ist nur etwa 3 Meter groß und daneben befindet sich sofort der Eingang in den Laden. Links und rechts von Eingang und Fenster sind nur etwa 2 Meter frei.

Als wir den Laden betreten sind wir sehr erstaunt über das was wir sehen. Der Laden ist etwa 20 Meter lang und es befinden sich 4 Regalreihen in dem Laden. Nach etwa der Hälfte des Raumes verbreitert er sich auf das doppelte wie vorn im Laden.

Gleich nachdem wir den Laden betreten haben, kam eine junge Frau zu uns und begrüßte uns mit Handschlag. Dann fragte sie nach dem Geburtstermin und ich sagte ihr das es noch etwa drei Monate dauert bis zur Geburt. Daraufhin sagte sie, die Babyabteilung befindet sich in der zweiten Hälfte des Ladens, gleich rechts nachdem sich der Raum verbreitert hat.

Herbert und ich gehen sofort zu dem Bereich und sind überrascht was wir alles vorfinden. Hier befindet sich alles was wir benötigen. Es befindet sich alles da, vom Kinderwagen bis zur Erstausstattung für Babys. Die junge Frau vom Eingang bringt uns einen Einkaufswagen und nun packen Herbert und ich alles in den Wagen, was wir brauchen. Sehr erstaunt bin ich, das die Preise in der Landeswährung und in DM sind.

Als wir im hinteren Teil des Ladens ankommen sehen wir einen älteren Herrn auf einem Stuhl sitzen. Auf seinem Schoß liegt eine junge Katze. Obwohl der Mann die Katze streichelt, kommen kein Ton und keine Bewegung von der Katze. Ich spreche den Mann an und er sagt mit Tränenerstickter Stimme: „Vor 20 Minuten ist meine kleine Lore gestorben. Lassen sie die Kleine bei mir bis der Laden schließt. Dann gehe ich nach Hause und werde Lore beerdigen.“

Ich werfe einen genaueren Blick auf Lore und sehe dabei, das sich ihr Brustkorb ganz schwach hebt und senkt. Darum sage ich zu dem altem Mann: „Ihre Katze lebt noch. Lassen sie mich bitte nachschauen in wie weit ich noch helfen kann!“

Sofort überlässt er mir die Katze und legt sie vor sich auf den Boden. Herbert, der meine Tasche trägt, öffnet diese sofort und reicht mir anschließend mein Stethoskop. Damit höre ich zunächst die Katze ab. Ein Herzschlag und normale Lungengeräusche zeigen mir, das an beiden Organen nichts unnormales vorhanden ist.

Ich taste die Katze darum ab und habe schon sehr schnell gefunden, warum die Katze neben der Spur hängt. Ihre Hüfte ist gebrochen und dieses kann nur durch einen Aufprall mit einem Auto geschehen sein. Darum frage ich den Mann, ob die Katze frei herum laufen darf. Dieses bestätigt er mir.

Sofort frage ich ihn nach einer TK und er antwortet mir, das sich eine solche gleich nebenan befindet. Schon ist er an mir vorbei und er verlässt den Laden. Die Frau vom Eingang kommt zu uns und fragt was los ist. Herbert klärt sie auf und die junge Frau ist ganz erstaunt. Nach einem kurzen Moment sagt sie, das ihr Urgroßvater immer an dieser Tür sitzt und seine Katze dabei hat. Von einem Unfall hat er nichts gesagt als er gekommen ist, nur die Katze lag dann schon sehr komisch in seinen Armen.

Es dauert nicht lange als zwei Mitarbeiter der TK den Laden betreten. Dabei haben sie eine Trage auf der vorsichtig die Katze gelegt wird. Dann geht es schon zur TK. Auch Herbert begleitet uns. Den Einkaufswagen hat er einfach stehen gelassen.

In der TK angekommen wird die Katze sofort geröntgt und es wird meine Diagnose bestätigt. Daraufhin spricht der behandelnde TA mit mir und sagt sofort als er meinen Namen erfährt, das ich die OP leiten darf.

Über zwei Stunden dauert die OP, wobei ich die Hüfte wieder in ihre normale Form bringe. Es ist schon fast 19.00 Uhr, als wir den OP-Raum verlassen. Der TA gibt mir seine Hand und bedankt sich bei mir. Dabei lässt er die Bemerkung fallen, das er so etwas noch nie erlebt hat. Eine TA-Helferin führt eine OP durch, wo er nur helfen kann. Jedenfalls wird die Katze, die erst 9 Monate alt ist, bald wieder herum springen ohne das man etwas bemerkt.

Dann verlassen wir die TK. Draußen erwartet uns nicht nur der alte Mann, sondern auch die junge Frau. Während sich der Mann bedankt und kurz darauf in der TK verschwindet, sagt die Frau zu uns: „Ich weiß nicht wie ich Ihnen danken soll. Die kleine Katze war noch alles was er von seiner Frau, die vor drei Monaten verstorben ist, hatte. Das sie so kurz vor dem Tod stand habe ich nicht gewusst. Aber ich hoffe das sie wieder gesund wird. Wissen Sie was? Der gesamte Einkauf den sie getätigt haben steht noch bei mir im Laden. Den können sie völlig kostenlos mitnehmen als Danke für Ihre Hilfe.“

Wir einigen uns darauf, das nur der Kinderwagen kostenlos ist und Herbert zahlt noch über 200 Mark in dem Laden. Das aber erst nach zähen Verhandlungen mit der jungen Frau. Sie wollte einfach alles umsonst abgeben, doch Herbert überredete sie anschließend dazu, das nur der Kinderwagen nichts kostet. Erst um 20.l00 Uhr verlassen wir den Laden, da hat er schon seit zwei Stunden geschlossen.

Noch öfters waren wir in dem Laden und nach 7 Monaten saß der alte Mann wieder auf seinem Stuhl. Auch die Katze war bei ihm. Nach einem kurzen Moment kam sie zu mir und fing sofort an zu köpfeln. Der Mann sagte mir, das die Katze das niemals bei fremden macht, aber sie scheint mich aus irgend einem Grund wieder zu erkennen. Die Katze ist vollkommen gesund. Nichts deutet mehr auf ihre Verletzung hin.
 
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Am Kanal

Mein Mann Herbert ist mal wieder auf einer Tagung der Zahnärzte. Das er so oft zu Tagungen ist, regt mich langsam aber sicher doch auf, doch ich kann nichts dagegen machen. Er selber findet es auch nicht richtig, das er so oft als Gastredner angefordert wird. Wenn er mir aber das Thema der Tagung erzählt, stimme ich ihm aber meistens zu, dort hin zu fahren.

Diese Tagungen gehen meistens über zwei Tage und Herbert muss seinen Vortrag, warum er so eng mit einem TH verknüpft ist, meistens am zweiten Tag halten. Jedoch soll er immer auch am ersten Tag dabei sein, um sich Notizen von den anderen Vorträgen zu machen.

So auch an diesem Wochenende. Am frühen Morgen ist Herbert los gefahren um die 200 Kilometer zum Tagungsort zu fahren. Fahrtkosten bekommt er am Tagungsort erstattet, wurde Herbert zugesagt. Auch nur aus diesem Grund ist er losgefahren, denn er hat auch schon Tagungen abgesagt, die viel näher an unserem Wohnort lagen. Bei den anderen wurden die Fahrtkosten nicht übernommen. Sogar eine Tagung in unserer Stadt, hat er aus diesem Grund nicht wahrgenommen.

Dabei ist Herbert nicht geizig, nur handelt es sich bei ihm um den Gerechtigkeit Sinn. Andere die auch zu der Tagung eingeladen worden sind, bekamen ihre Fahrtkosten ersetzt. Nur Teilnehmer aus unserem Ort nicht. Herbert meinte dazu: „Gleiches Recht für alle! Entweder bekommen alle die Fahrtkosten ersetzt, oder keiner!“

Nun bin ich also ohne Herbert an diesem Wochenende. Nur Monika meine 19jährige Tochter ist zu Hause. Doch auch sie ist an jedem Abend unterwegs mit ihrem Kai. Diesen hat sie vor einigen Jahren bei einem meiner Einsätze kennen gelernt.

Also gehe ich an diesem Samstag allein an unserem Kanal spazieren. Ich will bis zur Schleusen Gastwirtschaft gehen und dort einen Kaffee trinken und ein Stück Kuchen essen. In der Gastwirtschaft gibt es auch einen Bereich der den Kaffee Trinkern vorbehalten ist. Und dort will ich hin.

Nach einer Stunde habe ich das Restaurant erreicht. Sofort weiß ich warum dieses „Zur Schleuse“ heißt. Von einer Seite des Restaurants hat man einen sehr guten Blick auf die Schleuse und hier werden rund um die Uhr Schiffe abgefertigt. Soll heißen, das sie entweder angehoben oder Abgesenkt werden. Je nach Fahrtrichtung. Denn ein Teil des Kanals liegt erheblich tiefer wie der andere.

Ich setze mich also an einem Tisch, an dem schon ein Ehepaar sitzt, und schaue dem Treiben der Schleuse zu. Gerade werden drei Schiffe abgelassen. Als die Bedienung des Restaurants kommt, bestelle ich Kuchen und Kaffee. Kurz darauf kommen die bestellten Sachen und ich trinke und esse diese mit Genuss.

Als ich nach draußen schaue bemerke ich auf einmal, gerade habe ich das letzte Stück des Kuchens gegessen, Aufregung auf einem Schiff, das gerade abgelassen wird. Dort ist ein Mann und eine Frau bei einem Hund und ist sehr aufgeregt.

Da ich schon in dem Kaffee bekannt bin, ist die Bedienung nicht sehr erstaunt als ich bei ihr auftauche. Ich sage nur zu ihr: „Ich werde draußen gebraucht. Zahlen tue ich später.“ Dann laufe ich schon zum Ausgang des Kaffees. Sehr schnell renne ich zu der Schleuse, kann jedoch das Schiff nicht mehr betreten, weil es schon etliche Meter unter mir ist.

Ich rufe dem Mann und der Frau nur noch zu, das ich helfen werde wenn sie aus der Schleuse sind. Der Mann ruft zurück: „Der Hund ist zwischen Wand und Schiff gekommen. Rufen sie schnell Hilfe!“

Ich hebe nur meine Hand und zeige ihm damit, das ich verstanden habe. Dann schaue ich mich um und entdecke nicht weit von meinem Standort ein Boot der Wasserschutzpolizei. Sofort kommt mir ein verwegener Gedanke. Bisher hatte ich noch nie eine Berührung mit der Wasserpolizei, aber ich werde es versuchen.

Schnell laufe ich am Ufer des Kanals lang auf das Boot der Wasserpolizei zu und bin dabei heftig am Winken. Da ich dem Boot immer näher komme, sehe ich das ein Mann in meine Richtung schaut. Kurz darauf hebt er auch ein Fernglas und ich hebe im Laufen meine Rettungstasche hoch. Gleichzeitig zeige ich zu einem Bootsanleger. Aber ob das Boot der Polizei dort anlegen kann?

Noch bevor ich den Steg erreiche beschleunigt auch die Wasserpolizei und hält auf den Bootsanleger zu. Noch bevor ich den Steg erreiche, legt das Boot an und ein Mann springt von Bord. Dort wartet er auf mich und als ich bei ihm ankomme, ich bin ganz außer Atem, fragt er mich was los ist.

Ich hole ein paar Mal tief Luft und schildere ihm nun, das es auf dem Schiff, welches gerade die Schleuse verlässt einen schwer Verletzten Hund gibt. Sofort sagt der Mann zu mir: „Alles klar Gerda! Komm an Bord, wir bringen dich zu dem Schiff!“ Ich bin erstaunt das mich kennt, aber ich springe an Bord des Bootes.

Erst jetzt klärt mich der Mann auf, woher er mich kennt. Sein Bruder ist bei der Autobahnpolizei und dieser hat ihn schon öfters von einer Frau erzählt die immer eine Rettungstasche bei sich führt um Tieren zu helfen. Darum hat er seinen Vorgesetzten auf mich aufmerksam gemacht und ihm kurz erklärt wer ich bin. Dieser hat dann sofort entschieden, denn Steg an zu laufen.

Inzwischen fährt das Boot mit Höchstgeschwindigkeit auf das Schiff zu. Dabei ertönt auch öfters die Sirene der Polizei. Kurz bevor die Polizei das Schiff erreicht ertönt die Stimme eines anderen Mannes aus den Lautsprecher des Polizeibootes: „Erhöhen sie die Geschwindigkeit auf die zulässige Geschwindigkeit. Ein TA kommt dann an Bord!“

Da das Schiff bisher sehr langsam gefahren ist, erhöht sie die Geschwindigkeit und nach nur einem kurzen Moment legt das Polizeiboot an den Schiff an. Dann wird die Geschwindigkeit auf Kommando der Polizei wieder verringert. Auch muss das Schiff näher ans Ufer fahren.

Ich verlasse das Polizeiboot und springe auf das Schiff. Dort werde ich von einem Mann in Empfang genommen und er bringt mich sofort zu dem Paar mit dem Hund. Der Mann sagt mir noch einmal, das sein Hund zwischen Kaimauer und Schiffsrumpf gefallen ist. Sofort kümmere ich mich um den Hund.

Zunächst höre ich ihn ab und da ich nichts feststellen kann, taste ich den Hund ab. Ich hoffe dadurch Verletzungen des Hundes fest zu stellen. Schon bald stelle ich fest, das der Hund sein Becken gebrochen hat. Da der Hund vor mir immer wieder leise am jaulen ist, bekommt er von mir eine Narkosespritze, die ihn für mindestens eine Stunde außer Gefecht setzt.

Nachdem die Spritze wirkt, untersuche ich den Hund weiter. Innere Verletzungen kann ich jedoch bei meiner Untersuchung nicht feststellen. Ich sage das zu den beiden und erwähne dabei, das der Hund sofort zu mir ins TH muss. Erstraunt fragt mich der Mann, ob es nicht besser ist den Hund in eine TK zu bringen.

Ich schaue ihn lachend an und sage zu ihm: „Genau dort kommt der Hund hin! In unserem TH gibt es auch eine Tiernotfall Station. Der TA wird sich sofort, was er auch schon jetzt macht, weiter um den Hund kümmern.“

Ich sehe wie das Paar auf Atmet und schon kurz darauf liegt der Hund auf einer Trage des Polizeibootes. Als der Hund und ich wieder auf dem Boot sind, legt dieses sofort ab und fährt zurück zur Schleuse. Da ich dem Paar aber nicht gesagt habe, wo ihr Hund hin kommt, rufe ich diese über Funk, der Chef des Bootes hat mir sein Gerät zur Verfügung gestellt. Dort sage ich dem Paar wo ihr Hund hinkommt und sie versprechen sich bald zu melden.

Sobald der Hund in unserem TH angekommen ist, wird er sofort geröntgt. Nach Auswertung der Bilder richte ich das Becken des Hundes und lege ihn nach erfolgreicher OP in einen Dämmerungszustand. Diesen wird er auch in den nächsten Wochen nicht verlassen.

Jeden Tag rufen die Besitzer des Hundes an und fragen nach, wie es dem Hund geht. Jedes mal sage ich ihnen, wie es dem Hund geht und in dieser Zeit fällt mir ein, das ich noch die Rechnung im Kaffee bezahlen muss. Schnell fahre ich zu dem Kaffee und begleiche meine Rechnung. Dort hat man sich aber keine Sorgen um die Rechnung gemacht, denn schließlich sind Herbert und ich dort Stammgäste.

Nach drei Wochen hole ich den Hund aus seinem Dämmerzustand und als er richtig wach ist, kommt er auf die Krankenstation. Dort liegt er in seinem Korb und ist am Weinen. Er vermisst seine Besitzer und fange an ihn zu trösten. Doch Erfolg habe ich keinen.

Bis Hermine sich zu ihm in den Korb legt! Sofort ändert der Hund sein Verhalten und er kümmert sich nur noch um Hermine. Hermine ist eine dreibeinige Katze die eines Tages bei dem Hund im Korb lag. Wir haben die beiden nicht getrennt und als nach weiteren drei Wochen die Besitzer des Hundes kamen, wurde auch Hermine mitgenommen.

Noch sehr oft war ich auf dem Schiff zu Besuch. Dem Hund und Hermine ging es sehr gut und als Hermine nach einigen Monaten starb, kam das Paar zu mir und Hermine wurde auf unserem Friedhof zur letzten Ruhe gebettet. Auch suchte sich der Hund eine neue Katze aus, die mit an Bord kommen durfte.

Sehr viele Jahre habe ich das Leben der Tiere verfolgt und obwohl drei Katzen in meiner Zeit auf das Schiff kamen, ist nie eine Katze abgehauen. Zwar haben sie öfters das Schiff verlassen, aber wenn es ablegte, waren auch die Katzen wieder mit an Bord. Als ich das letzte mal an Bord war, befanden sich dort ein Hund und sechs Katzen. Alle waren die besten Freunde.

Auch der Hund wurde, wenn einer seiner Vorgänger verstorben war, in unserem TH beerdigt und ein anderer Hund durfte mit an Bord. Im Laufe der Zeit waren es vier Hunde und sechszehn Katzen die von uns an Bord vermittelt wurden.
 
Tschikitta

Tschikitta

5.910
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Der General

Heute bin ich alleine unterwegs mit unserem Wohnmobil. Herbert ist auf einem Lehrgang und der endet erst morgen. Und zu dem Lehrgangsort bin ich unterwegs. Da dieser Ort in München ist, bin ich heute am Donnerstag schon los gefahren. Wenn ich mich mit Herbert getroffen habe, wollen wir zwei Wochen durch die Gegend fahren. Einen Zielort haben wir nicht festgelegt.

Nun bin ich unterwegs nach München um Herbert von der Tagung ab zu holen. Im Moment geht es gar nicht weiter. Ich stehe schon seit 30 Minuten auf ein und derselben Stelle. Der Stau hat sich vollkommen überraschend für mich aufgebaut. Vorher konnte ich noch mit 100km/h fahren. Auf einmal wurde es langsamer und dann kam der Verkehr zum Erliegen.

Obwohl ich die ganze Zeit mein Funkgerät am Laufen habe, wurde vorher nichts von dem Stau gesagt. Erst als alles gestanden hat, wurde von der Gegenfahrbahn berichtet, das es einen Unfall nur etwa einen Kilometer vor mir gegeben hat.

Nach einer Stunde geht es langsam weiter. Als die Autobahn drei spurig wird, muss ich noch einmal anhalten Diesmal geht es aber schon nach 10 Minuten langsam weiter. Nur langsam geht es weiter und schon bald kann ich die Unfallstelle sehen.

Ein LKW ist auf einem Panzer ähnlichem Fahrzeug aufgefahren. Darum sind zwei Spuren gesperrt. Außerdem erkenne ich mehrere Soldaten die dort herum stehen. Zwei Autos vor mir wird die Autobahn wieder gesperrt, weil ein Kranwagen der Bundeswehr nun versucht den LKW von dem Panzerwagen zu trennen.

Dazu muss er auch auf die dritte Spur fahren die er nun komplett blockiert. Der Kran fährt seinen Kran Arm aus und senkt gleichzeitig seinen Hebehaken. Vier andere Soldaten befestigen in der Zeit zwei dicke Stahlseile an dem LKW.

Interessiert schaue ich zu was die Soldaten machen. Ich habe durch meine erhöhte Sitzposition einen freien Blick auf die Unfallstelle und kann alle Maßnahmen, die getroffen werden, sehen. Links und rechts werden die starken Stahlseile um den Vorderreifen gelegt. Wobei ich den linken Reifen nicht sehen kann, aber ich vermute das dort genau dasselbe passiert wie auf der rechten Seite.

Auf einmal klopft es an meiner Fahrertür und als ich dort hinsehe, steht ein Soldat neben meinem Fahrzeug. Ich lasse die Scheibe an der Beifahrertür herunter und der Soldat sagt, nach einer Entschuldigung, zu mir: „Sie sind doch Frau Gerda Xxxxx? Bitte folgen sie mir sofort zu meinem General. Er wartet dort vorn auf Sie.“

Ich schaue in die Richtung und sehe dort tatsächlich einen Mann stehen. Dieser schaut in diesem Augenblick zu dem Wohnmobil und als er sieht, das ich zu ihm schaue, fängt er sofort an zu Winken. Schnell schnappe ich mir meine Tasche und ziehe den Schlüssel aus dem Zündschloss. Dann folge ich dem Soldaten und ein weiterer kommt uns entgegen. Er läuft an mir vorbei und sagt während des Laufens: „Ich bin die Wache für Ihr Fahrzeug!“

Bevor ich den Mann erreiche der gewunken hat, schaue ich mich noch einmal um. Der Soldat der mir entgegen kam steht neben dem Wohnmobil und scheint es zu bewachen.

Dann habe ich den Mann erreicht und sehe sofort die beiden goldenen Sterne neben dem Eichenlaub auf seiner Schulter. Dieser Mann ist ein General, wie ich mir in Erinnerung rufe. Bernd hatte mir vor einiger Zeit erzählt, das solche Menschen nur mit General angeredet werden.

Als ich bei ihm bin sagt er zu mir: „Unter dem gepanzertem Fahrzeug liegt ein Tier, das plötzlich auf die Straße gelaufen ist, ohne das der Fahrer es vorher gesehen hat. Als es zu spät war, hat er stark gebremst und sofort den Schlag von hinten bemerkt. Dann hat er nach gesehen. Im letzten Drittel des Fahrzeuges liegt das Tier. Vermutlich ein Fuchs oder ein Hund.“

Ich will sofort zu dem Tier und sage zu dem General: „Stoppen sie sofort den Bergevorgang. Erst will ich nach dem Tier sehen!“ Er schaut mich an, dann kommen Befehle von ihm. Der Kran hört sofort auf den LKW vorne an zu heben. Als keine Arbeiten mehr durchgeführt werden, laufe ich zu dem Panzerfahrzeug. Erst lege ich mich von vorne auf den Boden um unter das Fahrzeug zu sehen.

Doch ich erkenne nur ein Tier unter dem Fahrzeug. Darauf gehe ich zum Heck des Fahrzeuges, werfe einen Blick zu dem Bediener des Kranes und lege mich auf den Boden. Dann krieche ich etwas unter den Panzer und erkenne nun, das es ein Wolf ist, der unter dem Fahrzeug liegt.

Da der Wolf noch immer am herum toben ist, krieche ich weiter unter das Fahrzeug und habe es auch kurz danach erreicht. Neben dem Wolf, der mich noch gar nicht bemerkt hat, bleibe ich liegen und öffne langsam meine Tasche, die ich auch jetzt mitgenommen habe. Vorsichtig hole ich ein starkes Betäubungsmittel aus der Tasche und mache eine Spritze fertig. Dann setzte ich die Spritze und in diesem Moment schaut mich der Wolf an.

Sofort will er nach mir schnappen, jedoch bin ich schon etwas zurück gerutscht, so das mich der Wolf nicht erreichen kann. Der Wolf knurrt mich weiter an, wird aber immer leiser. Dann ist er endlich am Schlafen. Jetzt krieche ich wieder unter dem Panzer hervor und gehe sofort zu dem Kranwagen.

Der Kranführer öffnet seine Tür und ich sage zu ihm, das er nur noch auf meine Kommandos hören soll. Der Fahrer schaut mich an, dann schaut er an mir vorbei. Da sage ich zu ihm: „Auch wenn der General hinter mir steht, jetzt habe ich das Kommando, denn unter dem Panzer liegt ein sehr schwer verletztes Tier.“

Wieder schaut er an mir vorbei, dann sagt er: „Alles klar junge Frau! Machen wir es so. Steigen sie bitte wieder von meinem Kran und geben sie die nötigen Kommandos. Ich versuche sie zu verstehen und wenn ich es nicht kann, frage ich nach!“

Ich klettere die zwei Stufen vom Kran herunter und stelle mich so hin, das ich den Kran und den LKW sowie den Panzer sehen kann. Doch ich bin zu nahe, wie mir der General sagt und ich gehe ein paar Meter zurück. Jetzt sehe ich noch immer den Fahrer des Kranes und gebe ihm ein Zeichen, das er beginnen kann.

Sehr vorsichtig hebt der Kran den LKW an. Nachdem die Vorderräder nicht mehr den Boden der Autobahn berühren, schwenkt der Kranfahrer diesen langsam zurück. Jedoch rührt sich der LKW nicht einen Zentimeter nach hinten. Darum sage ich zum General, das der Panzer vorsichtig etwas nach vorn fahren soll.

Der General fragt ob ich sicher bin und als ich ihm sage das ich zwischen Panzer und LKW liegen werde, redet er lange auf mich ein. Es ist ihm zu gefährlich! Ich frage ihn wie es ist, wenn ich unter den Panzer krieche und nun schaut er erst recht ungläubig.

Neben uns steht ein Sanitäter, wie ich an der Armbinde erkannt habe. Diesen spricht der General an und fragt ihn, ob er sich unter den Panzer legt um zu schauen ob der Wolf ruhig bleibt. Erst schaut mich der Sani an, dann meine Tasche und er sagt dann etwas was ich nie erwartet hätte: „ Sicher mache ich das Frau Xxxxx! Für Sie mache ich alles, auch mich unter den Panzer legen.“

Ich schaue ihn wohl richtig erstaunt an und er sagt zu mir: „Mein Bruder ist Stabsarzt in einem Bataillon das ganz in der Nähe ihres TH liegt. Er erzählte mir davon, das es eine junge Frau gibt die immer eine prall gefüllte Rettungstasche für Tiere dabei hat. Sie haben diese Tasche. Herr General, ich bin bereit!“

Ich gebe ihm noch eine Narkosespritze mit und sage ihm auch, das wenn der Wolf langsam wieder wach wird, diese Spritze nur irgendwo bei dem Wolf ansetzen soll. Dann begibt sich der Soldat zum Bug des Panzers und kriecht darunter. Schon kurz darauf höre ich seine Stimme und er sagt: „Es kann losgehen. Der Wolf, ein süßes Tier, schläft noch.“

Dann heult der Motor des Panzers auf und langsam setzt er sich in Bewegung. Zentimeter für Zentimeter fährt er vor. Es dauert fast eine Minute, so langsam fährt der Panzer, bis der Wolf erscheint. Noch etwa eine Minute dauert es, dann ist auch der Mann wieder ganz unter dem Panzer hervor. Jetzt gebe ich dem Fahrer des Kranes ein Zeichen, das er seine Last wieder ablässt. Nach wenigen Augenblicken steht auch der LKW wieder auf seinen Rädern und ich laufe zu dem Wolf.

Als ich bei ihm bin und gerade mein Stethoskop hervor hole, tritt der General zu mir. Er sagt: „Dein Wohnmobil muss dort weg! Gleich wird die Autobahn wieder einspurig frei gegeben und dann stört dein Mobil!“ Ohne ihn weiter zu beachten drücke ich ihm den Autoschlüssel in die Hand und kümmere mich dann um den Wolf.

Zunächst höre ich ihn ab, kann jedoch nichts feststellen. Darum taste ich ihn ab, aber ohne eine derbe Beule am Kopf, scheint der Wolf keine Verletzungen davon getragen zu haben.

Noch als ich ihn untersuche, bemerke ich wie der Wolf mich ansieht. Doch ich mache einfach weiter. Dieser lässt auch die Untersuchung seiner Pfoten zu und erst als ich mit seinem Rücken fertig bin, steht er auf. Alle die bisher um mich gestanden haben, treten nun zurück.

Jedoch beachtet der Wolf die anderen nicht. Nur mich mustert er die ganze Zeit. Als ich eine weitere Spritze gegen etwaige Schmerzen heran hole, schaut er mich an. Ich rede mit ihm, während ich die Spritze setze, und sage zu ihm, das es eine Spritze gegen etwaige Kopfschmerzen ist. Auch schreibe ich einen Zettel auf dem steht, das der Wolf nur Kopfschmerzen hat und keine weitere Untersuchung benötigt.

Diesen Zettel befestige ich mittels eines Gummibandes am Hals des Wolfes. Dann sage ich zu ihm, das er nun wieder laufen kann. Wohl zwei Minuten schaut der Wolf mich an, dann dreht er sich um und geht zum nahen Wald. Dort dreht er sich noch einmal um, dann verschwindet er im Gebüsch.

Der General gibt mir meinen Autoschlüssel wieder und kurz darauf bin ich wieder unterwegs in Richtung München. Am nächsten Mittag treffe ich dann endlich Herbert und wir fahren in unseren Urlaub.

Aber auch hier wird meine Hilfe benötigt, aber doch bin ich überrascht bei dem Treffen mit den Tieren.
 
Tschikitta

Tschikitta

5.910
173
Das TH

Seit einem Jahr wohne ich jetzt in der Stadt wo ich meinen Herbert zur letzten Ruhe gebettet habe. Fast täglich bin ich an seinem Grab und rede mit ihm. So wie ich es immer gemacht habe, seit dem ich ihn kenne.

Auch gehe ich inzwischen mehrmals in der Woche in das ortsansässige TH und kümmere mich dort um die Tiere. Da ich alles nur mit einer Hand machen kann, die andere Seite ist nach meinem schweren Schlaganfall gelähmt, dauert die Arbeit die ich verrichte natürlich etwas länger. Aber hier treibt mich keiner an, sondern alle haben Verständnis für mich.

Auch weiß keiner hier im TH das ich selber ein TH geleitet habe und von meiner Ausbildung oder meinem Doktor ist auch nichts bekannt. So kümmere ich mich um die Verpflegung der Tiere, mache ihre Räumlichkeiten sauber und gehe auch mit ihnen spazieren. Doch wenn ich mit den Tieren spazieren gehe, ist es meistens nur ein Hund der mit mir mitgeht. Alle anderen im TH haben meistens mehrere Tiere bei sich, nur eben ich nicht.

Im Moment mache ich eine Pause und sitze darum im Versammlungsraum des TH. Dabei fällt mir eine Zeitschrift in die Hände, bei der ich selber vor langer Zeit einige Artikel geschrieben habe. Ich blättere schnell durch die Zeitschrift und entdecke tatsächlich einen Artikel über mich. Auch ein Foto von mir gibt es.

Als sich eine Hand auf meine Schulter legt, schrecke ich richtig hoch. Es ist der TA des TH der mich freundlich an lächelt. Dann sagt er: „Sie waren so vertieft in den Artikel über diese Frau, das sie mich gar nicht bemerkt haben. Ich bin schon seit 10 Minuten hier und habe auch schon einen Kaffee getrunken. Diese Frau dort in der Zeitschrift hätte ich gern mal kennen gelernt, aber vielleicht später einmal.“

Dann schlägt er die Zeitschrift zu und steckt sie in seine Tasche. „Hoffentlich hat keiner das Bild gesehen, aber ich werde dein Geheimnis hüten.“ Danach dreht er sich um und er verlässt den Raum. Ich bleibe noch etwas sitzen und denke über die neue Situation nach. Aus irgendeinem Grund vertraue ich dem TA. Er wird nichts verraten, davon bin ich überzeugt.

Ich stehe auf und gehe wieder zum Hundebereich um dort weiter sauber zu machen. Als ich den Hundebereich betrete sehe ich sofort den TA und unsere TH-Leiterin die sich um einen Hund kümmern. Doch der TA grüßt mich nur, so als wenn er mich heute noch nicht gesehen hat.

Nach fünf Minuten ruft der TA nach mir. Ich hatte in der Zeit die Futternäpfe der Hunde gereinigt. Die TH-Leiterin verabschiedet sich und nun soll ich dem TA helfen. Ich trete zu dem Tisch auf dem der Hund liegt und streichele ihm zunächst über den Kopf. Der Hund schaut mich mit glanzlosen Augen an und auf schnuppert an meiner Hand. Kurz darauf fängt er auch an mit seinem Schweif zu wedeln und für kurze Zeit kommt der alte Glanz wieder in seinen Augen.

Der TA sieht mich sprachlos an, dann sagt er: „Also stimmt es was in den alten Zeitschriften steht. Wo sie sind geht es jedem Tier bald besser.“ Dann erklärt er mir, woran der Hund leidet und ich bitte ihn darum den Hund sofort auf die Krankenstation zu bringen. Wortlos greift er an den Tisch, löst die Bremsen und schiebt den Hund zum Krankenbereich.

Dabei kommt uns wieder die TH-Leiterin entgegen. Als sie den TA sieht öffnet sie sofort die Tür zum Behandlungszimmer und sagt zu mir: „Danke Gerda! Aber ich werde dem TA nun weiter helfen.“ Da ertönt die Stimme des TA der sich schon im Raum befindet: „Gerda soll mir weiter helfen und nur Du darfst helfen, wenn Du schweigen kannst!“ Erstaunt sieht die TH-Leiterin zum TA dann zu mir. Aber sie lässt mich auch in den Raum.

Ich betrete den Raum und bekomme mit wie der TA zur TH-Leiterin sagt: „Was Du jetzt siehst, darfst Du niemanden weiter erzählen. Denn die beste TÄ der Welt wird sich jetzt um Conni kümmern. Mach bitte weiter Gerda! Dir erkläre ich alles später!“ sagt er noch zur Leiterin.

Ich trete schon zum Schreibtisch und setze mich zunächst hin. Dann reicht mir der TA einige Röntgenaufnahmen und weitere Untersuchungsergebnisse. Mich interessiert aber zunächst nur die Blutbild Auswertung. Es ist das große Blutbild was ich vorfinde. Ich vertiefe mich in diese Aufstellung und finde zwei Werte, die nicht der Norm entsprechen.

Es sind der Leberwert und der Entzündungswert. Beide sind erhöht. Zwar nicht sehr stark aber sie entsprechen nicht der Norm. Darum stehe ich wieder auf und trete zu dem Hund. Dort angekommen fange ich an mit dem Hund zu reden. Dieser schaut mich wieder mit glänzenden Augen an. Auch ist er wieder mit seinem Schweif am Wedeln.

Aus den Augenwinkeln bekomme ich mit, wie die Leiterin den TA mustert. Dann will sie wohl eine Frage stellen, jedoch winkt der TA ab und die Leiterin ist ruhig. Neugierig schaut sie zu, was ich mache. Jedoch fange ich an den Hund ab zu tasten. Überall sind die Finger meiner Hand. Dann komme ich endlich zum Leberbereich des Hundes.

Nun rede ich intensiver mit dem Hund und fasse einfach fester zu. Dabei fängt der Hund an zu jaulen und sofort lasse ich ihn wieder los. Dann sage ich zu dem Hund: „Das war nötig, mein kleiner. Aber ich muss doch wissen was Du hast, damit dir geholfen werden kann. Schließlich bist Du erst vier Jahre alt und willst noch lange Leben!“

Der Hund wedelt nur mit seinem Schwanz dann sinkt sein Kopf wieder auf die Pritsche. Ich sage nun dem TA das der Hund eine Leberentzündung hat und welche Medikamente benötigt werden. Sofort holt der TA die Medikamente heran und da er ein Medikament nicht hat, ruft er in seiner Praxis an und lässt dieses Medikament sofort kommen. Das dafür ein Taxi benötigt wird, regt keinen auf. Anstandslos wird das Taxi von der TH-Leiterin bezahlt.

Nachdem der Hund alle Medikamente bekommen hat, schaut mich die Leiterin an. Ich gehe jedoch schon wieder zum Hunde Bereich und setzte meine Arbeit fort. Wenig später kam die TH-Leiterin in Begleitung des TA zu mir. Stumm drückte sie mir die Hand um dann zu ihrem Büro zu gehen. Nur der TA blieb bei mir. Er erzählte mir dann was vorgefallen ist: „ Zunächst war Claudia sehr erstaunt. Dann hat sie mich mit Fragen überhäuft. Ich habe ihr nur geraten die Zeitschriften genau zu studieren und nur die Geschichten von Gerda Xxxxx zu lesen. Dann weiß sie alles. Außerdem ist Conni ihr eigener Hund, den sie jeden Tag mit ins TH bringt.“

Nach drei Stunden kam Claudia, die TH-Leiterin, wieder zu mir. Stumm drückte sie mir die Hand und sagte dann: „Dein Geheimnis bleibt bei mir!“ Noch einmal ergriff sie meine Hand und ging dann davon.

Der Hund wurde wieder vollkommen gesund. Nie hat die Leiterin oder der TA erzählt das ich geholfen habe. Doch nach nur drei Wochen musste ich wieder helfen. Doch darüber demnächst mehr.
 
Tschikitta

Tschikitta

5.910
173
Die Katze im Trichter

Immer wieder bin ich im TH in der Stadt wo ich nun wohne. Ganz dicht an Herberts Grab wohne ich. Zu Fuß benötige ich nur fünf Minuten zu seinem Grab und ich bin täglich da. Sehr lange rede ich mit Herbert und oft antwortet er mir. So meine ich es jedenfalls.

Vor drei Wochen habe ich eine Diagnose für den Hund der TH-Leiterin gestellt. Diese traf genau zu. Noch am selben Tag bin ich zu Herberts Grab und habe ihm davon erzählt. Ich meine ihn gehört zu haben wie er sagte: „Das war genau richtig! Mache weiter so mein Mädchen!“

Natürlich hat Herbert nicht zu mir gesprochen, aber ich meine das es so war. Denn immer wieder meine ich seine Stimme zu hören wenn ich mit ihm rede. Auch gibt er mir die Aufgabe mich um die nächste Katze zu kümmern. Doch ich weiß nicht was er meint.

Jeden Tag bin ich im TH und die Leiterin gibt mir jeden Tag die Hand. Das macht sie nur bei mir und die Mitarbeiter des TH wundern sich langsam über das Verhalten der Leiterin. Doch ich sage nichts und auch die Leiterin erzählt nicht was vorgefallen ist. Der TA spielt sogar den völlig Ahnungslosen.

Dann ist der 13. Mai. Während ich das Futter für die Katzen zubereite, tritt die TH-Leiterin zu mir. Leise ist sie am Reden und schaut sich immer wieder um, ob auch keiner zu hört. Sie sagt zu mir: „Gerade habe ich einen Anruf vom TA erhalten. Er ist bei der Landwirtschaftlichen Vereinigung und befindet sich dort auf einem Silo. Eine Katze ist etwa 10m unter ihm in einem Silotrichter. Diese Katze rührt sich nicht. Kannst Du helfen?“

Genau so leise antworte ich: „Wenn der TA alles dabei hat, wird es möglich sein. Nur muss er wirklich alles dabei haben, nicht nur Verbandmull! Auch Betäubungsmittel und noch andere Medikamente. Dann kann ich was machen:“

Nur kurz sieht sie mich an, dann verlässt sie den Raum wieder. Eine andere Mitarbeiterin tritt zu mir und fragt mich was die Leiterin von mir wollte. Doch ich sage nur zu ihr, das es um die nächsten Arbeiten gehen wird. Dann wende ich mich wieder der Zubereitung des Futters für die Katzen zu.

Aus den Augenwinkeln bemerke ich nach einigen Minuten eine Bewegung. Als ich genauer hinschaue ist es die TH-Leiterin die mir zu winkt. Ich sage zu meiner Kollegin: „Ich muss mich ein paar Minuten ausruhen. Mache bitte allein weiter:“ Dann stehe ich auf, das Futter für die Tiere habe ich immer im Sitzen gemacht, und begebe mich zur Tür.

Dort angekommen wartet die TH-Leiterin auf mich und sagt zu mir, das der TA alles dabei hat. Gemeinsam gehen wir zu ihrem Auto und verlassen das TH. Ich frage die Leiterin wie sich ihr fehlen und ins besonderes meines rechtfertigen will. Daraufhin sagt sie: „Lass das bitte meine Sache sein. Aber ich lasse mir etwas einfallen.“

Nach nur 15 Minuten Fahrt sind wir an dem Gelände der Landwirtschaftlichen Vereinigung. Sofort sehe ich das Große Aufgebot von Feuerwehr, Rettungskräften und Polizei. Mindestens zwanzig Wagen der betreffenden Einheiten stehen auf dem Gelände.

Dann tritt ein vollkommen Fremder Mann zu uns. Er sagt, das der TA schon auf uns wartet. Allerdings befindet er sich auf dem Silo und überwacht die Rettungsarbeiten. Im Moment lässt er sich an einem Kran, der neben uns steht, zu der Katze hinab. Wenn er diese erreicht hat, meldet er sich über Funk.

Kurz darauf höre ich aus einem Funkgerät die Stimme des TA. Er sagt: „Ich habe die Katze erreicht. Sie lebt noch! Aber es geht ihr sehr schlecht! Ist Gerda schon da?“ Sofort wird ihm gesagt das alles vorbereitet ist und das auch diese Person Gerda schon da ist. Anscheinend weiß keiner wer diese Gerda ist. Aber mir ist es recht.

Die TH-Leiterin zeigt auf ein Zelt und sagt zu mir, das die Katze dort hin kommt. Da hören wir wieder die Stimme des TA: „Welcher Idiot hat den Silo geöffnet. Lasst mich sofort tiefer sonst verschwindet die Katze im Getreide. Ich habe sie! Zieht mich hoch und tretet dem Trottel mächtig irgendwo hin!“

Kurz darauf sehe ich den TA an einem Seil gebunden über dem Silo auftauchen. Ob er die Katze bei sich hat, kann ich nicht erkennen, dazu ist er zu hoch und zu weit weg ist. Langsam wird der Kran Arm vom Silo weg geschwenkt und als der Bereich des Silos verlassen ist, senkt sich auch der Kran Arm. Aber noch immer weiter wird der Arm geschwenkt, bis er in Richtung des Zeltes zeigt.

Nun ist der TA noch in etwa 5m Höhe und das Seil wird langsam herunter gelassen. Als der TA wieder auf dem Boden steht, laufen sofort mehrere Feuerwehrleute zu ihm und einer kommt nach kurzer Zeit auf das Zelt zugelaufen. Auf dem Arm hat er die Katze.

Die TH-Leiterin und ich treten vom Eingang des Zeltes zurück. Kurz darauf ist auch der Mann da, der die Katze auf dem Arm hat. Ich sitze schon wieder auf einem Stuhl. Darum schaut sich der Mann kurz um und fragt dann die Leiterin wo die Katze hinsoll. Stumm zeigt sie auf den Tisch. Da sie nichts unternimmt fragt der Mann: „Ich denke hier ist eine Frau die sich um die Katze kümmert. Bis der TA kommt dauert es noch mindestens 5 Minuten und jede Sekunde ist kostbar, hat mir der TA gesagt bevor ich los bin.“

Ich stehe schon neben dem Tisch und sage ihm: „Gibt die Katze ruhig her! Ich kümmere mich um sie!“ Erstaunt sieht mich der Mann an, dann wendet er sich wieder der TH-Leiterin zu. Bevor er etwas sagen kann, sein Mund öffnet sich gerade, sagt die Leiterin zu ihm: „Obwohl es nicht so aus sieht, aber die beste TÄ die jemals auf diesem Planeten gelebt hat, wird sich nun um die Katze kümmern. Da wir aber noch Hilfe brauchen, wäre es schön wenn Du anpackst.“

Sprachlos steht der Mann neben uns, als ich jedoch „nun, was ist?“ sage kommt Bewegung in ihn. Er holt sich sofort Handschuhe von einem anderen Tisch und zieht diese an. Ich höre die Katze in der Zwischenzeit ab und bemerke dabei, das ein Lungenflügel nicht mehr richtig arbeitet.

Auch ist ihr Herzschlag nur noch leise zu hören. Darum lasse ich sofort eine Spritze mit Herzstärkungsmittel durch den Mann fertig machen. Dieser schaut mich zunächst unverständlich an, aber als ich ihm sage das alles in der Tasche ist, ich hatte mich schon beim Betreten des Zeltes davon überzeugt, holt er genau die Medikamente heraus, die ich bald gebrauchen werde. Auch das Herzstärkungsmittel ist dabei.

Nach meinen Anweisungen zieht er eine Spritze auf und gibt mir diese. Sofort setze ich die Spritze und nach wenigen Minuten, ich höre immer wieder die Katze ab, ist ihr Herzschlag wieder stärker. Nun taste ich die Katze mit einer Hand ab und sage dabei die Verletzungen der Katze. Alles wird von der Leiterin notiert.

„Vier Rippen gebrochen, wobei eine die Lunge verletzt hat, alle Pfoten gebrochen, eine Verletzung der Wirbelsäule, ein Schädelbruch und noch einen hohen Blutverlust, da zwei offene Brüche der Pfoten vorliegen. Außerdem ist der Schwanz mehrfach gebrochen. Überleben in Prozent gleich Null!“

Hörbar zieht der Mann seinen Atmen durch die Nase ein, als ich die vorläufige Diagnose stelle. Jedoch bemerke ich, das die Katze mich ansieht. Darum wende ich mich an sie und sage sehr laut: „Hallo, mein Mädchen! Eigentlich hast Du keine Chance mehr, aber ich verspreche dir, das Du in drei Monaten wieder herum springen wirst. Meine Versprechen gegen über Tiere habe ich noch nie gebrochen. Du wirst Leben meine kleine, vielleicht mit kleinen Einschränkungen aber Du wirst Leben.“

Die TH-Leiterin und der Mann schauen mich erstaunt nach meinen Worten an und auch der TA, er ist während der Untersuchung der Katze, ins Zelt gekommen, schaut mich an. Dann sagt er zu mir: „Packen wir es an, damit Du dein Wort erfüllen kannst!“ Damit tritt er zu mir und nach meinen Anweisungen fängt der TA mit den notwendigen Maßnahmen an. Zunächst wird die Lunge behandelt. Dazu entferne er die Rippe die sich durch die Lunge gebohrt hat. Nachdem die Rippe entfernt ist, näht der TA das Loch in der Lunge zu. Ich kann das wegen meiner Behinderung nicht machen. Aber ich beobachte jeden Schritt des TA.

Nachdem der Brustkorb der Katze wieder zusammen genäht ist, kommen die Rippen dran. Hierzu werden diese wieder in die richtige Position gebracht, dann bekommt die Katze einen Rucksackverband darum. Das ist ein Verband, der nur an den betreffenden Stellen seine Wirkung zeigt. Dazu werden einige Mullbinden so um die betreffende Stelle gelegt, das die Katze noch immer ohne Schwierigkeiten atmen kann.

Danach werden die Pfoten behandelt und anschließend der Schädelbruch. Aber hier kann außer Richten des Knoches nichts gemacht werden. Auch der Schwanz wird zunächst gerichtet, aber der TA sagt gleich, das dieser wohl amputiert werden muss. Ich stimme diesem zu. Dann ist die Wirbelsäule dran, aber da kann ohne Röntgenaufnahmen nichts gemacht werden. Der TA verspricht diese sofort in seiner Praxis zu machen.

Die Katze wird sofort in seinen Wagen gebracht und er verlässt die Unfallstelle. Der Mann neben uns schaut noch immer ungläubig und ich sage zu ihm: „Ich bin Frau Doktor Gerda Xxxxx! Lange Zeit galt ich als Spezialistin für Katzen und Hunde Erkrankungen. Nun bin ich leider behindert und kann nicht mehr so, wie ich gerne möchte. Darum schweige über das was Du gesehen hast.“

Der Mann verspricht es mir, und die TH-Leiterin bringt mich nach Hause. Dabei sagt sie mir: „Es ist wohl besser wenn Du einige Tage nicht im TH bist. Ich werde dein Fehlen mit einer Krankheit entschuldigen.“

Zwei Woche bleibe ich zu Hause. In dieser Zeit bin ich jedes Mal beim TA und kümmere mich um die Katze. Nach drei Wochen ist sie über dem Berg und als die Katze ins TH gebracht wird, bin ich auch da. Keiner meiner Kollegen hat eine Frage gestellt, was mit mir gewesen ist. Alle gaben sich damit zufrieden, das ich krank gewesen bin.

Sechs Wochen später, die Katze war wieder vollkommen genesen und hatte, außer ihrem nicht mehr vorhandenen Schwanz, nichts von dem Unfall über behalten. Sie wurde durch den Mann der Feuerwehr zu sich genommen. Immer hat er darüber geschwiegen was dort im Zelt vorgefallen ist. Ein Wort darüber wer die TÄ war die geholfen hat, wurde von ihm immer mit einer Ausrede ab getan. Eine andere Katze, mit dieser hat sich die Katze angefreundet, durfte mit zu ihm ins Haus ziehen.
 
Tschikitta

Tschikitta

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Im Wald

Herbert und ich gehen etwas spazieren. Da es von unserem Haus nicht weit ist einen sehr beliebten Wald zu erreichen, sind wir beide spontan losgegangen. Meine Tasche habe ich wieder auf meinen Trolli geladen und wir beide sind los. Dabei zieht Herbert den Trolli hinter sich her.

Dieser Wald ist mehrere Quadratkilometer groß. Darin befindet sich ein Ausflugslokal mit einem Drei Sterne Hotel und einem kleinen Zoo, der kostenlos besichtigt werden kann. Hier gibt es auch nur Tiere die im Wald leben. Wo sie allerdings den Luchs her haben, der sich auch dort befindet muss ich einfach loswerden. Auch ein Baggersee befindet sich am Rand des Waldes und ist im Sommer sehr gut besucht.

Herbert und ich waren an dem Tag auch in diesem Lokal und haben dort Kuchen und Kaffee zu uns genommen. An einem Nebentisch gab es auf einmal etwas Aufregung. Dort saß eine Familie mit ihren zwei Kindern und ihrem Dackel. Nach einiger Zeit gingen die beiden Kinder zusammen mit dem Dackel zum Zoo.

Doch schon kurz darauf war der Dackel wieder da. Laut war er am jaulen und versteckte sich unter dem Tisch des Paares. Auch die beiden Kinder kamen bald wieder und berichteten von einer sehr großen Katze die sich bei den Rehen im Gehege befindet.

Jetzt wurde ich hellhörig und sofort ging ich mit Herbert zusammen zum Gehege. Dort schaute ich sofort nach den Rehen und was meine Augen dort gesehen haben, brachte mich doch zum Staunen. Dort lag ein Luchs bei den Kitzen und schleckte diese ab.

Sofort habe ich das Gatter geöffnet und bin zu dem Luchs. Obwohl laute Warnrufe zu hören waren, störte mich das überhaupt nicht. Sondern als ich angekommen bin, habe ich dem Luchs in seine Augen geschaut. Wohl drei Minuten hielt dieser Augenkontakt, dann habe ich mich wieder erhoben. Ohne mich weiter um den Luchs zu kümmern ging ich wieder zum Gatter. Doch hinter mir war ein Geräusch zu hören und ich blieb stehen.

Als ich mich umdrehte saß der Luchs hinter mir. Wieder schaute ich in seine Augen. Dann sagte ich zu ihm: „Wenn es die anderen Erlauben darfst Du hier bleiben. Ich werde dich öfters Besuchen, mein kleiner!“ Dann streichelte ich den Luchs über seinen Kopf und ging die restlichen Schritte zum Gatter.

Dort war inzwischen auch schon der Leiter der Gaststätte angekommen, nachdem er von dem Luchs erfahren hatte. Mit ihm habe ich mich unterhalten und als wir fertig waren, bin ich wieder zu dem Luchs, der noch immer an derselben Stelle saß.

Dort sagte ich zu dem Luchs: „Du darfst hier bleiben. Aber nur wenn Du keinen Dummheiten machst! Also sei nicht so grob zu deinen Freunden. Bis demnächst mein kleiner!“ Dann drehte ich mich wieder um und bin zum Gatter. Fast drei Jahre blieb der Luchs bei seinen Freunden, dann war er eines Tages verschwunden. Etwa zwei Kilometer entfernt hat man ihn dann gefunden. Da war er aber schon verendet.

Zu dieser Gaststätte sind wir also unterwegs. Seitdem der Luchs nicht mehr da ist, kommen auch nicht mehr so viele Besucher zu dem Zoo. Schon kurz nach der Ankunft des Luchses hat jeder Erwachsene eine Mark Eintritt für den Zoo zahlen müssen. Nur für die Kinder war der Eintritt immer frei. Nun ist alles wieder beim alten. Den Eintritt gibt es nicht mehr, aber dafür eine kleine Gedächtnishalle für den Luchs.

Als wir dort ankommen sehen wir sofort die Aufregung die beim Gehege herrscht. Ich laufe sofort los und Herbert fängt nun auch an zu laufen. Dabei hat er den Trolli angehoben und kommt nun schneller voran. Trotzdem kommen wir beide fast gleichzeitig bei der Menschenmenge an. Dort sehen wir, wie ein Mann immer wieder mit einer Latte auf einen Fuchs einschlägt.

Sofort rufe ich das er auf hören soll, was er auch nach einem weiteren Schlag macht. Auch taucht im gleichen Moment der Restaurantbesitzer auf. Er öffnet das Gatter und schaut nach dem Fuchs. Dann hebt er seinen Kopf wieder und er sieht Herbert, der noch immer meine Tasche trägt. Sofort ruft er nach ihm, jedoch nehme ich Herbert die Tasche ab und laufe zu dem Fuchs.

Bei ihm angekommen schaut mich der Mann an und sagt zu mir: „Der Fuchs ist erst seit gestern da. Irgendwann ist er ins Gehege und hat sich zu den Enten gelegt. Jetzt kommt dieser Blödmann und prügelt einfach auf den Fuchs ein. Kannst Du helfen?“

Ich nicke nur mit meinem Kopf dann hole ich schon mein Stethoskop aus meiner Tasche. Sofort höre ich den Fuchs ab und höre bei ihm einen normalen Herzschlag und auch sehr starke Lungengeräusche. Als Herbert neben mir kniet, taste ich schon den Fuchs ab. Dabei bemerke ich, das er eine derbe Beule am Kopf, eine Vorderpfote und zwei Rippen gebrochen hat.

Da der Fuchs ohne Besinnung ist, richte ich sofort seine Vorderpfote und lege einen strammen Verband an. Erst als ich mich seinen Rippen zuwende, wird der Fuchs wieder wach. Er schaut mir in die Augen, bleibt dabei aber liegen. Ich habe meine Arbeiten, richten der Rippen, inzwischen eingestellt. Jedoch liegt noch immer eine Hand auf dem Fuchs. Wohl fünf Minuten schaut mir der Fuchs in die Augen, ohne sich zu regen. Aber auch die Zuschauer sind alle verstummt.

Aus den Augenwinkeln sehe ich langsam einen anderen Mann auf uns zu kommen. Es ist der Mann, der auf den Fuchs eingeprügelt hat. Er kniet sich bei dem Fuchs hin und streckt vorsichtig eine Hand aus. Dabei sagt er: „Es tut mir wirklich Leid, aber ich habe gedacht das Du die Enten reißen willst. Verzeih mir bitte.“

Langsam wendet der Fuchs seinen Kopf zu dem Mann und schaut auch ihm in die Augen. Dann stößt er die Hand des Mannes an und erhebt sich langsam. Als er weg humpelt fragt mich der Mann: „Hat er mir nun verziehen oder bin ich bei ihm unten durch?“

Ich sage daraufhin zu ihm: „Der Fuchs hat sie doch mit der Schnauze angestoßen. Er hat ihnen verziehen und wenn er noch einmal wiederkommt hoffe ich, das sie wieder da sind für den Fuchs.“ Dann gehen Herbert und ich zur Gaststätte um Kaffee und Kuchen zu uns zu nehmen.

Wir sitzen wohl schon 10 Minuten als es wieder einen Menschenauflauf am Gehege gibt. Sofort laufen Herbert und ich dort hin. Wir sehen nun unseren verletzten Fuchs und seine Familie, insgesamt 5 Füchse, die bei den Enten sind. Auch der Mann ist wieder da. Lange mustert ihn der Fuchs, dann humpelt er zu ihm hin. An der Absperrung angekommen macht sich der Fuchs lang und lässt sich von dem Mann streicheln.

Als der Mann das Gehege betritt, kommen sofort alle Füchse zu ihm. Der Mann setzt sich auf den Boden und streichelt alle Füchse. Dabei ist er im ganzen Gesicht am strahlen. Als er mich ansieht ruft er mir zu: „Ich werde für drei Monate die Verpflegung der Tiere hier übernehmen. Was halten Sie davon?“ Ich hebe nur meine rechte Hand und Herbert und ich gehen wieder zu unserem Tisch zurück. Schließlich müssen wir auch noch bezahlen.

Öfters war ich nun bei dem Fuchs um nach seinen Brüchen zu schauen. Die Heilung schritt sehr gut voran und nach nur drei Wochen waren alle Brüche wieder verheilt. Auch den Mann habe ich wieder getroffen. Er erzählte mir, das er nun eine Anstellung als Hausmeister in dem Hotel gefunden hat. Aber Hauptsächlich kümmert er sich um die Tiere.

Nach und nach verließen die jungen Füchse das Gehege. Das konnten sie auch denn dafür mussten sie nur ganz kurz in den angrenzenden Teich und waren im Freien. Nur der alte Fuchs mit seiner Füchsin blieb bis zu seinem Tod in dem Gehege. Erst dann verließ auch die Füchsin das Gehege, kam aber des öfteren wieder und lief zwischen den Gästen herum.
 
Tschikitta

Tschikitta

5.910
173
Der General Teil2

Herbert und ich haben uns eine Woche frei genommen. Aber wir wollen nicht wegfahren, sondern nur etwas im Garten machen. Da ich auch einen kleinen Gemüsegarten habe, braucht es hier etwas mehr Pflege.

In diesem Garten ist nichts Besonderes angepflanzt sondern nur ein paar Reihen Karotten, Salat, Blumenkohl und auch Kartoffeln. In einer Ecke gibt es auch noch Tomaten. Aber auch sehr viel Unkraut. Und diesem habe ich mal wieder den Kampf angesagt.

Herbert kümmert sich in der Zeit um den Rest des Gartens. Er mäht den Rasen, kümmert sich um das Unkraut in den Blumenbeeten und schneidet die Hecke. Da wir meistens erst um 11.00 Uhr im Garten anfangen, dauert die ganze Arbeit 3 Tage. Erst dann sind wir fertig.

Am Abend sitzen wir zusammen im Wohnzimmer und schauen uns eine Doku über Tiere an. Das es sich bei der Doku um Freundschaften im Tierreich geht, brauche ich wohl nicht zu betonen. Dabei sehen wir auch das ein Löwe wohl eine Gemse adoptiert hat, denn beide liegen sehr oft zusammen.

Während Werbung läuft, fragt mich Herbert ob wir beide nicht am nächsten Morgen für ein paar Tage weg fahren wollen. Er meint, das ein Ausflug uns beiden gut tun wird. Ich bin derselben Meinung und so gehen wir schon um 23.15 Uhr, nach Ende der Doku, ins Bett.

Am nächsten Morgen stehen wir beide zur gewohnten Zeit auf, frühstücken und dann begibt sich Herbert zu unserem Mobil. In der Zeit packe ich einige Lebensmittel in eine Wanne und auch Kleidung lege ich für unseren kurzen Urlaub bereit. Nach 30 Minuten bin ich fertig und bringe zunächst die Lebensmittel zum Wohnmobil. Dort läuft schon der Kühlschrank auf Hochtouren.

Ich räume die Lebensmittel ein und hole dann die Kleidung aus dem Haus. Auch diese kommen in die vorhandenen Schränke. Als alles im Wohnmobil verstaut ist, natürlich auch meine Notfalltasche, ist auch Herbert fertig. Er schließt das Haus ab und dann kommt er zum Wohnmobil. Anschließend fährt er sofort los.

Auf der Autobahn beschleunigt Herbert den Wagen auf das Tempo der LKW und schaltet dann den Tempomat ein. Jetzt hält der Wagen die vorher erreichte Geschwindigkeit automatisch ein, ohne das Herbert Gas geben muss.

Während der Fahrt unterhalte ich mich des Öfteren mit Truckern die unterwegs sind. Dabei bemerke ich gar nicht wie die Zeit vergeht. Erst als Herbert den Motor des Mobil ausstellt, bemerke ich das wir fast vier Stunden gefahren sind. Jetzt stehen wir auf einem Parkplatz wo auch schon andere Wohnmobile und Wohnwagen Gespanne stehen.

Auch eine kleine Bretterbude steht am Rand des Parkplatzes und dahin gehen wir beide nachdem das Wohnmobil in einem gekennzeichneten Bereich steht. Vor der Bude sitzt ein junges Mädchen von vielleicht 14 Jahren und als Herbert fragt, ob man hier einfach stehen kann, ruft das Mädchen ihre Mutter.

Diese schaut auch nach kurzer Zeit aus der Bude und Herbert und sie kommen ins Gespräch. Dabei erfahren wir, das unser Wohnmobil und somit wir, auf einem neu gegründeten Campingplatz stehen. Wenn nur für eine Nacht hier stehen wollen, ist es Kostenlos. Herbert sagt jedoch sofort, das wir planen bis Sonntagmittag zu bleiben. Erst dann wollen wir zurück fahren.

Dann nennt sie den Preis für die Zeit und Herbert will sofort zahlen. Aber die Frau fragt ob wir auch Strom brauchen, was Herbert nach einem kurzen Blick zu mir, bestätigt. Darum sagt die Frau das erst am Sonntag nach ablesen des Stromzählers bezahlt werden muss.

Nachdem wir alles wussten, auch könnten wir jederzeit den Platz verlassen, dieser wird dann frei gehalten, sind wir wieder zum Mobil zurück. Während Herbert das Vorzelt aufgebaut hat, habe ich Kaffee gekocht. Anschließend haben wir beide unseren Kaffee getrunken und kommen auch mit unserem direkten Nachbarn ins Gespräch.

In der ganzen Zeit hören wir immer wieder einen dumpfen Knall. Dieser ist nicht laut aber zu hören. Wir fragen unsere Nachbarn was das ist und erfahren nun, das in etwa 5 Kilometer Entfernung sich ein Übungsplatz der Bundeswehr befindet. Dort wird mit Panzer geschossen und einmal innerhalb von drei Wochen findet auch ein Nachtschießen statt. Dann wird es etwas lauter aber man kann trotzdem sehr gut schlafen.

Als Herbert fragt, wann das denn ist, erfahren wir, das es schon an diesem Abend ist. Nur dafür sind zwei Familien mit ihren Wohnwagen hier hin gefahren, denn es ist immer wieder ein Schauspiel von einem nahen Berg dem Schießen zu zusehen. Auf meine Frage „Wieso?“ sagt uns ein Mann: „Jeden Schuss kann man beobachten durch die Leuchtspur der Geschosse. Wenn der Schuss dann das Ziel trifft, gibt es ein wares Feuerwerk. Zwar nur für ein paar Sekunden, aber es ist herrlich das zu sehen.“

Ab 22.00 Uhr sitzen wir alle auf dem kleinen Hügel und schauen dem Nachtschießen der Bundeswehr zu. Es ist wirklich einmalig was wir zu sehen bekommen. Falls der Blick genauer sein soll, gibt es auch noch einen kleinen Hochsitz auf dem Berg. Von dort aus, hat man noch einen besseren Blick auf das Gelände vor uns. Doch reicht uns der Blick von dem Hügel aus.

Es ist wirklich einmalig was wir dort sehen. Kurz leuchten Scheinwerfer bei den Panzern auf, dann fällt auch schon der Schuss und das Licht erlischt im gleichen Moment. Oft ist noch nicht einmal das Licht der Scheinwerfer zusehen und trotzdem scheint ein Schuss zu fallen, denn wir sehen eine Leuchtspur auf ein Ziel zu rasen. Trifft der Schuss, gibt es immer ein großes Feuerwerk.

Nachdem 10 Schuss gefallen sind, wird es am Gelände sehr hell. Nun können wir erkennen, das 15 Panzer dort stehen, aber auch wie dort einige Aufregung herrschen muss. Denn es laufen viele Soldaten herum und schauen durch Ferngläser in das Gelände. Hierbei scheint es sich aber um Spezialgläser zu handeln, wie Herbert erklärt. Er hat ebenfalls ein Fernglas bei dem man auch im dunklen sehr gut sehen kann.

Auf einmal meint er: „Da ist einer der Schaut genau in unsere Richtung. Jetzt ist er am Winken. Macht doch mal Licht und leuchtet meine Frau an!“ Sofort gehen mehrere Taschenlampen an, die mich anleuchten. Dann sagt Herbert wieder: „Jetzt spricht der Mann mit jemand anderes. Moment! Er winkt zu uns hin. Der Mann neben ihm schaut auch durch ein Fernglas. Das ist doch der General von der Autobahn!“

Sofort als Herbert sagt, das ein Mann zu uns winkt, will ich zum Wohnmobil. Aber die anderen Worte von Herbert stoppen mich. Kurz darauf klingelt mein Handy. Ich hatte dem General damals meine Handynummer gegeben. Nun hole ich mein Handy aus meiner Tasche und nehme sofort ab. Als die Stimme eines Mannes ertönt, weiß ich sofort, das ist der General von der Autobahn.

Er fragt mich: „Bist Du das wirklich Gerda?“ Ich antworte nur, das ich es bin. „Moment mal eben!“ sagt er daraufhin zu mir und ich bekomme mit, wie er jemanden antwortet. Was er sagt kann ich nicht richtig verstehen. Dann meldet er sich wieder: „ Gerda, hier hat es einen Unfall mit Tieren gegeben! Kannst Du helfen?“ Sofort sage ich meine Hilfe zu und der General sagt, das er sofort einen Wagen schickt.

Während wir nun auf den Wagen warten, hole ich meine Tasche aus einem Schrank des Mobiles. Dann trete ich zu den anderen und wir warten auf den Wagen der Bundeswehr. Dabei reden wir über den General und was er doch für ausgezeichnete Ferngläser hat. Denn immerhin sind wir mehr wie fünf Kilometer vom Ort des Schießens entfernt. Aber auch Herbert scheint ein sehr gutes Fernglas zu haben.

Während wir am Reden sind, sehen wir ein Bundeswehrfahrzeug mit hoher Geschwindigkeit auf den Campingplatz fahren. Da nur bei uns auf dem Hügel ein kleines Licht brennt, hält der Fahrer auf uns zu. Direkt neben uns tritt der Fahrer auf die Bremse und nachdem er steht hören wir nur wie der Fahrer nach mir ruft. Herbert und ich stehen sofort auf und beide gehen wir auf den Wagen zu.

Während ich hinten einsteige, nimmt Herbert auf dem Beifahrersitz Platz. Sofort gibt der Fahrer wieder Gas und mit einem Höllentempo fährt er wieder davon. Während der ganzen Fahrt, gibt der Fahrer nicht einen Ton von sich. Auch auf Fragen von mir, antwortet er nicht.

Nach einer kleinen Ewigkeit biegt der Fahrer in eine kleine Straße ein und schon bald ist der Platz erreicht, von dem die Panzer schießen. Aber der Fahrer hält nicht an, sondern fährt ins Gelände vor den Panzern. Im Vorbeifahren habe ich gesehen, das alle Panzer ihre Kanonen hoch gehoben haben. Dafür brennt bei jedem Panzer ein Scheinwerfer, der auf dem Turm befestigt ist.

Das Licht dieser Scheinwerfer ist auch nach drei Minuten noch zu sehen als der Wagen hält indem wir sind. Sofort steige ich aus dem Wagen aus und werde von einem mir unbekannten Mann empfangen. Dieser sagt zu mir, das ich ihm folgen soll, aber immer nur da laufen soll, wo er sich befindet.

Auf mein Nachfragen sagt er, das es hier sehr viele Munition befindet, die nicht explodiert ist. Nachdem ich meine Tasche genommen habe, folge ich dem Mann. Auch Herbert ist sehr dicht hinter mir. Bei einem alten Panzer der schon oft von Granaten getroffen worden ist, bleiben wir stehen. Jetzt sagt der Mann zu mir, das nur ich folgen soll. Aber Herbert kann nicht hören und er folgt uns langsam.

Dann haben wir den Bug des alten Panzers erreicht und dort treffen wir den General. Er schaut mich und Herbert an, dann sagt er: „In dem Panzer befinden sich ein oder mehrere Tiere. Ich habe einen von ihnen erst erkannt, als das letzte Geschoss den Panzer im vorderen Bereich getroffen hat. Da es sehr gefährlich ist den Panzer zu betreten habe ich ein Sprengkommando angefordert. Doch diese brauchen noch etwa zwei Stunden bis sie hier sind.“

In diesem Moment entsteht hinter dem General auf dem Panzer eine Bewegung. Ein großer Hund erscheint und schaut uns alle an. Dann scheint er mich zu sehen denn er schaut mich lange an. Dabei ist er leicht am knurren. Als das Tier sich in Bewegung setzt, erkenne ich das es sich um einen Wolf handelt. Das Tier springt von dem Panzer herunter und kommt auf mich zu. Dicht vor mir setzt er sich auf den Boden und fängt leise an zu jaulen. Jetzt erkenne ich ihn wieder. Es ist der Wolf von dem Unfall auf der Autobahn!

Ich strecke meine Hand aus und streichele ihm über den Kopf. Der Wolf kommt ganz dicht an mich heran und ich sage zu den Männern um mir: „Bleibt alle zurück und nähert euch erst, wenn ich es sage. Hierbei handelt es sich nicht um einen Hund sondern um einen waschechten Wolf! Also seit sehr vorsichtig mit euren Bewegungen.“

Dann schaue ich den Wolf wieder in seine Augen und er wendet sich wieder zu dem Panzer. Vor dem alten Gerät setzt er sich hin und ist einmal kurz am Heulen. Aus dem alten Panzer springen nun ein weiterer Wolf und auch noch drei Welpen. Diese kommen zu dem ersten Wolf und setzen sich neben ihm hin.

Sie schauen mir direkt in die Augen und ich begebe mich zu ihnen. Jeden Wolf höre ich ab und stelle bei keinem eine Verletzung fest. Jeder Wolf, auch die kleinen, drücken einen kurzen Moment ihren Kopf an meine Schulter, dann setzen sie sich zu dem ersten Wolf.

Dieser kommt zu mir, schaut mich lange an, dann drückt auch er seinen Kopf an meine Schulter. Aber viel länger als die anderen. Dabei kommt ein Ton von ihm als wenn er „Danke“ sagt. Dann dreht er sich um und alle verlassen den Ort und laufen auf einen nahen Wald zu. Bevor sie darin verschwinden, schauen alle noch einmal zu uns. Dann sind sie nicht mehr zu sehen.

Ich wende mich wieder dem General zu und er sagt zu mir: „Danke Gerda! Ich hoffe das es das letzte Mal war, das Du helfen musstest. Vielen Dank.“ Wir reden noch etwa eine halbe Stunde zusammen, dann bringt uns der Fahrer wieder zurück zu unserem Mobil.

Am nächsten Tag werden Herbert und ich in die Kaserne eingeladen. Dort sind nicht nur der General und der Kommandant der Übungstruppe, sondern auch noch viele andere. Auch der Verteidigungsminister ist da. Lange hält dieser meine Hand und immer wieder sagt er zu mir, das ohne meine Hilfe wohl eines der Geschützen Tiere in Deutschland verendet wäre.
 
Tschikitta

Tschikitta

5.910
173
Der Sturm

Es ist der 30 März und für heute wurde im Radio ein heftiger Sturm angemeldet. Darum haben wir alle Fenster im TH geschlossen und auch die Ausgangstüren in den jeweiligen Bereichen haben wir geschlossen. Jetzt kann keinem Tier mehr nach draußen, aber sie wollen auch nicht raus. Ob Hunde oder Katzen oder ein sonstiges Tier was im Moment im TH ist, hat sich mehr oder weniger verkrochen.

Dazu zählen nicht nur die Hunde oder Katzen bei uns, sondern auch noch 13 Vögel und mehrere Hamster und Meerschweinchen. Wobei zu den Vögeln auch zwei Turmfalken und drei Bussarde zählen. Gerade diese Tiere haben sich in ihren Nestern zurückgezogen. Aus diesem Grund endschließe ich mich, auch bei den Streunern Vorsicht Maßnahmen zu treffen.

Darum ist am Mittag schon ein Mitarbeiter zu dem Platz gefahren und hat diesen mit einigen Stricken gesichert. Dazu wurden einfach stricke über die Hütte für die Katzen geworfen und an daneben stehenden Bäumen befestigt. Somit hoffen wir alle, das der Sturm überstanden wird.

Herbert habe ich schon angerufen, das ich die Nacht über im TH bleibe. Sofort hat er sein Kommen zugesagt aber auch noch gefragt, wie viele Mitarbeiter heute im TH bleiben. Ich sage ihm, das alle Mitarbeiter im TH bleiben. Er fragt jedoch nach der Anzahl und ich sage ihm das es etwa 15 Mitarbeiter und Arbeiterinnen sind.

Wir reden noch ein paar Minuten zusammen dann legt Herbert den Hörer auf. Ich weiß das er noch zu einem Schnellrestaurant fährt und für uns alle Burger und Pommes holt. Auch Getränke für alle wird er mitbringen. Um was für Getränke es sich handelt weiß Herbert schon. Denn schon des Öfteren hat er Getränke ins TH gebracht.

Etwa 2 Stunden später kommt Herbert voll beladen ins TH. Er hat für alle Mitarbeiter etwas zu Essen und zu trinken mitgebracht. Auch weht der Wind schon sehr heftig. Zwischendurch kann man auch richtige Sturmböen hören. Aber noch ist es nicht schlimm.

Trotzdem rufe ich bei der Polizei an und als ich den zuständigen Beamten am Apparat habe, sage ich zu ihm: „ Wenn es irgendetwas mit Tieren gibt, ruft mich an. Ich helfe sobald ich es kann.“ Nachdem der Beamte gefragt hat, wer ich denn bin sagte ich ihm meinen Namen. Er holt erst einmal tief Luft, dann sagt er: „Sobald was ist sagen wir dir bescheid. Mache schon einmal deine Notfallkiste bereit. Wenn es geht schicke ich dann jedes Mal einen Streifenwagen. Trotzdem hoffe ich das es nicht so schlimm wird.“

Nach dem Telefonat gehe ich zum Aufenthaltsraum wo wir alle unser Essen vertilgen. Während wir Essen hören wir wie der Wind immer mehr zulegt. Noch während wir Essen gibt es einen lauten Knall und alle erstarren wir zunächst. Dann rennen wir alle zu den Tieren, aber es wird festgestellt das nur die Ausgangstür nach draußen aufgeflogen ist. Schnell wird diese geschlossen und anschließend abgeschlossen. Auch die Tür im Katzengehege wird verschlossen.

Dann treffen wir uns wieder im Aufenthaltsraum. Nun reden wir für etwa 5 Minuten als das Telefon im Nebenraum klingelt. Es ist der TA und er sagt zu mir, das inzwischen schon mehrere Bäume umgefallen sind. Bisher aber nicht bei den Streunern. Er wird dort in der Nähe einen Posten beziehen, aber ist mit seiner Frau über Funk immer verbunden.

Ich bedanke mich beim TA und lege den Hörer wieder auf. Dann schaue ich nach draußen und bemerke, das auch schon ein Baum auf der Zufahrt in unserem TH liegt. Dadurch können wir nicht mehr unser TH mit einem Auto verlassen.

Kurz darauf kracht es wieder und alle laufen los um zu schauen was es gewesen ist. Ein Baum liegt auf dem Hundehaus und sofort begebe ich mich dort hin. Doch ein Schaden bemerke ich zunächst nicht im Hundehaus. Da es auch stark am Regnen ist, kommt auch kein Wasser durch das Dach. Trotzdem entschließe ich mich dazu, das alle Hunde in ihre Zwinger kommen. Dort sind sie vor allem Sicher, auch vor umfallenden Bäumen.

Kaum sind alle Hunde in ihren Zwingern ruft mich der TA über Funk. Ein Baum ist auf die Hütte der Streuner gefallen. Aber so wie es aussieht, wurde keine Katze verletzt. Auf jeden Fall meldet er sich wieder, wenn er nach gesehen hat. Nur eine Minute später meldet sich der TA wieder und sagt: „Alles klar hier!“ dann ist die Verbindung wieder unterbrochen.

Kurz darauf sehe ich zum Tor hin und dort erkenne ich ein Blaulicht. Auch sehe ich einen Beamten auf das Bürogebäude zulaufen. Da er dort aber falsch ist, laufe ich zur Gebäudetür und öffne diese. Der Beamte sieht das und kommt sofort auf mich zu.

Erst als er das Gebäude betritt sagt er zu mir: „Kommen Sie schnell! Es hat einen Unfall in der Stadt gegeben. Dabei wurde auch ein Hund verletzt! Wegen des Baumes werde ich sofort die Feuerwehr informieren!“

Dann dreht er um und renne wieder zu unserem Gemeinschaftsraum. Dort habe ich meine Tasche und nachdem ich diese habe, begebe ich mich zu dem Streifenwagen. Kaum sitze ich als, der Fahrer des Wagen schon Gas gibt. Sehr schnell fährt er nicht, aber ich bemerke wie beide Beamten den Straßenrand beobachten.

Erst als wir den Stadtrand erreichen, gibt der Fahrer mehr Gas. Als er um eine Kurve fuhr, habe ich das Blaulicht von mehreren Einsatzfahrzeugen gesehen. Davor hielt der Fahrer an und ich springe aus dem Auto. Sofort laufe ich zu den Einsatzfahrzeugen, während einer der Beamten meine Tasche hinter her bringt.

Als mich ein Feuerwehrmann erkennt, zeigt er sofort zu einem PKW auf dem ein Baum liegt. Ich laufe sofort dahin und erkenne einen Hund der zwischen Baum und Dach des Autos eingeklemmt ist. Ich bin sofort bei dem Tier und hole mein Stethoskop aus meiner Tasche, welche mir der Beamte reicht.

Dann höre ich den Hund ab und bin glücklich als ich Lungengeräusche und Herzschläge höre. Jedoch muss ich mich sehr strecken um den Hund Ab zu hören. Denn der Hund liegt im Fußbereich bei den Rücksitzen. Aber eine Scheibe ist zerbrochen und dadurch kann ich den Hund untersuchen.

Nun taste ich ihn ab und stelle dabei keine Verletzung fest. Der Hund hat ein unwahrscheinliches Glück gehabt. Jedoch muss zunächst der Baum entfernt werden, damit der Hund befreit werden kann.

Ich wende mich schon wieder an den Beamten, da er mir auf die Schulter tippt. Er sagt mir, das nur etwa hundert Meter von uns entfernt, ein Haus komplett zusammen gefallen ist und man dort mehrere Katzen vermutet.

Ich schaue noch einmal nach dem Hund doch dem geht es sehr gut. Darum folge ich dem Beamten, auch weil er meine Tasche trägt. Ich habe nur mein Stethoskop bei mir. Als ich an einem Hochhaus vorbei komme, meine ich eine Stimme zu hören. Diese ruft laut um Hilfe!

Sofort rufe ich nach dem Beamten der vor mir läuft. Jedoch scheint er mich zu hören, denn er läuft weiter. Erst ein weiterer Mann macht ihn auf mich aufmerksam. Sofort kehrt der Beamte um und steht nach kurzer Zeit neben mir. Dann lauschen wir beide und hören wieder die Stimme die um Hilfe ruft.

Der4 Beamte gibt mir meine Notfalltasche, dann läuft er zum Haus aus dem die Hilferufe kommen. Ich laufe weiter zu dem Haus das zusammen gefallen ist. Dort angekommen höre ich sofort die Katzen laut Miauen. Darum frage ich zunächst um wie viele Katzen es sich handelt.

Ich erfahre das es vier Katzen sind, jedoch höre ich nur drei Katzen heftig Miauen. Darum sage ich zu einem Feuerwehrmann das zunächst der genaue Platz aus dem das Miauen der Katzen zu hören ist, geortet werden muss. Nur kurz schaut er mich an, dann sagt er: „Alles klar, Gerda!“

Schon kommen seine Kommandos. Es wird nur noch an einer bestimmten Stelle gesucht und schon bald ist die Stelle lokalisiert aus dem das Katzen Miauen zu hören ist. Sofort fangen die Feuerwehrleute an, an dieser Stelle allen Schutt zur Seite zu räumen.

Schon bald reicht mir einer der Feuerwehrleute eine Katze. Schnell höre ich diese ab. Kann aber nichts feststellen. Die Katze kommt in einen Tragekorb, den mir die Besitzerin reicht. Auch noch zwei weitere Katzen werden mir gereicht und bei diesen kann ich auch nichts feststellen. Auch diese kommen in den Tragekorb.

Nun sind drei Katzen in dem Korb jedoch sagt mir die Besitzerin, das ihre Katzen noch nie so friedlich untereinander waren. Inzwischen geht die Suche nach der vierten Katze weiter. Doch sie ist nicht zu finden. Auch im Kellergang ist sie nicht. Diesen Gang haben die Feuerwehrleute kurz nach auffinden der anderen Katzen freigelegt.

Auf einmal ertönt hinter uns ein leises Miauen. Es ist die vierte Katze die wir suchen. Diese Katze hat nur einen heftigen Schrecken bekommen, wie ich nach einer Untersuchung feststelle. Alle Tier haben keine Verletzungen erlitten, während des Sturmes.

Auch die Streuner wurden verschont! Trotzdem haben wir die Hütte bei ihnen komplett umgebaut. Dabei haben auch viele Nachbarn des TH geholfen, nachdem wir ihnen gesagt haben, warum wir so viel Bauholz in den Wald bringen.

Auch der Baum, der auf unserer Zufahrt gelegen ist, wurde kurz nach der Meldung durch die Polizei entfernt. Doch nur die Straße war frei. Bis der Baum verladen wurde, dauerte es noch einige Wochen.

Der Sturm ließ schon während meiner Aktion an dem eingestürzten Haus sehr schnell nach. Zum Schluss, als die Katze kam, war es nur noch ein laues Lüftchen das wehte.
 
Tschikitta

Tschikitta

5.910
173
Hallo Freunde,

Diese Woche gibt es keine Geschichte von Gerda!

Begründung:

Seit ein paar Tagen kann ich meinen linken Arm nicht mehr Bewegen. Es bereitet Höllische Schmerzen wenn der Arm nur ein paar Millimeter von mir Bewegt wird. Aber auch am rechten Arm fangen die Schmerzen an. Darum bewege ich auch ganz selten den Arm. Während ich das Schreibe, presse ich meinen rechten Arm ganz fest gegen meinen Körper um so wenig an Bewegung mit diesem Arm zu machen.

Da ich schon Medis gegen den Mist bekomme, merke ich wie es langsam Besser wird. Aber bisher konnte ich trotzdem nicht im Bett liegen zum Schlafen. Ich sitzt daher, seit ein paar Tagen, auf der Bettkante und versuche zu schlafen. Klappt auch immer Besser. In der ersten Nacht war es vielleicht ein Stunde Schlaf. Letzte Nacht schon 4 Stunden. Dafür waren auch die Liegezeiten etwas Länger. Wenn ich mich hinlege muss ich meistens erst nach 5 Minuten auf die Bettkante. Vorher war an ein hinlegen nicht zu denken.

Also, bis Bald

Helmut
 
claudiskatzis

claudiskatzis

6.174
141
Oh je.
Helmut, ich wünsche dir einen schmerzfreien Rutsch ins neue Jahr und das du bald wieder fit bist!!!
Schon dich 🍀🌼
 
M

mondhexe

8
0
Hallo Helmut,
das klingt ja gar nicht gut. So ein Jahresende braucht man wirklich nicht.
Ich wünsche Dir recht gut Besserung, dass Deine Schmerzen schnell nachlassen und Du auch wieder im Liegen schlafen kannst
LG, Mondhese
 
rina2102

rina2102

1.522
18
Hallo Helmut,
Von uns kommen auch gute Besserungswünsche
Erhol dich. Die Gesundheit geht vor
Lg Marina
 
Tschikitta

Tschikitta

5.910
173
Telgte,5.01.2019 „21.28 Uhr“

Ich will euch einfach mal schreiben, warum es im Moment keine Geschichten von „Gerda“ gibt:

Ich habe eine derbe Entzündung in der linken Schulter. Der ganze linke Arm ist geschwollen, so das auch die Finger betroffen sind. Eine Faust bilden ist linkerseits nicht möglich.

Auch an der rechten Hand sind die Finger geschwollen. Mal schauen wie lange es dauert, diese Zeilen zu schreiben. Darum auch die Uhrzeit ganz zu Anfang.

Jede Bewegung schmerzt ungemein. Momentan bekomme ich Antibiotika aber am Montag entscheidet es sich, ob ich ins Krankenhaus muss. Ich hoffe das dieser Kelch an mir vorbei geht. Aber ich lasse es auf mich zu kommen.

Das einzige was mir stink, ist das meine Tochter mir helfen muss bei der Essen zu Bereitung. Eine Brotschnitte schmieren, nicht möglich, weil ich die Finger nicht krumm bekomme.

Gruß Helmut

22.03 Uhr
 
rina2102

rina2102

1.522
18
Gute Besserung wünsche ich dir. Bin zur zeit selber gehandicapt, wurde operiert und darf noch bis ende Januar gips tragen.( insgesamt sann sieben wochen ) Ich kann also nach empfinden wie du dich fühlst. Daumen sind natürlich gedrückt, damit du nicht ins Krankenhaus musst.
LG Marina
 
claudiskatzis

claudiskatzis

6.174
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Ich wünsche dir gute Besserung!!!!🍀
 

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