Kastrationsklausel im Kaufvertrag oder lieber Frühkastrieren?

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GentleGiants

GentleGiants

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Hallo und guten morgen,

wie seht ihr es, ich hab schon öfter gelesen, dass im Grunde die Klausel über die Kastration des/der verkauften Kitten gar
nicht rechtens und anfechtbar ist. Es soll aber wohl drauf ankommen, wie die Formulierung der Klausel im Vertrag ist.

Mir stellt sich jetzt die Frage, was wäre sinniger, eine Frühkastra bei den Kitten vor Abgabe ins neue Zuhause durchzuführen oder die Klausel für die Kastration, im neuen Zuhause bei Liebhaberkitten die nicht zur Zucht zugelassen sind, so zu formulieren das sie greift und rechtsgültig ist.

Ich freue mich auf eure Meinungen und Erfahrungen

LG
 
Stulle

Stulle

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Ich als Liebhaber würde nur kastrierte Katzen nehmen. Und mir wäre es lieb, wenn der Züchter die Verantwortung für die Kastra tragen würde. Rechtlich können wir kaum was sagen, das ist ja ein Laienforum hier.
 
WinstonvonWensin

WinstonvonWensin

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Jedes Kitten was nicht für die Zucht eingesetzt werden soll... gehört kastriert.

Das erwarte ich von einem professionellen und weitsichtigen Züchter. Da Züchter die Tiere meistens erst mit 14 Wochen abgegeben.... ist es sehr sinnvoll und erspart dem Käufer ein schlechtes Gewissen, weil es ja noch ein Baby ist. Dabei von der Genetik durchaus belegt werden könnte.

lg
Verena
 
Geek

Geek

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Hi,
kommt in erster Linie darauf an was du erreichen willst.
Wenn die Kitten sich garantiert nicht mehr fortpflanzen sollen, dann hilft nur die Frükastra.

Wenn es um das Preisgefüge Zucht/Liebhabertier geht, dann gibt es auch sichere Vertragsgestaltungen.
z.B. Verkauf und Vorauskasse für den Zuchttierpreis und eine Gutschrift über die Differenz bei nachgewiesener Kastration (innerhalb von 2/3/4 Monaten) sollte IMO 100%ig sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
WinstonvonWensin

WinstonvonWensin

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Also entweder verkaufe ich es als Liebhabertier dann kastriert oder als Zuchttier dann eben für den Preis den das Tier hergibt...... bei einer vertraglichen festgelegten Kastration steht nicht auf dem Nachweis der Kastration ob das Tier schon mal geworfen. Ich sage es gern immer wieder, die wenigsten rasseähnlichen Tiere fallen vom Himmel, oder sind aus Polen.


lg
Verena
 
K

Knips

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Ganz persönlich plädiere ich eindeutig für die Frühkastra.
Meiner Ansicht nach ist dies das einzige Mittel, um Ooops-Würfe zu verhindern.

Einzige Ausnahme ist der Verkauf von Zuchttieren. Die haben in der Regel aber auch einen höheren Preis.
 
saurier

saurier

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Ich bin inzwischen auch für die Abgabe kastrierter Tiere an Liebhaber - und zwar aus mehreren Gründen. Die ungewollte Vermehrung wurde schon angesprochen, weiterhin ist es aber so, dass ich der Überzeugung bin, dass die Zwerge die Kastra viel besser wegstecken und sie auch durch die Kastra länger im Familienverband bleiben (müssen), aber eben auch nach der Kastra erst mal in diesen wieder zurückkehren können, was meiner Meinung nach einen viel besseren Gesundungsprozess darstellt.

Daher: Pro Kastration vor der Abgabe
 
Frigida

Frigida

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Als Züchter würde ich meine Tiere, die nicht als Zuchttiere dienen sollen, nur kastriert abgeben.
In einem anderen Forum erzählte ein Züchter, was für einen dubiosen Weg sein Tier nahm, mit dem dann schwarz gezüchtet wurde.
Als Züchter kann man da kaum etwas machen, was dem Interesse des Tieres dient.
Man kann nur im Vorwege durch die Frühkastration so etwas ausschließen.

Inzwischen werden ja sogar unkastrierte Rassehunde gestohlen und in Osteuropa mit ihnen "gezüchtet", bis sie dann ggf. einfach ausgesetzt werden.


Als Liebhaber würde ich auch lieber ein bereits beim Züchter kastriertes Tier nehmen. Züchter haben in der Regel sehr gute Tierärzte, die diese Kastration auch gut durchführen.
Und das Tier kann sich dann in der gewohnten Umgebung noch von der OP erholen. Das ist wesentlich weniger Stress. Die kleinen Pupse verkraften das immer sehr gut.
 
Ayoka

Ayoka

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Ich habe meine Katzen als unkastrierte Kitten bekommen und wollte sie eigentlich zeitnah kastrieren. Da dann aber bei ihnen Hautpilze ausgebrochen sind und die Behandlung sehr stressig für die Kleinen gewesen ist, haben wir die Kastration einige Wochen nach hinten verschoben. Sie waren fast/ gerade eben 6 Monate alt, als wir sie kastriert haben und zu diesem Zeitpunkt sind sie noch nicht geschlechtsreif gewesen, das wäre aber sicherlich zeitnah gekommen.
Was ich aber damit sagen will: Wenn im Kaufvertrag eine Klausel steht mit einem bestimmten Zeitraum, bis zu dem die Katzen kastriert sein MÜSSEN, finde ich das unter Umständen schwierig, da es eben sein kann, dass eine Krankheit, Verletzung, etc. dazwischen kommt, wo man nicht noch parallel kastrieren sollte. Natürlich würde ein guter Züchter hier sicherlich Verständnis haben, aber wenn er es für eine Ausrede o.ä. hält könnte dies Probleme bedeuten.
Ich glaube, rechtlich kriegt man so was gar nicht durch, bin mir aber nicht 100% sicher. Selbst wenn könnte es aber dann eh schon zu spät sein und die Katze trächtig oder der Kater Papa- bis so was durch ist, dauert das ja eh.
Wer also auf Nummer sicher gehen will, sollte definitiv selbst kastrieren.
Die Idee mit der Gutschrift, wenn eine Kastra belegt wird, finde ich gut, aber ist natürlich auch dann keine Garantie.
Wer es etwas lockerer sieht, kann auch nur so eine Klausel in den Vertrag schreiben und hoffen, dass sich die Käufer daran halten.

Meine Schwiegereltern haben zwei Bengalenkitten gekauft, Schwestern, mit einer hätten sie züchten dürfen, mit der anderen nicht. Die eine entsprach wohl mehr dem Rassestandard als die andere, der Kaufpreis ist aber derselbe gewesen. Es wurden aber beide Katzen kastriert, da gar keine Zucht geplant war. Ich glaub, kontrolliert wurde das nie, es stand im Vertrag und das war's. Ist dann auch irgendwie witzlos...
 
M

Maja_

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Hallo,

falls du die Katzen 16 Wochen bei dir behalten würdest, würde ich sie nur kastriert abgeben. Jünger fände ich es nicht gut, aber das sieht jeder anders.

Was die Klausel angeht, kenne ich mich nicht so gut aus. Habe Kontakt zu einer Züchterin (von unserem Balou) und sie erzählte mir mal, dass eines ihrer Liebhaberkatzen Junge bekommen hat und sie nichts dagegen tun konnte. Im Vertrag stand, dass sie einen gewissen Betrag zurückerhalten würde, wenn sie die Tiere kastrieren lässt und ansonsten eine Strafe fällig wäre. Die Strafe konnte sie nicht durchsetzen und die Frau meinte, sie würde auf das zuviel bezahlte Geld verzichten, da sie durch den Verkauf der Kitten mehr Geld verdienen würde. :-(

Da würde ich mich mal schlau machen, falls du die Tiere mit einer Klausel ins neue Zuhause bringen möchtest. Oder wäre es möglich, dass du die Katzen später selbst zur Kastration bringen kannst und das im Vertrag steht?

Grüße Maja, die die Katzen kastriert mit 16 Wochen abgeben würde. Dann wärst du auf der sicheren Seite. Babys würde ich das nicht zumuten.
 
saurier

saurier

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[...] Habe Kontakt zu einer Züchterin (von unserem Balou) und sie erzählte mir mal, dass eines ihrer Liebhaberkatzen Junge bekommen hat und sie nichts dagegen tun konnte. [...]
Kann man aber, man muss es nur rechtlich haltbar formulieren (Anwalt konsultieren) und an einen Richter kommen, der einen wohlgesonnen ist. Ich weiß von einigen Züchtern, die sehr wohl empfindliche Strafen durchbekommen haben - allerdings ging die Strafgelder nie an die Züchter selber, sondern an Tierschutzorganisationen (was ich persönlich auch viel besser finde). Diese geben aber eben - aus Erfahrung - alle nicht mehr unkastriert ab, wenn sie die Abnehmer nicht sehr gut kennen und selbst du mitunter nicht.

Naja, 14-15 Wochen alte Miezen sind oft auch noch ziemliche Babys ;-).
 
GentleGiants

GentleGiants

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Guten morgen,

erst einmal vielen, vielen dank für die ganzen Antworten/Erfahrungen und Meinungen.

Ihr habt bestätigt, was ich doch innerlich schon in Erwägung gezogen hatte. Mein Plan war es, die kleinen mit 14 Wochen kastrieren zu lassen und die Abgabe mit 16 Wochen zu vollziehen, da sie sich so von der letzten Impfung und der Kastration erholt haben. Mir persönlich ist es nämlich auch wichtig, dass eben keine ups würde geschehen im neuen Zuhause bei den l
Liebhaberkätzchen.

Wegen der Klausel hab ich so viel gehört und gelesen, dass mich das doch echt hat abgeschreckt. Zumal es ja auch mit unnötigen Gängen vor Gericht und viel Stress und womöglich ärger zu tun hat, dann lieber allem aus dem Weg gehen und die Mäuse sicher kastriert ins neue Heim geben.
 

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