Und wieder FIP....

O
11
0
Hallo an alle,
Ich brauche Hilfe und Unterstützung ?. Bei meinem Kater (2 Jahre alt) wurde diese Woche FIP diagnostiziert :cry: letzte Woche war er ein paar Tage schlapp, wollte auch nicht so wirklich fressen. Am Sonntag bekam er plötzlich ganz dicken Bauch. Ich tippte zuerst auf Verdauungsstörung. Er hat empfindlichen Darm, reagiert sensibel auf pflanzliche Zugaben im Futter. Parallel hatte ich den Gedanken, dass es an Parasiten liegen könnte. Ich hatte ihn zwar regelmäßig entwurmt, aber eben nur herkömmliches Mittel gegen Bandwürmer genommen. Also holte ich gleich
am Montag anderen Futter, nur mit Fleisch und Fisch. Ihm ging es sofort besser, er fraß wieder gut und verlangte sogar - wie immer - dass man ihm immer zwei "Gänge“ servierte, nass und trocken. Sein Verhalten normalisierte sich. Er hatte während der ganzen Zeit auch kein Durchfall oder Erbrechen. Nur der Bauch ging nicht weg :-| Also bin ich mit ihm zum Tierarzt und ließ ihn untersuchen. Der Arzt hatte sofort den Verdacht auf FIP, punktierte sein Bauch und machte den Test im Reagenzglas. Und der war positiv ?.
Nun sagte er dann, da ist nichts mehr zu machen und ich kann nur abwarten bis der Kater ganz schwach wird und dann ihn erlösen. Ich kann aber nicht einfach da sitzen und warten! Gibt es tatsächlich nichts, womit ich sein Leiden erleichtern kann? Ich meine, es geht ihm zurzeit recht gut. Er frisst gut, in kleinen Mengen aber öfter. Der neue Futter scheint ihm gut zu schmecken. Er geht nach draußen, zwar nur kurz, aber mehrmals am Tag. Nur sein Bauch scheint ihn zu belasten. Er springt nicht so gerne und schläft auch viel. Andererseits mag er keine Kälte und im Winter wird er grundsätzlich träger.
Ich würde vielleicht die zweite Meinung holen und eventuell einen Tierheilpraktiker kontaktieren. Im Internet - ich sitze an dem Thema schon seit Tagen - findet man enorm viel und manchmal wiedersprüchliche Informationen. Nun ist das ganze auch recht kostspielig und ich muss unseren Familienbudget straff kalkulieren. Deswegen die Frage, hat jemand konkrete Erfahrungen mit FIB? Ich wäre für Infos und Tipps sehr dankbar.
 
Stulle

Stulle

49.476
247
Hallo,

wenn die Diagnose sicher ist, dann warte bitte nicht so lange, bis er leidet. Er wird leiden, erspare ihm das.
 
Motzkatze

Motzkatze

6.555
36
Oder geh in eine Tierklinik und lass ihn gründlich durchtesten.
FIP wird so oft falsch diagnostiziert und Flüssigkeit im Bauch kann, aber muss nicht immer FIP sein.

Nicht nur bei FIP kann die Rivalta-Probe positiv sein. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit für FIP dann sehr hoch (s.u.).

http://www.catgirly.info/Krankheiten/FIP/punktat.htm
 
O
11
0
Danke für eure Antworten, die haben das bestätigt, was ich schon gelesen habe. Ja, der Tierarzt hat definitiv die Revaltaprobe gemacht und sie ist relativ sicher :cry: Allerdings stören mich einige Symptome: mein Kater hat kein Fieber (nur beim Tierarzt, aber er hatte schon immer diese seltsame Reaktion auf den Tierarztbesuch), er ist zwar abgemagert (3,6 kg), frisst aber normal (in kleineren Portionen, aber öfter). Andererseits für FIP spricht Bauchumfang und die Tatsache, dass wir ihn aus einem Tierheim genommen haben (Möglichkeit zur Ansteckung ist gegeben).

Und dann ärgert mich auch die Tatsache, dass der Arzt nicht mal versucht hat, ihn mit Antibiotike zu behandeln. Es besteht doch die 13%ge Chance, dass es nicht FIP ist... Na ja, die Hoffnung stirbt eben zuletzt :-(
 
Frigida

Frigida

29.716
309
Ohne Fieber oder andere Entzündungen ist aber eine Antibiotika-Behandlung nicht notwendig.
 
O
11
0
...ich denke, ich bringe ihn doch morgen in eine Tierklinik. Uni Klinik wäre mir finanziell nicht möglich (es ist doof, die finanzielle Frage hier zu stellen, aber es ist nun mal so). Aber kampflos werde ich ihn nicht aufgeben :h022:

Verläuft eine Bauchfellentzündung immer mit fieber?
 
T

tiha

Gast
Naja, hier geht es ums Leben ...

Tierärzte arbeiten nach der Gebührenordnung, d.h. eine Uniklinik kann genauso teuer oder günstig arbeiten wie jeder niedergelassene TA oder TK. Ob der einfache oder dreifache Satz genommen wird, kommt immer auf den Arzt oder die "Politik" innerhalb des Hauses an, man kann nicht pauschal sagen, dass Uniklinik automatisch die teuer(st)e ist.

Alles Glück der Welt.


edit: Corona-Viren findet man nicht nur im Tierheim, es sind genauso gut und häufig Zuchttiere davon betroffen.
 
Zuletzt bearbeitet:
O
11
0
Heute Morgen habe ich beinah einen Herzanfall bekommen: ich komme morgens nach unten und finde meinen Kater nicht. Da began mein Kopfkino schon die schlimmsten Szenarien zu produzieren, dass er irgendwo in den Wohnung tot liegt :c020: Ich suchte die ganze Wohnung ab und wurde immer panischer, bis mein Mann aus dem Bad kam und sagte, dass er den Kater nach draußen gelassen hat :roll: Sagt mal, ist es normal, dass man sich emotional so reisteigert?... Nach einer halben Stunde war mein Kater wieder da und verlangte nach seinem Essen und einer Kuschelportion. So wie immer...

Wir hatten vor zwei Jahren schon eine Katze verloren. Sie war 16 Jahre alt und hatte Krebs, inoperabel. Wir hatten ein Jahr lang für sie gekämpft und dann blieb uns nur noch das Erlösen. Sie wollte auch selbst nicht mehr. Das war eine schlimme Zeit, vor allem für die Kinder, die mit ihr aufgewachsen sind. Plötzlich war die Wohnung seltsam leer :-( Ich wollte keine weitere Tiere nehmen, weil ich unweigerlich an das Ende und die letzte Spritze denken müsste (ich war bei meiner Katze bis zum letzten Atemzug dabei). Aber nach zwei Monaten hilten wir die Leere nicht mehr aus und haben ein Kätzchen aus dem Tierheim geholt. Wir wollten keine Züchtkatze haben. Erstens, weil mir die Nachteile der Zucht bekannt waren und zweites, wollten wir einem Tier ein Zuhause geben, dem das verwehrt blieb. Unser Katerchen wurde mit nur 4 Monaten ins Tierheim abgegeben und nach einem Monat da haben wir ihn entdeckt. Das war vor ziemlich genau zwei Jahren... Und vor einem Monat musste ich wieder mit der Katze meiner Eltern zum Tierarzt, um sie einzuschläfern. Sie hatte stolzes Alter von 18 Jahren errreicht, war schon blind, taub und dement, fraß nicht mehr... Da konnte man nichts mehr tun :-(
 
Ilvy

Ilvy

5.556
44
Das tut mir leid. Du wirst bestimmt gut entscheiden, wenn es deinem Kater schlechter geht.. Lieben Gruß
 
O
11
0
Eine kleine Zwischenfrage: ist das normal, wenn die Forderpfoten meines Katers noch Stunden nach dem Spaziergang nass sind? Trotz Diagnose geht es ihm noch recht gut. Er hat zwar immer noch einen Wasserbauch und ist recht abgemagert (hab ihn heute gewogen, 3,5 kg. Er war aber immer recht zierlich). Ansonsten ist alles beim Alten. Er frisst gut, besonders nachdem ich den Futter umgestellt habe. Ich geb ihm noch zusätzlich Joghurt, den er mit Begeisterung ableckt. Er geht nach draußen und trinkt wie immer Regenwasser aus der Gießkanne :lol: . Fieber hat er nicht, ich kontrolliere es mehrmals am Tag per Ohrenabtasten (Fiebertermometer hasst er :shock: ). Aber ich habe das Gefühl, er ist ständig unterkühlt. Kann das sein? Und heute hat es so stark geregnet, da habe ich gesehen, dass seine vordere Pfötchen noch Stunde, nachdem er aus dem Garten kam, bis zur Mitte nass und kalt waren. Jetzt habe einen Heizkissen unter seine geliebte Kuscheldecke gelegt. Es scheint ihm zu gefallen...
 
Patentante

Patentante

24.766
82
Selbst wenn er sich nicht mehr putzt sind stundenlang nasse Pfoten nicht normal. Und kalt schon gar nicht.
Zoe ist am Rücken manchmal stundenlang oberflächlich feucht wenn sie durch den Regen gelatscht ist. Die Pfoten sollten aber in der Wohnung ruckzuck wieder trocken sein eigentlich.
Fieber kann man leider an den Ohren bei Katzen absolut nicht ablesen. Die können bei einer hoch fiebernden Katze trotzdem kalt sein und umgekehrt. Wobei man Fieber normal am Verhalten merkt.
 
abvz

abvz

Patin
3.263
112
Als Woody eine Bauchspeicheldrüsenentzündung hatte, hatte er auch über 2 Wochen untertemperatur. Das könnte auch zu einem Baucherguss führen, allerdings frisst eine Katze mit BSDentzündung sicher nicht munter wie bisher normale Potionen.
 
T

tiha

Gast
Selbst wenn er sich nicht mehr putzt sind stundenlang nasse Pfoten nicht normal. Und kalt schon gar nicht.
Das kann man so generell nicht sagen. Einer meiner Kater hat schon sein ganzes Leben durchgehend kalte Pfötchen, er ist aber vollkommen gesund und es geht ihm prächtig :)



@Owa: Hab ich das jetzt überlesen oder wurde noch nicht mal Blut untersucht? Also hier sollte schon noch Einiges an Diagnostik durchgeführt werden, bevor man überhaupt an Einschläfern denkt. Ein dicker Bauch allein muss nicht Fip sein, eine positive R.-Probe auch nicht. Hier stehen ganz viele Vermutungen (wie z.B. die Temperatur), aber keine wirklich fundierte Diagnostik.
 
Zuletzt bearbeitet:
O
11
0
Ans Einschläfern verschwende ich keine Gedanke :neutral: Under Tierarzt hat ihn nur abgerastet und diese Probe gemacht und schon stand die Diagnose. Und meine Tochter konnte nichts sagen(ich bin berufstätig, deshalb war sie mit dem Katerchen unterwegs). Aber heute verlange ich nach einem großen Blutbild und ev. Ultraschall. Tierklinik hat auch eigenes Labor und diem Ergebnisse werden gleich da sein.

Übrigens, gestern Abend hat er die ganze Zeit auf der Decke mit dem Heizkissen verbracht und heute - zum ersten Mal seit Tagen - fühlt er sich warm an und sein Fell sieht besser aus. Aber dieser Bauch :cry: !
 
O
11
0
Also mehr weiß ich noch nicht, heute war nur das Vorgespräch. Morgen soll ich ihn gleich am Vormittag vorbei bringen und er bleibt da für weitere Untersuchungen. Die haben dich da sehr gewundert, dass unser Tierarzt keine weitgehendere Untersuchungen wie Ultraschall oder Blutbild veranlasst hat. Die Probe wäre auch nicht verlässlich.

Mein Kleiner schwächelt heute ein wenig, hat mich aber brav an der Tür begrüßt, als ich von der Arbeit kam. Und fressen tut er immer noch gut... Drückt uns morgen die Daumen. Er hasst Ärztebesuche, aber geht nicht anders. Da muss er durch.
 

Neueste Beiträge

Ähnliche Themen