Sorgen nach großer Zahn-OP mit Narkose

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KikiVFB

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Sorgen nach Zahn-OP mit Narkose

Hallo liebe Katzenforumcommunity,

Ich bin neu hier und muss mich und unsere Katze leider direkt mit einer Sorge meinerseits vorstellen, entschuldigung dafür.

Ich versuche das Problem kurz und schlüssig zu schildern. Unsere Katze (ca. 15 Jahre alt) kratze sich vor zwei Wochen ständig
an der linken Backe (meist mit der Hinterpfote) bis sie sich die Stelle sogar blutig kratze. Relativ schnell entzündete sich
die Stelle, sodass wir direkt in der darauffolgenden Woche am Dienstag (3.7) zur Tierärztin gefahren sind. Es stellte sich heraus, dass die Katze einen
entzündeten Zahn hat und dass dieser unter Vollnarkose operativ in der kommenden Woche am Donnerstag (12.7) entfernt werden muss. Sie bekam
ein Antibiotikum verabreicht, was sie allerdings nicht nehmen wollte (weder durch das Futter: gekochter Fisch oder Trockenfutter, noch durch
die Milch), somit musste man ihr am nächsten Tag (4.7) eine Depotspritze verabreichen. Danach stellte sich recht schnell Besserung ein
und die Wunde heilte sehr gut
ab. Die Tierärztin sagte uns allerdings direkt am Dienstag, dass dies immer wieder vorkommen würde, wenn
man den Zahn nicht operativ entfernen würde.

Gestern war dann der Tag der OP, wir fuhren unsere Katze am morgen um 8 Uhr in die Praxis, um 12 Uhr konnten wir anrufen und uns
nach ihrem Zustand ermitteln. Allerdings stellte sich beim Anruf um 12 heraus, dass ihr mehrere Zähne gezogen werden mussten, der
Rest würde dann mit uns besprochen werden, wenn wir sie wie geplant um 15 Uhr aus der Praxis abholen sollten. Dann kam der
Schock, ihr wurden 6 (!) Zähne aufeinmal gezogen, die Narkose und die OP soll sie aber gut überstanden haben.

Als wir daheim mit ihr ankamen, waren die typischen Nachwirkungen der Narkose zu beobachten (unser Katze wurde bereits vor über 10
Jahre sterilisiert, als sie jung war, also kannten wir ihr Verhalten). Sie lief zunächst wackelig auf den Beinen durch die Wohnung,
die Treppe war Sperrzone für sie, da sie sich sonst verletzen konnte. Nach kurzer Zeit wollte sie in ihren Raum auf ihr Bettchen wo
sie dann sehr müde und schlapp immer wieder einschlief. Stunde für Stunde war eine Besserung zu beobachten und gegen 19 Uhr lief sie
schon wieder recht sicher. Allerdings war sie immernoch schlapp, da sie öfter Schlafpausen einlegte.

Nun kommen wir zum eigentlichen Problem, die Katze begann sich wie wild zu lecken, zunächst an den Pfoten, später soziemlich am ganzen
Körper - dies sehr hektisch. Es wechseln sich bis jetzt 3 Uhr nachts ruhige Phasen in denen sie schläft (zumindestens macht sie den Anschein)
mit nervösen Phasen ab in denen sie wie wild durch die Gegend rennt, sich komplett ableckt (mittlerweile öfter am Schwanz als würde sie etwas stören).
Generell scheint sie sehr unruhig zu sein in diesen Phasen und vermittelt einem zumindestens das Gefühl von unwohl sein.
Das Verhalten von ihr scheint mir sehr ungewohnt, da ich einfach nicht festmachen kann ob sich ihr Zustand bessert oder irgendetwas nicht stimmt.

Nun dachten wir, vielleicht würde es ihr helfen jetzt etwas sanftes zu Essen, statt (wie von der Ärztin empfohlen) am Morgen (so lang ist es ja nicht mehr).
Also wie immer ihr Lieblingsessen (was sie jeden Abend bekommt) Alaska Seelachsfilet mit einer Brise Salz gekocht, komplett abkühlen lassen und serviert -
sie möchte jedoch nicht essen (trotz ich schätze mal starkem Hungergefühl, da sie bereits seit dem Mittwochabend (11.7) um 8 nichts mehr essen durfte (sie musste ja
nüchtern zur OP erscheinen). Getrunken hat sie auch kaum etwas, seit sie wieder daheim ist.

Nun mache ich mir einfach Sorgen, dass sie irgendetwas nicht so verkraftet wie es sein sollte.

Ich danke für eure Hilfe, denn die Sorge macht einen langsam krank.
Im Anhang habe ich euch noch die "Rechnung" des Tierarztes, hoffentlich gibt sie Aufschluss über die Art der Behandlung.
 
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KikiVFB

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Hallo liebe Katzenforumcommunity,

Ich bin neu hier und muss mich und unsere Katze leider direkt mit einer Sorge meinerseits vorstellen, entschuldigung dafür.

kurzer Nachtrag zum Wesen unserer Katze: 15 Jahre alt, norwegische Waldkatze (aber eher Mischling), sehr dünn und sehr scheu.

Ich versuche das Problem kurz und schlüssig zu schildern. Unsere Katze (ca. 15 Jahre alt) kratze sich vor zwei Wochen ständig
an der linken Backe (meist mit der Hinterpfote) bis sie sich die Stelle sogar blutig kratze. Relativ schnell entzündete sich
die Stelle, sodass wir direkt in der darauffolgenden Woche am Dienstag (3.7) zur Tierärztin gefahren sind. Es stellte sich heraus, dass die Katze einen
entzündeten Zahn hat und dass dieser unter Vollnarkose operativ in der kommenden Woche am Donnerstag (12.7) entfernt werden muss. Sie bekam
ein Antibiotikum verabreicht, was sie allerdings nicht nehmen wollte (weder durch das Futter: gekochter Fisch oder Trockenfutter, noch durch
die Milch), somit musste man ihr am nächsten Tag (4.7) eine Depotspritze verabreichen. Danach stellte sich recht schnell Besserung ein
und die Wunde heilte sehr gut ab. Die Tierärztin sagte uns allerdings direkt am Dienstag, dass dies immer wieder vorkommen würde, wenn
man den Zahn nicht operativ entfernen würde.

Gestern war dann der Tag der OP, wir fuhren unsere Katze am morgen um 8 Uhr in die Praxis, um 12 Uhr konnten wir anrufen und uns
nach ihrem Zustand ermitteln. Allerdings stellte sich beim Anruf um 12 heraus, dass ihr mehrere Zähne gezogen werden mussten, der
Rest würde dann mit uns besprochen werden, wenn wir sie wie geplant um 15 Uhr aus der Praxis abholen sollten. Dann kam der
Schock, ihr wurden 6 (!) Zähne aufeinmal gezogen, die Narkose und die OP soll sie aber gut überstanden haben.

Als wir daheim mit ihr ankamen, waren die typischen Nachwirkungen der Narkose zu beobachten (unser Katze wurde bereits vor über 10
Jahre sterilisiert, als sie jung war, also kannten wir ihr Verhalten). Sie lief zunächst wackelig auf den Beinen durch die Wohnung,
die Treppe war Sperrzone für sie, da sie sich sonst verletzen konnte. Nach kurzer Zeit wollte sie in ihren Raum auf ihr Bettchen wo
sie dann sehr müde und schlapp immer wieder einschlief. Stunde für Stunde war eine Besserung zu beobachten und gegen 19 Uhr lief sie
schon wieder recht sicher. Allerdings war sie immernoch schlapp, da sie öfter Schlafpausen einlegte.

Nun kommen wir zum eigentlichen Problem, die Katze begann sich wie wild zu lecken und selten zu kratzen, zunächst an den Pfoten, später soziemlich am ganzen
Körper - dies sehr hektisch. Es wechseln sich bis jetzt 3 Uhr nachts ruhige Phasen in denen sie schläft (zumindestens macht sie den Anschein)
mit nervösen Phasen ab in denen sie wie wild durch die Gegend rennt, sich komplett ableckt (mittlerweile öfter am Schwanz als würde sie etwas stören) und selten kratzt.
Generell scheint sie sehr unruhig zu sein in diesen Phasen und vermittelt einem zumindestens das Gefühl von unwohl sein. Sie legt sich danach sogar
an Plätze an denen sie nie ist, es scheint als müsse sie zur Ruhe kommen wollen, oder gegen diese Nervösität ankämpfen (sie liegt beispielsweise mitten
im Wohnzimmer unter dem Esstischstuhl).
Das Verhalten von ihr scheint mir sehr ungewohnt, da ich einfach nicht festmachen kann ob sich ihr Zustand bessert oder irgendetwas nicht stimmt.

Nun dachten wir, vielleicht würde es ihr helfen jetzt etwas sanftes zu Essen, statt (wie von der Ärztin empfohlen) am Morgen (so lang ist es ja nicht mehr).
Also wie immer ihr Lieblingsessen (was sie jeden Abend bekommt) Alaska Seelachsfilet mit einer Brise Salz gekocht, komplett abkühlen lassen und serviert -
sie möchte jedoch nicht essen (trotz ich schätze mal starkem Hungergefühl, da sie bereits seit dem Mittwochabend (11.7) um 8 nichts mehr essen durfte (sie musste ja
nüchtern zur OP erscheinen). Getrunken hat sie auch kaum etwas, seit sie wieder daheim ist.

Nun mache ich mir einfach Sorgen, dass sie irgendetwas nicht so verkraftet wie es sein sollte.

Ich danke für eure Hilfe, denn die Sorge macht einen langsam krank.
Im Anhang habe ich euch noch die "Rechnung" des Tierarztes, hoffentlich gibt sie Aufschluss über die Art der Behandlung.

Anhang: https://ibb.co/did9xT
 
Zuletzt bearbeitet:
Patentante

Patentante

24.072
80
Guten morgen,
und willkommen hier.

Wie geht es der Süßen jetzt?

Das war eine große Zahn-Op und sie wird schon lange massive Schmerzen und Entzündungen gehabt haben. Außerdem ist sie nicht mehr die Jüngste. Insofern wäre es erstmal nicht verwunderlich, dass sie die Narkose nicht so gut weggesteckt hat. Meine flippen nach Narkose teilweise völlig aus, kommen überhaupt nicht zur Ruhe, randalieren....
Und auch dass sie nachts nicht fressen wollte ist erstmal noch nachvollziehbar. Habt ihr Anweisungen was sie fressen darf um die Wunden und Nähte nicht zu gefährden? (sieht jeder TA anders). Habt ihr genug Schmerzmittel für die nächsten Tage mitbekommen?

Wenn es ihr heute früh nicht besser geht würde ich trotzdem beim TA anrufen und/oder sie dort vorsichtshalber nochmal vorstellen. Natürlich kann immer irgendwas sein, was man nachbehandeln muss. Ich drück die Daumen, dass nichts weiter ist.
 
Dagny

Dagny

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32
Wie geht es ihr denn inzwischen? Hat sie sich etwas beruhigt?

Nur ein kleiner Hinweis: Ich würde während der Heilungsphase auf keinen Fall das Futter salzen (obwohl ich generell denke, daß das nicht so gut ist?). Salz brennt und reizt Wunden.

Lieben Gruß
 
abvz

abvz

Patin
3.118
94
Das hektische putzen und lecken kann ein neurologisches Problem sein, dass durch Stress (wie z.B. Stress einer OP) stärker wird. Hatte sie so etwas früher schon selten mal?

Ebensogut kann es eine Reaktion auf das Depot-AB (müsste ja Convenia gewesen sein?) oder das verwendete Narkosemittel sein. Eine Reaktion auf das Narkosemittel sollte bald besser werden. Eine Reaktion auf das AB wäre denkbar schlecht. Bitte kläre das unverzüglich, wenigstens telefonisch, mit dem TA ab.

Wenn sie sich in solchen Phasen ansprechbar ist versuche sie zu beruhigen, das kann manchmal schon helfen um einen solchen Anfall zu unterbrechen.

Bekommt sie aktuell schon Schmerzmittel?

Dass mehrere Zähne raus müssen ist zunächst nicht bedenklich. Es gibt auch genügend Katzen die deutlich jünger schon komplett zahnlos sind. In der Regel ist das kein Problem und Katz kann damit problemlos das selbe fressen wie zuvor. ;-)
 
Andrea64

Andrea64

Moderator
9.533
92
Hallo und Willkommen!

Könnte es sein, dass Parasiten und/oder ein Pilz hinzugekommen sind? Wenn das Immunsystem angegriffen ist, dann haben andere Erreger ja leider auch eine Chance.
 
K

KikiVFB

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Danke schonmal für all eure Antworten.

Der Katze geht es mittlerweile besser, jedoch scheint sie immernoch nicht alles verarbeitet zu haben. Sie isst selten und verkriecht sich meist an Orte an denen sie sonst kaum ist, aber ihre Ruhe hat (im Katzenhaus ganz unten, dort sitzt sie gewöhnlich nie). Zum großen Glück hat sie an dem Tag (Freitag 13.7) an dem sie wieder essen durfte am Abend dann tatsächlich gegessen (und zwar zartes gekochtes Hänchenfleisch, wer hätte es gedacht). Auch trinken tut sie wieder regelmäßig und dann auch ordentlich, so wie ich es beobachten konnte.

Ich beobachte die Situation weiterhin und schreibe euch wie es ihr geht :e080:

Habt ihr Anweisungen was sie fressen darf um die Wunden und Nähte nicht zu gefährden? (sieht jeder TA anders). Habt ihr genug Schmerzmittel für die nächsten Tage mitbekommen?
Laut TA wurden die Wunden nicht genäht, da so der Heilungsprozess besser ablaufen würde. Schmerzmittel bekam sie anscheinend nach der Behandlung und sei somit versorgt, wir haben nämlich nichts für daheim mitbekommen (würde sie wahrscheinlich auch nicht zu sich nehmen, da sie, dass Antibiotikum vor der OP schon nicht nahm).

Das hektische putzen und lecken kann ein neurologisches Problem sein, dass durch Stress (wie z.B. Stress einer OP) stärker wird. Hatte sie so etwas früher schon selten mal?
So etwas kam bei ihr in dieser Form noch nie vor, und hat sich nun auch mittlerweile stark wieder gelegt.

Könnte es sein, dass Parasiten und/oder ein Pilz hinzugekommen sind? Wenn das Immunsystem angegriffen ist, dann haben andere Erreger ja leider auch eine Chance.
Ich hoffe es nicht, zudem müssten die Parasiten/der Pilz sich dann innerhalb von 10 Stunden nach der OP auf ihr verbreitet haben. Das bezweifle ich mal, vorallem da sie eine reine Hauskatze ist.
 
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scharly

scharly

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Hallo unsere Shella wurden 17 Zähne mit einmal gezogen ,vernäht und abends fraß sie schon wieder sehr gut .
Sie war aber auch in guten Händen bei einer Tierzahnärztin!
Also wiegesagt Katzen stecken das weg!Was sein muss muss sein !Ihr hat es jedenfalls geholfen.
Ich drücke dir und dein Schatz die Daumen!
Gruß Udo
 
Patentante

Patentante

24.072
80
Schön, dass es ihr besser geht. Kein Schmerzmittel find ich allerdings heftig. Metacam schmeckt lecker, sagt meine Katze, die sonst auch nix freiwillig nimmt ;-)
Sie hat aber jetzt wenigstens AB bekommen? Sonst würde ich wirklich Montag wieder hinfahren und schauen lassen ob sich was entzündet hat. Ungenäht kann das leider vorkommen.
 
L

Lexx2099

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AW: Sorgen nach Zahn-OP mit Narkose

Hallo Kiki,

wie geht es Deiner Katze inzwischen, ist sie wieder die alte?

Ich habe im Moment ähnliche Sorgen.
Meine beiden 5-jährigen Kater hatten gestern Zahnsanierungen mit Ziehen von je 3 Zähnen. Seit gestern Abend verhält sich der eine (Brandy) extrem merkwürdig, nachdem es unmittelbar nach der OP eigentlich ganz gut aussah. Er verfolgt den anderen (Jacko) und ist wie paralysiert wenn er ihn sieht. Er will dann auch kein Futter nehmen, obwohl die Zwei sich eigentlich abgöttisch lieben.

Ich weiß auch nicht, wie ich die Antibiotika in sie reinkriegen soll, weil sie heute nichts mehr anrühren, was gestern noch ging. Brandy schleckt wenigstens etwas von seiner Lieblingspaste, aber Jacko nimmt überhaupt nichts mehr (wahrscheinlich schlimme Schmerzen inzwischen).

Ich mache mir schreckliche Sorgen, dass das alles nicht hinhaut und wäre dankbar für guten Rat und/oder ermutigende Worte. Und Tipps, womit ich Jacko zum Essen animieren könnte, außer den üblichen Verdächtigen Leberwurst und Thunfisch...
 
Patentante

Patentante

24.072
80
Entweder blick ichs grad nicht oder beim Schließen ist was schief gegangen. Sind beide offen, beide mit Verweis auf den jeweils anderen Thread.

Wie geht es der Katze denn inzwischen?
 
yodetta

yodetta

Moderator
25.968
370
Die Themen wurden anschließend zusammengeführt, von Caro.:)
Also ja, dieser Thread ist offen.
 
Frigida

Frigida

29.351
284
Zahnschmerzen sind wirklich fies und so eine Zahn-OP auch.
Das Schmerzmittel, dass die Katzen nach der OP bekommen haben, reicht meistens nicht aus. Sie sollten etwa eine Woche noch Schmerzmittel bekommen.
Du musst dich daran gewöhnen, dass du den Katzen die Tabletten in den Rachen stopfst. Es gibt einige Medikamente, die man nicht anders in die Katze bekommt.