• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Antidepressiva

  • Ersteller des Themas malena
  • Erstellungsdatum
malena

malena

247
4
Hallo in die Forumsgemeinde,

nachdem mein Kater Wilhelm vor ein paar Wochen gestorben ist, hatte sein Bruder Ludwig sehr schnell an Gewicht verloren. Auch vom Verhalten her schien er sehr zu trauern.

Deshalb ließ ich ihn von
der TÄ untersuchen. Beim Abhören des Herzens stellte sie Auffälligkeiten fest und riet mir zu einem Herzultraschall. Da Ludwig aber extrem wehrhaft ist und wir es zu dritt nicht geschafft haben, ihm Blut abzunehmen, riet sie mir, ihm vor der Untersuchung ein Antidepressivum zu verabreichen, damit er nicht so gestresst ist und wir die Untersuchung besser durchführen können.

Sie meinte, im Ausland wäre das schon längst Gang und Gäbe, nur sie selbst würden jetzt gerade erst damit anfangen.
Jetzt will ich natürlich nicht, daß Ludwig für sie als Versuchskaninchen hinhalten muß.

Deshalb meine Frage an Euch:

Hat hier im Forum schon jemand Erfahrungen mit Antidepressiva bei Katzen?

LG
Malena
 
15.08.2018
#1
A

Anzeige

Gast

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen.
Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
G

GigaSet

2.316
43
ÄHM......ein Antidepressivum ist zur Stimmungsaufhellung da.....du meinst sicherlich etwas was deine Katze beruhigen soll.
Ich würde den TA wechseln,solche "Vorschläge" halte ich für wenig kompetent.
 
Sini

Sini

1.179
38
Ja, meine Katze bekommt seit einigen Wochen Antidepressiva.

Ich weiß allerdings nicht, ob ich dir wirklich weiter helfen kann.

Denn interessant ist in meinen Augen welche Alternativen es in eurem Fall zu dem Antidepressiva überhaupt gibt und wie dein Tierarzt vorgehen möchte?
Eine einmalige Gabe damit er schallen und Blut abnehmen kann? Also als Sedierung für die Untersuchung? Wie gehen andere Tierärzte mit wehrhaften Katzen um die geschallt werden sollen?

Welches Antidepressiva möchte er verwenden und welche Vorteile hat dies gegenüber anderen Mitteln die zur Sedierung gedacht sind?

Edit: GigaSets Urteil, dass dein Tierarzt inkompetent ist, möchte ich mich nicht anschließen.
Denn gerade in den ersten Tagen wirkte das Antdepressiva extrem sedierend und meiner sonst sehr ängstlichen Katze wäre es in dieser Zeit wohl ziemlich am Pöppes vorbei gegangen wenn ich mit ihr einen Ausflug zum Tierarzt gemacht hätte.
Auch lt. den Erfahrungsberichten die ich mir im Netz zusammengesucht habe, sind viele Halter, besonders wenn sie nicht richtig aufgeklärt waren, anfangs sehr erschrocken dass ihre Tiere so extrem ruhig geworden sind (bei vielen ein Grund die Behandlung vorschnell abzubrechen), das war also nicht nur eine Nebenwirkung die bei meiner Katze eingetreten ist.

Deswegen kann ich mir schon vorstellen, dass man so ein Medikament auch zur Sedierung für einen Tierarztbesuch einsetzen könnte.
Zumal man bei Medikamenten die eigentlich zur Sedierung gedacht sind, immer wieder liest dass diese bei Katzen paradox wirken können. Das bedeutet, wenn die Katze den Kontrollverlust bemerkt wird sie erst recht panisch und versucht mit aller Macht dagegen anzukämpfen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Patentante

Patentante

26.166
136
Wäre jetzt wirklich die Frage, was genau sie damit meinte. Antidepressiva gibt man manchmal bei extremen Pinkel- und Stresskatzen. Dauert Wochen bis es überhaupt anschlägt. Mein Kater wurde völlig apathisch davon.
Sedativa (die theoretisch mehr Sinn machen würden) wirken bei Katzen nicht wenn sie gestresst sind, können sogar das völlige Gegenteil bewirken.
Bliebe noch Zylkene. Das macht bei Stresskatzen immer Sinn. Ist aber was rein pflanzliches, kann nach einigen Wochen eine leichte Wirkung haben, muss nicht. Und ganz sicher, wird es aus einem "Tiger" kein Kätzchen machen. Davon gibts noch mehrere Sachen, die aber alle ähnlich wirken oder halt nicht.
TA-Wechsel scheint mir auch eine Überlegung wert.

Ich werde niemals die abartigen Schreie meines damals noch nicht ausgewachsenen Katers bei seiner ersten Blutabnahme vergessen. GsD hab ich irgendwann den TA gewechselt. Er findet es immer noch nicht lustig, hat aber nie wieder solchen Stress gehabt wir dort.
 
Frigida

Frigida

30.244
365
Antidepressiva zum Beruhigen halte ich für nicht sinnvoll.

Antidepressiva wirken nicht sofort, sondern wie Sylvia schon schrieb, erst nach mehreren Tagen bis Wochen.
Man muss sich einschleichen und genauso wieder ausschleichen.
Es ist also nichts für kurzfristige Gaben.

Sinnvoller ist dann die Gabe von Zylkene. Ist allerdings nichts Pflanzliches, sondern ein Produkt mit Maltodextrin und Kasein.
Zylkene wirkt allerdings nicht bei jeder Katze und auch erst nach ein paar Tagen. Aber es ist sicher eine bessere Alternative.

Es gibt allerdings Tierärzte, die können mit Katzen umgehen und andere, die können es nicht.
Vielleicht wäre ein Versuch bei einem anderen Tierarzt keine schlechte Idee.
Hier im Forum gibt es eine Tierarztliste mit Empfehlungen, vielleicht wirst du da fündig.
 
malena

malena

247
4
Danke für Eure Antworten.

Die TÄ meinte tatsächlich Antidepressiva. Da ich mich hierzu erst gründlich informieren wollte, habe ich nicht genau nachgefragt, wie das Präparat genau heißt. Ich hatte auch überhaupt kein gutes Gefühl dabei, da ich weiß, daß Antidepressiva zumindest im Humanbereich erst eingeschlichen werden. Von daher nicht von einem auf den anderen Tag wirken. Und die TÄ will dies nun einsetzen, um Ludwig zu beruhigen.

Er war schon vor ein paar Jahren in einer anderen Tierklinik zum Herzultraschall . Auch da war es ein Eiertanz, den wir schließlich frühzeitig abbrechen mußten. Genauso die Blutabnahme. Immer ein Kampf. Mal klappt es, mal nicht.
Ich lasse die TÄ schon immer nachhause kommen, weil es dann am stressfreiesten für ihn ist. Beim Herzultraschall geht das natürlich nicht .

Was die TÄ anbetrifft, so hatte ich bei ihr eigentlich einen sehr kompetenten Eindruck. Sie hat mich auch bei Wilhelm begleitet und konnte mir immer alle Fragen auch in Bezug auf seine CNI und die vor 3 Monaten super durchgeführte Zahnsanierung inkl. entsprechende Narkosemittel, Inhalationsnarkose, geeignete Schmerzmittel bei CNI, beantworten. Ich hatte sie wirklich mit Fragen gelöchert, weil ich mich schon seit Jahren auf der Seite "felinecrf.info" informiere. Und sie wußte in diesem Bereich wirklich alles.
Jetzt bin ich sehr verunsichert. Von Zylkene habe ich schon mal gehört. Es gibt wohl inzwischen auch noch andere beruhigende Mittel. Mit l- tryptophan, einer Aminosäure, die den Serotoninspiegel positiv beeinflussen soll.
Bachblüten habe ich auch schon probiert. Keine Wirkung feststellen können.

Gruß Malena
 
Neryz

Neryz

Patin
17.757
193
Frag sie doch mal, welches Medikament sie überhaupt verwenden möchte ;-) dann weisst du mehr.
 
Sini

Sini

1.179
38
Ich hatte auch überhaupt kein gutes Gefühl dabei, da ich weiß, daß Antidepressiva zumindest im Humanbereich erst eingeschlichen werden. Von daher nicht von einem auf den anderen Tag wirken. Und die TÄ will dies nun einsetzen, um Ludwig zu beruhigen.
Nein, auch im Humanbereich werden Antidepressiva nicht grundsätzlich eingeschlichen. Das wird, bzw. wurde aber bei einer bestimmten Gruppe von Antidepressiva so gehandhabt weil viele Patienten die Behandlung wegen der Nebenwirkung vorzeitig abgebrochen haben und man sie so sanfter heranführen konnte. Inzwischen gibt es aber verträglichere Antidepressiva.

Man findet ganz wenig echte Erfahrungsberichte im Zusammenhang von Antidepressiva und Katzen. Auch kaum Fachliteratur.

Ich vermute mehrere Gründe:
Einerseits ein rein praktischer Grund, das ist die Zulassung. Das Medikament meiner Katze ist beispielsweise auch nur für Hunde zugelassen. Zulassungsverfahren sind teuer und aufwändig und scheinen sich in dem Fall für Katzen oft nicht zu lohnen.

Dann gibt es was Psychopharmaka im Allgemeinen angeht (also nicht nur in Bezug auf Tiere) sehr große Vorurteile in der Bevölkerung. Und oft auch viel zu wenig Aufklärung woran ich aber auch den Tierärzten Schuld gebe. Wenn eine Stoffwechelstörung wie z.B. Diabetes vorliegt dann ist es selbstverständlich und wird nicht hinterfragt, dass diese medikamentös behandelt werden sollte. Wenn aber eine Stoffwechselstörung im Gehirn vorliegt die z.B. zu einer Depression führt, dann ist die Ablehnung oft von vornehherein sehr hoch.

Und auch ich habe mir sorgfältig überlegt, ob ich überhaupt schreiben soll, dass meine Katze Antidepressiva bekommt. Das entspricht nämlich nicht dem Bild vom guten Katzenhalter mit der zufriedenen Katze das man vielleicht gerne vermitteln würde.


Keine Frage, natürlich sollte man zuerst einmal versuchen, den Grund des auffälligen Verhaltens zu beheben, aber dies geht eben nicht immer.
Du kannst deinem Ludwig seinen Wilhelm nicht zurück geben und wenn du bezüglich seiner Erkrankung Gewissheit haben möchtest wird er lange still halten müssen und ihr werdet ihm Blut abnehmen müssen.

Alle die mit ihren ablehnenden Beiträgen zu deiner Verunsicherung beigetragen haben, solltest du doch auch hinterfragen, worauf ihr Wissen über die Wirkung von Antidepressiva speziell bei Katzen beruht, auch was das Thema Sedierung betrifft. ;-) Oder ist das vielleicht gar keine Fachkenntnis sondern Vermutungen und Vorurteile?

Nichts gegen Bachblüten, Zylkene und Co. Sie sind sehr sanft aber sie wirken eben auch sanft bis überhaupt nicht. Zumindest können solche Mittelchen aus einem Kampfkater kein Lämmchen machen der mal 10 bis 15 Minuten ruhig stehen/ bzw. liegen bleibt damit sein Herz gründlich geschallt werden kann. Für anderweitige Erfahrungen aus erster Hand bin ich aber offen :-D

Und gerade wenn du eigentlich Vetrauen zu deiner Tierärztin hast, rate ich dir, die schon in meinem ersten Post angesprochenen Punkte und deine Unsicherheit mit ihr in Ruhe zu besprechen.
 
Zuletzt bearbeitet:
ch.harris

ch.harris

528
17
Ich finde die Idee nicht schlecht.
Wenn ich es richtig verstanden habe geht es hier nicht um eine dauerhafte Medikation sondern eine Einmalgabe, richtig?
D.h. nur der sedierende Effekt ist gewünscht.
Dann bietet sich ein Antidepressivum in der Tat an.
Auch in der Humanmedizin werden Antidepressiva,speziell trizyklische, gerne zur Schlafförderung eingesetzt.
Dazu muss nichts eindosiert werden, es muss auch kein antidepressiver Wirkspiegel erreicht werden.
Es geht alleine um die sedierende/schlafanstossende Wirkung.
Selber Mechanismus bei der Katze.
Ich würde auch nachfragen und mich nochmal selbst belesen dennoch halte ich den Gedanken nicht für abwegig.

Und nur der Vollständigkeit halber.
Das Antidepressivum =Einzahl
Die Antidepressiva =Mehrzahl
So und jetzt könnt ihr Düpfelschisser zu mir sagen. ?
 
yodetta

yodetta

Moderator
27.250
446
Hallo!:)

Ich möchte mich sini und ch. harris anschließen und ergänzen, dass verschiedene Antidepressiva (ja Mehrzahl :mrgreen:) auch in der Humanmedizin als Bedarfsmedikation eingesetzt werden.

Liebe Grüße
Melanie
 
Patentante

Patentante

26.166
136
Ich kann mich nur wiederholen: solche Experimente sind bei Katzen äußerst kritisch zu sehen, weil sie bei sedierenden Medikamenten unter Stress gegenteilig reagieren. Hatten wir hier mal nen ganz, ganz bösen Thread dazu (weiß leider den Titel nicht mehr).

Und, auch wenn ich echt nicht sehe warum ich mich hier verteidigen muss: ich kenne Antidepressive zur Genüge beim Menschen und leider aus eigener Erfahrung auch von der Katze.

Die Grundidee, nochmal mit dem TA zu sprechen, um genauere Infos zu bekommen finde ich aber gut. So ist es ja alles Spekulation.
 
abvz

abvz

Patin
3.687
156
Wie Antidepressiva beim Menschen eingesetzt werden und wirken weiß ich nicht.

Da unser Woody aber Panikkater ist haben wir auf Anraten der TÄ das ebenfalls probiert. Wir haben Clomicalm bekommen, andere standen zur Auswahl falls es nicht wirken sollte. Mein Resume:
Ein mal und nie wieder!
Woody hats komplett abgeschossen, er war zwei Tage so apathisch dass ich dachte das wars dann.

Den Gedanken dahinter finde ich nicht falsch, aber es ist sinngemäß mit ,,Kanonen auf Spatzen schießen,,. Ich würde es nur nutzen wenn ich eine Katze hätte die gefahr läuft vor Aufregung einen Herzinfarkt zu erleiden (zumindest zur Beruhigung, die Therapie bei Sinis Katze hat andere Ziele und ist anders zu bewerten/abzuwägen).

Mittlerweile gibt es gute Hilfsmittel um eine Katze zu behandeln, man braucht heute keinen Quetschkäfig mehr. Wir nutzen bei planmäßigen Terminen Zylkene. ;-)
 
Isis Bastet

Isis Bastet

1.326
37
Das einzig Senkrechte für solche Sachen sind bei uns Menschen Benzos (Valium).
In der Tat kann ein Paradoxon auftreten, das ist dann echt heftig. Aber von einigen hundert randalierenden Patienten kann ich mich nur an einen Fall erinnern.

Lesenswert: Futtermittel und Pheromone in leichten Fällen, Benzodiazepine in schweren Fällen.

Auch:Finger weg von Acepromazin
 
Neryz

Neryz

Patin
17.757
193
Nein, auch im Humanbereich werden Antidepressiva nicht grundsätzlich eingeschlichen. Das wird, bzw. wurde aber bei einer bestimmten Gruppe von Antidepressiva so gehandhabt weil viele Patienten die Behandlung wegen der Nebenwirkung vorzeitig abgebrochen haben und man sie so sanfter heranführen konnte. Inzwischen gibt es aber verträglichere Antidepressiva.

Man findet ganz wenig echte Erfahrungsberichte im Zusammenhang von Antidepressiva und Katzen. Auch kaum Fachliteratur.

Ich vermute mehrere Gründe:
Einerseits ein rein praktischer Grund, das ist die Zulassung. Das Medikament meiner Katze ist beispielsweise auch nur für Hunde zugelassen. Zulassungsverfahren sind teuer und aufwändig und scheinen sich in dem Fall für Katzen oft nicht zu lohnen.

Dann gibt es was Psychopharmaka im Allgemeinen angeht (also nicht nur in Bezug auf Tiere) sehr große Vorurteile in der Bevölkerung. Und oft auch viel zu wenig Aufklärung woran ich aber auch den Tierärzten Schuld gebe. Wenn eine Stoffwechelstörung wie z.B. Diabetes vorliegt dann ist es selbstverständlich und wird nicht hinterfragt, dass diese medikamentös behandelt werden sollte. Wenn aber eine Stoffwechselstörung im Gehirn vorliegt die z.B. zu einer Depression führt, dann ist die Ablehnung oft von vornehherein sehr hoch.

Und auch ich habe mir sorgfältig überlegt, ob ich überhaupt schreiben soll, dass meine Katze Antidepressiva bekommt. Das entspricht nämlich nicht dem Bild vom guten Katzenhalter mit der zufriedenen Katze das man vielleicht gerne vermitteln würde.


Keine Frage, natürlich sollte man zuerst einmal versuchen, den Grund des auffälligen Verhaltens zu beheben, aber dies geht eben nicht immer.
Du kannst deinem Ludwig seinen Wilhelm nicht zurück geben und wenn du bezüglich seiner Erkrankung Gewissheit haben möchtest wird er lange still halten müssen und ihr werdet ihm Blut abnehmen müssen.

Alle die mit ihren ablehnenden Beiträgen zu deiner Verunsicherung beigetragen haben, solltest du doch auch hinterfragen, worauf ihr Wissen über die Wirkung von Antidepressiva speziell bei Katzen beruht, auch was das Thema Sedierung betrifft. ;-) Oder ist das vielleicht gar keine Fachkenntnis sondern Vermutungen und Vorurteile?

Nichts gegen Bachblüten, Zylkene und Co. Sie sind sehr sanft aber sie wirken eben auch sanft bis überhaupt nicht. Zumindest können solche Mittelchen aus einem Kampfkater kein Lämmchen machen der mal 10 bis 15 Minuten ruhig stehen/ bzw. liegen bleibt damit sein Herz gründlich geschallt werden kann. Für anderweitige Erfahrungen aus erster Hand bin ich aber offen :-D

Und gerade wenn du eigentlich Vetrauen zu deiner Tierärztin hast, rate ich dir, die schon in meinem ersten Post angesprochenen Punkte und deine Unsicherheit mit ihr in Ruhe zu besprechen.
Ich kann das unterschreiben. Die Verurteilung «*in Bausch und Bogen*», die man bzgl Antidepressiva leider oft antrifft, führt dazu, dass vielen Menschen und auch Tieren eine notwendige und erfolgreiche Behandlung vorenthalten wird.
ABER: hier gehts um ein ganz kurzzeitiges Sedieren/Ruhigstellen einer TA-Panikkatze. Dass da Antidepressiva die richtige Wahl sein sollen, da hab ich meine Zweifel... daher meine Frage nach dem Medikament, das hier gegeben werden soll.
 
malena

malena

247
4
Dann werde ich mich in jedem Fall nochmal eingehendst mit der TÄ beraten und vorab bei Dr. Google recherchieren, welche Alternativen es für Ludwig gibt.

Fakt ist, daß er schon auf der Hinfahrt zum Tierarzt so durch den Wind ist, daß er anfängt zu hecheln und seine Nasenlöcher beben. Wenn ich ihn dann beim TA aus der Box hole, macht er sich so steif, daß es unglaublich schwierig ist, ihn zu untersuchen. Und das haben mitterweile schon bestimmt 10 unterschiedliche TÄ versucht. Auf der Rückfahrt hechelt er nicht nur, sondern seine Zunge hängt heraus, läuft blau an und mich ergreift die Panik, dass er womöglich beim Transport einen Herzinfarkt bekommt.

Daß ich ihm aufgrund dieser Tatsache keine Untersuchung mehr ohne vorherige Beruhigung mehr zumuten kann, liegt wohl auf der Hand.

Er ist jetzt 14 Jahre und ich habe gerade Wilhelm verloren. Ich hoffe, daß ich mit Ludwig noch eine schöne Zeit verbringen kann auch wenn wir z.Zt. beide ziemlich durch den Wind sind.
 
Neryz

Neryz

Patin
17.757
193
Dann werde ich mich in jedem Fall nochmal eingehendst mit der TÄ beraten und vorab bei Dr. Google recherchieren, welche Alternativen es für Ludwig gibt.

Fakt ist, daß er schon auf der Hinfahrt zum Tierarzt so durch den Wind ist, daß er anfängt zu hecheln und seine Nasenlöcher beben. Wenn ich ihn dann beim TA aus der Box hole, macht er sich so steif, daß es unglaublich schwierig ist, ihn zu untersuchen. Und das haben mitterweile schon bestimmt 10 unterschiedliche TÄ versucht. Auf der Rückfahrt hechelt er nicht nur, sondern seine Zunge hängt heraus, läuft blau an und mich ergreift die Panik, dass er womöglich beim Transport einen Herzinfarkt bekommt.

Daß ich ihm aufgrund dieser Tatsache keine Untersuchung mehr ohne vorherige Beruhigung mehr zumuten kann, liegt wohl auf der Hand.

Er ist jetzt 14 Jahre und ich habe gerade Wilhelm verloren. Ich hoffe, daß ich mit Ludwig noch eine schöne Zeit verbringen kann auch wenn wir z.Zt. beide ziemlich durch den Wind sind.
Verstehe ich absolut ;-)
Als erste Massnahme würde ich in dem Fall wirklich mal Zylkene geben. Das ist ein Nahrungszusatz, der die Katzen cooler werden lässt, aber das muss mindestens 2 Wochen lang gegeben werden, bevor man eine Wirkung sieht (war hier jedenfalls so). Es ist ja hier auch schon empfohlen worden. Das kann auf keinen Fall schaden ;-)
Für die Fahrt zum TA kann das auch helfen, aber wie gesagt: das muss man eine ganze Zeit vorher schon geben. Und ob das für diese Panik dann reicht... keine Ahnung.
Unter diesen Vorzeichen verstehe ich die Empfehlung für ein Antidepressivum besser, aber das kann dann auch nicht nur einmal gegeben werden... denke ich jedenfalls. Sowas sind ja schon Medikamente, die für eine gewisse Zeit gegeben werden müssen, bevor man da eine Wirkung hat.
Halt uns mal auf dem Laufenden, wie es weitergeht ! Daumen sind gedrückt ;-)
 
malena

malena

247
4
Werde das Zylkene auf jeden Fall in die engere Wahl einbeziehen. Da ich mit der TÄ wegen der Hitze der vergangenen Wochen noch keinen konkreten Termin für die Untersuchung vereinbart habe, bleibt noch genug Zeit zu recherchieren. Werde dann berichten, welche Maßnahmen dann zum Einsatz kommen.

LG Malena
 
WinstonvonWensin

WinstonvonWensin

8.487
182
Ich stehe dem nicht skeptisch gegenüber, denn selbst in der Humanmedizin wird Antidepressiva in der Angsttherapie eingesetzt. Eine Katze die eine Angststörung hat beim TA ist damit sicher besser bedient.... als mit einer Sedierung im klassischen Sinne. Wobei man die Anlaufzeit der Wirkung bedenken muss.


lg
Verena
 
Sini

Sini

1.179
38
Clomipalm wirkt schon nach einmaliger Gabe beruhigend, nach einigen Tagen werden die Katzen so ruhig dass sie aphatisch wirken. Das ist eigentlich eine unerwünschte Nebenwirkungen die sich vor allem in den ersten, ca. 2 Wochen der Gabe einstellt.
Nun vermute ich, man kann sich genau diesen eigentlich unerwünschten Effekt zu nutze machen und so eine Panikkatze beruhigen ohne dass wie bei den üblichen Sedativa eine paradoxe Wirkung eintritt.

Das hätte dann nichts mit einer Dauermedikation zu tun sondern mit der Gabe von einem Antidepressivum als Bedarfsmedikation zur Beruhigung vor einem Tierarztbesuch.
 
Zuletzt bearbeitet:
ch.harris

ch.harris

528
17
Nur ganz kurz da auf dem Weg zur Arbeit.

Ein trizyklisches Antidepressivum wirkt sofort d.h. innerhalb 30-60 Min. beruhigend bzw. müde machend.
Man nutzt hier sozusagen die Nebenwirkung.
Und das ist in dem Fall ja der gewünschte Effekt.
Und nochmal, da muss nichts ein-oder ausgeschlichen werden, es geht nur um die "sedierende" Wirkung.

Das weiss ich aber nicht von Dr. Google, es ist seit über 30 Jahren mein Beruf. ;-)
 

Neueste Beiträge

Ähnliche Themen