Artgerechte Haltung von Katzen

  • Ersteller des Themas yodetta
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yodetta

yodetta

Moderator
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Ich halte Hunde sowie Katzen und kann nur dazu sagen das Hunde nicht unkontrolliert draußen ihr Unwesen treiben (sollten)
Zudem kann man Hunde nicht mit Katzen vergleichen...
Nein, Hunde sollten meiner Meinung nach auch nicht unkontrolliert ihr Unwesen treiben, allerdings ist das in anderen Ländern "vollkommen normal", dass auch Hunde streunern und wildern.

Warum kann man Hunde nicht mit
Katzen vergleichen, was den Drang an die frische Luft angeht um dort Reize zu bekommen, die es in der reinen Wohnungshaltung evtl. nicht gibt?

Generell bin ich gegen gar nichts.:)
In einer geeigneten Umgebung und der passenden Katze, finde ich auch den ungesicherten Freigang toll.

Ob reine Wohnungshaltung artgerecht ist kommt doch ganz auf die Katze an. Ich kenne viele Wohnungskatzen die gar nicht den Drang haben raus zu wollen.
Für manche wäre es eine Quälerei sogar.
Gerade bei Rassekatzen darf man auch nicht vergessen das es gefährlich ist (wegen der Optik)
Nochmal, niemand soll sein Tier vor die Tür, oder auf den Balkon setzen, ob es nun will oder nicht.
Das habe ich jetzt wirklich schon mehrfach geschrieben. Niemand soll sein Tier quälen.

Gang, ganz sicher, gibt es Katzen, die nicht in den ungesicherten Freigang möchten und einige dürfen/sollten es, aus gesundheitlichen Gründen auch bestimmt nicht.

Mir geht es aber nicht um Minderheiten.:)

Wie kann man für Katzen ein tiergerechtes Leben in der reinen Wohnungshaltung (ohne Balkon) ermöglichen, unter Berücksichtigung ihrer bekannten Bedürfnisse und Instinkte?
 
DreiMaeuse

DreiMaeuse

2.985
21
Das ist für mich auch eine persönliche Einstellung. Ich würde lieber nur 50 Jahre Leben, aber war in den 50 Jahren glücklich, als dass ich 90 Jahre auf der Erde mein Dasein friste und unglücklich war.

Ergänzung ()



Genau meine Einstellung ! :)
Trotzdem war ich so egoistisch, Katzen bei mir einziehen zu lassen, obwohl meine Wohnsituation keinen Freigang zulässt und ich anfangs auch nicht vor hatte meinen Garten zu sichern. Dem Forum sei Dank, habe ich dann doch eine für mich machbare Lösung gefunden.
Früher hatte ich Bauernhof-, Tierheim-, Vermehrerkatzen.....das waren noch "richtige", "autarke" und "normale" Katzen.
Meine Rexe sind eher Hunde als Katzen und z.Zt. sehe ich sie eigentlich gar nicht im Garten (sie können 24/7 raus), meine plüschigeren Mitbewohner sind z.Zt. schon Maaaaal draussen, aber auch eher selten.
Nach meinem Empfinden haben Rassekatzen viel ihrer Ursprünglichkeit/Wildheit eingebüsst, nichtsdestotrotz geniessen sie den Garten bei ihnen genehmen Wetter ;-) ...und ich finde es schon ein bisschen traurig, wenn eine Katze nie feuchtes Gras an den Pfötchen spürt, keine Blätter im Wind jagen kann, nicht in der Erde buddeln kann, an keiner Hummel schnüffeln kann, keinen Regenwurm fangen kann etc etc etc
 
Schneeleopard

Schneeleopard

14.009
133
@Emil
Unser ehemaliger Katzenschutzbund war so. Momentan haben wir hier speziell für Katzen nix. Das was groß angelegt wurde (mit Freigang/Gehege, kleinere Zimmer ect) ist dicht und soll verkauft werden.
Unser TH, naja, hat eigentlich immer zu und hat Personalmangel (suchen Leute).

In dem ehemaligen Katzenschutzbund Gebäude war ich ein paar Wochen und mir sind einige arme Mietzen in Gedächtnis geblieben: z.b. ein schwarzer Kater, Fip, Einzelhaft. Hatte sein Gehege draussen mit Hütte, Regal.......Der tat mir einfach nur leid. DAS ist nicht artgerecht.

Man wird auch nie auf einen Nenner kommen, was DAS artgerechte Halten von Katzen angeht. Jede Katze hat andere Bedürfnisse, die der Mensch versucht zu erfüllen. Ob mit Balkon oder ohne, Freigang oder nicht, ob kleine Wohnung oder Palast.
Jeder der sein Tier liebt, wird nach seinen Möglichkeiten alles dafür tun, das sie es gut haben.


Und was in eigener Sache: nach Anscht einiger hier dürfte ich garkeine Katze halten. Kein Freigang, weder gesichert noch ungesichert, keinen vernetzten Balkon, hauptsächlich Dachfenster.
Das gibt mir persönlich schon zu denken.........
 
yodetta

yodetta

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Genau meine Einstellung ! :)
Trotzdem war ich so egoistisch, Katzen bei mir einziehen zu lassen, obwohl meine Wohnsituation keinen Freigang zulässt und ich anfangs auch nicht vor hatte meinen Garten zu sichern. Dem Forum sei Dank, habe ich dann doch eine für mich machbare Lösung gefunden.
Früher hatte ich Bauernhof-, Tierheim-, Vermehrerkatzen.....das waren noch "richtige", "autarke" und "normale" Katzen.
Meine Rexe sind eher Hunde als Katzen und z.Zt. sehe ich sie eigentlich gar nicht im Garten (sie können 24/7 raus), meine plüschigeren Mitbewohner sind z.Zt. schon Maaaaal draussen, aber auch eher selten.
Nach meinem Empfinden haben Rassekatzen viel ihrer Ursprünglichkeit/Wildheit eingebüsst, nichtsdestotrotz geniessen sie den Garten bei ihnen genehmen Wetter ;-) ...und ich finde es schon ein bisschen traurig, wenn eine Katze nie feuchtes Gras an den Pfötchen spürt, keine Blätter im Wind jagen kann, nicht in der Erde buddeln kann, an keiner Hummel schnüffeln kann, keinen Regenwurm fangen kann etc etc etc
Huhu Andrea :love:

Interessante Überlegung.
Meinst Du, dass Rassekatzen noch weniger Drang nach "Frischluft" haben?

Meine zwei leider schon verstorbenen Perserkatzen haben den Balkon in meinem Single-Haushalt geliebt und später dann den Garten hier noch mehr.

Die beiden jetzigen Oris sind eher Schön-Wetter-Draußen -Katzen :LOL:
Wobei sie auch gerne tgl eineRunde drehen, wenn es nicht gerade stürmt oder regnet.
Smee (Ragdoll) kann ich mir ohne Garten nicht vorstellen. Er ist bei Wind und Wetter draußen.

Liebe Grüße
Melli
 
Emil

Emil

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@Emil
Unser ehemaliger Katzenschutzbund war so. Momentan haben wir hier speziell für Katzen nix. Das was groß angelegt wurde (mit Freigang/Gehege, kleinere Zimmer ect) ist dicht und soll verkauft werden.
Unser TH, naja, hat eigentlich immer zu und hat Personalmangel (suchen Leute).

In dem ehemaligen Katzenschutzbund Gebäude war ich ein paar Wochen und mir sind einige arme Mietzen in Gedächtnis geblieben: z.b. ein schwarzer Kater, Fip, Einzelhaft. Hatte sein Gehege draussen mit Hütte, Regal.......Der tat mir einfach nur leid. DAS ist nicht artgerecht.
Da haben wir hier wirklich mit unserem Tierheim großes Glück. Unsere Nachbarn ( die Tierheimleiter ) leben mit ganzem Herzen für die Tiere. Sie ist nach großer Hüft-OP sogar als erstes statt nach Hause ins Tierheim gefahren, um nach dem Rechten zu schauen ( im Rollstuhl ) :D Und hat sich danach jeden Tag erst mal von ihrem Mann fahren lassen. Bin gespannt, ob sie tatsächlich wie eigentlich geplant nächstes Jahr die Leitung abgeben. Aber selbst wenn, bin ich mir sicher, dass sie trotzdem jede freie Minute dort verbringen wird, solange sie noch kriechen kann. Die Beiden wurden gerade erst für ihre über 50 Jahre bestehende Arbeit ausgezeichnet. ( sie hat mit glaube ich gerade mal 12 Jahren angefangen im Tierschutz aktiv tätig zu sein ) Und es ist erstaunlich was in dieser Zeit aus einer ehemaligen Holzbaracke entstanden ist und wie wohl sich die Hunde und Katzen dort fühlen. Das ist zumindest unser Eindruck.
Ergänzung ()

 
yodetta

yodetta

Moderator
26.690
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nach Anscht einiger hier dürfte ich garkeine Katze halten. Kein Freigang, weder gesichert noch ungesichert, keinen vernetzten Balkon, hauptsächlich Dachfenster.
Ich weiß, Du hast mich persönlich nicht angesprochen.
Ich möchte aber trotzdem darauf antworten und zwar nicht nur an Dich gerichtet, sondern an Alle, die ihre Katzen ausschließlich in der Wohnung halten.

Letztendlich muss doch jeder selbst entscheiden wie er seine Katze (seinen Hund, seinen Hamster usw) hält.
Ich möchte doch hier nur über die Haltung der Katzen diskutieren.
Für mich persönlich ist die Haltung eben auch ein wichtiges und eigentlich auch vollkommen normales Thema.
Jeder, der sich eine Katze anschafft, sollte wissen, welches Tier er sich da ins Haus holt. Welche Bedürfnisse Katzen haben, welchen Instinkten sie folgen und und und.

Welchen Schluss ich für mich persönlich ziehe, nämlich das ich mir keine Katze mehr anschaffe, wenn ich ihr keine Frischluft-Möglichkeit bieten kann, ist dabei nebensächlich.

Ich kann mir vorstellen, dass so eine Diskussion hier den Ein oder Anderen zum Nachdenken anregt und er vielleicht doch eine Möglichkeit sieht, der eigenen Katze etwas Frischluft zu gönnen, oder vielleicht wird sich wieder etwas mehr mit dem eigenen Tier beschäftigt oder oder oder.

Mir liegt dieses Thema wirklich am Herzen und zwar nicht um hier Katzenbesitzern vor den Kopf zu stoßen, sondern zugunsten derer Lieblinge.
Es kann sein, dass ich damit den Finger in eine Wunde lege. Trotzdem möchte ich das ansprechen, was mir wichtig ist.
 
Ankaa

Ankaa

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So, jetzt :) @yodetta

Hunde. Hunde gehen Gassi weil sie eben nicht in der Wohnung auf Toilette gehen weil wir Menschen das als "gross" empfinden. Prinzipiell spräche da erstmal nichts dagegen, warum auch? Desweiteren sind die meisten Hunde größer und haben somit einen viel größeren Bewegungsradius (ein Husky kann in der Wohnung nicht mal eben so einfach von A nach B rennen wie eine Katze) und ihr Lebensraum nicht 3-dimensional ist. Wir gehen Gassi mit unseren Hunden primär für unser eigenes Gewissen. Und weil die wenigsten mehr als einen Hund haben -> draussen gibt es Hundekontakt.

Die Runde um den Block zum sch** ist garantiert auch nicht tiergerecht, durchaus aber für viele Hundehalter gängig.

Ihr hängt euch viel zu sehr an dem "Frischluft" auf während es um "Enrichment" geht. Was machen sie denn draußen, außer ihr Geschäft? Sie vertreten sich die Beine. Sie erleben Gerüche und Geräusche. Sie haben anderen Hundekontakt. All das ist prinzipiell auch in den eigenen vier Wänden möglich. Bis auf Hunde die wirklich fürs Laufen gezüchtet sind, MUSS ein Hund auch nicht JEDEN Tag Stundenlang raus. Man kann auch Kopfarbeit machen. Abwechslung ist das Stichwort. Und ja, man kann Hunde auch überbeschäftigen, das passiert gerade im "Gebrauchthunde"bereich durchaus häufig. Das Gegenteil von gut ist eben manchmal gut gemeint.

Bevor das falsch rüberkommt, ich bin weder dafür, seinen Hund nur in der Wohnung noch im Zwinger einzusperren. Ok, und warum hab ich dann offensichtlich kein Problem damit, meine Katzen "einzusperren"? Eben wegen der dann doch unterschiedlichen Verhalten. Erstmal kann ich meinem 25kg Retriever schlecht in der Wohnung ein Dummy werfen. Meine 3kg Katze kann aber problemlos durch die Wohnung pesen. Katzen sind Lauerjäger, Hunde nicht. Ich kann ihnen ihrer Natur entsprechend Klettermöglichkeiten erschaffen.

Nochmal, die Frage wurde ja leider ignoriert, aber bei aller Diskussion und Fokusierung auf "Frischluft", warum werden die wenigsten Hunde im Rudel gehalten? Ist das denn überhaupt tiergerecht?

Sowohl Katzen als auch Hunde verbringen den allergrößten Teil ihrer Zeit mit ruhen, auch in freier Natur. Alles andere wäre auch nicht ökonomisch. Die Wachzeit verbringen sie mit Nahrungssuche (fällt weg bei Haustieren), Fortpflanzung/Partnersuche und mit Spiel. Dem Hund und der Katze bringt es mehr, wenn sie vielleicht nur eine kleine Runde gehen oder nur ein Fenster offen ist, sie dafür vom Besitzer aber noch bespielt werden oder andersweitig beschäftigt (Kopfarbeit z.B.), als wenn sie jeden Tag die gleiche öde Runde drehen. Und mal Hand aufs Herz, denkt ihr wirklich, im Revier eurer Freigängerkatzen verändert sich von Tag zu Tag so signifikant viel?

Noch was, weil ihr ja immer die Instinkte der Katzen ansprecht und dass diese eben jagend und eine Maus töten wollen. Jeder Hund würde jagen und auch töten, würde man ihn lassen. Allerdings wird das den allerwenigsten (Ausnahme wenige Jagdhunde) erlaubt und trifft selbst bei der genannten Gruppe in der Bevölkerung tendentiell eher auf Ablehnung. Warum eigentlich? Warum pochen wir darauf, dass Katzen ihre vermeintlichen Instinkte ausleben sollen und Hunde dürfen das aber nicht?

Zu dem Punkt, dass Katzen genetisch noch überhaupt nicht domestiziert sind. Der Mensch unterschiedet sich auch nur nicht-signifikant vom Neanderthaler und gleich gar nicht von seinen als Jäger und Sammler lebenden Vorfahren. Wächst ein Kind in der Wildnis auf, ist es nur schwer zu sozialisieren (weil der Punkt kam, dass richtige Streuner immer wild bleiben - ich kenn übrigens einen, der ist mittlerweile sozialer als die eigenen Freigängerkatzen)

Mir ist prinzipiell jemand, der sich keinen großen Garten mit teurem Freigehege leisten kann, dafür seinem Tier aber alles bietet was es braucht (besonders medizinische Versorgung!) und mit ihm spielt, kuschelt, .... tausend mal lieber als jemand, dem es recht ist, wenn die Katze nur zum Fressen kommt und er bloß kein Katzenklo sauber machen muss und die Katze auch sonst so low-maintenance wie möglich ist.

Haustiere sollten keine Prestige-Objekte werden. Was natürlich selbstverständlich nicht bedeutet, dass man sich keine Gedanken vor der Anschaffung eines Tieres (und dessen Bedürfnisse) machen muss!!!

Und es gibt prinzipiell einen Mittelweg zwischen "ich nehm meine menschliche Erwartungshaltung und projiziere sie auf das Tier" (Stichwort: "Freiheit", "glücklich", ...) und das Tier nur als emotionslose instinktgesteuerte Maschine zu betrachten :)

Ergänzung ()

Wenn das mal nichts mit Wildtier zu tun hat, dann weiß ich auch kein besseres Beispiel

Den Anhang 200450 betrachten
Und das findest du jetzt auch noch toll? o_O
Ergänzung ()

Achja, und wo ein gesichertes (offenes) Fenster und ein gesicherter Balkon jetzt so fundamental unterschiedlich sind verstehe ich wirklich immernoch nicht.
 
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_hannibal_

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Mir ist prinzipiell jemand, der sich keinen großen Garten mit teurem Freigehege leisten kann, dafür seinem Tier aber alles bietet was es braucht (besonders medizinische Versorgung!) und mit ihm spielt, kuschelt, .... tausend mal lieber als jemand, dem es recht ist, wenn die Katze nur zum Fressen kommt und er bloß kein Katzenklo sauber machen muss und die Katze auch sonst so low-maintenance wie möglich ist.
Bist du wirklich der Meinung dass Katzen kuscheln und spielen freiwillig gegen ein Leben in der Natur tauschen würden?
Was heißt denn, dem es recht ist. Wenn man Freigänger hat, weiß man dass Katz das selbst entscheidet ob sie zum fressen kommt oder sich lieber draußen was leckeres fangen möchte.
Ich glaub, wir kommen mit unserer Einstellung zusammen.
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Toll nicht, natürlich ja
 
abvz

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Patin
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141
Eigene Beobachtung möchte ich ergänzen zur Hundehaltung.

Menschen die ich kenne halten zwei Huskys im Garten (konsequent Hofhunde). Anfangs ist man Stunden mit ihnen spazieren gegangen, mittlerweile liegen die nur noch rum und es geht ab und an Straße rauf, Straße runter. Mit rund 600qm ist es jetzt auch nicht das größte Grundstück.

Vermutlich geht es ihnen draußen besser als würden sie im Haus rumliegen, aber artgerecht ist es genauso wenig.
 
_hannibal_

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8.067
78
@abvz ich finde ja schon allein 'Husky und unser Klima' grenzwertig. Da fehlt mehr zum Thema Artgerecht.
 
abvz

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Patin
3.521
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Bist du wirklich der Meinung dass Katzen kuscheln und spielen freiwillig gegen ein Leben in der Natur tauschen würden?
Das kommt tatsächlich aufs Tier und was es erlebt hat an. Bei den gefangenen Streunern beobachtet man nicht selten dass sie umsorgt "glücklicher" sind als in gewohnter Freiheit mit allen Konsequenzen. Will sagen es gibt ehemalige Streuner die freiwillig drinnen oder zumindest in Hausnähe bleiben statt zu stromern und das freiwillig.
Ergänzung ()

@abvz ich finde ja schon allein 'Husky und unser Klima' grenzwertig. Da fehlt mehr zum Thema Artgerecht.
Es war eher die Aussage dass draußen nicht gleich bedeutet artgerecht...
 
_hannibal_

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Das kommt tatsächlich aufs Tier und was es erlebt hat an. Bei den gefangenen Streunern beobachtet man nicht selten dass sie umsorgt "glücklicher" sind als in gewohnter Freiheit mit allen Konsequenzen. Will sagen es gibt ehemalige Streuner die freiwillig drinnen oder zumindest in Hausnä
Ich glaub, ich hab nen anderen Grundgedanken. Ich bin jetzt von "nur" Katze und nicht von verschiedenen Charakteren oder Schicksalen ausgegangen.

Es war eher die Aussage dass draußen nicht gleich bedeutet artgerecht...
Ok, da hab ich in die falsche Richtung gedacht 😊
 
virra

virra

907
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Gerade bei Rassekatzen darf man auch nicht vergessen das es gefährlich ist (wegen der Optik)
Für mich nur ein Punkt gegen Rassekatzen in einem entsprechenden Umfeld. Kein Argument für oder gegen die Sinnhaftigkeit von Freigang als Teil der artgerechten Haltung.

, denkt ihr wirklich, im Revier eurer Freigängerkatzen verändert sich von Tag zu Tag so signifikant viel?
Zumindest 1000 mal mehr als ne Wohnung. Wenn ich sie mal vorne raus lasse wird schon vorm Rausgehen erstmal ein Intensiv-Checkup gemacht: da wird geguckt, die Ohren bewegen sich und orten, ob das nur Wind ist, oder Gefahr, das Wetter wird begutachtet - passt die Temperatur? regnet es?... Wenn schon das Beobachten des Gartens von drinnen aus mehr als ne Stunde intensive Beschäftigung sein kann leuchtet es ein, dass das Selbe draußen mindestens 200% Input hat. Und wenn man dazu noch rumstromert, guckt obs wieder Mäuse gibt, andere Katzen trifft oder doch zumindest riecht wo sie langgegeangen sind, Insekten verfolgt (und fängt), dem Postboten ausweicht, den richtigen Platz fürs Geschäft sucht (ist ja nicht immer der selbe) und und und

Warum pochen wir darauf, dass Katzen ihre vermeintlichen Instinkte ausleben sollen und Hunde dürfen das aber nicht?
Ich denke, weil Hunde vom Wolf abstammen und potentiell dem Menschen gefährlich sein können. Katzen haben noch nie nen Menschen gejagt, zur Strecke gebracht und aufgefressen. Wären alle Hunde nur Pinscher und Pudel, liefen vielleicht mehr frei draußen rum.

Der Mensch unterschiedet sich auch nur nicht-signifikant vom Neanderthaler
Der Vergleich hinkt nicht nur deswegen, weil der Neandertaler nicht unser Vorfahre ist. Auch die verschiedenen Menschenrassen jener Zeit waren schon intelligente Kuturwesen und keine wilden, instinktgesteuerten Tiere. Man müsste da wahrscheinlich eher den Vergleich mit nem Menschenaffen ziehen, die haben zwar nachweislich auch Kulturansätze, aber kaum.
 
Schneeleopard

Schneeleopard

14.009
133
Mal ne Frage an die die Freigang für sehr wichtig halten und dieses ihren Tieren auch geben können:
Können eure Mietzen dann auch selber entscheiden, wann und wie sie rausgehn? Oder muss "Mensch" ihnen das gewähren? Heißt, gibt es eine Katzenklappe oder bestimmt ihr, wann Mietz raus darf?



Achja, und wo ein gesichertes (offenes) Fenster und ein gesicherter Balkon jetzt so fundamental unterschiedlich sind verstehe ich wirklich immernoch nicht.
Ich hatte beides. Einmal eine Wohnung, wo nur die Möglichkeit bestand, Fenster auf und Katze von drinnen auf der Fensterbank. Und dann einen (ungesicherten) Balkon.
Das war schon für die Mietz was anderes. Es waren Blumen, Insekten, Vögel da, die beobachtet werden konnten. Es wurde sich an der frischen Luft in der Sonne gerekelt.
DER Unterschied noch: offenes Fenster war EG (viel mehr zu schaun, was draussen denn so passierte) und Balkon in der 2.ET. Da konnte dann nicht soviel beobachtet werden, was draussen passierte.
Hat alles vor und nachteile ;)
 
_hannibal_

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Mal ne Frage an die die Freigang für sehr wichtig halten und dieses ihren Tieren auch geben können:
Können eure Mietzen dann auch selber entscheiden, wann und wie sie rausgehn? Oder muss "Mensch" ihnen das gewähren? Heißt, gibt es eine Katzenklappe oder bestimmt ihr, wann Mietz raus darf?
Außer nachts, können meine vier raus und rein, wie sie möchten.
 
yodetta

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Ihr hängt euch viel zu sehr an dem "Frischluft" auf während es um "Enrichment" geht. Was machen sie denn draußen, außer ihr Geschäft? Sie vertreten sich die Beine. Sie erleben Gerüche und Geräusche. Sie haben anderen Hundekontakt. All das ist prinzipiell auch in den eigenen vier Wänden möglich. Bis auf Hunde die wirklich fürs Laufen gezüchtet sind, MUSS ein Hund auch nicht JEDEN Tag Stundenlang raus. Man kann auch Kopfarbeit machen. Abwechslung ist das Stichwort. Und ja, man kann Hunde auch überbeschäftigen, das passiert gerade im "Gebrauchthunde"bereich durchaus häufig. Das Gegenteil von gut ist eben manchmal gut gemeint.
Aber genau DAS passiert doch nicht in ausreichender Form. Zumindest kann ich es mir nicht vorstellen.
Anka, bitte sag mir, wie viele Stunden Du Dich am Tag mit jeder Deiner Katzen beschäftigst, sie forderst, sie jagen lässt, Gerüche in die Bude schaffst, die sie nicht kennen und so weiter und so fort. Auch noch unter der Berücksichtigung, dass sie alle unterschiedlich sind und alle andere Vorlieben haben.
Und dann sag mir auch noch, seit wie vielen Jahren Du das schon täglich so machst, um sie "psychisch gesund" zu halten.

Erstmal kann ich meinem 25kg Retriever schlecht in der Wohnung ein Dummy werfen. Meine 3kg Katze kann aber problemlos durch die Wohnung pesen.
Ja, sie kann durch die Wohnung pesen und etwas fangen, oder etwas hinterherjagen.
Und dann?
Die Wände der Wohnung sind jeden Tag gleich, der Geruch ist nahezu jeden Tag gleich, der Katzenkumpel hat vielleicht auch schon resigniert, das Spielzeug riecht wie gestern, die Kratzbäume sind gerade zum Schlafen noch geeignet....

Welcher Katzenbesitzer beschäftigt sich JEDEN Tag mit seiner Katze und zwar so, dass die Bedürfnisse gedeckt sind?


Nochmal, die Frage wurde ja leider ignoriert, aber bei aller Diskussion und Fokusierung auf "Frischluft", warum werden die wenigsten Hunde im Rudel gehalten? Ist das denn überhaupt tiergerecht?
Ich bin darauf nicht eingegangen, weil ich keinerlei Hunde-Erfahrung habe.
Aber da der Hund ja ein Rudeltier ist, ist es wahrscheinlich auch für den Hund nicht toll, allein gehalten zu werden.
Kann der Mensch bzw die Familie das Rudel ersetzen? Ich habe keine Ahnung.

Und mal Hand aufs Herz, denkt ihr wirklich, im Revier eurer Freigängerkatzen verändert sich von Tag zu Tag so signifikant viel?
Ich habe ja nur den gesicherten Garten zu bieten, aber selbst darin ändert sich andauernd etwas.
Vögel, Mäuse und andere Kleintiere können belauert, gejagt, erbeutet werden.
Der Wind treibt unterschiedliche Gerüche in die Nase.
Am Gartenzaun trifft man den einen oder anderen Streuner (man kann sich sogar durch den Zaun kloppen :rolleyes:).
Das Wetter ist unterschiedlich und natürlich bekommen sie die Jahreszeiten ganz deutlich mit.
Sie lieben z.B. die lauen Sommernächte mit uns im Garten und jagen zu dieser Zeit dann auch gerne Motten und Schneider oder sie legen sich unter den Bambus auf die kühle Erde. Im Frühjahr rekeln sie sich in den warmen Sonnenstrahlen, jagen ganz übermütig über die Wiese, suhlen sich im Dreck und rennen mit Karacho den Apfelbaum hoch während sie dabei juchzen, quietschen und regelrechte Bocksprünge machen. Ich habe ein Foto von Smee, da macht er einen Purzelbaum auf der Wiese. Leider finde ich das jetzt auf die Schnelle nicht.
In so einer Zeit, spüre ich förmlich die Zufriedenheit. ♥

Noch was, weil ihr ja immer die Instinkte der Katzen ansprecht und dass diese eben jagend und eine Maus töten wollen. Jeder Hund würde jagen und auch töten, würde man ihn lassen. Allerdings wird das den allerwenigsten (Ausnahme wenige Jagdhunde) erlaubt und trifft selbst bei der genannten Gruppe in der Bevölkerung tendentiell eher auf Ablehnung. Warum eigentlich? Warum pochen wir darauf, dass Katzen ihre vermeintlichen Instinkte ausleben sollen und Hunde dürfen das aber nicht?
Da bin ich teilweise bei Dir und darüber habe ich mir auch schon häufig Gedanken gemacht.
Diesen Artikel fand ich zu dem Thema ganz interessant:
Die Katze und Freigang – Tier mit Sonderstellung | kummerkatze

Aber wahrscheinlich ist es einfach wirklich so, dass der Hund uns tatsächlich gefährlich werden kann. Ich habe auch schon Reportagen gesehen, in der streunernde Hunde, Menschen angegriffen haben und zwar weil sie ausgehungert waren.

Mir ist prinzipiell jemand, der sich keinen großen Garten mit teurem Freigehege leisten kann, dafür seinem Tier aber alles bietet was es braucht (besonders medizinische Versorgung!) und mit ihm spielt, kuschelt, .... tausend mal lieber als jemand, dem es recht ist, wenn die Katze nur zum Fressen kommt und er bloß kein Katzenklo sauber machen muss und die Katze auch sonst so low-maintenance wie möglich ist.
Krasse Aussage.
Würde ich nicht unterschreiben.

Ich würde es gerne sein lassen, was es ist, nämlich ein Tier....

Achja, und wo ein gesichertes (offenes) Fenster und ein gesicherter Balkon jetzt so fundamental unterschiedlich sind verstehe ich wirklich immernoch nicht.
Einen FUNDAMENTALEN Unterschied wird es vielleicht nicht geben, aber zumindest könnte die Katze sich draußen bewegen.
ICH würde einen Balkon natürlich sichern, ich würde Aussichtsmöglichkeiten schaffen (erhöte Plätze von denen aus viel zu sehen ist), ich würde eine Wiese basteln, ich hätte eine Wasserstelle auf dem Balkon, ich hätte dort Pflanzen und Versteck-Möglichkeiten, außerdem einen Kuschelplatz. Noch dazu würde ich verschiedene Hölzer ranschaffen, mal eine Tüte Blätter ausschütten oder oder oder...
Ich denke, auf so einem Balkon, hat die Katze schon mehr Abwechslung, als auf der immergleichen Fensterbank. ;)
 
abvz

abvz

Patin
3.521
141
Mal ne Frage an die die Freigang für sehr wichtig halten und dieses ihren Tieren auch geben können:
Können eure Mietzen dann auch selber entscheiden, wann und wie sie rausgehn? Oder muss "Mensch" ihnen das gewähren? Heißt, gibt es eine Katzenklappe oder bestimmt ihr, wann Mietz raus darf?
Unsere dürfen nur raus wenn wir die Tür öffnen. Sprich sind wir Arbeiten oder schlafen sind sie konsequent drinnen. Deswegen haben sie nebst 160qm Fläche auch drinnen Kletterlandschaft, mehrere große Kratzbäume, teils selbstgemacht aus Naturholz. Dazu kommt abwechselnd größeres Spielzeug, was regelmäßig gewechselt wird. Kleinzeug zum kicken, rumschleppen reinbeißen liegt immer rum.

Bei deiner Frage kam mir noch ein Gedanke den ich ergänzen möchte was mein Verständnis von zufriedenen Tieren angeht. Es ist zwar entscheidend den Bedürfnissen eines Tieres zu entsprechen, was aber nicht gleich gesetzt ist mit das Tier kann/darf alles tun was es will. Wenn meine Katzen tun dürften was sie wollen würden sie mein Futter wählen oder zumindest Schrottfutter und ganz bestimmt nur nicht zum Tierarzt gehen.
 
Schneeleopard

Schneeleopard

14.009
133
Ich wollte mit meiner Frage darauf hinaus, das
der Freigang vom menschen abhängt. Nur wenn der da ist, Zeit und Lust hat, darf Mietze raus. Sonst nicht.
Nicht falsch verstehn, aber da ja hier fast schon drauf plädiert wird, nur Katzen anzuschaffen die auch freigang bekommen, sollten diese den dann auch frei wählen.
Ist sonst in meinen Augen nur "halbherzig".
Katze sitzt an der Balkontür, möchte raus, weil sie dort etwas gesehn hat. Kann aber nicht, weil mensch keine Zeit hat/Nicht da ist ect.
Also, Katze sitzt am (hoffentlich) geschlossenen Fenster.
Mmh.......WO bitte ist da der Unterschied zu Wohnungshaltung/ Fenster auf/ Balkon ? Ich finde garkeiner.
Katze müßte selbst entscheiden wann, wo, wielange sie raus geht. DAS ist für mich dann der richtige Freigang.


Anka, bitte sag mir, wie viele Stunden Du Dich am Tag mit jeder Deiner Katzen beschäftigst, sie forderst, sie jagen lässt, Gerüche in die Bude schaffst, die sie nicht kennen und so weiter und so fort. Auch noch unter der Berücksichtigung, dass sie alle unterschiedlich sind und alle andere Vorlieben haben.
Und dann sag mir auch noch, seit wie vielen Jahren Du das schon täglich so machst, um sie "psychisch gesund" zu halten.


Welcher Katzenbesitzer beschäftigt sich JEDEN Tag mit seiner Katze und zwar so, dass die Bedürfnisse gedeckt sind?
Wieviele Stunden beschäftigst du dich denn so mit deinen Katzen?

ICH !!!!
Ich habe FÜR mein Sternchen gelebt, war da/ kein Urlaub/ jede freie Minute mich mit ihr beschäftigt. Weil, wenn ich mir ein Tier anschaffe, habe ich die Verantwortung und die Pflicht mich ums Tier zu kümmern. Egal wann und wieoft. Ohne wenn und aber.
Ist meine Einstellung.....
 
yodetta

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26.690
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Wieviele Stunden beschäftigst du dich denn so mit deinen Katzen?

ICH !!!!
Ich habe FÜR mein Sternchen gelebt, war da/ kein Urlaub/ jede freie Minute mich mit ihr beschäftigt. Weil, wenn ich mir ein Tier anschaffe, habe ich die Verantwortung und die Pflicht mich ums Tier zu kümmern. Egal wann und wieoft. Ohne wenn und aber.
Ist meine Einstellung.....
Also ich lebe nicht für meine Kater.
Sie sind unsere Familienmitglieder, die wir sehr lieben, aber es bleiben Tiere.
Wie gehen beide arbeiten, haushalten, haben soziale Kontakte zu Familie und Freunden, gehen verschiedenen Interessen nach und ich bin auch ganz gerne hier im Forum.

Hm, ich spiele eher "selten" mit den Jungs.
Auf keinen Fall jeden Tag.
Aber wenn, dann sehe ich schon zu, dass ich sie alle Drei unterschiedlich bespiele, da sie unterschiedliche Vorlieben haben.
 
Patentante

Patentante

25.643
112
Freigang ohne Katzenklappe kann ich persönlich mir überhaupt nicht vorstellen. Ich hätte keine ruhige Minute. Wörtlich wie bildlich. Ausnahme ist im Moment mein Kleinster, weil er sich partout weigert die Klappe zu kapieren. Also bleibt er mit dem Hintern zu Hause wenn ich arbeiten/schlafen gehe. Stresst mich aber sehr (weil ich höllisch aufpassen muss, wenn ich gehe, nicht schlafen gehen kann etc.).
Meine Kindheitskatze hatte keine Klappe. Aber eine große Familie, die ihr wenn nötig auch 100x am Tag den Türöffner gespielt hat. Letztlich HAT sie entschieden...;)
 

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