Dieses Forum und all die vielen tollen engagierten Beiträge haben mich dazu ermutigt, mir ein vergangenes Erlebnis von der Seele zu schreiben...
Ich wohnte damals mit Hund und Katze, der Hund war meiner, bewußt gewählt und in mein Leben integriert, die Katze kam ungeplant als Notfellchen dazu und wurde sofort vom Hund liebevoll adoptiert.
Auf einer Gassirunde würden wir auf eine verletzte Katze aufmerksam, die sich in Angst und Panik mit blutender Pfote unter einem parkenden Auto verschanzt hatte. Ich brachte meinen Hund in die Wohnung, schnappte mir alte Tücher, etwas Futter und ging beherzt wieder hinunter.
Nach einigen Bemühungen konnte ich die Katze unter dem Auto anlocken, ab in die alten Tücher, hoch in die Wohnung, meine Beiden ausgesperrt und Bestandsaufnahme... Katze nur oberflächlich verletzt, Blutung gestillt und versorgt, Futter wurde heißhungrig mit bestem Appetit verschlungen...
Die Katze hätte bleiben können... aaaber... sie ging die Wände rauf, sofern mein Hund nur ansatzweise begrüßen wollte und der war total lieb mit Katzen.
Es nützte also nichts, die Katze mußte nach Erstversorgung wieder aus dem Haus und da begann das eigentliche Drama... sowohl von PS, Tierheim als auch Tierarzt hieß es lapidar, na paßt doch mit den Katzen, geben Sie halt den Hund weg...
Ich war echt fassungslos und sprachlos... man hilft einem Tier gern in der ersten Not, war aber an sich Hundemensch mit dann schon zwei Notfellis und alle machen sich das einfach und erwarten, daß man sich in dieser Situation vom Hundekumpel trennt, der an der Situation völlig unschuldig ist...
Selbst nach vielen Jahren bewegt mich das noch immer und leider habe ich nie erfahren, was aus der Katze wurde...
Selbstverständlich habe ich mich nicht von meinem Hund getrennt und nach der vielen Rennerei gegen Mauern blieb mir damals leider nur der Gang zum Tierheim...
Sorry kleine Maus, Du warst lieb und schmusig und verletzt, aber leider auch vehemente Hundehasserin...
Vermutlich wirst Du inzwischen im Katzenhimmel sein, ich denke ab und zu an Dich, an die Dankbarkeit in Deinem Blick, als ich Deine Wunden versorgte...
Damals wußte ich mir nicht besser zu helfen und bekam auch keine Hilfe... Ich hoffe, daß Du trotzdem mal wohlwollend aus dem Katzenhimmel zu mir herunterguckst...