"Todunglückliche" Wohnungskatze

  • Ersteller des Themas Ankaa
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Ankaa

Ankaa

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Immer wieder liest man, hauptsächlich im Zusammenhang mit Freigang ja/nein Diskussionen, von totunglücklichen und depressiven Wohnungskatzen und jedes mal frage ich als reiner Wohnungskatzenhalter mich dann, woran ich eigentlich erkennen würde,
dass meine Katzen vermeintlich unglücklich sind. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass depressive Wohnungskatzen fast nur schlafen .... aber schlafen Katzen nicht sowieso 3/4 Zeit des Tages? Eingesperrt am Fenster sitzen und in die "Freiheit" starren ist auch was, was ich letztens erst gelesen habe als Indiz, dass Tier unglücklich ist und lieber raus will. Protestpinkeln? Wobei ich letztens erst gelesen habe, dass es das eigentlich gar nicht gibt?

Ich finde solche Thematiken auch oft unglaublich vermenschlicht. Dennoch würde mich mal interessieren, woran man eine so vermeintlich unglückliche Wohnungskatze eigentlich erkennen würde.
 
Tinaho

Tinaho

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Hallo,
ich würde meinen Katzen auch gerne Freigang gewähren.
Leider wohne ich Mitten in der Stadt und die Gärten haben alle Zugang zur Straße, die viel befahren ist.
Mein erster Kater war Freigänger und ist irgendwann spurlos verschwunden. Ich habe nie herausgefunden was ihm zugestoßen ist.
Das er mitgenommen wurde halte ich für ausgeschlossen, da er vor Fremden Angst hatte.
Also kein Freigang mehr.

Da sowohl Justus, als auch Sherlock nie Freigang hatten wissen sie also nicht was ihnen entgeht. Beide schauen gerne aus dem Fenster und freuen sich wenn sie Vögel usw. entdecken. Von depressivem Starren habe ich noch nichts festgestellt.
Hier gab es schon öfter die Diskussion über "artgerechte Haltung" und es gibt viele verschiedene Meinungen zu dem Thema.

LG
Tina

Artgerechte Haltung von Katzen
 
Ankaa

Ankaa

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Das hätte ich vielleicht noch dazu schreiben sollen. Die, die ihren Katzen gerne Freigang geben würden oder geben.... mich würde mal interessieren warum. :) Von dem Fall abgesehen, dass die Katze es wirklich extrem einfordert.

Dass Wohnungshaltung angeblich nicht artgerecht sei, hört man ja (leider) immer wieder.

Ich geh mal den von dir verlinkten Thread lesen :)
 
P

Puppi2004

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Hm... unser Kater war Freigänger.
Ich wollte nur einen, weil ich trotz vieler Jahre Tierheimarbeit noch Anfänger in der Katzenhaltung war und mir zwei schlicht nicht zugetraut habe.
Ich dachte, als Freigänger kann er Einzelkater bleiben (ich habe erst hier gelernt, dass das auch nicht ganz richtig ist). Wir haben ein Haus mit Garten, das Ganze recht ländlich in einer ruhigen Seitenstraße. Ich dachte: Hier reine Wohnungshaltung - macht keinen Sinn.
Und auf keinen Fall würde ich eine einzelne Katze nur in der Wohnung halten.
Ich finde Freigang auch einfach.... natürlich.
Er bekam eine Katzenklappe und gut.
Die Vorteile waren: Mensch und Katz konnten rein und raus, wie wir wollten. Wenn er fror oder es regnete, wir aber arbeiteten, konnte er rein. War ihm langweilig, konnte er raus.
Wir brauchten abends nicht ewig zu warten; wenn er noch nicht da war, gingen wir trotzdem ins Bett.
Kam aber selten vor.
Der grösste Vorteil aber war der Garten. Im Sommer halten wir uns viel dort auf, arbeiten oder faulenzen. Da war er immer dabei. Eine Wohnungskatze wäre solange allein im Haus.
Ich sitze in der Garage an der Töpferscheibe. Findus liebte es, mir dort stundenlang Gesellschaft zu leisten.
Wenn wir spazieren gingen, kam er meistens mit.
Ich habe es schon als sehr frei empfunden, für alle Beteiligten.

Die Nachteile brauche ich hier nicht aufzählen, Gefahren, Verletzungen, Zecken(!!!), tote, halbtote und quicklebendige "Mitbringsel". Keine gute Kontrolle der Gesundheit, da er auch schon mal bei Nachbarn fraß. Er hat sein Katzenklo fast nie benutzt, ich wusste also nicht, ob er zb. Durchfall hat.
Hausarrest bei Krankheit. Puh.

U.a. aus diesen Gründen überlege ich, wenn nochmal Katzen, dann vielleicht doch reine Wohnungshaltung? Aber dann denke ich an den Sommer...
Wenn es sich irgendwie mit nicht allzu hohem Aufwand bewerkstelligen liesse, wäre ein gesicherter Freigang in unserem Garten möglicherweise eine gute Alternative.

Im Tierheim erkundigte ich mich mal nach einem Katzenpärchen aus reiner Wohnungshaltung. Und bekam zu hören: "Aber wenn es bei Ihnen möglich ist, sollten sie schon irgendwann Freigang bekommen." Obwohl sie es gar nicht kannten.

Meine Tierärztin hingegen lässt ihre eigenen Katzen nicht aus dem Haus....
Ergänzung ()

Achso, Findus wurde als Kätzchen mit seinen Geschwistern irgendwo eingefangen; er saß dann ein paar Monate im Tierheim. Bei uns zeigte er dann schon während der Eingewöhnungszeit sehr deutlich, dass er nicht gedachte, sein ganzes Leben IM Haus zu verbringen.
 
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virra

virra

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Für mich gehört ne Katze in die Natur, wenns sich irgenwie machen lässt. Außerdem ists praktisch (siehe oben). Wenn das Wetter Madame nicht passt pennt sie auch mehr als sonst. Manchmal langweilt sie sich dann und sucht Dinge, mit denen sie Unfug machen kann, geht aber trotzdem nur kurz raus und hockt die meiste Zeit drinnen. Auch am Fenster. Susi ist ne Einzelkatze und der Zug ist bei ihr abgefahren. Außerdem hat sie vor diversen Sachen oder Katenzenleuten Schiss und will dann auch oft nicht raus. Ich denke für sie ist es weniger Stress, wenn sie ihr Heim nicht teilen muss, sie ist vom Nachbarn zu mir gezogen, als ihr das mit deren (neu angeschafften) Hund zu viel wurde. Oder so ähnlich. Oft tut sie mir trotzdem leid, aber spielen ist auch nicht so ihrs. Wenn sie sich langweilt, geht sie eher raus. Im Sommer ist sie ne Nachtschattenkatze und wir sehen und oft nur wenig. Im Winter ist sie einfach gerne viel drinnen.
 
Ankaa

Ankaa

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Vielen Dank für eure Antworten :)

Ich wollte tatsächlich wirklich weniger eine Freigang ja/nein Diskussion lostreten und mehr in die Richtung die Diskussion eröffnen, wie denn die oft zitierte "todunglückliche Wohnungskatze" nun eigentlich konkret aussieht.

Wenn ihr z.B. von "sie langweilt sich" schreibt, wie äußert sich das konkret? Woher wisst ihr, dass sie sich tatsächlich "langweilt"?
 
abvz

abvz

Patin
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Du verbeißt sich zu sehr an den Wort totunglück. Jemand der den ganzen Tag auf der Couch verloddert sieht auch nicht todunglücklich aus.

In übrigen stimmt es nicht, dass hier gesagt wird Wohnungshaltung sei nicht artgerecht.
Es gibt sehr wohl Wohnungshaltung wo es den Katzen an Abwechslung nicht mangelt. Das ist aber nunmal aufwendig dies zu schaffen.

Um aber nahezu auf deine Frage einzugehen. Eine Katze die alleine in einer Wohnung lebt die kaum kätzisch ausgestattet ist und dann noch 10h am Tag ohne Dosi wird auf Dauer nur noch zwischen Bett, Couch und Napf wechseln. Das wäre für mich eine Katze die kein glückliches Dasein hat.
 
Patentante

Patentante

25.643
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Naja, ein Kaninchen (Hamster, Schwarmvogel) das alleine im Käfig vor sich hinvegetiert sieht auch nicht "totunglücklich" aus.
Jeder sollte sein Tier so gut kennen und so ehrlich sein um zu wissen ob es ihm gut geht.

Und genau das ist denke ich der Punkt. Ich kenne erschreckend viele Menschen (auch im RL), die sich ständig beschweren: die Katze ist unsauber, schreit so viel, zerkratzt alles. Und dabei geht es ihr doch sooo gut o_O
 
Ankaa

Ankaa

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Ich verbeiße mich nicht an dem konkreten Wort :) Das Wort ist symbolisch für die verschiedenen negativen Verhaltensweisen, die Wohnungskatzen potentiell ausgesetzt sind. Ich schrieb ebenso von depressiv, gelangweilt, .... alles Wörter die einem so eben in den verschiedenen Diskussionen begegnen.

Und ich sagte doch, es geht nicht um konkrete Diskussionen hier im Forum und ich habe auch nicht behauptet, dass hier im Forum behauptet würde, reine Wohnungshaltung sei nicht artgerecht. Bitte keine Schuhe anziehen, die gar nicht hingestellt wurden.

Mich hat interessiert was Leute, die eben diese oder ähnliche(!) Worte in Diskussionen benutzen, darunter verstehen.

Ich sehe diese und ähnliche Formulierungen immer wieder, aber nie wird mal erklärt, was die Leute damit eigentlich meinen. Das hat gelegentlich so etwas von 'nimm und friss' und öffnet Tür und Tor für ein ganzes Spektrum an Interpretation, Vermenschlichung...und Verunsicherung von unerfahrenen Haltern - was dann tatsächlich auch zum Nachteil des Tieres werden kann.
 
Patentante

Patentante

25.643
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Und noch als Ergänzung: eine wirklich depressive Katze gehört sehr dringend in tierärztliche Behandlung. Das kann allerdings selbst der ignoranteste Mensch nicht übersehen. Ich hatte eine depressive Katze. Von allem schlimmen was ich mit Katzen erlebt habe war das wirklich Horror. Sie lag Stunde um Stunde mit offenen Augen vor sich hin starrend :cry:. Das ist aber wie gesagt ein "medizinisches" Problem. Die meisten Katzen geben sich einfach auf und trotten halt so vor sich hin. Und DAS sollte wirklich jeder erkennen, ob eine Katze begeistert schnurrend und durch die Gegend hüpfend agiert wenn sie wach ist oder eben nicht.
 
Ankaa

Ankaa

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Die meisten Katzen geben sich einfach auf und trotten halt so vor sich hin. Und DAS sollte wirklich jeder erkennen, ob eine Katze begeistert schnurrend und durch die Gegend hüpfend agiert wenn sie wach ist oder eben nicht.
Das ist doch mal was konkretes!

Und gleich mein Einwand, dass es auch ziemlich pauschalisierend ist, da es sehr unterschiedliche Charaktere gibt und das da irgendwie vernachlässigt wird. Ich habe 4 Katzen und eine anders als die andere. Hat sich also eine Katze, die nicht begeistert schnurrend durch die Gegend hüpft automatisch sich aufgegeben? Sehnt sich eine Katze, die stundenlang im Fenster sitzt nach Freiheit und ist todunglücklich, dass sie nicht raus darf? Ich habe eine Katze, die will einfach nicht gerne spielen, egal wieviel ich sie auffordere - depressiv? Menschen sind doch auch total unterschiedlich, der eine geht lieber auf Parties und der andere verkriecht sich zuhause mit einem Buch. Gegenseitig werden sie sich vorhalten, dass der jeweils andere doch nicht "normal" ist.

Ich finde ein "jeder ehrliche Halter sieht das" echt schwierig und bedenklich. Eben weil so etwas durchaus sehr subjektiv ist und geprägt von den eigenen Erfahrungen und noch viel mehr Erwartungen. Und noch bedenklicher find ich eben solche Buzz words, die immer wieder auftauchen, ohne, dass es mal erklärt wird (weil, weiß und sieht man ja). Vielleicht ist jemand wirklich um das Wohl seines Tieres besorgt und möchte darauf achten, hat vielleicht auch Anfängerfehler gemacht, weiß aber gar nicht, worauf er achten soll? Vielleicht rennt derjenige dann aber bei seinem Tier auch offene Türen ein und erschafft ein Problem was es eigentlich nie gab?

Wisst ihr, worauf ich hinaus will?
 
Patentante

Patentante

25.643
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Naja, was willst Du eigentlich hören?

Wer seine Katze liebt weiß wie es ihr geht. Wer sie als Gegenstand betrachtet wird auch mit Argumenten nicht davon zu überzeugen sein dass es dem Tier schlecht geht.

Mein Oskar gehört definitiv zu den "totunglücklichen" Tieren. Aber selbst er hat seine "fünf Minuten", schnurrt und schmust wie ein Großer wenn es passt, flitzt Leckerlies hinterher und hüpft auch mal rum. Und er gehört definitiv zu den eher trägen, introvertierten, kranken und unglücklichen Tieren. Sooo pauschalisierend finde ich meine Aussagen also nicht. Klar, im Vergleich hüpfen die Kitten 100x mehr durch die Gegend.
 
P

Puppi2004

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Ich gebe euch recht, es ist schwierig zu erkennen.
Findus hat bei Langeweile trotz Freigang (z.b. wenn das Wetter schlecht war) angefangen, zu maulen. Er ging uns regelrecht auf die Nerven. Das merkt man. 😉
Ich hatte dann so Gedanken wie bei einem Kind: Boh, nun geh doch mal ein bisschen draussen spielen.
Wenn er sich dann irgendwann hingelegt hat - war er dann resigniert, oder doch zufrieden?

Einer Bekannten hat der allein lebende Wohnungskater in ihrer Abwesenheit immer wieder alles zerlegt, bis sie ihn dann irgendwann doch rausgelassen hat (nachdem der Tierarzt erfolglos mit Beruhigungsmitteln gearbeitet hatte - DAS geht meiner Ansicht nach GAR nicht!). Erst dann war Ruhe.

"Sie kennt es ja nicht anders" finde ich auch zweifelhaft, wie oben schon erwähnt, trifft das auch auf Kaninchen im Käfig oder auch auf Mastschweine zu....
 
Ankaa

Ankaa

90
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Ich wollte einfach mal hören, was die Leute unter diesem und ähnlichen, häufig begegnenden, Buzz words verstehen, da ich mir einfach kein konkretes Verhalten darunter vorstellen kann und es eben nie erklärt wird, sondern einfach das Wort in den Raum gestellt wird wie als ob es eben selbsterklärend ist (was es imho nicht ist). Ich wollte wissen, wie man eine entsprechende Katze erkennen würde. Ich wollte mein Wissen erweitern, um dann selber u.U. aufklären und weiterhelfen zu können.

Und dann wollte ich mich einfach darüber unterhalten und austauschen. Ich dachte, dazu ist ein Diskussionsforum da. My bad.
 
Frigida

Frigida

30.017
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Kaninchen leben aber in Rudeln und Schweine sind sehr soziale Tiere. Das man diese nicht allein halten kann, erklärt sich von selbst.

Bei Katzen ist es so eine Sache. Nicht umsonst heißt es immer noch „Katzen sind Einzelgänger“.
Denn Katzen sind Einzeljäger, die Mini-Beutetiere lassen sich nicht teilen. Kater leben auch meist allein und treffen sich gelegentlich mit anderen Katern. Kätzinnen aber leben oft mit anderen weiblichen Familienangehörigen in kleinen Gruppen. Manchmal gehören auch Kater zu einer Gruppe. Es ist aber variabel, einige Katzen leben lieber allein. Katzen sind eigentlich keine Rudeltiere. Nur Löwen.
Aber sie sind soziale Tiere. In einer reizarmen Umgebung wie einer Wohnung, in der sie ihrer Hauptbeschäftigung - dem Jagen - nicht nachgehen können, langweilen sie sich schnell. Da braucht es mindestens einen Artgenossen zur kätzischen Kommunikation. Und eine Dosi, dieöfter mit ihnen Jagen spielt.
 
Ankaa

Ankaa

90
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Ok, und wie sieht "Langeweile" aus?

Beispiel: Katze fängt an Sachen durch die Gegend zu schieben, vom Schrank runterzuschmeißen, an den Gardinen zu klettern. Langweilt sie sich oder beschäftigt sie sich/spielt selbst?

Beispiel: Katze sitzt im Fenster und starrt raus. Langweilt sie sich und sehnt sich nach Freiheit. Oder beschäftigt sie sich und beobachtet?

Beispiel: Katze schläft viel/hängt viel rum/starrt auch mal Luftlöcher. Langweilt sie sich/ist sie depressiv oder ist das einfach ihr Charakter?

Wo hören echte Verhaltensstörungen auf und fangen Vermenschlichungen an?
 
Frigida

Frigida

30.017
335
Ankaa, ich finde du stellst die Frage zu recht. Ich habe mich auch schon oft gefragt, wie man so etwas erkennen soll. Vor allem da oft menschliche Sichtweisen in das Verhalten von Katzen interpretiert werden.

Allerdings kannst du dir sicher sein, eine Katze die Dir trotz Kumpels die Wohnung zerlegt ist gelangweilt und nicht ausgelastet. Die will raus und ist todunglücklich.
 
Patentante

Patentante

25.643
112
Es ging mir bei dem Vergleich auch nicht darum, ob man eine Katze alleine halten kann. Sondern darum, dass wir in meiner Kindheit 16 Jahre lang (!) ein Kaninchen im kleinen Käfig gehalten haben o_O. Und niemand wäre auf die Idee gekommen, es könne ihm an irgendwas fehlen. Denn sie lassen das fast noch weniger merken als Katzen.

Bei meinen Katzen weiß ich oft nur wenn ich sie liegen sehe ob es ihnen gut geht oder nicht. Das muss man aber wissen wollen. Und man muss sie lange kennen. Wenn man sich eine Katze neu holt ist das natürlich extrem schwierig. Genau deswegen ist es ja bei Katzen so wichtig wirklich nach bestem Wissen und Gewissen für ein gutes zu Hause zu sorgen: weil sie eben alles tun damit man nicht merkt wie es ihnen geht.

Und die von Dir gestellten Fragen lassen sich eben nicht so pauschal beantworten. Um mal bewusst in Extremen zu reden: eine Katze die aufgeregt schnatternd mit voller Körperspannung am Fenster sitzt ist zweifellos weder gelangweilt noch depressiv oder sonstwas. Eine Katze, die stundenlang mit halb offenen Augen auf dem Fensterbrett liegt langweilt sich vermutlich (oder ist krank oder sonstwas). Eine Katze, die wirklich raus will ist nicht wirklich schwer zu erkennen, das bedarf eigentlich keiner Beschreibung (mein Kleiner versucht tatsächlich den Riegel des Fensters zu öffnen, weil ihm die Katzenklappe zu "schwer" ist :ROFLMAO: ).
 
P

Puppi2004

88
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"Dass man Kaninchen nicht alleine halten kann, erklärt sich von selbst"
Natürlich, trotzdem gibt es immer noch viel zu viele, denen es sich eben nicht von selbst erklärt, eben weil noch zuviele dieser Tiere in Einzelhaft leben und man meint (und ich zitiere da zb. meine Mutter, als ich ein Gehege für meine Kaninchen baute): Einzel- und Käfighaltung ist doch ok, sie kennen es ja nicht anders.
Aber ich schweife ab, sorry.
 
Frigida

Frigida

30.017
335
Ich erkenne die Langeweile an meinem Kater, wenn er laut krähend durch die Wohnung läuft, versucht die Haustür zu öffnen und in die Welt hinter dem Spiegel zu kommen.
Dann will er etwas erleben. Er ist mir sogar aus dem Fenster gesprungen.
Ich habe dann getestet, ob ihm der Freigang fehlt. Geschirr besorgt und bin mit ihm raus. Wohl gefühlt hat er sich dabei aber nicht. Ich habe es mehrmals getestet, so weit will er nicht raus. Der Hausflur reicht ihm.

Wie man soetwas aber bei einer ruhigen Katze feststellt, die das nicht so deutlich zeigt? Da kann man nie sicher sein.
Ich glaube aber, das man zumindest eine unzufriedene Katze, die Freigang will, erkennen kann. Zum Beispiel daran, dass sie sich in der Gruppe nicht so wohl fühlt und stänkert.
 

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