"Todunglückliche" Wohnungskatze

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abvz

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Patin
3.521
141
@Linette

Ich bezog es auf dem gesamten Beitrag von Yodetta hatte aber keine Lust es zu stückeln sondern das signifikanteste
Teilstück rausgesucht.

Ich finde es nicht in Ordnung, dass Hunde wegen Bequemlichkeit der Halter ins Katzenklo machen müssen.

Zumal ich tatsächlich keine erwachsenen Hunde kenne die ins Haus machen. Die Hunde meiner Eltern haben nicht mal in den Garten gepuschert.

Für mich subjektiv gewertet (aus meiner geringen Erfahrung) ist es Hunden wichtig ihr Geschäft außerhalb ihres Reviers zu tätigen, Katzen nicht.
 
Ankaa

Ankaa

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Für mich subjektiv gewertet (aus meiner geringen Erfahrung) ist es Hunden wichtig ihr Geschäft außerhalb ihres Reviers zu tätigen, Katzen nicht.
Alle 9 oder so unserer Hunde haben/hatten nie Probleme, in den Garten zu machen. Die Hunde von Kollegen ebenfalls nicht.

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Ich habe das Gefühl wir diskutieren gerade in zwei Threads parallel pro/contra Wohnungshaltung/Freigang. Tatsächlich war das gar nicht meine Absicht mit dem Thread und es ging mir wirklich darum mal konkrete Beispiele (Verhaltensweisen) an die Begriffe zu packen, woran man denn eine totunglückliche (und im Gegenzug glückliche, das ist aber vermutlich einfacher), gelangweilte, depressive, .... Katze überhaupt erkennen würde. Eben weil mir der reine Begriff einfach so hingeschmissen in den entsprechenden Diskussionen zu sehr vermenschlicht ist und einfach nicht wirklich weiterhilft.

Konkret wäre z.B. zu sagen, eine Katze die nur rumhängt, nicht zum spielen zu motivieren ist, kein Interesse an auch nur irgendwas zeigt, ist depressiv. Oder krank.

Aber ohne Erklärung bzw. Definition sind es eben nur Worte, die eine negative Konnotation haben und auch entsprechend eingesetzt werden, aber niemanden weiterhelfen außer vielleicht ein schlechtes Gewissen zu machen (was beabsichtigt oder nicht beabsichtigt sein kann), vor allem weil man dann eben ganz schnell menschliche Verhaltensweisen in diese Begriffe projiziert.
 
Emil

Emil

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Für mich subjektiv gewertet (aus meiner geringen Erfahrung) ist es Hunden wichtig ihr Geschäft außerhalb ihres Reviers zu tätigen, Katzen nicht.
Nach der Erfahrung mit drei Hunden kann ich dies nur bestätigen. Auch unsere Schnauzer haben nicht einmal im eigenen Garten ihr Geschäft erledigt, auch wenn sie die Gelegenheit dazu gehabt hätten.
Das heißt, die letzte Riesenschnauzerin Sherry hat doch schon mal auf den Rasen gepullert, aber dies nur nach Aufforderung, wenn mein Vater sie wegen ihrer im Alter aufgetretenen leichten Inkontinenz mitten in der Nacht mal raus lassen musste und nicht erst mit ihr deswegen so spät noch einen Rundgang machen wollte. Und allen drei Hunden war es äußerst unangenehm, wenn mal ein Malheur im Haus passierte, was aufgrund von Krankheit schon mal vor kam.
 
abvz

abvz

Patin
3.521
141
@Ankaa
Ich benutze diese Begriffe nicht bewusst (kann aber sicher trozdessen sein, dass ich sie unbewusst verwende).

Was ich meine mit guter und schlechter Haltung (vielleicht gelegentlich in glücklich und unglücklich übersetzt?) habe ich, wie ganz viele Andere ebenfalls, versucht zu erörtern.

Anfangs schrieb ich Du beißt dich am Wort fest, was Du verneintest.
Aber immernoch habe ich den Eindruck dir geht es um die verwendeten Worte und deren originäre Definition während viele Andere hier über die Gefühlsebene reden.
 
Ankaa

Ankaa

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@Ankaa
Ich benutze diese Begriffe nicht bewusst (kann aber sicher trozdessen sein, dass ich sie unbewusst verwende).

Was ich meine mit guter und schlechter Haltung (vielleicht gelegentlich in glücklich und unglücklich übersetzt?) habe ich, wie ganz viele Andere ebenfalls, versucht zu erörtern.

Anfangs schrieb ich Du beißt dich am Wort fest, was Du verneintest.
Aber immernoch habe ich den Eindruck dir geht es um die verwendeten Worte und deren originäre Definition während viele Andere hier über die Gefühlsebene reden.
Es geht mir nicht um gute oder schlechte Haltung sondern darum, woran ich konkret am Tier die vermeintlich schlechte Haltung erkennen würde. Sonst ist es nämlich sehr schnell sehr subjektiv, was gute und was schlechte Haltung ist (und was wir im anderen Thread ja diskutieren). Und das - schlechte Haltung bzw. dessen Auswirkung auf das Tier - wird eben regelmäßig mit diesen Begriffen beschrieben. Ich finde es eben nicht gut, allein über die "Gefühlsebene" zu gehen, aber wie schonmal gesagt, vermutlich kommt da bei mir zu sehr der Wissenschaftler durch.
 
Frigida

Frigida

30.017
335
Soweit ich weiß gibt es keine Studien dazu, wie man Katzen am besten hält. Das macht das mit der Objektivität schwierig.
Und wenn man versucht, dem durch Beobachten einzelner Tiere auf die Spur zu kommen, kommt wieder die Subjektivität durch.
Zumal jedes Tier unterschiedlich ist.
 
abvz

abvz

Patin
3.521
141
Als gute Haltung empfinde ich eine recht natürliche (am entsprechenden Wildtier gemessene) Unterbringung. Der Domestikationsfaktor und die Anpassung an die Nichtnatur muss man aber berücksichgigen. Einen Nackthund z.b. kann man in hiesigen Breiten nicht als Hofhund halten.
In gewisser Weise zählt das auch für Ernährung. Ein Haustier das sich nicht selbst versorgen kann gehört gefüttert. Ein Pony auf der Koppel muss man aber nicht zufüttern außer mit Heu.

Usw.

Tierärztliche Versorgung ist für mich das einzige unnatürliche bei guter Haltung.
 
yodetta

yodetta

Moderator
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413
Konkret wäre z.B. zu sagen, eine Katze die nur rumhängt, nicht zum spielen zu motivieren ist, kein Interesse an auch nur irgendwas zeigt, ist depressiv. Oder krank.
Genau, eine, sagen wir junge und körperlich gesunde Katze, ist für mich krank oder depressiv, wenn sie den ganzen Tag nur rumliegt, sich nicht motivieren lässt zu spielen und kein Interesse an nichts zeigt.
Was wäre sie denn für Dich?
Würdest Du das als normales kätzisches Verhalten einschätzen?

Aber ohne Erklärung bzw. Definition sind es eben nur Worte, die eine negative Konnotation haben und auch entsprechend eingesetzt werden, aber niemanden weiterhelfen außer vielleicht ein schlechtes Gewissen zu machen (was beabsichtigt oder nicht beabsichtigt sein kann), vor allem weil man dann eben ganz schnell menschliche Verhaltensweisen in diese Begriffe projiziert.
Das da oben ist doch eine Erklärung.o_O
 
Ankaa

Ankaa

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Genau, eine, sagen wir junge und körperlich gesunde Katze, ist für mich krank oder depressiv, wenn sie den ganzen Tag nur rumliegt, sich nicht motivieren lässt zu spielen und kein Interesse an nichts zeigt.
Was wäre sie denn für Dich?
Würdest Du das als normales kätzisches Verhalten einschätzen?
Eben. Das ist keine "glückliche" bzw. gesunde Katze (Depression ist zumindest in der Humanmedizin ja auch eine Krankheit).

Ist nun aber eine gesunde Katze, die viel schläft, jedoch auch schmust, spielt (von sich aus und/oder animiert) auch unglücklich, weil sie nicht raus darf? Ist sie "sehnsüchtig", wenn sie am offenen Fenster/Terrassentür sitzt und rausschaut? Oder ist das Teil ihres Charakters und ihrer tiergerechten Beschäftigung/Neugierde/...?

Wenn ihr solche Begriffe nutzt, wo zieht ihr die Grenze. Ab wann würdet ihr euch entscheiden z.B. ein Tier z.B. rauslassen? Oder spielt eben bei solchen Begrifflichkeiten von vornherein unsere eigene subjektive Herangehensweise und Erwartungshaltung eine Rolle? Jemand, der ein fanatischer Freigängervertreter ist, wird wohl jeder Katze als "totunglücklich" bezeichnen, die nicht raus darf - und den Charakter des Tieres überhaupt nicht in Betracht ziehen (Beispiel). Da kann die Katze vermutlich noch so lebhaft und sozial sein, sie darf nicht raus also ist sie unglücklich.

Einfach ein paar Gedanken- bzw. Diskussionsanstöße.

Eben, das war ein Beispiel worauf ich hinaus wollte :) Nicht noch eine Diskussion, was genau nun artgerechte Haltung ist, dafür gibt es ja deinen Thread :)
 
M

MariaOkami

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Ich denke tatsächlich auch - wie viele meine Vorredner - das das bei Katzen eine ganz individuelle Sache ist.
Als ich selbst noch Kind war, dachte ich zB das Katzen unbedingt auch nach Draußen müssen und war ganz schockiert als dann zum ersten Mal Katzen gesehen habe, die in "nur in der Wohnung" gehalten wurden.
Die erste reine Wohnungskatze die ich kennenlernen durfte, wohnte mitten in Tokio und hatte einen Totalschaden, wenn ich das so ausdrücken darf.
Ich habe damals zwei Monate bei meinen jetzt Ex-Freund gelebt und er hatte sich die Katze aus dem Tierheim geholt und die war davor offensichtlich Freilauf gewohnt. Natürlich ging das in einer so großen Stadt wie Tokio nicht mehr und die Kleine ist komplett durchgedreht. Hat sämtliche Schränke und Türen geöffnet, alles runtergehauen und überall gepinkelt außer ins Katzenklo. Das hat gar nicht funktioniert.
Als ich danach(ich habe es damals wegen der Katze nicht mehr ausgehalten in der Wohnung ^^) zu einer Bekannten ebenfalls in Tokio umgezogen bin und ihre Katze kennengelernt habe, war das ganz anders. Shake, war eine wunderschöne weiße Perserkatze und die hatte überhaupt keine Lust auf draußen. Ich konnte problemlos auf dem offenen Balkon Wäsche trocknen lassen - das hat sie überhaupt nicht interessiert.
Bis auf etwaige Erdbebenwarnungen(Shake hat uns das mit Miauen immer im Voraus angekündigt) war sie super entspannt und augenscheinlich sehr glücklich. Die Familie bei der ich war hat viel mit ihr gespielt und sie war immer aktiv im Familienleben beteiligt. Die hatte überhaupt keine Lust auf "draußen". Der Unterschied war aber auch: Sie kannte "das draußen"einfach nicht und war auch schon so erwachsen, das es sie gar nicht mehr interessiert hat.

Die Katzen meiner Mutter wiederum sind jeden Tag draußen. Und wenn sie mal gar nicht mehr raus dürfen, weil es zB (wie vor einigen Jahren in unserer Region) Hochwasser gab, sind sie im Haus komplett freigedreht. Haben in den Blumentöpfen gebuddelt, ständig miaut und sind wie die Wilden umhergerannt. Das sind Katzen, die kommen Abends gern nach Hause - aber brauchen ihr tägliches Revier, das sie dann ablaufen um glücklich zu sein. Das Geschäft wird dann auch meist draußen erledigt. ;) Meine Mama muss höchstens einmal die Woche die Katzenklos wechseln, weil die beiden Damen ohnehin immer in ihre Beete machen und in der Nacht nur drinnen schlafen. :D


Ich glaube, als Katzenbesitzer merkt man es ganz schnell, ob die Katze glücklich ist oder nicht. Mein Kater, den ich seit knapp einen Jahr habe, will zB gar nicht wirklich raus. Ich wohne Erdgeschoss und wenn ich das Fenster aufmache, setzt er sich zwar auf die Fensterbank aber würde niemals ohne mich rausspringen und weglaufen. Er findet die Natur und vorallem Vögel interessant aber hat auch irgendwie Respekt davor.
Ich gehe dann öfter an der Leine mit ihm spazieren und das findet er auch gut - aber auch nur solange ich bei ihm bin. Sobald ich die Leine mal los lasse und ihn "laufen lasse" hat er Angst und kommt sofort zu mir. Er ist - soweit ich weiß - aber auch in einer Wohnung groß gezogen und sozialisiert worden.

Ich denke, das ganze ist ein bisschen so das Sprichtwort: "Was der Bauer kennt frisst er nicht."
Ich glaube, wenn man Katzen bis zu einem gewissen Alter nicht gezeigt hat, das es da noch ein "Draußen" gibt, ist es ihnen gar nicht mehr so Geheuer. Aber haben sie es irgendwann einmal lieben gelernt, wollen sie es verständlicher Weise auch gar nicht mehr missen. Es liegt in ihrer Natur zu jagen und umherzuschnüffeln - wegnehme sollte man es ihnen also nicht, Aber aber wenn sie es nie gelernt haben, vermissen sie es in diesem Maße auch nicht.

Meiner Meinung nach fühle sich Katzen die darauf gezüchtet wurden bzw so erzogen worden im Haus zu leben auch nur so wohl, alles andere würde sie überfordern. Diese Katzen sind dann natürlich schon sehr "vermenschlicht". Ob das jetzt gut ist, das man solche Katzen heranzieht, sei mal dahingestellt. Aber genauso können sie es eben dann auch "nur noch".
 
Linette

Linette

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Ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn ich hier noch mal schreibe.
@Linette

Ich bezog es auf dem gesamten Beitrag von Yodetta hatte aber keine Lust es zu stückeln sondern das signifikanteste Teilstück rausgesucht.

Ich finde es nicht in Ordnung, dass Hunde wegen Bequemlichkeit der Halter ins Katzenklo machen müssen.

Zumal ich tatsächlich keine erwachsenen Hunde kenne die ins Haus machen. Die Hunde meiner Eltern haben nicht mal in den Garten gepuschert.

Für mich subjektiv gewertet (aus meiner geringen Erfahrung) ist es Hunden wichtig ihr Geschäft außerhalb ihres Reviers zu tätigen, Katzen nicht.
Alle 9 oder so unserer Hunde haben/hatten nie Probleme, in den Garten zu machen. Die Hunde von Kollegen ebenfalls nicht.
Nach der Erfahrung mit drei Hunden kann ich dies nur bestätigen. Auch unsere Schnauzer haben nicht einmal im eigenen Garten ihr Geschäft erledigt, auch wenn sie die Gelegenheit dazu gehabt hätten.
Das heißt, die letzte Riesenschnauzerin Sherry hat doch schon mal auf den Rasen gepullert, aber dies nur nach Aufforderung, wenn mein Vater sie wegen ihrer im Alter aufgetretenen leichten Inkontinenz mitten in der Nacht mal raus lassen musste und nicht erst mit ihr deswegen so spät noch einen Rundgang machen wollte. Und allen drei Hunden war es äußerst unangenehm, wenn mal ein Malheur im Haus passierte, was aufgrund von Krankheit schon mal vor kam.
Der Hund meiner Kindheit hatte auch keine Hemmungen in den (Vor-)Garten zu machen.
Ich denke, es liegt auch daran ob der Hund das Gefühl hat, es ist "draußen" dann geht er auch im Garten aufs Klo oder er sieht den Garten als erweiterten Wohnbereich, wo es verboten ist, dann geht er dort nicht. Das kann man wahrscheinlich auch beeinflussen. Und über sich Lösen in der Wohnung sagt es noch nichts aber es gibt ja Hunde, die es schaffen - ob sie es mögen weiß ich nicht.
 
Isis Bastet

Isis Bastet

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ch denke tatsächlich auch - wie viele meine Vorredner - das das bei Katzen eine ganz individuelle Sache ist.
O ja, höchst individuell, UND im Detail nicht vorhersehbar.

Nehmen wir unseren Mimus, einen Kuhkater. Berufs-Streuner, der nunmehr seit einigen Jahren bei uns wohnt. Bei gemeinsamen Spaziergängen ein Schmusekater, der einem zeigt, wo´s langgeht, aber immer Rücksicht nimmt auf die sehr begrenzten Fähigkeiten des Begleitpersonals, im Haus meist sehr schnell wieder raus will, auch bei starker Kälte lieber auf einer Gartenbank oder im beheizten Katzenhäuschen schläft (er hat jederzeit die Möglichkeit, durch eine Katzenklappe ins behagliche Haus zu kommen), in Summe ausgeglichen, aber scheu – außer eben draußen, würde ohne Fütterung nicht überleben.

Oder Philo, Kätzin, Mutter von auf einem Feld geborenen x-Kleinen (die teilweise wegen Wildheit nicht vermittelt werden konnten), Hauskatze (mehr oder weniger), raus nur bei feinstem Wetter, intelligent, kann im Spiegelbild (siehe den Spiegel-Test, der angeblich ein Maß für das Ich-Bewusstsein ist, haha – nun gut, ist eben Äksbärdenwissen) nicht nur sich selbst, sondern auch die Dinge zuordnen, die im Spiegel erkennbar sind, zickig, keine Lust, irgendwelchen dümmlichen (Spiel)Sachen hinterherzulaufen, aber eine Meisterin im Mäusefangen. Sie würde draußen mit Leichtigkeit überleben.

Und und und……

Aber allen ist gemein, dass sie andere Katzen nicht sonderlich schätzen, im Höchstfall tolerieren, den Menschen mal als Gefahr, mal als willkommenen Dussel ansehen, mit dem man auch gut schmusen kann.

Und die meisten unterschätzen die Intelligenz und die Fähigkeit der felligen Intelligenzbestien, Gefahren RICHTIG einzuschätzen, zumindest bei den Streunern.
 
Emil

Emil

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Ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn ich hier noch mal schreibe.



Der Hund meiner Kindheit hatte auch keine Hemmungen in den (Vor-)Garten zu machen.
Ich denke, es liegt auch daran ob der Hund das Gefühl hat, es ist "draußen" dann geht er auch im Garten aufs Klo oder er sieht den Garten als erweiterten Wohnbereich, wo es verboten ist, dann geht er dort nicht. Das kann man wahrscheinlich auch beeinflussen. Und über sich Lösen in der Wohnung sagt es noch nichts aber es gibt ja Hunde, die es schaffen - ob sie es mögen weiß ich nicht.
Ich kann es jetzt nur von unseren Hunden sagen, die alle drei einen großen Garten zur Verfügung hatten.
Kenne aber auch Hunde, die hemmungslos den eigenen Garten nutzen, was aber dann meiner Meinung durch den Besitzer anerzogen wurde. Unsere haben es von Anfang an nicht gemacht, obwohl es ihnen nicht verboten wurde. Wobei die letzte Hündin Sherry ganz frech beim Nachbarn ihr Geschäft hinterlegt hat und andere Nachbarshunde dagegen bei uns o_O ( wurde natürlich weg gemacht ) Ich denke aber nicht, dass Hunde egal welcher Größe freiwillig und gerne ein Katzenklo benutzen würden. Aber auch das kann man garantiert anerziehen. Würde ich allerdings nicht sonderlich gerne in meinem Haus haben. Wenn ich mir einen Hund anschaffe gehören einfach lange Spaziergänge dazu. Und dort , wo es möglich ist ohne Leine, damit sie sich auspowern können.
Ein Hund in der Stadt käme für uns nicht in Frage. Der Erste ( Mittelschnauzer Immo ) hat die ersten Jahre noch in Hamburg-Altona gelebt, wurde aber von meinem Vater mit zur Arbeit genommen, wo er einen riesigen Garten mit Zwinger zur Verfügung hatte und ansonsten mit im Büro liegen konnte. Der Arbeitsweg wurde zu Fuß mit Rundgang um die Alster erledigt. Da mein Vater schon immer gerne lange Spaziergänge gemacht hat hatten seine Hunde mehr als reichlich Bewegung. Die brauchten das auch. Ich hätte auch gerne wieder einen Hund ( natürlich schwarzen Riesenschnauzer ), aber solange Göga nicht in Rente ist kommt es leider nicht in Frage, da ich es aufgrund meiner körperlichen Verfassung nicht schaffe, stundenlang mit dem Tier unterwegs zu sein.:confused:
 
yodetta

yodetta

Moderator
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Ist nun aber eine gesunde Katze, die viel schläft, jedoch auch schmust, spielt (von sich aus und/oder animiert) auch unglücklich, weil sie nicht raus darf? Ist sie "sehnsüchtig", wenn sie am offenen Fenster/Terrassentür sitzt und rausschaut? Oder ist das Teil ihres Charakters und ihrer tiergerechten Beschäftigung/Neugierde/...?
Also schmusen, wäre jetzt nicht das Kriterium für mich um zu sagen, ob sie glücklich ist.
Spielen/aktiv sein/am Leben teilnehmen, schon eher.

Ich persönlich glaube, dass die meisten Katzen gerne draußen wären und ich glaube auch, dass sie das dann "glücklich macht".

Wenn ihr solche Begriffe nutzt, wo zieht ihr die Grenze. Ab wann würdet ihr euch entscheiden z.B. ein Tier z.B. rauslassen?
Das muss ich nach Charakter der Katze entscheiden, nach Gesundheit und natürlich danach, wie bzw wo ich wohne.
Nehmen wir die Situation, dass ich in einem perfekten Freigänger-Gebiet wohnen würde, würde ich meiner Katze den Freigang einfach anbieten und sehen, ob sie raus mag oder nicht.


Jemand, der ein fanatischer Freigängervertreter ist, wird wohl jeder Katze als "totunglücklich" bezeichnen, die nicht raus darf - und den Charakter des Tieres überhaupt nicht in Betracht ziehen (Beispiel).
Mit Fanatikern kann man nicht diskutieren, aber die meisten Freigänger-Besitzer haben durchaus die Fähigkeit einzuschätzen ob ihre Katze nun draußen glücklich ist, oder nicht.
 
Emil

Emil

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Bei mir kommen ( außer meiner eigenen Angst vor Unfällen, Verschwinden etc.) noch gesundheitliche Gründe für den nicht vorhandenen ungesicherten Freigang dazu. Der erste Kater Carlo z.B. hatte von Geburt an nur ein Auge, was ihm in der Wohnung nicht anzumerken war, draußen aber schon, da er sich z.B. gegen einen Nachbarskater nicht genug wehren konnte. Dieser hat sich gemeinerweise immer von der Seite angeschlichen, an der das Auge fehlte. Carlo hatte allerdings in der einen Wohnung mit großem Garten auch die Gelegenheit weiter zu laufen, was er glücklicherweise nie gemacht hat.
Er blieb im Garten oder ging höchstens mal zum Nachbarn.
Bei Joschi und Rambo war es dann so, dass Rambo von Geburt an vollständig taub war und selbst der Tierarzt von Freigang abriet. Joschi dann alleine in den Freigang ? Nein, das hätte ich gemein gefunden.
Zudem war auch er nach einem häuslichen Unfall mit einer Papiertüte ( er hatte sich im Henkel verfangen ) körperlich durch ein oftmals heraus springendes Kniegelenk beeinträchtigt und sollte eigentlich keine großen Höhen erklettern, was er aber trotzdem im ersten eigenen Garten getan hat.
Er saß in ca. 8 Meter Höhe auf einem Baum und sprang auch in einem Satz wieder runtero_O
Das Risiko war mir zu groß, dass er bei vollständigem Freigang verletzt wird und nicht nach Hause kommen kann. Und jetzt bei Emil und Rasmus ist es leider so, dass beide Kater zahnlos sind. Rasmus schon seit dem ersten Lebensjahr und Emil seit fast zwei Jahren ( er hat noch die Schneidezähne )
Beide haben Calici. Daher auch für sie nur eine große gesicherte Terrasse.
Ich muss aber zugeben, dass ich mir zumindest bei Sternchen Joschi und jetzt bei Emil sehr sicher bin, dass diese Beiden mit richtigem Freigang glücklicher gewesen wären / bzw. wären.
Es hängt in meinen Augen sehr vom Charakter der Katze ab. Und Emil ist z.B. ein leidenschaftlicher Jäger, während Rasmus eher der bequeme Couch-Potato Typ ist und seinem Bruder den Mäuse-und Krötenfang überlässt :LOL:
 
Stefanie-

Stefanie-

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Eben. Das ist keine "glückliche" bzw. gesunde Katze (Depression ist zumindest in der Humanmedizin ja auch eine Krankheit).

Ist nun aber eine gesunde Katze, die viel schläft, jedoch auch schmust, spielt (von sich aus und/oder animiert) auch unglücklich, weil sie nicht raus darf? Ist sie "sehnsüchtig", wenn sie am offenen Fenster/Terrassentür sitzt und rausschaut? Oder ist das Teil ihres Charakters und ihrer tiergerechten Beschäftigung/Neugierde/...?

Wenn ihr solche Begriffe nutzt, wo zieht ihr die Grenze. Ab wann würdet ihr euch entscheiden z.B. ein Tier z.B. rauslassen? Oder spielt eben bei solchen Begrifflichkeiten von vornherein unsere eigene subjektive Herangehensweise und Erwartungshaltung eine Rolle? Jemand, der ein fanatischer Freigängervertreter ist, wird wohl jeder Katze als "totunglücklich" bezeichnen, die nicht raus darf - und den Charakter des Tieres überhaupt nicht in Betracht ziehen (Beispiel). Da kann die Katze vermutlich noch so lebhaft und sozial sein, sie darf nicht raus also ist sie unglücklich.

Einfach ein paar Gedanken- bzw. Diskussionsanstöße.



Eben, das war ein Beispiel worauf ich hinaus wollte :) Nicht noch eine Diskussion, was genau nun artgerechte Haltung ist, dafür gibt es ja deinen Thread :)
Ich glaube dass man immer automatisch die eigene subjektive Haltung anwendet, und daher auch subjektiv Gefühle voraussetzt. Ein Freigang-Verfechter wird daher eher den sehnsüchtigen Blick einer Katze am Fenster sehen, wo ein anderer nur Neugier auf Vögel sieht.
Wenn ich ein schlechtes Gewissen habe, weil ich gerade wenig mit den Katzen spiele, setze ich schnell voraus dass sie traurig sind wenn sie im Körbchen liegen. Vielleicht sind sie aber einfach nur müde?
Als Mensch wird man sicher immer wieder vermenschlichen, weil wir die Welt mit Menschenaugen sehen.
 

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