Zweite Katze als Vertrauensbruch?

Diskutiere Zweite Katze als Vertrauensbruch? im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo, Ich habe einen 3 Jahre alten Kater, der bei uns Freigang genießt ( Kleiner Ort am Ende der Welt nur eine Straße in unmittelbarer Nähe...
  • Zweite Katze als Vertrauensbruch? Beitrag #1
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Funny

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Hallo,
Ich habe einen 3 Jahre alten Kater, der bei uns Freigang genießt ( Kleiner Ort am Ende der Welt nur eine Straße in unmittelbarer Nähe, hinter dem Haus FElder soweit das Auge reicht usw...also relativ ungefährlich) und würde ihm gerne einen Partner bzw. Partnerin zur Seite stellen.
Katerle ist aber sehr scheu, bzw. nicht besonders freundlich anderen Menschen gegenüber. Ich merke auch immer wieder daß er uns nicht so hundertprozentig vertraut und bei Gefahr lieber das weite sucht als bei uns Schutz zu suchen.
Wenn wir uns nun für eine zweite Katze entscheiden, verraten wir ihn dann noch mehr? Ist das Vertrauen dann ganz weg, weil wir ihm einen Rivalen ins Haus holen. Man muß dazu sagen, daß er alle anderen Kater und Katzen aus seinem Revier verjagt.
Ich möchte ihn nicht wegen einer anderen Katze vergraulen...es sollte ja eher für ihn sein, damit er nicht alleine ist.
Vielleicht hat da ja jemand Erfahrungen...Danke schon mal im Vorraus.

funny
 
  • Zweite Katze als Vertrauensbruch? Beitrag #2
kleine frage:

ist dein kater kastriert?

gruss

meph
 
  • Zweite Katze als Vertrauensbruch? Beitrag #3
Hallo meph,

klar ist er kastriert!!

Allerdings ist er weder ruhiger, noch schmusiger geworden.
Er kommt zum Bauchkraulen, er gibt Köpfchen, er schleicht einem um die Füße...also eigentlich ganz normal, nur wenn er Gefahr oder fremde Menschen wittert, dann ist's mit der Gemütlichkeit vorbei.
Nach unserem Umzug hat er fast ein halbes Jahr auf dem Schrank verbracht und heuer Sylvester war Grund für zwei Wochen Schmuseentzug.

Grüße funny
 
  • Zweite Katze als Vertrauensbruch? Beitrag #4
Hallo Funny,

ich glaube, Katzen brauchen vor allem dann Kumpels, wenn sie aus der Wohnung nicht raus dürfen. Wenn Dein Schmusetiger immer die anderen Katzen verjagt, würde ich ihm diesen Stress mit einer neuen Katze lieber ersparren. Wenn der Kater durch die Felder zieht, glaube ich nicht, dass er unter einsamkeit leidet.

Unser erster Kater ist auch scheu den Fremden gegenüber und versteckt sich am liebsten hinter der Couch, wenn die "Gefahr" bei uns zu Besuch ist. Anfang Januar haben wir uns den zweiten Kater geholt (kein Freigang) und der erste straft mich jetzt immer noch mit Schmuseentzug. Immerhin lässt er sich inzwischen ein bisschen streicheln und kraulen, aber nicht mehr so, wie es war. Die zwei gewöhnen sich langam an einander, aber ich wusste schon vorher, dass alle beide mit Geschwistern aufgewachsen sind und keine typischen einzelgänger sind.

Ich würde an Deiner Stelle dem einzelgänger Kater nicht noch mehr das Leben "verkomplizieren" .

schöne Grüße!

L&L
 
  • Zweite Katze als Vertrauensbruch? Beitrag #5
Hallo Liutkus,
danke für Deine schnelle Antwort.
So etwas ähnliches befürchte ich nämlich auch bei unserem Kater. Ich denke er würde uns das nie verzeihen. Außerdem müßte ich ihm ja den Freigang für die Zeit der Eingewöhnung der neuen Katze verbieten, denn wir haben keine Möglichkeit irgendwie abzusperren.
Ich glaube ich werde ihn als Einzelfellnase behalten, vielleicht entspricht das seiner Art.

Liebe Grüße
funny
 
  • Zweite Katze als Vertrauensbruch? Beitrag #6
Nach 3 Jahren Einzeldasein als Freigänger wäre es sicher nicht ganz einfach, ihm einen Gefährten zu geben, allein schon, weil er 3 Jahre alleinherrscher war.

Falls du dich doch dafür entscheidest, sperre ihn bitte nicht fürdie Zeit der Zusammenführung ins Haus ein. Er würde das als Strafe sehen undnoch mehr auf die Barrikaden gehen, eher aggressiv gegen den Neuling, der ja scheinbar der auslöser ist, werden.

Natürlich kann es passieren das er dir abwandert, das kann bei Freigängern nunmal immer passieren, sie haben ja die freie Wahl.
 
  • Zweite Katze als Vertrauensbruch? Beitrag #7
Hallo Funny,

ich denke, gehen würde es schon mit einer Zweitkatze, aber vermutlich wird die Zusammenführung länger dauern, wenn die bereits vorhandene Katze schon älter ist, und wenn sie "flüchten" kann.
Unsere beiden gehen auch raus, und wir haben (relativ unüberlegt, da ein Findelkind) Floh nach Hause gebracht, als Minke 9 Jahre alt war. Die erste Woche war sehr schlimm, Minke kam nur noch höchstens einmal am Tag zum Fressen nach Hause (obwohl sie an sich sehr anhänglich und verschmust war, und obwohl wir in ihrer Anwesenheit Floh ignoriert haben), ließ sich nicht mehr auf den Arm nehmen, sprang nicht mehr auf den Schoß.
Geholfen hat dann 1. Feliway (Spray um den Neuankömmling oder beide einzusprühen, damit sie sich besser "riechen" können), und 2. als Floh kastriert wurde.
Inzwischen: nicht die große Liebe, öfter noch leichtes Gerangel (jugendlicher Übermut vs. stolze Seniorin, die zeigen muss wer der Boss im Haus ist...), aber man begrüßt sich manchmal mit Nasenstups, frisst friedlich nebeneinander, muss jeweils schauen was der andere macht...
Und vor allem: heute ist Minke anhänglicher und auch verspielter als je zuvor. Vielleicht aus Eifersucht, keine Ahnung, das hätte jedenfalls niemand gedacht nach ihrem zurückgezogenen Verhalten als Floh kam.

Trotzdem würde ich mir das an eurer Stelle gut überlegen, denn jede Katze ist anders, und in der ersten Phase kann es wirklich schlimm sein. Also wenn euer Kater jetzt schon nicht sehr menschenbezogen ist, würde ich es eher lassen...
 
  • Zweite Katze als Vertrauensbruch? Beitrag #8
hallo Funny,

wir haben dasselbe Problem. Ich hätte auch gerne einen Kumpel für unseren Caruso, aber ich glaube, der wäre eher für mich als für den Kater. Er ist sehr menschenbezogen, lässt sich von jedem kraulen und ist zu jedem freundlich. Aber: kaum ist er draussen, wird er zur Bestie, er verjagt und verhaut alles, was 4 Beine hat. Selbst der Nachbarskater, der schon 3 Jahre hier nebenan wohnt, hat das Weite gesucht und lässt sich kaum noch sehen.

Wir haben einmal den Versuch gestartet und einen anderen Kater ins Haus geholt, der wurde ohne Vorwarnung so verhauen, das wir dazwischengehen mussten.

Unser ist, seit er rauskann, wie ausgewechselt und ich glaube, er ist zufrieden (ganz im Gegenteil zu vorher).
Also bleibt er erstmal alleine......... ich glaube, er würde jeden Anderen nicht akzeptieren.........

Ausserdem gehts uns da wie Dir: wir wollten "unserem" Kater ein schönes Zuhause bieten und ich könnte es auch nicht haben, wenn er sich nachher ein Neues sucht oder so............... er ist so lieb, da möchte ich lieber nichts riskieren..........

LG
Sabine
 
  • Zweite Katze als Vertrauensbruch? Beitrag #9
Hallo,
vielen Dank für die Tipps und Erfahrungsberichte.
Ich glaube wir bleiben bei unserem "Einzelkind". Er ist ein prima Kerl und ein Artgenosse sollte ja eigentlich für Ihn sein und nicht für uns. Wenn er sich so wohl fühlt..und das nehme ich schon an, dann bleibt er der Herr im Haus und auch im Garten.
Langweilig scheint ihm sowieso nicht unbedingt zu sein....Mäuse fangen, Beete umgraben, im Haushalt helfen, Rivalen verprügeln, das Vogelhaus bewachen, Bäume rauf- und runterklettern und als neuester Spaß im Bach fischen. Ich hoffe er fällt nicht wieder rein :oops:
Unser Kater ist vom Bauernhof und war sein ganzes Leben immer draußen. Am Anfang wollten wir ihn im Haus halten, aber nachdem er die Wände rauflief haben wir ihn schweren Herzens rausgelassen und eine Katzenklappe installiert.
Aber irgendwas scheint ihm schon an uns zu liegen, sonst käme er nicht immer wieder heim.

Liebe Grüße
Steffi
 
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