Eindringling

Diskutiere Eindringling im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo zusammen, da ich zwischenzeitlich ein ernsthaftes Problem mit einem fremden Kater habe, wende ich mich vertrauensvoll an dieses Forum. In...
  • Eindringling Beitrag #1
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OliverB

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Hallo zusammen,

da ich zwischenzeitlich ein ernsthaftes Problem mit einem fremden Kater habe, wende ich mich vertrauensvoll an dieses Forum.
In unserem Haushalt leben drei Katzen. Eine wieder an Garten und Natur gewöhnte Diva der Rasse Kartäuser mit Namen Mutz, ein ‚verfressener’ Tiger mit weißen Pfoten welcher starke Ähnlichkeit mit einem Waschbär hat, der manchmal oder eher selten auf den Namen Socke hört, dafür aber ein Angsthase vor dem Herren ist. Zu guter letzt noch Kiara, ein vielfarbener Wirbelwind welcher an die beiden erst genannten gewöhnt werden musste. Muffin musste wegen nasser Fip am 27.12. letzten Jahres eingeschläfert werden.

Sodele, nun zum Problem. Neuerdings hat ein wilder oder ausgewilderter Kater die Katzenklappe im Keller entdeckt. Der Bursche marschiert mit einer Selbstverständlichkeit zu nachtschlafender Stunde ins Haus, markiert alle Ecken und frisst die Überreste vom Katzenfutter weg. Gestern hatte er es sich sogar morgens als es im Haus ruhig war, über den Fressnapf hergemacht. Über das Zeter und Mordio, welches Nachts bei seinem Eindringen in das Haus stattfindet, brauche ich wohl nichts zu schreiben. Markerschütternd wäre noch eine glimpfliche Bezeichnung.

Meine Frage ist ganz einfach: was tun ?

Fragende Grüße - Oliver
 
  • Eindringling

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  • Eindringling Beitrag #2
hallo Oliver,

wir haben im Moment dasselbe Problem mit unserem Nachbarskater..... der stand gestern morgen auch ganz unschuldig an unserem Bett..... wegen uns kann er gerne reinkommen - er ist ein ganz Lieber - aber unser Kater mag ihn nicht und dann geht das Gejage los.....

Wir haben nun überlegt, eine Katzenklappe mit Magnet zu kaufen, dann ist das Problem gelöst.......

Ansonsten müsstet Ihr vielleicht mal ein, zwei Nächte auf Lauer liegen und den Eindringling mit Wasserpistole "begrüssen", dann lässt er es vielleicht sein........ allerdings hab ich die Erfahrung gemacht, das "Fremdlinge" wirklich sehr hartnäckig sein können......
Oder würdest Du in ein Haus marschieren, wo Du genau wüsstest verhauen zu werden?

Ansonsten wüsste ich leider auch keinen Rat, sorry..........

LG
Sabine
 
  • Eindringling Beitrag #3
Hm... gibt es eine realistische Chance, die Klappe nachts zuzumachen? Dann wäre das nächtliche Problem zumindest gelöst, wenn Eure eh nachts drin sind, ist das vielleicht machbar.

Ansonsten: kennt Ihr Tier und evtl. Besitzer bzw. hättet die Möglichkeit, das rauszukriegen? Vielleicht isser entlaufen und wird gesucht und versucht deswegen in ein Haus zu kommen?!

Vielleicht entdeckt Ihr ein Tattoo an ihm oder er hat einen Chip am Hals fühlbar.
 
  • Eindringling Beitrag #4
Danke für die Antwort, bzw. den Ratschlag. Da unsere Katzen aber auch durch Gebüsch und unter Hecken und Zäunen herum streunern, bin ich kein großer Freund von Halsbändern. Mir ist die Gefahr zu groß, dass sie sich irgendwo verfangen. Diese Alternative fällt somit flach.
Zudem ist der Bursche so richtig abgeschlagen und ganz schön schlau. Und Abschreckung funktioniert nur in Abhängigkeit von seinem Hunger. Eine Attacke mit der Wasserspritzpistole beeindruckt einen knurrenden Magen nicht wirklich.

Die Idee der geschlossenen Katzenklappe funktioniert nur bedingt. Wenn Socke einmal nicht durch die Klappe kann weil diese geschlossen ist, war es das für die nächsten Wochen. Weil wenn sie nachts geschlossen ist, warum sollte sie dann tagsüber offen sein. (Seine Logik)
Zudem kommt der fremde Kater zwischenzeitlich auch schon über Tage in die Wohnung.

Ich sehe folgende Lösungsansätze:
1. der Teufel wird adoptiert. (scheidet grundsätzlich aus)
2. fangen und dem Tierheim aushändigen
3. fangen und 100km entfernt vom Haus aussetzen ( keine Angst, dies wird nicht geschehen )
4. es geht so weiter wie bisher und eines Tages wird er schon weiterziehen.

Die Lösungsansätze 1,3 und 4 werden nicht funktionieren, als werde ich mal Kontakt mit dem Tierheim aufnehmen.

Die Idee dass es sich um einen Ausreiser handelt, kam mir auch schon. Der Bursche ist aber bereits schon so scheu, dass er immer eine Stockwerksetage zwischen sich und uns läßt.
 
  • Eindringling Beitrag #5
Mal ne andere Frage: Wie wäre es, wenn du das Futter, auf das er ja scharf ist, draußen vor die Tür stellst und das immer regelmäßig machst, so dass er nicht mehr reinkommen will/muss?

Oder würde das mit deinen anderen Katzen nicht gehen?
 
  • Eindringling Beitrag #6
@ weebee:

das hab ich auch mal für den Nachbarskater gemacht (Futter rausstellen)..... das Ende vom Lied war, das von überall her Katzen kamen, die das Futter rochen..........
Und im Winter, wenn's richtig kalt ist, friert das Futter ja schon nach kurzer Zeit und Magenprobleme will man den anderen Katzis dann ja doch nicht antun........


Aber ob in ein Tierheim bringen die beste Lösung ist? Ob der Kater da zufrieden ist? Glaub ich auch nicht so recht.......

Wir lassen die Kater jetzt einfach machen...... wer zur Klappe reinkommt, der kommt auch wieder raus, denken wir uns........ Aber der Nachbarskater markiert auch nicht oder sonstiges....... der will nur Futter und das kriegt er sowieso immer bei uns..........

LG
Sabine
 
  • Eindringling Beitrag #7
Moin,

ich würd ihn einfagen (lassen) und ins Tierheim bringen. Dort hat er wenigstens die Chance auf eine Kastration, Gesundheitskontrolle und evtl einen festen Futterplatz. Wilde und hungrige katzen sind äußerst rabiat und hegen keine Scheu vor Revierkämpfen. Somit hast du

1. das markieren
2. die Gesundheitsgefahren für euch uns eure Katzen
3. die Gefahr dass euren Katze über kurz oder lang Hausverbot erteilt wird und die sich nicht mehr reintrauen.

Bring ihn ins Tierheim, dass ist die beste und gesündeste Lösung für alle.

Gruß
Christina
 
  • Eindringling Beitrag #8
Dem stimme ich zu und von allen Pluspunkten möchte ich ergänzen, dass WENN er gesucht wird, er dort auch die Chance hat, zum Besitzer zurückverfolgt zu werden.

In einem seriösen und guten Tierheim jedenfalls bemüht man sich drum.
 
  • Eindringling Beitrag #9
Hallo,
ich würde sagen in dem Fall muss man sehr sorgsam die zwei Lösungen gegeneinander abwägen. Ist der fremde Kater wegen verschiedenen Gründen keinesfalls im Haus zu dulden, so ist das Tierheim natürlich die einzige Lösung.
Für euch die richtige Lösung, NICHT für den Kater, so viel steht auch fest. Momentan lebt er ein gefährliches weil wildes aber halt auch freies und ungebundenes Leben. Egal wie toll und gut ein Tierheim auch sein mag, ein Ersatz für ein freies Leben ist es nur in wenigen Fällen. Aber manchmal geht es halt nicht anders.
 
  • Eindringling Beitrag #10
Naja, das mit dem "freien Leben" und Marlboro Man ist ja ganz nett, aber wenn der Kater so glücklich wäre, würde er nicht in ein Haus gehen um zu fressen und schon gar nicht regelmässig, also ist sein jetziger Zustand nicht wirklich ideal für ihn.
 
  • Eindringling Beitrag #11
Moin,

das Argument mit dem "freien" Leben kann ich auch nicht gelten lassen. Wenn er nicht überfahren wird, wird er früher oder später an einer Krankheit eingehen oder wegen Streunerei erschossen. Er ist höchstwahrscheinlich unkastriert und heizt die Katzendichte in dem Gebiet noch weiter an.
Die meisten Tierheime haben Kontakt zu Menschen, die Futterplätze für Wildkatzen betreuen, was zumindest eine annehmbare Lösung für beide Seiten ist.
Darüber hinaus sollte bei aller Katzenliebe nicht vergessen werden, dass Katzen effiziente Beutegreifer sind und der Population eh schon gefährdeter Kleintiere, Vögeln und Reptilien arg zusetzen können. Ich finde es toll, dass viele hier dem Tierschutz zugewandt sind, aber der hört nicht beim eigenen Liebling auf sondern sollte vielmehr dazu anregen, den Artenschutz und das Ökosystem als Gesamtheit zu betrachten. Allein deswegen gehört der Kleine zurück in menschliche Obhut.

Gruß
Christina
 
  • Eindringling Beitrag #12
Ich muss da jetzt auch mal was zu sagen. Ich denke zwar auch, dass in dem Fall die eine mögliche Lösung ist, den Kater ins Tierheim zu bringen, aber nur, weil es die Probleme von Oliver und seinen Katzen löst.

Ansonsten würde ich den Kater einfach machen lassen. Wenn er nen Dosi will, sucht er sich schon einen. Zu dem Argument

Wenn er nicht überfahren wird, wird er früher oder später an einer Krankheit eingehen oder wegen Streunerei erschossen.

möchte ich gerne sagen: wer von uns Menschen bleibt bitte zu Hause, nur damit er nicht vom Auto überfahren wird oder sonst einen Unfall oder ähnliches hat? Wieviele Eltern sperren ihre Kinder zu Hause ein, nur damit ihnen nichts passiert? Mag für manche von euch ein seltsamer Vergleich sein, aber man kann meiner Meinung nach Lebewesen, egal ob Mensch oder Tier, nicht mit dem Argument einsperren, dass Ihnen ja sonst was passieren könnte.

Ich gestehe, auch ich habe zwei Wohnungskatzen, die NICHT rausdürfen, da ich im Dachgeschoss an einer relativ befahrenen Straße wohne. Aber die beiden sind es nicht anders gewöhnt, haben das "Draussen" nie kennengelernt, waren seit der Geburt im Tierheim. Sollten sie dennoch eines Tages ERNSTHAFT in die Freiheit wollen, werde ich sie lassen... und das beste hoffen.
 
  • Eindringling Beitrag #13
bisher ist folgendes geschehen:
- das Tierheim kann nichts machen, bzw. will nichts machen. Laut deren Aussage taugen Katzenklappen eh nichts und ich soll die Katzen daran gewöhnen, dass sie abends pünktlich vor der Terassentüre stehen. Ich soll das Tier vor dem Haus füttern, damit es erst gar keine anstallten macht, ins Haus einzudringen. Und zudem wäre ich eh ein "Katzenhasser", da ich gegen den Eindringling vorgehen würde.

Resultat: Katzenklappe ist zu und die eigenen Katzen sind irritiert, weil da nichts mehr geht. Wenn sie abends nicht da sind, dürfen sie nun die Nacht vor der Tür verbringen. Tolle Lösung :-((
 
  • Eindringling Beitrag #14
Hallo,

ich hab ja bereits gelesen, das Du kein Freund von Halsbändern bist. Ich eigentlich auch nicht, aber bei mir ist die Situation so, dass meine großen Johnny und Shorty rausdürfen und der kleine Lucky noch drinbleiben muss. Ich hab mir so eine elektromagnetisch gesteuerte Katzenklappe geholt, die nur die Katzen raus/reinlässt, die den passenden Magneten tragen.

Die Gefahr des sich selbst erwürgens/erhängens habe ich dardurch gebannt, dass ich Sicherheitshalsbänder genommen habe und diese nochmals mit einer Nagelfeile ein wenig modifiziert habe, so dass der öffnungsmechanismus garantiert auslöst. Es kann eher mal passieren, dass sie das Halsband einfach so verlieren. Das System funktioniert bei mir prima, Johnny und Shorty haben es innerhalb von 2 Stunden gelernt, wie die Klappe funktioniert.

Wenn mal ein Magnet verloren geht, muss man auch nicht die teuren Ersatzmagnete bestellen, einfache Türstoppermagnete aus dem Baumarkt tun es auch. Allerdings hat Johnny auch schon mal eine 200gr. Shah Dose angezogen und sozusagen als Picknick mit sich rumgeschleppt :lol:

Vielleicht wäre so eine Klappe ja eine Lösung für Dich.

Liebe Grüße,

Claus
 
  • Eindringling Beitrag #15
@ Claus:

da muss ich doch echt mal schmunzeln......... ich stelle mir grad so vor, das der Kater kaum noch laufen kann, weil er schwere Dosen mit sich rumschleppen muss :lol:

Können die Katzen auch rein, wenn sich mal der Magnet "verdreht" hat? Er also auf der Rückseite des Katzenhalses sitzt? Bin auch grad am überlegen, mir so eine Magnetklappe zuzulegen, da der Nachbarskater uns nachts des öfteren besucht..

LG
Sabine
 
  • Eindringling Beitrag #16
Hi Sabine,

Johnny ist mit seinen 9,5 kg ja robust, er kann schon ein paar Dosen schleppen :lol:

Ob es klappt, wenn das Halsband sich verdreht hat weiß ich nicht, ich denke durch das Gewicht des Magneten (keine Angst, so schwer ist der nicht) wird der Magnet eh immer wieder in richtung Brus der Katze wandern. Man kann aber, wenn man Zweifel hat, einfach einen zweiten Magneten am Halsband anbringen. Bei mir ist es eh so, das rein immer geht und nur raus Magnetgesteuert ist, da ja Lucky nicht rausdarf. Ansonsten ist bei mir ja alles was 4 Beine und Fell hat willkommen :lol:

Liebe Grüße,

Claus
 
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