Ausstellungen - pro und kontra

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melle80

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Hallo,

ich hatte solang ich denken kann Katzen (hauptsächlich Hauskatzen) um mich und möchte nun gern züchten (ich denke dabei an eine kleine Hobbyliebhaberzucht), eigentlich mit allem drum und dran. Vor geraumer Zeit sind auch zwei süße kleine Britenmädchen bei mir eingezogen. Ich war, um die beiden zu finden bei verschiedenen Züchtern, und habe da auch verschiedenes gesehen. Eine Frage allerdings konnte mir bisher keiner zu meiner Zufriedenheit beantworten: Weshalb Katzen ausstellen? Die Antworten lauteten in etwa:
-weil es alle so machen
-weil die katze gerichtet werden muß (Rassestandart)
-weil die Pokale sich so schön in der Vitrine machen
-um den Bekanntheitsgrad der Zucht zu
vergrößern
-bei Deckkatern, weil sie nur für andere Züchter interessant sind, wenn sie die entsprechenden Championtitel haben
Ich hab mich natürlich über den Ablauf vorher informiert, und das Argument mit dem Rassestandart ist das einzige, was ich noch ein bißchen nachvollziehen kann. Warum nur ein bißchen? Die Züchter selbst sagen, dass auch das ganz im Auge des Betrachters liegt - der eine Richter ist völlig der Meinung die Katze entspricht dem Standart, der nächste meint wieder sie entspricht ihm nicht und gibt somit auch keinen Punkt. Ich habe inzwischen einen Verein gefunden, bei dem kein Ausstellungszwang herrscht und wo ein Tierarzt die Zuchtfähigkeit der Katzen beurteilt, und insofern könnte es mir eigentlich egal sein, dennoch beschäftigt mich die Frage sehr. Hier mal meine persönliche kleine Liste mit den Vor- und Nachteilen die ich erkennen kann.

Vorteile:
- Überprüfung der Katze auf Rassestandart (allerdings subjektiv)
- Möglicher Erwerb günstiger Katzenartikel
leider war es das auch schon

Nachteile:
- Katze ist fernab ihrer gewohnten Umgebung
- über einen ganzen Tag (teils über zwei Tage, wenn die Ausstellungen über ein ganzes Wochenende gehen) in einem Käfig eingesperrt
- zusammen in einer Halle oder ähnlichem mit hundert(en) anderen Katzen
- und wird von hunderten von fremden Leuten begafft (die auch alle möglichen Bakterien und Keime einschleppen)
-teils werden Doppelbewertungen angeboten (um mehr Züchter auf die Ausstellungen zu locken - ist kostengünstiger) - noch mehr Katzen auf der Ausstellung, wobei keine Gewähr gegeben ist dass die Richter unabhängig voneinander urteilen

Es ist denke ich erkennbar, dass die Nachteile bisher deutlich überwiegen. Deshalb frage ich mich, warum trotzdem so viele zu den Ausstellungen gehen, was mich wiederum dazu bringt anzunehmen, dass es da doch noch andere Vorteile geben muß. Ich wäre wirklich dankbar, wenn mir jemand diese nahebringen kann, denn so kann ich meinen Süßen das nicht antun - ich hätte immer ein äußerst schlechtes Gewissen wenn ich ihnen in die Augen schau.

LG
mel
 
18.05.2006
#1
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Gast

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Aiur

Aiur

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Weshalb Katzen ausstellen?

-Um seine Tiere mit anderen der gleichen Rasse zu vergleichen und so direkt oder indirekt Verbesserungsmöglichkeiten in der eigenen Linie zu erkennen
-Damit nur Tiere in die Zucht gelangen, die voll dem Rassestandard entsprechen und gesund sind. Eine potentielle Zuchtkatze muss, bevor sie zur Zucht zugelassen wird, einige Preise erringen. Eine bestimmte Anzahl an Malen muss sie vom Richter ein "Vorzüglich" bekommen haben etc.
So wird der festgeschriebene Rassestandard gesichert, denn es würde niemandem nützen, wenn alle einfach mit irgendwelchen Tieren züchten, und moderne Siamesen plötzlich moppelig rund sind und Perser statt ihrer langen dichten Mähne plötzlich nurnoch loses Flatterhaar hätten.
-Natürlich gerade auch, um eine neue Zucht bekannter zu machen
-um einen aktuellen Wurf vorzustellen, natürlich erst ab einem bestimmten Alter. Auf Ausstellungen trifft man viele potentielle Käufer, und das gleich "Aug in Aug"

Nicht jede Zuchtkatze mus ein Grand International Champion werden (für den X erfolgreiche Ausstellungen in verschiedenen Ländern notwenig wären).
Für denjenigen, der aussstellungen nicht so zugeneigt ist, reicht es ja völlig, die Tiere auszustellen, bis sie ihre Zuchttauglichkeit besheinigt haben, und das erfordert nicht soooooooo unmenschlich viele Ausstellungen.

Es soll auch wenige kleine private Vereine geben, die keine Ausstellungen vorschreiben, aus o.g. Gründen halte ich das aber weder für gut noch für richtig.

Natürlich gibt es Katzen, die keine Ausstellungen mögen. Ich würde z.B. niemals mit Frajo auf eine Ausstellung gehen- am Ende würde er noch einen Nervenzusammenbruch bekommen. Wenn so ein Tier Zuchtkatze ist, ist es sicher wirklich das beste, ihm nur die zu Zucht nötigen Ausstellungen "aufzubürden".
Andererseits würde ich mich dann auch fragen, ob so eine Katze ihren Kitten die richtigen Charaktereigenschaften mitgibt- Die man idealerweise ja doch eher in "charakterfest und selbstbewusst" sieht, was mit einer hypersensiblen und fremdenunfreundlichen Mama wohl nicht so richtig herauskommen wird.


Genauso gibt es aber auch kleine "Schauspieler" und Show- Stars, Katzen denen es scheinbar nichts ausmacht, ab und an einen Tag in einem Käfig zu verbringen, Dosi direkt bei ihm.
Dann gibt es ja auch Katzen, die es durchaus mögen, mit Fremden Kontakt zu haben. Unser Ares z.B. LIEBT Besucher über alles, es gibt nix tolleres für ihn.
Wenn wir zum TA fahren, ist er immer ganz aus dem Häsuchen, er freut sich so, köpfelt den Ta und schmust mit ihm, schnurrt so laut das man ihn kaum abhören kann.

Und genauso war er auch auf Ausstellungen- Er hat jeden Richter mit seiner Art bezirzt ;). und diese Art ist einfach seine, die ist ncht antrianiert, nicht gekünstelt oder erzwungen... In den Bemerkungen seiner Bewertungen sehen Dinge wie "Lieber Junge", "Charmeur" und anderes mehr ^^.

Mit Ares würde ich auf eine Ausstellung gehen, da ich weissund mir auch sicher bin, das er damit kaum ein Problem hätte.
Da er aber ja "nur" unser asthmatischer Liebhaberkater ist, bleibt er Zuhause ;).

Ausstellungen sind sicher nicht jedermanns Sache.
Manche mögen sie, machen sie gern und viel- andere nur so viele wie gerade nötig.
 
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Inge

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Aiur hat ja eigentlich schon alles wesentliche geschrieben - und das als Nichtzüchter.

Es ist zwar nicht so, dass eine Katze mehrfach ausgestellt werden muss, um die Zuchttauglichkeit zu erreichen - in den meisten Vereinen, die Ausstellungen abfordern, reicht ein "Vorzüglich" in der offenen Klasse. Viele aber hängen ihre persönliche Messlatte ein wenig höher. Ich züchte in der Regel z. B. nur mit Tieren, die zumindest einen Champion-Titel haben.

Was Du schreibst, dass Richter den Punkt einbehalten - das kommt schon vor - nur heißt das nicht, dass dieses Tier nun überhaupt nicht dem Rassestandard entspricht. Der Richter hätte diesem Tier nur nicht, wenn es Konkurrenz gehabt hätte, den Punkt gegeben und er findet dann halt, dass dieses Tier keine Titel-Antwartschaft bekommen sollte. Aber ein "Vorzüglich", dann jedoch ohne den Zusatz I - CAC wird er dann nicht geben. So richtig krasse Fehlurteile habe ich in meiner ganzen Ausstellungszeit mit diversen Katzen innerhalb von 11 Jahren erst ein einziges Mal erlebt. Und dieser Richter mochte mich persönlich nicht. Da back ich mir auf Deutsch gesagt, ein Ei drauf....

Meiner Meinung nach muss eine Zuchtkatze auch in der Lage sein, gelegentliche Ausstellungen ohne großes Theater über sich ergehen zu lassen. Tiere, die auf Ausstellungen abdrehen, haben dort sicherlich nichts verloren. Diese Tiere haben dann aber auch nichts in der Zucht verloren, denn auch dort können sich Stresssituationen einstellen - un dwenn die Katze dann ausrastet - Gute Nacht.... so etwas vererbt sich auch oft....

Doppelbewertungen, teilweise jetzt sogar schon Dreifachbewertungen, finde ich persönlich sehr fragwürdig. Mein Verein z. B. erkennt diese Doppelbewertungen gar nicht an. Oft sind es Vereine, die nicht wissen, wie sie ihre Hallen voll bekommen sollen, die so etwas anbieten. Meist sehr kleine Vereine - naja, da muss man selbst wissen, was man davon hält.

Zuchttauglichkeitsbewertung durch den Tierarzt? Naja, er kann mit Sicherheit den Gesundheitszustand beurteilen, keine Frage, aber den Rassestandard??? Viele Züchter kennen den noch nicht mal richtig. Ich gehe zu einem wirklich phantastischen Tierarzt. Aber ich behaupte mal, wenn ich dem eine Norweger, eine Maine Coon und eine Sibirische Katze nebeneinander auf den Tisch setze, hätte er so seine Schwierigkeiten. Und der soll darüber urteilen, ob mein Tier typvoll genug für die Zucht ist?

Du kannst auch davon ausgehen: Wenn Du Dich als Jungzüchter von sämtlichen Ausstellungen fernhälst, wirst Du nicht weit kommen. Sei es in der Beurteilung Deines eigenen Zuchtzieles, sei es in der Auswahl eines Deckkaters, sei es, dass Du Dich auch bekannt machst. Ausstellungen gehören für mich irgendwie zwingend zum Züchterleben dazu. Die Pokale sind ehrenvolle Dreingabe, wenn man sie erringt und Bühnenerfolge sind längst nicht alles - es kann schließlich nicht jeder auf die Bühne kommen (naja, kommt auf die Größe der Ausstellung an :roll: ) - aber man lernt andere Züchter kennen, man kann Kontakte zu potentiellen Kittenkäufern knüpfen, man kann seine Tiere mit denen der anderen vergleichen und sieht, ob man auf dem richtigen Weg ist. Wie willst Du das sonst feststellen? Gerade am Anfang der Zucht ist es sehr wichtig, erfahrene Züchter an seiner Seite zu wissen. Kennst Du welche?

Wenn man die Ausstellungen nicht übertreibt, sind sie für die Tiere auch keine Qual - wir haben z. B. in Richterberichten stehen "Geboren, um Teil einer Weltausstellung zu sein" oder "ein Profi auf dem Tisch" - das spricht nicht wirklich für Stress oder? Unser Kater z. B. liegt die meiste Zeit vollkommen relaxt auf einem Stuhl hinter dem Käfig.

Jeder muss es natürlich selbst entscheiden - aber wenn Du schon am Beginn Deiner Züchter"karriere" mit diesen Bedenken herangehst, dann solltest Du Deine Entscheidung doch noch einmal überdenken - auf Deine Katzen und Dich können da noch ganz andere Sachen als Ausstellungen zukommen - und das kann richtig Stress sein!
 
chiara

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Aiur und Skovkat haben alles schon super toll erklärt.
Gerade als Anfänger sollte man auf Ausstellungen gehen, unter anderem auch um Kontakte zu knüpfen sich mit anderen Züchtern austauschen, auch oder gerade wenn sie andere Rassen haben; was Zucht anbelangt ist Katze Katze und man kann immer dazu lernen.
Und eben auch andere Tiere der eigenen Rasse sehen, vergleichen, eventuell den passenden Deckkater finden etc.
Sehen in welchge Richtung die Rasse geht und eventuell gegensteuern, sollte man das Gefühl haben die Rasse driftet in ein Extrem ab. Das geht aber nur, wenn man die eigenen Tiere ausstellt.
Sicher wir haben das Internet, aber es ist etwas ganz anderes Menschen persönlich kennen zu lernen und mit Ihnen zu sprechen und Fotos, na ja, ich kann Dir jede Katze "schön" oder "schlecht" machen. Persönlich schaue ich mir die Katzen immer gern in natura an. Dann bekomme ich auch gleich einen Eindruck von Charakter.
Man muß ja nicht jedes Wochenende gehen aber auch hier bei mir ist es so, dass meine Katzen mindestens den Champion (3 CAC) haben bevor ich mit Ihnen züchte. Damit haben 3 verschieden Richter meinem Tier bescheinigt, dass es dem Rassestandard entspricht und keine zuchtausschließenden Mängel hat.
 
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melle80

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Hallo

Zunächst möchte ich mich bei euch für eure schnellen und ausführlichen Antworten bedanken. Ich kann mir schon gut vorstellen, dass diese Frage bei so manchem das Blut ziemlich hochkochen läßt, aber ich hatte schon Stunden mit Recherchen zugebracht, ohne tatsächlich etwas für mich rundrum Überzeugendes zu finden.
Wie gesagt sind eure Antworten sehr ausführlich, allerdings fällt auch ein Großteil davon dem einzigen von mir bereits aufgeführten Vorteil der Überprüfung auf Rassestandart zu.

Natürlich gerade auch, um eine neue Zucht bekannter zu machen /
Auf Ausstellungen trifft man viele potentielle Käufer, und das gleich "Aug in Aug"
Das ist für mich eher ein Nachteil - jemand der sich wirklich interessiert, wird sich nicht nur auf Ausstellungen informieren, und sollte bereit sein die Katzen in ihrer gewohnten Umgebung zu besuchen, da man meiner Meinung nach nur da auch sehen kann wie die Katze sich normalerweise verhält, was mir persönlich viel wichtiger ist als Charakterfestigkeit auf Ausstellungen. Ich war bei Züchtern deren Katzen sind sofort hinter der nächststehenden Couch in Deckung gegangen und kamen auch nicht wieder raus so lang wir da waren (in der Regel wenigstens 2 Stunden). Einmal durfte ich sogar die Vorbereitungen für eine Ausstellung miterleben - besagte Katze verschwand schon bei der Sichtung der Transportbox in die nächste Ecke. Auf Nachfrage meinerseits erklärte mir der Züchter, dass die Katze Ausstellungen überhaupt nicht leiden kann, sie aber die nötigen Beurteilungen bräuchte. Mit genau dieser Katze hatten meine Tochter und ich noch 15 min vorher schön gespielt - kein Zeichen von Kontaktscheue.
reicht es ja völlig, die Tiere auszustellen, bis sie ihre Zuchttauglichkeit besheinigt
das kann doch aber nicht der einzige Grund sein die Tiere auszustellen, und wenn doch - warum geht das nur so? Für Rassestandart gibt es doch bestimmte Vorgaben (Bsp. Größe und Form der Ohren, Länge und Form vom Schwanz, Farbe und Struktur des Fells....) - ein kompetenter Richter müßte sowas doch auch beurteilen können ohne direkte Vergleichsmomente.
Ich fände es beispielsweise toll, wenn es vom Verein bestimmte Personen gäbe, diie die Tiere zu Hause besuchen, und derartiges überprüfen. Auf die Art könnte man auch schauen, ob die Tiere auch artgerecht gehalten werden. Die dadurch anfallenden Kosten würde ich nur zu gern übernehmen.
Natürlich gibt es Katzen, die keine Ausstellungen mögen. Genauso gibt es aber auch kleine "Schauspieler" und Show- Stars, Katzen denen es scheinbar nichts ausmacht, ab und an einen Tag in einem Käfig zu verbringen, Dosi direkt bei ihm.
- Warum liebe ich Katzen so? Weil es wunderschöne, würdevolle Tiere sind, sie in der Regel ihren eigenen Kopf haben und in vielerlei Hinsicht sehr selbständig sind und selbst entscheiden. Dazu gehört zum Beispiel auch, dass sie selbst entscheiden, wem sie sich präsentieren, wie sie das tun - und wo ginge das besser als in einem Territorium in dem sie sich auskennen und in dem sie sich gegebenfalls auch zurückziehen können?
Dann gibt es ja auch Katzen, die es durchaus mögen, mit Fremden Kontakt zu haben.
- Meine beiden zählen da gänzlichst dazu. Bei uns geht viel Volk ein und aus, aufgrund des Hobbys meines Lebensgefährten, und natürlich die Freunde unseres Kindes, mit deren Eltern ich größtenteils befreundet bin, so dass die meistens auch gleich mitkommen. Hier kommt keiner raus, ohne mit Aylin geschmust und mit Bastet gespielt zu haben (selbst der Heizungsintallateur nicht).
Und dieser Richter mochte mich persönlich nicht.
- das habe ich auch schon von verschiedenen Seiten gehört - aber sollten Urteile nicht möglichst objektiv gefällt werden? Wenn das nicht möglich ist wozu dann das ganze?
Zuchttauglichkeitsbewertung durch den Tierarzt? Naja, er kann mit Sicherheit den Gesundheitszustand beurteilen, keine Frage, aber den Rassestandard???
Ich meine, dass der Gesundheitzustand vor dem Rassestandart steht, ansonsten, denk ich das ähnlich. Allerdings stell ich mir auch bei so manchem Richter die Frage woher er die Befähigung nimmt.
Du kannst auch davon ausgehen: Wenn Du Dich als Jungzüchter von sämtlichen Ausstellungen fernhälst, wirst Du nicht weit kommen.
nach ewigen Suchen, bin ich in den letzten Tagen auch auf einen Züchter gestoßen, der sich sogar ausdrücklich vom Ausstellungswesen distanziert, und dennoch erfolgreich mit der Zucht zu sein scheint. Genaueres weiß ich natürlich erst, wenn ich mal vor Ort war.
Gerade am Anfang der Zucht ist es sehr wichtig, erfahrene Züchter an seiner Seite zu wissen. Kennst Du welche?
Bevor ich irgendwo eine Katze gekauft habe, habe ich mich natürlich kundig gemacht und auch verschiedene Züchter bereist. Da wir hier nicht gerade in einer Züchterhochburg wohnen, war das ganze auch zeitlich und finanziell einigermaßen aufwendig (ich denk wir haben Deutschland von allen Seiten gesehen, hihi), aber das ist es mir wert. Im Umkreis von 1 Stunde war tatsächlich nur ein BKH-Züchter, den ich als seriös empfinde aufzutreiben. Ich stehe auch zu den Züchtern von denen ich meine Süßen habe in regelmäßigem Kontakt.
Unser Kater z. B. liegt die meiste Zeit vollkommen relaxt auf einem Stuhl hinter dem Käfig.
- Die Regelwerke die ich bisher lesen konnten beinhalteten immer in etwa folgenden Satz: Die Katzen müssen für die Dauer der Ausstellung in den Käfigen verbleiben und dürfen nur nach Aufforderung seitens eines Veranstaltungsmitglieds, Richter... herausgenommen werden. ?!?!?!
auf Deine Katzen und Dich können da noch ganz andere Sachen als Ausstellungen zukommen - und das kann richtig Stress sein!
an was genau denkst du da? Ich habe eigentlich keine Angst vor Stress, das nehm ich gern auf mich, es ist mehr die AusstellungsMORAL, die mich verunsichert.
Persönlich schaue ich mir die Katzen immer gern in natura an.
Deshalb orientiere ich mich im Internet, und fahre die Züchter direkt an, da ich mir dort ein richtiges Bild machen kann, und auch ein bißchen spielen kann, hihi. Bin noch keinem begegnet, der was dagegen hatte, eher im Gegenteil.

Irgendwie steh ich trotzdem immernoch bei "ich hätte immer ein äußerst schlechtes Gewissen wenn ich ihnen in die Augen schau."

Also an den Ausstellungen, wo die Katzen scheinbar nicht den ganzen Tag zum Käfig verdonnert sind, hätte ich schon Interesse. Kannst du dazu vielleicht noch mehr schreiben? (Verein, Wo?, Wann?..)

Danke schonmal
LG
mel
 
I

Inge

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Ich antworte Dir nachher noch mal ausführlich - im Moment bin ich noch auf der Arbeit. Aber eine kleine Bitte: Könntest du die "zitieren" - Funktion verwenden? Dein Posting ist extrem schwierig zu lesen so - weil sich das zitierte von Deiner Antwort leider kaum abhebt. Vielleicht magst Du Dein posting noch einmal überarbeiten, um das Antworten darauf zu erleichtern?

Das geht ganz einfach: Ruf Dein posting noch einmal auf und benutze den Button "edit" oder "editieren" (weiß jetzt gerade nicht, was da steht, weil man ihn beim Schreiben nicht sieht.

Dann gehst Du vor den ersten Teil, den Du zitieren möchtest und gibst vor den ersten Buchstaben eine eckige Klammer ein (AltGr + Klammer) schreibst quote und setzt die schließende eckige Klammer (wieder mit AltGr und Klammer über der 9), dann gehst Du bis zum Ende des zu zitierenden Satzes und setzt wieder eine eckige Klammer, dann einen / und schreibst wieder "quote" und schließt die Klammer. Das machst Du mit jedem Satz/Absatz, den du zitieren möchtest. In fertig sieht das dann so aus [ quote ] zitierter Text [ / quote] (allerdings ohne Leerschritte dazwischen und dargestellt wird es dann so:

Du kannst auch die "Quote"-Funktion oben in der Befehlsleiste nehmen, das ist allerdings bei bereits fertigen Texten mühsamer, als die von mir vorgschlagene Variante.

Wäre echt lieb, weil sonst steige ich durch Dein posting kaum noch durch
8)
 
Aiur

Aiur

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Natürlich gerade auch, um eine neue Zucht bekannter zu machen"
"Auf Ausstellungen trifft man viele potentielle Käufer, und das gleich "Aug in Aug" - Das ist für mich eher ein Nachteil - jemand der sich wirklich interessiert, wird sich nicht nur auf Ausstellungen informieren, und sollte bereit sein die Katzen in ihrer gewohnten Umgebung zu besuchen, da man meiner Meinung nach nur da auch sehen kann wie die Katze sich normalerweise verhält, was mir persönlich viel wichtiger ist als Charakterfestigkeit auf Ausstellungen.
Kein seriöser Züchter wird sein Tier einfach so auf einer ausstellung jemandem in die Hand drücken.
WAS man aber tun kann, und das finde ich sehr sinnvoll, ist Kontakte mit Interessenten knüpfen, eben "Aug in Aug", und dann ggf. einen Termin für einen Besuch im Zuhause ausmachen.
Denn ein Gepräch live und real sagt doch wesentlich mehr über einen Interessenten aus als ein Telefonat oder eine Email (finde ich zumindest).

Nicht jeder hat Internet, nein auch heute nicht, und es soll noch genug Leute geben, die mit einem PC gar nicht umgehen können, geschweige denn eine Suchmaschine sinnvoll bedienen.
Wie soll so jemand seine Traum- Rassekatze finden?
Auf einer Ausstellung hat er eine grosse Auswahl und kann sich viele verschiedene Linien in real ansehen.
Ansonsten würde er wohl maximal zufällig oder per Fachzeitungsinserat auf eine Zucht aufmerksam werden, und würde die dann gleich persönlich besuchen. Irgendwie schränkt das die Auswahl ziemlich ein ;).



ein kompetenter Richter müßte sowas doch auch beurteilen können ohne direkte Vergleichsmomente.
Ich fände es beispielsweise toll, wenn es vom Verein bestimmte Personen gäbe, diie die Tiere zu Hause besuchen, und derartiges überprüfen. Auf die Art könnte man auch schauen, ob die Tiere auch artgerecht gehalten werden. Die dadurch anfallenden Kosten würde ich nur zu gern übernehmen.
Sicher, Hausbesuche wären für Ausstellungs- unwillige Katzen sicherlich gut, aber auch Richter sind nur Menschen undnur im direkten Vergleich kann man bestimmen, wer der "Rassetypischste" aus einer Gruppe ist. Ganz zu schweigen davon, das der Züchter vermutlich die Anfahrt und Arbeitszeit des Richters alleine bezahlen muss. Und wenn der Züchter dann vom anderen Ende Deutschlands käme, viel Spass Geldbeutel ;).
 
chiara

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Re: Hallo

Hmm, Du scheinst eh schon entschieden zu haben, dass Ausstellungen für Dich und deine Katzen nicht in Frage kommen, zumndest lese ich das aus deinem Posting - ist wirklich sehr schlecht zu lesen bitte folge skovkats Ratschlag - und den Punkten welche Du dir rausgepickt hast raus.
Für Rassestandart gibt es doch bestimmte Vorgaben (Bsp. Größe und Form der Ohren, Länge und Form vom Schwanz, Farbe und Struktur des Fells....) - ein kompetenter Richter müßte sowas doch auch beurteilen können ohne direkte Vergleichsmomente.
Ich fände es beispielsweise toll, wenn es vom Verein bestimmte Personen gäbe, diie die Tiere zu Hause besuchen, und derartiges überprüfen. Auf die Art könnte man auch schauen, ob die Tiere auch artgerecht gehalten werden. Die dadurch anfallenden Kosten würde ich nur zu gern übernehmen.
in skovkat und meinem Verein BEC besteht diese Möglichkeit. Man kann einen Richter zu sich nach Hause einladen und die Katze dort richten lassen.

"Und dieser Richter mochte mich persönlich nicht." - das habe ich auch schon von verschiedenen Seiten gehört - aber sollten Urteile nicht möglichst objektiv gefällt werden? Wenn das nicht möglich ist wozu dann das ganze?
Richter sind Menschen und Menschen menscheln halt manchmal :wink:

"Persönlich schaue ich mir die Katzen immer gern in natura an." - Deshalb orientiere ich mich im Internet, und fahre die Züchter direkt an, da ich mir dort ein richtiges Bild machen kann, und auch ein bißchen spielen kann, hihi. Bin noch keinem begegnet, der was dagegen hatte, eher im Gegenteil.
Lang nicht alle Züchter haben eine Website

Irgendwie steh ich trotzdem immernoch bei "ich hätte immer ein äußerst schlechtes Gewissen wenn ich ihnen in die Augen schau."
Hmmm, also ich nicht, schau mal

noch weiter Ausstellungsfotos findest Du http://www.du-palais-d-hiver.de/webseiten/foto-ausstellungen.htm

Also an den Ausstelungen, wo die Katzen scheinbar nicht den ganzen Tag zum Käfig verdonnert sind, hätte ich schon Interesse. Kannst du dazu vielleicht noch mehr schreiben? (Verein, Wo?, Wann?..)
sie können auch auf dem Käfig oder auf dem Schoß liegen :lol:
 
Aiur

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ausserdem, wenn mans so sieht...

Katzen schlafen ca. 18 Stunden pro Tag...
Eine Katzenausstellung dauert nicht viel länger als 12 Stunden.

Die meiste Zeit tun sie in ihren Käfigen doch nichts anderes, als sie zu dieser Zeit auch Zuhause tum würden- dösen oder schlafen.
 
I

Inge

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Re: Hallo

Natürlich gerade auch, um eine neue Zucht bekannter zu machen /
Auf Ausstellungen trifft man viele potentielle Käufer, und das gleich "Aug in Aug"
Das ist für mich eher ein Nachteil - jemand der sich wirklich interessiert, wird sich nicht nur auf Ausstellungen informieren, und sollte bereit sein die Katzen in ihrer gewohnten Umgebung zu besuchen, da man meiner Meinung nach nur da auch sehen kann wie die Katze sich normalerweise verhält, was mir persönlich viel wichtiger ist als Charakterfestigkeit auf Ausstellungen.
Oh doch - viele Leute informieren sich auf Katzenausstellungen über die verschiedenen Rassen, sammeln Visitenkarten, "beschnuppern" sich erstmal, vergleichen Tiere und Züchter. Es sagt kein Mensch, dass die Katzen auf den Ausstellungen verkauft werden sollen. Das ist in meinen Augen höchst unseriös. Natürlich soll der potentielle Interessent die Katzen zuhause in ihrer gewohnten Umgebung erleben, keine Frage. Es geht hier um das Knüpfen von Kontakten und ein eventuelles gegenseitiges "Beäugen" - im Laufe der Jahre wirst Du nämlich schon von vornherein einen Blick dafür bekommen, ob es überhaupt lohnt, mit demjenigen, der sich vor Deinem Käfig vor Freude schier verbiegt, überhaupt einen Termin zu machen - nur mal so als Beispiel....

Ich war bei Züchtern deren Katzen sind sofort hinter der nächststehenden Couch in Deckung gegangen und kamen auch nicht wieder raus so lang wir da waren (in der Regel wenigstens 2 Stunden).
Das hat für mich aber wenig mit Ausstellungen zu tun - und so ein Tier gehört auch nicht in die Zucht, ob mit oder ohne Ausstellung....

Einmal durfte ich sogar die Vorbereitungen für eine Ausstellung miterleben - besagte Katze verschwand schon bei der Sichtung der Transportbox in die nächste Ecke. Auf Nachfrage meinerseits erklärte mir der Züchter, dass die Katze Ausstellungen überhaupt nicht leiden kann, sie aber die nötigen Beurteilungen bräuchte. Mit genau dieser Katze hatten meine Tochter und ich noch 15 min vorher schön gespielt - kein Zeichen von Kontaktscheue.
Das ist Entscheidung des Züchters - und Katzen, die Ausstellungen nicht mögen, haben da auch nichts zu suchen. Das haben wir ja vorher schon mal geklärt. Das ist für mich eigentlich auch kein Grund, Ausstellungen generell zu verteufeln. Ich hab übrigens auch zwei Katzen, die keinen Bock auf Kennel haben, auf der Ausstellung aber rumtun, als wenn es nichts tolleres gibt. Es könnte ja auch zum Tierarzt gehen, wenn der Kennel kommt.....

reicht es ja völlig, die Tiere auszustellen, bis sie ihre Zuchttauglichkeit besheinigt
das kann doch aber nicht der einzige Grund sein die Tiere auszustellen, und wenn doch - warum geht das nur so? Für Rassestandart gibt es doch bestimmte Vorgaben (Bsp. Größe und Form der Ohren, Länge und Form vom Schwanz, Farbe und Struktur des Fells....) - ein kompetenter Richter müßte sowas doch auch beurteilen können ohne direkte Vergleichsmomente.
Stell Dir vor, es gibt Menschen und Katzen, denen machen Ausstellungen Spaß! Und warum sollten die nach Erreichen der für die Zucht notwendigen Ausstellungen aufhören? Sicherlich gehört bei dem einen oder anderen eine gewisse Portion Eitelkeit oder Geltungsbedürfnis dazu - na und? Solange das Tier mitmacht, ist dem doch nichts entgegen zu setzen. Es wäre doch auch traurig, wenn die Besucher einer Ausstellung nur einjährige Katzen sehen, die für das notwendige "V" da sind, aber nie in den Genuß kommen, mal eine richtig "fertige" BKH, Norweger oder Maine Coon zu sehen. Und das sind sie nun mal erst mit so ca. drei Jahren - und dann gehen sie in den Ausstellungen in der Regel ja schon auf höhere Ehren.

Tja, und wie stellst Du Dir das in der Realität vor, dass ein Richter die Katze bewerten soll, ohne Ausstellungen? Meinst Du, die Richter sollten dann ausschließlich "Hausbesuche" machen? Ist wohl in der Praxis schwer durchzuführen. Auf einer Ausstellung richtet ein Richter so ca. 30 Katzen pro Tag, manchmal mehr - wie soll das gehen?

Ich fände es beispielsweise toll, wenn es vom Verein bestimmte Personen gäbe, diie die Tiere zu Hause besuchen, und derartiges überprüfen. Auf die Art könnte man auch schauen, ob die Tiere auch artgerecht gehalten werden. Die dadurch anfallenden Kosten würde ich nur zu gern übernehmen.
Wie Chiara schon schrieb: Unser Verein führt Wurfkontrollen durch und überprüft die gemeldete Anzahl der Jungtiere, die gemeldeten Farben, den Zustand der Mutter und der Kitten sowie die Haltung der Tiere in der jeweiligen Cattery an sich. Das ist für die Mitglieder vollkommen kostenlos. Nun ist es aber so, dass nicht jeder Verein so etwas durchführt, da es für den Verein ein ziemlicher Kostenfaktor ist. Und dazu kommt, dass nicht jeder Verein über genügend Züchter der jeweiligen Rassen verfügt, um die Tiere jeweils anderer Züchter bewerten zu können. Ich würde mir z. B. nicht zutrauen, eine Devon Rex auf ihre Zuchttauglichkeit und den Rassestandard hin zu bewerten. Tja, und wenn ich nun einmal eine Devon Rex habe und ein kompetenter Zücher meines Vereines sitzt in München, dann habe ich wohl ein echtes Problem...

Dazu kommt noch folgendes: Auch wenn es einen Rassestandard gibt, so lässt er doch eine Menge Spielraum. Ich kenne z. B. Züchter in meinem Verein, deren Tiere ich persönlich nie und nimmer in die Zucht nehmen würde, weil sie mir in eine ganz andere Richtung der Rasse abdriften. Wie sollte ich denn da nun entscheiden. Ich bin da bestimmt nicht neutral. Und so wird es Züchtern anderer Rassen und in anderen Vereinen auch gehen. Das hat dann nicht mal was mit persönlichen Animositäten oder ähnlichem zu tun, sondern ganz allein mit ganz bestimmten Vorstellungen der jeweiligen Rasse und einem persönlichen Zuchtziel.

Natürlich gibt es Katzen, die keine Ausstellungen mögen. Genauso gibt es aber auch kleine "Schauspieler" und Show- Stars, Katzen denen es scheinbar nichts ausmacht, ab und an einen Tag in einem Käfig zu verbringen, Dosi direkt bei ihm.
- Warum liebe ich Katzen so? Weil es wunderschöne, würdevolle Tiere sind, sie in der Regel ihren eigenen Kopf haben und in vielerlei Hinsicht sehr selbständig sind und selbst entscheiden. Dazu gehört zum Beispiel auch, dass sie selbst entscheiden, wem sie sich präsentieren, wie sie das tun - und wo ginge das besser als in einem Territorium in dem sie sich auskennen und in dem sie sich gegebenfalls auch zurückziehen können?
Langsam frage ich mich, ob Du überhaupt schon einmal eine Katzenausstellung besucht hast.....? Ich kenne keine einzige Ausstellung, auf der eine Katze sich den ganzen Tag stets und ständig präsentieren muss. Wenn man eine "ganz normale Katze" hat, dann wird sie am ganzen Ausstellungstag vielleicht einmal für 10 Minuten zum Richten gehen, sollte sie für höhere Ehren vorgesehen sein, wird sie vielleicht noch einmal zum Vergleich für den Rassesieg geholt, vielleicht noch einmal für die Nominierung. Gesamtaufwand für beides vielleicht auch noch einmal 10 Minuten. Sollte sie tatsächlich für die Best in Show nominiert sein, kommen vielleicht noch einmal 15 Minuten hinzu. Den Rest des Tages kann sie in ihrem Käfig verbringen, wobei eigentlich jeder Aussteller, je nach Katze, dem Tier auch Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung stellt. Und ich denke nicht, dass eine psychisch stabile Katze einen seelischen Schaden davon trägt, wenn sie vielleicht alle zwei Monate mal kurzfristig in der Präsentationshaltung gehalten wird, die man im übrigen schon mit Kitten üben kann und es dann für sie eine ganz natürliche Art des Tragens ist.

Dann gibt es ja auch Katzen, die es durchaus mögen, mit Fremden Kontakt zu haben.
- Meine beiden zählen da gänzlichst dazu. Bei uns geht viel Volk ein und aus, aufgrund des Hobbys meines Lebensgefährten, und natürlich die Freunde unseres Kindes, mit deren Eltern ich größtenteils befreundet bin, so dass die meistens auch gleich mitkommen. Hier kommt keiner raus, ohne mit Aylin geschmust und mit Bastet gespielt zu haben (selbst der Heizungsintallateur nicht).
Das ist doch schön für Deine Katzen und für Dich - hat aber auch irgendwie nichts mit den Ausstellungen zu tun. Sollte wohl lediglich darauf hinweisen, dass es für die Ausstellungskatzen nichts schlimmes ist, auch mal mit Fremden zu schmusen.

Und dieser Richter mochte mich persönlich nicht.
- das habe ich auch schon von verschiedenen Seiten gehört - aber sollten Urteile nicht möglichst objektiv gefällt werden? Wenn das nicht möglich ist wozu dann das ganze?
Ich habe geschrieben, dass es mir in den ganzen Jahren, die ich ausstelle einmal vorgekommen ist - das ist weiß Gott nicht die Regel und ich habe auch von anderen Ausstellern von solchen Richtereskapaden eher selten gehört - zumal so ein Verhalten auch für dne Richter Konsequenzen haben kann. Er wird dann nämlich von den jeweiligen Vereinen nicht mehr eingeladen, wenn so etwas zum Vorstand durchdringt. Und das tut es in der Regel.

Zuchttauglichkeitsbewertung durch den Tierarzt? Naja, er kann mit Sicherheit den Gesundheitszustand beurteilen, keine Frage, aber den Rassestandard???
Ich meine, dass der Gesundheitzustand vor dem Rassestandart steht, ansonsten, denk ich das ähnlich. Allerdings stell ich mir auch bei so manchem Richter die Frage woher er die Befähigung nimmt.
Das eine schliest das andere doch nicht aus?! Sicherlich sollte die Gesundheit an erster Stelle stehen, aber was nützt die gesundeste BKH, die aussieht, wie eine Exotic Shorthair? Und auch ein Tierarzt kann nur den momentanen Zustand feststellen - über viele Gendefekte wirst Du über Zusammenarbeit mit anderen Züchtern weitaus mehr erfahren, als Dir jeder Tierarzt mitteilen kann!

Du kannst auch davon ausgehen: Wenn Du Dich als Jungzüchter von sämtlichen Ausstellungen fernhälst, wirst Du nicht weit kommen.
nach ewigen Suchen, bin ich in den letzten Tagen auch auf einen Züchter gestoßen, der sich sogar ausdrücklich vom Ausstellungswesen distanziert, und dennoch erfolgreich mit der Zucht zu sein scheint. Genaueres weiß ich natürlich erst, wenn ich mal vor Ort war.
Woran machst Du denn den "Erfolg" dieses Züchters fest? Was ist für Dich ein erfolgreicher Züchter? Einer, der besonders typvolle Katzen züchtet? Wer bescheinigt das denn? Einer der seine Jungtiere besonders gut verkauft? Einer, der besonders gesunde Katzen hat? Einer der besonders gut sozialisierte Katzen hat?

Gerade am Anfang der Zucht ist es sehr wichtig, erfahrene Züchter an seiner Seite zu wissen. Kennst Du welche?
Bevor ich irgendwo eine Katze gekauft habe, habe ich mich natürlich kundig gemacht und auch verschiedene Züchter bereist. Da wir hier nicht gerade in einer Züchterhochburg wohnen, war das ganze auch zeitlich und finanziell einigermaßen aufwendig (ich denk wir haben Deutschland von allen Seiten gesehen, hihi), aber das ist es mir wert. Im Umkreis von 1 Stunde war tatsächlich nur ein BKH-Züchter, den ich als seriös empfinde aufzutreiben. Ich stehe auch zu den Züchtern von denen ich meine Süßen habe in regelmäßigem Kontakt.
Dann hoffe ich, dass die auch nachts um vier für Dich da sind, wenn Deine Katzen Geburtsprobleme haben....


Unser Kater z. B. liegt die meiste Zeit vollkommen relaxt auf einem Stuhl hinter dem Käfig.
- Die Regelwerke die ich bisher lesen konnten beinhalteten immer in etwa folgenden Satz: Die Katzen müssen für die Dauer der Ausstellung in den Käfigen verbleiben und dürfen nur nach Aufforderung seitens eines Veranstaltungsmitglieds, Richter... herausgenommen werden. ?!?!?!
Katzen dürfen nicht aus der Halle entfernt werden, solange die Ausstellung läuft. Ich habe noch nie gehört, dass jemand das Herausnehmen der Katzen aus den Käfigen an sich moniert hat. Mir scheint, Du warst tatsächlch noch nie auf einer Ausstellung.... Du wirst viele Katzen dort sehen, die vollkommen entspannt auf dem Käfig, auf dem Putzbrett, auf dem Schoß des Besitzers oder im offenen Käfig liegen.

auf Deine Katzen und Dich können da noch ganz andere Sachen als Ausstellungen zukommen - und das kann richtig Stress sein!
an was genau denkst du da? Ich habe eigentlich keine Angst vor Stress, das nehm ich gern auf mich, es ist mehr die AusstellungsMORAL, die mich verunsichert.
Ich denke z. B. an Geburtsprobleme nachts um drei, um Katzenmütter, die zur Furie werden, sobald sich eine andere Katze oder sogar der Mensch der Wurfkiste nähert, an andere Katzen aus dem Bestand, die auf die Kitten losgehen, an Würfe, die per Hand aufgezogen werden müssen, auf Katzenkämpfe innerhalb des Bestandes..... und das alles ist dann richtig Stress...

Was Du darunter verstehst, dass dich die AusstellungsMORAL verunsichert, kann ich nicht nachvollziehen. Was genau meinst Du damit? Mit diesem Statement kann ich so allein nicht viel anfangen.

Persönlich schaue ich mir die Katzen immer gern in natura an.
Deshalb orientiere ich mich im Internet, und fahre die Züchter direkt an, da ich mir dort ein richtiges Bild machen kann, und auch ein bißchen spielen kann, hihi. Bin noch keinem begegnet, der was dagegen hatte, eher im Gegenteil.
Wenn man zuviel Zeit und Geld hat, ist das natürlich eine Alternative - allerdings wirst Du dann natürlich auch nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Rassespektrum erleben - und so mancher Besuch war mit Sicherheit "für die Katz" - wir waren, nur mal so als Beispiel, in diesem Jahr auf Fünen /DK - dort war eine reine Norweger-Ausstellung. Hast Du schon einmal 320 Norwegische Waldkatzen aus 11 Nationen auf einmal gesehen? Nein? Ich bis dahin auch nicht! Und das mein Kater dort ein CAC errungen hat, ist für mich schon ein sehr großer und schöner Erfolg.

Ehrlich gesagt, bin ich froh, den einen oder anderen "Züchter" schon einmal auf Ausstellungen kennengelernt zu haben, um dann vielleicht die Biege zu machen, wenn der auf die Idee kommt, mich mal besuchen zu wollen - so sieht dann vielleicht auch mal die andere Seite der Züchterbesuche aus :) - auf der anderen Seite habe ich auf Ausstellungen schon sehr tolle Verbindungen und Kontakte knüpfen können, die ich so über das Internet mit Sicherheit in der Form nie geknüpft hätte.

Irgendwie steh ich trotzdem immernoch bei "ich hätte immer ein äußerst schlechtes Gewissen wenn ich ihnen in die Augen schau."
Entschuldigung, aber das ist in meinen Augen einfach Quatsch. Wie kannst Du etwas von vornherein verurteilen, was Du anscheinend nur vom Hörensagen kennst.

Also an den Ausstellungen, wo die Katzen scheinbar nicht den ganzen Tag zum Käfig verdonnert sind, hätte ich schon Interesse. Kannst du dazu vielleicht noch mehr schreiben? (Verein, Wo?, Wann?..)
Wie schon geschrieben - ich kenne keinen Verein, bei dem man sein Tier nicht aus dem Käfig nehmen darf - es sollte halt nur für die Besucher weitestgehend sichtbar bleiben. Denn die haben ja auch Gründe, warum sie Eintrittsgeld für eine Katzenausstellung bezahlen....



[/b]
 
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melle80

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Ich habe geändert, und hoffe natürlich dass es jetzt besser zu lesen ist (bin auch kein großer PC-Kenner).

Ich habe mich insofern entschieden, dass ich sage, ich möchte meine Katzen gern auf ihren Rassestandart prüfen lassen, da ich aber ungern selbst in so ´nem Käfig sitzen würde, möchte ich das auch meinen Katzen nicht zumuten, frei nach dem Spruch "was du nicht willst, das man dir tut, füg´ auch keinem anderen zu."

Das Bild unten find ich auch nicht schlimm, und ich hab mich auch gleich mal auf deine Homepage weitergelinkt - wirklich wunderschöne Tiger hast du da - nur zeigt es nur einen kleinen Ausschnitt. So wie das auf dem Bild dargestellt ist, könnte man denken, das war in ´nem Raum der nicht größer war als ein Hörsaal einer kleineren Uni. Sieht sehr gemütlich aus. Deshalb meine Frage dazu: Wieviele Tiere und entsprechende Halter waren da ca. anwesend? Wie war der Geräuschpegel?

Ich habe mich auch von deiner homepage gleich nochmal weitergelinkt zum BEC und da steht nix von Richtern die man zu sich einladen kann, nur folgendes:
Zuchttiere beiderlei Geschlechts müssen vor der ersten Verpaarung während einer anerkannten, internationalen Ausstellung oder durch einen internationalen Richter außerhalb einer Ausstellung in der offenen Klasse mindestens die Formnote "vorzüglich" erhalten haben.

Ich kann jetzt nur mal vermuten, dass das eventuell hier beinhaltet ist:
Bei bestimmten Zuchtprogrammen ist eine Ausnahme möglich. Diese kann auf Antrag genehmigt werden. Anträge hierfür sind an den Zuchtwart des BEC zu richten.
Die betreffenden Tiere sind einem vom BEC zu benennenden Richter vorzuführen, der sie hinsichtlich ihrer Zuchttauglichkeit beurteilt.


Und da ist dann die Frage was unter bestimmten Zuchtprogrammen zu verstehen ist. Ich möchte nur eine kleine Hobbyzucht, ich will keine Zuchtkatzen züchten, sondern Liebhabertiere, hin und wieder mal einen Wurf, nicht mit geballter Regelmäßigkeit. Ich selbst habe zwei Britenmädel, und das werden maximal 4, wenn sie denn tatsächlich kleine bekommen und ich mir von jeder ein Mädel aussuche und behalte. Einen oder mehrere Deckkater zu halten steht für mich auch außer Frage. Das fällt doch nicht unter die Kategorie "bestimmtes Zuchtprogramm", oder doch?

Ich würde auch an einer Ausstellung teilnehmen, bei der die Katzen mal aus dem Käfig können, und die nicht so enorm groß ist. Nur dieses "nicht enorm groß" ist ja auch wieder nicht das richtige, weil das ja wieder für die Veranstalter und manchen Züchter, sowie Besucher nicht wünschenswert ist, da möglichst viele Vergleichsmaßstäbe da sein sollen.

Nicht jeder hat Internet, nein auch heute nicht, und es soll noch genug Leute geben, die mit einem PC gar nicht umgehen können, geschweige denn eine Suchmaschine sinnvoll bedienen.
Wie soll so jemand seine Traum- Rassekatze finden? / Lang nicht alle Züchter haben eine Website
Sag ich ja auch nicht aber es gibt auch Fachzeitschrifen, in denen Züchter inserieren - und die bekommt man in ´ner guten Buchhandlung oder einem Zeitschriftenladen, und den gibt´s selbst hier. Ich habe auch generell nix gegen Ausstellungen oder Leute, die diese besuchen - das muß halt jeder für sich entscheiden. ich ringe noch mit mir, bei den vielen Nachteilen tendiere ich auch tatsächlich eher zu einem "nein" im Moment; wie wär´s mit Katzenmessen, wo sich Züchter und Zwinger ohne lebende Ausstellungsstücke präsentieren können

und nur im direkten Vergleich kann man bestimmen, wer der "Rassetypischste" aus einer Gruppe ist.
Da geb ich dir natürlich auch recht, aber für mich reicht ein rassetypisch aus, und selbst wenn sie es nicht wären, würde es mir nix ausmachen, lieb würde ich sie trotzdem haben ohne Ende, nur dass ich sie dann halt nicht zur Zucht einsetzen würde, denn ich beabsichtige ja auch nicht Somalis zu Pummelkatzen zu machen.

Und klar hat man auf Ausstellungen einen schnellen und bequemen nahezu komplett Überblick - ich frag mich dann nur, wieviele von den Katzen die man dort sieht würden da auch sitzen wenn sie die freie Wahl hätten. Natürlich ist das nicht möglich, deshalb liegt die Entscheidung beim Besitzer - in Aylins und Bastets Fall bei mir, und ich mach mir die nicht grad leicht. Ich find es allerdings echt gut das hier die Möglichkeit besteht darüber zu reden. Die meisten Züchter bei denen ich war waren ebenfalls kleine Hobbyzuchten (max. 5 Tiere) und die Züchter haben die ausstellungen wie gesagt wegen der Schönheit der Pokale, bzw. aus Notwendigkeit mitgemacht, wobei keiner mir sagen konnte worin die tatsächliche Notwendigkeit besteht, mal abgesehen von den Vereinsregeln. Bei einem Züchter bei dem wir waren liefen über 30 Katzen durchs Haus, bei gerademal 3 Familienmitgliedern. Da hatte ich dann schon irgendwie das Gefühl, die nehmen die Ausstellungen und die Titel nur mit, um dann für die Kitten möglichst viel verlangen zu können.
 
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melle80

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Das hat für mich aber wenig mit Ausstellungen zu tun
Besagte Katze hatte Championtitel, die Besitzer sagten, die Katze würde sich auch auf Ausstelungen so benehmen. sie haben wohl schon gut damit zu tun sie bei der Präsentation festzuhalten, weil sie sonst auch da verschwinden würde (wurde mir von den Besitzern auch so erzählt).

Stell Dir vor, es gibt Menschen und Katzen, denen machen Ausstellungen Spaß!
Das weiß ich, solche hab ich selbst kennengelernt, und denen wünschich auch ihren spaß aber eigentlich gehts doch um die Katz dabei, die soll sich wohl fühlen. Tiere sollten nicht dazu da sein, dass Geltungsbedürfnis ihrer Besitzer zu befriedigen. Ich bewundere jeden, der sagen kann meiner Katze macht das auch Spaß. Ich bemühe mich auch meine Tiere zu verstehen, aber so weit würde ich dann doch nicht gehen.

Ich kenne keine einzige Ausstellung, auf der eine Katze sich den ganzen Tag stets und ständig präsentieren muss. Wenn man eine "ganz normale Katze" hat, dann wird sie am ganzen Ausstellungstag vielleicht einmal für 10 Minuten zum Richten gehen, sollte sie für höhere Ehren vorgesehen sein, wird sie vielleicht noch einmal zum Vergleich für den Rassesieg geholt, vielleicht noch einmal für die Nominierung. Gesamtaufwand für beides vielleicht auch noch einmal 10 Minuten. Sollte sie tatsächlich für die Best in Show nominiert sein, kommen vielleicht noch einmal 15 Minuten hinzu. Den Rest des Tages kann sie in ihrem Käfig verbringen
Genau das mein ich ja: wegen ein paar Minuten hockt die Katze da den ganzen Tag im Käfig. Und die restliche Zeit wird sie von den Besuchern begafft, oder wartet auf das Ende.

wobei eigentlich jeder Aussteller, je nach Katze, dem Tier auch Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung stellt
Wie groß ist der denn bei 70x70x70, bzw. 70x140x70 bei nem doppelten.

Ich habe geschrieben, dass es mir in den ganzen Jahren, die ich ausstelle einmal vorgekommen ist
und ich sagte, das ich sowas schon öfters gehört und gelesen habe. hast du das denn damals gemeldet? wenn nicht warum nicht? weil es dir eh egal war, klar, deshalb warst du ja auch auf der Ausstellung. Es wär auch schlecht zu beweisen gewesen, dass er dich nicht mochte, und nicht die Katze. du sagst ja selbst es gibt da viele Spielräume und letzten Endes wurde auch schon gesagt es sind auch nur Menschen.

Das eine schliest das andere doch nicht aus?! Sicherlich sollte die Gesundheit an erster Stelle stehen, aber was nützt die gesundeste BKH, die aussieht, wie eine Exotic Shorthair?
Hab ich das gesagt? Dann sorry, falls das so rübergekommen ist. Ich wollte sagen, dass mir die Gesundheit meiner Katzen wichtiger ist als der Rassestandart. Deshalb ist mir aber der Rassestandart nicht egal, nur um das nochmal festzuhalten. Ich halte ihn schon für wichtig, deshalb steht er auf meiner pro- und kontra-Liste auf der Pro-Seite.

Woran machst Du denn den "Erfolg" dieses Züchters fest? Was ist für Dich ein erfolgreicher Züchter? Einer, der besonders typvolle Katzen züchtet? Wer bescheinigt das denn? Einer der seine Jungtiere besonders gut verkauft? Einer, der besonders gesunde Katzen hat? Einer der besonders gut sozialisierte Katzen hat?
Ganz klar, für mich ist der ein guter Züchter, für den die Katze im Mittelpunkt steht, als Hobby, nicht kommerziell. Der der sich auch die Zeit nimmt jeder seiner Katzen die von ihr gewollten Streicheleinheiten zukommen zu lassen. Und gleich vorweg, natürlich gibt es auch Katzen, die nicht so wild auf Streicheleinheiten sind. Generell Menschen die ihre Tiere mit Respekt behandeln, sie so lieben wie sie sind um ihrer selbst willen und ihnen last but not least soweit wie möglich ein schönes Leben in ihrer Familie ermöglichen - und sie nicht mal eben weiterreichen, wenn sie ihren Dienst getan haben. Ja, mir ist bewußt, dass es auch Tiere gibt, die sich nach ihrem Dienst und der damit einhergehenden Kastration eventuell nicht mehr mit den anderen Katzen verstehen und deshalb abgegeben werden müssen. Das ist auch OK, da es im Interesse der Tiere geschieht. Menschen die nicht in erster Linie darauf schauen, wieviel ihnen ihre Kitten einbringen, sondern wo und bei wem sie landen (ist sie dort Einzelkatze, oder hat sie Artgenossen, zeigen die Interessenten echtes Interesse und sind sie bereit auch gegebenenfalls höhere Kosten in Kauf zu nehmen...)

Dann hoffe ich, dass die auch nachts um vier für Dich da sind, wenn Deine Katzen Geburtsprobleme haben....
Dafür habe ich eine Tierärztin, keine 10 min von hier. Wir kennen sie schon seit vielen Jahren und sie hat uns noch nie enttäuscht. Katzen sind nicht meine einzigen Haustiere. Im absoluten Zweifelsfall wohnt eben besagter einer Züchter eine knappe halbe Stunde von uns und auch sie haben ihre Hilfe angeboten.

Ich habe noch nie gehört, dass jemand das Herausnehmen der Katzen aus den Käfigen an sich moniert hat. Mir scheint, Du warst tatsächlch noch nie auf einer Ausstellung.... Du wirst viele Katzen dort sehen, die vollkommen entspannt auf dem Käfig, auf dem Putzbrett, auf dem Schoß des Besitzers oder im offenen Käfig liegen.
Tatsächlich war ich noch nie auf einer Katzenausstellung (aber durchaus auf anderen Tierausstellungen), mußte ich ja auch noch nie. Da es aber zumeist zur Zucht dazugehört habe ich mich informiert (Züchter, Vereine, Bücher und Zeitschriften, I-Net...) Hab auch Reportagen darüber gesehen, allerdings hab ich da so meine Zweifel, was den Realitätsgehalt solcher angeht. Und ja, da mir hier wohl keine Entscheidung für ein entgültiges ja oder nein geliefert wird, werde ich mir das auch nochmal persönlich anschauen.

Was den Stress mit den ganzen problemen angeht, das ist mir schon klar. Meine eltern haben mal Rassehunde gezüchtet, dass ist zwar nicht genau das selbe, aber schon ähnlich. Da gabs auch eine Hündin die weggeknurrt hat, Totgeburten, abgelehnte Junge...

Mit Ausstellungsmoral meine ich, dass da scheinbar viele nur hinrennen, weil das halt nun mal so ist, das aber jeder der da hingeht und den man fragt warum so richtig keine sinnvolle Antwort bringen kann. Manche scheinen sich dessen was sie da machen garnicht bewußt zu sein, die machen da halt einfach mal mit, weils so schön ist.

Wenn man zuviel Zeit und Geld hat, ist das natürlich eine Alternative
Wenn ich nicht bereit bin das zu investieren, dann sollte ich doch besser von dem Hobby Abstand nehmen.

Wie kannst Du etwas von vornherein verurteilen, was Du anscheinend nur vom Hörensagen kennst.
Ich verurteile nicht, ich versuche nur mir im voraus ein reelles bild zu machen, damit mich nicht der Schlag trifft, wenn ich der Realität begegne. Dazu gehören auch die Nachteile, und ich suche ja noch Vorteile.

Nu gut, ich werd wohl noch eine Weile in Ungewissheit leben müssen, zumindest solang, bis ich mir das genauer angeschaut hab, hab ja noch ein bißchen Zeit - trotzdem danke für eure Antworten und dass ihr euch soviel Zeit genommen habt.

LG
mel
 
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aLuckyGuy

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Einige Beiträge sind ganz interessant, wenn auch viel zu lang und vielleicht etwas zu ausführlich geraten. :wink: Ich werde es deshalb auch ganz kurz machen, ist schliesslich nur meine ganz persönliche Meinung.

Ich halte jegliche Rasseausstellungen in der heutigen Zeit für überflüssig und sind nach meinen Verstandnis lediglich ein Produkt menschlicher Eitelkeiten. Eines der Hauptprobleme bei Ausstellungen dieser Art ist doch das auf die Eigenheiten eines jeden Tieres niemals so eingegangen wird wie dies eigentlich notwendig wäre, dies geht allein schon auf Grund der Gegebenheiten nicht.

Statt dessen liegt das Hauptaugenmerk zum grossen Teil auf Äusserlichkeiten, ästhetische Merkmale bei Katzen die wohl nur für Menschen allein eine entscheidene Rolle spielen, für Katzen sind einige der Eigenschaften sogar gesundheitlich zumindest für bedenklich einzustufen.

Tiere sollten in ihrer Gesamtheit bewertet werden, dazu gehören eigentlich auch genetische Aspekte genauso wie Betrachtungen ob die angezüchteten Eigenschaften auch mit den späteren Haltungsbedingungen der Katzen vereinbar sind. Ausstellungen sind dafür aber gänzlich ungeeignet.
 
I

Inge

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Naja, war mir schon klar, dass Du über etwas schreibst, von dem Du Dir nie ein richtiges Bild gemacht hast.

Ich habe ehrlich gesagt auch keine Lust mehr, mir hier noch weiter einen Wolf zu schreiben, da Du ja so anscheinend sowieso alles besser weißt.

Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Zucht, in der Form, wie Du sie verstehst!

@ALuckyGuy: Eine Katzenausstellung ist eine "Schönheitskonkurrenz" und eine Zuchttauglichkeitsbewertung. Wie bitte möchtest Du da auf die Eigenheiten eines jeden Tieres eingehen? Das verstehe ich nicht. Auch ist es wohl kaum möglich, auf einer Ausstellung den genetischen Hintergrund einer Katze bzw. die Haltungsbedingungen abzuklopfen. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Dafür sind die Vereine da!

Aber es bleibt natürlich jedem freigestellt, seine Meinung zu Katzen- oder sonstigen Tierausstellungen zu haben.

Als Züchter wird man allerdings auf Dauer schwerlich darum herum kommen. Das wird Melle wahrscheinlich auch irgendwann erfahren.
 
chiara

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Das Bild unten find ich auch nicht schlimm, und ich hab mich auch gleich mal auf deine Homepage weitergelinkt - wirklich wunderschöne Tiger hast du da - nur zeigt es nur einen kleinen Ausschnitt. So wie das auf dem Bild dargestellt ist, könnte man denken, das war in ´nem Raum der nicht größer war als ein Hörsaal einer kleineren Uni. Sieht sehr gemütlich aus. Deshalb meine Frage dazu: Wieviele Tiere und entsprechende Halter waren da ca. anwesend? Wie war der Geräuschpegel?
Das Bild in Text ist aus der Eissporthalle Farmsen, es waren ca. 300 Katzen, wieviel Züchter und Besucher, keine Ahnung. Der Geräuschpegel, keine Ahnung, leise ist es natürlich nicht.

oder durch einen internationalen Richter außerhalb einer Ausstellung in der offenen Klasse mindestens die Formnote "vorzüglich" erhalten haben.
Steht doch klar da!


Und da ist dann die Frage was unter bestimmten Zuchtprogrammen zu verstehen ist. Ich möchte nur eine kleine Hobbyzucht, ich will keine Zuchtkatzen züchten, sondern Liebhabertiere, hin und wieder mal einen Wurf, nicht mit geballter Regelmäßigkeit. Ich selbst habe zwei Britenmädel, und das werden maximal 4, wenn sie denn tatsächlich kleine bekommen und ich mir von jeder ein Mädel aussuche und behalte. Einen oder mehrere Deckkater zu halten steht für mich auch außer Frage. Das fällt doch nicht unter die Kategorie "bestimmtes Zuchtprogramm", oder doch?
Sollte es schon, sonst willst Du halt einfach süße Babys, aber das läuft dann bei mir nicht unter "Züchter"

Sag ich ja auch nicht aber es gibt auch Fachzeitschrifen, in denen Züchter inserieren - und die bekommt man in ´ner guten Buchhandlung oder einem Zeitschriftenladen, und den gibt´s selbst hier.
Die nur Züchter kaufen :wink:

Bei einem Züchter bei dem wir waren liefen über 30 Katzen durchs Haus, bei gerademal 3 Familienmitgliedern. Da hatte ich dann schon irgendwie das Gefühl, die nehmen die Ausstellungen und die Titel nur mit, um dann für die Kitten möglichst viel verlangen zu können.
Also, das ist mir neu, dass ich für Babys von Eltern mit hohen Titeln mehr Geld nehmen kann oder bekommen würde. Meine Liebhaber schauen sich die Stammbäume meist gar nicht an, verschwinden in irgendeiner Schublade.
Gehe doch einfach mal als Besucher zu einer Ausstellung ohne deine Katzen, mache Dir ein Bild. Weiß ja nicht wo Du wohnst aber es wird auch irgendwo in der Nähe mal eine Ausstellung sein.
 
russian

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Als Züchter wird man allerdings auf Dauer schwerlich darum herum kommen. Das wird Melle wahrscheinlich auch irgendwann erfahren.
Melle wird wahrscheinlich als Züchter noch mehr erfahren, nämlich die Entscheidungen und Konsequenzen zu treffen die viel schwerer sind als die Entscheidung für eine Ausstellung.

@ALuckyGuy
Frank, zu einer Zucht gehören viele Dinge, die die man mit seinem TA oder Verein bespricht, andere die ein Züchter allein zu entscheiden fähig sein muß, und die, für die man einen Vergleich oder eine andere Meinung braucht.
Wer eine Zucht gewissenhaft betreibt kann es sich nicht erlauben ohne zwingenden Grund auf etwas zu verzichten, was er braucht.
Es heißt zwar immer eine Zucht ist ein Hobby, ja wenn man die Liebe zu Tieren und die Freude an ihnen betrachtet, aber sie ist zugleich auch Verantwortung und oft harte Arbeit. Für eine Zucht gilt besonders das Wort 'ganz oder gar nicht', Halbherzigkeiten gehen da fast immer zu Lasten der Tiere.

Viele Grüße
Russian
 
A

aLuckyGuy

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@ALuckyGuy: Eine Katzenausstellung ist eine "Schönheitskonkurrenz" und eine Zuchttauglichkeitsbewertung. Wie bitte möchtest Du da auf die Eigenheiten eines jeden Tieres eingehen? Das verstehe ich nicht. Auch ist es wohl kaum möglich, auf einer Ausstellung den genetischen Hintergrund einer Katze bzw. die Haltungsbedingungen abzuklopfen. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Dafür sind die Vereine da!
Na genau das meinte ich. Wofür gibt es solche Ausstellungen überhaupt, wofür sind sie denn gut? Doch nur zur Befriedigung menschlicher Eitelkeiten, mehr nicht. Ein Tier besteht doch aus mehr als Knochen, Muskel und Fell. Unzählige Male wurde mir erzählt wie wichtig doch Züchter seien und was für ein verantwortungsbewusster "Job" das doch wäre und worauf man da alles zu achten hätte.

Hm... ich habe aber immer das Problem das es bei der Katzenzucht doch lediglich um reine Äusserlichkeiten handelt. Kein Mensch fragt nach Sinn oder Unsinn der angezüchteten Eigenschaften.

@russian
Sorry aber da unterscheiden wir uns ganz gewaltig. Möglich das eine Zucht prinzipiell gesehen notwendig ist. Zum Beispiel so wie sie bei einigen Tierarten in Zoologischen Gärten praktiziert wird. Aber das was bei der Hunde- und Katzenzucht so abläuft, finde ich in grossen Teilen alles andere als ok. Es läuft halt sehr oft ausschliesslich auf das Aussehen der Tiere hinaus, vielleicht auch noch das sie gut sozialisiert sind und ein ruhiges Verhalten haben. <hm... wie praktisch> Aber ob es wirklich Sinn macht Katzen mit extralangen Fell für die reine Wohungshaltung zu züchten, um ein Beispiel zu nennen, danach fragt doch sicher kein Mensch.
 
russian

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@russian
Sorry aber da unterscheiden wir uns ganz gewaltig. Möglich das eine Zucht prinzipiell gesehen notwendig ist. Zum Beispiel so wie sie bei einigen Tierarten in Zoologischen Gärten praktiziert wird. Aber das was bei der Hunde- und Katzenzucht so abläuft, finde ich in grossen Teilen alles andere als ok. Es läuft halt sehr oft ausschliesslich auf das Aussehen der Tiere hinaus, vielleicht auch noch das sie gut sozialisiert sind und ein ruhiges Verhalten haben. <hm... wie praktisch> Aber ob es wirklich Sinn macht Katzen mit extralangen Fell zu züchten für die reine Wohungshaltung zu züchten, um ein Beispiel zu nennen, danach fragt doch sicher kein Mensch.
Frank über die Zucht in Zoos kann man auch verschiedener Meinung sein.
Und ich gebe Dir Recht, in Hunde-und Katzenzucht gibt es auch Mißstände und einiges zu verbessern.
Aber das Thema ist ja nicht Zucht ja oder nein, sondern Melle fragte als angehende Züchterin was von Ausstellungen zu halten ist.
Wenn ich mich entschließe zu züchten, dann auch engagiert mit allem was dazu gehört. Eines der Probleme in der Zucht sind Züchter die nur 'ein bißchen' züchten wollen, Zucht im 'stillen Kämmerlein' ist gefährlich.
Als ich überlegte zu züchten erfuhr ich einiges mit dem ich einfach nicht umgehen konnte, das aber bei einer jungen Rasse unerläßlich war.
Ich habe es aber nicht in Frage gestellt, oder überlegt wie ich drum herum kommen kann, ich habe die Notwendigkeit erkannt, gesehen das ich das nicht kann und auf die Zucht verzichtet.


Viele Grüße
Russian
 
H

Hanni10

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Hallo Zusammen,

Mit meinen 2 Kastraten, war ich auch mal auf einer Ausstellung, wollte wissen, ob sie den Standart entsprechen. Da waren sie 2 Jahre alt. Der eine ist ein Ragdoll und der andere ein BKH. Die Ausstellung war in unserem Wohnort. Der Züchter, von dem ich meinen BKH habe, hat mich gebeten, dort teilzunehmen. Um meine Jungs zu schützen, hatte ich eine Schutzfolie in den Käfig gespannt. Manche Besucher waren darüber verärgert, da sie die Tiere nicht streicheln konnten. Es war eine Internationale Ausstellung und es waren 250 Katzen dort. Es waren nur wenige Züchter und Besitzer, die auch eine Folie zum Schutz gespannt hatten, was ich nicht so ganz Verstand. Der Schutz des Tieres, geht vor. Da die Ragdolls selten auf Ausstellungen vertreten sind, waren wir sehr willkommen. Meiner schaffte es auf die Bühne und so mehr Leute vor der Bühne standen und Fotos machten, um so lessiger legte er sich auf meinen Arm und posierte für die Fotos. Er ist der absolute Showkater, meinte die Ausstellungsleitung und lud uns gleich, für die nächste Ausstellung ein. Lernte sehr nette Züchter kennen, leider nur eine, die Ragdolls Züchtet. Sie holte sich den Punkt, für ihre beiden Zuchtkater. Als meiner gerichtet wurde, war der Richter sehr angetan, von der lieben und Aufmerksamen art. Er trat da auf, als ob er das jeden Tag macht. Zeigte keine scheu oder Hemmungen. Der BKH, räumte ab und der Richter verstand nicht, warum er kastriert ist. habe ihm dann erklärt, warum und wieso. Die Ausstellung dauerte 2 tage. Am 2 Tag, machten beide ihren kleinen Champion. Der BKH wäre laut Richter sogar Rassesieger geworden. Leider war da eine Dame, die auch einen BKH hatte und der nicht ganz den Standarts entsprach, laut Richter. Bekam das mit, da ich hinter ihr mit meinem dran kam. ging die Dame zur Ausstellungsleitung und sagte, wenn ihr Kastrat nicht gewinnt, werde sie die Ausstellung manipulieren. Sie bekam den Preis und meiner wurde nominiert. Die Züchter, die das mitbekommen hatten, beschwerten sich bei der Ausstellungsleitung, brachte aber nichts. Beruhigte sie dann und sagte, bin nicht unsportlich aber, werde mit den Jungs auf keine Ausstellung mehr gehen, da es nicht gerecht abgelaufen ist.
 

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