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Diskutiere Tierheime im Tierschutz Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo, ich wollte mal kurz (oder auch etwas länger) ein (für mich) eher negatives und ein positives Beispiel für Erfahrungen mit Tierheimen...
  • Tierheime Beitrag #1
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Felix und Mecki

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Hallo,

ich wollte mal kurz (oder auch etwas länger) ein (für mich) eher negatives und ein positives Beispiel für Erfahrungen mit Tierheimen anbringen.

1. Beispiel:
Im März diesen Jahres entschlossen wir, zwei Katzen bei uns aufzunehmen. Nach langer Vorfreude sind wir dann zu einem Tierheim in unserer Nähe aufgebrochen. Wir fanden die Internetseite sehr nett und fanden das Prinzip des "offenen Tierheims" sehr ansprechend. Als wir dort ankamen, waren wir sehr erfreut, dass wir einfach so hereinspazieren konnten und uns die Tiere anschauen konnten. Wir haben auch einige Katzen gefunden, die wir sehr schön und sympathisch fanden. Leider haben wir übersehen, dass Vermittlungen und Auskünfte erst nachmittags stattfanden. Unsere Schuld. Also noch einmal nach Hause gefahren und bis zum Nachmittag über nichts anderes als über Katzen gesprochen. Nachmittags kamen wir dann in das Büro des Tierheims und wurden erst einmal freundlich ignoriert. Nach zehn Minuten hat sich dann doch jemand dazu herab gelassen, mit uns zu sprechen. Eine Frau, die hinter dem Schreibtisch saß, hat uns über unsere Wohnsituation befragt und uns sehr kritisch angeschaut (man hatte fast das Gefühl, dass sie glaubte, wir wären Tierquäler oder so :evil: ). Als wir ihr erklärten, dass wir gerne zwei Katzen hätten, weil wir halt nicht immer zu Hause seien, erklärte sie uns, dass das bei Katzen überhaupt nicht nötig sei und dass es in einigen Fällen sogar besser sei, wenn man nur eine nimmt.
Schließlich hat sie dann eine junge Pflegerin gerufen, die uns im Katzenhaus führen sollte. Immer wenn uns eine Katze gefiel, hat die Pflegerin so negativ von ihr gesprochen, dass wir uns wieder unsicher waren :( (z.B. der macht ihnen alles kaputt, der geht die Vorhänge hoch und ist aggressiv, die ist total scheu und kommt überhaupt nicht unterm Sofa oder Bett hervor usw.) Das fand ich schon etwas komisch. Ich finde es gut, wenn die Pfleger die Wahrheit über die Tiere sagen, so dass es zu Hause kein böses Erwachen gibt, aber sie hätten ja auch positive Eigenschaften nennen können oder uns Tips geben können, wie man mit ihnen umgehen sollte. Schließlich kamen wir zu einem Raum, wo zwei kleine schwarze Kätzchen drin waren, die sofort durch das Fenster mit uns schmusen wollten. Total süß. Die Pflegerin erklärte uns, dass eine von beiden wegen Schnupfen behandelt wird, aber dass die Behandlung in zwei Wochen abgeschlossen sei. Wir überlegten schon, ob wir die Katzen nicht nach der Behandlung mitnehmen sollten und redeten mit der Pflegerin darüber, dass wir auch gerne mit der Katze zum Tierarzt gehen und sie auch so zu Hause weiterbehandeln würden, falls dies nötig sei. Da kam auch schon die Frau, die vorher hinter dem Schreibtisch saß und sagte, dass die Katzen nicht zu vermitteln sei. Auch als wir erklärten, dass wir bis zum Ende der Behandlung warten wollten oder dass wir sie gerne zu Hause pflegen und behandeln würden, blieb sie bei einem Nein (und zwar sehr unfreundlich). Schließlich sind wir dann gefahren und haben uns sehr geärgert. Wir hatten den Eindruck, als wollte dieses Tierheim keine Katzen vermitteln. :evil:

2. Beispiel
Gefrustet von dem ersten Tierheim, fuhren wir dann zu einem anderen. Dort haben wir geklingelt und wir sollten im Warteraum Platz nehmen. Wir wurden sehr freundlich dort begrüßt und uns wurde sofort etwas zu trinken angeboten. Immer wieder gingen an uns Leute mit einem Tier vorbei, für dass sie sich entschieden hatten. Wir mussten ca. 1 Stunde warten, konnten uns aber die Zeit damit vertreiben, dass wir uns auf einem Monitor alle Tiere anschauen konnten, die zur Zeit im Tierheim waren. Die Wartezeit war so lang, weil die Leute nur einzeln ins Katzenhaus gelassen wurden, da es sonst zu stressig für die Tiere ist. Als wir an der Reihe waren, kam eine sehr freundliche Pflegerin, die uns sehr viel zu den jeweiligen Katzen erzählte, und über die negativen sowie die positiven Eigenschaften der Katzen redete und uns Tips zur Haltung gab. In einem Katzenhaus waren zwei Kater, die sofort auf uns zukamen und gestreichelt werden wollten. Wir waren beide sehr angetan von den beiden und konnten uns nicht für eine entscheiden. "Dann nehmen sie doch beide", sagte die Pflegerin und erklärte uns, dass es gerade bei den beiden sehr schön wäre, da sie auch in einem Gehege waren. Also entschieden wir uns für beide. :lol: Wir durften allerdings nur den Felix mitnehmen, da der Mecki ein Fundtier war, und diese mindestens eine Woche im Tierheim bleiben mussten. Die Pflegerinnen haben uns sehr bei dem Ausfüllen aller Formulare geholfen und uns gute Tips für die Eingewöhnung gegeben. Zu Hause angekommen, ging das Telefon und das Tierheim teilte uns mit, dass wir Mecki am nächsten Tag abholen könnten. Das hat uns sehr gefreut. Seitdem sind die beiden Racker bei uns und haben sich sehr gut bei uns eingelebt. :lol:
Vor einigen Wochen kam uns ein Mann vom Tierschutzbund besuchen, um zu schauen, wie es den beiden geht. Er war sehr zufrieden und fand es toll, wie die Katzen lebten (mit Freigang, viel Grün, wenig Verkehr).

Ich bin so froh, dass wir die beiden haben und der Frust über das erste Tierheim war schnell vergessen. Ich will auch nicht gegen dieses Tierheim wettern und vielleicht waren die Katzen die dort waren einfach nicht so gut zur Vermittlung geeignet, vielleicht hatte auch die Dame hinter dem Schreibtisch einfach einen schlechten Tag - ich weiß es nicht, ich war nur ziemlich enttäuscht.

LG Heike
 
  • Tierheime

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  • Tierheime Beitrag #2
Hi!

Das ist ja wirklich sehr....suspekt....

Unhöflichkeit scheint bei Tierheimarbeitern irgendwie Standart zu sein, denn auch ich machte neulich den Fehler vormittags zum Tierheim zu kommen und somit sehr "nett" auf Nachmittag verwiesen zu werden, alleine die Ausstrahlung der Menschen dort sagt für mich viel....Warum wählen sie denn diesen Beruf, wenn er ihnen denn anscheinend keinen Spaß macht?
Mir kommt es auch so vor, dass sie auch ziemlich wenig Wert auf die Tiere dort legen, auch wenn das immer wieder abgestritten werden würde....Ich verstehe das einfach nicht, warum man einen Beruf wählt, mit dem man offensichtlich nicht klarkommt und immer dauergenervt ist....Scheint aber echt üblich zu sein in diesen Heimen....

Ich kann deine Enttäuschung gut nachvollziehen und verstehen, mir ging es ähnlich....

lg
 
  • Tierheime Beitrag #3
Eine Ehmalige Kollegin von mir hat sich vor ein paar Jahren dazu entschlossen sich Beruflich umzuorientieren und ins Tierheim zu gehen.

sie war immer shcon sehr für Tiere und auch Hundetrainerin.

Ich bin immer sehr gut mir ihr ausgekommen habe 10 Jahre mit ihr gemeinsam 8 Stunden verbracht und zusätzlich noch die ein oder andere Private.

Doch seid dem sie im Tierheim arbeitet ist sie sehr verbittert geworden und ist teilweise den normal Tierbesitzer gegen über schnippisch und von oben herab.

Auf meien Frage warum das so sei Antwortete sie mir das sie so viel Elend in den Tierheimen sehen würde das sie einen Haß gegenüber den Menschen Entwickelt hätte.

Ich möchte das nicht auf alle Menschen Übertragen die dort arbeiten.

Lediglich diese kleine Begebenheit erzählen um damit zu sagen das es vielleicht ein Möglicher Grund ist warum einige so sind.

Ich finde es sehr schade das sie sich so dem Menschengegenüber verändert hat.
Ach interessiert sie sich nicht wirklich für das was ein normaler Tierhalter für sorgen hat. Als ich ihr erzählte das meine Kimba nur noch 4,8 Kilo wiegen würde meinte sie das sei immer noch genug. 4 Wochen später musste ich sie wegen Krebs einschläfern lassen und man konnte jeden Knochen sehen. was durch das Fell nich jedem Auffiel.
Ich machte mir sogen und sie tat es damit ab sei immer noch genug wiegen würde was aber nicht der Fall war.

Diese aussage hat mich damals sehr verletzt.
 
  • Tierheime Beitrag #4
Hi,

so als halber Insider :lol: man hat oft den Eindruck, dass die menschen im Tierheim ein bißchen komisch, unfreundlich, wie auch immer sind.

Das war bei uns in Stuttgart aush so.

Dazu zwei Anmerkungen: klar ist es immer schön, wenn man, gerade wenn man ja helfen will, auch freundlich behandelt wird. Aber die Mitarbeiter in einem Tierheim sehen sich eher weniger als ein Dienstleister für die Menschen, die da kommen, sondern eher für die Tiere.

Und dann wird ein potentieller Interessent schonmal SEHR kritisch beäugt (um es ganz dolle positiv zu formulieren).

Ihr habt ja keine Vorstellung, wie oft ein wirklich toll anmutender neuer Halter das Tier zurückbringt, aus lauter fadenscheinigen Gründen!

Ich kann durchaus verstehen, dass sich da manchmal die Einstellung manifestiert "Wenn ich die nicht abschrecke, dann sind die ok".

Gerade bei Katzen habe ich die Erfahrung gemacht, dass besonders gerne nach dem "perftekten" Platz und Halter gesucht wird. Weiß-Gott warum.

Vielleicht sind die Betreuer der Katzenhäuser alle eher so "Klammerer". War bei mir in Stuttgart so, kenne ich auch so aus München.

Da kann ich allen nur die eine Empfehlung geben: denkt genau wie die Mitarbeiter - nämlich an das Tier, das ihr haben wollt.

Ich muss erhlich sagen, wenn ich einen Interessenten nicht abschrecke, wenn ich ihm sage, dass das Tier alles kaputtmacht, alles vollpiselt und und und, dann glaube ich auch eher daran, dass er das Tier haben will.

Man kann das sicher übertreiben mit den negativen Sachen, aber wie gesagt, wenn ihr wüsstet, wie oft Tiere wie Klamotten nach 14 Tagen zurückgebracht werden, so nach dem Motto "paßt nicht, gefält nicht", dann könntet ihr das ein stückweit nachvollziehen :?

Trotzdem sehr schön, dass ihr Euch Tierheim-Katzen geholt habt! :D
 
  • Tierheime Beitrag #5
bin auch immer gern ins tierheim bei uns gegangen, unser sammy ist ja von dort und der hund meiner eltern auch. meine eltern sind sogar soweit, d. sie sagen, tiere nur noch aus dem tierheim und die werbetrommel für dort rühren.

aber jetzt hatten wir auch 2 sehr komische erlebnisse dort.

meine oma hat sich schon immer ein yorkie gewünscht und nun sind bzw. waren zwei 6 monatige hündinnen dort. wir haben die ganze situation geschildert, auch d. der hund auf jeden fall nen guten platz hätte, wenn meiner oma was passiert....muss man ja auch drüber nachdenken und abklären, wenn man sich nen welpen mit 70 jahren holt. war alles angeblich kein problem. plötzlich wollten sie allerdings 450 € für einen haben, sonst kostet in diesem tierheim nen hund 200 €. keiner konnte so wirklich erklären warum, am ende wurde das ganze auf untersuchungskosten geschoben, obwohl am anfang gesagt wurde, d. die hunde kerngesund waren und sind. mir kam es eher so vor als wollten sie mit den kleinen süßen rassehunden mehr geld machen :? .


das zweite erlebnis hat mich letzte woche mittwoch selbst betroffen. dort im tierheim sitzt ein sehr sehr schwer vermittelbarer notfall. is nen jack-russell-mix und hat ohne jeglichen menschenkontakt in einer kleingartenanlage gelebt. hab den tierheim, dann eine email geschrieben, d. ich mich für den hund interessiere, mir der probleme bewusst bin und wie unsere lebenssituation so ist. es kam dann auch eine mail zurück, sie haben sich total gefreut, d. ich mich gemeldet habe u. d. die chance für den hund wäre und ich vorbeikommen soll. naja, bin dann ja auch hin und die meinten auch gleich zu mir, was mir auch klar war, d. ich mir von den ersten gassigängen net so viel hoffnung machen soll. er würde panische angst haben und streicheln nicht genießen, sondern widerwillig über sich ergehen lassen. bin dann meine runde gedreht und meinte noch zu meinen freund, d. wir es versuchen sollten, auch wenn es monate kostet.
kaum kamen wir wieder im tierheim an......."na, wie wars? gefällt ihnen der hund?" etc. sie haben verbal voll auf mich eingeprügelt und am ende konnte ich nur d. sagen, was sie am anfang auch zu mir sagten "diesen hund kann man beim erstenmal nicht einschätzen". ich sagte dem pfleger dann, d. wir gerne weiter mit ihm gassigehen würden, versuchen wollen ihn zu nehmen, da wir ja auch erstmal mit den katzen gucken müssen.
dann meinte der pfleger wir sollen uns für den hund vormerken lassen, damit er aus der vermittlung kommt. als ich meinte, wir wollen erstmal noch 2 termine zu gassigehen und uns dann erst entgültig vormerken lassen, war der pfleger regelrecht beleidigt. hund und wir wurden indirekt fertiggemacht. der hund würde so unter stress stehen bei menschen, d. er uns nur wohnung vollkotzen würde, wenn wir ihn abholen. darüber hatten wir ja schon gesprochen und wollten den hund sehr viel zeit geben, bis wir ihn überhaupt holen. plötzlich war es auch gar net mehr gut, d. wir keinen zweithund haben. das thema zweithund hatte ich vorher angesprochen, d. tierheim meinte es wäre besser, aber da ihn keiner will, wäre es ein versuch ohne zweithund wert. der pfleger fand das alles gar nimmer gut und wollte, d. wir gleich zwei hunde mitnehmen, was bei uns in der wohnung absolut net geht. naja, sind dann enttäuscht von dannen gezogen und werden uns jetzt wohl nicht mehr um jannek (so hiess der hund) bemühen :cry: .

ich weiss, d. ganze passt hier net so ganz ins forum, da es um hunde geht.
finde es gut, wenn die tierheime ehrlich sind, aber einen jedes tier mürbe reden ist nicht sehr sinnig. sammys und ginas (hündin meiner eltern) vermittlung lief so super ab, aber wenn meine ersten erlebnisse, die beiden o.g. wären, wäre ich ganz bestimmt nie wieder ins tierheim gefahren.
 
  • Tierheime Beitrag #6
...oh, das tut mir leid, für euch und für Jannek, der es bestimmt gut bei euch gehabt hätte.

Ich finde es auch gut, wenn die Tierheimleute einem die Wahrheit sagen und nichts verschweigen. Aber auch finde ich, dass sie ein wenig Mut machen sollten oder Hoffnung geben sollten.

Wie in dem 2. Tierheim, dass ich oben erwähnt hatte. Da meinte die Pflegerin auch, dass Felix von seiner Vorbesitzerin abgegeben wurde, weil er angeblich unsauber war. Im Tierheim hätte er jedoch keine Anzeichen für Unsauberkeit gezeigt, sie könnte aber nicht genau sagen, ob das bei uns zu Hause auftreten würde. Sie hat uns gefragt, ob wir das in Kauf nehmen würden. Natürlich wollten wir das und wenn er unsauber werden würde, hätten wir nach den Ursachen geforscht. Sie meinte noch, dass Felix vielleicht bei seiner Vorgängerin protestiert habe, weil er nicht raus konnte. Bei uns zu Hause war Felix eigentlich nicht unsauber, naja, ein oder zweimal war unser Bett nass und roch verdächtig nach Katzenpipi. Als wir ihn aber nach 6 Wochen raus gelassen haben, hat sich die Sache erledigt. Er ist sowieso nun viel entspannter und ausgelassener, seit er raus darf (huch, ich schweife vom Thema ab :oops: )

Jedenfalls, was ich damit sagen wollte, ich finde es wichtig, dass Tierheimleute ehrlich sind. Dass sie weder die Eigenheiten des Tieres bagatellisieren noch dramatisieren. Sie sollen sagen, wie es ist und wie sie es sehen und gerne auch zugeben, wenn sie nicht wissen, wie es sich weiterentwickelt. Außerdem sollten sie die Menschen als Kunden behandeln und nicht alle als potentielle Tierquäler.
 
  • Tierheime Beitrag #7
bei dem thema is glaub ich jeder am abschweifen. bin auch nen bissel traurig, jannek tut mir nämlich soooo leid und is wirklich nen süßer. an der angst hätte man vllt. wirklich immer zu "kämpfen", aber was nützen unsere bemühungen, wenn das Tierheim plötzlich doch dagegen ist.

über die "fehler" der tiere zu reden ist wirklich wichtig. bin sonst gern ins Tierheim, ist mir weitaus lieber als private tiervermittlung (bin schon 2mal auf die nase gefallen). im Tierheim wird enfach gesagt was los ist, damit das tier nicht wieder zurückkommt. wussten bei gina damals auch nicht, was auf uns zukommt, da sie ein fundhund war. da meinte d. Tierheim auch, tut uns leid, wir können absolut nichts über den hund sagen, sie müssen ihre eigenen erfahrungen machen. aber wie jetzt die sache mit jannek, da fühl ich mich nen bissel verarscht.

habe in dem Tierheim auch das gefühl, d. der druck auf neue potentielle besitzer ziemlich gross ist. sollst dich dort immer recht schnell entscheiden. was denen bei uns jetzt vermutlich auch net gepasst hat, obwohl der pfleger meinte, d. wir den hund eh erst in ein paar monaten bei uns einziehen lassen könnten.
 
  • Tierheime Beitrag #8
Hallo Melli,

die situation, die du beschreibst, kenne ich auch noch gut von unseren interessenten- und vermittlungsgesprächen.

dass man da "verbal auf euch eingeprügelt hat" kann ich nicht nachvollziehen, dass die pföeger, gerade bei einem solchen problemhund, nachfragen und alles genau wissen wollen, ist durchaus legitim.

dass sie euer interesse abschätzen wollen auch.

sich für einen hund als interessenten vormerken zu lassen, ist lediglich eine massnahme, dass tier wirklich aus der vermittlung rauszunehmen und euch und dem hund die gelegenheit zu geben, euch ungestört weiter kennenzulernen.

als interessent hat man mitspracherecht bei anderen iinteressenten usw.

zumal so ein interessentenvertrag für euch als interessent jederzeit widerrufbar ist.

ich vermute mal, das war ein "test" vom pfleger.

ich finde es sehr schade, wenn ihr euch nun wegen des unsympatischen pflegers von dem hund abewndet, denn das tier steht dann in dem moment nicht mehr im mittelpunkt.

leider ist es genau das, was ich oben geschrieben habe. die pfleger testen oftmals aus (absichtlich oder unabsichtlich will ich nicht beurteilen), wie stark das interesse von den menschen ist.

und mal ehrlich, wenn dieser jackie zurückgegeben wird, weil er auch nch 3 monaten noch angst und panik hat, oder in die wohnung macht aus unsicherheit - wie hoch sind denn alle weiteren vermittlungsversuche?

gerade bei problemhunden finde ich es absolut richtig, dass die pfleger auch die horrorszenarien aufzeigen! denn ein hund mit psychischer störung, der dann doch wieder abgegeben wird, hat kaum noch aussicht auf besserung und damit vermittlung.

es ist nun nicht persönlich oder beleidigend gemeint, aber offenbar hat der pfleger mit seiner vorgehensweise recht geahbt und ihr habt euch doch gegen den hund entschieden :?
 
  • Tierheime Beitrag #9
mal ein tip 8asu meiner stuttgarter erfahrung): wenn ihr rausfinden wollt ob ihr einen guten oder schlechten pfleger / vermittler vor euch habt:

fragt nach, was ihr tun müsstet um dem tier gerecht zu werden, fragt, wie man mit dem problem des tieres umgehen sollte.

wenn ihr auf diese frage keine oder ausweichende antworten erhaltet bin ich dacor - dann ist der pfleger nicht gewillt zu vermitteln oder einfach ein aas.

ist die antwort kompetent, habt ihr trotz möglicherweise aufgezählten horroszenarien jemanden vor euch, der das tier kennt und es vermitteln möchte.

gleichzeitig merkt auch der pfleger wie groß euer interesse wirklich ist.

viele wollen ein problemtier aufnehmen, weil sie etwas wirklich gutes tun wollen.

nur sind leider irrsinnig viele dann absolut überfordert mit dem, was in der realität auf sie zukommt.

man sagt leichtfertig mal "piseln - kein problem", "panik, kriegen wir hin".

Wenn der hund dann aber jeden tag bei jedem unerwarteten geräusch über monate hinweg in die wohnung macht und der geruch nich tmehr raus geht, sieht es gleich anders aus.

genauso, wenn der hund aus panik auch mal schnappt (kommt als ersatzhandlung oftmals vor, sind die "angstbeisser"), dann will man sich damit plötzlich auch nicht mehr auseinandersetzen.

usw.
 
  • Tierheime Beitrag #10
@cikobi.....

verbal eingeprügelt war vllt. nen bissel doof von mir gewählt :oops: . war halt so, d. sie gleich meinten, d. ich mir beim erstenmal keine meinung bilden könnte und dann wollten sie alle doch eine meinung und ein ja oder nein....und das ging mir alles ein bisschen zu schnell.

ich geb dir in vielen punkten wirklich recht. es gibt viele die ins tierheim rennen und sich irgendwelche vorstellungen machen und die realität sieht ganz anders aus. in meinem freundeskreis gibt es auch so eine person :x . wir haben zu hause wirklich lange drüber gesprochen, bevor ich das tierheim überhaupt angeschrieben habe.

ich finde es auch legitim, d. die pfleger bei solchen problemhunden besonders genau mit ihrer fragerei sind. jannek ist ein ziemlicher problemhund, der erst alles lernen muss, darüber waren und sind wir uns total im klaren, auch das es monate dauert bis er bei uns einziehen könnte.

es war bloss wirklich so, als wir uns nicht gleich mittwoch vormerken lassen wollten (dies hätten wir mit sicherheit am wochenende, wo wir eigentlich wieder hinwollten, gemacht), er plötzlich argumente suchte damit wir nicht wiederkommen...so kam es uns zumindestens vor. ich hatte bestimmt 3 mal gefragt und erwähnt, wie wichtig ein zweithund ist, da wir ihm den nicht bieten können. käme alles auf nen versuch an, bis wir uns nicht sofort vormerken lassen wollten, da wurde uns wirklich im unfreundlichen ton gesagt, d. wir dann halt 2 aus dem tierheim mitnehmen müssen. alles was vorher "gut genug" war, war nur wg. der vormerkgeschichte schlecht. bin wirklich offen für tips und kritik, hätte also auch kein problem damit gehabt, wenn sie von anfang an gesagt hätten, d. es bei uns zu stressig und nicht optimal ist.....aber dieser sinneswandel hat mich gestört.

den tip werd ich mir merken.....obwohl ich diesen pfleger jetzt mit zwei gesichtern kenne. die hündin meiner eltern wollte er uns schön reden, obwohl wir schon wussten, dass das Tierheim absolut nichts über den hund wusste, da sie ja nen fundhund war.
 
  • Tierheime Beitrag #11
Hallo Melli,

Tierheime ... ist ja schon genug geschrieben worden.
Ich kann Dir nur empfehlen, wenn Du den Hund willst, geh bitte weiter hin und geh mit ihm spazieren und zeig den Tierheimleuten, dass es Dir ernst ist. Die müssen Dich ja nicht vormerken. Du kannst ihn jetzt sowieso noch nicht nehmen und wenn sich vorher ein gutes Zuhause findet: schön für ihn. Dann solltest Du Dich mitfreuen. Du hast ihn ein Stückchen begleitet im tristen Tierheimalltag und ihm schöne Stunden geschenkt.
Das ist doch auch etwas. Und: es gibt immer wieder Problemfälle!

LG, Irene
 
  • Tierheime Beitrag #12
Ich kann aber auf einer seite die Tierheimleiter und pfleger verstehn. Als wir Mikesch aus dem zh geholt haben.War da eine mutter mit kind die sich für ein Kaninchen intressierte.Dann sahen sei uns mit dem kleenen und wollte dann auch ein kleines Kätzchen und aufeinmal nicht mehr das kaninchen.
Sie haben den dann gesagt das das letzte Baby war *was auch stimmte* und aufeinmal wollten sie wieder das Kaninchen.

Aber unfreundlich waren sie dabei nicht.

*hoffe ich hab nichts falsches geschrieben.

lg
eva
 
  • Tierheime Beitrag #13
ich kann sher skeptische mitarbeiter teils sehr gut verstehen... hier in unserem tierheim waren wir zeitgleich mit oma, sehr junger mutter (vielleicht 16) und kleinkind... diese wollten sich katzen zulegen, oma wollte eine zweitkatze haben, mutter wollte eine katze haben, aber dann doch lieber zwei, weil ihre mama ja auch zwei haben darf und das war ein ewiges gejuckel... die pflegerin hat denen dann die katzen auch "nur" von aussen gezeigt und sie dann an die leitung weitervermittelt... nun waren wir dran... und wir waren ja nur mit der frage da, ob es überhaupt sinn macht, zu verantworten ist, eine dritte katze zu unserem bruderpäärchen dazuzunehmen.. es folgte ein langes gespräch über unsere wohnverhältnisse, verhalten der beiden grossen, unsere möglichkeiten und unserere erfahrung und einstellungen... erfolg war: wir hatten den vermittlungsschein für klein eirik in der hand... geschätze 10-12 wochen, erfrohrene pfoten, megascheu.... laut pflegerin könnten wir ihn nach nem gespäch mit der leitung gleich mitnehmen... achja: wir durften unter beobachtung allein in die katzenzimmer ;-) und die pflegerin hat es wohlwollend aufgefasst, dass wir uns nicht nur um klein-eirik gekümmert haben, sondern uns der sichtbaren rangfolge gemäss im katzenzimmer angepasst haben und alle nacheinander erstmal riechen, kuscheln, streicheln lassen haben...

als wir dann zur leitung gehen, kamen uns oma, mutter, tochter unter schimpfgesängen entgegen, da die leitung entschieden hat, dass das mädel KEINE katzen vermittelt bekommt, sondern lediglich die mutter....

dann waren wir im gespräch.. und die leiterin war anfangs auch zu uns nicht freundlich (ich hätte auch schlechte laune gehabt, wenn ich mich vorher mit der familie auseinandersetzen hätte müssen), auch war sie etwas ungehalten, dass wir eirik sofort mitnehmen wollten (aussage der pflegerin), da er noch seine schutzzeit einzuhalten hatte... als wir ihr dann verklickert hatten, dass das garkein problem sei und es da einfach ein missverständnis gab, wurde es schlagartig besser... es folgte wieder ein genaues gespräch udn schwups war der vertrag von beiden seiten lächelnd unterschrieben. wir haben mit einem sehr positiven gefühl das tierheim wieder verlassen

kompetente beratung, fachgerechte betreuung und den mut, auch mal nein zu sagen!

lg meph
 
  • Tierheime Beitrag #14
Hallo,

also manchmal bin ich schon ein wenig irritiert, wie es in Tierheimen und Katzenschutzvereinen so zugeht. Wenn ich mal vergleiche: Als ich damals eine zweite Katze zu meinem Johnny suchte, hieß es im Tierheim als ich kam: Wenn die "Katzenfrau" kommt, sagen sie auf jeden Fall, dass sie einen Balkon haben, sonst gibt die ihnen keine Katze (weil Katze muss zwingend Luft schnuppern können). Als ich beim Katzenschutzverein war, hieß es: Nur kein Balkon, die Katze könnte runterfallen.

Klar kann ich verstehen, dass die Mitarbeiter für ihre Pfleglinge nur das beste wollen, aber man kann die Messlatte auch so extrem hochlegen, dass nix mehr geht.

Natürlich kommen auch Menschen, die ich sag mal recht blauäugig sind und sich vielleicht mit den Anforderungen/Bedürfnissen einer Katze nicht wirklich auseinandergesetzt haben, aber neben der fachlichen Kompetenz für die Tiere, sollten die Tierheimmitarbeiter vielleicht auch ein wenig soziale Kompetenz haben und sich nicht stur an Dogmen halten.

Als z.B. mein Lucky bei seiner Amme im Katzenschutzverein war, hat es die Leiterin geschafft, durch ein paar ich sag mal unbedachte Nebensätze mich so zu verunsichern, dass ich als ich meinen Lucky wieder holen wollte, bereits meinen Rechtsanwalt grob über die Sachlage informiert hatte und mich auch hier im Forum über die Rechtslage schlau gemacht hatte (es ging dann doch recht harmlos ab).

Ein weiteres Beispiel: Das der Katzenschutzverein nur in reine Wohnungshaltung/gesicherter Freigang vermittelt, ist eine Entscheidung, die ich verstehen kann/aktzeptieren muss. Aber macht es Sinn eine Katze, die Freigang gewohnt war in reine Wohnungshaltung zu vermitteln? Genau das ist einer Bekannten passiert. Sie wollte eine Katze für reine Wohnungshaltung, bekam einen Kater vermittelt, bei dem das überhaupt kein Problem sei (das der Kater früher Freigang hatte, war dem Verein bekannt). Ergebnis, der Kater wurde aggressiv gegen Menschen und unsauber. Als meine Bekannte (nachdem sie die Vorgeschichte erfahren hatte) sich über den Verein hinwegsetzte und den Kater in Freigang vermittelte, wurde er zu einem wunderbaren, angenehmen Lebenspartner.

Wenn man Menschen die eine Katze für Freigang suchen, als Katzenmörder hinstellt, darf man sich nicht wundern, wenn diese Menschen dann auch vergrätzt reagieren. Nachdem im Verein bekannt wurde, dass mein Lucky Freigang hat (weils nun mal nicht anders geht) wurde ich schlechthin als Tierquäler hingestellt. Na ja, meine jährliche Spende wird in zukunft an eine andere Organisation gehen...

Liebe Grüße,

Claus
 
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