Hey zusammen,
Tja, auch ich als Helferin leide unter Pauls Tierarztparanoia ;-)
Er führt sich auf wie eine Furie (
beißt, haut, schreit, faucht wie ein Teufel),
lässt sich weder von meiner Chefin anfassen noch untersuchen
- nur Spritze reinjagen und abhören
(wenn er mal einige sekunden das brummeln aufhört)
und das wars dann mal wieder für ein Jahr -
den Rest guck ich mir zuhause an (zähne, krallen usw...)
Schwierig wird das ganze erstmal wenn er
älter ist und ich blutchecks o.ä. machen will... :-(
aber vielleicht wird er bis dahin etwas ruhiger -
außerdem hatte er ja schon
eine lange leidensgeschichte (schwanz!)
durchgemacht...
Wenn ich die Katzen versuche zu beruhigen sag
ich immer "Da könnt ja jeder kommen, gell.. ;-)"
zu meinen pfotigen Patienten.
Also spontan fällt mir ein:
Entweder den ersten Termin der Vormittag oder
Nachmittagsprechstunde nehmen (da wartet man
in der Regel am wenigsten, außer wenn große OPs anstehn)
Den 1.Nachmittagstermin können die meisten
aber immer einhalten (wir zumindest) - oder
aber Miez im Auto (gut bei der Hitze natürlich
nicht so doll, evtl. kühles handtuch über die Box)
lassen damit Meyer`s Lumpi der um viertel nach
dran ist nicht in die Box kläfft und die Katze noch
mehr verängstigt.
Naja, Rescue-Tropfen oder eine Brise Cat-nip
zum "Filmschieben" ;-)
Das mit dem Umschaun halt ich eigentlich nur bei
Hunden sinnvoll, die werden bei uns abgeleint und
erstmal ignoriert damit sie sich umschaun können...
Katzen verwirrt das mehr (find ich)
Falls Superleckerlis vorhanden (Streichkäse, Würstchen,
Käserollis etc.) dann mitbringen - manche fressen
auf den Tierarzt-Schock garnichts, andere kommen
weng auf andere Gedanken
Hmm... ich hab die Erfahrung gemacht, dass
man je fester man das Tier hält, desto mehr es
sich aufregt und wehrt....
Bei normalen Spritzen (nichts dickflüssiges) halte
ich die katzen meist garnicht sondern kraul sie während
der spritze nur kräftig am kopf und am hintern ;-)
dann fällts garnicht mehr auf
Ruhig reden, keine hektischen Bewegungen, Tierarzt-telefon
aus und mieze beruhigen, evtl. in der Box lassen wenn
sie sich arg aufführt und diese von oben öffnen - dann
kommt man so auch an sie ran.
Nicht gleich aus der Box rauszerren sondern
vorsichtig" rausbugsieren"
Handtuch mögen manche, die beruhigen sich dann
auch, andere hassen es und werden panisch... das
gleiche gilt für den speziellen griff an den oberarmen
(der wird aber von den meisten brav geduldet)
Mieze anblinzeln und (falls man sie nicht selbst hält)
in sichtkontakt bleiben und mit ihr reden.
Bei manchen ist es jedoch wirklich besser, wenn man
persönlich nicht dabei ist-dann im Wartezimmer
warten (manche menschen strahlen eine solche unruhe aus,
dass man selber schon ganz hippelig wird - als helferin ;-))
Und selbt etwas abschalten - jährliche impfung muss sein und mieze wird diesen einen tag im leben am nächsten schon wieder halb vergessen haben ;-)
viel glück mit euren monstern
nadine