Warum mußte Paul sterben?

JeannieBo

JeannieBo

Beiträge
123
Reaktionen
0
Ich bin so wütend auf diese verdammten Bauern, für die ein Tierleben nicht viel zählt !! :evil: :cry:

Der Bauer nebenan hat Paul, den Kater meiner Nachbarin, erschossen.
Einfach
so!! Weil er sich häufig auf seinem Grundstück aufhielt und durch die Wiesen und Felder stromerte. Paul ist nicht einmal ein Jahr alt geworden.

Sein Bruder Karli weint nun Tag und Nacht, d.h. er miaut ständig und sucht Paul überall. Meine Nachbarin heult sich auch die Augen aus dem Kopf, von ihren 3 Kindern ganz zu schweigen.

Und der Bauer ist sogar im Recht, wie ich gehört habe. Er darf eine Katze erschießen, die mehr als 200 m vom nächsten Wohnhaus entfernt herumstreunt.

Kann das denn wahr sein?
 
23.08.2006
#1
A

Anzeige

Gast

Schau mal hier: Warum mußte Paul sterben? . Dort wird jeder fündig!
Dutzi

Dutzi

Beiträge
57
Reaktionen
0
Man, sowas ist ja wohl wirklich Wahnsinn! Ich meine, es kann ja sein, dass der Bauer im Recht ist, aber welcher Mensch macht denn sowas? Selbst wenn es einem zusteht, eine Katze zu töten (was ja schon wirklich krank ist, falls es so sein sollte), heißt das noch lange nicht, dass man es einfach macht! Fruchtbar solche Menschen!!
Mein herzliches Beileid JeannieBo!
 
Claus

Claus

Beiträge
1.896
Reaktionen
0
Hi,

ich könnt Ko... hat der Bauer überhaupt Jagderlaubnis/Waffenschein? Würd ich überprüfen lassen. Ich würd auf jedenfall rechtlich mal nachhaken, abgesehen davon, dass ich dem Bauern die Kauleiste zertrümmern würde (ok, aufforderung zur Gewalt ist nicht i.o., aber bei sowas seh ich rot und manche Menschen lernens erst, wenn sie selbst schmerzen verspüren)

Traurige Grüße,

Claus
 
MLS

MLS

Beiträge
110
Reaktionen
0



Es tut mir so leid! Den Bauer sollte man.... *ARGH*
 
Aiur

Aiur

Beiträge
7.824
Reaktionen
4
Der Bauer war nur dann im zweifelhaften Recht, wenn er einen Jagdschein hat... Hat er den?
 
JeannieBo

JeannieBo

Beiträge
123
Reaktionen
0
Ich habe keine Ahnung, ob der Bauer einen Jagdschein hat. Ich habe ja auch nicht mit ihm gesprochen sondern meine Nachbarin. Werde sie mal ansprechen, ob sie das mit dem Kerl geklärt hat. Leider macht das Paul auch nicht wieder lebendig, aber wenn der sich stur stellt, wird er vielleicht auch noch Pauls Bruder Karli auflauern.


Ich muß mich immer wieder über diese Landwirte aufregen. Habe z.B. einen Onkel mit Bauernhof. Ein wirklich herzensguter Mensch, der eigentlich keiner "Fliege" was zuleide tun kann, aber zu Tieren haben diese Leute einfach ein völlig anderes Verhältnis als wir. Da wird ein gerade geborenes Kälbchen, das erst 5 Minuten auf der Welt ist, seiner Mutter entrissen, auf eine Schubkarre geworfen und in einen eiskalten Stall gebracht, in dem es ganz allein ist. Grausam!!

Liebe Grüsse
 
Andrea&Carlos

Andrea&Carlos

Beiträge
23
Reaktionen
0
Ich würde da auf jeden Fall die Rechtsgrundlage überprüfen lassen. Ich meine, so geht da ja wohl nicht.
Selbst wenn man so eine nüchterne Einstellung zu Tieren hat: juristisch gesehen ist das immer noch das Eigentum eines Andreren. Jeder weiß, dass das Revier einer Katze größer als 200 m ist. Macht der das auch mit Hunden so? Mal eben einen Schäferhund erschießen? Das kann nicht stimmen.
Auf dem Land gibt es doch viele Katzen, dachte ich bis jetzt...die sind doch auch zu etwas nutze...oder meinen die Bauern, die Katzen reißen da irgendwelche Hühner aus ihren Legebatterien?
Auf jeden Fall mal einen Anwalt fragen, falls es einen im Bekanntenkreis gibt...
 
Dremml

Dremml

Beiträge
45
Reaktionen
0
Wenn dieser "Bauer" einen Jagdschein hat, darf er NUR dann (und auch nur dann, wenn das Jagdgebiet sein eigenes ist) eine Katze erlegen, wenn sie mehr als 300 Meter vom nächstgelegenen, befriedeten Gelände (spielt also keine Rolle, ob das Grundstück dem Katzeneigentümer oder sonstwem gehört) entfernt ist und Tieren wie z.B. Hasen oder kleinen Rehkitzen nachstellt oder erlegt. Sollte das nicht der Fall sein, hat er kein Recht, auf sie zu schießen oder gar zu töten.

In diesem Fall würde ich jedenfalls sofort die Polizei informieren und Anzeige erstatten.
 
JeannieBo

JeannieBo

Beiträge
123
Reaktionen
0
Hm, ich hatte gehört, es müssen mehr als 200 m sein, aber egal, der Hof ist bestimmt mehr als 300 m vom letzten Haus entfernt.

Hasen und Rehkitze als Beute kann ich mir kaum vorstellen, aber vielleicht hat er ja Vögel gejagt?

Wie soll man das einer Katze abgewöhnen?
Meine eigenen Katzen haben sogar in meinem 60 m² großen, eingezäunten Garten zweimal einen Vogel gefangen und "ermordet".
Und eine Fledermaus auf meinem gesicherten Balkon!!! :shock:
 
Dremml

Dremml

Beiträge
45
Reaktionen
0
Dann müsste sie schon Sperber oder andere Greifvögel gejagt haben, denn andere Vögel gelten nicht als jagdbares Wild.

Katzen sind nun mal Raubtiere.

Also mir persönlich kommt das kotzen, wenn ich von solchen Leuten wie diesem Herrn höre... :roll:
 
L

lunetics

Beiträge
15
Reaktionen
0
Soweit ich weiss kann er wegen sachbeschädigung angezeigt werden (Ja, Tiere gelten leider als "Sache")
 
JeannieBo

JeannieBo

Beiträge
123
Reaktionen
0
Also, um das Ganze abzuschließen - ich habe mich erkundigt:

Der Bauer hat einen Jagdschein,
der Hof liegt mehr als 300 m vom letzten Grundstück entfernt,
und er hält Fasane, um die er angeblich Angst hatte.

Nichtsdestotrotz ist dieser Typ lt. eigener Aussage ein echter Katzenhasser, der auch keine eigenen Katzen auf seinem Hof hat.
Lt. verschiedener Nachbarn seien seit vielen Jahren immer mal wieder Katzen aus der Siedlung plötzlich verschwunden, und einige glaubten, in der Nacht vor dem Verschwinden Schüsse gehört zu haben. Echt gruselig!!

Ich bin nur froh, daß meine beiden auf ihrem Balkon sicher sind. Hoffe ich doch zumindest.
 
Andrea&Carlos

Andrea&Carlos

Beiträge
23
Reaktionen
0
Hi Ihr,

habe heute mal einen Anwalt für Strafrecht nach der Sache gefragt,
und der hat gesagt, der Typ dürfe das nur unter vier Voraussetzungen:

1. Waffenschein (schon mehrfach erwähnt)

2. Tier muss in seinem Jagdgebiet, was er zur Pacht hat, rumkreuchen oder fleuchen

3. Tier muss Wildtier sein. Ist katze nicht, da bei dt. Katzen zu 90% davon auszugehen ist, dass sie jemandem gehören.

4. ODER wenn zwei und drei nicht zutreffen: Er MUSS einen Grund haben, d. h. sein Trutzrecht (sowas wie Notwehr auf einer Burg. In diesem Fall wohl Hof) nutzen.

Das mit der Meteranzahl ist Schwachsinn, meint er. Andererseits ist er kein Spezi für sowas, kommt ja aus Hamburg und nicht vom Land, aber immerhin. Auf jeden Fall ist es die Beschädigung fremden Eigentums. Egal, wieviele Meter. Also, um es mal ganz deutlich zu sagen, die Entfernung hat nichts damit zu tun, sondern nur, ob das Tier bei ihm wildert.
Auf jeden Fall tut es mir echt leid um die Katze. Es sollte sich wirklich mal jemand gegen diese Wildwestmanieren behaupten, Nachbarschaft hin oder her.
 

Schlagworte

Bauern töten Katzen

,

Bauer erschiesst Kätzchen

,

rechtsgrundlage nachbarin geht gegen katze

,
wieso musste katze sterben
, feldkamp bielefeld schüsse, katze sucht sich platz zum sterben, bauer katze töten, Trutzrecht Strafrecht, katze paul erschossen, Töten Katzen fasane

Neueste Beiträge

Ähnliche Themen