Huhu,
ich kann deine Verwirrung verstehen, mir ging es vor 2 Jahren ganz genauso.
Ich versuche mal kurz zusammenzufassen, und dir einen kleinen Überblick zu geben.
Vorab: Es gibt nicht DIE EINE, ALLERBESTE Art, zu füttern. Aber es gibt mehrere gute Ansätze und daraus kann man die für sich beste Art herausfinden
Nassfutter oder Trockenfutter?
Trockenfutter hat gegenüber Nassfutter den großen Nachteil, dass es eben fast kein Wasser enthält. Dadurch muss die Katze den Flüssigkeitsanteil des Futters durch vermehrtes Trinken kompensieren, was kaum eine Katze ausreichend tut. Das wiederum belastet die Nieren und führt häufig zu Nieren- und Blasenerkrankungen.
Vorteil von Trockenfutter ist, dass man es stehen lassen kann (über den Tag oder die Nacht), und dass hochwertiges Trockenfutter günstiger ist als hochwertiges Nassfutter.
Meine persönliche Lösung daher:
Ich gebe etwa 50 % Nassfutter und 50 % Trockenfutter
Rohfleisch?
Rohfleisch ist gut für die Zähne (im Gegensatz zu Nass- UND Trockenfutter, entgegen vieler Gerüchte!), und enthält natürlich keine Nebenerzeugnisse oder Zusätze. Da aber wichtige Mineralien und Vitamine fehlen (z.B. Taurin), sollte man keinesfalls nur Rohfleisch gebeb. Bis zu 20 % des Tagesbedarfs sind ok. Rohes Schweinefleisch solltest du nicht geben, da es das Ayuesksche Virus übertragen kann, diese Krankheit verläuft IMMER tödlich!
Meine persönliche Lösung:
1x pro Woche gibt es statt Nass- oder Trockenfutter rohes Rind oder Huhn
IAMS & RC / Hochwertiges Futter?
Iams und RC sind qualitativ bei weitem nicht so schlecht wie Supermarktfutter, jedoch auch nicht richtig hochwertig - dafür aber sehr teuer. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt einfach nicht.
Bei hochwertigem Futter sollte der Fleischanteil möglichst groß sein. Und damit ist wirklich "Fleisch" gemeint, keine "tierischen Nebenerzeugnisse", die nur eine undefinierte Umschreibung für Schlachtabfälle sind. Auch mit Getreide (außer Reis, eingeschränkt) und pflanzlichen Nebenerzeugnissen kann eine Katze rein gar nichts anfangen, diese belasten nur Verdauung und Nieren.
Bei Trockenfutter ist ein gewisser Getreideanteil allerdings unabdingbar, um es in die trockene Form zu bekommen. Dann sollte es aber möglichst Reis sein.
Zucker (oder auch "Karamell") hat im Futter rein gar nichts verloren, er schädigt die Zähne und z.T. auch die Bauchspeicheldrüse und dient nur als Lockstoff.
Bewährt hat sich bei vielen die Kombination aus hochwertigem Trockenfutter und mittelklassigem Nassfutter, dann sind die Kosten wirklich überschaubar (pro Katze ca. 15 € im Monat).
Meine persönliche Lösung:
Ich füttere Felidae Trockenfutter und Iams Nassfutter
Ich hoffe ich konnte dir helfen, zum Thema Inhaltsstoffe habe ich noch 2 Links rausgesucht, die mir damals sehr geholfen haben:
http://www.katzeninfo.com/KIN/catcare/ernaehrung/ernaehrung.html
http://www.catscountry.de/TierfutteretikettenKatze.pdf
Liebe Grüße,
Daemia