Liebe Sabine,
ja Pele ist ein wunderschöner riesiger Hauskater, der mal 11 kg hatte, er mußte wegen seinem Hüftleiden allerdings abspecken, jetzt sind wir auf 8 kg.
Ich habe ihn nicht gefunden - er hat uns gefunden :lol: und zwar vor fast genau 6 Jahren. Es war einer dieser bitterkalten Dez.-Tage als plötzlich etwas riesig graues über unsere Terrasse huschte und gierig am "Igelfutter" fraß! Bevor ich schauen konnte, war das etwas wieder fort. Am nächten Tag, es war ein Sonntag und der erste richtige Schnee fiel, stiefelte das riesen Etwas wieder zielsicher auf den Igelnapf zu, es war eine in meinen Augen riesige Katze, mit einem so großen Kopf, ich war fasziniert! Also ging ich langsam zur Tür um dem Tier näher zu sein, er war total verängstigt und scheu und lief natürlich davon. Er kam aber täglich zum fressen, es ging ca. 14 Tage mit zarten Annährungversuchen. Ich ließ dann die Tür auf und stellte den Futternapf ins Zimmer, er kam herein. ich sprach ruhig mit ihm, ließ ihn wieder ziehen. Auch das wiederholte sich mehrfach. Eines Nachts, wachte ich auf und schaute auf die Terrasse, da saß er, traurig und frierend. Ich öffnete die Tür und der Kater strich um meine Beine. Mit langsamen Bewegungen setzte ich mich auf den Boden zu ihm- und eine große Liebe begann. Sein Herz klopfte entsetzlich vor Angst, aber er schmiegte sich an mich und fing zu schnurren an, in einer Lautstärke, die ich vorher noch nicht gehört hatte.
Ich hatte das Gefühl, er zeigt mir: ich bin angekommen!!
Wir ließen dem Kater eine weitere Woche Zeit, um noch mehr Vertrauen in ihm aufzubauen. Er war zwar entsetzlich dürre für seine Größe, machte aber sonst keinen kranken Eindruck. Dann packten wir ihn in einen Transportkorb und fuhren zum Tierarzt. Er hatte Würmer, war unterernährt vom Gebiß her schätzungsweise 12 Jahre alt!? Die Tätowierung wies die Jahreszahl 86/88/ oder 89 auf, man konnte es leider nicht mehr erkennen und den Buchstaben H = Hannover, war noch leserlich. Er mußte schon sehr lange unterwegs gewesen sein, sein Fell war grau und an manchen Stellen war er kahl!? Wir meldeten den Fund bei den Tierheimen, Polizei und Ordnungsamt in München, wußten aber instinktiv, daß Pele' bei uns seinen Lebensabend verbringen soll - er wußte es glaube ich auch. Er hat noch nie gekratzt oder gebissen, ich glaube er weiß gar nicht die Krallen gegenüber seinen Menschen einzusetzen.Er ist ein ganz großer Schmuser und unser Bärchen.
Ich bin heute noch davon überzeugt, das Pele mal ein schönes Zuhause hatte und Frauchen od. Herrchen sind gestorben und evtl. haben ihn die "Erben" dann auf der Durchreise ausgesetzt od. er ist tatsächlich fortgelaufen um neue Menschen zu finden!?
Ist ein wenig lang geworden, sorry, aber du wolltest es ja wissen und es ist ja eine Geschicht mit Happy-End
:wink: