Bräuchte mal Verhaltenstipps!

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BraunbaerHB

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Hallo!

Es sind zwar gerade aktuelle Beiträge zur Katzenzusammenführung zu lesen, dennoch ist keines davon wirklich ähnlich, wie bei mir.
Ich habe einen 9 Jahre alten EKH-Kater namens Paul. Ich habe Ihn vor 1 1/2 Jahren aus dem Tierheim geholt und er war ein ziehmlich misstrauischer und aggressiver Kater.
Es hat sehr lange gedauert bis er wieder richtig aufgetaut ist. Paul ist auch Freigänger.
Nun habe ich folgendes Problem. Meine jetzige Freundin hat ebenfalls zwei Katzen ( 1 Kater - Garfield 15 Wochen alt, 1 Katze - Angel 2 Jahre alt ). Beides sind Wohnungskatzen.
Da aber immer jeweils irgendeine Katze alleine ist wenn wir zusammen sind, fragen wir uns wie wir Sie am besten aneinander gewöhnen können. Den 11 Monate alten Kater meines Nachbarn hatte Paul innerhalb kürzester Zeit regelrecht auseinandergenommen als er sich einmal in unser Zuhause verlief.
Angel hat bei Garfield mittlerweile auch die Mutterrolle übernommen und würde ihn denke ich mal schützen. Wäre es vielleicht sinnvoll Sie jeweils einzeln für eine kurze Zeit erstmal sicher in der Transportbox verwart sich beschnuppern zu lassen? Oder was würdet ihr mir raten? Über jegliche Tips wäre ich sehr dankbar.

LG Sascha
 
21.11.2006
#1
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Inge

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Hallo Sascha,

erstmal möchte ich dir sagen, dass ich es super finde, dass du dich vor 1,5 J. für ein älteres Tier aus dem TH entschieden hast. Das es nicht einfach war, kann ich nachvollziehen, hier gibt es Ähnlichkeiten mit meinem Zuläufer Pele, der jede Nachbarkatze, die ihm zu nahe kam, schrecklich verhauen hat :?
Das grundsätzliche Problem für Paul wird sein, da er Freiheit gewöhnt ist, ihn in eine Box und in eine fremde Wohnung zu fremden Katzen(Gerüche) zu sperren! Das wird sein Vertrauen nicht fördern! Möglicherweise ist die andere Variante die Katzen deiner Freundin zu dir und Paul zu holen und natürlich isoliert bzw. geschützt von Paul beschnuppern zu lassen. Eure Situation ist wirklich nicht einfach, da ihr Wohnungskatzen und den Freigänger Paul habt. Ihn könnt ihr nicht mehr einsperren. Wir haben bis vor 1 Jahr auch Freigänger und Whg.-Katzen gehabt und die Situation war für Mensch und Tier extrem stressig- es war Niemand wirklich glücklich!? Da wir auch einen buntgewürfelten Haufen haben, sind wir schließlich umgezogen und können den Tieren nun Beides bieten und die Situation ist mehr als harmonisch :lol:
PS: ein Umzug war geplant, aber wir haben dann natürlich auch im Sinne der Tiere ausgesucht!

Ich wünsche euch noch viele Tipps und Ratschläge, vorallem aber die Geduld und Nerven, die so eine Situation voraussetzt............
 
Isolde Mis

Isolde Mis

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Hallo Sascha,

Wenn Dein Paul eher ein Einzeltier ist, dann dürfte es schwierig werden. Ich stimme Petra aber dahingehend zu, dass Ihr wenn möglich Paul zumindest in seiner gewohnten Umgebung lasst und die Wohnungskatzen zu Ihm zu holen. Er ist alleine und die Beiden anderen haben sich gegenseitig! Für den Anfang würde ich die drei auch separieren, bzw. nur unter Aufsicht zusammenlassen und sehen, wie Paul sich verhält. Wichtig ist viiiieeel Geduld und Zeit, da Paul Freigänger ist, wird es evtl. länger dauern bis sich die Drei zusammengerauft haben. Dazwischengehen solltet Ihr wirklich nur, wenn es absolut nötig ist (ich meine ernste Verletzungen und nicht kleinere Kratzer, die fast schon "normal" sind). Manchmal hilft es auch die Tiere mit getragenen Kleidungsstücken abzureiben, dann haben sie schon mal Stallgeruch.


Viel Erfolg und lG

Michaeal mit Mister & Phil
 
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BraunbaerHB

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Danke euch Beiden für eure Ratschläge. Ich werde es kommendes Wochenende ausprobieren und die Sache mal langsam angehen lassen. Das es viel Geduld brauchen wird ist nicht schlimm, bei sowas habe ich eine Engelsgeduld. Wie gesagt, nochmals Vielen Dank!
Falls jemand noch einen anderen Tip hat, würde ich mich sehr freuen wenn er ihn hier noch posten könnte.


LG Sascha
 
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cikobi

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Hi,

ich würde zusätzlich dazu raten, jeden Tag beiden "Katzenparteien" jeweils etwas von der anderen Seite mitzubringen, an dem der Geruch intensiv haftet.

Klostreu zum Beispiel, aber auch Decken und Körbchen.

Feliway könnte unterstützend sein, wenn es denn seine Wirkung zeigt, aber schaden würde es auf keinen Fall.

Das Problem mit dem Nachbarskater scheint darin begründet gewesen zu sein, dass dieser als Konkurrent plötzlich im fremden Revier war. Mit dem schon agesprochenen Stallgeruch könntet Ihr dieses Risiko minimieren.

Ist denn irgendwas zu Pauls Vorgeschichte bekannt? War ermal mit anderen Katzen zusammen?

Sind alle bis auf den Lüten kastriert?
 
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BraunbaerHB

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Also ob Paul schon einmal mit anderen Katzen zusammen war, konnte mir im Tierheim auch niemand sagen. Ich weiss nur das er bei einem älteren Herren lebte, dieser dann aber verstorben ist und er ins Tierheim kam. Dort blieb er wohl auch über 2 Jahre, bis er für eine kurze Zeit zu einer Familie kam. Diese gab ihn aber wieder zurück, weil er angeblich die Kinder angegriffen hat. Es liegt aber Nahe das diese ihn auch geärgert haben. Die Zeit im Tierheim hat er wohl besonders gelitten, passte sich auch niemanden an und musste auch immer seperat von den anderen Katzen gehalten werden.
Paul ist selbstverständlich kastriert, nur ist Angel dies leider noch nicht. Warum das vorher nie geschehen ist, kann ich mir auch nicht erklären. Das es aber gemacht werden sollte bzw. auch aus meiner Sicht muss ist selbstverständlich.
Wie gesagt, zu Pauls sonstiger Vorgeschichte kann ich leider nichts sagen. Auf jeden Fall hat er sich seit seiner Zeit bei mir mittlerweile um 180° Grad gedreht.
Nun ja, ich bin mal gespannt was mich da erwarten wird.
 

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