Als zweite Katze eine Pflegekatze?

Diskutiere Als zweite Katze eine Pflegekatze? im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo Ihr, ich bin am überlegen, ob ich eine Pflegekatze zu mir nehmen soll. Ist das prinzipiell empfehlenswert, wenn man schon eine Katze hat...
  • Als zweite Katze eine Pflegekatze? Beitrag #1
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Alannah

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Hallo Ihr,

ich bin am überlegen, ob ich eine Pflegekatze zu mir nehmen soll. Ist das prinzipiell empfehlenswert, wenn man schon eine Katze hat? Schließlich muß sich diese dann ja wieder von der Pflegekatze trennen, wenn sie ein festes Zuhause gefunden hat.
Die zweite Frage ist, ob eine (kastrierte) Pflegekatze zu einem unkastrierten Kater gegeben werden darf, oder ob der dann anfängt zu markieren? Mein Kater ist jetzt 15 Monate alt und hat noch keine Anstände gemacht, in meiner Wohnung zu markieren, daher sah ich noch keine Notwendigkeit zu einer OP (ich habe damit sowieso prinzipiell ein Problem).
Oder ist es besser, ein zweites Katzenbaby zu nehmen? Bisher wollte ich damit noch warten, da ich zur Zeit viel arbeite und wenig Zeit habe, mich um das Kleine zu kümmern, was ich aber gerne möchte. Das ginge erst wieder in einem halben Jahr oder später, wo ich für Prüfungen lerne und nur Zuhause bin. Daher dachte ich, für die Übergangszeit könnte ich einer Pflegekatze ein Zuhause bieten, dann tue ich etwas Gutes und mein Kater ist auch nicht allein. Was meint ihr?

Alannah
 
  • Als zweite Katze eine Pflegekatze? Beitrag #2
tendenziell empfehle ich dir eher ein katzenbaby, wenn du denn die wahl hast. ein katzenbaby wird sich immer unterfügen, so das die zusammenführung problemlos ist.
den 15 monate alten kater würde ich dennoch kastrieren lassen, da er ja seinen trieb nicht ausleben kann, aber sicher möchte.
 
  • Als zweite Katze eine Pflegekatze? Beitrag #3
Ja, vielleicht ist die Zusammenführung mit einem Baby einfacher. Ich halte meinen Kater aber für ziemlich unkompliziert, er hat schon die beiden Katzenbabys meiner Schwester und die erwachsene Katze meiner Mutter kennengelernt, und er ging immer mit Neugier auf die zu. Mit einem Katzenbaby hat er schon am zweiten Tag nebeneinander friedlich gefressen. Daher denke ich auch, daß er grundsätzlich keine großen Probleme mit einer zweiten Katze haben wird.
Die Sache mit der Kastration macht mir da eher Bauchschmerzen. Ich habe keinerlei Probleme mit ihm, er markiert nicht, und seinen Trieb merke ich ihm auch nicht an. Er schreit die Nachbarschaft nicht zusammen und haut auch nicht ab, sondern wirkt ziemlich zufrieden. Ich hab nicht den Eindruck, daß er unter seinem Unkastriertsein leidet, daher möchte ich ihn auch so schnell nicht operieren lassen, solange es nicht nötig ist. Schließlich würde sich jede Katze weigern, wenn sie wüßte, was man mit ihr vorhat! Falls es nötig werden sollte, würde ich es natürlich tun, keine Frage, aber solange alles problemlos klappt...
Ich frage mich halt, ob sich das Verhalten meines Katers da ändert, wenn eine zweite Katze hinzukommt, also ob er dann sicher mit kastrieren anfangen wird, oder ob das nicht so sein muß. Ich habe da gar keine Erfahrung damit.

Gruß
Alannah
 
  • Als zweite Katze eine Pflegekatze? Beitrag #4
Dein Kater ist also sehr sozial und umgänglich mit anderen Katzen, wie Du beschreibst. Das heisst das er also auch mit einer vorrübergehend vorhandenen Pflegekatze keine Probleme hätte.

Was passiert, wenn Dein Kater unkastriert bleibt und diese Pflegekatze ebenfalls unkastriert ist, brauche ich ja nicht beschreiben.

Eine Kastration bei einem Kater ist wirklich unkompliziert und keine aufwändige Operation.
Du wirst sicher überall in der Internetgemeinde den Rat bekommen zu einer Kastration.
Schau mal, lass den Kater mal kurz "ausbüchsen" - er wird ja seinem Trieb folgen - und schwupps ist irgendeine Katze schwanger und ist die Frage im Raum, wer soll sich um die Kitten kümmern.


Als potentes Tier wird er gegenüber einem kastrierten Tier sicher immer Dominanz zeigen, ob diese sich auch durch Markieren äussert ist von Katze zu Katze sicher unterschiedlich und kann dann auch bei Deinem Kater für Überrschungen sorgen.
 
  • Als zweite Katze eine Pflegekatze? Beitrag #5
Lass ihn unbedingt kastrieren. Du sagst er markiert noch nicht und deshalb muss du es jetzt machen. Wenn er damit angefangen hat und du ihn dann kastrieren lässt, kann es sein ,dass er mit dem Markieren trotzdem nicht aufhört.

Dann hast du ein Problem! Es ist beim Kater ja kein großer Eingriff. Du brauchst keine Angst du haben, ja?
 
  • Als zweite Katze eine Pflegekatze? Beitrag #6
Es ist bei mir nicht so sehr die Angst vor der Op, sondern das schlechte Gewissen, was ich dann haben werde. Ich mache das ja gegen seinen Willen, und eigentlich habe ich kein Recht dazu. Wer nicht in der Lage ist, den Tieren ein artgerechtes Leben zu ermöglichen, ohne irgendwelche Organe entfernen zu müssen, dürfte sich eigentlich keine Tiere halten. Das ist reiner Egoismus, keine Tierliebe. Sorry, aber das ist meine Meinung. Und daher komme ich damit nicht klar, daß ich meinen Kater nicht artgerecht halten kann. Im Prinzip hab ich ihn mir damit nur aus Egoismus gekauft (daß er als Wohnungskatze gehalten wird und nicht raus darf, gehört natürlich auch zu der nicht artgerechten Haltung). Und wenn ich ihn jetzt kastrieren lasse, fühle ich mich erst recht noch schlechter.
 
  • Als zweite Katze eine Pflegekatze? Beitrag #7
Es ist sicher Richtig das dein Kater dir nicht seine Einwiligung geben kann.

Aber überleg mal so.

Wenn jeder so denken würde und seine Katze oder Kater nicht kastrieren lassen würde.
Besonders wenn sie Freilauf haben und somit ein noch Artgerechteres Leben führen, als wenn sie reine Wohnungskatzen wären.

Was meinst du den wieviele Katzenbabys es geben würde und wo sollten die alle hin wer sollte sie nehmen.

Es ist leider so das eine Geburtenkontrolle bei Katzen nur durch uns Menschen durchgeführt werden kann.
Wenn man nicht will das sie sich unkontroliert vermehren.

Ich finde es ganz toll das du dich so um deinen Kater sorgst.

Er wird es dir aber nicht böse nehmen wenn du den Eingrif machen lässt.
 
  • Als zweite Katze eine Pflegekatze? Beitrag #8
Es ist bei mir nicht so sehr die Angst vor der Op, sondern das schlechte Gewissen, was ich dann haben werde. Ich mache das ja gegen seinen Willen, und eigentlich habe ich kein Recht dazu. Wer nicht in der Lage ist, den Tieren ein artgerechtes Leben zu ermöglichen, ohne irgendwelche Organe entfernen zu müssen, dürfte sich eigentlich keine Tiere halten. Das ist reiner Egoismus, keine Tierliebe. Sorry, aber das ist meine Meinung. Und daher komme ich damit nicht klar, daß ich meinen Kater nicht artgerecht halten kann. Im Prinzip hab ich ihn mir damit nur aus Egoismus gekauft (daß er als Wohnungskatze gehalten wird und nicht raus darf, gehört natürlich auch zu der nicht artgerechten Haltung). Und wenn ich ihn jetzt kastrieren lasse, fühle ich mich erst recht noch schlechter.

ich verstehe deine einwænde...
...und schliesse mich dennoch den anderen an.

viele gute gründe wurden ja schon genannt. dass es zu viele katzen gibt und die überschüssigen katzen leiden finde ich ist ein sehr gutes motiv um ein tier zu kastrieren. indem du ein tier unfruchtbar machst kannst du vielen (noch ungeborenen) katzen leid ersparen.

es ist klar, dass eine kastration gegen die natürlichen verhaltensweisen spricht, aber so sind katzen auch nicht natürliche wildtiere. sie sind haustiere, für die der mensch verantwortung hat, schliesslich hat er sich diese haustiere ja "gemacht".
Katzen, die kein zuhause haben, leben ein hartes leben. katzen sind (entgegen der weitverbreiteten annahme) nicht dafür ausgerüstet, einen kalten winter zu überleben. ist eine katze nass und sind es zusätzlich minusgrade kann die katze durchaus erfrieren.
dies, krankheiten, parasiten und mangelernährungen sind leider häufige schicksale von sich selbst überlassenen tieren, die ja jede saison aufs neue geboren werden.
ich finde, das dies ein sehr gutes argument für eine kastration ist.

es gibt einen weiteren grund, der das wohlergehen deines kater angeht.
hier in der stadt wo ich lebe (ich weiss nicht wies bei dir ausschaut), gibt es sehr viele katzen, die unter fiv leiden. fiv, das ist ganz grob erklärt, das gleiche wie hiv bei menschen. genauso unheilbar, genauso immer tötlich und genauso übertragbar. du kannst deinem kater nicht erklären, dass er ein kondom überstreifen soll um sich vor Katzenaids zu schützen.
das ist bei einer reinen wohnungskatze vielleicht kein so aktueller grund. doch, auch reine wohnungskatzen können ausbüchsen.

so, und nun ein grund der dein wohlergehen angeht.
Kater markieren ihr revier. und das stinkt wie die sau und ist nicht angenehm fuer dich. echt nicht. er markiert vielleicht jetzt noch nicht, doch niemand kann wissen was passiert, wenn du dir eine zweite dazu holst. vielleicht verspürt er ja dann das bedürfnis dem anderen tier zu zeigen, dass diese wohnung sein revier ist? Mein (kastrierter) Kater hat dem neuzugang jedenfalls gehörig gezeigt, wem was gehört.



es gibt jedoch eine alternative zur kastration, die es deinem kater ermöglicht, seinem trieb nachzugehen ohne katzenbabies zu hinterlassen.
diese alternative heisst vasektomie. hier werden nicht die hoden entfernt, sonder die samenleiter durchtrennt. (glaube ich, muesste aber selber noch mal nachlesen). dein kater kann sich mit einer katze vergnügen, aber es werden keine kitten daraus. Markieren wird er aber können ... und es eben unter umständen auch tun.
nicht jeder tierarzt führt die Vasektomie durch, aber du kannst dich ja mal umhören. gibt es zum beispiel eine tierärztliche hochschule bei dir in der umgebung?

Heike
 
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