• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Zahnsteinentfernung, der Anfang vom Ende...

C

Christian Narr

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Hallo,
ich erzähle Euch jetzt eine sehr traurige Leidensgeschichte von unserem fast 19-jährigen Kater Garfield.

Anfang Dezember liegt er etwas apathisch auf seinem Kissen und mag auch nicht mehr so recht fressen.
Wir sind daraufhin sofort in die Tierklinik gefahren und haben ihn komplett durchchecken lassen.
Diagnose:
Er hat einen vereiterten Backenzahn und viel Zahnstein, welcher entfernt werden muss.
Die Ärzte sagen, dass sein Gesamtzustand hervorragend ist. Groß, kräftig, nicht eingefallen und man könnte ihn auch auf 12 Jahre schätzen.
Das Blutbild ist sehr gut, alle Werte im normalen Bereich und das Röntgenbild ergibt keine Auffälligkeiten. Lunge, Bronchien und alle Organe im super Zustand, eine Narkose wäre kein Problem.
Er bekommt ein Schmerzmittel und ein Antibiotikum damit erst einmal die Entzündung zurückgeht und der Termin für die Zahnbehandlung wird auf den 6. Dezember festgelegt.

Leider musste Garfield am 6. Dezember dann für 9 Stunden in der Tierklinik bleiben, da ein Notfall dazwischen kann und er entsprechend lange warten musste bis er behandelt werden konnte.
Wir haben ihn dann gegen 17.00 Uhr wieder abgeholt und gut auf ihn aufgepasst, damit er die Nachwirkungen der Narkose gut übersteht.

Zwei Tage später war er wieder ganz der Alte, nur man konnte beim Atmen so ein leichtes Schnorcheln hören, so als wenn er verschnupft wäre.
Konnte ich mir auch gut vorstellen, schließlich musste
er halt lange in der Klinik warten, hatte am Tag der OP ja fast 24 Stunden nichts gefressen und der Transport im Auto bei diesem Wetter kann ja dann schon zu einer Erkältung führen.
Wir wollten ihn aber nicht sofort wieder mit Medikamenten vollstopfen und die Sache erst einmal beobachten, er zeigte ja auch sonst keine Auffälligkeiten.
In den folgenden 14 Tagen blieb sein Zustand unverändert, mal etwas besser dann wieder etwas schlechter und er hatte immer mehr Mühe mit der Atmung, die Nase war offensichtlich sehr verstopft.

Heiligabend hustete er einmal etwas Schleim ab und lag viel auf seinem Kissen.

Am 25. Dezember dasselbe, einmal husten und viel Schlafen.

Am 26. Dezember verschlechterte sich sein Zustand rapide und wir fuhren in die Notfallaufnahme der Klinik.
Die Untersuchung ergab nichts dramatisches, leicht verschleimte Bronchien, er bekam ein Antibiotikum gespritzt und wir sollten ihm das in Tablettenform (Synulox 50mg) die nächsten 5 Tage lang geben. Zusammen mit einem weißen Pulver (Bisolvon), welches entwässernd wirkt und die Schleimabfuhr begünstigt.
Der Zustand blieb unverändert und besserte sich nicht.

Am 2. Januar fuhren wir wieder in die Tierklinik und ließen Garfield noch einmal vollständig checken.
Das Blutbild hatte sich sogar noch verbessert und war optimal. Die Lunge und die Bronchien sind frei und ohne Nebengeräusche.
Das Röntgenbild zeigt zwei kleine Auffälligkeiten. Einen etwas vergrößerten Lymphknoten in der Nähe des Herzens und eine ca. 1cm lange Verengung der Luftröhre in der Nähe der Lunge. Ungefähr an der Stelle bis wohin der Tubus bei der Narkose eingeführt wird.
Garfield soll aber bei der Zahn-OP keinen Tubus bekommen haben, sagen die Ärzte.

Der Arzt sprizt ihm eine Kombination aus drei Wirkstoffen
(Pretnisolon-Dexadreson-Dimazon). Das eine ist ein Kortison, das zweite ein Mittel zur Entwässerung, das dritte weiß ich nicht.
Als wir wieder zu Hause ankommen bekommt der Kater einen Erstickungsanfall von ca. 15 Sekunden, beruhigt sich danach aber und schläft erst einmal sehr viel und atmet dabei ruhig und leise.
Am nächsten Tag fühlt er sich sehr viel besser, frißt viel und macht einen sehr guten Eindruck.

Am 4. Januar verliert am späten Nachmittag die Spritze offenbar ihre Wirkung, er bekommt wieder einen furchtbaren Erstickungsanfall und sein Gesamtzustand ist ungefähr so wie vor der Spritze.
Er atmet sehr schlecht und laut hörbar, es klingt als wäre die Nase komplett verschleimt.

Am 5. Januar sind wir wieder in der Klinik ( ohne Garfield, da er so wenig Luft bekommt und ich die Angst habe, dass er auf der Fahrt vor Aufregung ersticken würde ).
Der Arzt gibt uns Kortison in Tablettenform mit (Dermosolon 5mg) und setzt die Therapie auf 14 Tage an.

Gestern war ich wieder ohne Garfield in der Klinik, das Kortison hat überhaupt keine Veränderung gebracht. Der Kater bekommt kaum noch Luft, frißt sehr wenig und liegt fast nur noch auf seinem Kissen.
Die Stimme ist sehr krächzig und das Tier ist sehr schwach.
Der Arzt meint die Verengung der Luftröhre könnte auch ein Tumor sein, eine genaue Diagnose ließe sich aber nur über eine Bronchoskopie ermitteln. Das möchte ich dem Kater aber nicht mehr antun.
Er gibt uns den zweiten Wikstoff aus der Spritze in Tablettenform mit (Dimazon 40mg) und sagt wir sollen das Kortison absetzen und ihm anstelle dessen das neue Mittel geben.
Ich werde es ihm jetzt um 17.00 Uhr geben, habe die Hoffnung aber schon fast aufgegeben, das Tier ist sehr schwach, atmet sehr schlecht und deutlich hörbar und ich befürchte das Garfield die nächsten Tage nicht überleben wird.

Mir zittern beim Schreiben dieser Zeilen die Hände, hat nicht noch jemand irgendeine Idee, was Garfield haben könnte?

Kann es sein, das ein so gesundes kräftiges Tier mit so guten Blutwerten einen Tumor hat?
Hätte man das nicht irgendwie feststellen können?
Wäre es so, so würde ich ihn von seinem Leiden gerne erlösen, aber so hofft man das es nur etwas ist was man noch in den Griff kriegt.

Bitte antwortet mir !!!!

Liebe Grüße
Christian
 
09.01.2007
#1
A

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Claus

Claus

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Hallo Christian,

ich weiß nicht recht, was ich Dir schreiben soll, einen Tumor kann ich mir bei einem Tier, dass ansonsten gesund ist/war nicht wirklich vorstellen, andererseits, mit 19 Jahren ist dein Katerchen schon ein sehr alter Herr und es kann auch sein, dass so langsam seine Zeit einfach gekommen ist.


Dennoch drücke ich alle Daumen und meine Tiger alle verfügbaren Pfötchen, dass das Medi doch noch was bringt und er die Kurve bekommt und noch eine schöne Zeit mit Dir hat.

Liebe Grüße,

Claus
 
I

Irene Müller

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Hallo Christian,

da zittert sicherlich mehr als nur die Hände und ich würde Dir so gerne sagen "alles wird gut", aber das einzige, was mir dazu einfällt: Hat er auch Infusionen erhalten, sprich Flüssigkeit über einen Tropf oder unter die Haut? Tiere (wie auch Menschen) bauen so unendlich schnell ab, wenn nicht mehr normal gefressen und getrunken wird - dann der Kreislauf, Schwäche, Appetitlosigkeit, das Immunsystem will nicht mehr, wohingegen es nach einer Infusion meist schnell aufwärts geht ...
Ich drück Dir so sehr die Daumen!

LG, Irene
 
I

Inge

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Lieber Christian,

mit tiefer Betroffenheit lese ich hier die Geschichte deines Katers Garfield :cry: und es tut mir unendlich leid, was der Kater die letzten Tage offensichtlich mitmachen muß!! Auch überkommt mich eine schier unendliche Wut!!! Weil ich sehr wohl glaube, das eine Vollnarkose (auch bei einem gesundes kräftiges Tier) mit 19!!! Jahren lebensgefährlich ist, wie jede andere kleinere Infektion auch!! Das der vereiterte Backenzahn behandelt werden mußte ist ja eine Sache, dass aber erst Medikamente gegen die Entzündung, dann die OP und dann wieder Medikamente gegeben worden sind, stimmt mich sehr nachdenklich. Warum hat man nicht gleich operiert und wieso soll das Blutbild noch besser sein als vorher - das ist doch durch die schweren Medikamente sowieso verfälscht?? Es ist richtig, dass man bei Zahn-OP's von Katzen normalerweise keinen Tubos setzt, aber vieleicht hatte Garfield Atmungsaussetzer oder mußte stark Würgen, auch das kann zu einer Verengung der Luftröhre führen, sie ist dann nämlich entzündet. Klar ist es möglich, dass er wirklich einen Tumor hat aber so schnell und ohne Veränderung des Blutbildes? Ich kann das nicht glauben! Nun gut, ich bin keine Tierärztin, habe aber wie gesagt einen Kater im gleichen Alter und bei ihm war vor 4 J. eine Zahn-OP notwendig, weil die abgebrochene Wurzel noch im Kiefer steckte. Trotz gutem Herzen, hatte der Kater danach einige Probleme sich zu erholen. Jetzt sollte er nochmal total geimpft werden!? Nach einem guten Blutbild und Wechsel des TA haben wir DAS verworfen, weil wir den guten Zustand des Katers, mit einer möglichen Reaktion, nicht zum Negativen verändern wollen! Er ist eben 19 Jahre und wir müssen für jeden Tag dankbar sein!
Chrisitan, ich weiß, ich helfe dir nicht wirklich weiter, aber vieleicht kannst du meine aufgeführten Bedenken mal ganz offen mit deinem TA besprechen- einfach um Gewissheit zu haben. Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass ein Wunder geschieht und dein Garfield sich erholt......ich bete für euch.................
 
H

Herbstzeitlose

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Hallo Christian,

oh je, ich kann mir vorstellen, was in Dir vorgeht :cry: .

Es ist aber leider tatsächlich so, dass ein Tumor ganz lange unbemerkt bleiben kann und urplötzlich symptomatisch wird. Auch wenn man Garfield bislang nicht das Geringste angemerkt hat. Das ist das Tückische an Tumoren.

Außerdem möchte ich irgendwie versuchen, dem, was Luca schreibt, ein wenig den Wind aus den Segeln zu nehmen. Gerade bei einem so alten Kater ist das Vorgehen mit erst der Antibiose, dann der OP und hinterher wieder Antibiose und anderen Medikamenten (auch den Entwässernden und dem abschwellend wirkenden Cortison) nicht nur völlig gerechtfertigt, sondern extrem fürsorglich und <state of the art>.

Wenn Garfield sonst immer fit war, denk doch vielleicht über die Bronchoskopie nach und frag den Tierarzt vielleicht, ob man nicht auch bei einer Katze einen sogenannten Stent einsetzen kann, wenn die Luftröhre nur an dieser einen Stelle - aus welchem Grund auch immer - verengt ist. Beim Menschen täte man das, wenn andere Möglichkeiten nicht zur Verfügung stehen.

Ich drücke Deinem Garfield so sehr die Daumen!
 
M

magicmarjolin

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Hallo Christian,

es tut mir sehr leid das es deinem Garfield so schlecht geht. :(
Ich denke auch das die Antibiotikaeinstellung vor der OP kein Fehler war u. nicht für seinen jetzigen Zustand verantwortlich ist.Bei meinem 14 Jahre alten Pudel,welcher durch seine Vorbesitzer in einem sehr schlechten gesundheitlichen Zustand war als er bei mir abgeliefert worden ist,ist es genauso gemacht worden.Er bekam von Freitags bis zur OP Dienstags vorher Antibiotika.Ihm wurden,bis auf drei,alle Zähne gezogen.Er hat das sehr gut weggesteckt.
Wenn Garfield aber so schlapp ist,denke ich auch das er dringend Infusionen braucht.In dem Alter schafft es das Immunsystem nicht alleine.
Mit Tumoren kenne ich mich nicht so gut aus,ich weiss nur das sie in einem normalen Blutbild nicht unbedingt erkennbar sind.Das ist in der Humanmedizin oft nur über sogennante Tumormaker feststellbar u. die gehören nicht zu den routinemäßigen Blutbildern.
Ich hoffe mit dir das es dein Garfield schafft wieder zu Kräften zu kommen.
 
I

Inge

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Hallo Herbstzeitlose,

ich habe kein Problem damit, das du mir ein wenig den Wind aus den Segeln genommen hast- im Gegenteil, ich lerne gern dazu und wäre glücklich darüber, wenn medizinisch alles richtig gelaufen ist! Danke für deine fachlichen und sachlichen Ausführungen. Meine Einwände bzw. das genaue Hinterfragen/ bohren bezieht sich auf eigene traurige Erfahrungen in Bezug auf Diagnostik und Behandlung, sowie (un)verständliche Erklärungen einiger TA's. Es soll auch kein Testat oder ein Gesamturteil sind. Auch ist mir der Satz: in der Regel und üblicher Weise bekannt- es gibt eben aber auch Ausnahmen.

Natürlich hoffe ich sehr für Garfield, dass er sich erholt und es eine Reihe von unglücklichen Umständen waren, die zu diesem schlimmen Krankheitsbild geführt haben.
 
H

Herbstzeitlose

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Hallo,

Meine Einwände bzw. das genaue Hinterfragen/ bohren bezieht sich auf eigene traurige Erfahrungen in Bezug auf Diagnostik und Behandlung, sowie (un)verständliche Erklärungen einiger TA's.
das war auch gar nicht böse gemeint. Ich hoffe, das ist bei Dir nicht falsch angekommen. Ich kann das gut nachvollziehen. Ich hab dank Butzes Struvitproblemen ja auch eine echte Tierarztodyssee hinter mir, bis ich den passenden für uns gefunden habe - der auch damit leben kann, dass ich extrem kritisch bin und vieles hinterfrage (und auch manches, das der Tierarzt machen will, nicht gestatte :wink: ).
 
C

Christian Narr

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Hallo,

erst einmal einen lieben, lieben Dank an alle für Euer Mitgefühl, Gebet und die schnellen Antworten.
Das Gute zuerst:
Garfield geht es jetzt um einiges besser und er bekommt viel besser Luft.
:wink: :wink: :wink:

Das letzte Medikament, welches die Schleimabfuhr begünstigen und entwässernd wirken soll, hat seine Atmung erheblich verbessert.
Er röchelt jetzt nur noch gelegentlich und atmet die meiste Zeit tief und gleichmäßig. Der Schleim ist aber noch nicht vollständig verschwunden, ab und zu kann man hören, dass er sich wie ein erkälteter Mensch anhört.
Das Medikament soll keinerlei Nebenwirkungen haben.

An einen Tumor glaube ich derzeit eigentlich nicht, eher an eine sehr hartnäckige Atemwegsinfektion.
Die Verengung der Luftröhre kann durchaus schon länger bei ihm vorhanden gewesen sein, und ist vielleicht auch gar nicht so problematisch.

Meine Frau und ich haben die letzten Wochen wirklich sehr gelitten und oft geheult. Die 19 Jahre sind wie im Flug vergangen und waren irgendwie viel zu kurz. Vor meinem geistigen Auge sind sehr oft die Stationen seines wirklich sehr glücklichen und auch fast vollständig krankheitsfreien Katerlebens vorbeigezogen. Aber es stimmt schon, in diesem Alter darf man für jeden neuen Tag dankbar sein.
Man versucht halt immer die Tatsache, der irgendwann bevorstehenden Trennung weit von sich zu schieben.

Ich hatte bei der Zahn-OP auch kein gutes Gefühl, wegen der Vollnarkose.
All die Stunden des Wartens lief ich in der Wohnung auf und ab, bis die Nachricht kam, dass wir ihn wieder abholen können.
Wir hatten ja nur nicht wirklich eine Alternative, ihn weiter mit dem vereiterten Backenzahn rumlaufen zu lassen wäre ja auch nicht möglich gewesen. Ihn fortan unter permanenter Schmerzmittelbehandlung zum Fressen zu bewegen, auch nicht.

Die Tierklinik hat auch, wie ich finde, sehr gut und wohl dosiert gearbeit. Das sich nach der OP dann so eine Krankheit ausbildet, war mit Sicherheit nicht vorauszusehen.
Jedoch schienen sie mir bei einem so alten Tier langsam an ihre Grenzen zu stoßen.
Das ist keine Kritik, denn schließlich können auch Ärzte das Leben nicht unbegrenzt verlängern.
Es gibt Dinge, wo wir Menschen uns einer höheren Macht beugen müssen.

Derzeit machen mir noch zwei Sachen Sorgen.
Garfield frißt noch nicht so richtig gut, trinkt aber wenigstens. Ich hoffe nicht, dass er jetzt noch eine Verstopfung hat, denn er war seit zwei Tagen nicht mehr auf dem Klo mit dem großen Geschäft.
Andererseits: Wo wenig reinkommt, kommt auch wenig raus. :D

Ich werde das Morgen aber weiter beobachten und ohnehin das weitere mit dem TA besprechen.
Leider fehlt mir medizinisches Fachwissen, so dass ich mich immer auf die Auskünfte der Ärzte vollständig verlassen muß.
Es bleibt immer so ein ungewisses Gefühl...

Liebe Grüße
Christian
 
I

Inge

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Hallo Christian,

du hörst jetzt bestimmt einen Stein purzeln - es ist meiner - ich habe sehr mit dir gelitten ( bin ja auch Dosi eines so alten Herren :wink: ) ! Das hört sich doch schon super an. Das Bisolvon kenne ich auch, denn mein Kleinster hat es auch bekommen, bei ihm rührte die totale Verschleimung von einem hochgradigen Schnupfeninfekt her. Das Röcheln, die Mattigkeit - ich habe gedacht er stirbt :( , aber das Mittel hat auch uns sehr gut geholfen. Das Garfield trink ist doch klasse und auch viel wichtiger ( im Augenblick ) als essen. Vieleicht kannst du mit deinem TA über Aufbaunahrung sprechen, ich hatte welche in Flaschenform und habe Santos per Spritze gefüttert, bis er wieder fressen konnte. Ich wünsche euch jedenfalls alles Glück der Welt, für Garfield baldige Genesung und noch eine lange schöne Zeit!!!!!

@ Herbstzeitlose: Nein, nein ich habe es in keiner Weise als böse empfunden.
Im Gegenteil, ich bin der Meinung, dass wir hier voneinander lernen können- ohne zu FETZEN!! :wink: zum Wohle unserer Tiere :lol:
 
Claus

Claus

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Hallo,

da freu ich mich aber auch ungemein, dass es Garfield besser geht :D Wegen dem Stuhlgang, wenn er Malzpaste mag, gib ihm doch davon ein wenig die hilft den Stuhl geschmeidig zu machen. Als mein Lucky dieses Jahr eine Darmschlinge und einen Haariss im Becken hatte, hat er jeden tag 5-7 cm Malzpaste bekommen, das hat ihm geholfen. Als es akut war, bekam er vom TA einen Einlauf, aber Du hast schon recht, wo wenig reingeht, kann auch nicht viel raus.

Weiterhin gute Besserung für Garfield, liebe Grüße,

Claus
 
H

Herbstzeitlose

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Hallo Christian,

hier purzelt auch ein ganzes Felsengebirge. Gott sei Dank geht es ihm besser.

Um den Kotabsatz wieder etwas in den Gang zu bringen, kannst Du auch ein wenig Öl über das Futter geben. Zwar kann, wenn oben nur wenig rein kommt, auch unten nicht viel heraus kommen, aber ein bisschen muss immer kommen, wenn der Darm nicht träge ist, weil Gallenflüssigkeit und Pankreassekret ja immer produziert und ins Darminnere abgegeben werden.

Wenn er das toleriert, kannst Du ihm auch mit einem warmen, feuchten Waschlappen vorsichtig den Bauch massieren. Das mag der Darm sehr gerne.
 
C

Christian Narr

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Hallo,

ich wollte Euch jetzt mal von den letzten Tagen berichten.
Am Donnerstag (11.01.07) war es endlich soweit. Garfield ging auf das Katzenklo und legte eine schöne große Wurst.
Sein Hunger änderte sich danach schlagartig und er begann wieder sehr normal zu fressen.
Meine Sorge, dass er nun zusätzlich noch eine Verstopfung haben könnte war also glücklicherweise unbegründet.
Malzpaste hätte er mir nämlich unter gar keinen Umständen abgenommen, die mochte er noch nie.
Am Freitag kam gleich das nächste große Geschäft und fortan regelmäßig.
Sein gesamtes Verhalten ist eigentlich relativ normal, nur die Atemgeräusche sind noch gelegentlich zu hören, abhängig davon wie er sich gerade hinlegt. Für mich klingt es immer noch so, als ob er eine Erkältung hätte. Er atmet aber immer tief und gleichmäßig, hatte auch keine Erstickungsanfälle mehr und fühlt sich sichtbar besser, vielleicht ab und an etwas erschöpft und dann schläft er etwas mehr.
Am Samstag war dann der große Schmusealarm angesagt und es ging uns allen wirklich sehr gut.
In der Nacht zu Sonntag hat sich Garfield dann erbrochen, was aber wahrscheinlich normal war, denn er hatte vorher relativ viel Katzengras gefressen.
Am Sonntagmorgen fing er an einige Minuten lang zu husten, wobei man wieder deutlich hören konnte, dass er sich Schleim abhustete. Insgesamt stellte das aber für ihn kein Problem dar, er atmete danach auch wieder sehr ruhig.
Man kann sagen, dass er mit Sicherheit noch nicht vollständig gesund ist. Aber mit der regelmäßigen Einnahme der Tabletten ist sein Gesundheitszustand mit Sicherheit nicht mehr lebensbedrohlich. Wir werden ihm jetzt erst einmal die Tabletten noch eine volle Woche weitergeben und ihn dabei sehr genau beobachten.

Ich habe am Freitag auch noch einmal Rücksprache mit dem TA gehalten.
Er meint, dass Garfield möglicherweise jetzt ein schwaches Herz hätte und die Atemgeräusche durch Wasseransammlungen in der Lunge verursacht würden. Die Tabletten wirken ja entwässernd und könnten durchaus bis zum Ende seines Lebens notwendig sein. Das wäre aber kein Problem, da sie keine Nebenwirkungen haben sollen.

Ich bin mir allerdings nicht sicher, wie gut diese Diagnose nun wirklich ist.
Schließlich wurde Garfield in der Woche vor der Zahn-OP von drei verschiedenen Tierärzten untersucht, welche ihm alle ein kräftiges Herz bescheinigten.
Es kann natürlich sein, dass die Narkose sein Herz geschädigt hat, das kann ich in seinem Alter nicht ganz ausschließen.
Auch frage ich mich, ob man Wasser in der Lunge nicht beim Abhören hätte feststellen müssen.
Am 02. Januar hieß es noch, die Lunge und die Bronchien wären frei.
Sicherlich könnte man mit einer kardiologischen Untersuchung eine größere Gewissheit erlangen, aber vorerst werden wir ihn jetzt erst einmal wieder richtig aufpäppeln, bevor wir ihn zu weiteren Untersuchungen irgendwo hintragen.
Ich habe leider das Gefühl, dass auch in der wirklich erstklassigen Tierklinik auch nur ein wenig rumprobiert wird. Vielleicht gibt es einfach nicht genügend Erfahrungen mit so alten Tieren. Das Gefühl ergibt sich auch aus der Tatsache, dass ich die medizinischen Zusammenhänge natürlich nicht wirklich verstehe, und ich auch eine etwas bessere Erklärung seitens der TA vermisse.

Ich werde Euch weiter auf dem laufenden halten und danke Euch wirklich allen sehr für Euer Mitgefühl und die Anteilnahme.
Das hilft ungemein, ihr seid wirklich toll.

Viele Grüße
Christian
 
I

Inge

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Hallo Christian,

ich kann dich und deine Ängste und Unsicherheiten so gut verstehen! Habe ähnliche Odyseen mit TA's und Kliniken durch! Nun endlich wieder eine Tierärztin gefunden, die mich aufklärt und die für meine Tiere und mich da ist. Viele von uns hier im Forum leiden und freuen sich ja mit euch und Garfield!! Nach der deutlichen Besserung seines Gesundheitszustandes, ist uns allen ein Felsen vom Herzen gefallen, dennoch weißt auch du, dass er durch OP und Folgen als schwer angeschlagen gilt. Das kräftige Herz bezog sich sicherlich auch auf sein Alter, aber ich denke, durch die ganze Sache ist es doch in Mitleidenschaft gezogen und geschwächt, wie das gesamte Immunsystem. Ich kann das mit den Wasseransammlungen gut nachvollziehen, denke mal bei Menschen kurz nach OP's an die Embolien, die plötzlich auftreten!? Ich weiß, es ist nicht sehr aufbauend, aber wenn er Wasser in der Lunge hat und die Tabletten nicht genug entwässern, muß die kardiologische US sein, sonst könnte er plötzlich ersticken. Zu den Erklärungen der TA's kann ich nur raten: frage ihnen Löcher in den Bauch, bis sie es dir so sagen, dass du es verstehst - es ist dein gutes Recht. Nach so einer schlimmen Sache ist man immer übersensibilisiert und es wird alles auf die Goldwaage gelegt - ist nur verständlich, aber nehme auch deinen Verstand und die Liebe zu deinem Tier zu Rate. Vieles stellt sich als "evtl. Möglichkeit" dar und erweist sich als völliger Quatsch, ob beim Mensch oder beim Tier! Wir drücken weiter die Daumen und hoffen, dass der Zwischenfall vom Sonntag einmalig war!!!!!
 
C

Christian Narr

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Hallo ihr Lieben,

ich erzähle Euch jetzt wie die letzten Wochen vergangen sind und was wir durchlebt haben.

Mitte Januar:
Wir haben Garfield alle 8 Stunden eine 1/4 Tablette Dimazon gegeben. Seine Atmung hat sich dadurch verbessert, das Schnorcheln ist aber nie ganz verschwunden. Der Tierarzt meinte, dass wir ihn ja jetzt gut "eingestellt" hätten und der Kater könnte dieses Mittel durchaus bis bis zum Ende seines Lebens nehmen, da das Mittel keine nennenswerten Nebenwirkungen hätte.
Sein Appetit ist allerdings stark gebremst und man muss ihm das Futter hinterhertragen.
Wir haben zeitweise mehr Futternäpfe in der Wohnung verteilt als Blumentöpfe.
Er ist einfach nicht ganz der "Alte", andererseits freuen wir uns natürlich dass es ihm überhaupt so gut geht.
Jedoch muss ich feststellen, dass seine Trinkwasseraufnahme kontinuierlich ansteigt, bis zu einem halben Liter pro Tag, das wäre aber normal, da das Entwässerungsmittel halt einen vermehrten Durst zur Folge hätte.
Das Katzenklo sah immer aus als ob sich ein ausgewachsener Schäferhund darin erleichtert hätte.

Dieser Zustand hält bis zum 9. Februar an.
Wir mussten dann an diesem Wochenende die Katzen für einen Tag alleine lassen, die Versorgung mit den Medikamenten haben Nachbarn äußerst zuverlässig übernommen.

Als wir am 10. Februar wieder nach Hause kommen, verhält sich Garfield völlig anders.
Er liegt nicht mehr auf seinem Lieblingskissen und frisst fast überhaupt nichts mehr, säuft dafür aber noch mehr.
Selbst frisch gebratenes Hühnchenfleisch kann ihn nur noch ganz wenig begeistern.
Er ist sehr schwach und liegt nur noch platt in der Ecke.
Wir vermuten als erstes ein mentales Problem, da er ja vor unserer Abwesenheit sehr gut drauf war und sich so etwas meist sehr zu Herzen nimmt.
Wir wollen ihn erst einmal beobachten und es ist ohnehin gerade Wochenende.

12. Februar:
Wir nehmen wieder Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt in der Tierklinik, der korrekterweise am Telefon sich nicht wirklich dazu äußern kann. Er meint aber, dass ja noch immer die Herzproblematik abgeklärt werden müsste. Außerdem könnte nun ein Nierenproblem oder Zucker vorliegen, welches über ein erneutes Blutbild abgeklärt werden müsste.
Mich beschleicht wieder so ein ungutes Gefühl und meine innere Stimme sagt mir, dass das nicht der richtige Weg ist.

Ich spreche mit einem Freund, der mir seine Tierärztin empfiehlt. Allerdings ist ihre Praxis ca. 30 Km entfernt und ich möchte dem Kater eigentlich keine so lange Autofahrt zumuten.
Wir rufen also zuerst bei Ihr an, und sie hört sich den ganzen Vorgang mit äußerstem Interesse und viel Sorgfalt an.
Auch sie kann am Telefon natürlich keine Diagnose stellen, empfiehlt aber unbedingt eine zweite Meinung einzuholen.
"Das ganze hört sich ja ziemlich verkorkst an", waren ihre Worte.

Sie nennt uns eine Tierärztin in unserer Nähe, die sie sehr empfehlen würde.

Und jetzt kommt es:

13. Februar:
Wir haben uns einen Termin geben lassen, um unnötige Wartezeiten zu vermeiden.
Diese Ärztin, die ich auch auf die Empfehlungsliste für Tierärzte setzen werde, untersucht unseren Garfield ganze 2,5 !!!! Stunden lang.
Sie sagt, wir müssen jetzt erst einmal schauen, wo wir überhaupt stehen.
Das ganze Programm:
Blutbild, Ultraschall, Röntgen u.s.w.

Sie ist ungemein fürsorglich und erklärt die ganzen medizinischen Zusammenhänge. Auf jede Frage gibt sie eine umfassende Antwort und es kommt nicht die geringste Hektik auf.

Die Diagnose:
Vermutlich hat das Dimazon hat die guten Nierenwerte ins Nirwana geschossen. Der Kater hat extrem schlechte Werte.
Das Herz bereitet überhaupt keine Schwierigkeiten, zumindest was die normalen Standarduntersuchungen betrifft. Ein Herzultraschall wurde nicht gemacht.
Die Lunge macht keine Geräusche und hat auch kein Wasser.

Sie rät dringend das Dimazon sofort abzusetzen und verabreicht ihm erst einmal eine Infusion.
Er ist halt schon ziemlich ausgetrocknet, obwohl er soviel getrunken hat.
Das Wasser ging nur noch oben rein und unten raus, ohne das der Körper etwas davon gehabt hätte.
Er bekommt noch ein AB und Bisolvon gespritzt, da die Atemgeräusche ganz eindeutig von den oberen Luftwegen kommen. Zusätzlich bekommt er einen kleinen "Nierenschubser" und ein Mittel um die ebenfalls schlechten Immunwerte zu verbessern.
Vielleicht ein verschleppter Schnupfen.
Weitere Untersuchungen, z.B. auf Katzenschnupfen ergeben keinen Befund.

Innerhalb von wenigen Stunden sind die Atemgeräusche verschwunden, das erste Mal seit 2 Monaten !!!!!!!

Am nächsten Tag erhält er noch eine weitere Infusion, da er bisher noch nicht wieder gefressen hat.
Die Ärztin sagt, dass wir nicht mehr allzu viel Zeit haben und er dringend wieder selbständig fressen und trinken muss.
Als wir nach Hause kommen macht er sich über das Futter her.

:) :) :)

Seitdem hat sich sein Zustand um 1000% verbessert, er frisst und trinkt genauso wie vor der Zahn-OP am 6. Dezember.
Er bekommt nun noch insgesamt 10 Tage lang ein AB und Bisolvon und man kann nur hoffen, dass sich seine Nieren wieder stabilisieren.
Genaueres kann erst ein Blutbild in einigen Wochen zeigen.
Solange kann man jetzt nur warten und hoffen dass der "Kämpfer" es schafft.

Diese Tierärztin ist wirklich erstklassig und wir hätten uns gewünscht sie von Anfang an gehabt zu haben.

Drückt bitte alle ganz fest die Daumen und Pfötchen, wir halten Euch auf dem Laufenden.

Liebe Grüße
Christian
 
karudo

karudo

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Lieber Christian,

Es freut mich ungemein das es deinem Kater wieder besser geht und ich hoffe und wünsche mir so sehr das es nicht nur für den Moment so ist sondern auf Dauer auch so bleibt.

Wir drücken sämtliche Pfoten und Daumen
 
M

magicmarjolin

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Mein Gott was muss der arme Kerl für ein auf und ab durchstehen,aber er scheint einen enormen Lebenswillen zu haben.Nun sieht es ja so aus als ob er diesen Kampf gewonnen hat.Ich freue mich sehr für euch.Euer Kater kann
stolz sein ein so fürsorgliches Heim sein eigen nennen zu dürfen.
 
I

Inge

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Lieber Christian,

ich freue mich so sehr für euch :lol: :lol: :lol: :lol: und hoffe natürlich auch, das der Zustand des Katers anhält bzw. sich noch verbessert. :wink:
Hier zeigt sich auch mal wieder, wie wichtig ein guter TA ist und wie unterschiedlich behandelt wird!? :? Nicht zuletzt ist es eurer Fürsorge und Zweifel zu verdanken, dass Garfield auf dem Weg der Besserung ist!!
Auch wir aus München, drücken weiterhin alle Daumen und Pfoten...............
 

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