Wie Leo einem Bussard das Leben rettete...

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menni

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Hallo Leute,

ich muss Euch einmal eine Geschichte erzählen, die wie letzten Herbst mit unserem Kater Leo erleben durften.

Wir wohnen in einem kleinen Dorf, Randlage zu einem relativ großen Naturschutzgebiet, zwischen unserem Haus und dem Waldrand des NSG befindet sich eine große Hangwiese mit einer großen, uralten Eiche.

Eines Tages sah ich aus dem Fenster auf diese Wiese, unweit der Eiche saß ein großer Greifvogel. Das Gras war ungefähr 30 - 40 cm hoch gewachsen, es wird jährlich 2 - 3 x von Schafen abgeweidet. Bei genauerem Hinsehen fiel mir unser Leo auf, der kaum mehr als einen Meter neben dem Bussard in der Wiese lauerte. Nun fragte ich mich, wer denn wohl wen verspeisen wollte. Immer wenn der
Geier einen Hüpfer auf Leo zumachte, lief der ein paar Meter weg, um dann im Gegenzug auf den Vogel zuzugehen, welcher dann ebenfalls vom Kater weghüpfte.

Da ich aber Angst um den noch kleinen Kater hatte, beschloss ich ihn in Sicherheit zu bringen. Als ich den Kater einsammeln wollte, bemerkte ich, dass der Vogel nicht wegflog, er hüpfte immer nur vor mir weg.

Kurzentschlossen rief ich (trotz Sonntag) bei unserer Tierärztin an und fragte um Rat, was man mit dem Vogel machen könnte. Sie sagte, ich sollte ein großes Laken nehmen und den Vogel einfangen. Anschließend sollte ich den Bussard bei ihr vorbei bringen. Habt ihr schon mal einen so großen Vogel gefangen????

Mittlerweile war unsere 8-jährige Tochter (Tierfreund hoch 10) auf die Situation aufmerksam geworden. "Papa, komm wir fangen den jetzt, du schaffst das ganz bestimmt!!!", waren ihre Worte. Also schnappte ich mir ein altes Bettlaken, ging vorsichtig auf den Vogel zu und fing ihn tatsächlich ein.

Meine Tochter war ganz aus dem Häuschen, durfte sie doch mit zur TÄ fahren und sogar den Vogel während der kurzen Fahrt auf ihrem Schoß halten. Bei der Untersuchung war sie natürlich auch dabei, sie hatte noch nie einen Bussard aus der Nähe gesehen. Der Bussard war gegen ein Hindernis (Stromleitung, o.ä.) geflogen, hatte sich ein Stück von der Flügelspitze und sämtliche Schwungfedern ausgerissen. So konnte er schon seit mehreren Tagen weder fliegen, noch jagen. Die TÄ meinte, dass die Verletzungen kein Problem für den Vogel wären, es müssten nur die Schwungfedern nachwachsen, dann könnte er bald wieder fliegen. Außerdem würde er jetze erst einmal ihr Filet bekommen, was sie sich eigentlich selbst gekauft hatte. Der Vogel kam in eine spezielle Pflegestation und wird dieses Frühjahr in unserer Aue wieder ausgewildert.

Ohne Leo wäre ich nicht auf die Wiese zum Vogel gegangen, weil dort oft Greifvögel sitzen. Ironie der Geschichte ist, dass Leo jetzt leider nicht mehr lebt, er ist an FIP gestorben.

Aber für meine Tochter (und auch für mich) war es ein ganz tolles Erlebnis, die Kurze hat sogar für die Schule eine Geschichte über diese Rettungsaktion geschrieben, die ganz besonders gelobt wurde.

Gruß menni
 
27.02.2007
#1
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Gast

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I

Inge

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Eine wunderschöne Geschichte :lol: :lol: Schade, dass Leo das Happyend des Greifvogels nicht mehr miterleben kann :( Aber sie werden sich ja eines Tages im Regenbogenland wiedersehen und der Greif wird sich sicher für die nicht spezifische Rettung bei Kater Leo bedanken!! :wink:
 

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