probleme mit Kater (vorsicht, langer beitrag)

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Pusabeist

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ich habe einen Kater, den ich als katzenbaby im park gefunden habe. eine handvoll katze, viel zu klein um von der Mutter getrennt zu werden.

Ist die erste katze in meinem leben, und daher gibts sicher ne menge, was ich nicht richtig gemacht habe und vielleicht immer nochh falsch mache, das mal voran gestellt.

Kater beisst nämlich. inzwischen ist es schon viel besser. ich habe vor einigen monaten einen zweiten Kater bekommen, und seit dem läufts besser. dennoch, Kater beisst.

er ist kein kontaktsuchender kater (es sei denn es geht ihm gesundheitlich nicht gut, da muss er dann auf meinem schoss sein). er kommt nie zum streicheln zu mir, weiss streicheln allerdings zu schätzen wenn ich zu ihm komme und die situation die richtige ist. und hier fängt das problem an. in der einen sekunde schliesst er die augen genüsslich und dreht und wendet sich damit ich auch überall hinkomme, und in der nächsten sekunde haut er mir die zähne in die hand. es gibt so gar kein warnsignal. ich habe diesen Kater nun schon 2 Jahre und kann das beissen immernoch nicht vorrausahnen.

ich schildere noch eine andere situation:
Kater pennt auf meinem schoss, ich lerne. ich berrühre ihn gar nicht, sondern lasse ihn da nur in ruhe pennen. Nach einiger zeit wacht Kater auf, schmatzt, schaut sich schläfrig umher, haut mir die zähne in die hand und haut ab. und ich weiss wirklich nicht was ich da an warnsignal uebersehen haben könnte, denn ich habe ihn ja nicht mal angefasst.

seitdem der andere kater ins haus gekommen ist ist es besser geworden mit dem beissen, aber es hat nicht aufgehört.

wenn mir hier irgendjemand einen rat geben kann, wie ich Kater dazu kriegen kann sein verhalten zu ändern bin ich sehr dankbar.

was ich probiert habe:
1) ins gesicht pusten direkt nach dem beissen. funktioniert in dem augenblick, kater haut nämlich ab. eine dauerhafte änderung, also dass er nicht mehr beisst, hat es nicht bewirkt.

2) links liegen lassen nach dem beissen. keine verhaltensänderung aufgetreten.

3) einen lauten schrei von mir geben. kater hat sich die ersten male erschreckt verzogen. danach aber gebissen um zu gucken ob da wieder ein schrei kommt.

4) ein lautes ausdrückliches "PFUI" mit saurer stimme. funktioniert sonst gut bei anderen verbotenen sachen, jedoch nicht beim beissen.

5) kater gar nicht mehr streicheln und hoffen, dass er zu mir kommt wenn er streicheleinheiten wünscht. ergebnis: nach einigen wochen ein absolut saurer unausgeglichener Kater, der aber dennoch nicht zu mir gekommen ist. also, ich habe ihn nicht ignoriert. ich habe mit ihm gesprochen, aber ihn nicht angefasst.

so. ich bin ratlos. jede dieser methoden habe ich jede für sich ueber längeren zeitraum konsequent durchgezogen. geholfen hats nicht.
ich habe tausend und eine theorie gehabt, warum er beisst und versucht das zu ändern.

meine aktuellste theorie ist dass er sich nicht entspannen kann. was bei diesem Kater auffällt, ist dass der schwanz immer in bewegung ist. hin und her. die einzigen situationen wo der schwanz still ist sind a) beim fressen b) in jaktstellung (beim verharren und stillstehen) c) in tiefem schlaf.
selbst beim dösen ist der schwanz in bewegung. Er schnurrt auch sehr sehr selten.
sind doch ein zeichen für innerlichen stress, oder?

ich habe nun feliway gekauft, um zu sehen ob er sich mehr entspannen kann. habe es erst seit 3 tagen, bisher keine besserung in sicht.

wie kriege ich den Kater dazu, sich zu entspannen? wie kann ich Kater helfen, seinen Stress zu verlieren? wie kann ich das Beissproblem lösen?

ich möchte dazu noch sagen, dass es bei mir nicht stressreich ist. gibt keine kinder, ich bin ruhig, bewege mich ruhig. Ich nerve meine Katzen auch nicht. Ich spiele mit ihnen wenn sie mich dazu auffordern, aber sie habe viel zeit für sich selbst. Sie wählen selber, wieviel und wie oft ich mit ihnen spiele/ sie streichele. Ich übe keinen Zwang aus auf meine Katzen (es sei denn ich muss, wurmkur und sowas). mein zweiter Kater ist sehr anhänglich, will ständig auf den schoss und muss bei mir im Bett pennen, am liebsten unter der Bettdecke. Ist halt nur der ältere Kater, und der war schon immer so.

also, ich liebe meinen Kater so wie er ist. dennoch wuerde ich mir wünschen, nicht mehr gebissen zu werden. Und ihm würde ich es wünschen, innere Ruhe zu finden.

Lösungsansätze?
Habe gerade einen tollen beitrag von ratzepuh gelesen, von der schwierigen Tierheimskatze. Also, es muss doch eine Möglichkeit geben?


Warte dringend auf Antwort!!!
Und danke fürs Lesen!

Heike
 
01.03.2007
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chiara

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Hallo Heike,
so wie Du es schilderst hat der Kater als Baby nie gelernt wann er jemandem weh tut. Normalerweise beißen sich die Babys untereinander oder die Mama und bekommen dann heftig was auf die Mütze wenn es weh tut. So lernen sie, wo die Grenze ist.
Ich kann Dir nur eine sehr drastische Methode empfehlen: beiße zurück, sofort und nicht ziemerlich sein.
Habe es bei meinem ersten Mädel so gemacht, die meinte auch wenn ihr was nicht paßt kann sie zubeißen. Irgendwan habe ich ohne groß nachzudenekn zurück gebissen ins Ohr. Seitdem ist es OK.
Gegen die Nervosität könnte man eventuell etwas homöophatisches einsetzen oder Bachblüten. Da bin ich allerdingst keine Fachfrau, eventuell können Dir andere da Mittel empfeheln.
 
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Ratzepuh

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hui danke ich bin gerade etwas platt und überrascht. ich versuch dir zu helfen bzw den einen oder anderen tipp zu geben.

wie fest beisst der kater zu? so das es richtig weh tut, das sogar blut kommt, ist das mehr ein kurzes schnappen und mit den zähnen berühren?

das jetzt physisich alles in ordnung ist geh ich mal von aus.

meine katze ist/war auch teilweise etwas schizo um es mal so auszudrücken. sie haute ohne einen erstmal sichtbaren grund zu, ich hab dann irgendwann rausgefunden das es nervösität ist die sie sonst nicht großartig signalisierte. die anzeichen waren eher ein gefühl als eine sichtbare verhaltensweise. sie hat es dann von selbst abgelegt was mich angeht, bei fremden kommt es trotzdem schonmal vor (allerdings immer ohne die krallen draußen zu haben, allerdings doch mit nachdruck so das man einen gewissen schlag spürt). somit grund: unsicherheit

momentan hat sie auch die etwas nervige art mich absichtlich ärgern zu wollen, die sich ca. ähnlich verhält nur das sie dann ankommt um mit krallen dann am pullover oder ähnlichem zu ziehen. kurz danach kriegt sie ihre dollen 5 min und ich krieg das dann im minutentakt ab. gucken wie lange sie das wieder beibehält. grund: spielen

das mit dem zwicken und schnappen hat sie aber auch immer noch. definitiv zuordnen konnte ich es mehreren sachen. zum einen schnappt sie zu bei unbeholfenheit/unsicherheit und das auch schonmal fester der grund war beruhigungsmittel seitens des tierarztes wegen der unsicherheit.

wo ich ab und an auch mal ein pfote auf der hand hab oder gezwickt wird ist wenn ihr beim streicheln irgendwas nicht passt. ich kann sie eigentlich ohne risiko bauch und brust streicheln, zwischendurch mag sie das ned so besonders da kommt dann die pfote mal und wenn das gerade ned geht kommen die zähne (alles ohne krallen oder zwicken .. halt mehr so das einmal berühren). grund in dem fall würd ich es als "will gerad nicht oder mag nicht mehr" deuten.

laute geräusche haben meine eher immer verschreckt und machte es eher schlimmer. sie reagiert zB bei einem "AUA" mit sofortiger flucht (will gar nicht wissen was da früher mal vorgefallen ist). ich hab mir mittlerweile eher ein leicht bestimmendes jedoch in normaler lautsärke "ey" angewöhnt kombiniert mit sofortigem ignorieren. sobald ich merke das sie es anscheinend kapiert hat und sie zb weggeht, ruf ich sie beim namen und sie kommt sofort und kriegt ne runde streicheln (hierbei aber nicht übertreiben, sonst machte sie sich nen spass draus). hat etwas gedauert das so rauszubekommen und hinzukriegen, aber das verhalten von ihr hat sich dadurch beruhigt.

es war auch die ersten monate bei meiner recht schlimm was das schwanzwedeln anging, ich dachte am anfang immer eher an einen hund. ich hab auch schon langsam dran gezweifelt ob sie überhaupt "kätzisch" kann. schwanzwedeln ist ja eigentlich das anzeichen für unsicherheit/ zwiespalt oder aggressivität je nach stärke des ausschlags. sie hatte auch bei allem gewedelt.

bei dir scheint das auch alles auf unsicherheit, unzufriedenheit oder stress zu deuten und dementsprechend ähnlich wie bei mir, nur das es bei dir wohl noch ne runde heftiger ist.

ist dein kater eher ein einmummler und verkriecher oder eher einer der alles im blick haben muss? was für plätze bevorzugt er zum liegen? hat er die freie wahl bei seinen plätzen? ich hab irgendwann eher durch zufall rausgefunden wie und was sie bevorzugt. als zusammenfassung kann man da wohl nur sagen: sonne, heizung, offen und alles im blick haben. sie ist damals ruhiger geworden nachdem ich aus lust und laune die wohnung komplett umgeräumt habe und dann auch später nochmal so eine art bepolstete tonne direkt vor die heizung im wohnzimmer gestellt habe. innerhalb von einer stunde war das bis heute ihr lieblingsplatz.

vielleicht ist dein kater genau andersrum und braucht irgendwas zum einmummeln und verstecken an einem geschützten platz wo nur er ohne probleme hinkommt. das tüpfelchen auf dem i brachte dann bei mir viel viel beschäftigung mit ihr. katze ruhig vollabern und selbst die nähe zu ihr suchen. mit ein bisschen übung hatte ich dann immer so den punkt erreicht das es kurz davor war bis es für sie genug war und wenn alles ok war und sie lieb gabs nen leckerchen. ich hab damals viel mit belohnung gearbeitet und blicken. nie zu lange den blick auf sie gerichtet lassen, selbst mal blinzeln (längerer anhaltender blick ist ja aggression). das einzige was sie an kunststücken wirklich gelernt hat in der ganzen zeit ist durch das entstanden .. zwinkern. sie erwiedert so gut wie jedes zwinkern ...

mag sein das es irgendwo die chemie war und auch meine eigene leichte unsicherheit, sowie viele viele kleinigkeiten. allerdings glaub ich wenn ich sie mehr sich selbst überlassen hätte und sie gekuschelt hätte wenn sie es gerade wollte, hätte ich das ergebnis nicht.

feliway braucht soweit ich weiss etwas bis es wirklich wirkt und nur alleine ist das zeugs keine wunderwaffe. ich würd einfach mal versuchen ihn zwar nicht zu bedrängen aber noch etwas mehr mit ihm zu beschäftigen. kann sein das er immer noch kein richtiges vertrauen hat. ein freund von mir sagte mal das eine katze erst in knapp einem jahr dir wirklich vertraut, ich kann bei mir definitiv sagen das es knapp 2,5 jahre waren.

evtl. dauert es bei dir sogar 3 jahre :(.

zurückbeissen weiß nicht. ich kann das irgendwie nicht einem tier absichtlich weh zu tun, wenn es gerade nicht sein muss. es kann wirklich helfen, aber es kann auch fürchterlich nach hinten losgehen. ich hab meine nach einer recht festen patsche mal leicht (aber vorsichtig) geschubst. sie hat mich danach 2h nicht mehr angeguckt .. geholfen hat es nicht und ich glaub wenn ich mal zurück gepatscht oder gezwickt hätte, wäre das ned gut gegangen.

was mir gerade noch eingefallen ist, ist das prinzip siegfried und roy. da du nichts über den kleinen weisst bzw die mutter, kann es auch sein das es eine verwilderte katze ist, die dazu noch viel zu klein war. dementsprechend noch mehr zeit braucht als andere und evtl. auch immer irgendwo etwas wildes in sich haben wird.

feliway oder bachblüten könnte eine alternative sein, aber ich glaub auch das er dir noch nicht 100%ig vertraut. meine wehrt sich zwar heftigst wenn ich sie zB einpacken muss für den tierarzt, allerdings hat sie eine innere scheu aufgebaut wirklich die krallen auszufahren oder fest zuzubeissen und das war sehr sehr lange nicht so. man hat somit sehr lange gesehen an den händen das ich irgendwas kratziges wie eine katze zu hause habe.

viel geschrieben und eigentlich nur gesagt noch mehr aufmerksamkeit schenken und versuchen den kleinen irgendwie zu verstehen.
 
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Pusabeist

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Hallo Chiara und Ratzepuh! Danke für eure beiträge!

ich glaube nicht das zurückbeissen eine lösung ist. ich möchte meinem Kater nicht weh tun, und ich glaube auch dass zurückbeissen bei meinem verkehrt wäre. er soll sich ja sicherer und entspannter fühlen.

wie fest beisst der kater zu? so das es richtig weh tut, das sogar blut kommt, ist das mehr ein kurzes schnappen und mit den zähnen berühren?
beides zu seiner zeit. er kann mir die zähne wirklich in die hand hauen, mit zurückgelegten Ohren sodass bei mir blut kommt.
er kann aber auch das beissen nur andeuten.

seitdem der andere Kater da ist, so ist das heftige beissen weniger geworden und das andeuten mehr. es ist also eine echte verbesserung.
es gibt das heftige beissen aber immer noch.




wo ich ab und an auch mal ein pfote auf der hand hab oder gezwickt wird ist wenn ihr beim streicheln irgendwas nicht passt. ich kann sie eigentlich ohne risiko bauch und brust streicheln, zwischendurch mag sie das ned so besonders da kommt dann die pfote mal und wenn das gerade ned geht kommen die zähne (alles ohne krallen oder zwicken .. halt mehr so das einmal berühren). grund in dem fall würd ich es als "will gerad nicht oder mag nicht mehr" deuten.
ja, das kenn ich von meinem kleinen. der haut mich dann leicht mit der pfote, ohne krallen. das ist ein signal, mit dem ich gut umgehen kann.

laute geräusche haben meine eher immer verschreckt und machte es eher schlimmer. sie reagiert zB bei einem "AUA" mit sofortiger flucht. ich hab mir mittlerweile eher ein leicht bestimmendes jedoch in normaler lautsärke "ey" angewöhnt kombiniert mit sofortigem ignorieren. sobald ich merke das sie es anscheinend kapiert hat und sie zb weggeht, ruf ich sie beim namen und sie kommt sofort und kriegt ne runde streicheln (hierbei aber nicht übertreiben, sonst machte sie sich nen spass draus). hat etwas gedauert das so rauszubekommen und hinzukriegen, aber das verhalten von ihr hat sich dadurch beruhigt.
das hört sich gut an, ist aber denke ich bei meinem nicht durchführbar.
streicheln ist ja der konfliktgrund. mit seinem beissen signalisiert er ja (denke ich) jetzt isses genug. es ist ein heftiges signal, zu heftig um wirklich angebracht zu sein (der kleine haut mich ja dann nur ganz leicht mit der pfote, oder geht einfach weg, oder dreht sich von mir weg). wenn ich dann nach einigen minuten wieder auf ihn zukomme und ihn wieder streicheln will, würde er vermutlich noch heftiger antworten.


schwanzwedeln ist ja eigentlich das anzeichen für unsicherheit/ zwiespalt oder aggressivität je nach stärke des ausschlags.
bei dir scheint das auch alles auf unsicherheit, unzufriedenheit oder stress zu deuten und dementsprechend ähnlich wie bei mir, nur das es bei dir wohl noch ne runde heftiger ist.
ja, das denke ich auch. unsicherheit und stress denke ich sind die entscheidenden faktoren.

ist dein kater eher ein einmummler und verkriecher oder eher einer der alles im blick haben muss? was für plätze bevorzugt er zum liegen? hat er die freie wahl bei seinen plätzen?
hier sagts du was! der gedanke ist gut, danke.
meiner ist ein einmummler, denke ich. er liebt das oberste regal in meinem kleiderschrank. da kommt nur er hoch.
jedoch ist dies so ein knackpunkt hier. ich mag ihn da nicht haben, weil dann die neugewaschenen klamotten sofort voll sind mit haaren.
und wenn ich es mir recht überlege gibt es eigentlich bei mir keine schlafhöhle. mensch, ich glaube ich muss morgen shoppen gehen. danke ratzepuh!

er liegt allerdings auch auf dem boden mitten im zimmer, das jeder über ih rüber steigen muss. das mag er auch.

ich werde ihm auf jeden fall aber ein schlafhöle beschaffen, dann kann er wählen.



katze ruhig vollabern und selbst die nähe zu ihr suchen. mit ein bisschen übung hatte ich dann immer so den punkt erreicht das es kurz davor war bis es für sie genug war und wenn alles ok war und sie lieb gabs nen leckerchen. ich hab damals viel mit belohnung gearbeitet und blicken. nie zu lange den blick auf sie gerichtet lassen, selbst mal blinzeln (längerer anhaltender blick ist ja aggression). das einzige was sie an kunststücken wirklich gelernt hat in der ganzen zeit ist durch das entstanden .. zwinkern. sie erwiedert so gut wie jedes zwinkern ...
auch diese idee finde ich klasse.
habe sowas ähnliches schon mal probiert. habe wochenlang damit verbracht, mich einfach nur neben ihn zu legen, ohne ihn zu berrühren. vollgelabert. vielleicht habe ich zu früh damit wieder aufgehört.
so wie es heute ist, so vermehrt sich das schwanzwedeln sobald ich mich ihm nähere.
zur erklärung, ich habe ihn nie geschlagen, ihm nie wegetan. ich weiss eigentlich nicht, warum ihn meine nähe so sehr stresst.
(tut eigentlich auch ein stück weit weh. alles für diesen Kater getan zu haben, und viechi kann meine nähe nicht leiden.)


allerdings glaub ich wenn ich sie mehr sich selbst überlassen hätte und sie gekuschelt hätte wenn sie es gerade wollte, hätte ich das ergebnis nicht.
also kurzgefasst: Nähe suchen, voll labern. dann nach einiger zeit mit streicheln. und wenn man meint, dass Kater jetzt kurzdavor ist, genug zu haben aufhören und was zu fressen geben. und so das streicheln ohne beissen und positiv abschliessen?

hört sich gut an. mein problem ist nur, dass ich entweder immer noch nicht gelernt habe, die warnsignale vor dem beissen zu lesen, oder dass es einfach keine gibt.

kann sein das er immer noch kein richtiges vertrauen hat. ein freund von mir sagte mal das eine katze erst in knapp einem jahr dir wirklich vertraut, ich kann bei mir definitiv sagen das es knapp 2,5 jahre waren.
aber ist das nicht komisch? ich habe den Kater fast sein ganzes Leben gehabt. (bis auf die ersten 6-7 wochen, älter war der nicht als ich ihn gefunden habe). als er baby war brauchte er sehr viel körperkontakt, den er auch von mir bekommen hat. er war immer bei mir. er kennt nix anderes. und ich habe ihm nie weh getan. er hat von mir nie was schlimmes erfahren. warum vertraut er mir nicht?

ich möchte auch noch erklärend hinzufügen, das Kater mich nie in situationen gebissen hat, wo ich es verstanden hätte. wenn ich ihm medikamente in den mund stecke zum beispiel. (einzige art ihm tabletten zu geben, ins futter mischen geht bei ihm nicht.). als ich ihn habe duschen müssen weil es mit benzin im fell nach hause kam. in solchen situationen beisst er nicht. er gibt deutlich bescheid dass er sich nicht wohlfuehlt und die situation verlassen möchte, aber er beisst nicht.

und noch etwas, was vertrauen angeht.
wenn es meinem kleinen schlecht geht, wie vor einigen monaten bei einer entzündeten beisswunde, dann verlässt er meinen schoss nicht. der wird so anhänglich... wenn es ihm schlecht geht, muss ich tagelang diesen kater mit mir rumtragen. vielleicht vertraut er mir ja doch ein wenig?

heike
 
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Ratzepuh

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so dann antworte ich mal ;)

seitdem der andere Kater da ist, so ist das heftige beissen weniger geworden und das andeuten mehr. es ist also eine echte verbesserung.
es gibt das heftige beissen aber immer noch.
da er wirklich nur 6-7 wochen alt war, wird er es wahrscheinlich nicht wirklich gelernt haben was weh tun kann und was zu viel wird. wie lange hast du den anderen kater schon? ich glaub so lang war das noch gar nicht oder?

kann gut sein das er noch mehr lernen wird und das irgendwann wohl komplett lassen wird. zwicken evtl. nie aber das heftige beissen wohl schon eher.

das hört sich gut an, ist aber denke ich bei meinem nicht durchführbar.
streicheln ist ja der konfliktgrund. mit seinem beissen signalisiert er ja (denke ich) jetzt isses genug. es ist ein heftiges signal, zu heftig um wirklich angebracht zu sein (der kleine haut mich ja dann nur ganz leicht mit der pfote, oder geht einfach weg, oder dreht sich von mir weg). wenn ich dann nach einigen minuten wieder auf ihn zukomme und ihn wieder streicheln will, würde er vermutlich noch heftiger antworten.
nicht unbedingt. ich hab sehr sehr klein und auch extrem vorsichtig angefangen. katze lag auf dem sofa und ich hab mich ihr relativ behutsam genähert und in entsprechender entfernung neben ihr gesessen. hab dabei schon meine lernsachen mitgehabt. dementsprechend hatte ich einen "zuhörer" bei einem reinem auswendiglernstoff. ich lass mal kurz das übliche eingewöhnungsblabla weg und geh über zum wesentlichen. ich hab sie dann für sagen wir mal 30sec gestreichelt und ihr danach ein leckerli gegeben. wieder ne stunde gelernt und dann das spiel von vorn, nach ner zeit hatte sie sich gewöhnt dafür nen leckerchen zu kriegen und allmählich genoss sie es. ich hab drauf geachtet immer nur die ungefährlichen stellen zu berühren. beim hauen gabs dann das "ey" und nix. irgendwann hatte sie es dann mal gerafft und es war ok und das vertrauen wuchs und sie wurde auch ruhiger, allerdings hatte es echt lang gedauert.

ich glaub dir das du dein tier nie geschlagen hast oder irgendwie anders misshandelst. aber das ist es was ich mit dem wildtier verhalten gemeint habe. wer weiss woher seine mama kam, wer weiss ob sie nicht vor seinen augen gequält oder getreten wurden. manche dinge sitzen so tief das es schwer wird sie überhaupt wegzukriegen. meine hat 2 jahre gebraucht um nicht gleich bei einem über ihr huschendem schatten den schwanz einzuziehen, aber sie hält immer noch abstand wenn ich schuhe anhab oder haut ab wenn ein bestimmter gürtel klappert.

evtl. hatte auch die katzenmutter eine verhaltensstörung schon (wobei ich mal gehört hab, das der vater das wesen überträgt) und da ist was schief gelaufen

hier sagts du was! der gedanke ist gut, danke.
meiner ist ein einmummler, denke ich. er liebt das oberste regal in meinem kleiderschrank. da kommt nur er hoch.
jedoch ist dies so ein knackpunkt hier. ich mag ihn da nicht haben, weil dann die neugewaschenen klamotten sofort voll sind mit haaren.
und wenn ich es mir recht überlege gibt es eigentlich bei mir keine schlafhöhle. mensch, ich glaube ich muss morgen shoppen gehen. danke ratzepuh!

er liegt allerdings auch auf dem boden mitten im zimmer, das jeder über ih rüber steigen muss. das mag er auch.
meine hasst das einmummeln, ich kann sie mal für 5min mit einem getragenem pullover halb zudecken .. danach ist aber wieder gut und es darf nix anderes sein. das er im schrank nix zu suchen hat ist klar, evtl. besorgst du auch gleich 2 schlafhöhlen, sonst macht es sich der andere dortdrin bequem. überleg am besten mal wo er sich am liebsten "versteckt". dunkle oder helle orte, warm oder kalt, welches zimmer er bevorzugt usw. alles in der richtung kann helfen und wenn er ein getragenes t-shirt mag ist die idee evtl. auch nicht so schlecht. katzen sind teilweise irgendwie komisch bzw doof. als beispiel kann ich dazu nur sagen das meine neues katzenspielzeug oder zeugs wie kratzbäume nicht mag. einmal im spiel ein bindfaden durchziehen und das thema ist gegessen und das teil wird geliebt, egal wie alt oder neu es ist.

hört sich gut an. mein problem ist nur, dass ich entweder immer noch nicht gelernt habe, die warnsignale vor dem beissen zu lesen, oder dass es einfach keine gibt.
wie gesagt ich kann dir auch nicht sagen, wodran ich es sehe das sie gleich zuschlägt. es ist eher ein gefühl, was ich nichtmal beschreiben kann. meine freundin erkennt die signale selbst mittlerweile, aber auch sie kann es nicht beschreiben. evtl. ist es nur ein blick oder eine sehr subtile körpersprache.

in solchen situationen beisst er nicht. er gibt deutlich bescheid dass er sich nicht wohlfuehlt und die situation verlassen möchte, aber er beisst nicht.

und noch etwas, was vertrauen angeht.
wenn es meinem kleinen schlecht geht, wie vor einigen monaten bei einer entzündeten beisswunde, dann verlässt er meinen schoss nicht. der wird so anhänglich... wenn es ihm schlecht geht, muss ich tagelang diesen kater mit mir rumtragen. vielleicht vertraut er mir ja doch ein wenig?
er merkt das du dich um ihn kümmerst und er weiss auch das du ihm trotz der qualen die du ihm da evtl. gerade bereitest hilfst. interessanterweise ist das selbst bei ratten so. eine ratte von mir damals hatte eine übelst entzündete wunde an der backe. der arzt hat sie gesäubert und es muss höllisch weh getan haben, kein mucks. ich hab die wunde noch gut 3 wochen mit kamillentee ausgewaschen und die ratte hat stillgehalten auch wenn es nicht angenehm für sie war.

mir scheint als ob irgendwas von vornerein nicht wirklich gepasst hat und er schwierigkeiten hat, überhaupt tiefes vertrauen zu fassen. es kann dadurch sein das er einfach viel viel zu früh von der mutter getrennt worden ist (6-7 wochen sind wirklich arg wenig) und seinen geschwistern (wenn er welche hatte). er durch dadurch auch schlecht sozialisiert ist .. aber das kann sich mit sicherheit alles legen bis zu seiner persönlichen grenze.

wo du geschrieben hast das er raus darf:
kann er raus und rein wann er will oder ist es ein kontrollierter freigang? evtl. reicht ihm die zeit da auch nicht und er würd gern noch länger draußen umherstreifen, evtl. ist dort auch ein tier mit dem er ein problem hat und er irgendwie angst hat überhaupt rauszugehen.

gerade solche sachen wie mit dem benzin im fell mach ich mir so meine gedanken. ist bei euch irgendwas wo er sich im benzin wälzen kann? ich hab eigentlich gedacht das das zeugs so übelst riecht das die da gar nicht drangehen. ist die nachbarschaft ok? evtl. wird er draußen auch von irgendwelchen vollidioten getriezt. ich hab mittlerweile echt einige üble sachen gelesen und miterlebt. angefangen bei einer mit dem luftgewehr angeschossenen katze vom nachbarn meiner eltern oder dem link was vor einiger zeit hier im forum war, wegen der rausgerissenen krallen.

wie verhält er sich bekannten und fremden gegenüber? aufgeschlossen oder eher angstvoll? evtl. vertraut er dir und sieht dich als mama aber hat gleichzeitig auch angst vor menschen. das würde evtl. auch die reaktion mit dem schwanz erklären und den stress. in dem fall wäre ein kontrollierter freigang wohl ein guter ansatz.
 
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Pusabeist

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wo du geschrieben hast das er raus darf:
kann er raus und rein wann er will oder ist es ein kontrollierter freigang? evtl. reicht ihm die zeit da auch nicht und er würd gern noch länger draußen umherstreifen, evtl. ist dort auch ein tier mit dem er ein problem hat und er irgendwie angst hat überhaupt rauszugehen.
also, er hat eine klappe, kommt und geht wie er mag. er geht mindestens einmal am tag raus, manchmal auch öfter. im sommer kommt er eh nur zum schlafen und fressen und kurz hallo sagen.
er hat allerdings in der Tat probleme mit anderen katzen hier. besonders zwei davon, die "erzfeinde". mit denen kloppt er sich oft, es passiert oft dass er mit kleineren wunden nach hause kommt. es gab zeiten, da dachte ich er würde total fertig gemacht werden, aber dann gings wieder besser. aber er macht nicht den eindruck als würde er angst haben, raus zu gehen.
und heute hat er den starken markiert und einen grauen eindringling vom haus weggejagd.

gerade solche sachen wie mit dem benzin im fell mach ich mir so meine gedanken. ist bei euch irgendwas wo er sich im benzin wälzen kann? ich hab eigentlich gedacht das das zeugs so übelst riecht das die da gar nicht drangehen. ist die nachbarschaft ok? evtl. wird er draußen auch von irgendwelchen vollidioten getriezt.
also, das mit dem benzin war harmlos. vor der tür parkte ein auto, das benzin verlor. er hat drunter gesessen.

ob er getriezt wird kann ich nicht sagen. ich habe es nie gesehen, und eigentlich auch nie den verdacht gehabt. (dabei habe ich gerade was das angeht eine echte paranoide ader. vor etwa einem jahr waren gehäuft fälle von katzenmord und mishandlung in dieser stadt, da bin ich vor angst gestorben wenn Kater etwas länger unterwegs war.)


wie verhält er sich bekannten und fremden gegenüber? aufgeschlossen oder eher angstvoll? evtl. vertraut er dir und sieht dich als mama aber hat gleichzeitig auch angst vor menschen. das würde evtl. auch die reaktion mit dem schwanz erklären und den stress. in dem fall wäre ein kontrollierter freigang wohl ein guter ansatz.
also, er verhält sich ganz normal wenn hier fremde leute zu besuch kommen. pennt er, dann pennt er weiter. frisst er dann frisst er auch weiter. er versteckt sich nicht, geht aber auch nicht freudestrahlend auf sie zu. nach einiger zeit kommt er dann mal zum riechen, und verzieht sich dann wieder.

also,
alles in allem ist meine schlussfolgerung bisher, dass ich noch mal von vorne anfange. nähe suchen, vollabern, streicheln und dann zum schluss was gutes zu futtern. wenn er beisst, dann "ey" oder sowas, und nix zu futtern. versuchen, mich noch mehr auf den kater einzutunen, und zu erahnen, wo bei ihm die schwelle ist. kurz vor dem beissen aufhören, leckerli.
oder?

naja, und dann ganz klar schlafhöhle. zwei davon.

heike

ach ja, edit.
im juni sind es 2 jahre, dass ich diesen kater habe, ich habe ihn juni 05 gefunden.

und zur veranschaulichung gibts hier bilder: www.bergenbilder.org
es ist der rote Kater ;)
 
I

Inge

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Hallo Heike,

na da hast du ja einen kleinen Kampfkater, allerdings einen sensiblen und ängstlichen, klingt blöd - ist aber so!
Ich schließe mich voll und ganz Kerstins Ratschlag an- auch aus eigener sehr positiver Erfahrung! Das Kätzchen hat es wirklich nicht gelernt und weiß nicht, dass es fest oder zärtlich zubeißt- das mußt DU ihm lernen. Es hat nichts mit"ich möchte ihm nicht wehtun" zu tun, den er kennt den Unterschied gar nicht.
Vor zig Jahren habe ich auch so ein kleines "Monster" gehabt. Nach Wochen der Gedult, Liebe und völlig zerbissenen und zerkratzen Gliedmaßen meinerseits, fing ich an beim Spielen das Tier in den Nacken zu beissen ( ok man muß Haare zwischen den Zähnen mögen :wink: ) ! Natürlich nicht sooo fest, das Blut fließt, aber doch merkbar. Ich werde NIE den Blick meines Katertiers vergessen, der das erstemal in seinem Leben einen Biss-Schmerz spürte :shock:
NatürlicH wurde er nicht gleich zum Schmuselamm, aber im Laufe der Zeit, lernte er seine Grenzen kennen. Kratzen und beissen wurden viel seltener und wenn ( durch wildes spielen ) hielt ich das Kratzpfötchen, der Griff meinerseits wurde fester und ich sagte tief und bestimmend NEEEEIIIINNNN!
Ich finde es super toll, das du den kleinen Wurm aus dem Park gerettet hast, aber du mußt ihm auch seine grenzen zeigen!! Wie gesagt er hat das durch Mutter und Geschwister nicht gelernt.
Wegen der Nervosität versuche ruhig "Bachblüten bei Stress und Angst", schaden kann es in keinem Fall. Und natürlich Liebe und Geduld - aber das tust du ja schon.............................

Toi Toi Toi

PS: Luca, als Einzelkatze aufgewachsen und weggesperrt, hatte und hat ab und an solche Anwandlungen. Ich mache es wie o. beschrieben und es wird immer besser bzw. kommt kaum noch vor. Anderseits beißt sie uns ganz zärtlich in die Nasenspitze, gibt Küsschen und legt ihre Tatzen ohne! krallen in unsere Gesichter oder den Hals. :roll:
 
Isolde Mis

Isolde Mis

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Hallo Heike,

Ich kann den anderen nur zustimmen: Dein Kater hat nie gelernt, dass er anderen auch weh tun kann, mit seinen Bissen und den Krallen.
Mein Mister (10Monate) war auch so ein Fall und ist es, in seeehr abgeschwächter Form immer noch. Ich habe dann Phil dazugeholt, der gut sozialisiert war und dem "Rotzlöffel" gezeigt hat, was sich gehört :wink: Diese Möglichkeit ist bei Euch natürlich nicht mehr gegeben und deshalb musst Du selber ran.
Es klingt ziemlich grausam und irgendwie blöd, wenn Dir jemand rät Deine Katze zu beißen, aber in Eurem Fall braucht der Kater das um seine Grenzen zu lernen. Zum Teil übernimmt das Deine Zweitkatze, aber Du mußt ihm da helfen. Dann wird auch Dein kleiner "Terrorist" :wink: es lernen, auch wenn er vielleicht nie der Schmuser wird.

LG

Michaela mit Mister & Phil
 
R

Ratzepuh

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also,
alles in allem ist meine schlussfolgerung bisher, dass ich noch mal von vorne anfange. nähe suchen, vollabern, streicheln und dann zum schluss was gutes zu futtern. wenn er beisst, dann "ey" oder sowas, und nix zu futtern. versuchen, mich noch mehr auf den kater einzutunen, und zu erahnen, wo bei ihm die schwelle ist. kurz vor dem beissen aufhören, leckerli.
oder?
jupp so ca. halt irgendwie die schwelle finden von "will noch mehr streicheln" bis hin zu "mag nicht mehr".

alles in allem klingt es nicht nach trietzen oder wirkliche probleme mit anderen katern. dementsprechend war doch mein erster gedanke mit dem zu früh von der mutter weg, plus das problem sich nicht wirklich fallenlassen zu können eher richtig.

mag sein das das zurückbeissen wirklich was bringen könnte, allerdings durch die rangeleien müsste er eigentlich wissen das biss und kratzwunden schmerzhaft sein können. ich könnte das nicht, mal nen schubser oder festhalten ok, aber wirklich dem tier mit absicht weh tun .. nie.

es ist zwar meine erste und einzige katze hier, aber kleine problemchen hatte ich immer. anstubsen, festhalten, das "ey", das "NEIN" und andere dominanzgesten die für das tier gerade unangenehm sind haben mir immer mehr geholfen, vorallem bin ich von dem risiko weg das es das tier eher noch mehr verschreckt oder ängstigt. dauert aber wahrscheinlich länger ;).

ansonsten fällt mir gerade nix mehr ein ohne mich noch mehr zu wiederholen :p
 
I

Irene Müller

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Hallo Heike,

abgesehen davon, dass der Knabe unsozialisiert ist (nicht negativ gemeint), finde ich das ständige Schwanzschlagen doch sehr merkwürdig. Ich finde das zeugt von hoher Nervosität und die muss doch irgendwie begründet sein.

Ich würde sicherheitshalber mal ein Blutbild machen lassen.
Zum Thema aggressive Katze fand ich:
"Es koennte eine Leberstoerung als Ursache sein. Hierbei wird das Blut mit Ammoniak angereicht. Dies ueberwindet die hirn-Blut-Schranke und loest eine Agression aus. Bei Menschen findet man dies bei Cholerikern. Der Schub wird durch das koerpereigene Adrenalin neutralisiert."

Ansonsten würde ich es ruhig einmal mit einem homöopathischen Beruhigungsmittel ersuchen, z. B. Avena-Phosphor comp.

LG, Irene
 
C

cikobi

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Nachdem ich nun alles gelesen habe, möchte ich noch etwas anmerken.

Ich übertrage manche Sachen gerne aus der Hundewelt.

Frage: Wer ist in Eurem Haushalt der Chef?

Hintergrund meiner Frage, Sozialisierung hin oder her, wenn Du der Chef bist, wird er Dich nicht fest beissen. Weil er Respekt hat (NICHT ANGST! Respekt!).

Zur Nervosität: Bei Hunden ist es so, dass Tiere mit nicht klar festgelegter Stellung im "Rudel" hypernervös sind! Weil sie sich nach allen Seiten verteidigen und absichern müssen. Auch das Alphatier ist in gewisser Hinsicht im Dauerstress, weil es eben auch seine Stellung verteidigen muss und gleichzeitig eine enorme VErantwortung trägt.

Meine Fernvermutung ist die, dass Du nicht das Alphakätzchen bei Euch bist.

Versuch das doch mal rauszufinden: wenn er das nächste mal frisst, gehe hin und nimm es ihm weg. Wenn er brummt oder nach Dir haut - bist Du nicht Chef. Wenn er es sich ohne erkennbaren Widerstand wegnehmen läßt, bist Du Chef und ich habe nichts gesagt.

Ich habe bei meinen versucht, relativ katzennah zu kommunizieren. Klingt jetzt total esotherisch oder auch komisch... Beispiele: Katzen brummen sich an, wenn sie nicht wollen, dass eine andere Katze ihnen zu nahe kommt. Ist ein Warnsignal. Das habe ich übernommen und es funktioniert bis heute.

Wenn einer der beiden nach mir haut, haue ich mit zwei Fingern zurück, wenn einer die Pfote zum Hauen hebt, brumme ich.

Die beiden "testen" immer wieder zwischendurch aus, ob ich noch das Sagen habe, dann haben wir eine kleine Diskussion und je nachdem ob ich verständlich machen kann, dass ich durchaus noch die Hosen an habe, dauert die Diskussion einen Versuch oder wird wiederholt.

Funktioniert aber seit zweieinhalb Jahren prima bei uns.

Wenn Du der Chef bist, kann sich Dein Katzer eigentlich auch entspannen.

Ich würds auch mal versuchen.
 
I

Irene Müller

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Hi Zündi,

ich würde Dich so gerne mal brummen hören :D

Wenn Nurmi mal wieder Shirley in die Enge treibt, brauche ich mittlerweile nur aufzutauchen und ihn anzusehen, maximal noch eine Handbewegung machen - und er trollt sich von dannen - er geht dann, didumdidum, Richtung Schlafzimmer und raus aus dem Fenster, welches ich dann für eine kleine Weile hinter ihm schliesse und freut sich tierisch, wenn er wieder rein darf (was natürlich nicht lange dauert).

LG, Irene
 
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Ratzepuh

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Erzähl bitte mal was Du jetzt machst und ob es irgendwie hilft oder sich was ändert.
 
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Pusabeist

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Erzähl bitte mal was Du jetzt machst und ob es irgendwie hilft oder sich was ändert.
also, ich habe noch nicht damit angefangen, sein vertrauen noch mal von vorne zu gewinnen. aber irgendwas passiert hier. ich verstehe nicht WAS passiert, aber etwas geschieht.

Kater war den ganzen gestrigen Tag total anhänglich. ich habe ihn eine halbe stunde zusammenhängend gestreichelt, er hat die augen zu gemacht und genossen. wäre fast eingeschlafen, der Kater. (ich denke, er ist ein paar mal kurz weggesackt). und das beste: sein schwanz war die ganze zeit still.
dieses streicheln wurde abgebrochen weil ich besuch bekam, nicht weil der kater nicht mehr wollte oder gebissen hätte.

er hat sich dann auch später am abend noch vor mich hingesetzt und mich gross angeschaut. irgendwie komisch fuer ihn, dachte ich. und bin dann hin und habe ihn gestreichelt. das gleiche.... genussvoller blick, schwanz still, kein wedeln, gar nix.

und die nacht hat er ganz nah an mir dran in meinem bett verbracht.

also, fuer meinen Kater sind das aussergewöhnliche ereignisse. macht er sonst nie, nur wenn es ihm irgendwie schlecht geht. also entweder geht es ihm körperlich nicht gut, oder das feliway hat da etwas mit zu tun. denn ich hatte eigentlich noch gar nicht angefangen, noch mal von vorne sein vertrauen zu gewinnen so wie das hier besprochen wurde.
(habe die nächsten tage etwas mehr zu tun und wollte in einige tagen damit anfangen).

heute ist kater genauso verschmust. er kommt immer noch nicht von alleine, aber setzt sich auffordernd hin. und schwanz ist still, kein wedeln.
feliway oder gesundheitsproblem? ich kenne ihn so anhänglich nur wenns ihm dreckig geht....


heike
 
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Ratzepuh

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na das klingt doch gut und hoffen wir drauf das das feilway seinen dienst tut und der kleine sich so richtig wohl fühlt bei dir und das sich die probleme lösen.

halt uns auf dem laufendem =).
 
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Pusabeist

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aktualisierung:

Kater hat mich schon lange nicht mehr gebissen. er kommt zwar immernoch nicht von alleine und will gestreichelt werden, aber ich komme zu ihm, und er geniest das auch. manchmal sogar über eine halbe stunde. da hat er dann genug. und wo er mich dann vorher gebissen hat, geht er jetzt einfach weg, oder beisst unglaublich vorsichtig. tut nicht weh, ist kein beissen, eigentlich nimmt er nur meinen finger in den Mund. Das ist eigentlich ein Signal, mit dem ich leben kann.
also, hier gehts aufwärts!

Heike
 
I

Irene Müller

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Hallo Heike,

das ist ja toll! So ein ganz leichtes "Anbeissen" ist okay - das kenne ich auch. Da tritt dann die sogenannte Beisshemmung ein.

Hat er also doch gelernt.

LG, Irene
 

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