Das was Nina da beschrieben hat, ist in meinen Augen nicht der Normalfall. In den allermeisten Fällen gibt es ein wenig Geknurre, und dann ist es gut. Wenn die vom Tierarzt kommende Katze dann aus dem Kennel gelassen wird, würde ich sie einmal mit einem Handtuch abreiben, das schon ein paar Tage vor der OP strategisch günstig im Kratzbaum platziert wird, so, dass beide Katzen schon drauf gelegen und dran gesabbert haben. Dann ist der vertraute Geruch wieder auf der Katze, die für die zuhause verbliebene erst einmal so fremd riecht.
Ich lasse außerdem auch nach Narkose die Katze nicht sofort aus dem Kennel, sondern lasse sie ihren Rausch dort drin ausschlafen. Wird vormittags die Narkose gemacht, kommt meine betroffene Katze dann erst abends gegen 8 oder 9 aus dem Kennel heraus - bei Narkose nachmittags ist die Nacht über der Kennel noch eingebucht -, ist dann gut ausgeschlafen und nicht mehr so wackelig auf den Beinen, dass für sie im Haus ein Risiko besteht.
Die Zwischenzeit ist von den Kumpels der "eingesperrten" Katze im Normalfall schon intensivst genutzt worden, um die noch döselnde Katze ausreichend zu beschnuppern. Und nach dem Abreiben mit dem Handtuch nach der Entlassung aus dem Kennel ist die Situation eigentlich schon wieder recht entspannt.
Räumlich trennen würde ich die Katzen in so einem Fall auf gar keinen Fall! Damit verschärft man meines Erachtens die Situation nur noch weiter.