Rassekatzen vs. Tierschutz

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Inge

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Ich weiss nicht, ob dieses Thema schon existiert, möchte es aber gerne aufgreifen.

Kürzlich hatte ich ein Gespräch mit einer Katzenzüchterin. die mir freigiebig und ausführlich von ihrem Tun berichtete und auch unumwunden zugab, dass ihr die Zucht den Lebensunterhalr ermöglichte.

Als zahlender und handelnder Tierfreund (Tierschützer klingt mir zu militant) wollte ich dann aber auf ein paar Fragen doch noch gerne Antworten haben, was jedoch zu einer wahrnehmbaren Abkühlung des Kommunikationsklimas führte.

Ich möchte diese Fragen/Thesen hier noch einmal aufwerfen, und zwar ohne damit jemanden anzugreifen oder diskreditieren zu wollen, sondern einfach
mit dem Ziel auf konstruktiven Austausch.

Meine subjektiven und ganz persönlichen Thesen und Fragen:

1.) Die Zucht von Tieren ist ein Eingriff in die Natur, die ausschliesslich dem Menschen nutzt und niemals dem Tier. Ob ein Schwein zu höherem Fleischertrag, eine Kuh zu besserer Milchleistung oder die Rassemieze zu "niedlicherem" Aussehen gezüchtet wird, ist aus ethischer Sicht nicht zu unterscheiden.

2.) Zucht führt zwangsläufig über mehrere Generationen zu rassespezifischen Krankheiten bzw. Einschränkungen von Organismus, Anatomie, Charakter und Reproduktionsfähigkeit.

3.) Rassekatze und -hund sind wirtschaftlich gesehen ebenso ein Handelsgut wie Nutztiere, also auf den Profit des Erzeugers und die Convenience des Endverbrauchers ausgerichtet.

4.) Ist Zucht verantwortbar, da die Tierheime kaum noch der Aufnahme und Vermittlung von Fund- und Abgabetieren Herr werden?

5.) Ist ein Rassetier etwas "besseres"?

6.) Ist das Geld, dass für ein Rassetier gefordert und auch gezahlt wird, nicht aus Tierfreundsicht besser investiert, wenn es Heimen oder Kastrationskampagnen zugute kommt?

7.) Mit dem Geld, dass ich für eine Rassekatze ausgebe, kann ich mindestens 10 Katzen ein jahr lang ausgewogen ernähren und medizinisch betreuen lassen.

8.) Hätten speziell gezüchtete Babies eine ähnlich höhe Akzeptanz, sofern die medizinischen und gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen wären?

Um es nochmal zu betonen: Mir geht es nicht darum, einen Streit vom Zaun zu brechen, sondern um sachliche Argumente. Alle Thesen und Fragen sind subjektiv. Und ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen.

Zur meiner Definition von Zucht: Ich meine natürlich nicht die Arterhaltung im biologischen Sinne, sondern die Zucht von in der Natur nicht existenten Sorten. Der Begriff "Rasse" scheint mir sowie nicht besonders glücklich zu sein.

Und ich finde "Rassekatzen" genauso schön wie die von mir eindeutig präferierte Spezies: EWWK (Europäische Wald- und Wiesenkatzen)
 
03.04.2007
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Sia

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Re: Rassekatzen vs. Tierschutz

Ich gebe dir da recht, auch wenn ich eine rassekatze besitze. ich wollte ursprünglich ein tier aus dem heim, um zu helfen. So wie shiva, die wohl heute tot wäre wenn ich sie nicht geholt hätte :/
Ich habe meinen süssen rassetiger nur weil ich mich in ihn auf den ersten blick verliebt habe und im grunde wäre es mir egal was für eine "rasse" er hat.

eigentlich möchte ich mich aus der diskussion die hier wohl demnächst startet wird auch raushalten aber ich will trotzdem noch etwas zu einem genannten punkt sagen.

2.) Zucht führt zwangsläufig über mehrere Generationen zu rassespezifischen Krankheiten bzw. Einschränkungen von Organismus, Anatomie, Charakter und Reproduktionsfähigkeit.

ich muss ehrlich gestehen, dass man den unterschied sehr stark sieht und merkt. ich könnte meinen kater niemals raus lassen, er würde überfahren werden. wenn ich sehe, wie tollpatschig und hilflos er zum teil gegenüber meiner katze ist (EKH), dann muss ich mir wirklich an den kopf fassen und mich fragen ob diese tiere zum teil nicht schon überzüchtet sind. und leider leider komme ich zu meinem ganz persönlichen entschluss und sage - JA, sie sind zum teil wirklich überzüchtet, was sich am verhalten, charakter, krankenheiten usw. zeigt.


in dem sinne - ich wünsche frohes disskutieren :)
 
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Inge

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BTW: Ich habe auch zwei "Rasse"-Miezen, ebenfalls aus dem Tierheim.
 
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Ratzepuh

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Re: Rassekatzen vs. Tierschutz

1.) Die Zucht von Tieren ist ein Eingriff in die Natur, die ausschliesslich dem Menschen nutzt und niemals dem Tier. Ob ein Schwein zu höherem Fleischertrag, eine Kuh zu besserer Milchleistung oder die Rassemieze zu "niedlicherem" Aussehen gezüchtet wird, ist aus ethischer Sicht nicht zu unterscheiden.
dies ist viel zu großflächig beleuchtet ohne auf die einzelnen rassen/arten einzugehen. es gibt auch genügend zuchtprogramme und tierschutzprogramme um tiere in der wildbahn auch am leben zu erhalten und sei es das gewisse krankheitsresistenzen eingezüchtet werden. tiere mögen "nutzmittel" sein, aber auch für den menschen können es lebensretter werden, dazu aber weiter unten mehr.

2.) Zucht führt zwangsläufig über mehrere Generationen zu rassespezifischen Krankheiten bzw. Einschränkungen von Organismus, Anatomie, Charakter und Reproduktionsfähigkeit.
nicht jede zucht führt dazu ..

3.) Rassekatze und -hund sind wirtschaftlich gesehen ebenso ein Handelsgut wie Nutztiere, also auf den Profit des Erzeugers und die Convenience des Endverbrauchers ausgerichtet.
hund und katze sind nicht pauschal vergleichbar, wenn es ums reine aussehen geht geb ich dir recht. allerdings ist der hund eher ein begleittier und nutztier her rein von der geschichte, hunde sind sehr loyal gegenüber ihrem herrchen und haben sich untergeordnet. dementsprechend helfen hunde den menschen sei es als schafe hütender hund, wachhund, rauschgifthund oder als begleiter für blinde oder hilfsbedürftige menschen. oftmals sind es gerade bei den hunden für die polizeiarbeit/rettungsarbeit oder auch bei den begleithunden komische mischungen. es kommt eher auf den charakter der tiere an und weniger auf die rasse. auch wenn einige rassen vom wesen her etwas ausgeprägter sind. bei fast allen anderen arten von haustieren ist das aussehen leider das wichtigste und da geb ich dir recht, aber ein rassetier oder durch zuchtgeprägtes tier ist nicht zwangsläufig schlechter. tiere retten leben und auch wenn viele gegen tierversuche wettern, gibt es leider notwendige versuche um medikamente zu testen und überhaupt fortschritte in der medizin zu erreichen. tiere sind aber und waren immer für den profit ausgerichtet und die gesetzgebung ist da relativ klar definiert. selbst menschen können reine nutzlast sein, zB wenn der sozio vom motorad hinten runterfällt, gilt das laut straßenverkehrsordnung "nur" als verlorene last.

4.) Ist Zucht verantwortbar, da die Tierheime kaum noch der Aufnahme und Vermittlung von Fund- und Abgabetieren Herr werden?

6.) Ist das Geld, dass für ein Rassetier gefordert und auch gezahlt wird, nicht aus Tierfreundsicht besser investiert, wenn es Heimen oder Kastrationskampagnen zugute kommt?
jein kommt auf das tier und die zwecke an .. siehe die hundegeschichte.

klares nein

8.) Hätten speziell gezüchtete Babies eine ähnlich höhe Akzeptanz, sofern die medizinischen und gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen wären?
würd ich leider fast drauf wetten.

abschlusssatz:
ich hatte bis auf bei den ratten niemals reine rassetiere und selbst bei den ratten war es eher zufall. allerdings fällt meine wahl für ein tier meist anders aus als bei den meisten die ich kenne. das führt wiederum dazu das ich meist etwas schwierigere tiere vom charakter her habe. ich kann auch gerade schwer beurteilen ob eine rassekatze weniger selbstständig ist als eine EKH (wobei EKH ja selbst als rasse definiert wurde, die rasse aber eher ein gesunder mix aus allem ist). aber evtl. ist das auch gerade der grund warum ich mich damals im tierheim für diese katze entschieden habe, anstatt eine rassekatze aus dem nachbargehege zu nehmen die meinem wunschtier (BKH) entsprach und auch jünger war.
 
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Inge

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In Sachen Schutz- und Arbeitshunde stimme ich Dir natürlich zu.

Ob es jedoch spezielle "Rassen" sein müssen, glaube ich eigentlich nicht, da es wohl eher auf den Charakter, bzw. früh geprägtes Lern-/Spieltalent geht und, wie Du schon geschrieben hast, bei THW, Feuerwehr und Polizei vermehrt Tiere mit "ungeklärtem Familienhintergrund" am Gange sind und offensicht auch sehr erfolgreich.

Entsprechende Kosten für die aufwendige Ausbildung sehe ich natürlich auch als absolut notwendig und gerechtfertigt an.

Ich sehe auch einen Unterschied zwischen ursprünglich (!) reinen Nutzzuchten (Dackel für die "Untergrundarbeit" etc.), und den reinen "Dekozüchtungen" der jüngeren Vergangenheit.
 
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cikobi

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Diese Diskussion gefällt mir, ich bezeichne mich als einen nicht-militanten aber sehr durchdrungenen Tierschützer :wink:

Meine grundlegende Einstellung ist mittlerweile die, gleich vorweg: Wenn ein Haustier, dann eins aus dem Tierschutz oder aus einer seriösen Zucht.

Wobei ich das gerne gleich als Grundsatz für meine folgenden Antworten festhalten möchte: Ich distanziere mich ganz gewaltig von "Vermehrern", das sind meiner Definition nach Personen, die ohne klares Zuchtziel nur auf den eigenen Profit ausgerichtet oder völlig ahnungslos Tiere paaren und Nachwuchs "produzieren".

Nun zu meinen Antworten:

1.) Die Zucht von Tieren ist ein Eingriff in die Natur, die ausschliesslich dem Menschen nutzt und niemals dem Tier. Ob ein Schwein zu höherem Fleischertrag, eine Kuh zu besserer Milchleistung oder die Rassemieze zu "niedlicherem" Aussehen gezüchtet wird, ist aus ethischer Sicht nicht zu unterscheiden.
Was Schweine, Kühe kurz Nutztiere betrifft bin ich Deiner Meinung. Es ist jedoch auch in der Natur so, dass unterschiedliche Erscheinungsbilder einer Rasse vorkommen. Um bei Katzen zu bleiben: Langhaarige gemütliche gab es schon als Naturform, bevor das ganze gezielt verstärkt wurde. Langhaarig und schlank gab es auch. Kurzhaarig und schlank ebenso usw.

Dass der Mensch als Eingreifer in die Natur hergeht und bestimmte Merkmale forciert, ist eine andere Sache. Aber es wurde nicht komplett neu gemacht, es wurde etwas bestehendes sagen wir mal verändert.

2.) Zucht führt zwangsläufig über mehrere Generationen zu rassespezifischen Krankheiten bzw. Einschränkungen von Organismus, Anatomie, Charakter und Reproduktionsfähigkeit.
Klares "Jein" :wink: Durch seriöse Zucht, die darauf achtet, von Erbkrankheiten Wegzuzüchten, wird dieser Punkt widerlegt und da gibt es eine ganze Reihe an positiven Beispielen. Dass ich an dieser Stelle ganz klar sagen muss, ich finde Perser ohne Nase pervers oder auch Falt-Nackt-Knickohr-Katzen - gar keine Frage. Dass diese Tiere Zuchtbedingt Einschränkungen in der Lebensqualität haben finde ich bekämpfenswert und nicht im Ansatz verständlich. ABER: Gerade bei Persern mit Nase ist es ja so, dass sich hier in den letzten Jahren eine Fraktion gebildet hat, die versucht, dass Erscheinungsbild des Tieres wieder zum Guten zu bekehren.

3.) Rassekatze und -hund sind wirtschaftlich gesehen ebenso ein Handelsgut wie Nutztiere, also auf den Profit des Erzeugers und die Convenience des Endverbrauchers ausgerichtet.
Auch wieder "Jein". Klar bestimmt die Nachfrage das Angebot ABER: ein seriöser Züchter hat ein klares Ziel vor Augen: Erhaltung oder Verbesserung (was Krankheiten betrifft) "seiner" Rasse. Schau mal Norweger und Maine Coons an. Zwei verschiedene, sehr alte und ursprüngliche Rassen mit kaum erkennbaren aber vorhandenen Unterschieden. Beide würde es ohne klares Zuchtziel vermutlich nicht mehr geben! Da sie vermischt worden wären. Nur durch klare Zuchtlinien ist es möglich, zwei wunderbare Rassen zu erhalten, die zunächst mal die Natur "erschaffen" hatte.

4.) Ist Zucht verantwortbar, da die Tierheime kaum noch der Aufnahme und Vermittlung von Fund- und Abgabetieren Herr werden?
Gegenfrage dazu: Wieviele Reinrassige Züchtertiere sitzen in Tierheimen? Wieviele Vermehrertiere sitzen ein und wieviele stinknormale EKH?
Für mich ganz klares "Ja", wer ein Rassetier haben möchte und dafür den entsprechen hohen Anschaffunghspreis zahlt, der gibt sein Tier nicht mal eben wieder weg und schon gar nicht ins Tierheim. Das ist meine Erfahrung nach 3 Jahren Tierheimmitarbeit in Stuttgart. Deine Frage ist meiner Meinung nach sehr gut aufgehoben in einer Argumentation gegen Vermehrer.

Und auch hier: Angebot und Nachfrage. Wenn ich nun aus bestimmten ästethischen Gründen eine sagen wir Türkisch Angora haben möchte, schaue ich, weil ich Tierschützer bin, vielleicht erstmal in türkischen Tierheimen nach (online), aber ich würde hier sicher auch den Weg zum Züchter gehen. Einfach, weil mir diese - übrigens auch uralte und sehr ursprüngliche - Rasse so gut gefällt und weil ich damit dafür sorge, dass diese Rasse erhalten und weitergezüchtet wird. Gerade diese Rasse ist beispielsweise einmal fast ausgestorben! Und dankenswerter Weise durch gezielte Zucht erhalten worden.

Also stehen Tierheime und Zuchten für mich nicht in einem Widerspruch!

Nein, nichts besseres. Aber etwas "anderes". Andere Voraussetzungen, keine natürliche Auslese in gezielter Zucht, andere Vorassetzungen für die Haltung usw.

6.) Ist das Geld, dass für ein Rassetier gefordert und auch gezahlt wird, nicht aus Tierfreundsicht besser investiert, wenn es Heimen oder Kastrationskampagnen zugute kommt?
Sicher. Das sehe ich aber in der Realität sehr hart: Das Geld, was ich in eine "Markenjeans" investiere, wäre auch besser bei einer Spende an Bedürftige aufgehoben, aber wenn ich aus verschiedenen Gründen - Qualität, Schnitt, Farbe, etwas bestimmtes möchte, hole ich es mir. So ticken Menschen. Das ist auch meiner Meinung nach nicht grundsätzlich zu verurteilen, denn jeder einzelne von uns tickt so. Jeder muss für sich selber entscheiden, ob er nicht vielleicht von dem, was er für sich ausgibt, einen Teil den Hilflosen zukommen läßt, aber wie oben angeführt vertritt auch ein seriöser Züchter für mich Tierschutzaspekte die der Rasseerhaltung dienen. Also auch hier erkenne ich keinen Widerspruch.

7.) Mit dem Geld, dass ich für eine Rassekatze ausgebe, kann ich mindestens 10 Katzen ein jahr lang ausgewogen ernähren und medizinisch betreuen lassen.
Das mag richtig sein, obwohl ich eine Rassekatze geimpft und entwurmt bekomme und mit allen möglichen medizinischen Voruntersuchungsergebnissen ausgestattet (seriöse Zucht!). Diese Dinge muss ich also nicht mehr bezahlen, ich bekomme sie aber im "Gesamtpaket".

Ich kann auch als Mensch wieder sagen ich kaufe das teure Bio oder ich kaufe Diskountware. Wobei ich das als wertfrei betrachten möchte! Ich selber habe zwei EKH und diese betrachte ich nicht als Diskountware :wink: Es ging ja gerade nur um ein Für und Wider.

8.) Hätten speziell gezüchtete Babies eine ähnlich höhe Akzeptanz, sofern die medizinischen und gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen wären?
Nun finde ich es etwas vermischt, denn Katzen werden nicht geklont sondern gezielt gezüchtet um bestimmte Merkmale zu forcieren. Eine schöne Frau wird sich sicher nicht ohne weiteres mit einem offensichtlich objektiv hässlichem Mann fortpflanzen. Einfach, weil sie bestimmte Vorstellungen von ihrem Partner hat und unbewusst (es gibt Studien dazu) einen Partner ähnlicher Attraktivität auswählen wird um gute Gene auch fürs Äußere mitgeben zu können.

Puh, meine Tastatur raucht, wahrscheinlich liest das Ding hier eh keine Sau :twisted: aber das war nun meine umfassende Meinung dazu :wink:

Eine sehr interessante DiskussioN!!!!!!
 
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Inge

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Ich bin sicher, dass es gelesen wird und finde es auch sehr erfreulich, dass dermaßen ausführliche und begründete Antworten kommen. :D
 
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Inge

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ich kann mich im Übrigen cikobis Meinung anschließen (ich bin immer ganz schlecht im Formulieren von so langen Texten :? )
möchte aber das eine oder andre noch dazuwerfen.

Ich habe mich BEWUSST für eine Rassekatze entschieden,weil ich die Rasse wunderschön fand.
Mir ging es auch darum ein Tier zu haben,das nicht überzüchtet ist und bestimmte Merkmale hat,wie Knickohren,kein Fell,platte Nase etc.
Das finde ich einfach nur abstoßend!
Ich wollte einen Norweger,weil es eine schöne ursprüngliche Rasse ist.

Klar,wir suchen uns ein Rassetier aus,ABER wenn wir ins Tierheim gehen,dann suchen wir uns die Tiere auch in gewisser Weise aus,oder nicht?
Wenn man im Internet schaut,dann sind da doch auch Bilder von den Tieren zu sehen,die vermittelt werden.
Warum?
Eben weil wir das Tier sehen wollen,es sollte uns optisch zusagen.
Klar,der charakter sollte auch stimmen,es sollte zu uns und unsrem Lebensstil passen undsoweiterunssofort.

Aber erstmal SEHEN wird das Tier und lesen uns dann auch nur die näheren Infos durch(als ich rede jetzt vom I-net :wink: ),wenn uns das Tierchen optisch zusagt.

Ich z.B. bin kein Fan von roten Katzen,genausowenig,wie mir übrigens rothaarige Männer zusagen :wink: ,aber wenn ich in der Mülltonne ein armes hilfloses halbverhungertes rotes Katzentier finden würde,wäre ich die letzte,die schreit:"Bah,weg damit!"
Ich würd das Tierchen zum Arzt bringen,und dann warscheinlich behalten.
Weil ich Tiere liebe,würde ich die katze aufnehmen,nicht weil sie mit gefällt.
Und sie würde die gleiche Liebe und Pflege bekommen,die alle meine Tiere genießen dürfen.
Aber aussuchen würde ich mir eine rote Katze nie!

Unsre andre katze kommt übrigens aus Spanien,und ist definitiv kein Rassetier.
Aber ich habe sie ausgesucht,weil ich sie süß fand und weil sie zu uns passt.

Rassetiere mit Stammbaum landen deshalb seltener oder kaum in Tierheimen,weil die Züchter sich meistens ein Vorkaufsrecht einbehalten.
Also falls ich das Tier nicht mehr halten kann/will,nehmen sie es zurück und versuchen ein neues liebevolles zu Hause zu finden.

Huch,nu isses doch recht lang geworden :shock:

LG,Simone
 
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Inge

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Naja, es läuft also schon auch auf den dekorativen Gebrauchswert im Rahmen des persönlichen Geschmacksempfindens hinaus. Das ist ncht abwertend gemeint, ich mag ja attraktive Frauen auch lieber! :D

Nur ist es ja bei den Menschen so, dass die Nadja Auermanns, Paris Hiltons oder Caterine Deneuves nicht produziert werden, sondern einfach irgendwann da sind, weil Gott oder wer oder was auch immer für die "ästhetische Qualitätssicherung" verantwortlich ist, einen guten Tag hatte.

Ich habe übrigens einen herrlichen roten Kater! Allerdings habe ich mir Katzen bisher nie ausgesucht, sondern immer Tiere genommen, die dringend vermittelt werden musste. Das habe ich nie bereut und ich habe ehrlich gesagt auch noch nie eine optisch hässliche Katze gesehen, von einigen m.E. pervers motivierten Zuchtergebnissen, wie "Nacktkatzen", mal abgesehen.
 
I

Inge

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das ist ja das,was ich meinte.

Für mich kommen eben nur Rassetiere in Frage,die wegen ihrer Ursprünglichkeit gezüchtet und so erhalten werden.
Manche gäbs dann gar nicht mehr.
Wie ich schon sagte,solche unmöglichen plattnasigen,felllosen,knickohrigen,
überzüchteten Viecher mag ich nicht und solche Zuchten finde ich auch unmöglich.

Klar,DU kannst deine katzen dich aussuchen lassen ud praktisch die nehmen,die am ärmsten dran ist,aber ich habe einen Hund,ein Kleinkind und kann/will keinen Freigang bieten(zumindest nicht ungesichert) und habe andre katzen
da scheiden schon mal die Tiere aus,die nicht zu kleinen Kindern können,Hunde nicht mögen,und Artgenossen nicht abkönnen.

Meine Tili hab ich überigens nicht bewusst nach Aussehen ausgesucht,sondern weil ich ein passendes Tier gesucht hab.
Ausserdem wollte ich ein Mädchen :wink:
Hätte ich noch einen kater gewollt,dann hätte ich mich wohl trotz allem für ihren Bruder enschieden,der hat die tupfengleiche Fellzeichnung wie sie,nue eben in rot-getiegert


das ist er jetzt


das war er kurz nach dem sie gefunden wurden


das ist die Süße heute


das war das erste Bild,das ich von ihr gesehen hab

LG,Simone
 
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Inge

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Ja, absolut pervers, was die armen Viecher zum Teil alles durchzustehen haben, weil die verantwortlichen Menschen einfach zu dumm oder ignorant sind. Und genau aus diesem Grunde schlägt mein Herz auch für die, die es schwer haben, und genau wegen solcher Bilder würde ich auch nie zum "ordentlich-deutschen" Züchter gehen.

Natürlich wird sich das nicht von heute auf morgen verändern, aber ich denke schon, dass das wachsende Bewustsein über kurz oder lang Früchte tragen wird. Nur schade um die Tiere, die bis dahin noch krepieren müssen.

Sehr schöne "Pelzdinger" sind das geworden! Hätte ich ohne Zögern sofort auch genommen. Aber leider haben wir erstmal einen "Aufnahmestopp". Obwohl, man soll ja nie nie sagen...
 
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cikobi

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@Bay-Bee: Na, die zwei kenne ich doch von CBA :D sry, war ot..
 
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Inge

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eigentlich sinds 3 Geschwister...der dritte ist ganz schwarz.
Aber mittlerweile aller vemittelt,bzw. der rote ist noch reserviert.
Aber es freut mich trotzdem :D

LG,Simone
 
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Inge

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ach,CBA steht doch für Chinese Basketball Association :wink:

LG,Simone :lol:
 
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Inge

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"Ausserdem wollte ich ein Mädchen"

Na. das ist auch so ein Thema für sich! Ich habe zu den Mädels immer ein innigeres Verhältnis, das kommt von alleine. Weibliche Katzenbetreuern haben es nach meinen Erfahrungen eher mit den Katern.

Natürlich sind beide Klasse, aber irgendwie auch zwei ziemlich differente Lebensformen.

Ich mag an Katern die Gelassenheit, Kraft und Eleganz, und bei den Mädels die Schläue, Geschicklichkeit und Schnelligkeit.

Boss im Haus ist hier allerdings traditionell immer eine Kätzin, auch wenn das für Außenstehnde nicht auf den ersten Blick erkennbar ist

Kater haben also die gleichen Scheissprobleme wie viele Männer... von wegen Patriarchat. 8)
 
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cikobi

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Jetzt erkenne ich Deine wahren Beweggründe: Du willst als Mann einfach nur Zuspruch und Mitgefühl und Aufmerksamkeit :wink:

Naja, in der Philosophie arbeitet man gerne mit der Gegenprobe: Haben wir denn ein Matriarchat????? 8)

Gott, es wird immer OT-er...

CBA ist übrigens das Council for British Archaeology :shock: ... da habe ich mich mal beworben als Ausgrabungshilfe... weil ich dachte, so komme ich billig nach Ägypten... :roll: :lol:
 
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Inge

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nix is!

Bei uns ist Rayo definitiv der Boss!
Wo er hingeht kommt Tili hinterher und wenn er schläft geht sie meistens auch schlafen.
Er is auch der erste,der anfängt zu spielen,oder zu kämpfen.
Alles in allem ist sie eh eine sehr schüchterne stille zurückhaltene Person :wink:

Aber du hast recht,ich hab es auch eher mir Katern :D ,bzw sie mit mir :roll:

Al ich noch zu hause gewohnt habe,hatten wir vor Jahren eine Katzendame.
Sie mochte mich nicht besonders,obwohl ich ihr nichts getan habe.
Sie hat nicht gefaucht oder gebissen,aber mich konsequent ignoriert.
Mit der 2. Katze die wir hatten ging es nicht anders 8)

Aber der Kater ist speziell bei mir sehr zutraulich und es gibt Dinge,die nur ich bei ihm darf 8)
Die Erfahrung hab ich auch schon bei verschiedenen Tieren gemacht,ob nun bei Freunden,Bekannten oder in der Familie.
Katzendamen mögen mich nicht sonderlich,dafür Kater umso mehr :D

LG,Simone
 
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cikobi

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Um mal kurz wieder zum Thema zu kommen, mbberlin, ich habe leider eben erst gelesen, dass Du für Dich abschließend gesagt hast, dass es also doch dekorative Gesichtspunkte für eine Rassekatze sind und keine anderen.

So sinngemäß.

Das sehe ich aber eben nicht so. Klar sucht der Liebhabertier-Käufer sich das Tier vorrangig nach ästethischen Gesichtspunkten aus, aber letztendlich hilft er somit, Rassen zu erhalten, die sich mal ganz alleine entwickelt haben.Beispiele wären Ägyptisch Mau, Türkisch Van, - Angora, Maine Coon, Siam, Russisch Blau um nur einige zu nennen.

Ohne Interessenten kein Züchter.

Ich gebe Dir aber insofern recht, dass Qualzuchten mehr als fragwürdig sind und da ist eineindeutig nur der meist recht dubiose Geschmack Einzelner für verantwortlich der nichts mit Rasseerhaltung zu tun hat.
 
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Jetzt erkenne ich Deine wahren Beweggründe: Du willst als Mann einfach nur Zuspruch und Mitgefühl und Aufmerksamkeit :wink:

Naja, in der Philosophie arbeitet man gerne mit der Gegenprobe: Haben wir denn ein Matriarchat????? 8)

Gott, es wird immer OT-er...

CBA ist übrigens das Council for British Archaeology :shock: ... da habe ich mich mal beworben als Ausgrabungshilfe... weil ich dachte, so komme ich billig nach Ägypten... :roll: :lol:
Ich würde lügen, wenn ich nicht für weiblichen Zuspruch und Aufmerksamkeit empfänglich wäre! Auch feliner Art.

Ich glaube schon, dass unsere Gesellschaft sehr matriarchalische Züge haben, wie übrigens auch die arabischen und muslimischen Länder.

Die Männer machen zumeist nur in der Öffentlichkeit einen dicken Max. Zuhause, wenn der Schleier in die Ecke fliegt, geht es dann ganz anders zur Sache. Ich war lange Zeit im Nahen und Mittleren Osten (Syrien, Jordanien, Saudi Arabien und Libanon) tätig und habe dort sehr viel "privates" gesehen, das mich nachhaltig erstaunt hat Auch dort ist nicht nichts schwarz/weiss und Klischees sind ein weltweites Phänomen.

Was wolltest Du ihn Ägypten, dem Land der ersten "Rassekatzen"? Mumifizierte Katzen ausbuddeln?

Das war OT! Aber sowas von!
 

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