Hallo,
es gibt meiner groben Schätzung nach mindestens 1000 verschiedene Arten von Bürsten. Du bist nicht gezwungen, nur die für Katzen vorgesehenen zu nehmen, auch kleinere Hundebürsten oder sogar die für humane Köpfe sind unter Umständen angenehmer für mausernde Katzen.
Manche Katzen haben Probleme mit den relativ harten Stahlborsten, selbst wenn diese in so einem elastischen Pad eingelassen sind und beweglich sind. Ich hoffe, du weiß, welche ich meine. Versuchs also mal mit:
- Bürste mit Echthaarborsten. Die sind etwas weicher (tun weniger weh) und laden die Miez nicht statisch auf. Sie entfernen zwar nicht so wahnsinnig effektiv die losen Haare, aber zur Eingewöhnung sind sie vielleicht geeigneter.
- Bürste mit Stahlborsten mit diesen Kunststoffnupsis am Ende. Die kratzen nicht so auf der Haut, werden vielleicht besser angenommen.
- Handschuh mit Gumminoppen. Damit streichelst du die Katz und so ganz nebenbei holst du lose Haare aus dem Pelz.
- Alternativ zum Handschuh gibt es manchmal diese Noppen auch im handlichen Block gegossen, so ungefähr seifenstückgroß. Ich habe diese Dinger allerdings schon ewig nicht mehr gesehen.
- Kamm! Ist ein Versuch wert.
- Feuchter Waschlappen. Ganz im Ernst, du kannst mit einem feuchten Waschhandschuh viele Haare lösen. Manche Katzen mögen das ganz gerne.
Wenn alles nicht hilft, dann musst du sie eben in Ruhe lassen. Meine Kater haben sich immer drum gerissen, von mir gebürstet und gestriegelt zu werden, sie konnten (und können) gar nicht genug davon bekommen. Die alte Mieze aber hat immer das Weite gesucht, es war absolut kein rankommen an sie, wenn ich eines der Folterinstrumente in der Hand hatte. Seit einigen Monaten aber findet auch sie Gefallen an der Sache. Ich weiß nicht, ob es am Alter liegt oder daran, dass sie nun kaum noch Zähne im Maul hat und damit endlich schmerzfrei leben kann. Sie hatte nämlich viele Jahre große Probleme mit den Zähnen und ich vermute ganz stark, dass sie deshalb ganz oft einfach keinen Nerv für die schönen Dinge des Lebens hatte.