Dein Freund erreicht damit leider genau das, was er nicht erreichen will.
Und sorry: Seine Kollegin versteht definitiv absolut nichts von Katzen!
Oftmals kratzen Katzen auch aus Langeweile oder Frust, weil sie nicht ausgelastet sind. Ihr Ziel ist es dabei, beachtet zuwerden. Dabei geht es ihr nicht um positives Feedback, sondern um die Reaktion als solche. Es ist also oft einfach nur Provokation bzw, ein Aufmerksamkeitsdefizit!
Bestrafungen sind absolut sinnlos und führen im Endeffekt IMMER nur dazu, dass das Verhältnis zwischen Menschund Katze zerrüttet wird, und unter Umständen wird die Katze noch "verhaltensauffälliger" und schlimmstanfalls neurotisch, bzw. verhaltensgestört.
Was das Kratzen betrifft, folgende Fragen:
Hat sie einen Kratzbaum, den sie benutzt?
Falls ja, könnte ihr ihn dahin stellen, wo sie jetzt kratzt? Sozusagen als "schadensfreie" Alternative?
Und diese Fragen zur Katze:
Wie alt?
Geschlecht?
Kastriert?
Sonst irgendwie verhaltensauffällig (aggrassiv, laut, ängstlich, unsauber o.ä.)
Lebt sie alleine oder gibt es eine zweite Katze?
Wer ist die Bezugsperson?
Behandelt ihr die Katze unterschiedlich?
Habt ihr sie gemeinsam angeschafft?
Ich vermute, die Antworten können schon einen Hinweis geben, wie man das Problem katzengerecht in den Griff bekommen kann.