schon traurig, aber manche dinge sind einfach nich zu ändern.. auch wenn es sich hier nicht um den ursprünglich angestammten lebensraum der wildform der katze handelt, so sind die untersuchten gebiete im laufe der zeit doch zu einer art natürlicher umwelt für die katze geworden und dort herrschen nunmal andere bedingungen als zu hause auf dem sofa. es ist wie gesagt traurig, aber manche dinge muss mensch halt akzeptieren wie sie sind.
als vergleich hätte ich noch zahlen von freilebenden wölfen, die eine durchschnittliche lebenserwartung von ca. 6 bis 7 jahren haben. weiß leider nicht mehr genau um welche wölfe es sich handelt. in gebieten mit jagderlaubnis auf wölfe, wird es vielleicht noch weniger sein. nachzulesen auf jeden fall bei erik zimen, in welchem buch genau, weiß ich jetzt nicht mehr (nehme mal an es war das buch "der wolf"). hab ich mir aber nich ausgedacht. der älteste wolf, den der autor zu forschungszwecken "zu hause" gehalten hat, wurde 18 jahre alt. macht also auch ne ordentliche differenz zwischen der lebenserwartung in freiheit und gefangenschaft. das ist nicht nur bei katzen so.
was mich bei dem gedanken immer tröstet ist, dass ein tier (so glaube ich zumindest), die qualität seines lebens nicht an dessen länge festmacht. nicht, dass ich tieren keine (durchaus beachtliche) intelligenz zusprechen würde. aber sie sind eben anders als menschen, die angst vor dem sterben haben. tiere haben diese angst nicht. (meiner meinung nach zumindest) ich bin sicher die letzte, die nicht alles versuchen würde, für ihre fellpopos zu tun. aber ich halte zb auch nichts davon, das leben eines tieres (und in gewissen fällen auch das eines menschen.. - kenne leider genug leute die in der pflege tätig sind und von denen widerum kenne ich da die grausigsten geschichten) um jeden preis zu verlängern, wenn entweder gar keine aussicht mehr auf heilung besteht oder diese chance so gering ist und mit sovielen quälereien für das tier verbunden, dass es (in meinen augen) einfach nicht tragbar ist. einem menschen, sogar einem kleinen kind, kann mensch begreiflich machen, wozu gewissen dinge gut sind und dass der mensch (auch als kind) nach der behandlung wohl ein besseres leben haben wird. einem tier das begreiflich zu machen halte ich für ziemlich unmöglich. leider.. aber um dem tier als dem was es ist gerecht zu werden - nämlich kein mensch mit menschlichen moralvorstellungen - sollte man das einfach irgendwo im hinterkopf behalten, denke ich..
und zu guter letzt - ausnahmen bestätigen die regel.

wo ich vor ein paar jahren gewohnt habe, gab es eine "hauskatze", die da quasi schon zum inventar gehörte. mein lieber nachbar, ein wirklich herzensguter mensch, wollte sie einfangen und bei sich in der wohnung (mit freigang) leben lassen, aber das tierchen hat sich mit allem was sie hatte gewehrt und ihm die halbe wohnung kurz und klein geschlagen. also eine wirklich wilde katze. zu meinem nachbarn hatte sie immerhin soviel vertrauen, dass sie sich hat streicheln lassen von ihm (der hat sie auch meistens gefüttert). das mäuschen ist schon älter als das haus, das 1989 bezogen wurde - unter anderem von meinem nachbarn. als er also einzog, war die süße schon da und auch schon ausgewachsen. und zumindest vor ein paar wochen war sie noch topfit und lungerte vor dem haus in der sonne herum

macht also ein mindestalter von inzwischen 18 bis 19 jahren, die sie alle in freiheit verbracht hat. ich weiß, dass sie auch ein paar würfe hatte, mein nachbar hatte sie aber irgendwann (unter einsatz seines lebens *g*) eingefangen und kastrieren lassen - genauso wie ihren nachwuchs. von dem ist inzwischen keiner mehr übrig, aber die "omi" hält immernoch ihre stellung dort
