• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

ALTERNDE TIERE - Auch Katzen bekommen Alzheimer

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Inge

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"ALTERNDE TIERE
Auch Katzen bekommen Alzheimer

Katzen kann es ergehen wie Menschen: Nicht nur, dass sie immer älter werden - jetzt haben Forscher zudem Eiweiße in Gehirnen betagter Tiere festgestellt, die Alzheimer verursachen.

Je höher das Alter, desto größer das Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Das gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für Katzen, wie ein Forscherteam um Danielle Gunn-Moore von der University of Edinburgh jetzt festgestellt hat. Das Eiweiß, das bei Menschen die Demenzkrankheit auslöst, komme auch in der Hirnrinde von Katzen vor, berichten sie in der internationalen Fachzeitschrift "Journal of Feline Medicine and Surgery".

Alzheimer bei Stubentigern: Ausgewogene Katzennahrung senkt
Risiko
Für ihre Erhebung untersuchten die Forscher die Gehirne von 19 Katzen im Alter zwischen 16 Wochen und 14 Jahren. 17 von ihnen hatten zu Lebzeiten bereits neurologische Störungen - erste Symptome der Demenzkrankheit -, gezeigt. Bei menschlichem Alzheimer bilden sich Eiweiße in den Nervenzellen, so genannte Beta-Amyloide, welche die Übertragung von Signalen im Gehirn behindern.

Mittels chemischer Substanzen löste das Team in seiner Untersuchung eine Immunreaktion in den Katzenghirnen aus: Beim Kontakt mit einer chemischen Substanz änderten die gesuchten Proteine ihre Farbe und wurden sichtbar.

Deutlich erhöht war das Aufkommen der Eiweiße bei den älteren Katzen, wie die Studie zeigt. Bei sieben Tieren war die Ablagerung bereits fortgeschritten, zwei Katzenhirne enthielten dem Bericht zufolge hohe Konzentrationen eines anderen Eiweißes, das auch menschliche Alzheimerpatienten aufweisen: Es stört den Stoffwechsel in den Nervenzellen. Die Eiweiß-Ablagerungen, die Faktoren, die Alzheimer beeinflussen sowie Auswirkungen von Diäten oder verschiedenen Medikamenten könne man bei Katzen einfacher studieren als bei Menschen, schreibt Gunn-Moore. Der Grund: Katzen haben eine kürzere Lebensspanne.

Die Studie des Forscherteams belegt - trotz der geringen Anzahl an Versuchsobjekten - vorangegangene Untersuchungen, in der ebenfalls grießähnliche Ablagerungen in Gehirnzellen von Katzen und auch von Hunden nachgewiesen worden waren. Das Team von Gunn-Moore bestätigte, dass diese Ablagerungen mit den aktuellen Befunden übereinstimmen und die gleichen Eiweiße wie beim Menschen seien. Das sei der Beweis dafür, dass ältere Katzen an einer ähnlichen Form von Alzheimer erkranken könnten wie Menschen. Zur Vorbeugung rät die Wissenschaftlerin, die Haustiere ausgewogen zu ernähren und für viel Bewegung zu sorgen.

Das Forscherteam plant jetzt weitere Untersuchungen, um mögliche Behandlungsformen für Alzheimer bei Katze und Mensch zu testen. Aktuellen Studien zufolge seien rund 28 Prozent der Stubentiger zwischen elf und 14 Jahren aufgrund ihres Alters verhaltensgestört, schreibt Gunn-Moore. Überschreiten Katzen das 15. Lebensjahr, erhöhe sich der Anteil sogar auf 50 Prozent.

tos/dpa/ddp"

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,452685,00.html
 
24.10.2007
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Bienie

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Re: ALTERNDE TIERE - Auch Katzen bekommen Alzheimer

28 Prozent der Stubentiger zwischen elf und 14 Jahren aufgrund ihres Alters verhaltensgestört, schreibt Gunn-Moore. Überschreiten Katzen das 15. Lebensjahr, erhöhe sich der Anteil sogar auf 50 Prozent.
Aha! Und das soll dem gewogenen Katzenhalter nun WAS sagen?
1. Um Alzheimer zu vermeiden gutes, ausgewogenes Futter + Bewegung (dafür untersuchen die in der zweiten Reihe 19 Katzenhirne, das sagt mir doch der klare Menschenverstand, dass gute Ernährung und Bewegung das A und O sind, bei jedem Lebewesen)
2. Nachdem das Tier nun gut gefüttert wurde und ausreichend Bewegung hat, hat es (wie die Menschen) eine längere Lebensspanne und erkrankt dafür dann, wie auch immer, und wird verhaltensgestört.
Super!!

Meine Frage: Was ist denn "gestörtes Verhalten" bei älteren Katzen?
 
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Das zeigt ganz einfach nur, dass eine höhere Lebenserwartung wie auch bei Menschen Risiken birgt.

Aber will jemand, dass seine Katze mit 15 stirbt, nur damit die 1:2 Chance, dass sie später an Alzheimer erkrankt, wegfällt? ;-)

Gestörtes Verhalten bei solchen Katzen ist vor allem Aggressivität bzw. Unberechenbarkeit oder Stimmungsschwankungen, Apathie, Futterverweigerung, Unsauberkeit, Inkontinenz etc. pp.. Also das gleiche Bild wie bei alten demenzkranken Menschen, die ja in fortgeschrittenem Stadium mitunter selbst ihre Verwandten nicht mehr erkennen.

Da es bei Menschen nur sehr geringe und unzuverlässige Behandlungsmethoden gibt, bedeutet das natürlich auch, dass man einer dementen Katze nicht helfen kann.
 
Bienie

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Natürlich "will" keiner das irgendwer stirbt, aber das gehört ja leider dazu, zum Leben.
Nur haben die Tiere das Glück dass man sie einschläfern lassen kann wenns zu arg fürs Lebewesen wird, Menschen darf man "lebenserhaltend" an alle Finessen der Technik hängen...
 
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Inge

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"Betreuung der geriatrischen (alternden) Katze

Auch Katzen werden durch die verbesserte medizinische und diätetische Versorgung älter als vor einigen Jahrzehnten. Die Alterserkrankungen der Katze entsprechen denen des Hundes. Die schwachen Organe bei der Katze sind die Schilddrüse und die Nieren. Bei der Katze kann es im Alter zu einer erhöhten Aktivität der Schilddrüse kommen. Die Aktivität der Schilddrüse sinkt aber in der Regel und bewirkt somit eine Veränderung im äußeren körperlichen Erscheinungsbild, in der körperlichen und in der geistigen Aktivität sowie die biochemischen Reaktionen in den Eingeweiden. Das Muskelgewebe baut sich ab und wird durch Fettgewebe ersetzt. Dadurch werden die Gelenke instabil, die degenerativen intraartikulären Prozesse beschleunigt und die Bewegungsaktivität verstärkt herabgesetzt.

Die Verdauungsfähigkeit ist verzögert und die Darmbewegungen verlangsamt, es kommt vermehrt zu Verstopfungen (Koprostase). Der Metabolismus nimmt ab, die Durchblutung der Organe und ihre Sauerstoffaufnahme sind reduziert.

Der Schlaf-Wach-Rhythmus und die Regelung der Körpertemperatur sind gestört. Nachtwandeln und eine gesteigerte Kälteempfindlichkeit sind die Folgen.

Das Sehvermögen nimmt ab, die Tiere ziehen sich progressiv in sich zurück, die geistige Aktivität lässt nach.

Alte Tiere haben insgesamt eine herabgesetzte Fähigkeit, ihren Körper vor belastenden Stressfaktoren zu schützen.

Das Vorkommen von chronischen Schmerzen bei alten Katzen wird häufig verkannt. Der Besitzer interpretiert den herabgesetzten Spieltrieb seiner Katze als ein Zeichen des Altwerdens. Diese Annahme kann der Tatsache entsprechen. Dennoch sollte man sich in Zweifelsfällen die Meinung eines Tierarztes einholen.

Die physikalische Medizin und die Akupunktur verhelfen dem Tier, die Alterungsprozesse zu verzögern und vermögen regulativ in die oben genannten Funktionsstörungen einzugreifen."

http://www.physio-tierarzt.de/indikationen_katze.html
 
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Inge

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Menschen darf man "lebenserhaltend" an alle Finessen der Technik hängen...
"Muss" wäre hier der richtige Ausdruck, schliesslich hat man in Deutschland und vielen anderen Ländern ja lüberhaupt keine andere Wahl. Die Gnade, die man einem totkranken Tier erweist, wünschen sich viele alte Menschen. Und nicht jeder hat die Möglichkeit und die finanziellen Mittel, nach Holland oder in die Schweiz zu reisen.

Bei einem Tier ist Euthanasie seltsamerweise ein ethischer Akt, für den jeder Verständnis hat. Bei Menschen ist es aus mir unerklärlichen Gründen genau diametral.
 
Bienie

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Ja, "muss" ist wohl richtiger...

Lt. Diskussion mit Ärzten, die ich darüber geführt habe, ist das bei Menschen so um z.B. raffgieriger Verwandtschaft nicht den Boden zu geben, Tante Erna "einzuschläfern" um an Haus, Barschaft und Aktien zu kommen.
Und da in D ja ein Tierleben nicht den gleichen Stellenwert wie ein Menschenleben hat, ist es also völlig ok bei einem Tier zu entscheiden: "Dein Leben ist nicht mehr lebenswert", aber einen Menschen kann man über Jahre ein "Leben" an Maschinen ermöglichen....

Ich meine aber, dass diese lebenserhaltenden Massnahmen in einem Patiententestament geregelt werden können. Leider ist hier wohl die genaue Formulierung meist ein Problem...
 
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Dinah

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Man könnte, wie bei einem Organspendeausweis erklären, dass man bei einer schweren Krankheit, die zwangsläufig ohne Heilungschancen ist und zum Tod führt, diesen Weg früher antritt. Eine sogenannte aktive Sterbehilfe.

ABER: Das Erbrecht ist ja in Deutschland ganz gut durchgeregelt, deswegen ist die raffgierige Verwandschaft Quatsch. Selbst bei einem Testament gibt es Haupterben. Ohne Testamen erst Recht. Und selbst wenn, was macht das für einen Unterschied, wenn man 1 Woche früher oder später stirbt.

Ich denke es liegt zunächst hauptsächlich an den Ärzten. Immerhin sollen sie Leben retten und erhalten und nicht beenden. Hyp. Eid. oder? Auch in den USA verweigern sich Ärzte eine Giftspritze zu setzen, ganau aus dem Grund.

Weiterhin ist es eine schwere ethische Schwelle. Immerhin stehen oft Verwandte dahinter, die den Menschen so sehr lieben, ihn nicht gehen lassen wollen und immer Hoffnung haben. Gerade bei Hirntoten oder bei Komapatienten schwierig. Ab wann gibt es keine Hoffnung mehr? Wann ist jemand tot? Könnte er nicht doch nochmal erwachen, immerhin gibt es solche "Wunder".

Dann ist da noch die Religion, die es verbietet. Ein Schwangerschaftsabbruch ist schon Mord.

Aber der Unterschied zu einem Tier ist mir auch nicht so einleuchtend. Tiere werden eben als niedere Lebewesen betrachtet, ohne eigene Entscheidungsmöglichkeit und deswegen haben sie in dem Punkt Glück und müssen nicht vor sich hin vegetieren...

:wink:
 
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Inge

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Dann ist da noch die Religion, die es verbietet. Ein Schwangerschaftsabbruch ist schon Mord.
Da sehe ich schon einen erheblichen Unterschied zur Sterbehilfe. Es ist ja wohl was anderes, wenn ein Fötus getötet wird, weil die Mutter nicht ausgepasst hat, es nicht in ihr Lebenskonzept passt oder die wirtschaftlichen Verhältnisse nicht stimmen. Für mich ist das auch Mord, ohne jeden Zweifel.

Es gibt äußerst zuverlässige Verhütungsmethoden und auch die Möglichkeit einer Sterilisation. Notfalls auch die Adoption.

Es besteht also keinerlei Grund, ein Kind zu töten (für mich ist es in dem Moment der befruchtung ein Kind, bzw. ein vollwertiger Mensch), anders al bei einen totkranken Menschen, der am Ende des Lebens steht und es nur noch darum geht, Leiden zu mindern.

Eine Ausnahme bei Abtreibungen sind selbstverständlich noch Lebensgefahr für die Mutter oder eine klare medizinische Indikation schwerer Missbildung etc. die Lebensqualität unmöglich machen.

Ansonsten habe ich kein Verständnis dafür, dass ungeborene Kinder für die Dummheit ihrer Mütter sterben müssen. Und ausschliesslich darum handelt es sich, wenn man einmal von Vergewaltigungen absieht.
 
Bienie

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für die Dummheit ihrer Mütter sterben müssen.
Da muss ich jetzt doch widersprechen - auch wenn die Frau nun mal dazu auserkoren ist, dass Kind auszutragen (biologisch), so hat auch der Vater seinen Teil der Dummheit zur ungewollten Schwangerschaft beigetragen. Die Schuld hier allein der Frau geben zu wollen finde ich etwas unfair. Schliesslich ist Mann sich auch über die Folgen von ungeschütztem Geschlechtsverkehr im Klaren.
"Wird schon nix passieren" ist einfach total unverantwortlich.
 
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für die Dummheit ihrer Mütter sterben müssen.
Da muss ich jetzt doch widersprechen - auch wenn die Frau nun mal dazu auserkoren ist, dass Kind auszutragen (biologisch), so hat auch der Vater seinen Teil der Dummheit zur ungewollten Schwangerschaft beigetragen. Die Schuld hier allein der Frau geben zu wollen finde ich etwas unfair. Schliesslich ist Mann sich auch über die Folgen von ungeschütztem Geschlechtsverkehr im Klaren.
"Wird schon nix passieren" ist einfach total unverantwortlich.
Wenn eine Frau ohne Kinderwunsch selbst nicht verhütet und trotzdem ungeschützten Verkehr mit einem Mann hat, ist sie ganz einfach saudumm. Was denn sonst?

Das Risiko liegt ja schliesslich überwiegend auch auf ihrer Seite, wie die Realität tausender alleinerziehender Frauen zeigt: Massenhaft Erzeuger sind auf einmal spurlos verschwunden oder zahlen schlicht keinen Unterhalt.

Und wenn einem Mann das egal sein sollte, hat die Frau doch auch angesichts dieses Risikos letztlich wohl immer noch das letzte Wort, ob sie ungeschützten Verkehr will oder nicht. Und da sehe ich eben auch die volle Verantwortung für die "niedlicher" Weise als "Unfälle" betitelten Folgen.

Eine "halbe" Verantwortung für Kinder gibt es nicht.
 
Bienie

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Eine "halbe" Verantwortung für Kinder gibt es nicht.
Für die Verhütung sind trotzdem die 2 Menschen verantwortlich, auch in Hinsicht auf div. Krankheiten und Aids, welcher wieder gross im Kommen ist, weil die Menschen, die ungeschützten Verkehr haben aber kein Kind wollen, ALLE saudumm sind. Und das nur auf die Frau zu begrenzen weil die halt schwanger werden kann ist zu einfach.

Auch als Mann sollte ich mir Gedanken über Geschlechtskrankheiten machen - und über ungewollte Kinder.

Und davon abgesehen gibt es auch noch eine geringe Anzahl an wirklichen Unfällen, wo z.B. das Kondom nicht hält. Ja, die solls wirklich geben..
 
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Dinah

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Nun, eine Frau, die verhütet hat gewisse Gründe warum gerade jetzt ein Kind einfach nicht .... wie drück ich es nur aus, ohne gleich als Kinderhasser tituliert zu werden...

passt?!

Was ist, wenn es passiert? Ich habe ein ähnliches Problem und vertrage die Pille nicht, obwohl sie als das Sicherste gilt. Alles andere ist noch unsicherer. Das gräbt ganz schön an der Beziehung.

Im Moment wäre ein Kind für micht nicht denkbar. Es ist vielleicht egoistisch aber mein Leben ist auch was wert und dieses muss erstmal in den Griff bekommen werden. Heute geht nix mehr mit Luft und Liebe. Als Ossi, bin ich natürlich verwöhnt mit Kindergärten, Grippen usw., die es aber nicht mehr gibt. Die Zeiten ändern sich und dafür kann ich auch nichts. Ich setze keine Kinder in die Welt, um sie dann zur Adoption frei zu geben, was soll das denn?

Aber heute reicht teilweise 1 Gehalt nicht mehr aus, um vernünftig zu leben, Miete zu zahlen und alle anderen Fixkosten. Wie sieht es aus mit dem Berufsleben? Wer bleibt zu Hause? Wer hört auf zu arbeiten? Wie stopft man das finanzielle Loch?

Verantwortung fängt vor der Zeugung eines Kindes an. Aber "Unfälle" passieren und dafür soll niemand leiden, weder Kind, noch Eltern. Und ein Abbruch (ich hasse das Wort Abtreibung) ist kein Mord, denn meist wird er durchgeführt bevor ein Fötus entsteht... Das zählt noch nicht unter "Leben".

Und was mir besonders aufstößt, um bei Religion zu bleiben. Wie vielen Frauen wird die Verhütung untersagt? Wer verbietet die Pille? Wer kümmert sich um die Frauen mit Kindern, die kein Geld haben und als Geburtenmaschinen ausgenutzt werden? Die Kirche? Pha... *piiieeep

Gott nicht ins Handwerk pfuschen... aber ins Leben vieler Frauen und Familien.

Und was die Männer angeht. Es gibt genügend, die erst heile Welt vorspielen und sich vom Acker machen, sobald das Kind da ist. Spreche aus eigener Erfahrung... Und leider ist das nicht vom Tisch zu weißen, genauso wenig wie unvorsichtige Frauen.

Alles hat mehrere Seiten, dei betrachtet werden müssen...
 
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Inge

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1. Das zählt noch nicht unter "Leben".

2. Und was mir besonders aufstößt, um bei Religion zu bleiben. Wie vielen Frauen wird die Verhütung untersagt?

3. Und was die Männer angeht. Es gibt genügend, die erst heile Welt vorspielen und sich vom Acker machen, sobald das Kind da ist.

4. Alles hat mehrere Seiten, dei betrachtet werden müssen...
1. Wie willst Du das beurteilen können? WIe soll das überhaupt ein Mensch beurteilen können. Mit dem Moment der Befruchtung beginnt ein natürlicher Prozess, der normalerweise einen Menschen zur Folge hat. Ich finde es lächerlich, wenn Wissenschaftler behaupten, sie könnte einen Zeitpunkt des Menschseins oder der Entsstehung der Seele festsetzen. Und hinter solchen Wissenschaftlern verstecken sich sehr viele Frauen. Im letzten Jahr waren es rund 120.000. Für mich ist es Mord aus purem Egoismus, dem niedrigsten aller denkbaren Beweggründe.

2. Da gebe ich Dir vollkommen recht. Es ist absolut unverantwortlich seitens der Kirchen, sich gegen Verhütung zu stellen.

3. Das ist aber absolut nichts neues und deshalb ein ziemlich naives Argument. Ich persönlich finde auch eine wesentlich rigidere Rechtslage für wichtig. Väter, die z.B. ihren Unterhalt nicht zahlen, müssten wesentlich schärfere Konsequenzen zu erwarten haben. Außerdem müssten Eltern auch generell deutlich besser gefördert werden. Finanziell und auch mit qualtativ hochwertiger Unterstützung in Sachen Krippe etc. pp. Das, was an Krippen etc. vorhanden ist, it meines Erachtens nur auf Unterbringung und Ruhigstellung ausgelegt. Viel zu weniges und zu schlecht ausgebildetes Personal betreut zu viele Kinder. Auch interdisziplinäre Unterstützung wäre sehr wichtig und sollte auch ein Pflichtprogramm werden, d.h. werdende Mütter müssten auch in vieler Hinsicht aus- und weitergebildet werden. Ernährung, Pflege, Psychologie, Pädagogik etc. Feste Ansprechparter, bzw. "Problemlöser" sollten unerfahrenen Müttern ebenfalls als Coach bedarfsweise dauerhaft zur Seite gestellt werden.

Letztens habe ich einen Bericht über vorschulische Erziehung gesehen. Da wurden dreijährigen spielerisch englische Liedertexte und Vokabeln beigebracht. Natürlich hat dann wieder so eine verschnarchte, lebensfremde Soziologin von Überlastung der Kinder gefaselt. :roll:

Unsere Kinder sind 2 1/2 sprachig aufgewachsen. Ganz einfach deshalb, weil meine Frau mit französisch gesprochen hat, ich deutsch mit ihnen sprach und ich mich mit meiner Frau mangels damals guter Französischkenntnisse in Englisch unterhalten habe. Da war garantiert keiner überfordert. Im Gegenteil. In der Schule hatte das deutliche Vorteile.

4. Keine Seite, mediziniche Gründe ausgenommen, rechtfertigt in meinen Augen eine Abtreibung.
 
Bienie

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Wie auch immer. Es gibt für jede Seite die passenden Argumente.

An sich finde ich, ausser aus den bereits genannten Gründen, einen Abbruch ebenfalls nicht in Ordnung, da er in heutigen Zeiten nicht stattfinden müsste. Wir alle werden aufgeklärt, wissen was Alkohol mit unseren Grenzen macht, etc pp.

Aber was ich absolut nicht in Ordnung finde, ist hier die Frau als alleinverantwortlich hinzustellen, nach der Aussage: Sie ist saudumm wenn sie ungeschützten Verkehr hat und kein Kind will.

An dem Akt sind schliesslich zwei Menschen beteiligt, und dann die Verantwortung an die Frau abzuschieben, nach dem Motto: DU bekommst ja dann das ungewollte Kind, nicht ich, find ICH einfach nur dumm. Der Mann darf also frei und fröhlich sein Sperma in der Welt verteilen, und die Frau muss mal wieder für die Verhütung sorgen. Was ich damit sagen will: Lässt man mal die ganzen Krankheiten aussen vor, die sich BEIDE dabei holen können - ist dieses Argument einfach nur steinzeitlich. Sorry - aber so seh ich das. Der Mann weiß ja auch was sein Sperma anrichten kann, genauso wie die Frau weiß was ihre Eier in Verbindung damit machen. Da kann ich mich als Mann net einfach hinstellen und sagen: "Ach nur damit du es weißt, ich kann ja net schwanger werden - von daher sieh zu wie du verhütest."
Wenn mein Freund mir jemals mit diesem Argument gekommen wäre, dann hätte er grad wieder gehen dürfen.

Und zwischen dumm und naiv besteht für mich ein Unterschied!
 
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Aber was ich absolut nicht in Ordnung finde, ist hier die Frau als alleinverantwortlich hinzustellen, nach der Aussage: Sie ist saudumm wenn sie ungeschützten Verkehr hat und kein Kind will.
Na was denn sonst?

Wie lautet denn die Ausrede? Ich wollte ja geschützten Verkehr, er aber nicht? Und dann?

Wer wird denn schwanger? Und wie wir wissen geht das vielen Männern ganz schlicht am Arsch vorbei, so traurig das auch sein mag.
 
Bienie

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Wie ich schon sagte, finde ich die Aussage steinzeitlich.

Warum wieso weshalb kann man in meiner Aussage oben nachlesen. Krankheiten etc sollten JEDEN Menschen dazu zwingen zu verhüten.

Davon abgesehen:
Es gibt auch genügend Frauen die verhüten und trotzdem schwanger werden. Kein Verhütungsmittel ist zu 100% sicher. Und da es ja ein beiderseitiges Vergnügen sein sollte, sollte auch die Verantwortung geteilt werden.

Saudumm? Und wie erklärst du dir dann frühreife 12jährige die von 16jährigen geschwängert werden? Sind die 12jährigen also alleine saudumm? Und der Mann nur ein Schweinehund weil er dachte - naja, die 12jähre wird schon verhüten.
 
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Nun MB... ich stimme deinen ganzen "sollte" zu... dann wäre ich Mama und gerne Mama... aber die meisten "sollte"existieren nicht. Ich habe mir schon so viele Gedanken gemacht, Kind ja, nein, später, vielleicht, wann? und bin immer zum selben Schluss gekommen. Zum Glück musste ich mich noch nicht gegen die Geburt aussprechen aber ich kenne Frauen, die das gemacht haben. Wenn sich ein Mann der Entscheidung über die Verhütung entzieht, hat er auch kein Recht über die Frau zu entscheiden und schon gar nicht zu richten...

zu 1. ich entziehe mich emotionaler Entscheidungen, denn dann dürfte ich so vieles nicht in meinem Leben. Manchen muss man rational entscheiden, so ist das... Wer beweist mir denn, dass es eine Seele gibt? In solchen Momenten hilft mir eine Gewissensentscheidung nicht, wenn hinterher 2 Leben versut sind

zu 3. naives Argument, Rechtslage, schärfere Konsequenzen

Nun mein naives Verhalten, wie du es nennst, entstand aus dem verantwortungslosen Verhaltens meines Vaters, der sich vom Acker gemacht hat. Seine Bilanzen so beschönigt, dass es keinen Unterhalt zahlen musste oder weniger als ein Arbeitsloser. Die Rechtslage eröffnet den Weg, keinen Unterhalt zu zahlen. Gibt ja auch noch Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt, wenn Daddy nicht zahlen will... Über das Zurückzahlen brauchen wir nicht zu reden. Eigentlich ist Unterhalt nichts anderes als sich von der Verantwortung frei zu kaufen. Mir wäre lieber gewasen, wenn mein Vater mir zum Geburtstag gratuliert hätte und mich ab und zu geholt hätte, nix dergleichen. Im Gegensatz war meine Mutter alleinerziehend. Zum Glück gabs in der Täterrätätä genug Kindergärten und meine Großeltern. Ohne das hätte meine Mutter verloren...

Woher weiß man, dass es ein Partner ernst meint? Manche entpuppen sich, wenn es ernst wird, wie mein Erzeuger.

So naiv bin ich...

Und ich hätte meine Mutter gut verstanden, wenn sie abgebrochen hätte, bei einer Vorankündigung. Und leider teilen sich dieses Schicksal viele, schon bei erkennen der Schwangerschaft. Aber heute ist das nicht mehr so einfach.

Ich bin 4 sprachig aufgewachsen. Aber diese Bildung hat mir keine Schule vermittelt. Geld für Privatschulen hatten wir nie. Und ein hätte und müsste, sollte gibt es viele. Aber an der Umsetzung hapert es, wie man in den täglichen Nachrichten mitbekommt. Also müssen wir mit den Situationen klar kommen... oder nicht :wink:
 
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1. Es gibt auch genügend Frauen die verhüten und trotzdem schwanger werden.

2. Und wie erklärst du dir dann frühreife 12jährige die von 16jährigen geschwängert werden? Sind die 12jährigen also alleine saudumm? Und der Mann nur ein Schweinehund weil er dachte - naja, die 12jähre wird schon verhüten.
In der Steinzeit gab es keine Verhütung und keine Abtreibung! ;-)

1. Dazu habe ich mich schon geäußert. Ein ungeborenes Kind hat keine Schuld an einem verhütungsproblem.

2. Kinder sind keine Erwachsenen! Trotzdem: 12-jährige sind heute durchweg aufgeklärt, wenn sie die Schule besucht haben. Sexualkunde wird im Normalfall ab der 4 Klasse gelehrt und somit wissen normalbegabte 10-jährige schon äußerst genau, was Sache ist.

12-jährige wissen auch, dass man nicht über eine Autobahn laufen soll und tun es deswegen in der Regel auch nicht.

Abgesehen davon sind hier die Eltern doof, weil sie keine aufklärerischen Maßnahmen ergreifen, bzw. nicht für Verhütung sorgen.

Prinzipiell kann man aber leider gegen doofe Menschen fast gar nichts tun. Aber das sollten eben keine ungeborenen Kinder ausbaden müssen.

Über die Verantwortlichkeitmachung der Väter habe ich mich ja schon ausgelassen.
 

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