Los Angeles führt Zwangskastration für Tiere ein

I

Inge

Beiträge
17.459
Reaktionen
3
"KATZENJAMMER UND HUNDEELEND
Los Angeles führt Zwangskastration für Tiere ein

Zu viele unerwünschte Haustiere, zu viele überfüllte Heime: Tierhalter in Los Angeles müssen ihre Hunde und Katzen künftig kastrieren oder sterilisieren lassen. Ziel der rigorosen Maßnahme: der Tierschutz.

Los Angeles - Der
Stadtrat der südkalifornischen Metropole hat die Maßnahme beschlossen. Der Bürgermeister habe damit eine der schärfsten derartigen Verordnung in den USA unterzeichnet, berichtete der Sender KABC. Betroffen sind Katzen und Hunde, die mindestens vier Monate alt sind. Von der Vorschrift ausgenommen sind Polizeihunde, Behinderten-Begleithunde, Zuchtschautiere und die Vierbeiner von Züchtern.

Mit der Zwangskastration will die Stadt die Zahl unerwünschter Haustiere, von denen viele in Tierheimen enden und dort getötet werden, eindämmen. Verstöße gegen die neuen Auflagen sollen mit Geldstrafen von bis zu 500 Dollar und gemeinnützigen Diensten geahndet werden.

Wer knapp bei Kasse ist, kann den Eingriff in städtischen Tierheimen kostenlos vornehmen lassen. Los Angeles ist damit die größte Stadt in den USA, die eine Sterilisation ihrer Vierbeiner verlangt. Bislang haben überwiegend kleinere Kommunen ähnliche Vorschriften erlassen.

han/dpa"

Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,538153,00.html

Sehr sinnvolle und nachahmenswerte Maßnahme!
 
27.02.2008
#1
A

Anzeige

Gast

Schau mal hier: Los Angeles führt Zwangskastration für Tiere ein . Dort wird jeder fündig!
I

Inge

Beiträge
17.459
Reaktionen
3
M

Mika1001

Beiträge
1.716
Reaktionen
7
Ist doch irgendwie vergleichbar, oder?

Züchter - Vermehrer
arme Länder - reiche Länder
 
I

Inge

Beiträge
17.459
Reaktionen
3
Das habe ich so nie behaupten. Es ist lediglich Deine Interpretation. ;-)
 
D

Dinah

Beiträge
2.232
Reaktionen
1
Ich finde es gut und das sollte es hier auch geben...
 
M

Mika1001

Beiträge
1.716
Reaktionen
7
Ja, gut finde ich das schon auch - ist es in Österreich nicht auch schon Gesetz (ausser für Landwirte)?
 
O

Orphee

Beiträge
397
Reaktionen
0
naja.. also ich finds arg übertrieben.

ich bin auch kein extremer kastrationsbefürworter.. schon gar nicht bei hunden, da kann man das mit etwas geduld und spucke alles gut unterkontrolle bringen (gibt natürlich ausnahmen). mein schnuffi hat auch noch keine welpen und der wird wohl auch erstmal keine haben. aber in diesem leben wird er trotzdem nicht mehr kastriert, es sei denn, es muss aus medizinischen gründen sein.

in dtl. ist es übrigens eigentlich verboten, gesunde tiere zu kastrieren. ;) ich denke auch mal, dass die tierärzte das im studium sehr wohl lernen. halten tut sich aber kaum einer dran, mit irgendwas muss man sich ja ein grundauskommen sichern.. :roll: außerdem kann man ja vorschieben, dass es den tieren ja allen sooooo schlecht geht, wenn sie nicht kastriert sind und das deswegen medizinisch notwendig ist - und jeder glaubts einem.

natürlich ist es nicht schön, wenn in LA so viele tiere getötet werden müssen, weil sie keiner haben will und sie nicht versorgt werden können. (warum eigentlich nich, schließlich haben die genug geld und was da so alles an fleischabfällen wegfliegt, das für hunde und katzen allemal noch gut wäre, will ich gar nich wissen). aber die ursache liegt woanders und nicht dabei, dass die tiere nicht kastriert sind. hierzulande funktioniert das ja auch weitestgehend. zumindest in meinem hunde-bekanntenkreis sind alle sehr verantwortungsvoll und lassen die hunde nicht einfach mal eben nachwuchs haben.

und ganz zuletzt - züchter und besitzer von zuchttieren dürfen natürlich unkastrierte tiere haben. was soll das denn?! schließlich können die auch mischlinge zeugen, die dann wiederum im TH landen usw.. also wenn schon, denn schon. verrücktes volk da drüben.
 
M

Mika1001

Beiträge
1.716
Reaktionen
7
Ich habe lediglich ein Gesetz gefunden, wonach betäubungslose Kastration verboten ist - kannst Du mir bitte den Quellennachweis nennen? Das interessiert mich nämlich echt.
 
I

Inge

Beiträge
17.459
Reaktionen
3
Ist doch irgendwie vergleichbar, oder?

Züchter - Vermehrer
arme Länder - reiche Länder
Was hat es für einen Sinn, Kinder in die Welt zu setzen, die aufgrund von regelmässigen Nahrungsknappheiten verhungern?

Wenn sich hierzulande sozial schwache Familien zehn Kinder anschaffen, gibt es immerhin noch staatliche Hilfe und die Kinder haben zumindestens die Chance auf ein menschenwürdiges Leben.

Aber wenn man sich einfach mal nur das Verhältnis Weltbevölkerung vs. Landwirtschaftsflächen ansieht, dürfte klar werden, dass eh kein Weg an einer Eindämmung der Bevölkerung vorbei geht:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Verfügbare_landwirtschaftliche_Nutzfläche_pro_Kopf.PNG

Das bedeutet im schlimmsten Fall, dass in 40 Jahren voraussichtlich jeder Mensch nur noch weniger als die Hälfte der heutigen Menge an Nahrungsmitteln zur Verfügung hat, selbst wenn sich die Erträge steigern lassen.

Entweder durch Hungerkatastrophen globalen Ausmasses durch direktes Verhungern oder die zwangsläufigen daraus resultierenden Kriege um Nahrung, oder eben durch Geburtenkontrolle.

China hat sich auch nur deshalb, damit sich die Hungerkatastrophe von 1961 nicht wiederholt, zur Ein-Kind-Politik entschieden. Damals sind - je nach Quelle - zwischen 20 und 40 Millionen verhungert!!!

Und noch ein anschalicher Vergleich: Die Bevölkerung Chnas ist zwischen 2000 und 2005 TROTZDEM um 55 Millionen Menschen angewachsen. Das entspricht etwa der Gesamtbevölkerung Italiens!

Und was die "reichen Länder" betrifft, so nehmen die Geburten doch von ganz alleine ab. Warum hätten wir sonst die heutigen Probleme der Überalterung? Rente, Krankenversicherung etc.pp. Wenn wir jetzt auf eine Ein-Kind-Politik umsteigen würden, also die ohnehin rückläufigen Zahlen noch mehr reduzieren, gäbe es in 20 Jahren definitiv keine Rente mehr.

Funktionieren kann es nur in einem gesunden Verhältnis zwischen Jung und Alt. Kinder muss man ernähren können und Rentner eben auch.

Selbst, wenn wir verstärkt auf Zuwanderung setzen würden, sofern der Arbeitamarkt das hergeben würde, wie in den früheren Gastarbeiterwellen, würde das zwar Deutschlandsprobleme u.U. einen Zeit lang lösen können, aber weltweit würde sich nichts ändern.

Die "Kuchen" wird nicht größer.
 
I

Inge

Beiträge
17.459
Reaktionen
3
"Ebenfalls zulässig ist die Kastration von Hunden und Katzen, wenn dies notwendig ist, um die unkontrollierte Vermehrung der Tiere zu verhindern. Eine generelle Kastration von Hunden ist damit jedoch – im Gegensatz zu Katzen – nicht erlaubt."

http://www.tierschutzakademie.de/00820.html: Eingriffe an Tieren (§§ 5 - 6a)
 
O

Orphee

Beiträge
397
Reaktionen
0
danke.

ich hatte das mal aus einer studie von dr. niepel, die vor ein paar jahren u.a. über die zeitschrift "der hund" eine große umfrage unter hundebesitzern zum verhalten ihrer kastrierten und nicht kastrierten hunde gemacht hat. in dem aufsatz zur studie stand, dass es eigentlich nicht erlaub sei, hunde ohne medizinische indikation zu kastrieren. - leider ist der aufsatz nicht mehr auf ihrer seite. man kann den inzwischen für geld bestellen. *grml*


aber mb hat ja auch was dazu gefunden. die "unkontrollierte" vermehrung kann man natürlich immer als grund vorschieben.. das ist es ja. auch wenn es sich um einen hund mit familienanschluss handelt, der nie ohne seine menschen draußen unterwegs ist und deshalb eigentlich unter kontrolle ist.

edit - rechtschtreibung
 
O

Orphee

Beiträge
397
Reaktionen
0
naja, hier gehts doch auch in diese richtung.

das ändert aber nichts daran, dass (auch hier) täglich so viele nahrungsmittel wegfliegen, dass einem schlecht wird. ich weiß von einer bekannten, die beim bäcker arbeiten, wieviel da jeden tag wegfliegt. jemand anders arbeitet im hotel, auch da könnte man sicher einige leute von satt kriegen, was da allein von einem essen übrig bleibt.. ich rede natürlich nicht von resten auf dem teller, sondern vom buffet. selbst die abgepackten butterpäckchen müssen dort entsorgt werden. (k.a. warum.. vielleicht weil sie dann zu lange nicht gekühlt wurden, wenn sie auf dem buffet liegen oder was weiß ich.. ) und das sind nur die kleinen fische.. was dann bei den großen erst alles anfallen muss.

und reste beim fleischer, die für den menschlichen verzehr nicht mehr gut genug sind, kann man in vielen fällen doch noch problemlos an hunde verfüttern. ich kann mir aber nicht vorstellen, dass viel dafür getan wird, diese abfälle sinnvoll zu verwerten. bin aber auch kein wirtschaftsmensch und weiß es nicht so genau. immerhin gibt es ja inzwischen vielerorts sowas wie eine tafel für bedürftige, die auch mit solchen mitteln arbeitet. natürlich werden dort keine abfälle angeboten, aber lebensmittel, die nicht mehr verkaufsfähig sind.

dass bei den amis aber die not der menschen selbst gemacht ist, ist wohl klar. verhungern und in ghettos wohnen müsste dort sicher keiner, wenn alles ein bisschen gerechter verteilt wäre.
 
I

Inge

Beiträge
17.459
Reaktionen
3
naja, hier gehts doch auch in diese richtung.

das ändert aber nichts daran, dass (auch hier) täglich so viele nahrungsmittel wegfliegen, dass einem schlecht wird. ich weiß von einer bekannten, die beim bäcker arbeiten, wieviel da jeden tag wegfliegt. jemand anders arbeitet im hotel, auch da könnte man sicher einige leute von satt kriegen, was da allein von einem essen übrig bleibt.. ich rede natürlich nicht von resten auf dem teller, sondern vom buffet. selbst die abgepackten butterpäckchen müssen dort entsorgt werden. (k.a. warum.. vielleicht weil sie dann zu lange nicht gekühlt wurden, wenn sie auf dem buffet liegen oder was weiß ich.. ) und das sind nur die kleinen fische.. was dann bei den großen erst alles anfallen muss.

und reste beim fleischer, die für den menschlichen verzehr nicht mehr gut genug sind, kann man in vielen fällen doch noch problemlos an hunde verfüttern. ich kann mir aber nicht vorstellen, dass viel dafür getan wird, diese abfälle sinnvoll zu verwerten. bin aber auch kein wirtschaftsmensch und weiß es nicht so genau. immerhin gibt es ja inzwischen vielerorts sowas wie eine tafel für bedürftige, die auch mit solchen mitteln arbeitet. natürlich werden dort keine abfälle angeboten, aber lebensmittel, die nicht mehr verkaufsfähig sind.

dass bei den amis aber die not der menschen selbst gemacht ist, ist wohl klar. verhungern und in ghettos wohnen müsste dort sicher keiner, wenn alles ein bisschen gerechter verteilt wäre.
Wo sollen sie denn sonst wohnen? In erster Linie sind es heute illegale Zuwanderer aus Südamerika. In Californien spricht heute fast jeder zweite von Hause aus Spanisch. Für die Leute ist das Gehtto aber im vergleich mit ihren vorherigen Lebensumständen schon ein großer Schritt nach vorne.

Es bringt aber auch nichts, Lebensmittel wie wild zu verfüttern und damit wilde Katzen und Hunde noch weiter zur Fortpflanzung zu "animieren". Eine Lösung ist das nicht.
 
K

KatjaW

Beiträge
122
Reaktionen
0
Also ich finde diese Aktion absolut sinnvoll. Das würde nämlich nicht nur die Überfüllung der Tierheime (bei uns) oder das sinnlose Töten gesunder Tiere (in den USA) beenden, sondern auch den Schwarzzüchtern einen Riegel vorschieben. Unkastrierte Katzen dürfen nur Züchter haben, diese müssen sich an strenge Auflagen halten. Diese Auflagen sollte man gesetzlich festlegen. (Welche Untersuchungen nötig sind, wie die Unterbringung vom Qualitätsstandart sein muss etc.) Das heißt, Kitten darf nur produzieren wer einem Züchterverein angehört, den entsprechenden Betrag abführt und sich an die (streng zu kontrollierenden) Auflagen hält. Das garantiert, dass Hinterhofvermehrung mit dem Ergebnis kranker oder unsozialisierter Katzen aufhört oder zumindest rechtlich eingedämmt werden kann, ebenso die unkontrollierte Vermehrung auf den Bauernhöfen. Und wer eine Katze haben will nimmt entweder eine erwachsene, heimatlose Katze aus dem Tierheim, oder muss zum Züchter und den entsprechenenden Betrag bezahlen. Wenn die Tierheime nicht mehr so voll sind könnten auch diese strengere Kontrollen der neuen Besitzer einführen. Damit dieses "och joa, heute scheint die Sonne, ich glaube ich hole mir ein Katzenbaby vom Bauern nebenan, die sind ja so niedlich, huch die machen ja arbeit, bäh, die kotzt in den Flur, och nö, ide kostet ja Geld, so habe ich mir das nicht vogestellt, ab ins Tierheim wegen "Allergie" " mal aufhört. Wenn Katzen teuer genug sind und die Besitzer zu ihrem Wissen über Katzenhaltung befragt werden, überlegen es sich die uninformierten Spontan-Neudosis vielleicht ordentlich, bevor sie sich mal eben so ein Tier anschaffen. Ich will damit nicht sagen, dass man Tierhaltung studiert haben muss, um eine Katze haben zu dürfen. Aber so ein paar Basissachen müssen schon mal abgefragt werden. Manche Tierheime sind da ja heute schon sehr gründlich. Und wie gesagt, wer für ein ach so süßes Kitten ordentlich Geld blechen muss, überlegt sich vielleicht wirklich, ob er ein Tier will, halten kann etc. Und wenn bekommt er außerdem ein weitgehend gesundes und gut sozialisiertes Kätzchen, das kastriert, geimpft und rundversorgt ist. Kurz: Also ich würde das gut finden. :D
 
O

Orphee

Beiträge
397
Reaktionen
0
Unkastrierte Katzen dürfen nur Züchter haben, diese müssen sich an strenge Auflagen halten..
ahja..

.. Und wer eine Katze haben will nimmt entweder eine erwachsene, heimatlose Katze aus dem Tierheim
und wo kommen die dann her? ;)

nee, mensch kanns mit allem übertreiben. natürlich ist katzen-, hunde- und sonstige tiervermehrung unter schlechten bedingungn und/oder zur geldschinderei abzulehnen, aber das finde ich dann dochzu drastisch.

meine viechers sind alle unfälle und ich bin sehr froh, dass ich sie habe. mein hund und meine größere katze sind als notfellchen zu mir gekommen, lediglich die kleine katze hab ich bewusst ausgesucht, als spielgefährtien für die andere. ich hätte, wenn es nach den von dir vorgeschlagenen regeln liefe, also gar keine tiere und vielen anderen wird es wohl genauso gehen.

es müsste sich wohl ein mittelweg finden lassen, zwischen den derzeitigen zuständen und züchterutopie. wer das allerdings wann und wie anstellen soll?! nunja..

vielleicht wäre es gar nicht schlecht, wenn man im TH, je nach größe, alle paar wochen ein seminar organisieren könnte, wo den zukünftigen tierhaltern das wichtigste erklärt wird, bevor sie ein tier aus dem TH erhalten. viele machen grobe fehler wirklich durch unwissenheit und nicht aus böser absicht, und nicht jeder hat zeit, geld und muße sich mit literatur einzudecken - und ist deshalb trotzdem kein schlechter tierhalter.
 
I

Inge

Beiträge
17.459
Reaktionen
3
Es wird nach wie vor recihlich Nachwuchs an Katzen geben, weil sie freilebende Katzen weiterhin vermehren werden.

Es geht ja auch nicht um flächendeckende Ausrottung durch Kastration, sondern lediglich die Eindämmung eines ernsthaften Problems.
 
I

Inge

Beiträge
17.459
Reaktionen
3
lieber die tiere kastrieren als das elend in den tierheimen und millionen von einschläferungen von unerwünschten tieren!
 

Schlagworte

kastrieren los angeles

Neueste Beiträge

Ähnliche Themen