Hallo Carmen,
Du könntest vielleicht versuchen, den "Produzenten" dieser Katzenkinder davon zu überzeugen, wie wichtig es ist, die Katzen mindestens 12 Wochen bei der Mutter zu lassen. Aber ist schon klar, warum - jetzt fangen sie nämlich an, Geld zu kosten und so richtig Arbeit zu machen.
Es reicht halt nicht, dass ein Katzenkind allein fressen kann, damit es ausziehen kann. Die ganze soziale Prägung findet in der Zeit ab der achten Woche statt - also das Katzenkind lernt all das, was es braucht, um ein "vollwertiges" Mitglied innerhalb sowohl der Katzen- als auch der Menschengemeinschaft zu sein.
Ein Katzenkind lernt z. B. in dieser Zeit, dass man nicht mehr bei Mama nuckeln muß (aber durchaus noch kann), dass es unangenehm ist, wenn man beim Spielen die Zähne und Krallen zu sehr einsetzt usw. Kurzum, es lernt genau das, was spätere Fragen verhindert in der Richtung: Mein Katze nuckelt an allem herum! oder Meine Katze lässt nie die Krallen drin beim Spielen! oder halt am extremsten: Meine Katze ist neurotisch! Meine Katze "kann" nicht mit anderen Katzen" usw.
Außerdem sind Katzen in dieser Zeit vom Immunsystem her am instabilsten. Sie sind noch nicht geimpft und der Immunschutz durch die Mutter ist an seinem tiefsten Punkt angelangt. Ein Umzug in dieser Zeit zusammen mit der dann fälligen Impfung schreit geradezu nach einer heftigen Infektion!
Sicher - wenn er die Katzen "loswerden" will, kann man nicht viel machen, außer versuchen, ihn zu überzeugen.
Dies ist z.B. einer der vielen Gründe, warum seriöse Züchter so vehement gegen die sinnlose Vermehrung von Hauskatzen (und natürlich auch vermeintlicher "Rassekatzen") sind. Katzenbabys sind ja schnell "gemacht", aber die Verantwortung in allerletzter Konsequenz tragen - das wollen sie nicht. Vielleicht kannst Du ihn ja überzeugen, wenn Du ihm anbietest, zwei Kätzchen zu nehmen. Das ist sowieso viel besser für die Katze und ihr weiteres Leben, als so ein Zwerglein ganz allein in die Weltgeschichte zu entlassen.