Mc Donald's Lieferant

Diskutiere Mc Donald's Lieferant im Tierschutz Forum im Bereich Katzenfreunde; http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/38/164573/ Hühner im Blutrausch - was es alles gibt...
  • Mc Donald's Lieferant Beitrag #2
Von wegen die Hühner wollen gar nicht raus, da kann man ja nur lachen...

Der Bauer bei dem mein Pferd steht hat sich im letzten Jahr Hühner angeschafft (dies musste er deshalb machen damit er trotz Vogelgrippe seine Gänse nach draußen lassen konnte) die Hühner laufen den ganzen Tag auf Hof, Stall und Weide frei herum (ohne Zäune).... am Tag können die Hühner jeder Zeit in ihren Stall,nur Nachts sollen sie aus sicherheitsgründen im Stall sein... ist nicht wirklich einfach, ein Teil der Hühner geht freiwillig in den Stall, aber im Januar haben wir mit 4 Personen versucht eines der Hühner welches absolut nicht in den Stall wollte einzufangen, ich kann euch sagen das war schwerstarbeit da ja keine Meterhohen Zäune da sind konnte es ja überall hin flüchten und die können verdammt schnell sein *ggg*

Kleiner Nachteil an dieser Haltung, im Sommer legen die sehr viele Eier, manchmal auch am Tag in die Rosen oder so, und im Winter gibt's nur etwa 1/4 der Eiermenge. Aber dort kann ich mit ruhigem Gewissen meine Eier kaufen, denen geht es wirklich gut und es sind "glückliche" Hühner man Schmeckt es auch.
 
  • Mc Donald's Lieferant Beitrag #3
Bei uns ist das ist schon auch so, wie im Artikel beschrieben. Wenn es regnet oder kalt ist, gehen manche Hühner z.T. auch nur raus, wenn es Futter gibt., trotz 150 qm Freilaufvoliere für 22 Tiere. Scheint die Sonne, sind sie fast alle draußen am Start. Manche machen es sich aber gerne auch drin gemütlich.

Abends reichen ein paar Körner Mais und sie gehen ohne Zicken in den Stall.
 
  • Mc Donald's Lieferant Beitrag #4
150 qm für 22 Agathchen und Isoldchen - mbparadise :D
 
  • Mc Donald's Lieferant Beitrag #5
vielleicht wollen die Hühner bei uns nicht drinnen bleiben da sie ja auch in den Ställen sowie im Kuhstall unterschlupf haben... aber da findet man tagsüber kein Huhn im Hühnerstall... und "Futter" finden die auch auf'm Hof genügend, hab mal eins erwischt als es mir aus dem Futtereimer den Mais gemopst hat *gg*
 
  • Mc Donald's Lieferant Beitrag #6
150 qm für 22 Agathchen und Isoldchen - mbparadise :D

Es gibt sogar zwei solcher Volieren, da wir ab Frühjahr auch brüten lassen werden und Inzucht vermeiden wollen. Die hat zwar bei Hühnern bei weitem nicht die z.T. fatalen Auswirkungen wie bei Säugern, aber auf Dauer schwächt es den Stamm wohl doch.

Platz haben wir genug und Zaunelemente und -material habe ich mal reichlich bei der Insolvenz einer Edelstahlbude sehr günstig abgestaubt. ;-)

Im Gegenzug bekommen wir ja auch ultraleckere Eier! :)
 
  • Mc Donald's Lieferant Beitrag #7
150 qm für 22 Agathchen und Isoldchen - mbparadise :D

eines würde mich mal interessieren, falls Ihr das wißt.
Ich habe kürzlich einen TV Bericht gesehen in dem Wissenschaftler, die verschiedene Arten der Hühnerhaltung testen davor warnten, dass echte Freilandhaltung sehr viel Fläche braucht, die auch immer mal wieder gewechselt werden und ruhen muß, weil die Hühner diese Flächen sehr stark mit ihrem Kot kontaminieren.

Bisher sehe ich als Laie nur die deutlich bessere Qualität, natürlich die artgerechtere Haltung und auch einen fairen Preis für die Bauern, der nicht subvenstioniert werden muß, was alles zusammen schon recht positiv ist.
Es würde mich aber schon interessieren ob echte Freilandhaltung in wirklich großen Stil tatsächlich nicht machbar ist, wie es in diesem Bericht dargelegt wurde.
 
  • Mc Donald's Lieferant Beitrag #8
150 qm für 22 Agathchen und Isoldchen - mbparadise :D

eines würde mich mal interessieren, falls Ihr das wißt.
Ich habe kürzlich einen TV Bericht gesehen in dem Wissenschaftler, die verschiedene Arten der Hühnerhaltung testen davor warnten, dass echte Freilandhaltung sehr viel Fläche braucht, die auch immer mal wieder gewechselt werden und ruhen muß, weil die Hühner diese Flächen sehr stark mit ihrem Kot kontaminieren.

Bisher sehe ich als Laie nur die deutlich bessere Qualität, natürlich die artgerechtere Haltung und auch einen fairen Preis für die Bauern, der nicht subvenstioniert werden muß, was alles zusammen schon recht positiv ist.
Es würde mich aber schon interessieren ob echte Freilandhaltung in wirklich großen Stil tatsächlich nicht machbar ist, wie es in diesem Bericht dargelegt wurde.

Ein komplexes Thema!

Das ist mit der Bodenverschmutzung tatsächlich so. Deshalb haben wir über den Volieren auch transparente Wellglaselemente, damit das Regenwasser den Kot nicht löst und damit in den Boden sickern lässt. Unter einer Bodenschicht von ca. 30 cm haben wir Steinplatten und dicke verschweiste Teichfolien. Einmal im Jahr wird dann die Erde ausgetauscht und kommt auf den Kartoffelacker. Frischer Kot wird direkt aufgenommen und per Biogasanlage "verwurstet". Rein "Betriebswirtschaftlich" gesehen ist das natürlich völliger Unfug, was wir machen. Die leckeren Eier sind nämlich sogesehen sauteuer!

Aus Umweltschutzsicht - Tierschutz mal ausgenommen - ist Käfighaltung wesentlich "freundlicher", weil der Kot direkt aufgenommen werden kann und nicht ins Erdreich gelangt.

Zunächst mal muss man aber auch z.B. zwischen Bodenhaltung und Freilandhaltung unterscheiden.

Bei Bodenhaltung (in künstlich beleuchteten Ställen) ist 1 qm für max. 9 Hühner vorgesehen. Bei Freiland haltung sind es 4qm pro Huhn!

Man kann sich also ausrechnen, welchen Platzbedarf es gäbe, wenn Batterien in eine der genannten Formen umgewandelt würde. Es gibt Massentierhaltungen mit 100.000 Tiere in 1.000 qm-Anlagen, d.h. wenn auf Freiland gewechselt würde, wären das schon mal 400.000qm, also die 400-fache Fläche. Selbst bei Nutzung von Brachland oder stillgelegten Flächen ginge das nicht denn es müssen ja lokal auch Ställe etc. vorhanden sein. Die Eier würden schlagsrtig ein mehrfaches kosten!

Aktiven Tierschutz kann man in diesem Bereich also nur durch Verzicht betreiben. Verzicht auf Eier. Verzicht auf Hühnerfleisch.

Im Sinne der Tiere müsste man eben auch die Preise deutlich anheben, um den bedarf zu dämpfen und gemüse und getreide so wieder eine angemessenen Rolle zu verleihen: Ernährungs- und umwelttechnisch.
 
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