hallo punky
ich muss ehrlich sagen, für mich als laie klingen die symptome, die du beschreibst sehr stark nach einem ausgeprägten epileptischen anfall!
mein katerchen leo hatte im alter von ca. 8 monaten einen sehr heftigen epileptischen anfall, der knappe 50 minuten dauerte. ich bin natürlich umgehend mit ihm ins tierspital und habe ihn untersuchen lassen. eine körperliche ursache (z.b. eine infektion) die den anfall ausgelöst haben könnte, wurde nicht gefunden.
die TÄ erklärte mir, dass bei tieren (insbesondere hunde und katzen) epilepsie in zwei arten vorkommt: die primäre und die sekundäre epilepsie.
primäre epilepsie: angeborene krankheit, die häufig im alter von 2 bis 3 jahren das erste mal auftritt; kann von mehrere minuten bis zu mehreren stunden dauern.
sekundäre epilepsie: nicht angeboren, tritt häufig als folge anderer krankheiten (wie z.b. infektionen) auf; kann von mehrere minuten bis zu mehreren stunden dauern.
die TÄ erklärte mir ebenfalls, dass epilepsie auch sporadisch auftreten kann aufgrund von fehlgeleiteten impulsen im gehirn. diese form der epilepsie bedarf keiner medikation, bzw. in diesem fall macht es keinen sinn, weil das tier zu sehr durch die medikamentengabe belastet würde und die anfälle wirklich nur sporadisch auftreten (so wie bei leo - bei ihm haben sich die anfälle, die seither nur noch zwei mal auftraten, auf ein paar sekunden beschränkt).
die anderen beiden arten der epilepsie können mit medikamenten (barbituraten) recht gut eingedämmt werden und das betroffene tier erfährt so gut wie keine einschränkung in seiner lebensweise. anfälle können trotz medikation noch sporadisch auftreten, sind aber stark abgeschwächt und eher von kurzer dauer. vielfach verlieren sie sich nach mehreren monaten oder jahren ganz.
hat dein kater während dieses anfalls übermässig speichel produziert oder mit seinen beinen rudernde bewegungen vollführt? dies sind, nebst krämpfen, vielfach typische begleitsymptome eines epileptischen anfalls (müssen aber nicht notgedrungen vorkommen!!)
ich würde mit deinem kater eventuell in ein tierspital oder zu einem anderen Tierarzt gehen, nur um sicherheitshalber eine zweitmeinung einzuholen. es bringt nichts, wenn der herzspezialist eine "vermutete" herzmuskelentzündung diagnostiziert, die keine ist. zu lange gabe von antibiotika und anderen medikamenten helfen gizmo nicht, wenn sie nicht die tatsächlich ursache dieser anfälle bekämpfen. dazu kommt noch, dass du u.U. geld ausgibst für eine behandlung, die nichts bewirkt.
falls dein kater wieder einmal solch einen anfall hat (ob jetzt epilepsie oder etwas ähnliches), versuche ihn auf keinen fall zu bewegen!!! setze dich zu ihm, streichle ihn und achte darauf, dass er sich bei krämpfen nicht verletzt (z.b. bei kiefersperre nicht die zunge abbeisst oder sich mit den krallen oder den pfoten irgendwo verfängt).
alles gute für gizmo!!!
anteilnehmender gruss,
cristina