Pro & Kontra Katzennachwuchs

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Erstmal hallo an alle! Habe Euch über Google entdeckt und nun ein paar Fragen:

Wir haben eine Maine Coon (10 monate), die jetzt schon zum 3. mal rollig ist. Eigendlich wollten wir
keine Babys, sondern uns dieses Jahr eine zweite zulegen und beide kastrieren lassen. Nun züchtet unsere Bekannte nicht mehr und bot uns an, unsere Maryan (mit 12 Monaten) von ihrem Kater decken zu lassen.
Damit wäre auch das Problem gelöst, das sich unsere mit der neuen vertragen würde. Interessenten wären im Bekanntenkreis auch- aber ich liebe meine Katze über alles und möchte gern mehr über Geburtsrisiken und Untersuchungen wissen. Was käme denn da alles auf uns zu?

Bevor wir diesen Schritt wagen, möchte ich mir da 100%ig sicher sein.

Für Eure Meinung wäre ich echt dankbar!

Grüsse,
Fairy
 
13.04.2004
#1
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russian

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Hallo Fairy,

ich finde es toll, daß Du fragst bevor Du Dich entschließt Deine Katze vielleicht decken zu lassen, es wäre schön wenn mancher der Katzenbabys haben möchte soviel Verantwortung zeigen würde.
Die erste Frage, und vielleicht kann Dir Deine Bekannte bei der Beantwortung helfen wäre ob Deine Katze zuchtgeeignet ist. D.h. ob sie einen Stammbaum hat, aus dem man entnehmen kann, ob ihre Vorfahren gesunde Tiere waren und ob auch ihre Gesundheit vom TA und durch erforderliche Tests bestätigt werden kann. Es sind in der Rasse der Coonies Herzkrankheiten bekannt, Probleme mit Zahnfleischenzündungen, und evtl. Hüftgelenksdyplasie, wie man sie bei Hunden kennt. Durch Stammbaumforschung kann man feststellen, ob die Linie Deiner Katze und auch des Katers frei von diesen Krankheiten ist, und bei der Herzkrankheit z.B. kann man ein Tier mittel Sonografie (Ultraschall) oder Dopplersonografie testen.
Eine unbedenkliche Gesundheit der Elterntiere ist das wichtigste, denn Krankheiten können sie vererben.
Was nun Geburtsrisiken betrifft, können sie natürlich auch bei Katzen auftreten, z.B. Wehenschwächen, Babys, die im Geburtskanal feststecken, Kaiserschnitt und anderes. Hier gilt, daß man zum einen genug Kenntnis von Trächtigkeit und Geburtsablauf bei Katzen haben sollte, einen guten TA oder einen erfahrenen Züchter in Rufbereitschaft (auch nachts) hat, zum anderen auch genug Zeit während der Geburt bei der Katze sein, und evtl. 3 Wochen Babys von Hand füttern kann, sollte das nötig sein.
Gerade der Zeitaspekt ist sehr wichtig, wenn man z.B. berufstätig ist, man muß ganz sicher 3-4 Wochen bekommen können, wenn der Geburtstermin ansteht. Und für eine mögliche Handaufzucht braucht man Hilfe, sie bedeutet nämlich Tag und Nacht alle 2 Stunden Babys zu füttern, Bäuchlein massieren und zu säubern, das ist äußerst anstrengend, da man kaum Schlaf bekommt.
Ich sage nicht, daß es immer so kommen muß, aber die Möglichkeit muß man bedenken.
Danach käme die Betreuung der Kitten über 12 Wochen hinweg, damit sie wirklich schmusige Kätzchen werden, und ihr Vermittlung. Auch wenn man bereits Interessenten hat, viele überlegen es sich anders, wenn die Babys dann da sind. Dazu kommt, daß man vielleicht 2-3 Babys erhofft, die Mama dann aber 6 oder mehr bekommt.
Nicht vergessen sollte man den Kostenfaktor, wenn man Katzenbabys gewissenhaft aufziehen möchte. Allein die erforderlichen Impfen kosten je Baby 50€ und sie sind zweimal zu impfen bevor sie ausziehen. Gute Ernährung der Kleinen und auch der Mutterkatze, erforderliche Untersuchungen sind auch nicht billig, und gibt es dann evtl. eine Geburtskomplikation braucht man schon ein gutes finanzielles Polster.
Wenn ich es recht verstanden habe erhoffst Du Dir von einem Nachwuchs auch einen künftigen Spielkameraden für Deine Katze. Es mag sie sein, daß sie es akzeptiert, wenn eines ihrer Babys bei Euch bleibt, aber nicht jede Katze tut das. In der Natur vertreibt eine Mutterkatze oft ihren Nachwuchs aus dem Revier, wenn er alt genug ist, diese Instinkte kann auch eine Rassekatze noch haben.
Ich hoffe, ich habe Dir bei Deinen Überlegungen etwas helfen können, wenn Du Fragen hast immer her damit:)

Viele Grüße
Russian
 
Fairy

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Vielen Dank!!

Vielen Dank für die schnelle Antwort!

Vieles, das Du geschrieben hast, hab ich gar nicht bedacht- nämlich die Rassetyp. Krankheiten. Die Stammbäume von Maryans Eltern kann ich nicht mehr einsehen, da ich von der "Züchterin" über den Tisch gezogen wurde- hat mir eine Katze als Kater verkauft und ich war zu naiv und Ahnungslos das zu kontrollieren. :x
Also müsste ich die komplette Palette an Untersuchungen mit Herz und Hüfte machen lassen, denn da kann ich ja nicht sicher sein. Ich wollte auch nur 50,-€ Kaution (damit sich die Besitzer nicht nochmal anders überlegen) und Geld für die Impfungen nehmen. Da zahl ich ja drauf und muß meinen Schatz noch den Geburtsrisiken aussetzen- ich bin leider etwas überängstlich was die Katze betrifft, denn sie ist für mich wie ein Kind- immerhin gibt es Leute die mich deshalb belächeln. :oops:
Da kauf ich mir lieber eine zweite und hoffe, das sich die Beiden vertragen.

Kann man erste Anzeichen für solche Erkrankungen durch beobachten feststellen?- das macht mir jetzt schon Gedanken. Wäre schon, wenn Du mir sagen könntest, auf was ich da achten muß.

Viele Grüsse,
Fairy
 
russian

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Hallo Fairy,

Katzenzucht ist eben nicht so einfach und auch keineswegs billig, deshalb war meine Antwort auch ausführlicher. Manche wundern sich immer wieder über den Preis einer Rassekatze, aber wie Du siehst kommen viele Kosten auf einen Züchter zu und auch erhebliche Verantwortung.
Wenn Du den Stammbaum der Katze nicht besitzt, würde ich davon absehen sie trächtig werden zu lassen, denn ein Risiko für die Kitten ist dann nicht auszuschließen. Es ist eben nicht als übertriebene Sorge zu belächeln, wenn man das Wohlergehen seiner Tiere wichtig nimmt, da tun wir alle, egal was andere dazu sagen.
Natürlich kann man Krankheiten durch beobachten erkennen, meistens ist das so, aber es gibt eben auch vorsorgliche Kontrollen. Im Bezug auf eine Herzkrankheit gibt es die Sonografie, besser noch die Dopplersonografie, die genauer ist, aber das Tiere muß erwachsen sein, bei Jungtieren erkennt man diese Krankheit kaum. Sie würden sie zwar erben, aber die Entwicklung und Verschlechterung erfolgt mit dem Alter. Diese Sonografie braucht aber nur einmal gemacht werden, um zu prüfen die Katze überhaupt betroffen ist.
Die Zähnchen sollten einer regelmäßigen Kontrolle unterzogen werden, mit etwas Geduld duldet die Katze vielleicht auch ein Zähnputzen mit dem Finger, was wiederum dem Zahnbelag und einer Zahnfleischentzündung vorbeugt. 2-3x wöchentlich Fleischbrocken zum Kauen (etwa 1-2cm groß und roh oder gedünstes) sind auch gut zur Zahnpflege, weil beim Kauen der Zahnbelag abgewischt wird.
Die Hüftkrankheiten sind zum Glück noch selten, und man würde schon merken, wenn ein Tier Beschwerden hat zu gehen. Hier würde sich als Vorsorgeuntersuchung das Röntgen empfehlen.
Ich handhabe es so, daß ich meine Tiere alle 3-4 Wochen genauer begutachte, also Augen, Öhrchen, Zähne untersuche, den Körper abtaste um zu sehen ob mir etwas auffällt. Öfter sollte man es nicht tun, sonst bemerkt man Veränderungen vielleicht nicht. Und einmal jährlich gibt es eine gute Woche vor der Impfung den Gesundheitscheck beim TA, incl. Blutbild um z.B. Leber- und Nierenwerte zu prüfen, FIV und FIP Tests durchzuführen.
Damit ist man eigentlich auf der sicheren Seite, was die Gesundheitskontrolle betrifft, und akute Dinge merkt man ohnehin, wenn man seine Tiere kennt.
Was ich noch zusätzlich machen lasse ist 2x jährlich eine Kotuntersuchung, da meine Katzen als reine Wohnungstiere nicht prophylaktisch entwurmt werden. Ich gebe ungern unnötig Medikamente und eine Kotuntersuchung ist genauer, als eine Wurmpaste, sie gibt auch noch andere Informationen.

Viele Grüße
Russian
 
Fairy

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Lösung gefunden!

Hallo russian!

Habe die perfekte Lösung gefunden. Wir haben uns heute ein Kitten gekauft.
:D
So hat Maryan ab Ende Juni einen Kumpel und kann bald kastriert werden. Das Züchten überlasse ich dann doch besser den Züchtern!

Sie haben mir sehr weiter geholfen- nochmal vielen Dank.
Drücken Sie mir die Daumen, das sich die Beiden dann auch vertragen! :?

Viele Grüsse,
Fairy
 

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