Katzenfütterung kann zu wahren Glaubenskriegen in Foren führen. :mrgreen: Ich schreibe mal, wie ich es mache bzw. gemacht habe, allerdings ohne Anspruch auf die alleinseligmachende Wahrheit. 8)
Lilly hat morgens und abens je 100 g Nassfutter bekommen, welches sie im Laufe des Tages bzw. nachts gefressen hat. Zusätzlich stand in einem Napf immer etwas Trockenfutter da. Innerhalb ein bis zwei Tagen hat sie ca. 10 g gefressen und zwar immer ein paar Bissen Nassfutter und ein Bröckchen
Trockenfutter dazwischen. Drei Mahlzeiten in der Woche wurden durch Rohfleisch ersetzt und zwar hauptsächlich Hochrippe vom Rind. Das ist gut für die Kiefermuskulatur und reinigt die Zähne.
Als sie noch im Wachstum war, hat sie soviel zu fressen bekommen wie sie wollte. Am Anfang waren das bis zu 400 g Nassfutter am Tag. Das hat sich im Laufe der Zeit von alleine auf die obige Menge reduziert und sie hat dann auch gut ihr Gewicht gehalten.
Sultan und Pascha haben in den ersten Monaten als sie bei mir waren einen Mix aus Nass- und Trockenfutter bekommen. Speziell Sultan ist davon immer dicker geworden. Ich habe das
Trockenfutter langsam bis auf Null reduziert und jetzt bekommen sie nur noch nass bzw. roh. So langsam wird das Gewicht wieder.
Viele geben
Trockenfutter, weil es bequemer ist. Die Näpfe bleiben sauber, man kann es auch im Sommer stehen lassen und viele TÄ sagen, es beugt Zahstein vor.
Meine Argumente gegen vorwiegend
Trockenfutter-Fütterung sind:
- Zahnsteinvorbeugung kann man vergessen. Sultan kaut die Brocken nicht, der schlingt sie im ganzen runter.
- Stehen lassen könnte ich auch nichts. Die Tagesration würde auf einmal gefressen werden.
- Der Wasserhaushalt gerät aus den Fugen. Die meisten Katzen trinken zu wenig, da sie als ursprüngliche Wüstentiere ihren Flüssigkeitsbedarf über die Beutetiere gedeckt haben. Das kann zu Nieren- und/oder Blasenproblemen führen.
- in der Natur sind die Mäuse auch frisch und nicht getrocknet.
Falls es bei uns irgendwann mal wieder
Trockenfutter gibt, wird es als Leckerlie gegeben, bzw. geworfen, damit sie nachrennen müssen oder in einem Fummelbrett, zur geistigen Anregung.