Hallo Ihr lieben Katzenfreunde,
ich bin ein großer Tierfreund und habe über die Jahre nun einge "Findelkinder" bei uns aufgenommen. Leider macht mir nun unser Wildling "Kimba" große Sorgen. Er kam vor ca 3 Jahren auf einmal zu den Futterzeiten zu uns und kommt seitdem teils unregelmäßig her. Vor 2 Wochen dann fiel mir auf, daß sein Auge tränte und er es nicht lange öffnen konnte. Da er öfter in Raufereien ( Kater....)verwickelt ist, war dies durchaus kein ungewohnter Anblick... Dennoch wollte ich ihm gern helfen . Das Problem aber ist, daß man ihn weder anfassen, noch einfangen kann. Er scheint sein Leben lang ohne den Menschen gewesen zu sein, hat großes Misstrauen und ich habe es in den 3 Jahren lediglich geschafft, bis auf ca 1,5 m an ihn heranzukommen. Lebendfallen zwecks
Tierarzt-Besuch lassen ihn "kalt"- lieber hungert er, als daß er sich diesem Ding nur nähert...
aus dem Grunde also habe ich mir vom
Tierarzt ein Antibiotikum geholt (Vibramycin), was ich ihm unters Futter mischen wollte (er hat es früher schonmal bekommen). Leider aber blieb sein Besuch dann für 5 Tage aus.
Als er nun wiederkam hatte sich der Zustand des Auges gravierend verschlechtert und es war nur noch ein roter Punkt im Auge zu sehen. Mein Schreck war groß und ich fühlte mich so hilflos. Nun aber kam er regelmäßoig jeden Morgen und ich konnte ihm seine tägliche Medikamentenration geben. Das Auge blieb einige Tage geschlossen, eiterte aber nicht mehr. Heute Früh dann mußte ich feststellen, daß das verletzte Auge nun hervorquillt, grau-milchig ist und ich habe den Eindruck, daß er es verlieren wird

Nun frage ich mich: Was kann ich tun? Außer dem Antibiotikum sind mir letztlich die Hände gebunden und mich plagt nun mein Gewissen. Soll ich nun abwarten? Wird er mit diesem Schicksal zurechkommen können?
Hat vielleicht jemand von Euch schon einmal solch eine Erfahrung mit einer Wildkatze gemacht? Im Grunde genommen weiß ich ja, daß man bei den wildlebenden Tieren nur bedingt helfen kann - ihnen Futter geben und soweit als möglich medizinische Hilfe zukommen lassen kann, um ihnen ein möglichst gutes Leben zu ermöglichen. Ich gebe dazu mein Bestes und für mich ist es nicht so einfach, nur zuzusehen.... ich weiß nicht, ob es nun richtig ist, der Natur ihren Lauf zu lassen- in der Hoffnung, daß er es schafft? Ich würde mich über Eure Meinungen freuen
Lieben Gruß
Kristina