• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

wilder kranker Kater.....

K

Kristina

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Hallo Ihr lieben Katzenfreunde,
ich bin ein großer Tierfreund und habe über die Jahre nun einge "Findelkinder" bei uns aufgenommen. Leider macht mir nun unser Wildling "Kimba" große Sorgen. Er kam vor ca 3 Jahren auf einmal zu den Futterzeiten zu uns und kommt seitdem teils unregelmäßig her. Vor 2 Wochen dann fiel mir auf, daß sein Auge tränte und er es nicht lange öffnen konnte. Da er öfter in Raufereien ( Kater....)verwickelt ist, war dies durchaus kein ungewohnter Anblick... Dennoch wollte ich ihm gern helfen . Das Problem aber ist, daß man ihn weder anfassen, noch einfangen kann. Er
scheint sein Leben lang ohne den Menschen gewesen zu sein, hat großes Misstrauen und ich habe es in den 3 Jahren lediglich geschafft, bis auf ca 1,5 m an ihn heranzukommen. Lebendfallen zwecks TA-Besuch lassen ihn "kalt"- lieber hungert er, als daß er sich diesem Ding nur nähert...
aus dem Grunde also habe ich mir vom TA ein Antibiotikum geholt (Vibramycin), was ich ihm unters Futter mischen wollte (er hat es früher schonmal bekommen). Leider aber blieb sein Besuch dann für 5 Tage aus.
Als er nun wiederkam hatte sich der Zustand des Auges gravierend verschlechtert und es war nur noch ein roter Punkt im Auge zu sehen. Mein Schreck war groß und ich fühlte mich so hilflos. Nun aber kam er regelmäßoig jeden Morgen und ich konnte ihm seine tägliche Medikamentenration geben. Das Auge blieb einige Tage geschlossen, eiterte aber nicht mehr. Heute Früh dann mußte ich feststellen, daß das verletzte Auge nun hervorquillt, grau-milchig ist und ich habe den Eindruck, daß er es verlieren wird :cry: Nun frage ich mich: Was kann ich tun? Außer dem Antibiotikum sind mir letztlich die Hände gebunden und mich plagt nun mein Gewissen. Soll ich nun abwarten? Wird er mit diesem Schicksal zurechkommen können?
Hat vielleicht jemand von Euch schon einmal solch eine Erfahrung mit einer Wildkatze gemacht? Im Grunde genommen weiß ich ja, daß man bei den wildlebenden Tieren nur bedingt helfen kann - ihnen Futter geben und soweit als möglich medizinische Hilfe zukommen lassen kann, um ihnen ein möglichst gutes Leben zu ermöglichen. Ich gebe dazu mein Bestes und für mich ist es nicht so einfach, nur zuzusehen.... ich weiß nicht, ob es nun richtig ist, der Natur ihren Lauf zu lassen- in der Hoffnung, daß er es schafft? Ich würde mich über Eure Meinungen freuen
Lieben Gruß
Kristina
 
24.05.2004
#1
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Gast

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I

Inge

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Hallo Kristina,

viele Möglichkeiten, ihm zu helfen gibt es da wohl nicht. Das einzige, was ich mir noch vorstellen könnte, wäre ihm etwas zum Schlafen ins Futter zu geben. Problem ist dann aber möglicherweise, daß er irgendwo einschläft, wo man ihn nicht findet ... :shock:

Wenn das Auge schon graumilchig ist, wird er auf dem Augen schon blind sein. Die Hoffnung ist dann nur, daß die Infektion nicht weiter schreitet und noch andere Organe angreift. Das sollte aber durch's Antibiotikum verhindert sein.

Gruß, Inge
 
K

Kristina

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Liebe Inge,
danke Dir für Deine Antwort. Ja, daß er bereits blind ist auf dem Auge, konnte ich deutlich merken- er ist sehr viel scheuer als vorher und hockt sich beim Fressen immer so hin, daß er mich mit dem anderen AUge sehen kann.
Ich denke auch, daß das Antibiotikum gut angeschlagen hat, denn es scheint nunnciht mehr zu eitern. Aber dieses Hervorquellen macht mir schon Sorgen. Können Katzen denn ein Auge regelrecht verlieren? Man sieht ja oft , daß Katzen auf einem AUge blind sind, doch habe ich es so noch nie gesehen.
Über eine Schlafpille habe ich auch schon nachgedacht, doch da Kimba nach dem Fressen immer direkt im angrenzenden Wald verschwindet, hätte ich kaum eine Chance, ihn zu finden. Bis heute weiß ich nicht, wo er "wohnt".
Von meinem Gefühl her denke ich fast, er schafft es- er ist kräftig, frißt gut und macht trotz des Auges keinen leidenden Eindruck.
Schrecklich, wenn man so machtlos ist :?
Kristina
 
F

fledermaus

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och mensch kristina! das tut mir ja so leid um kimba!! ich weiss, es ist schrecklich, zusehen zu müssen, wie so ein tier leiden muss ohne dass man viel dagegen tun kann.

ich denke aber, du hast dein möglichstes getan um ihm zu helfen! mehr als das kannst du wohl nicht tun. das einzige, was ich mir noch vorstellen könnte, wäre ihn einzufangen ... aber - falls es überhaupt gelingt - ob das sooo toll ist für ihn? ich denke, so eine aktion könnte ihn noch scheuer machen als er es sowieso schon ist.

kimba ist bestimmt schon froh, wenn er weiss, dass er täglich eine ration futter von dir bekommt und ansonsten mehr oder weniger in ruhe gelassen wird. dass du ihm mit antibiotika weiterhilft, weiss er zwar nicht, aber das hilft ja schon sehr viel. vielleicht kann du mit dem TA nochmals über kimba sprechen? eventuell weiss er noch einen rat.

ich drück euch die daumen, kimba und dir!

lieber gruss,
fledi (cristina)
 
K

Kristina

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Hallo cristina *gg*,
auch Dir lieben Dank für die netten Worte. Ja, genau das habe ich eben getan: Beim TA angerufen. Es ließ und läßt mir keine Ruhe. Es kann sein, daß Kimba sein Auge verlieren wird, vielleicht aber ist es auch so, daß es sich in die Augenhöhle zurückbildet und er eben "nur" blind sein wird. Das Antibiotika ist das Einzige, was ich tun kann und eben beobachten. Vom Einfangen hat man mir vorerst abgeraten, denn, das stimmt schon, es würde ihn unter einen solchen Stress setzen, daßer jegliches Vertrauen verlieren würde und ich schließlich gar keinen einfluss mehr haben kann.Somit wäre auch eine NAchbehandlung nach einer evtl. OP nicht mehr möglich. Das Risiko ist mir einfach zu groß und ich habe mich nun also entschlossen, es genauso zu halten: Beobachten und vorerst weiter Antib. geben. Wie gesagt, vom Gefühl her habe ich den Eindruck, daß er es schafft- er ist soweit munter, frißt wie immer und wirkt auch nicht unglücklich. Vielleicht hat er also das Schlimmste schon in den 4 Tagen durchgemacht, an denen er nicht hier war.
Es ist schon komisch......es landen oft verwilderte Katzen hier bei mir- 2 sind geblieben, Kimba nun auch, einige sind wieder gegangen, einige konnte ich sogar vermitteln. Aber - wie auch immer- ich bin, trotz all der Sorgen um diese Findelkinder ,dennoch glücklich, ihnen ein Stückchen auf ihrem Weg geholfen zu haben..und sei es, indem sie eine regelmäßige Mahlzeit bekommen haben.
Meine "Katzenerfahrung" resultiert einzig und allein aus diesen "Kindern" und ich habe sie allesamt furchtbar gern. Niemals würde ich eine solche Katze hier wegschicken, eher werde ich wohl weiter "sammeln" *gg*.
Lieben Dank Euch allen- ich werde Euch auf dem laufenden halten, was nun aus Kimba geworden ist -bzw. werden wird.
Liebe Grüße
Kristina
PS: Auf meiner HP könnt Ihr meine kleinen Schätze anschauen: www.hadban.de
 
K

Kristina

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Guten Morgen!
Ich hatte ja gesagt, daß ich mich noch einmal melde wegen "Kimba".
Er hat nun seit meinem letzten Posting täglich seine Antibiotikadosis bekommen und es scheint, daß er nun eine reelle Chance hat, mit seiner entstandenen Behinderung klarzukommen. Das Auge hat sich in die Augenhöhle zurückgebildet, es eitert nicht mehr, ebenso keine Nässe am Auge. Er wird auf dem Auge blind bleiben, aber so, wie ich ihn beobachten konnte, hat er sich bereits sehr gut damit abgefunden. Nun hoffe ich, daß es so bleibt und werde zur Unterstützung auch weiterhin noch einige Tage das Antibiotika weitergeben. Wirklich, ich bin so fraoh, daß es ihm besser geht!
Liebe Grüße an Euch
Kristina
 

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