Danke für deine Antwort!
Als ich meine zwei Süßen bekommen habe, dachte ich, sie wären Hauskatzen und keine Freigänger. Im Tierheim haben die beiden keinerlei Anstalten gemacht, ins Freigehege zu gehen, deshalb ging man auch dort davon aus, dass es keine Freigänger sind. Niemals hätte ich mir Freigänger geholt, da bin ich viel zu ängstlich. Und als ich die beiden dann hatte, ist mir aufgefallen, dass die Kleine (die jetzt die Tabletten nehmen muss), niemals geschnurrt hat, sie hat sich zwar hochnehmen und steicheln lassen, hat nie gekratzt oder gefaucht, sie war einfach nur still und hat auch nie miaut.
Nachdem ich beide dann einige Zeit hatte, hat die Kleine angefangen, so ca. 3-5 x in der Woche ins Bett zu nässen. Nachdem ich Krankheiten ausschließen konnte, war klar, dass sie psychisch leidet und ich habe alles mögliche recherchiert, um rauszukriegen, was sie hat. Aber ich bin einfach nicht dahinter gekommen und dachte, es hat evtl. auch was mit ihrer Vergangenheit zu tun. Ich habe mich immer sehr um sie gekümmert und habe mir im Laufe der Zeit einige Decken zum wechseln gekauft, weil ich die ja ständig brauchte incl. frischer Bettwäsche.
Als dann der Winter vorbei war und es Frühling wurde, habe ich mir dann überlegt, ob und wie ich den Balkon verkleiden soll (ich wohne im Hochpaterre, der Balkon geht in Richtung Garten und hat davor ein erhöhtes Blumenbeet, das sie als "Zwischenstation" benutzen können. Irgendwann kam ich dann auf die Idee, ob sie vielleicht raus will und es ihr deshalb so schlecht geht ... und ich habe dann einfach mal die Balkontür aufgelassen ... und beide sind sofort raus! Die Kleine kam aber nach kurzer Zeit schon wieder zurück, war ganz aufgeregt, hat miaut, ist mir um die Beine und hat laut geschnurrt! So als wäre sie unendlich dankbar ... die Blicke von ihr sprachen Bände! Und ab diesem Tag hat sie nie mehr wieder ins Bett gemacht ... Ab sofort war sie eine glückliche Katze, sie ist unheimlich zutraulich geworden und schnurrt wie ein Weltmeister.
Das Katerchen will zwar auch unbedingt raus, ist aber doch eher so ein bißchen häuslicher. Also ich kann die beiden, insbesondere die Kleine, auf gar keinen Fall in der Wohnung einsperren .. und dann noch die tägliche Tabletteneinnahme - sie würde psychisch unheimlich leiden und ihre Lebensfreude wäre dahin .. Und ich kann auch den Garten rundum nicht katzensicher machen, darüber habe ich von Anfang an schon nachgedacht, weil ich ja auch immer Angst um meine Katzen habe, aber ich wohne in einer Mietwohnung und es gibt zu viele Gelegenheiten, wo so durchschlupfen könnten.
Sie ist jetzt die letzten 3 Nächte nach Hause gekommen, zwar immer erst so gegen Morgen, aber immerhin ... Ich gebe ihr die Tabletten immer morgens, bevor ich zur Arbeit gehe, mache dann die Katzenklappe auf, so dass die beiden den ganzen Tag kommen und gehen können, wann sie wollen. Abends bevor ich ins Bett gehe, mache ich Klappe zu, sie können dann rein, aber nicht mehr raus. So konnte ich bislang immer sicher sein, dass sie einigermaßen regelmäßig ihre Tabletten bekommt.
Ich hoffe, dass sie doch immer wieder nach Hause kommt und dass die Bachblüten helfen und sie weniger Stress bei der Einnahme hat. Außerdem bechränke ich mich jetzt nicht mehr auf die diversen Leberwurstsorten und Thunfischpaste, ich püriere ihr Tatar, Hähnchen etc. und mische das Tablettenpulver unter. Aber sie ist auch oftmals sehr schnäubig .. Jetzt hoffe ich erstmal auf die kalte und ungemütliche Jahreszeit und dass sie dann nicht mehr so oft und so lange rausgeht und dass sie sich wieder einkriegt ..