Tarzan raubt uns alle Nerven

Diskutiere Tarzan raubt uns alle Nerven im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Also, wir (ich und mein Freund) haben seit knapp 2 Jahren einen Kater (Tarzan, kastriert). Wir haben den mit 3-4 Monaten von so ´nem Bauernhof...
  • Tarzan raubt uns alle Nerven Beitrag #1
N

Netti

Gast
Also, wir (ich und mein Freund) haben seit knapp 2 Jahren einen Kater (Tarzan, kastriert). Wir haben den mit 3-4 Monaten von so ´nem Bauernhof geholt, um ihn als Wohnungskatze zu halten. Anfangs war er sehr krank (Katzenschnupfen) und wir mussten ständig zum Tierarzt rennen, aber nach ein paar Monaten war er wieder richtig gesund. Er ist dann ab und zu auf den Balkon gegangen und hat auch oft danach verlangt.

Zur Sache: Vor ca. 2 Monaten sind wir umgezogen und zwar in eine Wohnung ohne Balkon; sie braucht auch keinen, da EG eines Hauses. Da unser Tarzan ja gewohnt war, auf den Balkon zu dürfen, mussten wir uns was einfallen lassen. Also hab ich so ein Katzengeschirr gekauft und mittlerweile läßt er es sich gerne umlegen, weil er weiß, dass es jetzt raus geht auf den Hof. Er läuft dann ein bischen durch die Gegend und kaut ständig an Grashalmen. Vor Katzen aus der Nachbarschaft hat er Angst.
Jedenfalls ist es seit dem ersten "Rausgehen mit Geschirr" so, dass er in der Wohnung nur noch rumquäkt. Ganz laut und ganz herzzerreißend, bei jeder Gelegenheit auch nachts und früh´s, wenn es hell wird (es wird sehr zeitig hell), es ist sehr nervig. Das tut er nun schon seit ca. 2 Monaten und es ist keine Besserung in Sicht. Ich geh auch schon nicht mehr gern mit ihm raus, weil er ja sonst meint, durch sein Rumgequake erreicht er was. Man kann ihn anschimpfen, aber dies hat keine Wirkung. Er rennt sogar gleich weg, weil er weiß, dass ich ihn anschimpfen werde. Es macht ihm sogar Spaß, wenn ich dann hinter ihm her renne :? . Naja, manchmal denk ich echt, ich mach ihm gleich die Tür auf, damit er draussen sein kann, aber ich tu´s nicht, weil ich viel zu viel Angst hab, dass Nachbar´s Hund ihn beißt oder er überfahren wird. Er hat doch gar keine Ahnung von der "bösen" Welt da draussen!
Was kann ich denn tun (erziehungtechnisch), dass er nicht pausenlos rumquakt?
 
  • Tarzan raubt uns alle Nerven Beitrag #2
Hallo, also tun kannst du meines Erachtens relativ wenig, außer Geduld zu haben. Zwei Monate sind ja auch noch keine so lange Zeit. Da ich kein Verhaltensforscher bin, würde ich dir vorschlagen genau solch einen aufzusuchen. Es gibt bestimmt Anlaufstellen, wo du dich informieren kannst. Vielleicht kann dir ja auch ein Tierheim Auskunft geben.

Viel Erfolg.

Java.
 
  • Tarzan raubt uns alle Nerven Beitrag #3
wenn man ruhig wohnt ist freigang optimal
aber darüber wurde hier schin eifrig diskutiert :)
 
  • Tarzan raubt uns alle Nerven Beitrag #4
eventuell bringt es etwas, wenn du tarzan einen spielgefährten oder eine spielgefährtin ins haus holst? er ist vll zu wenig beschäftig bei euch in der wohnung und ich nehme mal an, ihr arbeitet auch beide (du und dein freund).

katzen fühlen sich zu zweit in fast allen fällen viiiiiiiiiiiel wohler!

lieber gruss,
fledi
 
  • Tarzan raubt uns alle Nerven Beitrag #5
man muß dann nur schauen das sie sich vertragen, ist nicht so leicht.
ich fänd mehr bewegung sinnvoller
 
  • Tarzan raubt uns alle Nerven Beitrag #6
Das mit ´ner zweiten Katze hab ich auch schon überlegt, aber das wäre zu kompliziert. Man kann ja die beiden für die erste Zeit gar nicht alleine lassen, weil sich sich dann eventuell gegenseitig bekämpfen oder so. Und falls sich sich dann immer noch nicht vertragen, muss man die andere Katze wieder weggeben und das ist auch nicht grad schön. Ausserdem hab ich Tarzan schon mal mit anderen Katzen konfrontiert, aber er hat totalen Schiss. Er faucht nur und will am liebsten flüchten; was auch daran liegen kann, dass er prinzipiell sehr schreckhaft und ängstlich ist.
Wir sind beide arbeiten, das ist richtig. Aber wie wir an Wochenenden feststellen, schläft Tarzan eigentlich sehr viel tagsüber und will in Ruhe gelassen werden. Meistens sitzt er auch am Fenster und sieht, wie die anderen Katzen draussen rumlaufen. Vielleicht macht ihn dass so neidisch?! Oder kann ein kastrierter Kater auch irgendwie "rollig" werden und deswegen in der Weltgeschichte rumziehen wollen?
 
  • Tarzan raubt uns alle Nerven Beitrag #7
ist es nicht möglich ihn rauszulassen ?
wenn er mal draussen war dann leiden sie sehr wenn sie es nicht mehr dürfen
 
  • Tarzan raubt uns alle Nerven Beitrag #8
Nein, ich kann den nicht frei draussen rumlaufen lassen. Der würde gar nicht zurecht kommen da draussen. Und ich wäre sehr traurig, wenn er dann dadurch umkommt. Ich habe schon sehr viele Katzen als Kind bei meinen Eltern verloren und es war immerein Weltuntergang.
Tarzan schläft auch bei uns im Bett und ist sehr gepflegt. Draussen würde er wieder Würmer und Flöhe bekommen und und sich mit anderen kämpfen und ich müßte jeden Tag Angst haben, dass er nicht mehr wieder kommt.
Das wäre noch viel schlimmer zu ertragen, als das Rumgequake.
Ich werd mal versuchen, ihm Katzengras in der Wohnung hinzustellen, vielleicht will er ja nur wegen dem Gras raus. (Wahrscheinlich eher nicht, aber ein Versuch ist´s wert)
 
  • Tarzan raubt uns alle Nerven Beitrag #9
hallo :)

wie sieht es denn bei euch in der wohnung aus? wie wärs denn, wenn ihr z.b. ein zimmer quasi zu einem katzenzimmer umfunktionier? also mit ganz vielen möglichkeiten, hoch und runter und drunter und drüber zu klettern? mit versteckmöglichkeiten etc.
gibt im internet gute seiten zu dem thema und auch bücher. andere in diesem forum wissen hierrüber noch viel mehr als ich und können es dir bestimmt besser erläutern. :)

lieber gruss,
fledi
 
  • Tarzan raubt uns alle Nerven Beitrag #10
Hallo,

also auch wenn ich eigentlich gegen Freigang bin, eine Katze dies es einmal kannte raus zu kommen und sei es nur der Balkon, leidet in den meisten Fällen sehr, wenn sie das auf einmal nicht mehr darf.
Sporadische Spaziergänge an der Leine ist da für wenige Katzen sinnvoll und macht es oft nur noch schlimmer. Katzen sollen entweder etwas dürfen oder nicht, mal so mal so verstehen sie selten. Wenn man sowas einmal anfängt und es gefällt besteht die Katze auch weiterhin darauf und leidet, wenn es nicht täglich zu regelmäßigen Zeiten rausgeht. Genauso wie sie z.B. protestieren, wenn sie in ein Zimmer mal reindürfen, mal ist die Tür verschlossen.

Gruß, Aline!
 
  • Tarzan raubt uns alle Nerven Beitrag #11
Wir haben einen selbstgebauten Kratzbaum, einen relativ hohen sogar, wo Tarzan hochklettern, hangeln etc. kann. Er kann auch durch die ganze Wohnung (70 m²) rennen, da alle Türen immer offen sind.
Auf den Balkon ist er übrigens nie allein gewesen, also immer nur in Begleitung, da er in unbeobachteten Momenten schon mal fast auf das Geländer sprang (wir wohnten im 2. Stock). Es gab auch keine wirklich regelmäßigen Zeiten zum Rausgehen auf den Balkon.
Es ist schon sehr verzwickt mit ihm und ich hab wirklich schon viele Möglichkeiten überlegt, was man anders oder besser machen sollte, aber es gibt wohl keine annähernd perfekte Lösung. :(
 
  • Tarzan raubt uns alle Nerven Beitrag #12
würmer und flöhe können auch wohnungskatzen bekommen.
rangkämpfe sind ja normal bei mehreren katzen, machen ja wohnungskatzen ja auch. ernsthafte verletzungen habe ich noch nie erlebt
 
  • Tarzan raubt uns alle Nerven Beitrag #13
Hallo Netti,

auch wenn es am Anfang etwas aufwendig ist, solltet Ihr trotzdem über eine 2. Katze nachdenken. Wenn Tarzan auf fremde Katzen ängstlich reagiert, wäre vielleicht eine junge oder eine zurückhaltende Katze das Beste.
Sollte das Aneinander gewöhnen wirklich länger dauern, als man sich Urlaub genommen hat, könnte man in der Zeit der Abwesendheit die Tiere räumlich trennen. Aber oft geht so eine Gewöhnung schneller als man denkt, und dann hat man doppeltes Glück ... :wink:

Gruß, Inge
 
  • Tarzan raubt uns alle Nerven Beitrag #14
Da hat Inge natürlich recht, eine Zweitkatze ist oft eine einfache Lösung für viele Probleme.
Und wegen der kurzen Konfrontation mit anderen Katzen kann man sicher nicht sagen, daß er generell ein Einzelgänger ist. Das braucht einfach seine Zeit, aber es lohnt sich.

Gruß, Aline!
 
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