"abstellen" kannst du bei einem Tier mal gar nichts, das schonmal vorweg gesagt.
Also, meine Theorie ist folgende: Katzen sollte man mit frühestens 12Wochen von der Mutter trennen. Erst dann haben sie gelernt, wie man sich richtig benimmt, und was man darf und was nicht. Also vermute ich mal, euer Katzentier hat nie gelernt, dass es auf Anfallen einer Pfote von der Mutter einen Hieb gäbe.
Unsere waren schon 12 Wochen alt, aber der Kater war trotzdem etwas wilder, und hat das nach ein paar Wochen auch angefangen. Meine Massnahme: wenn ich wusste, dass er das gleich machen wird, habe ich ihn angedroht - Tonfall und manchmal ein bisschen grollen dazu. Hat das nicht gereicht, gabs einen Klapps auf die Seite. Das hat normal völlig gereicht. Wenn doch nicht, weil er schon so verbissen ist, kannst du ihn im Genick nehmen, von dir abziehen oder ihn im Gegenzug auch "beissen" - das Pfötchen oder das Öhr ein bisschen fester drücken. Aber nie so, dass es dem Kleinen wirklich weh tut, sonst hat er für immer Angst vor dir. Einfach nur, damit er merkt, dass das nicht in Ordnung so ist.
Das braucht etwas Geduld, aber könnte im Endeffekt klappen.
Nie anschreien! Eigentlich will er nur spielen... und ein bisschen aufmerksamkeit haben.
Wegen dem Streichelns: ich kenne das von der Langhaarkatze die wir früher hatten. Da hat sich das Fell ganz schnell statisch aufgeladen, und klebte dann auf ihr. Das juckt und zuppelt anscheinend, daher wollte sie nie wirklich gestreichelt werden. Kraulen ist aber immer ok gewesen. Abhilfe schaffen würde es, wenn du dir, bevor du ihn streichelst (schon 5min vorher) die Hände mit einem ungiftigen Öl geschmeidiger machst. Das nimmt die statische Ladung etwas raus. Aber wenn er es nicht mag, dann mag er es nicht.
Die selbe Katze war auch am Bauch sehr kitzelig. Euer Katerlein ist noch recht jung, also versucht nicht, ihn zum Stillhalten zu zwingen, sondern baut es in ein Spiel mit ein. Wenn er sich auf den Rücken rollt, dann langsam und vorsichtig mal mit der Hand oder der Bürste über den Bauch streichen, und dann aber auch gleich wieder aufhören- das dafür öfter mal machen, auch am Rücken immer wieder mit der Bürste ganz sanft drüberfahren. So gewöhnt er sich daran, und findet es vielleicht irgendwann ganz normal.
Eventuell dabei auch Leckerlies verteilen.