wie stelle ich das ab?

Diskutiere wie stelle ich das ab? im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; mein perserkater mogli kam mit 7 wochen zu uns, als wir bereits einen 1jährigen hund (sheltie) hatten. beide verstanden sich von anfang an und man...
  • wie stelle ich das ab? Beitrag #1
sinan1992

sinan1992

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mein perserkater mogli kam mit 7 wochen zu uns, als wir bereits einen 1jährigen hund (sheltie) hatten. beide verstanden sich von anfang an und man hatte das gefühl, unser rüde übernimmt die mutterrolle. da unser hund ein richtig dickes fell hat, konnte mogli von anfang an voll reinbeißen beim spielen.
leider möchte er nur ungern gestreichelt werden. er zieht- wenn er das bedürfnis hat, nähe zu suchen, unseren hund vor. wenn er gnädig ist ,läßt er sich mal unterm kinn graulen, wenn die hand den ganzen rücken streicheln will, hebt er sofort die pfote und fährt die krallen aus.
ihr könnt euch daher sicher vorstellen, daß es recht problematisch ist, ihn vor allem am bauch zu kämmen.
in letzter zeit geht er dazu über, sich, nachdem mein mann schon sehr früh außer haus gegangen und ihn gefüttert hat, zu mir ins bett zu legen und plötzlich meinen arm anzufallen.
und er krallt sich fest und beißt rein, so daß ich nach diesen attacken immer blute. ich puste ihn dann immer an , aber das bringt nichts.
ich glaube, daß ihm einfach, so jung wie er war noch die mutter gefehlt hat,die ihn erzogen hätte. so hat er das mit meinem hund gelernt, hier darf ich reinbeißen und ich denke, wenn er mich anfällt, will er auch nur spielen.
übrigens wenn er hunger hat, kann er ein unglaublicher charmeur sein und schnurren und da darf man ihn auch streicheln.
ich habe mein ganzes leben katzen gehabt, aber so ein schwieriger kater macht mir doch kopfzerbrechen. was tun, hat jemand eine idee?
 
  • wie stelle ich das ab? Beitrag #2
"abstellen" kannst du bei einem Tier mal gar nichts, das schonmal vorweg gesagt.

Also, meine Theorie ist folgende: Katzen sollte man mit frühestens 12Wochen von der Mutter trennen. Erst dann haben sie gelernt, wie man sich richtig benimmt, und was man darf und was nicht. Also vermute ich mal, euer Katzentier hat nie gelernt, dass es auf Anfallen einer Pfote von der Mutter einen Hieb gäbe.

Unsere waren schon 12 Wochen alt, aber der Kater war trotzdem etwas wilder, und hat das nach ein paar Wochen auch angefangen. Meine Massnahme: wenn ich wusste, dass er das gleich machen wird, habe ich ihn angedroht - Tonfall und manchmal ein bisschen grollen dazu. Hat das nicht gereicht, gabs einen Klapps auf die Seite. Das hat normal völlig gereicht. Wenn doch nicht, weil er schon so verbissen ist, kannst du ihn im Genick nehmen, von dir abziehen oder ihn im Gegenzug auch "beissen" - das Pfötchen oder das Öhr ein bisschen fester drücken. Aber nie so, dass es dem Kleinen wirklich weh tut, sonst hat er für immer Angst vor dir. Einfach nur, damit er merkt, dass das nicht in Ordnung so ist.
Das braucht etwas Geduld, aber könnte im Endeffekt klappen.
Nie anschreien! Eigentlich will er nur spielen... und ein bisschen aufmerksamkeit haben.


Wegen dem Streichelns: ich kenne das von der Langhaarkatze die wir früher hatten. Da hat sich das Fell ganz schnell statisch aufgeladen, und klebte dann auf ihr. Das juckt und zuppelt anscheinend, daher wollte sie nie wirklich gestreichelt werden. Kraulen ist aber immer ok gewesen. Abhilfe schaffen würde es, wenn du dir, bevor du ihn streichelst (schon 5min vorher) die Hände mit einem ungiftigen Öl geschmeidiger machst. Das nimmt die statische Ladung etwas raus. Aber wenn er es nicht mag, dann mag er es nicht.

Die selbe Katze war auch am Bauch sehr kitzelig. Euer Katerlein ist noch recht jung, also versucht nicht, ihn zum Stillhalten zu zwingen, sondern baut es in ein Spiel mit ein. Wenn er sich auf den Rücken rollt, dann langsam und vorsichtig mal mit der Hand oder der Bürste über den Bauch streichen, und dann aber auch gleich wieder aufhören- das dafür öfter mal machen, auch am Rücken immer wieder mit der Bürste ganz sanft drüberfahren. So gewöhnt er sich daran, und findet es vielleicht irgendwann ganz normal.
Eventuell dabei auch Leckerlies verteilen.
 
  • wie stelle ich das ab? Beitrag #3
danke für deine antwort.
eine gute idee, das mit dem öl. das werde ich auf jeden fall versuchen.
und keine angst, ich liebe katzen so sehr, daß ich sie nicht auch mal anschreien kann, selbst wenn sie mir weh tun.
mit pfötchen oder öhrchen drücken, probier ich's auch mal, wenn er wieder mal ganz rabiat wird. lg
 
  • wie stelle ich das ab? Beitrag #4
Als Gegenmassnahme für das spielerische Dominanzgehabe empfehle ich dir, sobald er dich im Bett "angreift" statt zu pusten, einfach wie eine Katze zu fauchen. Mit Mund auf, lautes Fauchen mit Zähne zeigen inkl. bösen Blick. Das sollte eigentlich schon ausreichen, dass er sofort damit aufhört. Auch wenn das lustig klingt. Muss er aus dem Fauchen, deine ganzen Willen erkenne, dass du das ernsthaft nicht willst. Wenn er dann erschrocken wegrennen sollte, könntest du ganz schnell aufstehen (aber nicht hinterherrennen, er soll das nicht als Spiel missverstehen). Kurz stehen bleiben und dann wieder ganz ruhig ins Bett gehen und mindestens noch einen kurzen Moment liegen bleiben. Sollte er reumütig ankommen. Erst einmal nicht beachten und sich stattdessen eher abwenden. Bei meiner zu dem Zeitpunkt noch unkastrierten Katze hat das nach dem ersten Mal bereits geklappt.
Darüber hinaus: Niemals mit der Hand spielen. Immer nur mit Spielzeug in der Hand.
 
  • wie stelle ich das ab? Beitrag #5
ich glaube, daß ihm einfach, so jung wie er war noch die mutter gefehlt hat,die ihn erzogen hätte. so hat er das mit meinem hund gelernt, hier darf ich reinbeißen und ich denke, wenn er mich anfällt, will er auch nur spielen.
übrigens wenn er hunger hat, kann er ein unglaublicher charmeur sein und schnurren und da darf man ihn auch streicheln.
ich habe mein ganzes leben katzen gehabt, aber so ein schwieriger kater macht mir doch kopfzerbrechen. was tun, hat jemand eine idee?
Das klingt ganz nach dem Floyd-Syndrom. :shock: Ich will dir ja wirklich nicht Angst machen, aber ich fürchte da hast du noch einiges vor dir. :-? Bei Floyd war es vorallen in der Anfangszeit ganz genau so. Auf Grund vieler Erfahrungsberichte in den verschiedensten Katzenforen, würde ich auch sagen, das es mit grosser Wahrscheinlichkeit an der fehlenden Erziehung im Kittenalter liegt. Floyd z.B. wurde im Alter von wenigen Tagen im Tierheim abgegeben und dann von einer Pflegefamilie mit der Flasche aufgezogen. Er ist wirklich furchtbar lieb, schläft bsw. zur Zeit die ganze Nacht direkt an meiner Seite und hat die Bettdecke übergezogen, so das nur noch der Kopf herausschaut. :mrgreen:

Andererseits kann er sowas von kompliziert sein. Mit Autorität hat er ganz grosse Schwierigkeiten. Er weiss nie wann ein Spiel endet und der Ernst beginnt. Bei meinen Sternenkater Alex brauchte ich nur etwas lauter "Aua" zu sagen, wenn er es mal zu doll trieb und schon kapierte er und lies von mir ab. Nicht aber Floyd. Der steigert sich oft derart in etwas hinein, das er wie von Sinnen scheint. In letzter Zeit habe ich den Ratschalg von russian beherzigt und sperre ihn etwa für eine halbe Stunde ins "stille Zimmer" (unser Gästezimmer) wo er seine Ruhe hat und sich erstmal wieder beruhigen kann. Interessant ist für mich immer wieder, wie sehr bei Floyd ... ich sag mal ... Engel und Teufel beieinander zu liegen scheinen.

Auf alle Fälle würde ich raten absolut konsequent zu sein. Lautes Aua-Rufen und Anpusten allein wird nicht reichen. Zusätzlich würde ich ihn laut anfauchen. Genauso machen es Katzen untereinander. Wichtig dabei ist noch, das du ihn ganz tief und möglichst böse ;-) in die Augen schaust bis er als erster wegschaut. Und bitte nicht zu zaghaft dabei vorgehen. Bei Floyd habe ich auch die Erfahrung gemacht das er es im Grunde genommen gar nicht anders erwartet. Übervorsichtes Vogehen quitiert Floyd umgehend mit überheblichen Dominanzgesten. Andererseits ist er soft lammfromm wenn er spürt das er bei jemand die Grenze erreicht hat.
 
  • wie stelle ich das ab? Beitrag #6
auch den anderen allen vielen dank für die guten ratschläge, die ich beherzigen werde.
dein floyd, lieber frank, ist da wohl ganz ähnlich wie mein mogli.
bisher ließ ich die grobheit halt über mich ergehen und da er manchmal ja auch lammfromm sein kann, dachte ich bisher immer, das wird schon irgendwann.
aber ich fange jetzt damit an, ihn anzufauchen und böse zu gucken, mal sehen wie er reagiert. danke.lg
 
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