• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Sterbehilfe?

F

Floria

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hallo zusammen,

es tut mir sehr leid, dass ich meinen ersten beitrag in diesem forum gleich mit einem so traurigen thema schreibe, aber ich bin ratlos und sehr traurig.

mein kleiner schatz (16 jahre alt, europäisch kurzhaar, weibchen) ist an cni (chronischer niereninsuffizienz) erkrankt.
die folgen daraus: sie ist blind, sie ist taub, sie erbricht häufig ihr futter, sie uriniert manchmal auf teppiche/betten/im wäschekorb/o.ä., sie schreit nachts und
auch tagsüber (scheinbar) grundlos in einer immensen lautstärke und liegt oft nur noch teilnahmslos in ihrem korb.
meine tierärztin gab mir medikamente (auf homöopathischer basis), die mein kleiner schatz auch nimmt, aber sie scheinen nicht anzuschlagen. das diätfutter, was ihr verordnet wurde, frisst sie einfach nicht. diese kleine lady würde lieber verhungern, als das diätfutter zu fressen.
obwohl sie die medikamente nun seit nahezu zwei wochen regelmäßig nimmt, stellt sich keine besserung der sympthome ein.
ich habe mich mit freunden (ebenfalls katzenhaltern) besprochen, und sie waren einstimmig der meinung, dass ich meine kleine erlösen sollte.

ich möchte nicht, dass meine kleine sich unnötig quält. ihre lebensqualität ist aufgrund der sympthome äußerst eingeschränkt. ich frage mich nun seit tagen, ob es sinn hat, ihr weiter die medikamente zu geben.

ich will, dass es ihr gut geht. aber es geht ihr zurzeit einfach nicht gut. und eine besserung ist wohl kaum in sicht.

kann sie mir sagen, ob sie weiterleben möchte, oder nicht? kann ich es an ihrem verhalten abschätzen, ob sie sich versteckt quält?

wenn die cni in eine akute niereninsuffizienz umschlägt, stirbt sie nicht - sie krepiert. und genau das will ich um jeden preis verhindern.

ich bin ratlos...weiß hier jemand rat?
 
18.06.2004
#1
A

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Gast

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I

Inge

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Hallo Floria,

es ist immer schwer, den richtigen Zeitpunkt abzupassen, wann es richtig ist und wann zu früh. Nach den von Dir geschilderten Symptomen würde ich sagen, der Zeitpunkt ist der richtige, aber was "sagt" denn Deine Katze? Meine Tiere, die ich über die Regenbogenbrücke gehen lassen musste, haben mit auf eine gewisse Weise immer zu verstehen gegeben, wann sie nicht mehr wollten.

Deine Maus hat ein sehr stattliches Alter erreicht - ich denke, Du solltest ihr diesen letzten Liebesdienst erweisen und sie gehen lassen. Auch wenn es schwer fällt. Wenn sie nicht mehr frisst (und das ist bei Katzen immer ein sehr schlechtes Zeichen), dann hat sie sich auch aufgegeben. Verwöhne sie noch einmal so richtig und lass sie auf ihrem letzten Gang nicht allein.

Ich wünsche Dir viel Kraft!
 
tabaluga273

tabaluga273

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Schwer

Ich kann mir vorstellen wie du Dich fühlst es ist sehr schwer eine solche Entscheidung zu treffen ich hatte selber mal diese Entscheidung und mein Kater war erst 6 Jahre alt mit einem Nierenleiden wo mir aber der TA auch sagen konnte das er leidet und ich wenigstens wußte das ich ihn Erlöse, aber trotz allem habe ich erst 2 Jahre später wieder nach einer Katze gekuckt weil ich so was nicht nochmal entscheiden wollte. Das Tier kann man halt schlecht fragen aber wenn man ehrlich zu sich selbst ist denke ich weiß jeder Besitzer eines Tieres das er liebt wann es sich quält und wann noch hoffnung besteht das es wieder besser wird. Es ist ein schmaler grad ( meine Meinung ) zu selber nicht wollen das das Tier von einem geht und und zu erkennnen wan es für das Tier eine Qual ist´. Wie Du dich auch entscheidest wünsche ich die Viel Kraft oder auch deinem kleinen alles Gute .
:( Bis dann Andreas
 
P

Percysdosenöffner

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Hi Floria!
Hab mir schon die ganze Zeit überlegt ob ich was schreiben soll dazu. Weil ich selber einmal vor so einer schwierigen Entscheidung stand. Damlas gings um meine Lieblingsratte. Sie hatte einen rießigen Tumor auf der Nase und die letzten 6 Wochen hat sie sehr gelitten. Ich erzähl dir davon, weil ich damlas einen Fehler gemacht habe.
Ich habs nicht übers Herz gebracht sie einschläfern zu lassen, obwohl es immer schlimmer wurde und sie gegen Ende (ca die letzte Woche) nicht mehr viel machte auser rumliegen. Ich hätte sie schon sechs Wochen vor ihrem Tod erlösen lassen müssen, sie war zwar noch einigermaßen fit und lief noch im Zimmer rum, aber sie hatte Schmerzen und kam mir oft "deprimirt" vor.
Richtig atmen war ihr auch nicht mehr möglich. Als ich mit meiner Katze eines Tages beim TA war und er mich nach meiner Ratte fragte (er wusste vom Krebs und konnte nichts mehr für sie tun), machte ich schweren Herzens einen Termin für den nächsten Tag aus, um sie einschläfern zu lassen.
Als ich nach Hause kam, lag Rattikal tot in einer Pappschachtel, mein damaliger Freund und ein Kumpel standen daneben und berichteten mir mit Tränen in den Augen, das sie einen einstündigen Todeskampf hinter sich hatte.
Ich will dich mit dieser Geschichte nicht belasten, ich will nur allen, die eines Tages vor der selben Entscheidung stehen wie du, deutlich machen, wie wichtig es ist loszulassen wenn es wirklich Zeit dazu ist.
Das sie tot ist habe ich überwunden, dass ich sie leiden ließ nicht.
Entscheiden musst du allein, leider kann keiner von uns dir diese Entscheidung abnehmen. Hier kann dir allenfalls Entscheidungshilfe gegeben werden. Egal was passiert, ich hoffe du hast daran nicht zu schwer zu "knabbern", aber mein offenes Ohr ist dir sicher.

Alles Liebe Percys
 
LuFeli

LuFeli

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Hallo Floria,

ich habe mir einmal geschworen, dass keiner meiner Tieregefährten je unnötig leiden soll. Dazu gehört, dass sie nicht mehr ohne Schmerzmittel schmerzfrei leben können, oder wenn sie mir durch ihr Verhalten mitteilen, dass sie gehen möchten. Glücklicherweise musste ich dieses Versprechen erst einmal einlösen...
Solange ein Tier noch aktiv an der Umwelt teilnimmt, sich für sie interessiert, "lebt" es auch noch. Wenn jedoch kein Interesse mehr besteht, und auch Futter und Wasser verweigert werden, dann kann man annehmen, dass sie gehen möchten.
Aus meiner bisherigen Erfahrung (habe solche Situationen auch schon im Freundeskreis begleitet) weiss ich, dass die Tiere einem recht genau sagen, wenn sie gehen möchten. Oft wird dies von den Besitzern jedoch übersehen, anders interpretiert, weil sie noch nicht loslassen können. Hinterher heisst es oft "Ach, hätte ich sie doch nur schon früher von ihrem Leid erlösen lassen"...

Floria,
setzt Dich in aller Ruhe zu Deinem Fellnäschen, beobachte sie, sprich mit ihr, sie wird es Dich wissen lassen, was sie möchte, da bin ich ganz sicher!

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit, und bin sicher, dass Du die richtige Entscheidung treffen wirst...

Liebe Grüsse
Tanja
 

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