Hallo,
zunächst möchte ich Ihnen ein frohes, neues Jahr wünschen...
Im Oktober ist mein 13jähriger Kater Mikesch gestorben. Sein 8 Jahre alter Freund Max ist nun alleine zurück geblieben. Beide haben sich geliebt und die Tage gemeinsam verbracht. Die beiden waren nur im "Doppelpack" unterwegs, haben sich gegenseitig geputzt, zusasammen gespielt und sogar draussen haben sie immer zusammen die Gegend erkundet. Max leidet sehr an dem Verlust seines Freundes. Er geht nicht mehr raus, frisst nur wenig und "schreit" fast den ganzen Tag. Um mögliche Erkrankungen auszuschliessen, die sein Verhalten auch hätten rechtfertigen könnten, habe ich Max auch von meinem Tierarzt untersuchen lassen. Er ist körperlich topfit, so dass sein verändertes Verhalten nur auf die Trauer zurückzuführen ist.
Anfang November habe ich eine Katze (5 Jahre) aus dem Tierheim aufgenommen. Sie galt als lieb und artgenossenverträglich. Davon habe ich mich selbst überzeugt, da sie mit anderen Katzen gehalten wurde. Mein Max ist allerdings total lieb und im Falle eines Streites unterwürfig. Die neue Katze hatte ihn schnell "im Griff". Er durfte das Klo nicht mehr benutzen, nicht fressen und sich auch nicht mehr mir nähern. Er saß nur noch im Schrank und sobald er raus kam, wurde er von der Katze wieder verjagt. Ich habe die Katze an eine gute Freundin gegeben, bei der es ihr gut geht und bei der sie sich gut eingelebt hat.
Weiterhin habe ich also das Problem, dass Max sich sehr einsam fühlt. Zudem bin ich berufstätig, so dass Max nun völlig alleine zu Hause ist. Da er seinen Freigang seit dem Tod von Mikesch verweigert, hat er keinerlei Beschäftigung. Ich habe auch das Gefühl, dass er sich immer mehr zurück zieht.
Ich würde gerne ein zweites Tier aufnehmen, allerdings macht mir der Gedanke Sorgen, dass wenn es wieder nicht klappt, das aufgenommene Tier hin und hergereicht wird. Dies würde ich gerne ein weiteres Mal vermeiden.
Ich würde es sehr gerne mit einem jungen Kater (3 Monate) versuchen, da ich denke, dass ein "Baby" Max Unterwürfigkeit nicht ausnutzen würde und beide im Verlauf der Zeit eine Chance hätten. Max ist sehr verschmust, trotz seines Alters immer sehr verspielt gewesen (aber kein "Rowdy"), sozial anderen Katzen gegenüber.
Laut dem Katzenschutzbund bei uns im Ort ist eine Haltung von Jungtieren mit Senioren nicht ratsam, da das Sozial- und Spielverhalten des Jungtieres nicht gefördert wird.
Hat jemand Erfahrungen in dieser Hinsicht sammeln können?
Für einen Rat wäre ich sehr dankbar.
witti