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Epileptische Anfälle -tolle Neuigkeiten

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babaluna11

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Liebe Katzenfreunde und Dosenöffner!

Ich habe heute - dank dem Einsatz meiner wunderbaren TÄ - tolle Neuigkeiten, die Euch, falls Eure Katze Krampfanfälle hat/hatte, interessieren könnten:

Mein Kater Chili hatte ja nach einer überlebten Katzenseuche immer wieder ganz arge epiletische Anfälle, die in den letzten Tagen immer häufiger und schlimmer wurden. Heute früh hatte Chili ganze drei Anfälle, die schlimm anzusehen waren.

Meine TÄ teilte mir mit, dass
bei ihr eine Katze mit ähnlichen Symptomen in Behandlung sei. Sie habe die Krampfanfälle nach einer Vergiftung (offensichtlich durch Rattengift) bekommen. Die TÄ testete die Vermutung, dass Leber oder Niere nach dieser Vergiftung nicht mehr richtig arbeiten würden und daher der Körper (samt Gehirn) zusehends vor allem durch Phosphate vergiftet würde. Das könnte die Anfälle verursachen. In einer Blutuntersuchung waren die Phospor- und Bilirubinwerte tatsächlich doppelt so hoch wie normal, was auf eine ungenügende Arbeit von Leber oder Nieren hindeutet. Sie verordnete meinem Kater sofort eine Nierendiät (Renal von Royal Canin - man kann auch normales Futter geben, das mit Ipakitine versetzt wird, das die Phosphate abbaut). Zusätzlich gab sie mir Laevolac, Ursofalk und Hepa...(irgendwas, ich kann den Namen nicht lesen) Compositum, jeweils 1 ml/Tag, mit. Also alles, um die hohen Phosphorwerte abzubauen. Sie verabreichte Chili auch noch Phosporus als homöopathisches Mittel.

Das Schöne: Chili hatte seither keinen Anfall mehr! (Und die andere Katze, die schon länger auf Diät ist, hatte auch keinen mehr!)

Also, wenn Eure Katze Krampfanfälle hat, muss das nicht unbedingt heißen, dass sie ein Leben lang ein Epi ist! Vielleicht ist dieser Hinweis dem/der einen oder anderen eine kleine Hilfe...
Liebe (freudige) Grüße
Barbara & Chili
 
23.03.2010
#1
A

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Gast

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mennemaus

mennemaus

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Hallo Barbara,
ich hatte deinen anderen Thread (Katzenseuche überlebt...) aufmerksam verfolgt
und auch zu einer Antwort angesetzt, diese aber dann doch nicht abgeschickt,
da ich nicht wusste, ob sie dir weiterhelfen würde.

Ich arbeite teilweise mit Kindern zusammen, die Krampfanfälle haben und habe
bei einem Kind erlebt, dass durch eine ketogene Diät die Medikamente überflüssig
wurden und das Kind anfallsfrei blieb.

Da ich aber nichts darüber gefunden habe, ob diese sehr spezielle Diät auch bei
Katzen eingesetzt werden kann und nicht sogar schädlich sein könnte, habe ich
diese Antwort doch lieber nicht aufgeschrieben.

Dass du jetzt berichtest, dass bei Chilli tatsächlich eine Diät zu einer Verbesserung
seines Zustandes führt, freut mich sehr, denn die Medikamente haben doch alle
hohe Nebenwirkungen. Ich hoffe sehr, dass es so gut weitergeht, und dein Kleiner
keine neuen Anfälle mehr bekommt. :-D
 
K

Knuddelmiez

Gast
Hallo Barbara,

ich freue mich natürlich, dass ihr endlich die Ursache und eine Behandlungsmöglichkeit gefunden habt. Aber das ist, was ich immer wieder sage: bei Anfällen muss eine umfassende Untersuchung geschehen, weil die Ursachen so vielfältig sein können. Nieren, Leber, Schilddrüse, Blutdruck; bakterielle, virale Infektionen, Parasitosen und sogar Mykosen etc pp. können die Ursache dafür sein. Bei Gina war es ein Hirnödem aufgrund eines schweren Verlaufs von Toxoplasmose.

Um ganz ehrlich zu sein, bin ich bei euch eigentlich davon ausgegangen, dass diese grundlegenden Untersuchungen (Blutwerte von Leber und Nieren zB) längst geschehen waren, weil die eigentlich immer ganz oben auf der Liste stehen sollten. Insbesondere auch, da Katzenseuche weitreichende Organschäden nach sich ziehen kann, hätte das längst geprüft werden müssen.

Nun ja. Wie gesagt, ich freue mich, dass ihr das Übel wohl endlich bei der Wurzel packen konntet. Ich drücke Dir sehr die Daumen, dass es von nun an nur noch besser wird. Wie sehen eigentlich die übrigen Nierenwerte aus (außer Phosphor)?

LG
 
B

babaluna11

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Hallo Knuddelmiez!

Ja, du hast natürlich vollkommen Recht, das hätte sicher schon früher untersucht werden können. Allerdings habe ich Chili ja wirklich immer als absoluten Notfall an die TÄ weitergereicht, ich glaube, da ging es darum, ihn erstmal wieder zu stabilisieren (was auch immer wieder gelungen ist). War eher mein Fehler, die TÄ hat schon das letzte Mal auf eine Blutuntersuchung gedrängt, Chili ging es aber dann sehr gut, und ich hatte erstmal genug vom Praxissitzen.
Chili geht es übrigens zusehends besser, er hatte von gestern bis jetzt am Abend keinen Anfall mehr. Er ist zwar noch recht unruhig und maunzt mich ständig an, weil er was fressen will, aber kein Vergleich zur letzten Woche (mindestens 3 Anfälle am Tag).
Chilis Leber- und Nierenwerte sind sonst eigentlich im Normalbereich (ich schätze, du meinst diese beideASD...irgendwas, ich kann mich nicht mehr genau erinnern...), also nur Bilirubin und Phosphor sind hoch.
(Wie würdest du das interpretieren - ähm - klingt so, als würdest du dich da ganz gut auskennen).
LG Barbara und Chili
 
K

Knuddelmiez

Gast
Naja, ich mache mir ein paar Gedanken, woher konkret der erhöhte Phosphatwert stammt. Gibt ja da mehrere Möglichkeiten. Eine wäre CNI, aber da hätte ich dann auch erhöhte Creatinin- und Harnstoffwerte vermutet, wobei das noch kommen kann. Ganz wichtig ist in jedem Falle, den Wert zu senken. Eine andere Möglichkeit könnte aber zB auch ein Problem in den Nebenschilddrüsen sein (sekundär also in Folge eines anderen Problems entstanden). Wie steht es um den Calciumwert? Wurde der mitgemessen? Sind auch andere Elektrolyte ermittelt worden wie zB Kalium? Wie steht es um das Fress- und Trinkverhalten von Chili (mehr oder weniger als früher?), Gewichtsentwicklung, Menge der Ausscheidungen...? Was hast Du bisher gefüttert?

LG
 
B

babaluna11

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Hallo Knuddelmiez!

Vielen herzlichen Dank für deine Hinweise! Eine Menge Fragen und eher wenige Antworten, weil wir ja erst am Anfang der Untersuchungen stehen. Harnwerte kommen nächste Woche.

Calcium weiß ich nicht, dürfte aber normal gewesen sein, sonst hätte es mir die TÄ sicher gesagt.
Sein Fressverhalten ist ziemlich normal, nach den Anfällen hatte er die klassischen Fressattacken. Sonst frisst er sein Futterschälchen regelmäßig leer, manchmals maunzt er mich noch eine Weile wegen einer weiteren Portion an (ich bin mir da nicht sicher, ob ich sie ihm geben soll.) Da er Nassfutter frisst, mache ich mir keine Sorgen, dass er eher weniger trinkt. Und seine Verdauung ist vollkommen normal, soweit ich das beurteilen kann.

Aber - um die frohe Botschaft gleich zu verbreiten: Chili hatte seit Beginn der Diät am Donnerstag keinen richtigen Anfall mehr, und es wird kontinuierlich besser!! Ab und zu knurrt er vor sich hin und dreht sich ein, zwei mal im Kreis, und das wars, und das wird auch immer seltener. Kein Krampfen, kein Schaum vorm Mund, kein Harnabsetzen! Einfach nix!

Ich gebe ihm weiterhin Ursofalk, Laevolac und Hepar compositum, füttere mit Renal von Royal Canin und zwischendurch auch "normales" Futter mit dem Phosphatbinder Ipakitine.Und dann bekommt er noch diese Leckerlis, die den Leberstoffwechsel anregen (ähm- ?). Keine Ahnung, ob sich eine Leber bzw. Nieren, die so angeschlagen sind, dass sie Anfälle verursachen, wieder regenerieren. Ich schöpfe aber wieder eine starke Portion Hoffnung!
Lg Barbara
 

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