Petition für schwerst verwahrlosten Hund

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Armitage

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Hallo.
Ich weiß nicht, wie viele es von euch mitbekommen hatten, aber vor zwei Wochen wurde in Zuzenhausen, unserem Nachbarort, ein schwer verwahrloster Hund gefunden, der nach tierärztlichen Untersuchungen eingeschläfert werden musste.
Sein Fell war unglaublich verfilzt, die Krallen kräuselten sich schon so
sehr, dass der Hund nicht mehr laufen konnte (auch nicht, nachdem er geschoren und die Krallen geschnitten waren) und in einer alten offenen Wunde krochen etliche Maden umher.
Die Tierärztin sowie die zuständigen Leute vom Tierheim konnten "Joshi" nurnoch von seinem Leid erlösen.

Der Täter wurde inzwischen gefasst und vom Tierheim Sinsheim wurde eine Petition gestartet, um (hoffentlich) zu bewirken, dass der Täter, der den Ämtern wohl schon seit einiger Zeit bekannt war, eine gerechtere Strafe als nur eine Geldbuße erhält.

Ich fänd es toll, wenn ihr diese Petition unterstützen würdet und hoffe inständig, dass das Schwein nicht so einfach davon kommt. :cry:




Hier die komplette Geschichte sowie Bilder (Vorsicht, manche sind sehr ekelhaft) und ein Video auf der Homepage des Tierheims Sinsheim.

Und hier der Link zur Petition

Anbei ein Bericht der RNZ:

Von Günther Keller
Zuzenhausen. Mit ein bisschen mehr Aufmerksamkeit und Zivilcourage, aber auch mit etwas mehr behördlichem Nachdruck wäre dem misshandelten Hütehund "Joshi" sein schweres Schicksal womöglich erspart geblieben. Im Dorf war nämlich die üble Hundehaltung des inzwischen ermittelten Tierquälers ein offenes Geheimnis. Und der Fall war sogar aktenkundig.
Das Protokoll trägt die Nummer 109.91. Unter diesem Aktenzeichen meldeten Anwohner am 22. August 2008 der Gemeindeverwaltung, dass mitten im Ort Haustiere verwahrlosen. Ordnungsamtsleiter Rainer Ohlheiser verwahrt sich aber gegen den Vorwurf, nichts unternommen zu haben: "Wir haben den Vorgang sofort an das Veterinäramt des Rhein-Neckar-Kreises weiter geleitet". Das schickte Dr. Sabine Burgermeister vor Ort, monierte nicht nur die Hunde-, sondern auch die mehrdutzendfache Katzenhaltung in dem Haus und gab Anweisung, den stark heruntergekommenen Hunderüden scheren zu lassen und ihn besser zu ernähren. Es folgten Ermahnungen innerhalb eines umfangreicheren Schriftwechsels, ein weiterer Besuch im März - dann war der Fall offenbar erledigt. "Bei dem Personalmangel im Amt können wir kein Überwachungsnetz gewährleisten", sagt Behördenleiter Dr. Lutz Michael. Die Ziegelhausener Tierärztin Isabel Höpfer, die "Joshi" nach seinem Auffinden auf der Straße noch zu retten versuchte und schließlich einschläfern musste, ist sich sicher, dass der Hund nicht nur einige Monate an der Verwahrlosung litt. Eineinhalb bis zwei Jahre, so schätzt sie, habe sich niemand um den Hund gekümmert. "Man muss über eine bessere Koordination zwischen örtlichen Ordnungsämtern und Veterinäramt diskutieren", fordert Tierärztin Höpfer als Konsequenz aus dem Fall. Aber auch zwischen Tierheim und Polizei scheint die Zusammenarbeit durchaus verbesserungsfähig zu sein. Laut Polizeisprecher Harald Kurzer waren Polizeikräfte zwar beim Abtransport des Hunde vom Allmendweg dabei, aber erst durch den RNZ-Artikel wurde man auf die Hintergründe des Hundeschicksals aufmerksam und leitete die Ermittlungen ein. Einen Fahndungsaufruf wiederum hielt die Polizei für nicht geboten, weil die Ermittlungen schnell auf den Zuzenhausener Tierhalter zugelaufen seien. Dennoch dauerte es bis Dienstag, ehe ein Durchsuchungsbefehl vorlag. Das Tierheim kommentierte die Polizeiarbeit auf ihrer Internet-Seite mit leicht süffisantem Unterton: "Der öffentliche Druck beflügelte die Polizeiarbeit."
Der frühere Hundehalter hat in der 2000-Einwohner-Gemeinde erwartungsgemäß keinen leichten Stand und wird von vielen geschnitten. Die juristischen Folgen indes dürften für ihn überschaubar sein: Der Mann hat wohl eine Geldbuße per Strafbefehl zu erwarten, weitere Familienangehörige könnten wegen Beihilfe belangt werden. Einen Strafprozess wird es vermutlich nicht geben.

Kopfschüttelnd,
Melissa :-(
 
14.05.2010
#1
A

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Gast

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streunerhof

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Hab schon unterschrieben bevor du den Thread eröffnet hast Mel.
 
Armitage

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Schön. :)
Ich habs hier halt mal noch reingestellt, da vermutlich nicht jeder in den anderen Foren zusätzlich aktiv ist.
Ich hoffe wirklich, dass es was bewirkt. *seufz*
 
streunerhof

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Das kann garnicht weit genug verbreitet sein.

Aber wenn ich den Artikel so lese müssten wir ne Petition für mehr Mitarbeiter bei den Vet-Ämtern erstellen.
 
Baby Milo

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ich habs auch schon unterschrieben ;-)
 
streunerhof

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Ob es was bewirkt? Ich weiß es nicht, aber es gab sicher schon Petitionen für unwichtigere Sachen.
Aber vielleicht könnte man damit doch den einen oder anderen wachrütteln.
 
Armitage

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Stimmt auch wieder. Schaden würde es jedenfalls nicht.
Vielleicht hat Frau Strobel-Maus darüber auch bereits nachgedacht. Ich werd sie mal darauf ansprechen, wenn ich das nächste Mal im TH bin.
 
Fidelia

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Ich hab unterschrieben. So etwas Grausames :evil:
Es müsste nicht nur der Halter bestraft werden, sondern eigentlich auch das Umfeld (Freunde, Nachbarn, Bekannte) - sowas kann man nicht übersehen und ignorieren.
 
sammycat

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Ich habe auch schon unterschrieben und finde es auch eine absolute Sauerei dass das Umfeld über Jahre hinweg einfach wegschaut :evil:
 
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ash88

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ich hab auch unterschrieben..

ganz ehrlich? wenn leute gegenüber anderen menschen schon keine zivilcorage zeigen, dann wohl erst recht nicht für ein tier :-(
unsere gesellschaft ist einfach nur müll, egal um was es geht..
 
Armitage

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Generell sehe ich das auch so wie ihr, aber in dem Fall war es ja nicht so, dass sich keiner darum scherte und die Leute einfach hat "machen lassen".

Das Schlimme daran ist ja, dass es definitiv gemeldet wurde (von Nachbarn und das bereits vor zwei Jahren) und dass von Seiten des zuständigen Veterinäramtes bis auf zwei Besuche und das Aussprechen von mündlichen und schriftlichen Verwarnungen nichts geschehen ist. :-(

Unter diesem Aktenzeichen meldeten Anwohner am 22. August 2008 der Gemeindeverwaltung, dass mitten im Ort Haustiere verwahrlosen.
(...)
Das schickte Dr. Sabine Burgermeister vor Ort, monierte nicht nur die Hunde-, sondern auch die mehrdutzendfache Katzenhaltung in dem Haus und gab Anweisung, den stark heruntergekommenen Hunderüden scheren zu lassen und ihn besser zu ernähren. Es folgten Ermahnungen innerhalb eines umfangreicheren Schriftwechsels, ein weiterer Besuch im März - dann war der Fall offenbar erledigt. "Bei dem Personalmangel im Amt können wir kein Überwachungsnetz gewährleisten", sagt Behördenleiter Dr. Lutz Michael.
Natürlich wäre es indes wünschenswert gewesen, dass sich der eine oder andere Anwohner dahinter geklemmt hätte, dem Veterinäramt auch dauerhaft Druck zu machen.
Aber da der Hund laut Aussage der TÄ, die ihn untersucht und später euthanasiert hatte, jahrelang (!) verwahrlost vor sich hin vegetierte, ist doch davon auszugehen, dass sich selbst nach dem ersten (und letzten) Besuch der Amts-TÄ nichts geändert hatte. Dass er weder geschoren, noch gepflegt noch wenigstens anständig ernährt wurde.
Da sehe ich in erster Linie (abgesehen von den Biestern, die den Hund so verwahrlosen ließen, von denen möchte ich garnicht sprechen :evil: ) das Problem beim Veterinäramt - und das ist ja auch nichts Neues. Leider.
 
mennemaus

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Was muss dieser arme Hund gelitten haben.

Was bringt einen Menschen dazu, sich ein Tier anzuschaffen,
es über Jahre dahinvegetieren zu lassen, bis es von Maden
angefressen wird und sich nicht mehr bewegen kann und es
dann aus dem Auto zu werfen!?

Ich bin geschockt von den Bildern, von dem, was der arme Hund
erleiden musste. Bei dem Video musste ich weinen, eigentlich
wollte ich es mir gar nicht ansehen, aber man kann auch nicht
einfach nur wegsehen.

Die Petition habe ich natürlich unterschrieben.
 
S

sir Quickly

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Solche Menschen dürfen nicht NUR mit einer Geldstrafe belegt werden, sondern sollten mit Gefängnis und nicht unter 5 Jahren bestraft werden!

Ich habe auch meinen servus abgegeben....
 
streunerhof

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Natürlich wäre es indes wünschenswert gewesen, dass sich der eine oder andere Anwohner dahinter geklemmt hätte, dem Veterinäramt auch dauerhaft Druck zu machen.
Aber da der Hund laut Aussage der TÄ, die ihn untersucht und später euthanasiert hatte, jahrelang (!) verwahrlost vor sich hin vegetierte, ist doch davon auszugehen, dass sich selbst nach dem ersten (und letzten) Besuch der Amts-TÄ nichts geändert hatte. Dass er weder geschoren, noch gepflegt noch wenigstens anständig ernährt wurde.
Da sehe ich in erster Linie (abgesehen von den Biestern, die den Hund so verwahrlosen ließen, von denen möchte ich garnicht sprechen :evil: ) das Problem beim Veterinäramt - und das ist ja auch nichts Neues. Leider.
Ganz ehrlich, wenn ich einen Fall ans Vet-Amt melde und mitbekomme, dass die sich drum kümmern, dann ist es für mich (naja für mich nicht aber für die Normalbürger) der Fall erledigt, denn es liegt ja in der öffentlichen Hand.
Meist bekommt man dann auch keine weiteren Infos von den Vet-Ämtern. Was angeordnet usw. wurde. Möglicherweise machen sich diese Menschen jetzt Vorwürfe, weil sie nicht nachgehakt haben, aber das hilft Joshi leider nichts mehr.
Und ob diese Menschen noch einmal eine Meldung machen werden oder lieber die Augen verschließen, weil das Vet-Amt eh nichts tut?
 
Armitage

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Meist bekommt man dann auch keine weiteren Infos von den Vet-Ämtern. Was angeordnet usw. wurde. Möglicherweise machen sich diese Menschen jetzt Vorwürfe, weil sie nicht nachgehakt haben, aber das hilft Joshi leider nichts mehr.
Und ob diese Menschen noch einmal eine Meldung machen werden oder lieber die Augen verschließen, weil das Vet-Amt eh nichts tut?
Das stimmt wohl.
Aber ich glaube nicht, dass sie das nächste Mal ganz "wegschauen" würden, gerade weil sich dieser Fall so schlimm entwickelte.
Vielleicht (hoffentlich) bewirkt das das Gegenteil, nämlich, dass sich die Leute nicht mehr allein darauf verlassen, dass das Veterinäramt das selbstständig und v.a. vollständig regeln wird. Dass darauf nicht unbedingt verlass ist, hat dieser Fall (wie so einige zuvor auch) ja deutlich gezeigt. :-(
 
Basije

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Habe natürlich auch unterschrieben. Es ist doch nicht normal ,das ein Mensch zu so etwas fähig ist. dieser Mann gehört eingesperrt. Kathi..
 
russian

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Aber wenn ich den Artikel so lese müssten wir ne Petition für mehr Mitarbeiter bei den Vet-Ämtern erstellen.
nicht nur dass, sondern auch dort mehr Druck ausüben.
Es geschieht viel zu häufig das Amtsveterinäre schlechte Tierhaltung dulden bis er es gar nicht mehr geht, obwohl sie alle Befugnisse haben rechtzeitig einzugreifen.

Eine Petition für ein härteres Urteil wird wenig erfolgreich sein, unsere Richter sind unabhängig in ihren Entscheidungen und kein Richter wird sich dem Verdacht aussetzen irgendwie beeinflussbar zu sein
 
Felidae32

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Weiß jemand was aus den anderen Tieren geworden ist?? In dem Artikel stand auch noch was von Katzenhaltung...
 

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