Hallo,
ich schreibe jetzt ganz bewußt hier in Katzengeschichten, auch wenn es um Katzenverhalten geht. Aber es ist kein Verhalten, das behandelt werden muß.
Wie einige von euch schon wissen, ist meine Maja sehr krank. CNI im Endstadium. Die letzten Blutwerte waren katastrophal und mein Tierarzt sagte, er hätte schon Katzen gesehen, die mit weniger schlechten Werten gestorben sind.
Maja hat ja zudem Epilepsie und chronischen Schnupfen. Leider hat sie jetzt - ich war vorgewarnt - auch zunehmend Zahnprobleme und es wird immer schwieriger, sie zum Fressen zu bewegen. Ansonsten ist sie so, wie sie sich auch auf dem Streunerhof-Treffen gegeben hat. Verschmust und nimmt voll am Leben teil.
Ok, sie schläft jetzt mehr als ich von ihr gewohnt bin, aber das darf sie gerne.
Ich fahre im Moment mit großem Unwillen und einer fürchterlichen Angst nach Karlsruhe. Denn Maja hat keinen Draht zu meinem Mann. Medizin, die sie bei mir wie Leckerchen nimmt ist bei ihm ein großes Problem.
So, das waren jetzt mal die Vorinfos.
Jetzt zum Katzenverhalten.
Ich konnte dieses Wochenende ein Verhalten beobachten, das mit einerseits traurig stimmt aber andererseits unheimlich freut.
Maja war nie eine Kuschelkatze. Sie braucht die anderen Katzen, das war klar, aber sie hatte zu keiner anderen Katze ein besonders enges Verhältnis.
Dieses Wochenende ist aber Bandit immer in ihrer Nähe. Er folgt ihr - mit etwas Abstand - auf Schritt und Tritt. Er hat ihr sogar nachts seinen Platz rechts neben meinem Kopf abgetreten. Gerade bin ich Maja mit ihrer Medizin und etwas Futter hinterher gelaufen. Naja, nicht hinterhergelaufen, ich wußte, sie liegt in meinem Bett. Und Bandit lag ca. 20 cm neben ihr. Er überwacht auch, dass sie brav die Medizin schlabbert und dass sie etwas frisst.
Ich bin so stolz auf meinen Dicken, auch wenn mir sein Verhalten zeigt, dass es für Maja wohl bald Zeit werden wird, die Reise über die Brücke anzutreten.