Nachwuchs zieht ein...

Diskutiere Nachwuchs zieht ein... im Neuankömmlinge Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo! Ich habe zu diesem Thema nun schon viele äußerst verschiedene Meinungen im Netz gelesen und da ich bisher hier immer tolle Antworten...
  • Nachwuchs zieht ein... Beitrag #1
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Brownie

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Hallo!

Ich habe zu diesem Thema nun schon viele äußerst verschiedene Meinungen im Netz gelesen und da ich bisher hier immer tolle Antworten gelesen habe und großes Vetrauen in dieses Forum habe möchte ich um eure Hilfe bitten:

Ich habe seit ca. 4,5 Jahren den Rufus, damals mit 5 Monaten aus dem Tierheim geholt. Er ist ein ruhiger Zeitgenosse, reiner Hauskater, schon arg früh im Tierheim kastriert worden und sehr schmusig. Er ist auch öfter mal lange alleine, durchaus auch mal 9 Std. o.ä. wenn wir beide gleichzeitig arbeiten sind. Er hat auch nie Probleme gemacht, höchstens mal etwas "Gemaunze" wenn man dann wieder kommt, das war es aber auch. Nichtmal Möbel zerkratzt er aus Frust.

Dennoch dachte ich nun es wäre doch nett ihm einen Freund zu geben weil es sich dann vielleicht etwas interessanter lebt. Nun ist aber die Frage, sollte ich einem Kater der so zufrieden alleine lebt nun jemand dazu setzen? Er hat schonmal 1,5 Jahre eine damals ca. 10 Jahre ältere Katze vor die Nase gesetzt bekommen als er zwischenzeitlich bei einer Freundin lebte, die beiden hatten mwohl mehr oder weniger ständig Ärger. Ich würde nun eine jüngere Katze sinnvoller finden und es gibt auch schon einen Kandidaten, der kleine Archimedes, bei Abgabe demnächst 12 Wochen alt.

Ich hoffe das sind genug Infos damit ihr euch eine Meinung bilden könnt, sonst einfach fragen.

Tue ich Rufus wirklich einen Gefallen? Und ist der Altersunterschied 3 Monate zu gut 5 Jahre noch ok?

Vielen Dank für eure Hilfe!!!
 
  • Nachwuchs zieht ein... Beitrag #2
Hallo Brownie,

ich finde den Altersunterschied zu groß. Ein Zwerg hat ganz andere Bedürfnisse als Rufus. Ich würde, wenn, dann einen Kater mit ähnlichem Charakter und der ungefähr gleichen Altersstufe dazu nehmen.

Rufus kann sich durch die Quirligkeit des Zwerges sehr gestört fühlen. Auch mußt du bedenken, dass der Altersunterschied immer vorhanden ist. Wird Rufus älter, ist der Zwerg immer noch 6 Jahre jünger und hat ganz andere Ansprüche als ein Senior.
 
  • Nachwuchs zieht ein... Beitrag #3
Danke für deine Antwort. Bin immer noch hin und hergerissen. Über den Charakter des neuen ist ja noch nicht viel zu sagen. Aktuell lebt er ja mit mehreren Würfen zusammen und ist ständig von mind. 9 Katzen und zwei Kleinkindern umgeben. Er wirkte beim Besuch eher so als ob er lieber seine Ruhe hätte, wie Rufus ja auch. Noch dazu, ist 5 denn wirklich schon so alt? Ist er damit nicht im besten Alter? Er ist zwar insg. eher ruhig, kommt mir aber oft auch unterfordert vor. Wenn man die Zeit hätte würde er stundenlang täglich spielen und jagen.

Die größte Angst habe ich eigentlich nur davor, dass es so enden könnte, dass er sich zurückzieht und fremdelt wenn eine neue Katze käme.

Würde es Sinn ergeben den "Neuen" mal für ne Stunde zu Besuch zu holen um zu sehen was die beiden so machen?

Eine ca. gleichalte Katze würde ich nur ungern holen. Ich habe damals viel Arbeit in Rufus gesteckt, so dass er so pflegeleicht wurde wie er heute ist. Bei einem anderen 5 Jahrte alten Tier ist der Zug doch meist schon abgefahren was die Erzeihung angeht, da müsste man schon irre viel Zeit haben - und die ist eben nicht da.
 
  • Nachwuchs zieht ein... Beitrag #4
Würde es Sinn ergeben den "Neuen" mal für ne Stunde zu Besuch zu holen um zu sehen was die beiden so machen?
Nein, würde nichts bringen, dein Kater würde den Besucher vermutlich nur anfauchen und anknurren und sein Revier verteidigen.
Mit der Zusammenführung ist es immer so eine Sache, mal klappt es auf Anhieb, mal gibt es nur Probleme. Wenn du tatsächlich einen Zwerg zu deinem Kater holst, könnten folgende Dinge passieren:
- dein Rufus "adoptiert" den Zwerg und sie verstehen sich auf Anhieb (eher selten)
- es dauert eine Zeit, bis sich die beiden dulden, sollte dieses gelingen (gute Erfolgschancen) hängt alles weitere von deinem Rufus ab. Die kleine Katze wird unweigerlich eine extreme Spielphase durchmachen, in dieser Zeit kann es vorkommen, dass sich dein Rufus genervt abwendet oder sich animieren lässt und mit dem kleinen spielt.
- da du nicht weiß, wie gut Rufus in seiner Kittenzeit sozialisiert wurde, kann es auch passieren, dass er überhaupt nicht mit anderen Katzen klar kommt bzw. er gewisse Verhaltensregeln einfach nicht beherrscht z.B. eine gewisse Hemmschwellen beim Spielen (kann bei einem Kitten zu schweren Verletzungen führen evtl. mehr)
 
  • Nachwuchs zieht ein... Beitrag #5
Hallo Brownie,

ein Kitten mit 12 Wochen tobt viel rum und wenn es nicht gerade schläft, will es spielen. Da Dein Rufus ja nach Deiner Beschreibung eher ein ruhiger Vertreter ist, kann er sich von so einem lebhaften Kitten schnell belästigt fühlen und sich entweder verkriechen oder aber es anknurren.

Der Gedanke, ihm einen Spielgefährten zu geben ist gut, denn auch wenn wir Menschen uns viel mit unseren Katzen beschäftigen, einen vierbeinigen Katzenkumpel können wir leider nicht ersetzen. Da er ja den ganzen Tag alleine ist, wäre es natürlich schön, wenn er Gesellschaft bekäme. Aber ich würde eher zu einer Katze/Kater raten, die vom Charakter ähnlich ist. Die Chance, dass sie sich verstehen würden, wäre wesentlich grösser und auch das Zusammenleben harmonischer.

Ob eine Zusammenführung klappt und wie lange es dauert, bis sie sich zumindest akzeptieren, kann man vorher schlecht sagen. Ich hatte bisher zwar immer das Glück, dass spätestens nach 2 Tagen sich alle gut verstanden, aber es kann leider auch länger dauern.

Die Idee, das kleine Kätzchen mal für eine Stunde zu holen, finde ich nicht sehr gut. Da kommt ja ein fremdes Fellnäschen in sein Revier und dies nur mal eben für eine kurze Zeit, dies wäre für beide sehr stressig.

LG
Marion
 
  • Nachwuchs zieht ein... Beitrag #6
hallo browni,

ein goßer altersunterschied verursacht verschiedene interessen, so ist es beim menschen ja auch. Am besten würde sich ein fast gleichaltriger und im temperament ähnliche katze eignen, wenn du aber gerne eine jüngere katze hättest, würde ich dir zu 2kitten raten, so können die kitten miteinander spielen und nerven den etwas älteren nicht, wenn er aber mitmachen will kann er das machen, ich rate dir aber dringend von nur einem kitten zu der etwas älteren katze ab da diese sonst sehr schnell genervt sein kann und die zusammenführung misslingt!
bitte berichte weiter wie du dich entscheidest.
wir helfen dir alle sehr gerne mit ratschlägen bei der zusammenführung.


mfg hanni
 
  • Nachwuchs zieht ein... Beitrag #7
Mensch danke für eure tollen Antworten!

Nur falls das nicht verständlich von mir war: Der Rufus ist zwar recht ruhig, bzw. stresst nur selten und ist sehr gemütlich kuschelig, hat aber wie alle anderen auch jeden Tag mindestens einmal seine fünf Minuten und würde am liebsten Stunden spielen wenn man nur die Zeit hätte. Meist bleibt es ja doch bei maximal einer halben Stunde Katzenangel und viel Gekuschel. Ich könnte mir also vorstellen, dass er es ganz gut fänd etwas Action zu haben. Was die Sozialisierung angeht ist es schwierig zu sagen. Er hat ja seine ersten ca. 4-5 Monate mit seiner Mutter und zwei Schwestern in ner ziemlich vermüllten Wohung gelebt (das Ordnungsamt brachte sie ins Tierheim und seine Schwestern verloren teilweise Augen durch Entzündungen etc.), ansonsten war er meist allein. Nur anderthalb Jahre lang hatte er ja damals von meiner Exfreundin eine 12 Jahre alte Katze dazu bekommen als er ungefähr 3 war. Die beiden haben sich letzten Endes wohl nie richtig gut verstanden, bzw. haben sich noch an dem Tag angefaucht als ich ihn wieder zu mir holen konnte.

Dank auch für den Tipp es mit diesem Besuch des kleinen zu lassen. Ich hielt das für eine gute Idee, aber eure Argumente sind einleuchtend.
Ich tendiere im Augenblick dazu es demnächst mit dem kleinen zu versuchen. Wir haben uns halt ein bisschen verliebt und er ist der letzte seines Wurfes und wir würden ihm eben auch gerne ein zu Hause bieten. Wäre es nicht eine Option ihn zu holen und wenn nach 1-2 Wochen klar sein sollte das es gar nicht geht ihn weiterzu vermitteln (solange er klein ist finden wir sicher ein paar gute Hände)?
 
  • Nachwuchs zieht ein... Beitrag #8
das mit dem weitervermitteln könnte man natürlich machen... aber grundsätzlich denke ich, ist das keine option.

wenn man sich katzen ins haus holt ist das ja meist für sehr lange.

ein paar tips zu zusammenführungen von mir die ich bei meinen beiden kitten angewendet hab. ja mir ist durchaus bewusst das eine zusammenführung unter kitten meist viel unproblematischer ist, aber die tricks sind die gleichen.

erst mal hab ich den Feliway feromon stecker genutzt, das sind künstliche katzenferomone und die wirken gut. und die gibts bei tierärzten oder bei zooplus.

dann finde ich, sollte man der neuen katze erst mal zeit geben die wohnung allein zu erkunden. oder zumindest einen teil. dazu hatte ich bei gini leider keine chance weil ich es versäumt habe majo kurz weg zu sperren :p so wurde gini von ihm auf dem klo überrascht.

dann hab ich ginis kopf mit einem tuch abgerieben um ihren duft dann mit dem von majoran zu verbinden so das Majoran sich besser an die neue Mitbewohnerin gewöhnen konnte.

aber die Hauptarbeit hat der Feliway Feromonstecker gemacht.
 
  • Nachwuchs zieht ein... Beitrag #9
Natürlich ist das "eigentlich" keine Option! Nur wartet der kleine als letzter auf ein neues zu Hause und ich hab schon fast ein schlechtes Gewissen weil ich hin und herüberlege ob ich ihn doch nicht nehmen soll.

Manchmal denke ich "mach doch einfach", bei anderen klappt das doch auch und die haben noch nie ein Buch gelesen oder so wie ich damals vor Rufus dazu noch monatelang in Foren über Ernährung etc. gelesen. Andererseits will ich auch keinem der beiden Tiere unrecht tun. Meine Absicht ist ja nur beiden ein angenehmes zu Hause zu bieten.

Vielleicht sollte ich auch nochmal mit der Züchterin sprechen. Sie wird ja eh vorbeikommen, da sie darauf besteht ihre Katzen persönlich zu ihren Kunden zu bringen um sich ein Bild zu machen (was ich übrigens ziemlich gut finde!) wo sie die Tiere hingibt.
 
  • Nachwuchs zieht ein... Beitrag #10
Kleines Update:

Ich hatte meine Exfreundin angeschrieben, welche damals für ca. 1,5 Jahre den Rufus noch in der Wohnung behalten hatte, ihm jedoch auch das 12 Jahre alte Klärchen (er war da ca. 3) vor die Nase setzte. Sie sagte, dort seien eigentlich über die ganze Zeit mal wieder richtig die Fetzen geflogen, fast immer ging es von ihm aus - härter zugehauen hat jedoch immer Klärchen. Wenn sie sich nicht gezofft haben, haben sie sich ignoriert. Außerdem zog er sich damals wohl immer mehr zurück, bis er gar nicht mehr ins Bett/Couch/zum streicheln kam.

Nun frage ich mich - war das der Altersunterschied? Lag es daran das Klärchen eher aphatisch und einsam sein wollte? Oder lässt sowas schon auf Rufus Charakter schliessen? Also meint ihr, dass er einen kleinen neuen Mitbewohner auch nie akzeptieren würde - oder werden die Karten da eher neu gemischt?

Gestern war ich soweit, dass ich es einfach ausprobieren wollte mit dem kleinen Archimedes, nun weiß ich gar nicht mehr ob ich Rufus nicht einfach sein Dasein als kleiner einziger Prinz lassen soll.
 
  • Nachwuchs zieht ein... Beitrag #11
also du darfst deinen bisherigen kater natürlich auf keinen fall vernachlässigen. du must ihm die gleiche aufmerksamkeit geben wie vorher auch... eventuell auch ein wenig mehr
 
  • Nachwuchs zieht ein... Beitrag #12
Klar, das mit der Aufmerksamkeit bekämen wir schon hin. Mich würde nur interessieren ob ihr aufgrund eurer Erfahrungswerte sein Verhalten (siehe letztes post) so wertet, dass er eben so ein Einzelgänger ist oder ob ihr meint es könnte sich auch eine völlig andere Situation ergeben wenn der kleine kommt. Hat da jemand Erfahrungen zu?
 
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